Besuch im AW Kolvoerde

  • Moin nochmal,


    einen habe ich heute noch:


    Bei einigen Lokomotiven der Baureihe 50 waren feste Rückwände eingebaut, welche das Personal bei Rückwärtsfahrten schützen sollten. Diese Wände waren aus Holz gebaut und hatten ein Fenster eingesetzt, durch das die Strecken- und Zugbeobachtung möglich war.
    Da ich diese Rückwände für das eine oder andere Modell gut brauchen kann, habe ich mich an den Nachbau gewagt.


    Aus einer 0,5mm Polystyrolplatte wurde ein Einsatz gebaut der von innen in das Führerhaus passt. Dabei mussten nicht nur die Seitenwandneigungen und der Dachradius berücksichtigt werden, sondern auch die Materialstreifen, die hinter der Lüftungsimitation unter dem Führerhaus sitzt.


    Von diesem ersten Bauteil wurde ein dauerhaftes Muster aus 1,5mm Polystyrol angefertigt, es dient als Maß für weitere gleiche Umbauten.


    Danach wurde in den ersten Einsatz die Holzstruktur geritzt. Dies erfolgte bis zu dem oben erwähnten Materialstreifen in freier Form. Beim Vorbild wurden ja auch nicht immer die gleichen Bretter verwendet.


    Nun wurde noch das Rücksichtfenster ausgeschnitten, es liegt mit seiner Unterkante auf gleicher Höhe wie die Fensterunterkanten. Da die Einsätze 8 mm breit sind, habe ich mich für 3 mm breite und 5 mm hohe Fenster entschieden, die mit einem Skalpell ausgeschnitten wurden.
    Die vorgesetzten Holzleisten des Vorbilds wurden aus einem 0,25 x 0,5mm Polystyrolstreifen mit 5 mm Länge geschnitten und aufgeklebt.


    Danach wurden die beiden Seitenteile aus dem Einsatz herausgetrennt.


    Die beiden Einsätze wurden nun so ins Führerhaus geklebt, dass sie mit dem Ende der Seitenwand abschließen und unten etwa 1 bis 1,5 mm Platz für den Führerhausboden lassen. Zum Einkleben wurde Polystyrolkleber benutzt.


    Sie werden bei der anfallenden Lackierung des Führerhauses mit in schwarz gespritzt und später auf „altes Holz“ gealtert.


    Material:
    0,5mm Polystyrolplatte
    Evergreen 100 Polystyrolstreifen 0,25 x 0,5 mm

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

  • Moin moin zusammen,


    ich hatte dieser Tage einen kleinen „Auftrag“ meines langjährigen Freundes hier liegen, der gerne am Fahrbetrieb auf meiner Anlage teilnehmen möchte.
    Aufgabe war es, Federpuffer und Kupplungshaken so in eine ansonsten nur marginal zu überholende 50 einzubauen, dass die Lok auch weiterhin die originale Lokbeleuchtung hat. Meine „dunklen“ Modelle gefielen ihm nicht so sehr. :pfeifen:


    Ich habe die Herausforderung angenommen und so einen Weg gefunden, mit geringem materiellem Aufwand die gewünschten Ausstattungsmerkmale anzubringen.


    Verwendet wurden die nicht durchstoßenden Federpuffer von Weinert und dessen Kupplungshaken ohne Bügel.
    Zuerst wurden die alten Puffer an Lok und Tender abgezogen, dann der Stummel mit der Nachbildung der Sockelplatte abgeschliffen. Anschließend wurden in drei Schritten
    (1,0 – 1,6 – 2,2 mm) neue Bohrungen in die Pufferbohlen gesetzt.
    Die Federpuffer wurden mit neuen Sockelplatten versehen und mit Sekundenkleber eingeklebt. Sie ragen nur ein Zehntelmillimeter über das Material der Roco-Lok-Pufferbohle hinaus, was das Einsetzen der Lichtleiter von Roco nicht behindert. Am Tender spielt der Platz keine Rolle, da hier keine weiteren Bauteile den Einbau behindern könnten.


