Wagen für den Kohletransport

  • Om und Omm für den Kohletransport.


    Zum Einstimmen ein paar Bilder vom Omm 34.
    Ein guter Basis-Wagen gab es von Klein.
    Umgebaut nach S .Carstens Güterwagen Band 3 Seite 100 und folgende.
    Von diesem Wagen habe ich 18 Stück umgebaut.
    Bilder
    vom 829 756


    vom 831 262


    und vom 831 263




    Alle Wagen haben eine eigene Wagennummer; sie wurde in so weit geändert, als das die letzten drei Ziffern der sechs teigigen Nummer neu aufgebracht wurde. Wobei die Langträgerbeschriftung nicht geändert wurde. Der Aufwand muss im Verhältnis zum Nutzen stehen.


    Da ich alle Wagen nach dem gleichen System umbaue folgt noch eine Umbau Beschreibung.


    Gruß
    Friedrich

  • Auch wenn mein Schwerpunkt bei der RSN ruht. Ein schöner Fadenbeginn, lieber Friedrich.
    Ich werde aufmerksam drüber schauen. Wie immer wieder betont, werden die begonnenen Projekte zu Ende gebracht.
    Heisst also, die DR in Epoche III in Normalspur ist durch die RSN nicht völlig vom Tisch.
    Mach bitte weiter mit dem Faden, und vielen Dank für den tollen Beginn.
    Nettes Grüssle mitten aus dem Wald
    Peter

    ... und das Grüssle mitten aus dem Wald
    bis bald... ´s Peterle


    ...mittlerweile gibt es einiges auf meinem "Blog"


    Verschiebe nicht auf morgen, was du heute leben kannst.
    Jeder vergangene Augenblick, den du nicht zu ergreifen verstanden hast, ist ein verlorener Augenblick.
    (unbekannter Autor)

  • Omm 37

    Omm 37 auf dem Weg zum Kohlenwagen
    Anmerkung: Den Löwenanteil der Vorschläge zum Umbauen habe ich aus den Carstens Güterwagen Büchern.
    Wie schon Carstens in seinem Buch Güterwagen Band 3 Offene Wagen anmerkt; es gibt kein Modell des Omm 37, auch heute 17 Jahre nach Erscheinen des Buches noch nicht.
    Es ist in so weit unverständlich weil von diesem Wagen rund 24 500 Wagen gebaut wurden. Es war der erste Nachkriegswagen und fast 19 000 Wagen wurden in den EUROP Park eingebracht . Der Omm 37 war damit bei der DB der häufigste offene Güterwagen.
    Ab 1959 wurde auf dem Fahrgestell dann der Omm 46 aufgebaut.
    Vielleicht fällt das ja mal einem Hersteller auf, bevor er weiterhin Exoten produziert oder ein neues Modell des Mitbewerbers herausbringt. Das Beispiel ist hier der Om 21 den es aus moderner Fertigung gleich dreimal gibt.


    Grundlage für meine Umbauten ist der relativ schöne Wagen von Klein /M &D. Persönlich bedaure ich, dass es die Firma nicht mehr gibt, weil die Formen zwar bei ROCO ein neues Zuhause haben, aber deren Politik nicht so flexibel ist.


    Nun zum Umbau, neu Aufbau.


