Eine Segmentanlage entsteht

  • Hallo,


    jetzt kommt erst einmal die Stunde der Wahrheit, ich habe die fertige Hälfte dann doch einmal mit nach oben genommen und auf ihren vorgesehenen Platz gestellt:


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    Von der Seite sieht das schon einmal ganz gut aus, es fügt sich nahtlos ein.





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    Die Perspektive etwas verändern und sieht immer noch gut aus. Aufmerksamen Beobachtern wird nicht entgangen sein, daß noch ein weiterer Baum dazu gekommen ist.

    Auf der Modulgrundplatte sind noch landschaftliche Anpassungsarbeiten zu machen. Erschwerend kommt hinzu, daß die Brücke alternativ jederzeit wieder aufgesetzt werden kann, können sollte. Grübel ... 'y#





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    Das ist so weit die fertige rechte Hälfte. Links der Straße ist noch gar nichts.

    Dann will ich die Straße auch nicht stumpf an den Gleisen enden lassen, sonst gäbe es ja keine Berechtigung für das Vogelhäuschen.





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    In meinen Beständen aus Deutschzeiten fand sich noch eine Bretterplatte, Hersteller unbekannt (Auhagen?). Die habe ich erst einmal grob zurecht geschnitten. Das liegt alles noch lose auf und passt noch nicht richtig. Fluch der niedrigen Schienenprofile und des maßstäblich nachgebildeten Kleineisens. Die Platte ist zu dick und steht oberhalb der Schienenköpfe. Diese sollten aber mindestens 0,5mm oberhalb liegen. Das ist ein Erfahrungswert, es gibt ja hier auf den Modulen noch mehr eingepflasterte Gleise.





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    Die vordere Kante der Einsatzplatte muß noch besser kaschiert werden. Zwischen Schotterbett und Platte muß noch auf der Modulplatte selber begrünt werden. Bislang war dafür keine Notwendigkeit vorhanden weil die Bücke das überdeckt hat. Diese Arbeiten müssen zum großen Teil auf der Grundplatte selber ausgeführt werden unter Berücksichtigung des Brückenwiderlagers.



    Dann gibt es noch die Frage, ob ich die Bohlen des BÜ abnehmbar gestalte, ich hatte hier auch schon an Magnete gedacht.

    Oder aber die Bohlen bleiben fest angebracht und werden fallweise von der Brücke überdeckt:

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    Nur die Kamera kann diesen Blickwinkel einnehmen, der Betrachter dagegen selber nicht. Bis zur Wand kann die Begrünung gehen.




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    Und da wo die grüne Schachtel steht muß auch noch etwas hin. Ich habe an eine kleine zeittypische Tankstelle gedacht.

    Mit freundlichen Grüssen


    Lutz

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz K ()

  • Hallo Lutz,

    ich will dir gerne begründen, weshalb ich den " Gefällt mir Knopf" gedrückt habe.

    - An deinem Halbrelief- Industriegebäude finde ich besonders schön, daß du das Treppenhaus links in der Innenecke nicht einfach im 90° Winkel angeordnet hast. Nein dadurch, daß du zwei 45° Winkel gewählt hast, finde ich sieht das ganze Gebäude viel realistischer und nicht so starr aus.

    Ich hoffe, du verstehst was ich meine. Mir fällt im Moment keine passendere Formulierung ein.

    - Das Stellwerk/ Bahnübergang Ensemble ist dir wirklich gut gelungen. Noch ein Bisschen Wheathering... Es gefällt mir wesentlich besser, als die Straßenbrücke, mit der du es, wenn ich das richtig verstanden habe, austauschen kannst. Ich finde, das Brückenmotiv wirkt ein Wenig kahl und einfach. Ok, es ist Beton und da "kommt es darauf an, was man daraus macht". Das war ja mal ein Slogan der Beton Bauindustrie. Aber das ist sicher meine ganz persönliche Meinung. Du siehst ja an meinem Projekt, daß mir "die gute alte Zeit" mehr liegt, als die " Mittel zum Zweck" Moderne. Über das Brückenmotiv an sich kann man ja nicht meckern, es ist ja gut gelungen. Aber da hat eben jeder seinen eigenen Geschmack. Schön finde ich auch die Begrünung deines Stellwerkmotivs. Da hast du, finde ich, den ungepflegten Brachland- Wildwuchs in den Ecken sehr schön getroffen. Die Schrankenanlage ist klasse. Ich kann verstehen, daß du die nicht liegen lassen konntest.


