Besuch im AW Kolvoerde

  • Moin moin Christian und Lutz,


    so langsam werde ich mich wieder an den guten alten norddeutschen Ton gewöhnen müssen, denn meine süddeutschen Tage sind (fast) gezählt. :thumbsup:


    Jetzt aber zum Thema. Nachdem ich den schönen warmen Regen auf Mallorca genossen habe, hier kurz meine Antworten auf Eure Posts.


    @ Christian
    danke für Deine Antwort. Du hast geschrieben:
    Zitat Anfang
    Dabei betriofft es ja " nur" den Bereich der DB. Bei Reichsbahns dürfte es bestimmt nicht großartig anders aussehen.
    Zitat Ende
    Korrekt, da war es ähnlich. Da ich aus einer frühreren Antwort von Dir weiß, dass Du DR-Fahrer bist, habe ich mich in meinem "Vorbild"-Anteil diesmal auch auf die Lokomotiven der Deutschen Reichsbahn bezogen und diese dort auch (soweit durch Sekundärqullen belegbar) mit angeführt. Zugegeben, erst am Ende des Berichtes.... und nicht besonders auffällig. Da muss ich noch was ändern.
    Ich werde versuchen, in weiteren Berichten die DR mitzubetrachten, damit das Thema etwas "allgemeingültiger" wird. Solltest Du in Dir zur Verfügung stehenden Quellen weitere Tenderverwendungen vorfinden, würde ich mich sehr über eine Ergänzung deinerseits freuen.


    @ Lutz
    Vielen Dank auch für Deine Antwort. Sie war wieder einmal sehr aufschlußreich.
    Das der Faulhi im Fleischmann-Tender den Geist aufgibt, war mir bisher nicht bekannt. Nun, jetzt ist er drin, mal sehen wie das läuft (und wie lange). Ich werde mal nebenher nach einem Getriebumbau suchen, vielleicht hilft das ja?
    Viel interessanter fand ich allerdings die Verwendung eines Gützold-Tenders nach entsprechendem Umbau! Darauf bin ich nun wirklich noch nicht gekommen, obwohl ich noch irgendwo so einen Tender rumliegen habe. Das werde ich mir auf alle Fälle mal genauer anschauen, habe ich doch neben der 50 2367 noch die 50 220 im AW stehen. Sollte ich den Umbau wagen, so werde ich darüber hier ausführlich berichten.


    Vorher steht aber noch eine andere Lok im AW, die ich vorrangig zur Fertigstellung bringen will.
    Mehr darüber hoffentlich bis Mitte des Jahres.

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

  • Moin moin Mitstreiter,


    heute brauche ich mal ein wenig externe Hilfe.


    Ich beabsichtige, die bisher unbeleuchteten Weinert-Loklaternen (in den Ausführungen als DB- und DRG-Laterne) mit SMD-LED zu bestücken. Zum Einbau sollen 0402 in dieser Ausführung kommen: SMD-LED
    Der gleiche Anbieter hat auch SMD-Vorwiderstände im Angebot. Diese werden als Set verkauft: SMD-Vorwiderstände
    Ich meine mal gelesen zu haben, dass 1KOhm-Vorwiderstände die Richtigen für in Modellbahnen eingebaute LED sind und dass jede LED einen eigenen Widerstand bekommen soll(te?).
    Diverse Veröffentlichungen in einschlägigen Modellbau-Foren führten bei mir eher zur Verwirrung als zur Klärung. Deshalb nun meine Fragen an die hiesigen Spezialisten:
    1. Können die SMD-Widerstände verwendet werden?
    2. Benötigt jede LED einen eigenen Widerstand oder geht das auch in Reihe?
    3. Welchen Wert sollten die Vorwiderstände haben, wie errechne ich den richtig?


    Ich freue mich auf Eure Beiträge und Informationen!!!

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

  • Hallo Andreas,


    um auf deine Fragen einzugehen:


    1. Die Bauform der verwendeten Vorwiderstände ist völlig egal. Es ist oft nur eine Platzfrage.
    Wichtig ist nur die Leistung. Die sollte möglichst oberhalb von 0,5 Watt/LED liegen.

    2. Theoretisch benötigt nicht jede LED einen eigenen Vorwiderstand. Sowohl die LED als auch die
    Vorwiderstände können ebenso in Reihe geschaltet werden. Die Frage ist, was hat sich von den
    Schaltungen bei der Fahrzeugbeleuchtung bewährt. Und da möchte ich dir raten, jede LED mit
    einem eigenem Vorwiderstand auszurüsten. Sehr schnell kommt es bei der Montage oder beim
    späteren Handling zu Kurzschlüssen, deren Ursache man bei Reihenschaltungen nur sehr schwer
    herausfindet. Ich erinnere da nur an die Metallgehäuse der Laternen oder Kabeldurchführungen am
    Rahmen oder Gehäuse. Ein weiterer Vorteil dieser Schaltungsart: Bei Ausfall einer Laterne brennen
    die anderen unbeeindruckt in gleicher Stärke weiter.

    3. Um Vorwiderstände zu berechnen, gibt es im Netz einige Hilfen.
    Das Problem ist, daß die rechnerisch ermittelten Werte zwar den dauerhaften Betrieb der LED ermöglichen
    und ein Durchbrennen der LED verhindern, aber zur modellmäßigen Beleuchtung der Laternen nicht taugen.
    Sie lassen die LED in den meisten Fällen zu hell strahlen.
    Die richtige Auswahl der Vorwiderstände hängt (nach der Berechnung!) vom Modelltyp, der Lichtfarbe und
    nicht zuletzt dem persönlichen Empfinden ab.
    Für alte Reichsbahnfunzeln, die von dem Turbogenerator mit 25V DC versorgt wurden, setze ich je nach
    Lichtfarbe bei meinen 0402er LED/SMD bis zu 22 Kiloohm ein.


    Um den richtigen Effekt zu erzielen, wirst Du also sehr wahrscheinlich einige Tests durchführen müssen.
    Dabei bitte beachten, daß die Leuchtkraft der LED im eingebauten Zustand - also unter der Verglasung oder
    im gegossenem Harz - nochmal zunimmt.


    Soweit ein paar praktische Erfahrungen.


    Viel Spaß beim Bauen wünscht


    Peter


  • 1. Können die SMD-Widerstände verwendet werden?
    2. Benötigt jede LED einen eigenen Widerstand oder geht das auch in Reihe?
    3. Welchen Wert sollten die Vorwiderstände haben, wie errechne ich den richtig?


    Zu 1. Ja, vorausgesetzt Du hast genug Nerven um die Teile zu Löten, sonst kannst Du auch konventionelle Widerstände nehmen.


    Zu 2. Ja, jede LED benötigt einen eigenen Vorwiderstand.


    Zu 3. Mein Erfahrungswert 1Kohm. Für Beleuchtungsstärken a' la DB Funzel solltest Du mit Vorwiderständen von 1,2 bis 1,8Kohm oder noch größer experimentieren. Auch daran denken, daß die Digtalzentralen von gewissen Herstellern (sinnlos) 22V und mehr auf die Gleise knallen.


    Zu 4. Meine Erfahrung zum LED Farbton: "Super Golden White".


    Zu 5. Wegen Nervenschonung bevorzuge ich schon bedrahtete LEDs. Die 0603er LED Typen würden auch passen.