    Grundlage ist das Modell des Klein Omm37 aus den Sonderserien M&D, man kann aber auch ein Modell des Omm 34 nehmen, das dann aber ganz neu beschriftet werden muss.
    Der Wagen wird als erstes zerlegt.
    Nach Abzug der Puffer kann man Fahrgestell und Wagenkasten trennen.
    Am Wagenkasten werden nun Rangiererhandgriffe; Rangierertritte; Aufstiegstritt, und Handgriffe entfernt. Der lange Rangiererauftritt wird abgezogen. Zusätzlich wird der Obergurt über den Türen entfernt; der Omm 37 hatte keinen durchgehenden Obergurt.
    Alle diese Arbeiten mache ich mit einem kleinen Cutter. Wer anstatt des „Einmal-Werkzeuges“ einen etwas teureren nimmt und sich dafür die Ersatzklingen kauft, kommt auf die gleichen Kosten, hat dafür aber einen ergonomisch besser in der Hand liegendes Werkzeug.
    Über Wagengewicht kann man streiten. Meine Wagen sind (wenn es technisch machbar ist) grundsätzlich nach der Norm RP 20 aufgelastet. Für HO bedeutet das:
    Basisgewicht 30g plus ein Extra Gewicht pro cm von 5g. Für den Omm37 sind das
    30g Basisgewicht plus Extragewicht für 10cm gleich 50g entspricht 80g. Korrekturfaktor kommt nicht in Frage da der Wagen zwischen 10 und 18cm lang ist.
    Bei offenen Güterwagen passt in der Regel eine Bleiplatte als „Ladefußboden“. Die von der Industrie vor gegebene Beschwerung muss dann entfernt werden.

    Ich lasse diese Bleiplatte „sichtbar“, wenn man die neuerdings angebotenen Laser gefertigten Fußböden aufklebt gewinnt der Wagen zusätzlich. Was nun nicht mehr stimmt ist die Tiefe des Laderaumes. Das nehme ich in Kauf.

    Beim Omm 37 werden danach die senkrechten Kastenstützen mit Evergreen Profilen verstärkt, ferner der Obergurt der Stirnwände (L-Profil) durch vorkleben eines Streifen verändert und Rangierergriffe aus 0,4mm Messingdraht angebracht. Inzwischen gibt es verschiedene Anbieter, die alle diese Teile als Ätzteile anbieten. Ich bleibe in den meisten Fällen bei dem Messingdraht von Weinert, Griffstangen sind nun mal rund.

    Der Aufstiegstritt an der Stirnseite mit den Laternenhaltern kommt als Beispiel von dem Anbieter AW Lingen (Jochen Leisner). Der abgezogene lange Tritt wird durch aufkleben von Evergreen Profilen maßstäblich und die Zettelhalter werden festgeklebt oder durch Messingteile ersetzt. Die Pufferbohle die bei diesem Hersteller Bestandteil des Wagenkastens ist, wird mit Rangiertritten (hier Weinert) ausgerüstet.


    Bevor mit dem Zurüsten begonnen wurde habe ich die Löcher für die Puffer auf 2,2 mm aufgebohrt (Bohrer; Kugel- und Schaftfräser).
    Fahrwerk:
    Ich verwende bei all meinen Wagen bislang den GFN Bügelkupplungskopf. Er erfüllt all die Anforderungen die ich (und der FREMO) an eine funktionierende Kupplung stellt am besten.
    Bei neueren Wagen mit einer hohen Fertigungsqualität (z.B. BRAWA) verwende ich auch schon die OBK von Michael Weinert. Erfahrungen über deren Einsatz im FREMO Alltag habe ich nicht, auf dem Testbrett und in meiner Zeche funktioniert sie wie die GFN Bügelkupplung und ist mit der kompatibel. Dennoch werde ich „einfache“ Wagen nach wie vor mit der GFN Bügelkupplung ausrüsten.
    Die eigentliche Besonderheit bei meinen Wagen liegt aber in das „einziehen“ des Kuppelungskopfes. Das heißt ich ändere den Aufnahmeschacht ab indem ich ihn in etwa der Mitte bis zur inneren Seite der Oberkante durchsäge und dann mit einem zweiten Schnitt von vorne innen an der oberen Seite des Schachtes bis zum ersten Schnitt so zu sagen ein „U“ aussäge. Mit einer Feile werden evt. stehengebliebene Seitenteile des Schachtes entfernt so dass eine gerade Oberkante entsteht. Nun wird der KK-Kopf eingesteckt der nun tiefer eingedrückt werden kann.