    Gruß

    Johannes

  • Hallo Johannes W,


    es freut mich, daß es Dir gefällt. Der Name und die art des Gebäudes sind auch nicht völlig aus der Luft gegriffen:

    https://case.edu/ech/articles/b/beacon-hausheer-marine-co

    Die Firma besteht auch heute noch. Es gibt sogar ein Foto aus den 1910er Jahren, das ist jedoch leider nicht verlinkbar.


    Rollmaterial und Automodelle kann man leicht austauschen, das will ich auch bei einem Teil der Bauwerke machen. Die Brücke und der Bahnübergang sind dabei ein Teil des Projekts, was meine Anlage durch die Zeitalter wandern lässt.


    Die Southwest Division des Fremo hat sich auf 3 Zeitalter geeinigt:

    1. Antik, von etwa 1930 bis Ende der 1950er, teilweise bis Mitte der 1960er.

    2. Mittelalter, so nenne ich es, frühe 1970er bis späte 1980er, die Mainstream Era.

    3. Modern, ab 2000 bis Jetztzeit.

    Bei Modultreffen haben wir, d.h. die SWD bei der ich Mitgleid bin, uns darauf geeinigt nur in einem Zeitalter zu bleiben. Man muß dann nicht mehr so viel Rollmaterial mitschleppen und was mich betrifft, nur einen Satz Bauwerke passend zur jeweiligen Era. Daher diese Austauschaktionen und die Bautätigkeit dafür.


    Was mich angeht, ich fahre in Antik dann Santa Fe und/oder Rio Grande mit zeitgerechten Rollmaterial aus Dampf und frühen Dieseln. Bei Modern fahre ich Canadian National nur Diesel, daher die Käufe von modernen Loks und Wagen. Für Mittelalter wollte ich keinen 3. Satz Rollmaterial anschaffen. Da winde ich mich mit einer Mischung von Rollmaterial aus Antik und Modern hinaus. Bei Mittelalter und Modern ist der Einsatz von dampfgeführten Excursion Trains nicht ausgeschlossen.

  • Hallo,


    viel Platz ist da nicht vorhanden, aber für eine bescheidene Tanke reicht es schon. Bezüglich der Tankstelle habe ich dann virtuelle Kataloge im www gewälzt, die Homepages der verschiedenen Hersteller von Gebäudebausätzen besucht. Bei J. L. Innovative fand ich wiederum das Passende. Dann war die Verfügbarkeit hierzulande eruieren; ein Händler im Oldenburgischen hatte noch den gewünschten Bausatz auf Lager. So konnte der teure Versand über den großen Teich und die Einfuhrumsatzsteuer darauf eingespart werden.


    Ein paar Tage später traf der Bausatz dann ein. Der Preis ist auch kein Geheimnis.





    Den Inhalt der kleinen Faltschachtel einmal ausgebreitet.





    Es ist wieder der Materalmix aus Kunststoffspritzligen, Weißmetallteilen, Karton, Papier, dicker Klarsichtfolie und Lasercutteilen aus Holz.





    Der Inhalt des geöffneten Beutels mit den Lasercut Teilen.






    Die Weißmetallteile.





    Mitbestellt habe ich diesen historischen Abschleppwagen auf Basis Ford Model A. Er wird später ein Teil der Szenerie werden.





    Das Business End. Modell von Athearn.

  • Hallo,


    Dann einmal ernsthaft mit dem Bau angefangen. Als erstes kommen die Wände des Kassenhäuschens daran. Aus den beiliegenden Leisten werden die Eckpfosten paßgenau abgelängt. Dafür benutze ich ein dünnes Kreissägeblatt.





    Wenn die Eckpfosten angebracht sind, lassen sich die Wände zusammenfügen.





    Das Walmdach stellte ein gewisse Herausforderung dar. So stehend freihändig stumpf zusammenkleben war das nicht zu machen. Aber da waren noch die nervigen Werbeprospekte die immer der Tageszeitung beiliegen. Eines davon war scharf gefaltet und sogar verleimt. Daraus habe ich mit Versteifungswinkel geschnitten. Damit liessen sich die Dachteile dann einfach zusammenkleben.





    Wie man sieht sind die Dachteile auch noch verzogen und haben gewisse fernöstliche Ambitionen.





    Aber wenn man verzogene Westerfield Bausätze gerade zusammengebaut bekommt, ist das hier eine leichte Übung. Zumal das Material hier nicht so spröde ist.

    Auch hier über Nacht aushärten und die Schwerkraft ihre Arbeit tun lassen.