    Sorry Abload spinnt wieder.



    Zwar keine 50er. Die 35.10 hat diese Super Golden White LEDs mit jeweils 1,2Kohm Vorwiderständen. Spannung am Gleis mit meiner Digitalzentrale 13,5V eff. begrenzt.
    Die 50er zum Vergleich daneben hat noch ihre originale Glühlampe.




    Ebenfalls zum Vergleich, der Farbton Golden White ist für Deutsche Verhältnisse zu grellig, hier ebenfalls mit 13,5V eff. und 1,2Kohm Vorwiderstand betrieben.

  • Hallo Peter T und Lutz K,


    vielen Dank Euch beiden für die Ausführungen. Ich werde dann mal verschiedene LED und Vorwiderstände testen. Über die Erfolge (oder Misserfolge) werde ich dann hier berichten.


    Ist vermutlich wie beim Zersägen einer Lok: Frisch ans Werk gehen und nur Mut....... ;)

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

  • Moin moin, liebe Mitleser
    ich habe mich hier in letzter Zeit sehr rar gemacht. Nun, momentan steht die Modellbahn wegen eines anderen, wichtigeren, Projektes an einer ziemlich weit hinten liegenden Stelle. Ich hoffe Ende 2017 wieder voll in den Modellbau einsteigen zu können.
    Ich schöpfe also aus meinem Fundus „laufender“ (okay, ist wohl eher „Stillstand“ im Moment) Umbauten und habe mir mal das Projekt –Steifrahmentender- herausgenommen.
    Die folgende Beschreibung ist im Zusammenhang mit dem Bau der 50 2960 entstanden.


    3.1 Tenderaufbauten
    3.1.5 K4T30 Steifrahmentender
    3.1.5.1 für offenes Führerhaus
    Der Steifrahmentender für das offene Führerhaus unterscheidet sich nicht nur durch die andere Vorderfront in seinem Aussehen. Auch der Kohlenkasten und der Werkzeugkasten haben eine andere Form als bei einem Tender für ein geschlossenes Führerhaus.
    Die folgende Zeichnung zeigt die Unterschiede.



    Darüber hinaus wurde bei der ersten Serie Laternenhalter angebracht, in die die Stecklaternen eingesetzt werden konnten. Die später direkt auf die Tenderwand geschraubten Laternen wurden wahrscheinlich erst ab der Serienfertigung für die geschlossenen Führerhäuser verwendet.
    Der insgesamt gut detaillierte und maßstäbliche Steifrahmentender für ein geschlossenes Führerhaus von Gützold wurde als Umbauobjekt herangezogen. Jedoch sind einige Bauteile bei einem Tender für ein offenes Führerhaus anders ausgeführt. So sind- der Kohlenkasten für einen Tender für offene Führerhäuser zu hoch und zu kurz,- der Werkzeugkasten zu hoch.
    Der hier gezeigte Umbau wurde bereits vor Jahren begonnen und wies einige Ungenauigkeiten auf, die nachträglich korrigiert wurden oder noch korrigiert werden.
    Der Aufbau des Gützold Tenders wurde abgerüstet (Leiter, Griffstange). Dann wurde die Vorderfront des Aufbaus –nur im Bereich des Kohlenkastens- abgesägt. Danach habe ich damals das Weißmetall-Bauteil von Günther, das die neue Front für ein offenes Führerhaus darstellt, passgenau angeklebt.



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    Vom Kohlenkasten wurden der Kohleneinsatz und die hintere Wand des Kohlenkastens herausgesägt. Der Kohlenkasten wurde nun mit zwei 1,0mm Polystyrolplatten um 6,2mm verlängert und mit einer weiteren Polystyrolplatte von 20,9mm hinten verschlossen. Die Platten sind beim in der Höhe unveränderten Kohlenkasten 13,04mm hoch, beim niedrigeren Kasten 12,1mm hoch.
    Manchmal steckt der (Bastel-) Teufel im Detail:
    Bei Vermessungen und dem Abgleich mit Maßzeichnungen für diesen Bericht wurde festgestellt, dass das Gützold-Bauteil in der Gesamthöhe zwar korrekt ausgeführt, aber die obere Quertraverse des Kohlenkastens mit den charakteristischen dreieckigen Versteifungen etwa 1mm (genau 1,15mm) zu hoch angesetzt ist. Dadurch passt zwar der Kohlekasten des Gützold Steifrahmentenders perfekt, aber der gesamte Kohlenkasten ist eben um diesen Millimeter zu hoch geraten. Abhilfe schafft, neben dem Absägen der zu hoch angesetzten Traverse am Güntherbauteil, nur das Abschleifen des Kohlenkastens. So entsteht der typisch schlanke Kohlenkasten. Allerdings muss die Traverse mit den Versteifungen nun auch neu angefertigt werden. Diese Arbeit steht noch aus.






    Der Werkzeugkasten des Gützold-Aufbaus entspricht dem des Steifrahmentenders für geschlossene Führerhäuser und ist deshalb 3,4mm zu hoch. Er zeigt an der Seite zwei übereinanderliegende Werkzeugschränke mit separaten Türen. Zwischen diesen beiden wurde der Schrank getrennt. Dadurch wird das richtige Maß recht genau getroffen.



    Das nun entstehende Loch in der Rückwand wurde mit einem weiteren Stück einer 1,0mm Polystyrolplatte verschlossen. Zwei kleine Dreiecke aus 1,0mm Kunststoff wurden angefertigt und auf den verbleibenden Werkzeugkasten geklebt. Darauf wurde ein 0,25mm dickes evergreen-Profil mit den Maßen 22,25mm Länge x 5,3mm Breite als Deckel geklebt.



    Für den Schürhaken wurden L-förmige Auflagen aus 0,45mm Draht gebogen und auf der Heizerseite in 0,5mm Bohrungen eingeklebt. Drei Bohrungen sind notwendig: die erste hinter der neuen Tenderfront mit 9,6mm Abstand zum oberen Kohlenkastenrand, die zweite mit 10,5mm Abstand neben der ersten Kohlenkasten-Versteifungsstrebe, die dritte mit 11,1mm Abstand neben der dritten Kohlenkasten-Versteifungsstrebe. Alle drei Bohrungen ergeben eine gedachte gerade Linie nach schräg unten. Die Auflagen sind 3,5mm lang und 1mm hoch, stehen aber nur rund 2mm vor.
    Die Entlüftung des Wasserkastens direkt hinter dem Kohlenkasten besteht aus einem 0,5mm Messingdraht, für den mittig ein 0,5mm Loch von oben in den Wasserkasten gebohrt wurde. Der Draht wurde eingeklebt und bekam obenauf eine winzige Entlüftungsöffnung aus einem 1,0 x 1,0 x 1,0mm Kunststoffstück, das auf drei Seiten leicht abgeschrägt wurde.
    Die Wasserkastendeckelgriffe wurden abgeschabt, 0,3mm Bohrungen eingebracht und anschließend ein 0,2mm Messingdraht passend gebogen und freistehend eingeklebt.



    Die Nachbildungen der Schrauben, die beim Vorbild die Kälteschutzmatten hielten, wurden mit 1000er Schleifpapier glattgeschliffen.



