Brawa Gravita 10BB

  • [size=10]Hallo Leute


    Ich habe am Freitag letzter Woche die Gravita von Brawa bekommen.
    Es ist die 10BB von Stahl Gerlafingen. Ich habe sie mir gekauft, weil sie mir mit der roten Farbe und den weißen Markierungen so gefallen hat.
    Als sie ankam habe ich mich total gefreut und sie ausgepackt und fahren lassen.
    Diese Lokomotive ist einfach genial gemacht und sie läuft im analogen Zustand schon prima.
    Die Gravita hat im analogen Zustand, trotzdem ein helles Licht und sogar eine Lampe im Führerhaus inneren. Ich habe Bilder gemacht und zeige sie euch jetzt.




    Ich habe sie auch dann mal auseinander gebaut, um zu sehen wie sie aufgebaut ist.



    Kurz mal aus ihre Verpackung genommen was ich persöhnlich sehr gut empfinde, auch wenn die Lok zugerüstet ist.



    Hier ist sie mit dem kurzen Vorbau.




    Und hier der lange.




    Der Lüfter wurde sauber verarbeitet.




    Die Drehgestelle mit Rahmen und Geländern.





    Jetzt geht es an das zerlegen der Lok.


    Man muss zuerst die beiden Vorbauten nach außen ziehen und dann wegnehmen.





    Als zweites denn Stecker für die Lampe im Führerhaus raus machen und dann kann man das Führerhaus vorsichtig wegnehmen.



    Da ist das Gehäuse mit den Vorbauten, wo man den Stecker prima sieht.



    Der Führerstand von innen.



    Die beiden Vorbauten von oben, wo man auch den Hutzen der Lok sieht.



    Der Boden, der Lok ist sehr Detailreich und gut gemacht.





    Auch das Getriebe unter dem Drehgestellen ist perfekt verarbeitet.




    Als letztes noch mal die Lok in vollem Glanz.



    Das wars für heut und ich hoffe es hat euch gefallen.


    Gruß Philipp :hutab:

  • Hallo Philipp,



    ...und ich hoffe es hat euch gefallen.


    ja, hat es! Sehr sogar!
    Auch wenn die meisten bei so einer modernen Lok wahrscheinlich die Nase rümpfen, bin ich dir sehr dankbar, dass du die vielen Detailbilder zeigst. Ich mochte das Vorbild schon vom ersten Moment an sehr gerne sehen. Das Modell gefällt mir sehr gut. Eindeutig ein Kandidat für meine Sammlung!

  • Hallo und moin Philipp


    Wie Robert schon geschrieben, nicht die Lok rückt in den Mittelpunkt, sondern wie Du das ganze vorstellst, fotografierst und beschreibst ist toll. :hutab:
    Jeder kann sich nun anhand Deiner Bilder vorstellen wie die Lok aussieht, wie sie aufgebaut ist und wie detailliert sie ist. :wissenschaftler:


    Schön das Du es gemacht hast, mach weiter so und bleibe immer ein wenig kritisch Dir selber gegenüber, dann hebt man nicht ab und wird noch besser,
    meint Friedrich

  • Danke erst mal,


    hallo Albrecht, ja den Lüfter kann man mit pusten drehen oder im digitalen Zustand von allein.


    Also ich finde, das diese Lok eine einfache schöne und perfekte gemachte Lok ist.
    Sie hat mir schon beim ersten mal, wo ich sie gesehen habe gefallen so modern eben.
    Obwohl ich eher auf die älteren Lokomotiven wie die V 65 PA, V 100 PA , ... stehe und Privatbahn fahre.
    Tja auf jeden Fall wird sie umlackiert und ich habe mir mein Design schon mit Paint gemacht.


    Gruss Philipp :hutab:

  • Ja die bei Brawa werden schon von Seitens Voith genug Druck bekommen haben.
    Möchte nicht wissen wie oft man bei Voith den Brawa Leuten eine gewisse "Steilvorlage" unter die Nase gehalten hat wenn die mit einem 08/15 Antrieb in Kiel angerückt sind. ;)
    Brawa hat zwar darauf z.B. die Drehgestelle technisch nicht funktionsfähig hinbekommen, aber zum Trost wenigstens optisch annehmbar gestaltet.