    Die Aufnahmen für den Kupplungshaken wurden mit einem 1,2 mm Bohrer aufgebohrt. An der Lok-Pufferbohle wurde der Kupplungshaken eingeführt, mit dem Rücken einer Skalpellklinge die maximal zulässige Länge angeritzt und bis dahin mit dem Trennschleifer abgelängt. Anschließend wurden die beiden Ecken noch auf etwa 45° angeschliffen und dann der Kupplungshaken mit Zweikomponentenkleber eingeklebt. Im halbfesten, schneidbaren Zustand wurde überstehender Klebstoff mit dem Skalpell abgeschnitten. Auch hier wird das Einsetzen des Lichtleiters nicht beeinträchtigt.
    Am Tender wurden der Kupplungsschacht und die Feder entnommen, danach analog der obigen Beschreibung verfahren.


    Die Zurüstung der Roco-Pufferbohle mit den originalen Bauteilen (Heizkupplung, Bremsschläuche) kann dann ganz normal erfolgen.
    Hier mal drei Bilder vom Ergebnis im Vergleich zu einer aufändig umgerüsteten Pufferbohle:



    Benötigt werden nur 3 Bauteile:
    Weinert 86001 Federpuffer, nicht durchstoßend
    Weinert 8603 Sockelplatten
    Weinert 8641 Kupplungshaken


    Fazit:
    Mit Farbanstrich und Wartezeiten hat der Umbau knapp 30 Minuten gedauert. Im Ergebnis eine „normale“ 50, aber ohne den Kupplungsschacht. Gut, die Nachbildung der Heizkupplung von Roco ist ein wenig „mager“ ausgefallen, aber das ist persönliche Ansichtssache.
    Ich bin mal auf die Betriebstauglichkeit gespannt,der Test steht noch aus....


    Herzliche Grüße
    Andreas

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

  • Moin moin zusammen,


    für einen weiteren 50er-Lokumbau benötigte ich einen besonderen Wannentender:

    • mit einem Kohlenkasten mit geradem, oberem Abschluss,
    • mit einem mittigen, hoch liegenden Wassereinlauf,
    • mit Öffnungsmechanismus
    • mit hoch liegendem NALCO-Einfüllstutzen (NALCO – Antischäummittel).

    Der Kohlenkasten stellte eine Herausforderung dar. Die obere Schräge musste gegen eine gerade Kante getauscht werden. Erster Gedanke war: Abschleifen! Geht aber nicht so einfach, die Schräge ist nämlich gleichzeitig Halterung für den Kohleeinsatz.
    Dieser Einsatz hat vorne einen Teil der Kohlenentnahme angespritzt und führt die Kabel, die von der Lok zum Tender geführt werden müssen. Dabei muss also die Entnahme der Kohleimitation weiterhin gewährleistet sein, denn eventuell muss man ja noch mal an den Decoder und die Antriebstechnik. Auch werden die beiden vorderen Befestigungsschrauben durch sie abgedeckt.


    Also wurden die Schrägen bis vor diese Halterungen – die sich am Ende des Kohleeinsatzes befinden- abgetragen. Der neue Aufsatz wurde aus evergreen-Profilen konstruiert, der auf die Schräge aufgesetzt werden konnte. 0,25 x 1,5 mm Profile bilden den äußeren Rand, das Verstärkungsprofil ist aus 0,25 x 0,5 mm Profil entstanden.
    Die bei „meinem“ Vorbildtender vorhandenen eingeschweißten neuen Bleche wurden aus einem 0,25 x 4,0 mm Kunststoffprofil dargestellt.


    Nun mussten auch die hohen Kohlenkasten-Stützstreben nachgebildet werden. Acht Stück an der Zahl, alle mit oberer Rundung und unten mit Auskehlung. Um dies möglichst in „gleicher“ Form zu bewerkstelligen wurde aus einem 0,3mm Ätzrest eine „Urform“ geschliffen. Sie wurde auf je ein 0,25 x 2,5 mm Polystyrolprofil, 13 mm lang, aufgelegt, mit einer Pinzette geklemmt und der Verlauf der Vorderkante mit einem frischen (!) Skalpell markiert. Anschließend konnte mit zwei, drei leichten Schnitten das Profil ausgeschnitten werden. Ja, es sind nicht alle acht hundertprozentig gleich geworden, aber für mich reicht es so.

    Hier liegen sie noch einträchtig beieinander, die „Urform“ und die neuen Streben.