    Weitere Änderungen am Aufbau betrafen die Halterungen für die Laternen am Tender. Bei diesem Baulos der Steifrahmentender wurden die Laternen in Halterungen gesteckt, die in H-Profil ähnlichen waren. Die angegossenen Laternen am Werkzeugkasten wurden deshalb abgeschabt und mit Revell-Plasto aufgefüllt; nach dem Trocknen wurde überstehendes Material glatt geschliffen.
    Für den Bau der neuen Halterungen eignet sich ein 4,0mm H-Profil von evergreen. Es wurden zwei Stücke von etwa 2,5mm Länge abgeschnitten. Sie wurden im Profil dreieckig zugeschnitten. In die waagerechte Platte wurde ein 0,9mm Loch, im Abstand des Trägerfußes der Weinert DRG-Laterne zum vorderen Rand, gebohrt. Das sind etwa 0,3 bis 0,5mm.
    Damit diese Halterung auch am Tender hält, wurden zwei 0,3mm Bohrungen im Abstand von 0,6mm zum unteren Rand des Werkzeugkastens gebohrt. Zwei 0,2mm Messingdrahtstücke wurden als Auflage eingeklebt. Sie liegen in den äußeren Ecken des Laternenhalters und sind in der Frontalansicht nicht zu sehen. Nun wurden die Laternenhalter mit der geraden Seite an die Wand des Werkzeugkastens und auf die Messingdrahtstücke geklebt. Auf diese Trägerplatten werden nach dem Lackieren die beleuchteten DRG-Laternen geklebt.



    3.1.5.2 für geschlossenes Führerhaus
    Umbaubasis ist erneut Gützold`s Steifrahmentender für ein geschlossenes Führerhaus. Kohlenkasten und Werkzeugkasten bleiben unangetastet, da sie in der Form korrekt sind. Die weiteren Arbeiten -wie Griffstangen ersetzen, Schraubimitationen abschleifen und Schlusssignalhalter setzen- sind oben beschrieben.


    3.2 Tenderrahmen
    3.2.5 K4T30 Steifrahmentender (beide Bauarten)
    Am Rahmen der Tender wurden ebenfalls einige Arbeiten durchgeführt. Die Pufferbohle ist bei Gützold eine einfache glatte Fläche. Die Form stimmt jedoch nicht ganz mit Vorbildaufnahmen überein. Deshalb habe ich für den Tender am offenen Führerhaus eine neue Pufferbohle angefertigt. Hierzu wurden 0,4mm Polystyrolstreifen von evergreen in verschiedenen Breiten verwendet, aus dem 7 Stücke angefertigt wurden. Ein Streifen, 4,0mm breit und 24,4mm lang, dient der Aufnahme des Kupplungsflansches, der Sockelplatten und Bremsschläuche. In dieses Bauteil wurden zwei längliche ovale Öffnungen eingebracht, je links und rechts neben den Kupplungsflansch. Sie haben einen Durchmesser von 1mm und sind 3,5mm lang. Aus ihnen treten die Verbindungsleitungen zu den Bremsschläuchen heraus. Sie wurden aus 0,5mm Messingdraht nachgebildet. Vor der Montage wurden sie in Form gebogen und von unten an die Weinert-Messing-Bremsschläuche gelötet, die vorher ihrer Angüsse beraubt wurden.
    Der untere (zweite) Streifen, 4,8mm breit und 24,4mm lang, nimmt die Rangiergriffe unter den Puffern und die Absperrhähne analog zur Lok auf. Der dritte Streifen, ebenfalls 4,0mm breit und 24,4mm lang, schließt die Pufferbohle nach oben hin ab. Vier kleine Teile, 2,5mm breit und 3,6mm lang für die Seitenwangen und die Verstärkungen in der Pufferbohle vervollständigen die neue Pufferbohle. Sie wurde – analog zur Lok- noch mit dem Kupplungshaken und den Federpuffern (nach der Lackierung) versehen. Die neue Pufferbohle wurde mit Zweikomponentenkleber am Rahmen befestigt.



    Die Pufferbohle am Tender für das geschlossene Führerhaus habe ich so gelassen und nur um Absperrhähne und Bremsschläuche ergänzt.


    Der Rahmen des Tenders erhält noch zwischen den Wangen des Außenrahmens die rückwärtige Versteifung mit einer Breite von 21,14mm und einer Höhe von 7,65mm aus Kunststoffprofilen. Hierfür wurde Profil 0,4 x 1,5mm und 2 x 2mm als obere „Klebekante“ verwendet. Die Schienenräumer wurden aus 0,4 x 1mm Profil hergestellt. Geklebt wurde mit Sekundenkleber.
    http://abload.de/image.php?img…0pufferbohlestei9fux6.jpg



    Die nicht vorhandene hintere Querwelle des Lastausgleichs wurde aus einem 0,5mm Messingdraht nachgebildet, für den in die Hebel ein Loch gebohrt wurde. Das geht ohne Probleme, da die Rahmennachbildung aus Kunststoff ist. Zur Demontage des Rahmens wurde der Draht nur gesteckt.




    3.3 Tenderradsätze
    3.3.4 K4T30
    Die Radsätze sind schnell abgehakt. Nach Demontage von Aufbau und Rahmen wurden die Radsätze mit einer Radsatz-Abziehvorrichtung (von Fohrmann) von den Achsen abgezogen. Das anschließende Abdrehen auf RP25-Profil hat Herr Reitz von Reitz-Modellbau durchgeführt.


    Der Tender für ein offenes Führerhaus wird mit der Lok 50 2960 gekuppelt.
    Für den Tender für ein geschlossenes Führerhaus habe ich noch keine abschließende Verwendung gefunden. In Frage kommen 50 3117 der BD Hamburg oder 52 2257 der BD Karlsruhe. Beides Loks die nicht ins Ruhrgebiet kamen…


    Demnächst dann noch ein wenig mehr Modellbau....


    Edit 07.08.16: Verlinkung und Eintragung der Unterpunkte in "Strukturierung der Berichte "Besuch im Aw Kolvoerde""

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

    2 Mal editiert, zuletzt von Andreas B ()

  • Hi Andreas,


    was mich immer etwas wundert, daß niemand bei solchen bis ins Detail gehenden Tenderumbauten
    auf die Idee kommt, die bauartübergreifende Kupplungseinrichtung zwischen Lok und Tender nachzubilden.
    Hier mal bei einem musealen Teil:


    Vor allem ist sie charakteristisch und erfüllt im 1:1-Dasein verschiedene Aufgaben, die sich auf das gesamte
    Laufverhalten des Lok - Tendergespanns auswirken.
    Es muß ja nicht gleich voll funktionsfähig sein, obwohl das theoretisch bei einer Modell - Schlepptenderlok durchaus
    möglich wäre.


    Gruß, Peter

  • Hallo.
    Ich habe vor mehr als zwei Jahrzehnten den Günther-Steifrahmentender gebaut.
    Bei heutiger Betrachtung würde er den allgemeinen Ansprüchen nicht mehr genügen.
    Was im sichtbaren Bereich sofort auffällt sind die zu dicken Kohlenkastenstützbleche und die fehlenden Bremsen.