    Am nächsten Tag hatte das Dach Zeit gehabt sich grade zu ziehen.


    Aber zuerst wurde das Kassenhäuschen im Rohbau fertig gestellt.





    Das Dach wurde dann provisorisch aufgesetzt um zu schauen ob es passt und wo nich nachzuarbeiten ist.

  • Hallo,


    dann habe ich das erste Mal die Farbdosen heraus geholt:

    Es sind die gewöhnlichen Farben von Revell und Humbrol auf Lösemittelbasis.

    Da habe ich einen Rat von älteren erfahrenen Modellbauern angenommen, daß man Holzbausätze nicht mit wasserbasierten Farben behandeln soll. Das Aufquellen ist nicht das eigentliche Problem, die Feuchtigkeit verdunstet wieder. Wenn man direkt mit Wassermalfarben das Holz anstreicht, richten sich alle die feinen Faserenden auf und das Teil hat danach eine Art Pelz. Den kann man nur mit Schleifen wieder entfernen, dafür hat man dann eine rauhere Oberfläche und muß diese ggf. nochmals nachstreichen. Eine anderer Ansatz wäre vorher eine Holzgrundierung aufzubringen und auch hier muß man schleifen um wieder eine glatte Oberfläche zu erhalten. Man kann es machen, hat dann aber viel mehr Arbeit.

    Dagegen kann man lösungsmittelbasierten Farben, vulgo Stinkerfarben, direkt aufbringen ohne daß sich ein Pelz bildet.


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    Hier ist dann eine ganze Menge passiert.

    - Die Ecken des Daches wurden mit Blechstreifen abgedichtet. Herzustellen aus dem beiligenden Bogen aus Papier siehe Beitrag #220.

    - Die Zapfsäulen wurden entgratet und unten eine Bohrung eingebracht und dort ein kurzes stück Messingdraht gesteckt. In die Basis der Insel wurden die korrespondierenden Bohrungen und auch welche für die Stützen eingebracht.

    - Sockel, Fenster, Türen und die unteren Partien der Zapfsäulen wurden grün gestrichen.

    - Der Betonboden und die Insel grau.





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    Die Wände wurden rauhputzartig weiß, die Sockel mittelgün gestrichen.





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    Dann wurde das Genze provisorisch zusammen gesteckt um die endgültige Position der Insel zu finden.

    Abgeklebt wurde übrigens nicht, die grüne Farbe wurde freihändig aufgetragen, ich kann es also doch noch.





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    Der nächste Schritt waren die Fenster. Hier sind die Scheiben aus der beiliegenden Klarsichtfolie paßgenau zuzuschneiden und von hinten in die Rahmen einzukleben. Ein etwas langwieriger Vorgang der zuweilen das mehrmalige Anfertigen der Scheiben erfordert weil man Ausschuß gemacht hat.





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    Es sieht dann schon ein bischen mehr fertig aus.

  • Hallo,


    Jürgen

    Nicht ganz, mehr Informationen findst Du u.a. hier: https://www.geschichtsspuren.d…ankstellengeschichte.html






    Ich habe dann das Gebäude und einige Ausstattungstücke lose aufgestellt um zu testen wie das Arrangement wirkt. Noch kann man alles leicht verschieben oder anders anordnen.

    Die Tankstelle soll auf jeden Fall in einem 90° Winkel zur Straßenachse ausgerichtet sein. Es galt auszutesten wie weit man sie auf dem Modul nach hinten setzen kann ohne daß sie über den hinteren Modulabschluß herausragt.


    Das nächste war sich mit dem Ausschneidebogen zu beschäftigen.


    Dem Bausatz lag ein Bogen bei der neben zeitgenössischer Werbeschildern auch Markenembleme und anderes enthielt.

    Unter anderem waren da auch die Beschriftungen für die Zapfsäulen, Wandthermometer mit Werbung, eine Wanduhr (selbstverständlich auch mit Werbeaufdruck) und die großen Tafeln des Mineralölkonzerns Conoco (Continental Oil Company) dabei.





    In manchen Fällen ist das Papier etwas zu steif und muß mit Wasser gefügig gemacht werden. In die elektrische Zapfsäulen wurden Bohrungen eingebracht in welche die Enden von Zapfpistole und Schlauch eingesteckt wurden, ein stumpfes Ankleben erschien mir nicht ausreichend. Der Schlauch scheint mir im ursprünglichen Dasein ein weicher ummantelter Blumenbindedraht gewesen zu sein.