    Anmerkung:
    Es geht feiner, genauer und gleichmäßiger. Aber das würde einen komplett neuen Aufbau des Kohlenkastens als Ätzbauteil bedeuten. Mit ungelösten Problemen wie die Entnahme der Kohlenimitation, Zugänglichkeit der Schrauben, Kurzschlusssicherheit etc.


    Der alte Wassereinlauf
    Ist doch kein Problem: Alte Deckel glattschleifen, einsetzen – fertig.
    Denkste! Unter den herausnehmbaren Wasserkastendeckeln befinden sich die hinteren Befestigungsschrauben für die obere Wasserkastenform mit dem Kohlenkasten. Sie mussten also auch frei zugänglich bleiben.
    Aus Polystyrol wurden zwei neue Einsätze geschliffen, die auf Klemmsitz in die alten Wassereinläufe passten. Sie werden nur abschließend schwarz gestrichen und lassen sich mit einer feinen Klinge aus der Öffnung heraushebeln. Damit sie nicht in den Einlauf hineinfallen, erhielten sie je zwei kleine Stützsteifen untergeklebt.


    Der neue Wassereinlauf und sein Öffnungsmechanismus
    Der Wassereinlauf besteht aus Zweikomponentenklebstoff und einem Wasserkastendeckel aus Messing. Um diesen herum wurde Tesafilm geklebt und das Tesafilm mit Zweikomponentenklebstoff aufgefüllt bis in etwa die korrekte Höhe des Einlaufs erreicht war. Nach dem Aushärten wurde das neue Bauteil auf die richtige Höhe gebracht und glattgeschliffen.
    Übrigens:
    Es gab auch bei der BR 50 zwei unterschiedliche mittige Wassereinläufe.
    Einmal den –auch von Weinert als Gußteil erhältlichen- Wassereinlauf mit hohem Rand, bei dem der Deckel unten in der Umrandung liegt.
    Und es gab den tatsächlich höher liegenden Wassereinlauf, bei dem der Deckel oben auf dem Rand lag. Diese letztere Version war auch bei dem hier angesprochenen Tender verbaut.


    Der neue Öffnungsmechanismus entstand aus Resten aus der Bastelkiste: Neusilberstreifen, Messingdraht. Das Gestänge wurde gelötet und anschließend in zwei Griffstangenhalter gefädelt, danach angeklebt.


    Der hochgesetzte NALCO-Einfüllstutzen ist ein Weinert-Bauteil, dass auf ein 2mm-Messingrohr aufgelötet wurde.

    Hier einige Aufnahmen aus der Bauphase


    Der Tender wird abschließend (später) mit dem „Luft-Pinsel“ und Acrylfarben auf Wasserbasis lackiert.


    Nach der Fertigstellung ist (leider) mit einem Manko zu leben: Man sieht die alten Wassereinläufe deutlich X( .
    Ist also noch keine optimale Lösung. Mal sehen, vielleicht fällt mir noch was anderes ein… ?(


    Herzliche Grüße
    Andreas

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  • Moin moin zusammen,


    heute nur ein paar kleine Bastelarbeiten am Kabinentender von Roco.


    1) Zusätzlicher Auftritt
    Beim Roco-Tender hat es der Heizer schwer auf den Wasserkasten und an den Kohlenkasten zu kommen – ihm fehlt ein Tritt dafür. Diesen habe ich ebenfalls neu nachgebildet. Er entstand aus einem 0,3 mm Riffelbelch von Weinert, an das aufrecht stehend ein L-förmig gebogenes Stück aus einem Neusilber-Ätzrahmen angelötet wurde. Das Riffelblech hat die Abmessungen 2,5x1 mm, das Neusilberprofil 3,5x1 mm und wird einseitig auf 1 mm abgewinkelt. Das untergelötete Profil wird abschließend noch auf der außenliegenden Seite diagonal abgeschnitten.
    Nun kann das Bauteil an die vorne liegende Seitenwand des Aufstiegs geklebt werden.


    2) Griffe, Entlüftungsrohre und das Sprachrohr
    Da ich meine Lokomotiven alle mit frei stehenden Griffen versehe, musste dies auch bei den Kabinentendern geschehen. Die beiden am Kohlekasten angegossenen Griffe wurde abgeschabt und durch 0,3mm Messingdraht ersetzt.


