Kleinreuth-Nord (0), Bautagebuch

  • Hallo miteinander,


    Lenz hat inzwischen weitestgehend sein Gleisprogramm auf die Fertigung bei Peco umgestellt. Im Sommer war das Timing der Umstellung leider nicht bei Lenz in Erfahrung zu bringen. Daher kaufte ich die Weichen bei Peco ein mit der Maßgabe, diese per Unterflurgestänge mit der Hand zu betätigen.


    Von Anfang an spukte aber die Idee in meinem Kopf herum, die ortsgestellten Weichen auch wirklich ortsgestellt zu bedienen. So wie Lenz das bereits bei der Dreiwegweiche aus der Peco-Fertigung realisiert hatte: Mit einem voll funktionsfähigen Weichenstellbock.



    Vor ca. 3 Wochen kamen nun die Standardweichen in der neuen Ausführung auf den Markt. Kurze Abstimmung von Bauch und Kopf und die Lenz-(Peco)-Weichen waren bestellt.


    Sie sind inzwischen eingetroffen, der Gleisbau kann also nun starten. Die vorhandenen Nistkästen (™ by Peter T) kann ich nun schließen. Die Peco Weichen konnte ich ohne Verlust innerhalb von 5 Tagen weiterverkaufen.


    Soviel zum aktuellen Projektstand.


    Gruß Rainer :thumbup:

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    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.

  • Hallo miteinander,


    inzwischen habe ich die Nistkästen ( ™Peter T) mit Federdeckeln für Schalterdosen 55mm verschlossen. Ging schnell und kostetet nur einige Cent. Das Anschlusspaneel für meine FREDs ist auch eingebaut.



    Derzeit bin ich dabei, die Gleise und Weichen mit den notwendigen Fahrstrom-Zuführungen zu versehen.







    Gruß Rainer :thumbup:

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  • Huhu Rainer,


    absolut Top deine Modulkästen! Ich beneide dich um die Spur 0 das wird glaub ich mal ein Traum von mir werden den ich mir Später erfüllen werde!


    liebe grüße Rico...

    ooohhrr ischh wer Blöde dat ist Hnulll, mit liebe zum Detail.

  • Hallo Rainer,


    mir fällt auf, und das nicht nur bei dir, dass für die Gleisanschlüsse tonnenweise Kupfer verbaut wird. Selbst eine Spur 0 Lok wird kaum mehr als 1 A Strom benötigen. In H0 verwende ich 0,15 mm2 Kabel als Gleisanschluss und 1,5mm2 als Ringleitung. Das reicht völlig aus. Viel hilft nicht immer viel. Bei solchen grossen Querschnitten muss man die Kabel twisted verlegen um Einflüsse auf Rückmelder zuvermeiden.


    Viele Grüße
    Martin

  • Hallo Martin,


    ich verwende schon vorhandene Litze mit 0,75mm2 das sieht auf dem Bild in der Naheinstellung natürlich "wuchtig" aus, ist es aber sicher nicht, auch nicht überdimensioniert. Rückmelder oder andere Steuerungselektronik gibt es bei mir nicht.


    Danke für den Hinweis.


    Gruß Rainer :thumbup:

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  • Hallo Martin,


    die großen Kabelquerschniite sind bei Spur0 vollkommen gerechtfertigt.
    http://61.114.190.123/cgi-bin/…talog.cgi?CAT_ID=rs_385ph
    Zum Spaß mal das Datenblatt eines typischen Spur 0 Motors wie ihn u.a. auch Lenz einbaut. Da kann der Motor schon mal 3A beim Anfahren ziehen. Dann kommen noch Zusatzverbraucher wie Licht, Decoder und Sound und da ist man schon deutlich über die 3A.
    Die Spur0 Lok welche ich letztens umgebaut habe, zieht so etwa 5A Gesamtstrom aus den Gleisen. Bericht im internen Teil.
    Die dünnen Käbelchen fangen dann an zu stinken und lassen gar nicht so magischen Rauch entweichen. :sos:

  • Hallo miteinander,


    drei Jahre sind ins Land gerauscht und in Kleinreuth-Nord hat sich in dieser Zeitspanne nicht viel (sichtbares) getan.

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    Das hat sich aber in diesem Jahr gewaltig geändert.