    Beim Thema Tankstelle kommt unweigerlich auch das Thema Auto auf. In meinen Beständen fand sich dieses ältere Modell eines Cabriolets aus den 1930er Jahren nach einem Vorbild von Wanderer. Nach der Durchsicht einer gut 3-stelligen Zahl von Fotos alter Tankstellen in den USA, bei der auch geradezu zwangsläufig Autos zu sehen sind, habe ich beschlossen dieses Modell in etwas abgewandelter Form zu nehmen. Nicht daß jetzt wieder einer ankommt und sich an dem deutschen Vorbild reibt. Die stylistischen Elemente von Autos ware hier und auch drüben die Gleichen. Vordere Kotflügel von der Karosserie deutlich abgesetzt, in den frühen 1930er Jahren nicht mehr flach, sondern schon deutlich gewölbt, aber nach vorne immer noch nicht bis zur Stoßstange herunter gezogen, nach hinten lang fließend ausgezogen in die Trittbretter übergehend, schmale Motorhaube, nach hinten sich trapezförmig erweiternd, ohne sichtbaren Übergang in die restliche Karosserie, frei stehende Scheinwerfer.

    Als erste Maßnahmen wurden die zu kleinen Räder gegen größere Räder getauscht. Des weiteren wurde die am Modell zu weit nach hinten geratene Vorderachse 1,5mm nach vorne gesetzt. So befindet sich die Achsmitte jetzt genau unter dem Scheitelpunkt der vorderen Kotflügel.

    Wie man sieht, steckt da eine der Zapfpistolen darin. Die Autos hatten damals noch keine richtigen Kofferräume. Ich habe einfach an dem Ort eine Bohrung gesetzt wo ich den Einfüllstutzen angenommen habe.


    So stelle ich mir das dann vor:

    Es wird der Betankungsvorgang dargestellt. Das Automodell muß dafür dann fest auf die Grundplatte angeklebt werden.





    Was hier dann gemacht worden ist. Die Insel mit den Zapfsäulen und weitere Details wie Mülltonne, der Verkaufsständer für Öldosen und weitere Werbetafeln wurden angebracht.

    Die Ölkabinette wurde an der Seite plaziert. Das Regal stammt nicht aus dem Bausatz, ich fand es passt hier sehr gut.

    Der Abschleppwagen bekam ein Schild aufs Dach. Des weiteren wurden die grösseren Schilder auf die Lasercut Vorlage geklebt. Das große Dachschild wurde auf eine Unterlage aus einer paßgenau ausgeschnittenen 0,5mm PS-Platte geklebt.

  • Hallo,


    weiteres zum Thema Autos. Da diese Automodelle hier später fest auf dem Einsatzstück montiert werden, sind sie integraler Bestandteil der Anlage und den Umbau werde ich daher hier zeigen.


    Das Ausgangsmaterial:

    Aus meinen Beständen an Automodellen nach Vorbildern auch der Epoche 2 habe ich 3 Modelle ausgewählt welche auf dem Einsatzstück plaziert werden sollen.






    Bei dem gelben Lieferwagen (Roskopf MB L1000) habe ich die Laderaumtüren hinten mit einem kleinen Kreissägeblatt geöffnet. Da diese Mini-Kreissägenblätter nur etwa 0,3mm breite Schnittfugen erzeugen, kann man bei sauberen Schnitten anschliessend beide Teile weiter verwenden. So auch bei den heraus getrennten Türflügeln. Die Türhälften wurden dann in geöffneter Stellung angeklebt.





    Bei dem anderen Fahrzeug war die Bearbeitung etwas umfangreicher. Zum Vergleich der noch bis auf die Räder orginale Aschinger LKW. Man sieht die Lage der zurück gesetzten Vorderachse. Modelle von Roskopf MB L2.

    Bei dem grauen LKW mit der Sütterlinbeschriftung sieht die Sache anders aus. Der Rahmen wurde kurz vor der Hinterachse durchtrennt und dort ein etwa 5mm langes Stück eingefügt. Da der Aufbau und die Motorhabe nicht verändert wurden, wanderte um diesen Betrag die Vorderachse weiter nach vorne. Das vorher zwischen Vorder- und Hinterkotflügel durchgehende Trittbrett wurde vor den hinteren Kotflügeln getrennt. Die vorderen Kotflügel wurden an ihre neue Position gebracht, so daß sich deren höchster Punkt über der Achsmitte der Vorderräder befindet. Die sich daran anschliessenden Trittbretter wurden hinter den Fahrerhaustüren gekürzt.

