Frisch ausgepackt: Dieselloks

  • Hallo,


    da ich etwas unter Zeitdruck stand und zudem noch andere Projekte dringlicher waren, habe ich leider keine Bilder vom Zusammenbau der Loks gemacht.


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    Ihre Premiere hatten alle 3 neuen Loks auf dem Fremo Treffen in Hochdorf-Assenheim.





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    Die letzten Tage habe die GP38-2W #4789 weiter verfeinert. Bislang waren die beiden Loks mit den Zebrastreifen, Rücken an Rücken gekuppelt, nur als Päärchen zusammen eingesetzt. Mit 2 Loks im Consist gemeinsam zu rangieren geht zwar*, aber es erfordert auch seinen Platz. Um mit einer einzelnen Lok die Rangieraufgaben machen zu können, habe ich die #4789 auch am hinteren Ende mit Ditchlights ausgerüstet.

    Bereit gelegt wurden 2 Ditchlights von Details West, 2 Sunny White LEDs und die entsprechenden Vorwiderstände.




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    Die Ditchlights aus Weißmetall wurden in mehreren Stufen bis zu einem Innendurchmesser von 1,7mm aufgebohrt. Zur leichteren Handhabung habe ich diese an ihren Angüssen gelassen.

    Hinten sieht man die beigegebenen Linsen für die Verglasung.





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    In den hinteren Umlauf wurden, auch wieder in mehreren Stufen, 2 Bohrungen mit 2,2mm Dmr. gesetzt. Hier werden die Ditchlights dann festgeklebt.

    Mit freundlichen Grüssen


    Lutz

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz K ()

  • Hallo,


    als weitere vorbereitende Arbeiten wurden die LEDs in Sekundenkleber getaucht, so daß ein tropfenähnlicher "Blob" die LED umschloß. Das dient der Isolierung, weil diese Ditchlights hier aus Metall sind. Die Ditchlights wurden dann beide auf den hinteren Umlauf geklebt und über Nacht trocknen gelassen. Am nächsten Tag wurden die Bohrungen noch einmal von evtl. Klebstoffresten gesäubert.


    Dann erfolgte das Einfädeln der LEDs an ihren Anschlußdrähten von unten in die Ditchlights.





    Die Hauptplatine in dem Zustand wie sie am Endevon Beitrag #76 aussah.

    Links die beiden 1,2 Kohm Vorwiderstände für die vordere Stirnbeleuchtung (Kabelfarbe weiß nach NMRA), jede LED hat ihren eigenen Vorwiderstand.

    Mitte die Vorwiderstände für die Ditchlights vorne.

    Rechts die für die hinteren Stirnlichter.

    Dann geistern noch die freien Enden für die hinteren Ditchlights herum. Hier habe ich die schwarzen Kabel nicht verlängert weil sie von der Länge her reichten.





    So sieht das dann komplett angeschlossen aus. Damit mit den blanken Enden der Widerstände keine unerwünschten Kurzschlüsse zu Bauteilen auf der Hauptplatine entstehen können, habe ich hier mit Kapton Tape isoliert.





    Dann heißt es wieder Hütchen darauf. Und bloß keine Kabel einklemmen, sonst sitzt das Gehäuse nicht richtig.

    Es folgt die Beleuchtungsprobe. Die Lok kriecht langsam auf die Kamera zu damit die leuchtenden Ditchlights abgebildet werden können. Im Stand sind sie nämlich automatisch aus.





    Dann werden die Gehäuse mattschwarz gestrichen.





    Wenn die Farbe trocken ist wird mit einem Zahnstocher etwas von dem Zeugs da in die Öffnungen der Ditchlights geschmiert.

    In diese milching trübe Masse werden dann die beiden Linsen eingedrückt.





    Am nächsten Tag ist das dann glasklar durchgetrocknet.

  • Hallo,


    diese Lok habe ich für einen Bekannten umgebaut:


    Nach einer gewissen Entäuschung über den werksmässigen Sound, hat dieser Bekannte die Lok zurück gegeben und sich dafür die gleiche Lok in analoger Ausführung geholt.

    So sieht es nach Abnahme des Gehäuses aus. Es ist zwar eine Schallkapsel vorhanden, jedoch ist die leer. Auch diese Lok hat 2 Schnittstellen. Einmal rechts die 8-polige nach NEM652 in der ein Blindstecker eingesteckt ist.





    Und dann etwas verborgen die MTC21.





    So sieht das dann nach Einbau von Decoder und Lautsprechern aus.





    Der Sounddecoder passt knapp.





    Ebenso wie die beiden Lautsprecher. Die beiden LS sind von Zimo 13 x 18 und in Serie geschaltet.

    Die LS Kabel sind an die entsprechenden Anschlußfahnen auf der Hauptplatine gelötet.

    Das war ein schneller einfacher Umbau.



    Soundcheck:

  • Hallo,


    als Ergänzung zu meinen beiden 4-achsigen Atlas GP40-2W hatte ich mir die 6-achsige Variante SD40-2W von Intermountain geholt:

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    So habe ich mir den erweiterten Consist dann gedacht.