    Im April habe ich mich um die Gleisstromversorgung der Weichen gekümmert, die A3 bis A5 verkabelt, die Kabel unterflur versenkt und beschriftet. Die Verkabelung wird zur Rückseite der Segmente geführt und dort weiter zur Zentrale.


    Ein paar Bilder zeigen den Arbeitsfortschritt

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    Gleisbau und Verkabelung in der westlichen Hälfte von Kleinreuth-Nord sind gut vorangekommen.


    Meine Vorgehensweise:

    • Kabel an Weichen und Gleisabschnitte gelötet
    • Kabel beschriftet
    • Durchführung gebohrt
    • Gleise/Weichen aufgelegt und mit Acryl verklebt
    • Alle Anschlusskabel zur Rückseite der Segmente geführt und dort auf Verteilerleisten gelegt.

    Während der Bauarbeiten die Gleislage (mechanisch) geprüft und ggf. angepasst, die Kabel/Gleise durchgeklingelt und ggf nachgelötet.


    Generell beachte ich bei Gleisbau und Verkabelung die Segmentabschnitte. Dort sind die Gleise getrennt und die Verkabelung kann mit einem kleinen Schraubenzieher-Dreh unterbrochen werden. Meine Segmente gehen zwar nicht "auf Reise" aber irgendwann (hoffentlich in weiter Ferne) wird Kleinreuth-Nord mal abgebaut werden müssen. Das erleichtert denjenigen, die abbauen, die Arbeit und die Wiederverwendbarkeit der Segmente.

    Bilder zu den Elektroarbeiten

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    Bilder zum Gleisbau

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    Das war Stand am 26.04.2020: Rechte (westliche) Hälfte der AwAnst ist gleisbautechnisch/elektrisch fertiggestellt.


    Jungfernfahrt ?

    Eigentlich wollte ich ja vor einer Probefahrt noch die Zentrale (Digitrax DCS 51) an ihrem vorgesehenen Platz einbauen. Da fehlt mir aber noch ein Bauteil für die herausziehbare Platte. Außerdem stellte ich fest, dass es Sinn macht, noch einen weiteren Anschluss für das LocoNet vorzusehen.


    Den habe ich eingebaut. Ein runder Ausschnitt für eine (ursprüngliche H0-Planung) Weichenhandbetätigung war schon da. Der musste nur für den Einbau des UP5 LocoNet Universal Panel vorbereitet werden. Der Rest ging flott von der Hand.

    UP5LocoNetPanel.jpg

    Fliegende Verdrahtung von Digitalstrom und LocoNet, Adresse der Köf II auf den FRED übernommen und los ging's - störungsfrei.


    Vor lauter Freude habe ich noch schnell einen kleinen Clip (2 Minuten) über die Jungfernfahrt gedreht.


    Fortsetzung folgt.


    Gruß Rainer

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  • Moin Rainer, der Gleisplan gefällt mir.
    Wenn ich das richtig sehe nutzt du zum Testen die Lenz Köf .

    Besser wäre eine zwei oder dreiachsige Lok ohne Speicher, sofern so etwas zur Verfügung steht.
    Durch den Energiespeicher werden eventuelle stromlose Gleisstücke überbrückt und so nicht erkannt.

    Das mußte ich leider bei eigenen Testfahrten feststellen.


    Ich wünsche weiterhin einen guten Wirkungsgrad.

    Gruß Bodo

  • Moin Bodo und Mitleser,


    am letzten Sonntag wollten unbedingt meine Drei (Köf II, Breuer, pufferlose V80) und ein Oppeln den Teilbereich testen. Alles gutgegangen. ^^


    Ein Videobetrachter fragte mich (sinngemäß): "Bei deinen Sägefahrten fährst Du mit der Köf zwischen Min. 1:35 und 1:38 auf die Weiche, welche auf Abzweig zu stehen scheint und wenn Du weiter fahren würdest, dann würdest Du sie aufschneiden - was wiederum beim Vorbild nur mit Rückfallweichen möglich wäre. Aber Du bist weiter "Herr über die Lok"; nix Kurzschluss? Wie polarisierst Du denn?"


    Das ging auch ein bisschen in die von Dir, Bodo, ins Gespräch gebrachte Richtung.


    Meine Antwort (sinngemäß):

    "Bei allen Weichen habe ich einen Anschluss vom Herzstück zu meinem "Bus" geführt aber nicht angeschlossen, die Herzstücke nicht polarisiert. Im Bedarfsfall könnte ich die Herzstücke auf FrogJuicer legen, was ich mir aber im Moment spare. Auch der Probebetrieb meines Breuer im Kriechtempo verlief ohne Unterbrechung. Weichen könnte ich also aufschneiden (mach ich aber nicht) ohne einen Kurzschluss zu erzeugen, das Herzstück ist ja spannungslos."


    Gruß Rainer :thumbup:

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    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.

  • Moin miteinander,


    in Kleinreuth-Nord sind die Weichen ortsgestellt. Ich entschied mich dafür, die Weichen ohne definierte Grundstellung zu verwenden. Das Hebelgewicht von ortsgestellten Weichen, für die keine Grundstellung bestimmt ist, hat einen gelben Farbanstrich. Farbe und Pinselchen waren in Aktion:




    Die verschiedenen Arten (Hebelgewichte) sind beschrieben und bebildert auf TF-Ausbildung.de zu finden:

    Kennzeichnung der Hebelgewichte von ortsgestellten Weichen


    Gruß Rainer :thumbup:

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  • Farbe aufbringen mit der Lacksprühdose

    In meinen Vorversuchen habe ich mal die Schienenprofile mit dem Pinsel gefärbt. Geht ganz gut. Die Farbschicht ist aber als "Schicht" in der Vergrößerung erkennbar.


    Mit der Airbrush wollte ich nicht ran, die Rüstzeiten sind mir einfach zu lange und der Luftschlauch ist nicht lang genug. Andersrum ausgedrückt: Mit der Airbrush konnte ich mich nie so richtig anfreunden.


    Als ich neulich wieder bei architekturbedarf.de eine Bestellung aufgeben wollte, stieß ich beim stöbern im Shop auf das Produkt Montana Serie Gold Acryl matt.


    An die Produktbeschreibung angelehnt: Montana Gold Sprühdosen haben ein fein abgestimmtes Spektrum von 215 Farbtönen, keine RAL-Typen. Der Lack deckt hervorragend und trocknet schnell auf verschiedenen Oberflächen wie Leinwand, Holz, Beton, Glas, Metall, Kunststoff und vielem mehr. Für den Einsatz auf Polystyrol-Hartschaum gibt es ein passendes Grundierspray, ebenso für Pappe, wie Graupappe oder Finn-Pappe. Dieses versiegelt und glättet die Oberfläche und ermöglicht damit brillante Farben.


    Die hochpigmentierten Montana Cans besitzen eine enorme Deckkraft und sind Made in Germany.


    Der Preis bei architekturbedarf.de liegt (2020-05-15) bei 4,40€ für die 400ml Spraydose.


    Genial finde ich die für kleines Geld erhältlichen auswechselbaren Sprühköpfe. Für jeden Anwendungsfall den richtigen Sprühkopf! Ich bringe es mal auf den Punkt. Die Anbieterbeschreibung machte mich interessiert und ich habe vier verschiedene Farbtöne und einen Probierset Wechsel-Sprühköpfe gekauft.


    Gut aufschütteln und loslegen. Sofort bemerkte ich, dass das Sprühventil gut auf den Fingerdruck reagierte. Die Dose liegt gut in der Hand, kurz: ich hatte sofort ein gutes Farbsprühgefühl. Graffiti-Künstler schätzen die Montana Produkte, ich nun auch. :-)


    Genug gebabbelt, hier noch ein paar Bilder meiner Erstlingswerke.


    Lenz Prellbock, umgebaut und farblich verändert. Mein allererster Sprühdosen-Lackierversuch, zu fett aufgetragen und daher in der Vergößerung nicht so dolle.

    IMG_202004_Lenz-Prellbock.jpg


    Dann habe ich mich ans Gleis gewagt.


    Zum Einsatz kamen: 575-284199 Montana Gold Acryl matt 1470 palish brown, Vajello Wash Lavado Sepia und Schwarz, diverse Pülverchen zementgrau, moosgrün und schwarz.


    Nach der Spray-Lackierung:

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    Zusatzbehandlung mit Washes und Pülverchen:


    Zwischenschritt

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    Fertig

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    Für mich habe ich das "richtige Farbsortiment, die richtige Farbdose" gefunden. Wie schreibt Friedrich immer so zutreffend: Jeder so wie er möchte …


    Gruß Rainer :thumbup:

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  • Hallo Rainer,


    es freut mich sehr, dass dein Projekt weiter geht.


    Und als bekennender Sprayer ohne Airbrush habe ich mit Interesse deinen Teilbericht über die Versuche mit den Dosen und dem verwendeten Material gelesen.

    Das werde ich auch mal ausprobieren, wenn es wieder mal passt. Denn aktuell baue ich keine Module, sondern bringe mein Hobbyzimmer auf Vordermann. :pfeifen:


    Viele Grüße

    Holger

  • Moin zusammen,


    Heute habe ich mich an das Sprühlackieren von Weichen gewagt. Meine Plan war herauszufinden, wie ich den Stellbock/Stellhebel sowie die Stellschwelle am Besten vor Farbe und festkleben schützen kann.


    Die Stellschwelle habe ich mit Tamiya Maskierband abgeklebt, anschließend die Stellschwelle durch zwei Hölzchen (Mundspatel) mittig fixiert. Ziel war einen möglichst gleichmäßigen Farbauftrag zu erreichen, ohne zusätzlichen Farbpinseleinsatz. Für den Schutz des Stellbockes etc. nahm ich Mischbecher (Mixing Cups). Damit der Becher nicht "wegsegelt" habe ich ihn mit selbstklebenden Auswuchtgewichten beschwert. Passt.







    Auf einem kleinen Stück testete ich, die Schwellen mittig von der Schienenfarbe freizuhalten. Kann man machen. Die leider scharfen Farbtrennkanten gefallen mir nicht so sehr. Ich werde also im weiteren Verlauf wie bei meinem ersten Abstellgleis Schienen und Schwellen einheitlich färben und danach die Schwellen weiter farblich behandeln, wie schon von mir weiter oben beschrieben.



    Die Schienenprofile reinige ich auf der Oberseite mit (passenden) Holzstückchen, deren Oberfläche ich (immer wieder frisch) kurz mit 99,5%igem 2-Propanol Isopropylalkohol benetze.


    Gruß Rainer :thumbup:

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  • Hallo zusammen, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen könnte man sagen aber: Mein Gleisbau schreitet fort. Der Stand der Arbeiten:

    2020-07-11_Status_Gleisbau.jpg

    Abschnitt 1, betriebsfähig, gealtert

    Abschnitt 2, wird als nächster Abschnitt gebaut

    Abschnitt 3, Gleisverlauf in der Brauerei ist noch nicht endgültig festgelegt.


    So zeigt sich die Baustelle nach der gestrigen Verwitterungsarie:

    IMG_20200711_143434_1280.jpg


    Einen schönen Sonntag und Gruß aus Kleinreuth-Nord

    Rainer

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  • Hallo Rainer,


    na, es wird doch ....

    Vielleicht noch ein Tipp aus eigener leidvoller Erfahrung. Wenn Du in Abschnitten arbeitetst, solltest du entweder viel Farbe als Vorrat haben oder du musst am Schluss alles nochmals angleichen oder überarbeiten. In Michelsheim leider beim FREMO-Ergänzungsmodul deutlich zu erkennen.

    Als weiteren Tipp würde ich das Wabenmuster auf den Styrodurplatten vor dem Sanden der Gleiszwischenräume spachteln, da man die Waben später wieder durchsieht. Kann man in Michelsheim leider auch erkennen.


    Die Bilder würden aber jetzt schon Lust machen mal mit der Köf II ein paar Wagen zuzustellen.


    Viel Spaß dabei


    Michael R

  • Hallo Rainer,

    wird doch langsam und sieht Klasse aus!

    Das mit den durchscheinenden Waben solltest du wirklich beherzigen, der spätere Ärger ist sonst vorprogrammiert und dann ist die Mehrarbeit noch größer.

    Ich habe es bei mir so gemacht:

    Schön grobes Leinen- Schleifpapier um einen, an den Kanten stark abgerundetes, Kantholzstück gewickelt und die Waben abgeschliffen. In der anderen Hand gleich den Staubsauger halten, dann hält sich auch die Sauerei in Grenzen. So kann man auch gleich mal eine leicht unebene Fläche oder ein kleines Loch zwischen den Gleisen herstellen. Das sieht später richtig gut aus.

    Viel Spaß wünscht Detlef Ko., der DEKO!