    Beispiel an einem BRAWA Wagen
    Auf einer Lehre wird der Kupplungskopf nun soweit eingedrückt, dass Prallplatte und Puffervorderkante eine Ebene ergeben. Wer keine Federpuffer nutzt, sollte die Prallplatte bei einer Wagenlänge bis 12cm wenige Zehntel mm vorstehen lassen. (zwei Blatt dickeres Papier reichen). Höhe der Kupplung wird durch Unterlegen von Evergreen Profilen einjustiert und dann wird alles mit STABELIT verklebt. Da der Kleber keine endgültige Verbindung mit dem hochelastischem Kunststoff eingeht kann man durch „biegen und brechen“ das Ganze wieder rückgängig machen und z.B. einen anderen KK-Kopf verwenden, oder, oder!

    Wenn der Wagen als Omm 37 verkauft wurde hat er schon ein Sprengwerk, sonst muss man eines basteln, oder z.B. von HOfine beziehen. Ich habe beides verwendet. Das geätzte Sprengwerk von HOfine ist in Bezug der Vorbild Fotos sehr filigran ausgefallen.
    Nun folgt der Wiederaufbau.
    1. Die Nachbildung der Achshalterbleche festkleben. Ich verklebe sie mit Ponal Holzleim, er läst sich wieder entfernen, hält aber ganz gut.
    2. Geänderte KK Kopf mit Deichsel einsetzen. Kuppelungskulisse wird festgelegt, auch verklebt mit Ponal und /oder ein Stift aus 0,5 mm Messingdraht zum festlegen nutzen. Er kann wieder rausgezogen werden.
    3. Verbesserte Wagenkasten aufsetzen, und verkleben.
    4. Löcher für Puffer fertig bohren, d.h. bis ins Fahrgestell.
    5. Puffer einsetzen; ich verwende Federpuffer von Weinert.
    6. Radsätze einbauen und Lauf testen. Ich nehme RP 25 Radsätze von Weinert oder aus FRMO Sammelbestellungen, das waren bisher LUK-Radsätze. An manchen Wagen habe ich 2,2 mm Radsätze eingebaut. Sie machen nicht mehr Probleme wie ein normaler RP 25 Radsatz.
    7. Kupplung nach oben beschriebener Methode einsetzen und justieren.
    8. Den Wagen farblich anpassen. Mir genügt oft nur das falsche und/oder die neu angebrachten Teile mit den entsprechenden Farben mit einem Pinsel an zu streichen. Dafür nehme ich Humbrol oder Mo-Lak. Für eine Spritzlackierung nehme ich Weinert Farben.
    9. Beschriftung abändern. Andreas Nothaft hilft.
    10. Wagen ausprobieren und dann Betriebsspuren aufbringen. Ein im Kohleverkehr eingesetzter Wagen bleibt nicht lange sauber.


    Selbstverständlich kann man noch mehr Aufwand treiben, mir reicht dieser Rüstzustand. Inzwischen habe ich ca. 100 Omm Wagen auf dieses Niveau gebracht.


    Bei Gelegenheit stelle ich noch andere Wagen vor.


    Es gibt viel zu tun, packen wir es an
    meint Friedrich

  • Wirklich eine tolle Umbauanleitung, Friedrich. :sehrgut:


    Da verliert man regelrecht die Scheu vor solchen Arbeiten. Einfach Schritt für Schritt nachmachen. Frage: Welche Firma liefert die Bremsverstelleinrichtung? Danke Dir.


    Gruß Rainer :thumbup:

    Kleinreuth-Nord-Logo-supersmall.jpg


    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.

  • Moin, Rainer


    Ätzteil Hersteller gibt es inzwischen eine ganze Reihe.
    Ich verwende viele Teile von Weinert. Die verwendeten Teile für Omm Wagen stammen in der Regel aus dem Satz 9254 Satz Güterwagenzurüstteile.


    Inzwischen gibt es auch Teile von anderen Anbietern, u.a. von HOfine (Mathias Hellmann) und AW Lingen (Jochen Leisner) die bei FREMO Veranstaltungen ihre Sachen zum „Anfassen“ dabei haben.