  • Hallo Lutz


    Ist auch gut so, aber länger hätte man nicht der Konstruktion warten dürfen, denn die Gravita von Hobbytrain ist immer noch nicht ausgeliefert.
    Das ist immer ein schmaler Grad zwischen dem Vorbild und des Modells.
    In DSO haben wir auch schon Kritik bekommen, dass die Lok mit Vorbild nicht zu tun hätte, aber Sohnemann und ich werden sie wieder auf DB-AG Gleisen schicken für ein neues EVU Unternehmen und somit kein Vorbild hat. :toocool:

  • Hallo Philipp,
    danke für Deinen Erfahrungsbericht.
    Ich finde, gerade die Beschreibung der Demontage und der "inneren Werte" ist sehr informativ.
    Gleichzeitig zeigt es einmal mehr, wie aktuelle Modelle aufgebaut sind. Mehrteilige Gehäuse scheinen ja jetzt "State of Art" zu sein.
    Damit scheint ja eine einfachere Wartung möglich...


    Mir gefallen die sehr schön detaillierten Drehgestelle- obwohl ich nichts zur vorbildtreue sagen kann.
    Die Lok gehört einfach nicht zu meinem Beuteschema. Im übrigen finde ich diese, wie auch viele andere aktuelle Diesellokomotiven einfach nur potthäßlich.
    Aber dies ist ja schließlich Ansichtssache- ich kann z.B. mehr mit einer SM42 oder SU45 (von der es leider nur ein ausverkauftes, und fasdt nicht bezahlbares Messingmodell gibt) anfangen.


    Das aus einer bestimmten Ecke wieder etwas über den doch recht traditionellen Antrieb gesagt wird- verwundert wenig.
    Aber wenn er tut...


    Ich wünsche Dir auf alle Fälle viel Spaß mit Deinem Modell!



    Viele Grüße
    Christian

  • Das wundert mich ein bischen Christian!
    Wir sind ja hier im Forum die Fortgeschrittenen, denen die gewisse Lieblosigkeit hinsichtlich Modellantriebe, mit der die Hersteller das Thema Antriebbstrang bisher behandelt haben, nicht egal ist.
    [ironie]Egal ist; Hauptsache es rasselt in der Lok und die Anzahl der Haftreifen stimmt (mindestens 8 bei einer 4-achsigen Lok) und -sehr wichtig- die Schallmauer wird durchbrochen.[/ironie]
    Jedenfalls sind einige Hersteller so auf diese Art und Weise wachgerüttelt worden. Hier ist nicht mehr gedankenlos der Standard Getriebeklotz gemacht worden, sondern,
    wie wohl auch bei der kommenden Bundesbahn V100, eine mehr dem Vorbild angepasste Kontour geschaffen worden. Der Standard Antriebsstrang ist also etwas gefälliger im Aussehen geworden und damit mehr dem Vorbild optisch ähnlicher.

  • Hallo Lutz

    Jedenfalls sind einige Hersteller so auf diese Art und Weise wachgerüttelt worden. Hier ist nicht mehr gedankenlos der Standard Getriebeklotz gemacht worden, sondern,
    wie wohl auch bei der kommenden Bundesbahn V100, eine mehr dem Vorbild angepasste Kontour geschaffen worden. Der Standard Antriebsstrang ist also etwas gefälliger im Aussehen geworden und damit mehr dem Vorbild optisch ähnlicher.


