PKW und LKW Modelle

  • Hallo Axel, Hallo Freunde,

    bei diesem Video kann ich nicht ruhig bleiben, da muss ich einfach schreiben. Mein Profil gibt Auskunft. Auf der einen Seite läuft mir der Sabber aus den Mundwinkeln, wenn ich diese Maschine sehe und höre. Doppel- Registervergaser oder Vierfach- Vergaser und Fächerkrümmer... geil, geil, geil. Aber seht ihr wie der Kraftstoff reinläuft, wie mit der Gieskanne reingeschüttet... in vier Mischkammern? Diese Motordaten erreicht heute ein TDI mit 3L Hubraum. Bei einem Verbrauch, der vermutlich bei 10-20% des Amis liegt. CO2 Ausstoß entsprechend. Wie verlogen muss eine Gesellschaft sein, so ein Monster zuzulassen und den TDI Hersteller mit einer Milliardenklage zu überziehen, wegen überschrittener Abgaswerte. Den Betrug an sich will ich hier nicht schönreden; der sollte auch hierzulande adäquat geahndet werden. Aber mal im Ernst bei 16:30 löst sich die Schraube vom Vergaser. Für so eine Nachlässigkeit hätte ich vom "Alten" einen Einlauf verpasst bekommen, daß ich unter seinem Türspalt rausgekrochen wäre. Vermutlich gehört dieser Beitrag nicht an diese Stelle. Dann bitte ich ihn passend zu verschieben.

    Grüße

    Johannes

  • Hallo Johannes,


    das passt schon. Diese großen V8 haben ihren Ursprung hier: http://www.oldgmctrucks.com/page0201.html

    Ganz unten der grüne 3-Achser. GMC wollte damals bei den Nutzfahrzeugen ganz oben in den schweren Klassen mitspielen. Man bot hier auch großvolumige Ottomotoren an. Obwohl der Diesel bekannt war und man seine Verbrauchvorteile kannte, war er vielen Amis suspekt. Der abnorme Verbrauch der Ottomotoren scherte nicht sonderlich, der Sprit kostete ja nur ein paar Cent per Gallon.

    So ganz überzeugt waren die Trucker jedoch nicht und so wurden denn auch die eigenen Detroit Diesel in den GMC Trucks Standard. Detroit 2-Takt Diesel sind eine eigene Geschichte.

    Die Ottomotoren fanden dann ihren Weg in das PKW Programm. Der Grund für solche Schluckspechte ist in etwa vergleichbar mit dem Recht Schußwaffen zu tragen.

    Und immer daran denken, bei den Amis ist etwa 95% einfach Showauftritt und vorgehängte Fassaden.


    Falls es Dich interessiert Johannes, hier ein Link zu den Schluckspechten: https://www.holley.com/products/fuel_systems/carburetors/

    Mit Politik musst Du drüben ganz vorsichtig sein. Ich bin selber auch in US Modellbahn Foren unterwegs und da wird über Politik geschwiegen. Nur manchmal sickert doch etwas durch; ganz dünnes Eis. Das Land ist innerlich ganz tief gespalten, man kann schon sagen es ist in Blöcke zerfallen, die sich unversöhnlich gegenüber stehen. Der momentane Machthaber gießt dann noch Öl ins Feuer.


    Ich mag zwar die Eisenbahnen dieses Landes, das heißt aber nicht zwangsläufig, daß ich auch Lebensstil, Politik, Ansichten, Anwaltswesen u.v.m. gutheißen muß.



    Den habe ich am gleichen Tag wie den Buick gekauft. Ein Preßmüllwagen auf einem 1955er Chevrolet Taskforce Chassis. Modell von Mini Metals. Fahrgestell und Kabine bestehen wie gewohnt aus Kst. Spritzgußteilen, der Aufbau ist jedoch ein massives Teil aus Gießharz.

    Hier war dann auch ein Schluckspecht V8 Otto eingebaut. Hat zwar keine 500HP gehabt, aber der Verbrauch wird nicht viel geringer gewesen sein.