    Gruß Friedrich

  • Moin Leute



    Was ihr hier seht ist kein Haufen Schrott oder ein Betriebsunfall vor der Zeche, ^^
    sondern die momentane Baustelle im Bastelzimmer. :thumbup:
    Nachdem sich abzeichnet, dass in diesem Jahr wieder kein Omm 37 erscheint,
    es den Omm 33 dafür aber nun gleich bei einem halben Dutzend Hersteller zu erwerben ist,
    habe ich noch einmal eine fünfer Serie des Omm 37 auf „Klein“ Basis aufgelegt.
    Den Umbau beschrieben habe ich recht ausführlich vor längere Zeit hier im Forum.
    -siehe weiter oben-
    Nun muss ich noch die Farbe und den Schmutz aufbringen und dann gehen wir zurück ins Friedrichstal.

    Es gibt viel zu tun, packen wir es an
    und holt jo fuchtig
    meint Friedrich

  • Hallo Friedrich
    Danke für den tollen Input. Mal eine praktische Frage - Wie kommst Du zur "richtigen" Farbe und welchen Farbton verwendest Du?
    Das hellere, rötliche Braun - ist das z.B. ein Revell Lederbraun mit etwas Ziegelrot drinnen?
    Oder mischt Du die Farbtöne aus Acryl "frei Schnauze" an - was ja auch den Vorteil hat, dass alles unterschiedlich ausfällt...


    Ich hardere immer noch mit Fahrzeugen, die Bretterstruktur habe.


    Merci für weitere Tips.


    LG,
    Axel

  • Moin Axel und Mitleser
    Bei allen „Alterungen“ arbeite ich immer nach dem Motto


    Erst die original Farben… gut durchtrocknen lassen
    dann die Gebrauchspuren
    in Form es wird „verdreckt“ und ausgeblichen. Mit allem was dazu schon gesagt ist.
    Vorbilder sind die Hobby Kollegen und Literatur aus dem Militär Plastikbau.
    Inzwischen gibt es ja auch gute Anleitungen (daraus abgeleitet) in unseren einschlägigen Modellzeitschriften und Sonderheften.
    Das ausbleichen habe ich noch nicht vorgenommen, werde es aber in nächster Zeit mal versuchen.
    Grundfarbe:
    Hier nehme ich erst mal MO Lack Güterwagenfarbe (Braun) von Weinert (für den Pinsel), bei Spritz-Ganzlackierung den entsprechenden Güterwagen Braunton aus dem Weinert Glas. (Acryl)
    Schwarz von Humbrol oder Revel, weil es ohnehin vorhanden ist.
    Alterung: Diese Farben und deren Verdünnung sollte die Grundfarbe nicht wieder anlösen. *#'
    Alles kann verwendet werden: vom Schultuschkasten über Acryl-, Öl-, Pastell- Farben bis zu Pulverfarbpigmente die ich vor allem aus Künstlerkreiden gerieben auf Sandpapier selber herstelle.
    Ich nehme keine Farben die von vorne herein grobe Pigmente haben. Damit scheidet für mich in diesem Fall alles aus, was aus dem Baumarkt kommt.
    Durch das Hobby meiner Frau habe ich natürlich auch einen großen Zugriff auf Künstlerfarben. Am Geld sollte es dennoch nicht liegen, eine kleine Tube Ölfarbe zum „Altern“ reicht für ein Modellbahner Leben. Aufgetragen wird von einer Palette vor allem deren Dreck.
    Was ist Pallettendreck?
    Als Palette nehme ich ein Stück Pappe, alle Arten von Deckel die im Haushalt anfallen vor der Entsorgung.
    Auf diesen Gegenständen wird dann gemischt. Farben die nicht decken werden bevorzugt!
    Wenn ich das Gefühl habe im richtigen Farbbereich zu sein wird übertragen und eventuell wieder abgewischt!! Die Pallette wird aber nicht gereinigt sondern eher immer wieder angelöst und neu verschmiert. Das nennen "Kunstmaler" auch Pallettendreck.
    So weit erst mal! Ich komme darauf zurück, möchte aber noch mal Rücksprache halten und werde (was will ich denn noch alles? 'y# ) einen Tipp daraus basteln.
    Gruß Friedrich