    Was die Bremsen betrifft hier der Hinweis auf Trumpeter:
    http://modellboard.net/index.php?topic=35493.15,


    @Andreas B,
    recht schönen Dank für den umfangreichen Bericht in beiden threads und die genauen Recherchen.
    Viel Erfolg beim Bau dieser schönen Lok
    wünscht
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von Rainer () aus folgendem Grund: @Link zum Autor korrigiert

  • Hallo zusammen,


    kurze Antworten an Peter T und Wolfgang B:
    @ Peter
    Ich gestehe, mit dieser Kupplungsmethode habe ich mich bisher nicht befasst. Kompromisse -hier die Form der Lok-Tender-Kupplung- sind modellbahnbedingt notwendig. Einer "originalen" Verbindung traue ich auch die auftretenden Zugkräft, explizit beim FREMO, nicht zu. Aber ich muss zugeben, reizvoll wäre so ein Umbau für eine Vitrinenlok. Was dafür allerdings alles neu angefertigt werden muss, steht auf einem anderen Blatt.


    @ Wolfgang
    Danke für den Link zu Trumpeter.
    Leider habe ich bei Günther nur die neue Tendervorderwand einzeln gekauft. Den Tenderbausatz hätte ich gerne genutzt, aber damals, als es Günther noch gab, war ich noch nicht soweit...
    Leider ist er heute nicht mehr zu bekommen.
    By the way: Wie hat Günther denn damals den Werkzeugkasten nachgebildet? In der niedrigen oder der hohen Variante?
    Und: Die angesprochenen Kohlenkastenstützen lassen sich doch sicherlich gegen neue aus Polystyrol "tauschen", oder?

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

  • Hallo Andreas,
    auch wenn ich jetzt länggere Zeit "nicht auf Sendung" war, habe ich den Faden weiter verfolgt. Die letzten Beiträge zum Steifrahmentender finde ich ganz spannend. Dabei gibst Du mir eine ganze Menge Ideen. Die Reko-50 harrt ja immer noch des Umbaus zur ÜK-Lok. Im Moment bin ich mir allerdings noch nicht so recht sicher welche es werden soll. Dabei gefällt mir eine Lok mit dem Floridsdorfer Kasten ganz gut. Bilder dieser Bauform sind recht selten- zumindest, was die Reichsbahnmaschinen angeht.


    Was Deinen Umbau angeht- bist Du mit der Vorderwand recht gut bedient. Der ganze Tenderumbausatz hätte Dir recht wenig genützt- bzw wesentlich mehr Arbeit bereitet. Beim Günther-Bausatz ist die erste Ausführung verwirklicht worden. Dabei hättest Du den gesamten Kasten von den Nachbildungen der Isolierplatten und der Schraubennachbildung befreien müssen... Somit scheint mir der von Dir eingeschlagene Weg der praktikablere zu sein...


    Viele Grüße
    Christian

  • Und wieder einmal habe ich lange nichts mehr von mir hören lassen. Bis sich wieder mehr Zeit in die Modellbahn investieren kann, wird aber noch gut ein Jahr vergehen. Ich bitte deshalb um ein wenig Geduld, es dauert eben vieles länger als ursprünglich vorgesehen.

    Teil 4: Umbauberichte


    1 Hauptgruppe Fahrwerke / 3 Hauptgruppe Tender


    1.5 Radsätze / 3.3 Tenderradsätze

    Heute gibt es einen kurzen Überblick über die Radsätze der Lokomotiven und der Tender. Auch hier, wie schon bei den Bremseinrichtungen eigentlich nur eine Bestandsaufnahme. Neben den Radsätzen von Roco gibt es einen kurzen Blick auf die Radsätze von Gützold, Märklin/Trix und Weinert.

    1.5.1 Roco mit Kunststoff-Radsternen


    Die Roco-Radsätze der ersten Produktionsserien bestand der Radstern aus Kunststoff. Die Treib- und Kuppel-Radsätze sind maßstäblich im Durchmesser. Für die Steuerung sind Messinggewinde in die Radsterne eingesetzt. Die Radsätze weisen eine Breite von 2,8mm und eine Spurkranzhöhe von 1,0mm auf. Dies entspricht der NEM 310. Der Laufradsatz ist geringfügig zu klein, mit den Spurkränzen ist er geringfügig zu groß. Der Kunststoffglanz stört (subjektiv) ein wenig die Optik. Der Laufradsatz ist als Speichenradsatz und als Scheibenradsatz erhältlich. Er hat – auch bei den Lok mit Metallradsternen- einen Radstern / eine Radscheibe aus Kunststoff. Die Speichenanzahl stimmt sowohl bei den Lokradsätzen, als auch beim Laufradsatz.



    Roco Kunststoff Radstern


    1.5.2 Roco mit Metall-Radsternen


    Roco-Radsätze der neueren Generation sind komplett aus Metall gefertigt.Bei Ihnen ergaben sich keine Änderungen bezüglich der Abmessungen. Jedoch wird die Steuerung nun mit Stoppeln (Original-Bezeichnung Roco) aus Kunststoff in Buchsen im Radstern befestigt. Optisch wirken diese Radsätze etwas schöner. Die Speichenanzahl der Lokradsätze ist korrekt.


    Roco Metall Radstern

    1.5.3 Gützold mit Kunststoff-Radsternen


    Die Gützold-Radsätze bestehen im Radstern aus Kunststoff. Die Treib- und Kuppel-Radsätze sind geringfügig zu klein im Durchmesser. Die Steuerung wird in Kunststoffaufnahmen mit Kunststoff-„Nieten“ (ähnlich den Stoppeln von Roco) eingesetzt. Die Radsätze weisen eine Breite von 2,7mm und eine Spurkranzhöhe von 1,0mm auf. Dies entspricht der NEM 310. Der Laufradsatz ist als maßstäblich anzusehen. Er ist als Speichenradsatz und als Scheibenradsatz erhältlich. Die Speichenanzahl stimmt sowohl bei den Lok- als auch beim Laufradsatz.


    Gützold Kunststoff Radstern

    1.5.4 Piko mit Kunststoff Radstern


    Die Radsätze der alten Piko Kondens-52 seien hier mit erwähnt. Sie sind maßstäblich im Durchmesser, ihre Spurkranzhöhe liegt bei 1,2mm. Die Radbreite liegt mit 2,9mm über der NEM Empfehlung. Der Laufradsatz liegt mir leider nicht mehr vor.


    Piko Kunststoff Radstern

    1.5.5 Märklin mit Metall-Radsternen


    Die Radsätze von Märklin/Trix sind die kleinsten in diesem Vergleich. Die Radsterne sind eigentlich sehr schön fein dargestellt, nur bieten sie keinen freien Durchblick. Dies liegt am Antriebskonzept von Märklin, bei deren Lokomotiven der Antrieb über die Lokradsätze funktioniert. Unschön sind deshalb die zu sehenden Zahnräder. Dieser Umstand lässt sich auch nicht beheben. Selbst bei einem von Holger Gräler durchgeführten Umbau auf RP25 fine sind die Zahnräder erhalten geblieben. Das Laufrad ist um 1mm im Durchmesser zu klein geraten. Die Speichenanzahl der Lokradsätze ist korrekt. Die Radsätze sind 3,0mm breit und liegen damit über der NEM 310. Über den bei Märklin / Trix verwendeten Spurkranz lege ich mal den Deckmantel des Schweigens…


    Märklin Metall Radstern

    1.5.5 Weinert für Roco 50 und 52


    Die Neusilberradsätze von Weinert sind maßstäblich. Die Steuerung wird analog zu Roco (erste Serien) in eingepressten Messingbuchsen befestigt. Die Radsätze in der Version RP25/100 sind 2,6 mm breit, der Spurkranz ist 0,6 mm hoch. In der RP25-fine-Version sind sie 2,2mm breit. Die Speichenanzahl stimmt sowohl bei den Lok- als auch beim Laufradsatz.


    Weinert Metall Radstern

    3.3.1 Roco 2‘2’T26, 2‘2T26 Kab und 2‘2’T30


    Die Tenderräder für die 2‘2’T26 und 2‘2T26 Kab haben einen geringfügig zu kleinen Durchmesser, die Radbreite beträgt wieder 2,7mm. Für den 2‘2’T30 ist der Durchmesser um 1,1mm zu groß. Der Spurkranz ist wieder 1mm hoch. Die Speichenanzahl für die 2‘2’T26 und 2‘2T26 Kab-Tender stimmt. Der 2‘2’T30 hat Scheibenradsätze. Die Radsätze habe einen Radstern / eine Radscheibe aus Kunststoff.


    Roco Wannentender Radscheibe


    Roco Tender Kunststoff Radstern

    3.3.2 Gützold 2‘2’T30 und K4T30


    Die Tenderräder für den 2‘2’T30 sind im Durchmesser um 0,8mm zu groß, aber immer noch kleiner als die von Roco. Der Spurkranz ist wieder 1mm hoch. Der 2‘2’T30 hat Scheibenradsätze. Die Radsätze habe eine Radscheibe aus Kunststoff.


    Tender Radsatz Kunststoff

    3.3.3 Märklin/Trix 3‘2’T16Kon


    Die 3,0mm breiten Tenderräder des Kondenstenders von Märklin / Trix sind aus Metall gefertigt. Der Tender hat Scheibenradsätze. Der Radsatz war leider nicht zu fotografieren im eingebautem Zustand…

    3.3.4 Weinert für Roco 2‘2’T26, 2‘2T26 Kab


    Auch für die beiden Standardtender der BR 50 bietet Weinert einen Neusilber-Tauschradsatz an. Leider wird dieser nicht in der 2,2mm breiten RP25-fine-Version angeboten.


    Weinert Tender Metall Radstern


    Hier noch eine kleine Vergleichstabelle


    Mein Fazit:


    Roco`s und Gützold`s Radsätze lassen sich, trotz der angesprochenen geringfügigen Probleme im Durchmesser, für alle Umbauten weiterverwenden. Der zu große Durchmesser der Tenderräder des Wannentenders kann mit einigem Aufwand geändert werden, siehe hierzu den Beitrag von Lutz. Dies muss jeder für sich entscheiden, ich werde meine „Original-Radsätze wohl drunter lassen. Anders sieht es da bei der Märklin / Trix-Lok aus. Sicher, sie sind funktionsfähig auf dem firmeneigenen Gleis oder im engsten Radius. Hier kommt es vielleicht auch nicht auf eine feinere Optik bei den Radsätzen an, bei mir sieht das allerdings anders aus. Letztlich also sind die Radsätze nicht weiter zu verwenden, außer man führt sie Sonderaufgaben zu, wie es Lutz vorgemacht hat.

    Und zum Abschluss noch ein Abstecher zu „Abdrehen auf RP25“


    Wie schon mehrfach beschrieben, lasse ich meine Radsätze durch eine Fachwerkstatt auf RP25 abdrehen. Nach einigen Versuchen mit anderen Firmen bin ich bei Reitz-Modellbau gelandet und dort geblieben. Warum? Hier ein kurzer –subjektiver- Blick auf die gebotenen Arbeiten….


    50er Treibradsatz alle


    Es war 2011, da wollte ich für ein paar Lokomotiven der BR 50 meine Radsätze auf RP25 abdrehen lassen. Im Netz fanden sich schnell einige Einträge zu verschiedenen Anbietern. Also wurde Kontakt aufgenommen zu drei Firmen mit der Frage nach Machbarkeit und Preis. Zwei Anbieter nannten einen Preis je komplette Lok, also 10 Achsen / 20 Radscheiben (5 Lokradsätze, 1 Vorlaufradsatz, 4 Tenderradsätze). Er betrug weniger als die Hälfte eines Weinert-Radsatz. Der dritte Anbieter rechnete nach Aufwand ab, dies ließ sich schwer einschätzen. Aber was sagt der Preis schon über die Qualität. Also wurden 4 Loks „geopfert“, ihre Radsätze gingen an drei Anbieter.


    Die Ergebnisse:


    Firma Euromodell F.P., Herr Fonfara
    Die erste Firma war Euromodell F.P. Diese Firma kannte ich schon von meinen Umbauten der BR 50 auf Faulhabermotor mit einem extra großen Auslauf. Da ich sehr zufrieden war (die Loks liefen aus 12V Analog über 2m aus!) bekam Herr Fonfara zwei Radsatzgruppen geliefert. Er lieferte nach kurzer Wartezeit. Es war nur der Spurkranz abgedreht worden, mit gutem Rundlauf der Achsen. Mit dem Ergebnis war ich wieder einmal zufrieden.


    Firma Beckert-Modellbau
    Die zweite Firma war Beckert-Modellbau. Nach kurzer Wartezeit hatte ich meine Radsätze (für eine Lok) wieder abgedreht zu Hause liegen. Beim Bearbeiten hatte man hier nicht nur den Spurkranz bearbeitet, sondern auch die gesamte Radfläche. Somit war auch die Brünierung komplett weg. Optisch ein echtes Manko; der Präzision tat es jedenfalls keinen Abbruch. Die Radsatzgruppe weist jedenfalls keinen unrunden Lauf auf. Jedoch nicht ganz das, was ich erwartet hatte.


    Firma Reitz-Modellbau
    Der dritte Anbieter war die Firma Reitz-Modellbau. Herr Reitz bekam ebenfalls eine Radsatzgruppe zugesandt. Die Wartezeit war etwas länger; wieder waren nur die Spurkränze abgedreht, alle Radsätze liefen rund. Durch die Abrechnung nach Arbeitsaufwand lag der Preis jedoch deutlich unter dem der anderen Mitanbieter.


    Über Qualität einer Arbeit lässt sich trefflich streiten. Eine objektive Bewertung ist für mich nicht möglich. Subjektiv betrachtet waren zwei Anbieter alleine schon wegen des Preises aus dem Rennen. Das ich optisch mit einer Arbeit nicht zufrieden war, ist meine persönliche Einstellung. Dies kann und darf jeder anders für sich entscheiden.


    Ob es sich lohnt, wegen RP25 Weinert-Radsätze zu verbauen, muss ebenfalls jeder für sich entscheiden. Für manche Lokomotiven lohnt sich das sicherlich, aber aus den berühmten 2m Abstand…. Mir jedenfalls ist für einen generellen Umbau der Weinert-Einstiegspreis von aktuell über 200€ für eine ganze Lokomotive bei weitem zu hoch, da bleibe ich lieber bei den abgedrehten Originalradsätzen zu einem Bruchteil des Preises.