  • Hallo Zusammen

    Mir geht es ähnlich wie Johannes - Cool, was man alles machen kann (TÜV?) und gleichzeitig fasse ich mir an den Kopf.

    Einerseits Mega V8 und dann Firmen wie Tesla, die die Autobranche umkrempeln kommen aus dem gleichen Land.

    Ich bin mit einem 2.2L Diesel bei knapp über 5L Verbrauch mit einem riesen Kombi mehr als happy. Wieviel PS? Keine Ahnung. Der Verbrauch ist mir wichtiger.


    Was sich die Hersteller in DE leisten, darüber kann ich nur den Kopf schütteln. Die Zahlen, die ich als Entwicklungsbudget gehört habe lassen eigentlich kaum eine grosse Innovation zu.

    Und irgendwann kommt jemand auf die Idee zu bescheissen, um die Ziele doch zu erreichen - und diese Funktion wird kostengünstig in Software gelöst...

    Wenn man auf die Strasse schaut sieht man SUV's und viele PS - wozu? Man kann doch eh nicht sehr schnell fahren...

    Amerika ist Landschaftlich toll, die Bahn faszinieren, aber das System? Nein Danke...

    Soweit mal zur Politik...


    LG,

    Axel

  • Hallo,


    etwas [OT]

    Wen es interessiert, die Ursprünge des V8:

    Man sollte daran denken, daß die im Film geschilderten Ereignisse schon fast 90 Jahre zurück liegen. Die welt war damals eine andere.

    [/OT]



    Ein früher Absetzer auf MAN Mittelklasse Fahrgestell. Der Umbau aus Albedo, Herpa, Preiser und Roco Teilen ist auch schon einige Zeit her. Das Modell entstand nach einem Vorbildfoto.





    Krupp Mustang der 2. Bauserie mit Meiller 3-Seitenkipper. Auch so eine wilde Mischung.





    MB L4500, das Minitanks Modell wurde mit einem Meiller Kipper von Preiser zivilisiert.

  • Hallo,


    im Lauf der Zeit hat sich einiges angesammelt:


    Von links nach rechts:

    - Ford LTL 9000

    - Kenworth T 800 mit dem großen breiten Kühler

    - Mack CH 600

    - International Harvester 4500

    - Volvo VN





    Blick schräg von oben.

    - Der Ford ist die Version für den Fernverkehr mit langer Haube, ganz weit nach vorne gesetzter Vorderachse, großer Schlafkabine und langen Radstand. Es gab den LTL 9000 nur mit Dieselmotoren, der Kunde konnte hier zwischen Cummins und Caterpillar wählen. Die kleineren Trucks von Ford gab es in der Grundausstattung noch immer mit den sehr durstigen V8 Benzinmotoren. Das Modell ist einen echter Bierkastenlaster.


    - Der Kenworth T 800 ist ein speziell für den Schwerverkehr konzipierte LKW Baureihe. Hier bei dem Modell ist die Option mit dem vergößerten Kühler und der damit verbundenen breiteren Motorhaube dargestellt. Das Modell ist ein unechtes Herpa Modell, hergestellt von Tonkin.


    - Der Mack CH 600 ist ein echtes Modell von Herpa. Es war eines der ganz wenigen US Modelle die von Herpa auch hierzulande angeboten wurden.


    - Der IHC 4500 ist von Walthers, ehemals Boley.


    - Der Volvo VN ist von Tonkin Trucks'n Stuff.





    Hier sieht man die Kehrseite der Medaille.

    Über den echten Bierkastentruck müssen wir nicht diskutieren, manche sind gut als Modell umgesetzt, manche grenzwertig und manche eben grottig. Das hier halte ich für eines der brauchbar umgesetzten Modelle.

    Die Modelle von Tonkin sind da nur minimal besser als Bierkastentrucks. Die Rahmenblöcke mit fest angespritzen Sattelplatten sind sogar noch schlechter als wie beim Bierkastentruck und erinnern an die ehemalige Peltzerschen Miniaturen "im angenäherten H0-Maßstab".