  • Hallo Friedrich,
    recht beeindruckend Deine Massenfertigung.
    Der Carsten ist für mich immer noch eine Quelle der Inspiration, es finden sich dort immer noch genügend Vorbilder für den Nachbau.
    Das es Herstellern nicht gelingt hochwertige Wagen herzustellen die es zwar im Original in Massen gab, nicht so als Modell, ist immer wieder verwunderlich.
    Hier mal ein interessantes MD-Set:

  • Om 21 BRAWA


    Meine Wagen 256, 257 und 258 stammen aus der relativ neuen Produktion von BRAWA.



    Aus diesem feinen Om 21 Wagen mache ich einen Kohlenwagen zum Anfassen, mit der „alten“ Bügelkupplung von GFN.
    Wenn man die Bügelkupplung nach der Art einbaut, wie ich es nun seit zwanzig Jahren praktiziere, sieht es nur am jeweiligen Endwagen hässlich aus. Die Zwischenkuppelungen sind kaum zu sehen, fahren doch die Wagen Puffer an Puffer. (Fast! Beim ziehen ist das Spiel eines Kupplungs-Bügel vorhanden. Beim Aufdrücken ist diese Spiel Null.)
    Die Original Bügelkupplung von M. Weinert ist ungenommen feiner, wird von mir ebenfalls eingebaut, aber für Grobmotoriker ist diese Kupplung auch empfindlicher.
    Alle lauthals geforderten Verfeinerungen haben Vor- und Nachteile. Nimmt man einen durchgestalteten BRAWA Wagen in die Hand, weis man wovon ich rede. Lauter Kleinstteile sind angebracht. Diese aus fein gespritztem Kunststoff angebrachten Teile haben irgendwann den Hang sich zu verabschieden, vor allem dann wenn sie im wahrsten Sinne des Wortes durch Hände gehen.
    Wenn ich im Laufe der Zeit also damit rechnen muss, dass eine oder andere Teil ersetzen zu müssen, mache ich es gleich. Dadurch wird der Wagen außerdem robust.
    Dazu gehören folgende Arbeiten:
    1. Zerlegen des Wagens.
    2. Ändern des Kurzkupplungsschachts. Etwa bei der Hälfte wird vorne ein U ausgesägt. Die obere Seite bleibt stehen, damit kann man später den Kupplungskopf nach hinten schieben, er behält seine Führung.
    3. Danach Einkleben des Schachtes in das Fahrgestell, die Kupplung ist damit festgelegt.
    4. Entfernen der empfindlichen Rangierertritte und Ersatz durch Messingteile.
    5. Entfernen der äußeren Griffstangen und Ersatz durch 0,35 mm Messingdraht.
    Diese Maßnahme dauert zwei Minuten, da man die vorhandenen Bohrungen nutzen kann.
    6. Aufbohren der Puffersockelplatte mit einem Kugelfräser und Einbau von Weinert Federpuffer. Dieser Schritt ist nicht notwendig. Ist eine Marotte von mir. Will man mit festen Puffer dennoch Puffer an Puffer fahren genügt ein weiteres (Punkt 9) herausziehen des Kupplungskopfes um die Stärke eines 200g Papiers. Nun sind also wenige Hundertstel mm Luft zwischen Puffer und Prallplatte des Kuppelungskopfes. (Prallplatte steht vor den Puffertellern). Damit kann man mühelos bis auf 1,60 Meter Radius fahren und kuppeln.
    7. Ersatz des Aufstiegtritts durch ein Zurüstteil von den einschlägigen Anbietern.
    8. Einsetzen von RP 25 Radsätze. Damit man nicht unliebsame Überraschungen erlebt, lege ich beim Zusammenbau zwischen Metall-Aufbau und allen Radführungen (Metall) ein TESA-Film Stückchen zur Isolierung.
    9. Einstecken des Bügelkupplungskopfes. Er wird so weit eingedrückt bis die Pufferteller und die Prallplatte eine Linie ergibt.
    10. Festkleben der Kupplung. Durch die Beschaffenheit des Kunststoffes der Fahrgestelle der meisten Hersteller ergibt die Klebung keine unlösbare Verbindung. Man kann sie wenn nötig später mit sanfter Gewalt wieder herausbrechen.
    11. Je nach Laune Ersatz der Schlußscheibenhalter durch Zubehörteile.
    12. Sichern der verbleibenden Originalteile durch Sekundenkleber.
    13. Farbliche Nacharbeiten der neu angebrachten Teile und Klebstellen mit Güterwagen Braun, Schwarz und Grau.
    14. Ändern der (mir zu hellen) Innenfarbe Wände mit Humbrol 112; den Holzfußboden mit Humbrol 98.
    15. Neue Wagennummer aufbringen. Dazu werden die hinteren drei Ziffern durch eine neue dreistellige Zahl aus einem Decal Bogen ersetzt. Ich überstreiche die alte Nummer mit Güterwagen-Braun, wenn ich Punkt 13 bearbeite. Andere nehmen einen Glasfaserradierer, um die alte Nummer zu entfernen.
    16. Eigentum Merkmal aufbringen, bei mir interne Wagennummer und roter Punkt mit Namenskürzel auf der Unterseite des Wagenbodens.
    17. Altern mit Kreide, Farbpigmente und Tusche zum Kohlenwagen.
    18. Fotografieren und Wagenkarte erstellen. Dort habe ich mein eigenes Muster, das sich sehr stark an die Ur Karte von Andreas Nothaft anlehnt.
    19. …