    Da lohnt es sich dann richtig ne Farbe drunter zu hauen um die Konturen dem Original näher zu bringen. :D ^^

  • Hallo Lutz,
    das braucht Dich jetzt nicht wundern.
    Prinzipiell ist es doch egal- ob die Achsen über die ( hier als Deko-Teil ) sichtbare, oder im Gehäuse liegende Gelenkwelle angetrieben werden.Vordergründig ist es eher wichtig- daß die Spurmaße stimmen, Spurkränze in vernünftiger Höhe gefertigt werden und möglichst eine Allradauflage erzielt wird.Auf Haftreifen kann bei vernünftiger Achsfahrmasse und einer Allradauflage verzichtet werden.
    Ein Antrieb über das im " Keller" der Lok liegende Wendegetriebe und über die sichtbaren Gelenkwellen ist sicherlich schön. Aber auch durch die dazu notwendigen Achsgetriebe nicht unbedingt Wartungsfreundlich. Außerdem ergeben sich durch die Verwendung üblicher Modellbahnradien ( ich rede jetzt nicht vom berühmt-berüchtigten R360) Probleme durch die größere Auslenkung der Gelenkwellen. In der Regel ist ja die innere Achse des Drehgestells die Achse mit dem Durchgetriebe. Allersdings will ich nicht verschweigen, daß die Auslenkung in horizontaler Richtung deutlich geringer ist, als bei den Drehpunkt-fernen Getriebetürmen.


    Bei den dieselelektrischen Lok SU45 / SM42 /BR 120 (Taigatrommel) und BR132 (Kremlwanze) sind Gelenkwellen ( egal wo sie sich befinden) ohnehin vorbildwidrig. Hier müßten Achsmotoren verbaut werden. Aber hier ergenben sich dann weitere Probleme. Wie installiere ich diese Motoren mit halbwegs vorbildgerechtem Aussehen. Und noch wichtiger, wie werden diese digital angesteuert.


    Also ist dann doch der traditionelle Antrieb Mittel der Wahl. Wobei es hier natürlich auf eine sinnvolle Auslegung des Getriebes ankommt. Es ist natürlich nicht Sinn und Zweck, daß eine, beispielsweise SM 42 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 220km/h über die Anlage brettert.


    Daß man im ambitionierten Modellbau auch andere Antriebs- und Fahrwerkskonzepte entwickelt ist schön, aber für den "gewöhnlichen" Modellbahner recht irrelevant.
    Wichtig ist der stöungsfreie Betrieb...


    Aber Du beginnst mit zweierlei Maß zu messen- während Du bei den Diesellok einen recht vorbildnahen Antrieb forderst, unterschätzt Du die Wirkung eines durchbrochenen Barrenrahmen bei Dampflok. Hier bist Du der Ansicht- daß man dies nicht sieht. Aber gerade bei großrädrigen Lok sind die Rahmenfenster zu sehen.
    Du sprichst Dich vehement für einen Antrieb in der Lok aus- aber die Lösung mit der Gelenkwelle durch den Führerstand finde ich alles andere als glücklich.
    Bei einer vernünftigen Konstruktion des Tenderantriebes lassen sich auch vorbildgerechte Leistungen erzielen. Allerdings, und da bin ich mit Dir einer Meinung, nicht mit den Antrieben der bekannten Bauformen!



    Viele Grüße
    Christian

  • Hallo Phillip
    besten Dank für den gut gemachten und gut gestalteten Bericht.
    Kannst Du - wenn Du Zeit hast, noch mal den Lokkasten-Teil mit dem Lüfter von innen fotografieren?
    Und zwar so, dass man sich etwa vorstellen kann, wie der Lüfter befestigt und angetrieben ist?


    Mich interessiert das grundsätzlich, wie Brawa so was löst... .


    Merci!


    LG,
    Axel

  • Hallo Phillip
    besten Dank für den gut gemachten und gut gestalteten Bericht.
    Kannst Du - wenn Du Zeit hast, noch mal den Lokkasten-Teil mit dem Lüfter von innen fotografieren?
    Und zwar so, dass man sich etwa vorstellen kann, wie der Lüfter befestigt und angetrieben ist?


    Mich interessiert das grundsätzlich, wie Brawa so was löst... .

    Hallo Axel,


    da kann ich dir weiterhelfen mit diesem Link der dir zeigt wie innen der Lüfter aufgebaut ist. :D