    Edit 07.12.16 Bild Roco Wannentender ausgetauscht (jetzt auch wirklich Roco...)

    Eine schöne Adventszeit und frohe Weihnachten wünschen :santa: und

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

    3 Mal editiert, zuletzt von Andreas B ()

  • Liebe Leser des Forums
    (und natürlich speziell dieser Veröffentlichungen hier)


    Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu, deshalb von mir


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  • Moin liebe Mitstreiter und ein fröhliches Hallo!


    Nachdem der Basteltisch immer noch nicht wieder steht, hier ein kleiner Lückenfüller.
    Heute geht es weiter mit den Steuerungen. Da ist „Basteln“ nicht wirklich möglich. Deshalb wohl –vorerst- schon wieder nur eine Bestandsaufnahme…. Ja, ja, ich weiß, das laaaangweilt. Aber bis ich daran gehen kann, eine Weinert-Steuerung zu verbauen, vergeht noch ein wenig Zeit. Ich verspreche aber, hier darüber zu berichten.
    Also los geht`s.


    Zuvor möchte ich ohne große Umschweife auf das Vorbild zu sprechen kommen. Zur Steuerung einer Dampflokomotive ist eben nicht nur die (bei der BR 50 verwendete) Heusinger-Steuerung am Triebwerk notwendig, sondern auch der Steuerbock, die Steuerstange und weitere Bauteile.


    Hier ein Link auf die Lonorm Tafel 2 zur Heusinger-Steuerung.


    Teil 4: Umbauberichte
    1 Hauptgruppe Fahrwerke
    1.6 Steuerungen


    1.6.1 Roco BR 50 alt gestanzt


    Roco`s BR 50 der ersten Bauserien ist mit gestanzten Treib- und Kuppelstangen, sowie Schieberschubstange, Schwingenstange, Lenkerstange, Gleitbahn, Gegenkurbel aus Metall ausgestattet. Weitere Bauteile sind aus Kunststoff (Steuerungsträger, Kreuzkopf, Kolbenstange, Steuerstange) Anfangs waren die Bauteile blank, in späteren Jahren dann brüniert. Treib- und Kuppelstangen werden mit kleinen Schrauben am jeweiligen Radsatz befestigt.
    Lutz K hat hier beschrieben, wie er die Steuerung für seine 50er umbaut, damit sie fit ist für sein dreipunkt-gelagertes Fahrwerk.


    Roco BR 50 gestanzt verbaut


    Roco BR 50 Einzelteile


    1.6.2 Roco BR 50 neu gegossen


    Mit dem Wechsel auf Metallradsätze wurden die neuen Treib- und Kuppelstangen von Roco aus Metall gegossen. Dafür ist die Gegenkurbel nun aus Kunststoff gefertigt, sie ist jetzt in der richtigen Position befestigt. Diese durchwegs besser detaillierte Steuerung wird leider nur noch mit Stoppeln (Original-Bezeichnung Roco) an den Radsätzen befestigt. Dadurch ergibt sich leider der Umstand, dass diese Befestigungsmittel beim harten Anlageneinsatz verloren gehen können. Insbesondere engere Bögen mögen sie angeblich so gar nicht. Da mir zurzeit (noch) eine Anlage fehlt, kann ich dies nicht verifizieren. Auch diese Steuerung kann man abändern, siehe obigen Link zu Lutz K, im Bericht weiter unten. (Dank an Lutz für die Anregungen, ich muss das mal ausprobieren)


    Roco BR 50 gegossen verbaut


    1.6.3 Roco BR 50 mit Weinert-Bausatz 4211


    Weinert bietet eine gegossene Steuerung an. Ein Bausatz, der komplett genietet werden muss. Zu beachten ist, dass dieser Umbausatz nur zu den alten Radsätzen mit Kunststoff-Radsternen passt. Weinert befestigt die Stangen nämlich ebenfalls mit Schrauben in den dort vorhandenen Messingbuchsen mit Innengewinde.
    Der Bausatz lässt sich nach den üblichen Anpassungsarbeiten an den Steuerungsträger und das Fahrwerk der BR 50 anbauen.


    Weinert Steuerung Einzelteile (Lieferumfang)


    1.6.4 Roco BR 52


    Für diese Steuerung gilt das eben gesagte zur gestanzten Steuerung für die BR 50. Jedoch weist sie einige notwendige, vorbildgerechte Änderungen auf. Auf die Nachbildung einer korrekten Treibstange der BR 52 hat Roco verzichtet.
    Diese Steuerung bildet eventuell eine gute Grundlage, um andere Loks der BR 52 aufzupeppen. Ich denke da mal an Gützold (wenn gewünscht) oder als Ersatz für die unten angeführte Steuerung von Trix/Märklin. Aber: dazu müssen auch die Raddurchmesser und –Abstände passen. Ich werde mir das mal genauer anschauen.


    Roco BR 52 gestanzt verbaut


    1.6.5 Gützold BR 52


    Gützold`s Steuerung besteht komplett aus Kunststoff. Auch sie wird nur durch „Stoppeln“ an den Radsätzen gehalten. Jedoch sitzt die Steuerung so fest, dass da nichts rausrutschen kann. Die Detailierung der Steuerung ist gut, sie gibt alle Bauteile des Vorbildes wieder. Eventuell ist auch sie ein Kandidat für die Neuausrüstung der Trix/Märklin 52er. Auch das werde ich genauer betrachten.


    Gützold BR 52 verbaut


    Gützold BR 52 Einzelteile


    1.6.6 Trix/Märklin BR 52 Kon


    Die –zugegeben- alte Ausführung der BR 52 aus diesem Haus ist eigentlich …. . Natürlich, Treib- und Kuppelstangen sind nachgebildet, aber einige Bauteile unterhalb des Steuerungsträgers sind teilweise nur rudimentär dargestellt oder schweben in der Luft…. Was soll man dazu sagen… Am besten nichts. Aber es gäbe natürlich eine Möglichkeit: Austausch gegen z.B. die Roco-BR 52 Steuerung. Zugegeben, ein teurer Spaß, aber so erhält man eine ordentliche Steuerung. Oder man verwendet eventuell die Teile von Gützold.
    Als Anmerkung bleibt nur, dass beiden Umbauten vermutlich der „Knickrahmen“ im Wege steht.


    Trix/Märklin BR 52 Kon verbaut


    Zum Schluss bleibt mir nur noch eine Bitte
    Christian: Bitte ergänzen um die Steuerung der BR 52 Kon im Selbstbau. Danke!

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  • Hallo Andreas,


    als kleine Ergänzung dazu:



    Zwischdurch gepfuscht; die Brünierung des kleinen Mannes. Ich garantiere hier nicht Wischfestigtkeit bis in alle Ewigkeit, aber diese Methode hat zudem den Vorteil auch die Kunststoffteile der Steuerung damit behandeln zu können.






    Damit hat man dann einen einheitlichen Ton der gesamten Steuerung.

  • Hallo Andreas,
    stimmt das Stichmaß der Märklin-Lok?
    Das der alten Gützoldlok ist auf alle Fälle zu groß. Erst bei den Nachwendelokomotiven ist das Achsstichmaß korrekt widergegeben.


    Ansonste trage ich es natürlich gern nach.