    Veröffentlichen im Forum… na ja so lang ich Euch nicht langweile.




    Zwei der Om 21 Wagen den dritten gab es schon bei Wagen des Tages zu sehen.


    Nunmehr sind 11 neue Kohlenwagen der Gattung Om/Omm dem FREMO Verkehr übergeben worden. Vielleicht kommen sie in den nächsten Tagen zum Einsatz.
    Nach Beschäftigung mit den O Wagen von BRAWA wünsche ich mir nach wie vor einen Omm 37 von diesem Hersteller.


    Es gibt viel zu tun, packen wir es an
    und holt jo fuchtig
    meint Friedrich

  • OOtz 41

    Ein „Weiter so“ nach 22 Jahren.
    Beim durchforsten meiner Bestände, auch im Zusammenhang mit der „Alterungs- Wut“

    der Modellbahner die „in“ sein wollen, bin ich auf mehrere Schachteln Sonderserien von M & D gestoßen. Jeweils vier Wagen als Sonderserie zusammengefasst, wurden im Laufe von einigen (90er) Jahren in ein paar Versionen z.B. als OOtz 41 Kohlewagen-Serie herausgebracht. Der Vorteil dabei ist, dass alle Wagen schon eigene Wagennummern haben.

    Grundlage meiner Änderungen sind wie immer die Veröffentlichungen von S. Carstens.

    Hier besonders Güterwagen Band 4 (offene Wagen der Sonderbauart) Seite 111 ff.

    Umgebaut habe ich für mich zwei Versionen, die sich nur bei den Modell-Kupplungen unterscheiden. Jeweils ein Wagen mit zwei GFN Kurzkupplungsköpfe und Klimatick ohne Federpuffer und ein Wagen mit einer GFN Bügelkupplung festgelegt mit Federpuffer und auf der anderen Seite eine GFN Kurzkupplung mit Klimatick. Damit können immer zwischen zwei und vier Wagen zu einer Gruppe zusammengefasst werden und im FREMO Alltag mitfahren.

    Die ersten Wagen habe ich Ende der 90er Jahre geändert. Das sind meine laufende Wagen Nr.: 113 / 114 a und b sowie 117 bis 120 a und b. Damit waren 12 Wagen schon relativ weit fortgeschritten vorhanden. Damals hatten wir noch feste Ladungseinsätze und mussten dementsprechend das Oberteil des Wagenkasten abnehmen, wenn unterschiedliche Ladungszustände simuliert werden sollten. Dieses hatte zur Folge das unschöne Spalten am Wagen sichtbar waren. Nachdem nun „lose Schüttung“ angesagt ist fällt diese Notwendigkeit weg.



    Was wurde / wird weiterhin am Grund Modell von mir geändert?

    1. Wagen zerlegt um an bestimmte Baugruppen heran zu kommen. Dabei eine

    Warnung: Scheinbar altert der Kunststoff und ist hochgradig Bruch gefährdet. Damit ist ein spreizen / zusammendrücken der Drehgestell Halterung (bei mir) nicht mehr möglich. Der Aufwand der Reparatur ist nicht unerheblich.

    b2019-09-0822_23_47-d81jo1.png

    2. Je nach dem was man möchte… Kuppelungen mit und ohne Klimatick / Federpuffer / Bügelkupplung usw. einbauen und neu verkleben.

    a2019-09-0822_18_46-dh6kfo.png

    3. Das von Carstens beschriebene Hauptmanko, die vom OOtz 43/44 übernommenen Klappen werden von mir nicht geändert. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Wer weis das schon… außer echte Insider und echte Modellfreaks in Personalunion, vor denen ich den Hut ziehe, oder den ewig Besser Wisser. Für die habe ich ein müdes Lächeln.

    4. Damit mein Ruf gewahrt bleibt bringe ich den Wagen auf 80g Gewicht indem ich innen auf den Sattel Bleiplättchen klebe, der Innenraum wird danach matt schwarz gestrichen.

    dsc_553616ku9.jpgBild

    5. Signalstützen wurden manchmal durch Weinert Teile ; Griffstangen grundsätzlich aus 0,4 mm Messingdraht ersetzt.

    6. Alle Teile wurden farblich wie im SC Buch empfohlen gemäß der Epoche III geändert.

    7. Radsätze durch RP 25 von Luk (die einfachen die es Ende der 1990er für Klein-Modelle gab, weil am Modell kaum sichtbar) ersetzt.

    8. Dem Wagen „Betriebsspuren“ verpassen. Um keinen Stiel-Bruch zu fabrizieren bin ich wie vor 20 Jahre vorgegangen, den Wagen mit MARABU Klarlack (matt!) einnebeln und zerriebene Kreide aufbringen und mit dem Pinsel in die Lackschicht einreiben. Staub und Regenabfluss Richtungen beachten.

    9. neu und damit bei allen Wagen erforderlich sind Fett- und Ölspuren und vielleicht ein paar Dinge die heute zum „Altern“ dazugehören u.a. Radscheiben behandeln. Aber da warte ich erst einmal ab.


    Hier nun noch ein paar Bilder dazu:


    Maßnahme der Überarbeitung: Oberteil fest aufkleben und Spalten mit KFZ Feinspachtel bearbeiten, mit 600 Papier schleifen und mit Güterwagen Braun ausbessern.


    dsc_5534c5keb.jpg

    Wagenkasten nur verklebt


    dsc_5532t5kxn.jpg

    Wagenkasten gespachtelt


    dsc_55314jkqm.jpg

    Wagenkasten „wie neu gestrichen“


    dsc_5550hcj2h.jpg

    dsc_55554ajyp.jpg

    Wagenkasten ohne Farbe und Luftpinsel gealtert. Es fehlen noch ein paar Öl- und Fett-Betriebsspuren.


    Das war mal wieder etwas anderes
    holt jo fuchtig
    :matrose::matrose::matrose:
    Friedrich