    Dabei fielen auch die beiden Entlüftungsrohre auf, die angegossen im Halbrelief vorhanden waren. Sie wurden abgeschabt, auf der Lokführerseite liegt es neben der Kabine und auf der Heizerseite vorne neben dem Einfüllrohr für das Antischäummittel. Die neuen Entlüftungsrohre entstanden aus 0,5mm Messingdraht. Sie wurden an ihrem oberen Ende in einem 1mm Radius über eine Rundzange gebogen. Die Halterung am Kohlenkasten wurde aus einem 0,2mm breiten Streifen aus einem Ätzrahmen hergestellt. Dazu wurde der Streifen mittig über den Draht gelegt und mit einer Zange so niedergedrückt, dass die Backen gerade so am Draht vorbeigleiten konnten. Nun wurde mit gleichmäßigem Druck der Streifen über den Draht gebogen. Dieser Vorgang erfolgt am besten auf einer harten, ebenen Auflage. Dann wurde beides miteinander verlötet, die Rückseite glattgefeilt und die überstehenden Streifenanteile auf eine Länge von ca. 1mm eingekürzt.
    Dann konnte das neue Rohr an den Kohlenkasten geklebt werden. Die Länge sollte wegen einer eventuellen Demontage so bemessen sein, dass das Rohr auf dem Wasserkasten aufliegt.
    Wer es genauer haben möchte (und ich habe es einmal probiert), der fräst eine Vertiefung mit 0,5 mm Durchmesser in die Wasserkastenoberseite und steckt den Draht beim Zusammensetzen von Kohlenkastenaufsatz (mit Kabine) und Wasserkasten in diese Öffnung.


    Die Unterbrechung des Sprachrohrs verhindert natürlich die Kommunikation zwischen Lok- und Zugführer. Deshalb wurde das Sprachrohr durch ein Stück 0,5mm Messingdraht ergänzt. In einer zweiten Version wird der Messingdraht flacher gefeilt...



    Soweit die Basteleien für heute. Demnächst gibt es noch ein wenig mehr an Tendern zu basteln...


    Herzliche Grüße
    Andreas

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

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  • Moin moin zusammen,


    Auch wenn mir momentan eigentlich die Zeit für den Modellbau fehlt, konnte ich heute auf Grund des schlechten Wetters doch mal an den Basteltisch verschwinden und einige Bauteile „voran“ bringen.


    So waren für ein laufendes Umbauprojekt neue Wasserkastendeckel für den Kabinentender von Roco notwendig. Da bei den Tendern in den meisten Fällen die Deckel über eine Stellstange von der Leiter, später vom Boden, zu öffnen waren mussten neue Klappen mit Öffnungsmechanismus verwendet werden. Verwendet wurden die +Wasserkasten-Deckelklappen für 2‘2’T26+ von Weinert (Bestell-Nr. 86609).

    Diese sind auf die Abmessungen für den 2‘2’T26-Kastentender abgestimmt; für den nach hinten verlängerten Wasserkasten des Kabinentenders müssen sie angepasst werden. Es stellte sich heraus, dass es dazu notwendig wäre, eine um 8,5 mm verlängerte Stellstange einzusetzen. Nun kann dies sehr einfach durch z.B. einkleben geschehen, wie es Friedrich an seinem Kabinentenderumbau (Friedrichs BR 50) in den ersten beiden Bildern sehr schön gezeigt hat.


    Da meine Stangen ohne die markante Öse am Ende der Stange auskommen sollten, entschied ich mich zu einer Radikalkur: es sollten komplett neue Stangen verwendet werden.

    Von den Weinert-Deckelklappen wurden alle Stellstangen entfernt, auch die Stütze. An beiden Wasserkastendeckeln wurde an der mittigen Aufnahme je eine kleine Stufe eingeschliffen, auf der die neue Stellstange später aufgelötet werden kann. An das zum Tenderende liegende Gelenk (mit dem Versteifungsband auf dem Deckel) wird die neue Stellstange später von hinten angelötet.

    Die Stützen wurde beidseitig glatt geschliffen und mit einem 0,5mm- Bohrer aufgebohrt.