    Viele Grüße
    Christian

  • Hallo Lutz und Christian,


    Lutz, vielen Dank für die prompte Ergänzung. Einen feinen Edding sollte ich auch noch irgendwo haben. Endlich eine Idee, wie die unterschiedlichen Farben mit geringem Aufwand angeglichen werden können.


    Christian, auch Dir Dank für den Hinweis auf das Stichmaß.
    Hier mal kurz die Stichmaße, sicherlich nicht hundertprozentig korrekt gemessen, da "am Küchentisch" durchgeführt:
    Gützold neu: 18,33mm
    Roco 18,93mm
    Trix/Märklin: 19,18mm


    Wie gesagt, Ungenauigkeiten sind möglich. Ich bringe mal einige Vergleichsrahmen zu unserem Treffen mit. Da können wir noch mal nachmessen.
    Das größere Stichmaß und der Knickrahmen der Trix/Märklin-Lok werden eine Verwendung der Steuerung von Gützold oder Roco wahrscheinlich ausschließen. Den Rahmen hatte ich ja schon in Verdacht....

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  • Hallo zusammen.


    Heute berichte ich mal wieder über einen Umbau für ein Führerhaus mit Lüftungsaufsatz.
    Zwischenzeitlich gibt es bei Krüger-Modellbau einen Bausatz für ein Dach mit Lüftungsaufsatz für die Roco-BR 50. Hier mein Bericht dazu.


    Krüger, Bauteile Ätzblech-1


    Geätzt wurden die Bauteile aus 0,15mm-Neusilberblech.
    In einem Bausatz sind jeweils zwei Führerhausdächer und zwei Lüftungsaufsätze enthalten. Als Variante hatte Herr Krüger hier glatte, einteilige Dächer gewählt.


    Die Variante mit glattem Dach ohne Dreiteilung ist unter anderem bei folgenden Loks zu finden gewesen:
    50 3054 oder 50 2845
    Ein noch rumliegendes Führerhaus von einer Roco 50.35 hatte ich in der Bastelkiste, dieses wurde „geopfert“ – ähm, einer sinnvollen Verwendung zugeführt.


    Roco, Führerhaus vor der Bearbeitung


    Zuerst wurden vom Führerhaus all die Teile abgefeilt, die über die Dachrundung hinausragten. Dabei wurde auch die Regenrinne des Roco-Daches mit entfernt. An dieser Stelle ist Vorsicht geboten, damit die ganz nah an der Arbeitsfläche liegenden Halterungen für die Windabweiser am Führerhaus nicht beschädigt werden (ist mir in einem Moment der Unachtsamkeit passiert…).
    Danach sah das Dach dann so aus:



    Roco, Führerhaus mit glattem Dach


    Nun wurden die benötigten Bauteile aus dem Ätzblech entfernt. Dies geschah mit Hilfe einer scharfen und stabilen Klinge. Die winzigen, noch überstehenden, Reste wurden mit einer feinen Feile geglättet.
    Dann wurde der Lüftungsaufsatz gebogen. Die Vorderkante der Lüftungsaufsätze ist rund ausgestaltet, weshalb hier beim Biegen größere Sorgfalt aufgewendet wurde. Ich habe zuerst die beiden Seitenteile umgebogen um eine Anlegefläche für das Biegen dieser Rundung zu erhalten.



    Krüger, Lüftungsaufsatz


    Nun wurde die Vorderkante vorsichtig auf einer glatten Fliese mit leichtem Druck solange gebogen, bis sie sich den Seitenteilen angeglichen hatte. Diese Arbeit wird erleichtert, weil kleine Sicken in diesem Teil des Ätzbleches vorgesehen sind. Danach wurde noch die obere horizontale Fläche umgebogen und der Lüftungsaufsatz war vorbereitet.
    Nun kann die Konstruktion vorsichtig verlötet werden. Dazu am besten Lötpaste und eine kleine Lötflamme verwenden, so werden verbleibende Spalten ausgefüllt. Anschließend ist gründliches Reinigen des Bauteiles – noch vor der Weiterverarbeitung- nötig.
    In Ermangelung meines Lötequipments habe ich es bei diesem Muster bei Biegen belassen. Die nun noch sichtbaren Schlitze werden spätestens mit dem Farbauftrag (Haftgrund plus Farbe) verschwinden.


    Der nächste Schritt ist das Anpassen des neuen Führerhausdaches an die Rundung des Roco-Bauteils. Ich habe dies über einem Messingrohr mit 22mm Durchmesser gemacht. Mehrmaliges rollen unter leichtem Druck, bis die passende Rundung in etwa erreicht ist. Kleinere Abweichungen werden später durch vollflächiges Verkleben mit Sekundenkleber eliminiert.



    Krüger, Dach vorgebogen


    Jetzt wurde der vorbereitete Aufsatz in die passgenauen Schlitze eingelegt und die Halterungen umgebogen. Somit ergab sich eine rechtwinklige und zentrale Position des Aufsatzes von ganz alleine.


    Krüger, Dach von unten


    Nun sollte das neue Dach auf dem Roco-Führerhaus verklebt werden. Ich habe zuerst nur eine seitliche Dachkante mit Klebstoff versehen. Dabei spielt es keine Rolle wo begonnen wird - ob an der Heizer- oder der Lokführerseite.
    Das neue Dach wurde vorsichtig aufgesetzt, ausgerichtet und dann angepresst. Nach dem endgültigen Aushärten und Ablüften –ich hab dem Kleber dazu 15 Minuten gegeben- habe ich die restliche Dachfläche mit Klebstoff benetzt. Dabei wurde peinlich genau darauf geachtet, dass vor allem die Dachkanten mit Klebstoff benetzt sind. Nun wurde das Dach unter leichtem Druck mit den Fingern, von der befestigten Seite ausgehend, Stück für Stück in Position gedrückt und verklebt. Der Kleber hält natürlich nach wenigen Sekunden, aber auch hier habe ich abschließend genügend Zeit zum Ablüften und Aushärten eingeplant.
    Zur Vervollständigung des neuen Daches fehlten noch 4 Weinert-Dachhaken. Für diese konnten, durch bereits vorhandene Öffnungen im Ätzblech hindurch, mit einem 0,7mm-Bohrer die passenden Bohrungen eingebracht werden. Die Dachhaken wurden so vom Gussbaum entfernt, dass ein 2mm langer Stift stehen blieb. Der Dachhaken wurde eingesetzt und von unten mit Sekundenkleber festgeklebt.
    Und so sah dann das Endergebnis aus:


    Krüger-Roco, Dach aufgeklebt Kesselseite


    Bild Krüger-Roco, Dach aufgeklebt Tenderseite


    Was noch bleibt, ist die abschließende Lackierung, aber die wird –leider- noch eine Weile warten müssen.


    Anmerkung:
    Mir standen für diesen Baubericht Vorserienmuster zum Testen zur Verfügung. Für diese Gelegenheit möchte ich an dieser Stelle Herrn Krüger Dank sagen.
    Einige Änderungen zum mir vorliegenden Bausatz sind in der Serie bereits berücksichtigt. So wurden die Positionen der Dachhaken den Vorbildpositionen angepasst. Auch gibt es ein Dach mit einem „dreigeteilten Blech“, so wie es bei folgenden Lok zu finden ist:
    50 3015 oder 50 2400


    Mein Muster enthielt eine breite Version des Führerhausdaches. Es ist ein weiterer Bausatz in Vorbereitung, der in der Breite reduziert ist und somit zwischen die angespritzten Regenrinnen des Roco-Führerhauses passt. Er eignet sich dann auch hervorragend um die, dem Vorbild entsprechenden, glatten Übergänge zwischen Dach und Führerhausseitenwand darzustellen.
    Darüber hinaus sind die Lüftungsaufsätze auch einzeln erhältlich. Was man damit machen kann zeige ich gleich.


    Update 05.04.2017:
    Dieser Tage erreichten mich die ersten Serienteile.
    In der Serie sind zwei Varianten erhältlich. Eine schmale und eine breite Version mit je zwei Dachblechen. Je eines mit und ohne Sicken.


    Der Lüftungsaufsatz ist nun auch einzeln erhältlich. Es sind zwei Stück in einem Ätzblech.


    Verwendete Bauteile:
    Krüger Modellbau (http://www.krueger-modellbau.de/kmb/index.php?p=main)
    H0 98050.14 Dachblech mit Lüftungsaufsatz –schmale Dachbleche-
    H0 98050.15 Dachblech mit Lüftungsaufsatz–breite Dachbleche-
    H0 98050.16 Lüftungsaufsatz


    Roco (https://www.roco.cc/de/home/index.html)
    100159 Führerhaus mit Standardlüfter (verschiedene Bestell-Nummern, hier Beispiel)


    Weinert Modellbau (http://www.weinert-modellbau.de/)
    8262 Dachhaken


    Edit. 05.04.17 um Serienbestellnummern ergänzt.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Andreas B ()

  • Hallo zusammen,


    Wie gerade berichtet, habe ich den von Krüger Modellbau angebotenen Bausatz für ein Dach mit Lüftungsaufsatz testen können.


    Da ich ein Dach und einen Lüftungsaufsatz übrig hatte, wollte ich es mal mit etwas anderem probieren.
    So kam ich auf die Idee, das Roco-Führerhausdach der 50 2644 zu verbessern. Einmal habe ich bereits an so einem Führerhaus gearbeitet (siehe Beitrag vom 09.08.2015), hier wurde ein weiteres Führerhaus dem Umbau unterzogen.
    Sein unförmiger Lüftungsaufsatz reizt geradezu zu einer anderen Verbesserung.


    Roco Dachlüftung von der Seite


    Zuerst habe ich den Lüftungsaufsatz aus dem Ätzblech entfernt und wie schon beschrieben bearbeitet (Seitenteile, Rundung, Horizontale biegen). Zum Löten hatte ich auch damals bereits etwas geschrieben – es gilt auch für diesen Bau.
    Dann wurde dem Führerhaus der Lüftungsaufsatz genommen. Zuerst mit der Säge, danach mit Feile und 1000er Schleifpapier. Doch bitte auch hier mit Vorsicht, damit die feinen Nietnachbildungen nicht beschädigt werden.


    Im nächsten Schritt sollte der Aufsatz auf dem Dach befestigt werden. Leider ist die entstandene Dachöffnung so groß, dass der neue Lüfter sie nicht abdecken kann. Deshalb musste das Loch gefüllt werden.
    Hierzu habe ich meine favorisierte Methode verwendet: Tesafilm und Zweikomponentenkleber.
    Die Dachfläche wurde von oben mit breitem Tesafilm abgeklebt. Dann wurde die aus dem ursprünglichen Bausatz übrig gebliebene Dachfläche als „Schnittmuster“ aufgelegt. Durch die beiden Schlitze, die den Lüftungsaufsatz aufnehmen, wurden mit dem Skalpell im darunter liegenden Tesafilm zwei Schnitte eingebracht. Hier ließ sich nun der Lüftungsaufsatz einsetzen.



    Roco Dach - Krüger Aufsatz von oben


    Von unten sieht das Ganze dann so aus:



    Roco Dach - Krüger Aufsatz von innen


    In diese Öffnung wurde der Zweikomponentenkleber von unten eingebracht. Dabei habe ich mit dem Spatel kräftig nachgestopft, damit sich der Kleber in alle Ecken verteilt. Achtung: Nach wenigen Minuten eventuelle Kleberanteile, die sich an der Führerhausvorderwand in der oberen Rundung abgesetzt haben, entfernen. Der Raum wird zum Aufsetzen des Führerhauses auf den Kessel (Nut im Kessel) gebraucht.



    Roco Dach - Krüger Aufsatz verklebt von innen


    Nach gründlichem Aushärten über rund 30 Minuten konnte weiter gearbeitet werden. Die Abdeckung aus Tesafilm wurde entfernt, dies geht auch unter dem Lüftungsaufsatz problemlos. Eventuell verbleibender Klebstoff wurde mit einer alten Zahnbürste, Wasser und Scheuerpulver entfernt. Ergebnis war ein rundum glatter Übergang von Kleber zum Dach.



    Neues Führerhaus von oben


    Nun mag man sagen, dass da ja ein Spalt zwischen Lüftungsaufsatz und Dach, respektive Kleber, bleibt. Das ist richtig, aber auch hier gilt: Die Dicke des Tesafilmes ist so gering, dass der „Spalt“ nach der Lackierung sicher nicht mehr sichtbar ist.
    Hier noch zwei Übersichtsaufnahmen vom Endergebnis:



    Neues Führerhaus Lokführerseite



    Neues Führerhaus Heizerseite


    Dem Dach fehlten noch die Dachhaken. Sie wurden wiederum von Weinert verwendet und in der Position analog zum Roco-Führerhaus neu angebracht. Diese sind auf dem Führerhausdach von Roco überhaupt nicht dargestellt. Ist mir aber auch erst später aufgefallen.


    Was noch bleibt, ist die abschließende Lackierung, aber die wird –leider- noch eine Weile warten müssen.


    Im Endergebnis hat der Bastler nun ein fein gestaltetes Führerhaus mit einem in der Größe korrekten Lüftungsaufsatz.
    Auf meinen diesbezüglichen Hinweis hin, hat Herr Krüger diesen Lüftungsaufsatz zukünftig auch „einzeln“ im Angebot…


    Verwendete Bauteile:
    Krüger Modellbau (http://www.krueger-modellbau.de/kmb/index.php?p=main)
    H0-98050.16 Lüftungsaufsatz (vorläufige Nummer und Bezeichnung)


    Roco (https://www.roco.cc/de/home/index.html)
    62260 Lok 50 2644


    Weinert Modellbau (http://www.weinert-modellbau.de/)
    8262 Dachhaken


    Edit: 05.04.17 vorläufige Nummer gestrichen

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  • Hallo Andreas,
    wie ich sehe, beschaäftigst Du Dich auch gerade mit der "Budenfrage". Dabei hast Du es ungleich leichter, da die roco-Bude ein hervorragend gelungener Führerstand ist. Und somit auch in problemlos für Dein Thema verwertbar ist.
    Für die BR 44 gibt es keinen Führerstand ohne größere Kompromisse...


    BTW: Weiß jemand, wer in Deutschland die 3D-Nietdecals von Austromodell vertreibt?
    Beziehungsweise eine praktikable Alternative dafür. Pro Lok sind etwa 150 Niete zu ersetzen...


    Viele Grüße
    Christian