    Heraus kommt ein LKW mit veränderten Proportionen der mit seiner weit vorne liegenden Vorderachse den zeittypischen US LKWs entspricht. Die Enfernung der Mercedessterns und Anbringen einer Stoßstange aus C-Profil tragen ihr übriges dazu bei.





    Des weiteren habe ich noch ein uraltes Modell eines Ford AA LKW gefunden, Anbieter war damals in den 1980ern Preiser. Ebenfalls aus meinem Fundus ist der Ford Model T Pick Up, ein Bausatz von Jordan Miniatures.

    Nachdem die Puzzleteile jetzt fast alle zusammen waren wurde deren Wirkung getestet.

  • Hallo,


    ein Check ob das Cabrio an seinem richtigen Platz ist:

    O.K.





    Als nächstes kam Bemalen von diversen Kleinteilen, Fahrzeugen und Figuren.





    Eines der Fahrzeuge welches ich angefangen habe umzubauen, dann aber doch nicht verwendet habe. Aus dem grünen Auto sollte ein Abschleppwagen entstehen, in den 1930er Jahren eine gängige Nachnutzung für aus der Mode gekommene Luxuslimousinen. Grundsolide gebaut, mit starken Motoren und überdimensionierten Rahmen ausgestattet waren sie eine gute Basis. Die Blattfederpakete der Hinterachse wurden mit zusätzlichen Lagen verstärkt, der hintere Teil des Aufbaus entfernt und dort auf dem Rahmen Winde und Schleppgalgen angebracht.

    Aber da ich einen Abschleppwagen solchen von Athearn auf Basis Ford Model A Pick Up ergattern konnte, bleibt das erst einmal ein unvollendetes Projekt.





    Dieser Lieferwagen fährt nun nicht mehr für eine Fluggesellschft die hierzulande unangenehm durch Tieffliegerei und Lärmverursachung aufgefallen ist.





    Aus "Deutschbahnbeamter, Vorschriften tragend" wurde "US-Malocher, Kisten schiebend" der gerade eine solche in den Laderaum wuchtet. So kann es einem gehen wenn man auswandert.





    Auch die schöne deutsche Sütterlinbeschriftung konnte nicht bleiben und wurde entfernt. Dabei ergab sich ein etwas schmuddeliger Effekt der gar nicht einmal so schlecht aussieht.





    Ein Ford AA, die LKW version des Ford Model A, bekam eine Ladung aus etwas liederlich gestapelten Sprengreifenfässern. Diese stabilen Mehrwegfässer mit Umreifungen aus Profilstahl waren früher üblich gewesen bevor die Einwegfässer kamen.





    Auch auf der Ladefläche des Ford T Pick Up wurden Sachen plaziert. Das war früher ein gängiges Auto für selbstständige Handwerker.


    Zum Schluß wurden alle Fahrzeuge mit einer Schicht Mattlack übezogen. Damit sind dann einige Dekorationsstücke vorbereitet.

  • Hallo,


    es wird an der Zeit die Teile der vielen kleinen Vorarbeiten zu einem Ganzen zusammen zu fügen:




    Den Anfang macht die Tankstelle wo erst durch das Hinzufügen der Figuren eine kleine Geschichte entsteht.

    Damals war die Bedienung durch Tankwarte ein unbedingtes Muß und Service wurde noch groß geschrieben. Als eine der (kostenlosen) Dienstleistungen hat der Tankwart die Windschutzscheiben der Autos der Kunden geputzt.

    Die Figur des Tankwarts ist aus einem Industriearbeiter modifiziert worden dem ich Jacke und Hose in Konzernfarben verpasst habe. Der Wischlappen ist ein Fetzchen von einem Küchenpapier.

    Sie sitzt im Auto, hat ihren Taschenspiegel in der Hand und kämmt sich die Haare.

    Er steht besitzergreifend an seinem Wagen und lässt seine Begleitung nicht aus den Augen. Die Figur trug ursprünglich einen Koffer und einen über den Arm geworfenen Mantel.






    Nach Aufkleben des Daches und Anbringen des Blechkamins ist die Tanke jetzt einbaufertig.

  • Hallo,


    die nächste kleine inszenierte Anordnung von Fahrzeug und Figuren:


    Der Lieferwagen ist bewusst etwas schräg eingeparkt. Unter Aufsicht wird gerade eine Kiste in oder aus dem Laderaum gewuchtet, je nach Phantasie des Betrachters.