    Die neuen Stellstangen entstanden aus einem 0,4 mm Messingdraht, welcher an einem Ende nach 6 mm um 90 Grad abgewinkelt wurde.

    Diese drei Bauteile (Stellstange, Deckelklappe und Stütze) wurden miteinander verlötet. Dadurch ergab sich ein stabiles neues Bauteil, welches nun auf den Wasserkasten aufgesetzt werden konnte.


    Auf dem folgenden Bild sind die vorbereiteten Bauteile Deckelklappe und Stütze zu sehen; darüber noch der Rest der alten Stellstange mit der angesprochenen Öse.

    wasserkastendeckelbeafvkmg.jpg


    Und hier nun eine Gegenüberstellung der kurzen (originalen) und der langen (geänderten) Stellstangenversion.

    wasserkastendeckelferzbj9j.jpg


    Anmerkung:

    Bei meinem Umbauprojekt werden die weiteren Bauteile für den Hebel zur Bodenbedienung nicht gebraucht, sie sind deshalb nicht dargestellt.


    Herzliche Grüße

    Andreas

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  • Fehlerquelle: Flexible Kupferleitungen

    Moin moin zusammen,


    Nach umfangreichen Ausbesserungen an einer bereits werksseitig digital vorbereiteten Lok mit NEM 652-Schnittstelle standen die ersten Probefahrten an. Die Lok lief im ersten Versuch nur unwillig und das auch nur bei bestimmten Positionen der flexiblen Platinenverbindung. Ein anschließendes Durchmessen aller Leitungen ergab keinen Fehler. Nächster Versuch – gleiches Problem; dritter Versuch - jetzt rührte sich nichts mehr, aber die beiden Birnchen der Beleuchtung blinkten still vor sich hin… nur eine „Weihnachtsbeleuchtung“ brauche ich doch nicht an einer Lok. 'y#

    Wieder Durchmessen, jetzt fehlte auf einmal eine Verbindung zum Motoranschluss.

    Um diese Platine geht es


    Nach Demontage stellte ich dann Probleme zwischen der Flexverbindung und der Tenderplatine genau im Übergang zwischen beiden fest. In allen Fällen war die Kupferleitung gebrochen, zumindest aber angebrochen.


    Mein erster Gedanke war, dass ich diese durch Ausbau, Lagerung und erneuten Einbau selbst verursacht hatte. Also habe ich eine noch auf Ersatz liegende neue, originalverpackte Tenderplatine einbauen wollen. Doch auch hier zeigten sich ähnliche Probleme.

    Im Moment gehe ich zwar immer noch von zu häufigen Bewegungen der Verbindungen zur Tenderplatine aus, aber auch Alterungserscheinungen sind nicht auszuschließen.


    Da dies auch andere Besitzer einer digitalen BR 50 von Roco betreffen kann, hier ein paar Zeilen zur Reparatur.


    Abhilfe durch Nachlöten der Verbindungen war genauso zum Scheitern verurteilt, wie das Auflöten einer Überbrückung.

    Letztlich entschied ich mich zu einer Radikalkur mit komplett neuen Leitungen. Mit einem scharfen Skalpell war die Flexverbindung schnell abgetrennt: Ich habe die alten Leitungen um die NEM-Buchse herum sauber herausgeschnitten, auf der Tenderplatine wurde das Lot vorsichtig angewärmt und die Leitung abgezogen.

    Das bleibt nach der „Operation“ übrig, rechts unten noch ein Rest des Überbrückungsversuches


    Neue Litzen wurden gemäß dem Farbschema der Norm (siehe Bild) angelötet. Da die Schnittstellenplatine gedreht eingesetzt wird ergibt sich die hier gezeigte gekreuzte Leitungsführung.


    Die Lok fährt nun wieder einwandfrei und alle Funktionen lassen sich schalten.

    Das Problem hat mich einen Abend und ein paar Nerven gekostet – und ich dachte schon, ich könnte keine Lok mehr zusammensetzen!


    Herzliche Grüße

    Andreas

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

  • Hallo!

    Andreas B

    Diese von Roco verbauten flexiblen Leiterbahnen sind sehr störanfällig, bei knicken; werden dieselben kräftig geknickt brechen die

    Leiterbahnen.

    MfG

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang K ()