    Nur das Herpa Modell entspricht dem hierzulande bei den Eurotrucks gewohnten Standard.

    Das Walthes Modell hat zwar einen durchbrochen gestalteten Rahmen und einen beweglichen Sattelteller, aber die Kabine fällt deutlich ab. So sind z.B. Kühlergrill und Scheinwerfer nur aufgedruckt. Die Kabine ist aus Metall und daher deutlich gröber detailliert.







    Den Kenworth T800 habe ich mir vorgenommen und ihm einen verlängerten Rahmen verpasst.

    Eigentlich ist der Rahmenbau gar nicht so schwer. Aussen sind das zur Rahmenhöhe passende C-Profile aus ABS. Sie werden mit 1,2mm Messingdraht versteift der gleichzeitig auch eine stabile belastbare Verbindung mit den restlichen Rahmenteilen herstellt. Den Sattelteller habe ich mir gespart, weil hier die SZM später sowieso mit einem Auflieger kombiniert wird.





    Falls jemanden der Radstand zu lang erscheint, zum Vergleich dieser Peterbilt 389 in der Macho-Ausführung mit der extra langen Haube und dem 1/2 Wohnmobil hinter der Kabine.

  • Gemorje zusammen,


    Männer und Motoren. Da muss ich auch einen Kommentar loslassen. Motoren sind für mich erst ab 27Liter Hubraum und 12 Zylindern interessant. So z.B DB605DC mit 35,7L Hubraum und 2000PS Notleistung sowie Bosch Einspritzanlage und Höhenlader. Schalldämpfer, Auspuff? Nur ein Krümmer, so das die heißen Abgase die Zelle nicht verbrennen.

    Alternativ aus Britischer Produktion den Rolls Royce "Merlin" in der letzten Variante mit GE-Super Charger. Nicht zu vergessen die Boliden von Pratt & Whithney in Sternausführung bis zu 57L Hubraum und 4000PS.

    Gänsehaut, wenn aus dem tiefen Grummeln ein Brüllen wird.


    Das nur ganz am Rande.


    Gruß Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Hallo Kollegen,

    die Rasenmäher-Motoren finde ich recht uninteressant (*), haben aber den unbestreitbaren Vorteil der nahezu unbegrenzten Standzeit. Im Vergleich zum Hubraum eine recht niedrige Leistung. Dazu noch eine flache Drehmoment/Leistungskurve. Sozusagen Fahren mit leicht erhöhtem Standgas.

    Allerdings sind die Dinger aber auch richtig durstig- und der Leistungsbedarf im Leerlauf riesig...

    Interessant werden für mich erst Dieselmotoren. Und da fängt es schon recht klein an. Zum Beispiel der 1,2/1,4l -Dreizylinder, wie er seit der Jahrtausendwende im A2 werkelt. Dabei ist die Entwicklung schon ein paar Tage alt. In den sechziger Jahren sind verschiedene Prototypen gebaut und gefahren worden.. und zwar im Auto für Fahrer aus Stahl. Latürnich hatten diese Motoren bereits einen Turbolader und eine Pumpe-Düse-Einspritzung. Eine Nummer größer sind die 12KVD21 A2 und nachfolgende... also mit 78 Liter Hubraum recht kleine 12-Zylinder-V-Motoren beginnend mit 662 kW. Auch hier von Anfang an Pumpe-Düse-Einspritzung und Abgas- Turbolader und bei den späteren Baumustern auch noch Ladeluftkühlung. Das Gefühl des ruckfreien Anfahrens einige Augenblicke nach Hochdrehen der beiden Motoren ist schon beeindruckend!

    Aber noch beeindruckender ist das Hochdrehen der Napier-Deltic-Motren. Entwickelt für die britische Marine im zweiten Weltkrieg sollten sie die Brandgefahr auf den Schnellbooten vermindern, die bis dahin von Benzinmotoren angetrieben wurden. Die Deltic-Motoren sind Zweitakt-Gegenkolben- Dieselmotoren mit drei Kurbelwellen, von denen eine gegenläufig dreht. Zivil wurden diese Motoren, die eine Weiterentwicklung der JuMo-Flugzeugmotoren sind, in den Dieselelektrischen Lokomotiven der Class 55 von Brit Rail eingesetzt. Für die Wartungsarbeiten hatte English Electric Tauschaggregate bereitgestellt. So konnten die Lokomotiven trotz Arbeiten am Motor oder Generator schneller wieder dem Betrieb übergeben werden. Immerhin war die Class 55 eine kleine Serie von nur 22 Lokomotiven für den schweren Schnellzugdienst. Die Motoren haben sich bewährt, zeichneten sich aber durch hohen Wartungsaufwand aus. Bei Gegenkolbenmotoren ist die mechanische Einstellung der Kurbelwellen zueinander Leistungsbestimmend, da hier durch die gegenläufigen Kolben die Verdichtung in der Brennkammer bestimmt wird...

    Vor Jahren habe ich in Schottland eine Deltic im Sonderzug-Einsatz erlebt. Der Klang ist, im Zusammenhang mit der Beschleunigung des Zehnwagenzuges einfach nur g...


    Viele Grüße

    Christian


    (*) nicht ganz. Benzinmotoren in der Form als Flugzeugmotoren sind noch mal ein ganz eigenes Kapitel.

  • Hallo beieinander,

    auf die Gefahr hin, daß wir Lutz Beitrag völlig kapern, will ich mich trotzdem nochmal zu Wort melden. Thomas, entweder hast du Lust an der Fliegerei, oder du bist ein Fan vom Tractor-Pulling, Trecker Treck. Da kann man den Sound der angesprochenen Motoren nicht nur hören, sondern auch körperlich spüren. Christian, da bin ich völlig bei dir. Ich glaube auch, daß der Dieselmotor die derzeit effektivste Wärmekraftmaschine ist, die in Serie produziert werden kann. Und aktuell bringt die Common Rail Technik noch bessere Werte, als die Pumpe- Düse Technik, weil es hier viel mehr Möglichkeiten gibt, die Verbrennung zu kontrollieren. Sprich: Bei Einspritzdrücken von ca. 2000bar sowohl CO2 sparsam ( niedriger Verbrauch) fahren, als auch durch Abgasnachbehandlung ( Harnstofflösung) die Stickoxid Belastung niedrig zu halten.


    Grüße und Bitte um Entschuldigung, Lutz

    Johannes

  • Hallo,


    oh ja Männer und Motoren. Ich kann zwar da nicht so ganz mitreden, aber immerhin:


    Sind zwar nur 2,8l und nur 4 Zylinder, aber dafür selbst und eigenhändig überholt.


    Bis in diese Einzelheiten. Hier kann man nichts mehr reparieren, hier muß das Element ausgetauscht werden wenn es hängt.



    Vor Zig-Jahren entstand dieser Frontlenker Lastzug aus Brekina und Wiking Teilen.

  • Hallo,


    neue Strassenkreuzer braucht die Anlage. Kurz vor dem (not so) Great Brexit wanderten noch ettliche Automodelle von der Insel auf den Kontinent ein. Bei einem namhaften großen Händler waren dieses und die folgenden Automodelle für nur etwa die Hälfte des hierzulande üblichen Ladenpreises zu haben.


    Wenn man jeztzt ein Taxi braucht, es ist eines da. Das Modell ist von Oxford, das Vorbild ein 1946er De Soto (eine Marke von Chrysler), Modell Suburban. Mit einen Radstand von 3,54cm war es eine 4-türige Limousine mit geradezu üppigen Platzverhältnissen innen. Serienmässig ab Werk 8 Sitzplätze, dafür aber auch ein Leergewicht von 2t. Nicht üppig, aber ausreichend motorisiert.

    Kein Wunder, daß die Taxiunternehmen diese Limousinen gerne in ihrem Fuhrpark hatten.





    Das nächste Modell ist ebenfall von Oxford. Ein 1954er Pontiac Chieftain aus der Zeit bevor die Heckflossen in die Höhe wuchsen (Oxford Modell). Kleine Ansätze davon gibt es aber schon.

    Einen V8 gab es noch nicht, dafür aber einen 8-Zylinder Reihenmotor mit 127 Bhp aus 4,4L Hubraum kombiniert auf Wunsch mit einem frühen Automatikgetriebe Hydra Matic. Bemerkenswert ist auch die flugzeugähnliche Kühlerfigur vorne auf der Haube die Nachts sogar beleuchtet war.





    1959er Pontiac Bonneville 2-Door Hardtop, Modell auch von Oxford. Voll ausgebildete Heckflossen, der hat sogar 4 davon.





    Der 4-Flosser von hinten.





    Kleines Bilderrätsel:

    "Unsafe at any speed." Wer könnte mit diesem vernichtenden Urteil gemeint sein?

  • Hallo,


    wieder einige Neuanschaffungen:

    Ford Fairlane von 1959 als 4-türige Limousine. Modell von Mini Metals.





    Bei den Heckflossen hat man sich bei Ford im Vergleich sehr zurückgehalten. Dafür hat man sich dann andere E(d)selleien erlaubt.





    Wie diese hier, ein sehr umstrittenes Modell aus dem Ford Konzern:

    Der Edsel. Hier das Model Citation 2-Door Coupe. Modell von Oxford.





    Zusätzlich noch mit dem sog. Continental Kit ausgestattet bei dem das Reserverad auf einer verlängerten hinteren Stoßstange plaziert war.





    Das am meisten umstrittene Detail war die Gestaltung des Kühlergrills. Das hat die puritanischen Gemüter drüben in den USA sehr stark erhitzt.


    Edsel sollte ursprünglich als eigenständige Marke des Ford Konzerns neben Ford, Mercury und Lincoln geführt werden. Unglückliche Marketingentscheidungen und eine unklare Plazierung das Models zwischen den anderen Marken von Ford hinsichtlich des Preisgefüges, als auch Qualitätsprobleme führten schliesslich zu einem wirtschaftlichen Mißerfolg und damit zur Einstellung der Marke.





    Ein weiteres Flossentier:


    1961er Cadillac Sedan De Ville. Die Heckflossen waren beim Jahrgang 1961 schon deutlich kleiner geworden, aber Bei Cadillac konnte man sich nicht so richtig von diesen Stylingelementen lassen. So waren Andeutungen von Flossen bei den Cadillac Modellen noch immer bis in die Mitte der 1980er Jahre zu finden.

    Modell von Oxford.

  • Mal wieder einen modernen LKW mitgenommen:


    48' Flachpritschenauflieger mit sog. Spread Axle. Links und rechts sind zwischen den Achsen sehr große Staukästen für Spanngurte und Ketten angebracht, die man hier immer in reichlicher Anzahl braucht.

    Ich habe gedacht, beim Vorbild ist eine der Achsen am Auflieger lenkbar. Das würde aus europäischer Sicht Sinn machen um den Kraftkreis trotz langen Gesamtachstand möglichst klein zu halten.

    Den ist aber nicht so und ich habe nicht schlecht gestaunt, daß beide Achsen tatsächlich starr sind. Es gibt ettliche Videos auf youtube davon wie man mit diesen Aufliegern umgehen muß, vor denen wohl auch gestandene Trucker einen gewissen Respekt haben. Es gibt Bilder und Videos auf denen Michelin Reifen zu sehen, bei denen nach nur 5000 Meilen Das Profil völlig runtergefahren ist und zudem noch viele Flachstellen aufweisen. Hier sind die Reifen zu Radiergummis degradiert worden.

    Um den Rahmen des Threads nicht zu sprengen verlinke ich die Videos nicht direkt. Wer Interesse hat, dem schicke ich die Videolinks.


    Ich habe dann nach dem Grund dafür gesucht die Achaggregate so verschleißanfällig für Reifen zu positionieren.

    Nach US Zulassungsvorschriften ist die max. Achslast für eine Einzelachse 20000Lbs.

    Das Standard Doppelachsaggregat mit 2 rel. eng zusammen stehenden Achsen dagegen für 34000Lbs

    Bei Spread Axle Aufliegern gelten wegen der großen Distanz der Einzelachsaggregate 2x 20000Lbs, macht dann zusammen 40000Lbs .

    Es gibt zwar Ausführungen mit Lift Axle und/oder Sliding Axle bei der sich eines der Achsaggregate anheben bzw. auch noch verschieben lässt, aber den meisten Aufliegern sind die Achsaggregate fest am Rahmen.






    Die Zugmaschine ist ein Peterbilt 579 mit kurzem Radstand und Day Cab. Einen Dachspoiler oder Spoilerkragen gibt es hier nicht weil ziemlich witzlos. Der 579 ist das aktuelle Modell von Peterbilt.


    Das war wie gekauft und ausgepackt.







    Das sah mir dann nicht Canada mässig genug aus. Da ich auch mal so Serien wie Heavy Rescue 401 sehe, wo die Arbeit von Abschleppern gezeit wird und man auch oft Gelegenheit hat LKWs und Auflieger von unten anzuschauen, habe ich hier abgekupfert und die Auflieger in einen Canada Ausfürhung umgebaut.

    Das zwillingsbereifte Doppelachsaggregat ist beim Umbau auf etwa 2/3 Länge plaziert worden. Diese beiden Achsen sind starr am Rahmen befestigt. Ganz hinten und in der Mitte ist jeweils ein einzelbereiftes lenkbares Achsaggregat angeordnet worden. Diese Achsanordnung radiert dann nicht mehr.




    Mir geht langsam der Platz aus wo ich die Dinger auf der Anlage noch hinstellen kann. Vielleicht Erweiterung des Highways auf 6 oder gar 8 Fahrspuren?

  • Hallo,


    Ein weiterer Strassenkreuzer, ein Ford Custom 500 von 1967. Ein typisches Ford Produkt, viel Auto fürs Geld. Der normale Costum ohne Zusatz "500" war die Standard Ausführung, besonders beliebt bei Polizei, Sheriffs, Taxiunternehmen und Behörden.

    Der 500 war das besser ausgestattete Modell mit mehr Chrom, Teppichboden, Stoffbezügen auf den Sitzen u.v.m.

    Die Motorenpalette reichte vom für den US Verhältnisse bescheidenen R6 mit 3,7L und 120hp mit manuellen 3-Gang Schaltgetriebe als Grundmodell. Über verschiedene V8 Motoren unterschiedlichen Hubraums (5,8L, 6,4L, 6,6L), bis

    hin zum berüchtigten 427 (7,0L) mit 425hp. Besonders letztere Maschine wurde gerne für Polizeistreifenwagen geordert.





    Rasender Kofferaum könnte man bei diesem Anblick sagen.

  • Hallo,


    mal wieder was beim Moba Händler meines Vetrauens mitgenommen:



    Ein Ford Ranger, in den USA eher als F-150 Series Pick Up bekannt. Modell von Busch.





    So unschuldig und cool die Dinger aussehen, Sie haben ihre Tücken im Gebrauch auf Europäischen Straßen, wie die beiden nachfolgenden Bilder zeigen:



    Bevor es so richtig anfing zu knirschen hat sie weise aufgehört.




    Ich bezeichne sie als 5 - 50 - 50 Autos.

    - 5 Liter Hubraum

    - 50 Liter Verbrauch pro 100km

    - 50m Parklücke erforderlich

  • Hallo,


    aus Neugier habe ich mir einmal 2 Autobausätze von Sylvan aus Gießharz mitbestellt:


    Einmal ein PKW Modell 1956 Chevrolet Bel Air Sports Sedan. Die sperrige Modelbezeichnung liegt an der etwas unsteten Modellpolitik und Auststattungvarianten von GM. Im Gegensatz zu Ford gibt es bei GM in den USA keine durchgehenden Modellreihen. Als Modell- und Austattungsbezeichnungen wechseln sich nüchterne Ziffernfolgen ab mit blumig-phantasievollen Namen. Hinzu kommen allein bei der Marke Chevrolet für den Jahrgang 1956 nicht weniger als 12 Karosserievarianten.

    "150" ist dabei die unterste Standard Produktlinie, Chrom nur sehr sparsam, Plastiksitzbezüge, Gummimatten in Fußraum, selbst Aussenrückspiegel nur als aufpreispflichtiges Extra erhältlich. Als Karosserievarianten gab es nur 2- und 4-türige Limousine, Kombi und dessen fensterlose Lieferwagenausführung.


    "210" ist die mittlere Austattungslinie, mehr Chrom, Stoffsitzbezüge, Teppichboden und ettliche Luxusextras serienmässig. Karosserieausführungen: 2- und 4-türige Limousine, 3- und 5-türiger Kombi, 2-türiges Coupe.


    "Bel Air" ist die oberste Luxusaustattung, noch mehr Chrom, 2-Farblackierung, noch bessere Sitzbezüge, flauschiger Teppichboden und viel Luxusaustattungen wie elektrische Fensterheber u.v.m. Karosserieausführungen: 4-türige Limousine, 5-türiger Kombi, 3-türiger Kombi "Nomad", 2-türiges Cabriolet, 2-türiges Coupe, 2-türiges Sports Coupe oder Hardtop (Die Unterschiede zum normalen Coupe sind das Fehlen der B-Säule und die versenkbaren hinteren Seitenscheiben) und zum Schluß der 4-türige Sports Sedan.

    Der ist auch das Vorbild für den Bausatz. Es gibt 4 Türen mit rahmenlosen versenkbaren Scheiben und es gibt keine B-Säule.





    Der Bausatz besteht aus Gießharz das hier weiß eingefärbt ist. Die Reifen sind aus einem gummiähnlichen Material gegossen.





    Vom Bau habe ich hier leider keine Fotos gemacht.

    Zuerst war Entgraten und Enfernen der Schwimmhäute an der Reihe, dann Schleifen der Gußnähte.

    Die Lackierung erfolgte hier mit dem Pinsel und uralten noch vorhandenen Farben. Erst wurde weiß lackiert, dann blau und danach silber. Es waren doch gewisse Zitterpartien dabei die erhaben angegossenen Zierlinien freihändich mit den Pinsel nachzuziehen.





    Die größte Herausforderung hier waren die Front- und Heckscheibe.





    Insbesondere die Windschutzscheibe mit ihren für die damaligen Stil weit herum gezogenen Ecken und sphärischen Wölbungen war sehr schwierig herzustellen. Dem Bausatz lag ein Stück Klarsichtmaterial bei und es waren auf der Bauanleitung Schnittmuster für die äussere Form aufgedruckt. Das ausgeschnittenen Stück musste dann 3-dimensional verformt werden was viel Zeit erforderte. Immer wieder an der Karosserie anprobieren, nachformen, solange bis es passt und die Scheibe spannungsfrei sitzt.

    Geklebt habe ich sie dann mit Microscale Crystal Clear. Leider ist mir da ein Blob innen aufgetropft.

    Die kleinen Ausstellfensterchen habe ich komplett mit Crystal Clear gemacht
















    Letzter Arbeitsgang waren die roten Rücklichter.


    Würde ich das wieder machen? Ja, Sylvan hat noch viele Interessante Modelle im Angebot. U.a. auch viele der damaligen Brot-und-Butter Autos von 1930 bis 1965 um welche die üblichen Miniaturautohersteller einen großen Bogen machen.

  • Hi Lutz,


    nicht wirklich wichtig, aber ich möchte das nicht unkommentiert stehen lassen: der Ranger ist kein F150. Der Ranger ist der in EU angebotene PickUp in der gleichen Größenordnung wie Hilux, Amarok und Co, die alle ähnliche Daten haben:

    2-3 l Hubraum Diesel, 150-200PS

    Verbrauch < 10l


    Kleinwagen sind das nicht, aber sooo schlimm auch wieder nicht, wenn man nicht gerade in der Stadt wohnt und/oder auf Parkhäuser angewiesen ist.


    Viele Grüße

    Thorsten

  • Hallo,


    zusammen mit dem Chevrolet hatte ich auch einen Mack Truck erworben:


    dsc04271kaktt.jpg


    dsc04272xfjzr.jpg

    Der Inhalt der Bausatzschachtel einmal ausgebreitet. Neben die Gießharzteilen, Fensterfolie gibt es hier noch Ätzteile.





    dsc04312l4jlr.jpg

    Mir gefiel der doch arg kurze Achsstand nicht. Also habe ich den Rahmen auseinander geschnitten.

    Als Rahmenverlängerung dienen Abschnitte von ABS C-Profil, die 0,8mm Messingdrähte dienen zur Verstärkung.





    dsc04314pgjto.jpg

    So wird der Rahmen dann zusammengefügt.





    dsc043159djrt.jpg

    Da der Rahmen so zu schmal war, wurde er mit weiten Rechteckprofilen wieder auf die ursprüngliche Breite gebracht.





    dsc043161zkj6.jpg

    Hinterachse und Kardanwelle.





    dsc043177nje9.jpg

    Fügen sich so zusammen.





    dsc04318vzjpb.jpg

    Die Räder sind nicht rollfähig, das müssen sie auch gar nicht sein. Dafür kann man die Räder auf der Vorderachse in beliebigen Einschlagwinkeln darstellen.





    dsc043195ykfm.jpg

    Die Kabine provisorisch auf das Fahrgestell gesetzt.





    dsc0432065k4o.jpg

    https://abload.de/image.php?img=dsc0432065k4o.jpg

    Ergänzt wurde mit Batteriekasten und Bremsluftbehältern.





    dsc0432652kr7.jpg

    Die Inneneinrichtung.





    dsc0433176kht.jpg

    Anschliessend wurde der Rahmen lackiert.





    dsc04330ufj35.jpg

    Zeit einmal erste Vergleiche zwischen dem Athearn Mack B61 und dem hier gebauten B71 zu ziehen.

    Der von 1953 bis 1966 gebaute B61 ist der bekanntere. Eine kurze Haube und eien deutlich schrägstehende Windschutzscheibe.

    Der B71 ist eine Nummer größer. Längere Haube und hier als Extra die L-Cab Kabine.





    dsc04337iojx8.jpg

    Bei der Farbgebung habe ich mich an Consolidated Freightways in ihrer grünen Periode angelehnt. Der Chromzierrat war ab Werk recht sparsam ausgeführt.





    dsc04338pok0r.jpg

    Auspuff, Griffe, die originale Bulldog Kühlerfigur, Scheibenwischer und Spiegel angebracht. Das sind hier noch keine West Coast Spiegel, sondern die guten alten Verwirrspiegel als Erahnungshilfe.





    dsc043397djjq.jpg

    Der Auspuff.




    dsc04340ydk8q.jpg

    Noch eine eine Gegenüberstellung.





    dsc04341knjrj.jpg

    Spritzlappen. Die Macks hatten sie jedenfalls fast immer gehabt. Als Träger habe ich 0,8mm Messingdraht genommen. Das hier vorgesehe sehr dünne Drähtchen war mir zu flimsig.




    dsc04342imj18.jpg

    Vorläufig letzter Akt ist ein Trittblech auf dem Rahmen.

    Mit freundlichen Grüssen


    Lutz

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz K ()