    Die Tanke wurde dann mit ihrer Betongrundplatte rechtwinkelig zur Straßenachse fest eingeklebt. Bis zur Vegetationsgrenze wurde drum herum der Boden mit Kiesnachbildung aufgefüllt. Erste Grundvegetation und Büsche wurden aufgebracht. Teilweise wurden abgerissene Stückchen von Grasmatte verwendet. Die werden aber noch eingeschlickert werden.





    die Gerümpelecke wächst weiter:



    Hinter dem Gebäude soll so eine Dreckecke entstehen, mit abgestellten Schrottautos, Gerümpel, Fahrzeugteilen, Altreifen und weiteres. Man nahm es damals mit der Entsorgung nicht so genau und schon gar kein Vergleich mit der klinisch sauberen Umgebung von Heute.

  • Hallo Lutz, hallo Freunde


    Ich glaube bei deinen nächsten Besuch bei dir, muss ich deiner Tankstelle zu Leibe rücken. :keeporder:

    Da muss ich dir einen Zauber aussprechen, der keine neue Farbe mehr auf der Tankstelle zulässt:


    Afraskei qu qu


    Das Dach geht ja gar nicht :thumbup:


    Gruss Jürgen :hutab:

  • Hallo,


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    Dann tauchen die üblichen Reifenstapel, Fässer und Behälter mit ominösen Inhalten, ein Motorblock, defekte Kühler etc. auf.

    Der Bretterzaun, noch vom Magister Klein seeligen Angedenkens, soll allzu neugierige Blicke fernhalten.





    dsc0379666kic.jpg

    Auch hier macht sich Unordnung breit. Das ist ein Kapitel was langsam wachsen muß. Immer wenn mir noch etwas passendes in die Hände fällt wird es hier hinzugefügt werden.





    Weitere vorbereitete Dekorationselemente:




    Allzeit bereit der Abschleppwagen.

  • Hallo,


    Aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive, nämlich von der Rückseite.





    Die Autos wurden dann fest angeklebt. Sie sind nicht exakt paralell zum Straßenverlauf ausgerichtet. Der graue LKW hat gerade das parkende Auto umkurvt und ist immer noch etwas schräg unterwegs. Oder kommt so vor den sich schliessenden Schrankenbäumen zu stehen.

    Der grüne LKW hat es so gerade noch geschafft bevor der Bahnübergang geschlossen wurde.





    Der Handwerker hat seinen Pick Up vor dem Haus geparkt und ist irgendwo drinnen beschäftigt.





    In der Einfahrt werden immer noch Kisten unter strenger Aufsicht verladen.





    Noch einmal eine Gesamtansicht des Einsatzstücks.

  • Hallo,


    dann mal auf die Anlage damit:


    4 kleine Spaxschrauben fixieren das Einsatzstück und unterdrücken ausserdem jegliche Neigung der dünnen 4mm Sperrholzplatte zum Verziehen.





    So sieht man dann die Schwächen bei der Integration. Die noch zu deutlich sichtbare Kante muß getarnt werden. Das sind Arbeiten die auf der Modulgrundplatte ausgeführt werden müssen. Dafür muß das Modul in die Werkstatt gebracht werden.

    Als eine der weiteren Baustellen, der Bahnübergang wird auch noch gemacht werden müssen. Die Bretterplatte ist, wie schon erwähnt, für die maßstäbliche Kleineisennachbildung zu dick. Die Schienenköpfe müssen mindestens 1/2mm überstehen. Also dünnere Bretterplatten suchen.

  • Hallo,


    Dann fand ich der Lüfterantrieb auf dem Dach von Hausheer & Sons sieht mir noch nicht archaisch genug aus.





    Die verschiedenen Grabbelkisten durchgewühlt. Die große Riemenscheibe war wohl einmal ein Radstern von einer Lima Lok gewesen, der Motor ein Generator von einem Pullmannwagen und der Flachriemen entstand ganz simpel aus einem zurecht geschnittenen Streifen Papier.





    Dann die Brandschutzauflagen die man in den USA schon damal ganz ernst nahm.





    Die klassische Fluchttreppe entstand aus einem Walthers Bausatz. Hier mussen allerdings die Geschosshöhen dem Gebäude angepasst werden.

    Und ich werde noch mit Farbe heran müssen. Das Material neigt zum Weißbruch was man deutlich an den Stellen sieht wo die Gießäste abgeschnitten wurden.


    Und dann kenne ich da noch jemanden der das Ganze wahrscheinlich noch einsauen wird :ninja: