Schienenbus der GMWE

  • Hallo zusammen,


    wenige Tage vor seiner Fertigstellung möchte ich der geneigten Leserschaft den Schienenbus der GMWE vorstellen.
    Der Bus ist ein vollständiger Eigenbau. Bauzeit : 1 Jahr.
    Es fehlen jetzt noch die Beschriftung, die Verglasung und einige kleine Lackierarbeiten. Das Finish sozusagen.




    Wer Zeit und Interesse an der ganzen Baugeschichte hat, der kann hier nachlesen:
    http://www.gmwe-online.de/schienenbus-der-gmwe/


    Gruß, Peter

  • Dank an die Follower,


    die Zeit bis zur Durchtrocknung der aufgebrachten Beschriftung und der Lackschichten kann ich ja noch mal
    für einen Zwischenstand nutzen:



    Wenn nichts Gräßliches passiert, wird das Teil tatsächlich morgen fertig. Ich drück mir die farbverschmierten Daumen.


    Gruß, Peter

  • Ein Meisterstück mehr in deinem Bestand, Peter. Gratuliere! :hutab:


    Der Baubericht auf Deinem Blog ist sehr lesenswert, hat mich auch als "Nicht-Metaller" sehr gefesselt. Ich freue mich auf das finale Foto morgen.


    Gruß Rainer :thumbup:

    Kleinreuth-Nord-Logo-supersmall.jpg


    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.

  • Hallo zusammen,


    und wieder kann ich ein neues Fahrzeug der GMWE für den Betriebsdienst übergeben. :party:
    Zum Steckbrief des Fahrzeugs:


    Schienenomnibus, hergestellt von den Linke-Hofmann-Busch-Werken AG in Werdau im Jahr 1928.
    Erworben von der GMWE 1929 für 40 000 Mark.


    Das exakt maßstäbliche Modell wurde fast ausschließlich nach Fotos und wenigen Zeichnungen konstruiert.
    Zur hochwertigen Technologie des selbst konstruierten Fahrgestells:


    - Fahrgestellrahmen aus massiven Messing mit integrierter Dreipunktlagerung zwischen Vorder- und Hinterachse,
    - eingebauter Faulhabermotor 10/16 mit Riemenantrieb auf die Schneckenwelle,
    - die Schneckenwelle besteht aus 1,5mm starkem Stahl, ist vier mal kugelgelagert und erhielt eine aufgelötete
    Riemenscheibe und zwei Antriebsschnecken,
    - die Antriebsschnecken arbeiten auf schräg verzahnte Schneckenräder.
    - auf den zwei Millimeter Laufachsen sitzen extra für das Modell hergestellte vier RP 25-Radscheiben, voll isoliert,
    - das Fahrgestell benötigt zur Stromversorgung des Motors, der Lampen und zum Gehäuse keine Kabel,
    - das Untersetzungsverhältnis beträgt 1:56, der Bus fährt umgerechnet seine Höchstgeschwindigkeit mit 35 Kmh bei 12 V DC.


    Das Gehäuse wurde aus 0,3 mm Messingblech, einem selbst konstruierten Vollmessingrahmen und unter
    Zuhilfenahme von Ätzteilen von GI und weiteren Feingußteilen bzw. Profilen gebaut.
    Das Drahtgitter des Dachgepäckträgers besteht aus 0,05 mm „starkem“ Ätzblech. Die Rahmen des Dachgepäckträgers
    sind nach meinen Zeichnungen angefertigte Ätzteile.
    Die 4 freistehenden Laternen sind selbst gefertigt.
    Die Leiter an der Rückwand ist ein abgewandelter Bausatz von „Modellbau J. Leisner (AW Lingen)“


    Die Beschriftung hat mir in bewährter Qualität die FA. Hartmann angefertigt.
    Gewicht des Fahrzeugs: 125 gr.
    Konstruktions- und Bauzeit: April 2015 bis April 2016.





    Ich bedanke mich bei allen Interessierten für das bisherige Feedback.
    Nun drehe ich erst mal bei einem Hopfentee ein paar Runden auf meiner Regalanlage und wünsche allen noch ein
    schönes Bestelwochenende!


    Gruß, Peter

  • Hallo Peter,


    das war so richtig viel Lesestoff und ich wurde damit in die Lage versetzt, Deine Erfolge und Katastrophen
    während der einjährigen Bauzeit mit nachzuvollziehen.
    Da möchte ich sagen Ende gut Alles sehr gut.
    Noch so ein Finish hinzulegen ist nicht jedem Bauherrn gegeben.
    Aber es fängt bereits mit den Vorarbeiten an, erst mal solch ein Vehikel ausfindig machen.
    Dann Deine Bezugsquellenrecherche, das hat mir viel Inspiration gegeben, besonders bei den O-Ringen.
    Die Fummelei mit der Lampenproduktion kann wohl nur der ermessen, welch ein Schwierigkeitsgrad damit erreicht wird, der sich schon selber damit abgemüht hat, eine Mini-LED in Form zu bringen.
    Es zeigt sich im Modellbau, dass nicht nur die dicken Klopper die ganze Aufmerksamkeit beanspruchen, sondern welch hohe Schule des Modellbaus die kleinen, vergessenen Mauerblümchen unter den Eisenbahnfahrzeugen abverlangen.
    Gruß Wolfgang

  • Hallo Peter,
    zur Qualität Deines GMWE-Busses nur ein Wort zu sagen, hieße die berühmten Eulen nach Athen zu tragen!
    Nein, es ist ein wunderschönes Modell geworden- dessen Bau mit einer Menge Hirnschmalz, Geduld und einer ruhigen Hand verbunden ist.


    Tolle Arbeit


    Viele Grüße
    Christian

  • Hallo zusammen,


    der Berichterstatter der regionalen Tagespresse hatte eine Einladung zur Ankunft des neuen
    Schienenbusses im heimatlichen Bahnhof, kam aber wieder mal zu spät und bekam gerade noch
    die Einfahrt des Busses amGepäckbahnsteig in Peterswalde mit. Erstaunt stellte er fest, daß
    nicht nur der Bus, sondern in seinem Gefolge auch die Glocke für den kürzlich restaurierten Peterswalder
    Kirchturm ankam.
    Nun können die Peterswalder zwei Feste feiern: Die Einweihung der Glocke und die Inbetriebnahme des
    neuen Schienenbusses, denn die GMWE ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in dieser kleinen Stadt.



    Bis zum nächsten Baubericht!


    Gruß, Peter