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    Sie war 2019 günstig im Angebot und da es fraglich ist wann es wieder eine Neuauflage als Canadian National geben wird, habe ich zugeschlagen.

    Das erwies sich leider als der Griff nach einer Montagsproduktion am ersten Montag direkt nach dem Chinesischen Neujahrsfest. :schimpf:

    Hauptgrund war, daß das Gehäuse einen Katzenbuckel machte und verzogen war. Zudem machte eines der Drehgestelle Geräusche. Wenn die Lok noch lieferbar wäre, hätte ich sie zurück gegeben. Nach Abwägung aller Fakten habe ich beschlossen diese Lok zu richten.


    Fotos davon gibt es leider nicht. Im Endeffekt ist das ganze geklebte Gehäuse komplett auseinander genommen worden. Dabei findet man erstaunliche Details; so sind z.B. die Türen zum Führerhaus alle einzeln und man könnte sie auch in geöffneter Position darstellen als "Canadian Air Condition".

    Als dann alles zerlegt und offen zugänglich war, auch die Fhs. Inneneinrichtung, habe ich mich entschlossen hier Figuren zu plazieren. Die komplette Crew aus Engineer, Conductor und Brakeman (Lokführer, Schaffner und Bremser) wurde auf die Sitze geklebt. Hier musste ich nichts abschneiden oder sonstwie verstümmeln, die Sitze waren alle hoch genug.

    Und damit man sie auch richtig sieht und weil es sich in diesem Fall auch lohnt, habe ich zusätzlich noch eine Fhs. Beleuchtung eingebaut.


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    Die Lok wieder gerade.

    Auch hier habe ich eine 3-Punktlagerung geschaffen und mein übliches Behandlungsproramm für Dieselloks abgespult.

    Als Decoder kam hier ein Soundtraxx Econami mit MTC21 Schnittstelle zum Einsatz. Das auch deswegen, weil in den beiden GP40-2W ebenfalls Econamis eingebaut sind. Ebenfalls wurde der große Zimo Doppllautspecher eingebaut.


    Für die Decodereinstellungen wurde zuerst die Parameter der GP40 Einstellunge durch Paste + Copy auf den neuen Decoder übertragen. Damit hat man schon einmal eine Grundeinstellung. Weil 2 verschiedene Modellbahnimporteure auch unterschiedliche Motoren und Getriebe einbauen lassen, war dann eine Anpassung der Fahrparameter erforderlich. Wie schon mehrfach erwähnt, bei US funktioniert das auch ohne die Lastregelung auszuschalten.

    Vom Klang her war es mir wichtig das schon beim Vorbild schrill kreischende Geräusch des Tuboladers weitgehend zu unterdrücken. Im Modell verstärkt sich dieser Effekt noch durch die Bevorzugung der Wiedergabe von hohen Frequenzen durch die kleinen Schallwandler.

    Daher werden mittels des eingebauten Equalizers des Sounddecoders die hohen Frequenzen gekappt die für die fies schrillen Töne verantwortlich sind. Der Klang wird dadurch zwar dumpfer, was hier aber kein Nachteil ist. Durch die jetzt erfolgte Bevorzugung der tieferen Frequenzen kommt am Modell mehr der Eindruck herüber, daß dahinter ein großer Dieselmotor am Werk ist.




    Das Function Mapping habe ich mir so gestaltet:

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    Lok stehend, Fahrtrichtung vorwärts, Licht eingeschaltet:

    - Hauptscheinwerfer abgeblendet

    - Nummerschildbeleuchtung ein

    - Führerhausinnenbeleuchtung ein

    - Ditchlights aus





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    Lok fahrend, Fahrtrichtung vorwärts, Licht eingeschaltet:

    - Hauptscheinwerfer aufgeblendet

    - Nummerschildbeleuchtung ein

    - Führerhausinnenbeleuchtung aus

    - Ditchlights ein





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    Lok stehend, Fahrtrichtung rückwärts, Licht eingeschaltet:

    - Hauptscheinwerfer abgeblendet

    - Nummerschildbeleuchtung ein

    - Führerhausinnenbeleuchtung ein

    - Ditchlights aus





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    Lok fahrend, Fahrtrichtung rückwärts, Licht eingeschaltet:

    - Hauptscheinwerfer aufgeblendet

    - Nummerschildbeleuchtung ein

    - Führerhausinnenbeleuchtung aus

    - Ditchlights ein


    Dafür brauche ich nur 1 kostbare Funktionstaste am Fredi, nämlich f0. Der Rest der Lichtfunktionen geht automatisch, dafür habe ich 6 Funktionsausgänge am Decoder benötigt. Mir war es wichtig den Regelbetrieb darzustellen, die Bedienung der Lok zu erleichtern und nicht alle möglichen Ausnahmen vollkaskomäßig zu berücksichtigen.





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    Die öffentliche Premiere war dann 2019 beim Fremo Treffen in Hochdorf-Assenheim.





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    Daß ich die Imtermountain SD40 als Führungslok eingesetzt habe liegt an den hellen Ditchlights. Hier macht sich eine direkt abstrahlende LED in den Lampengehäusen gut um die beim Vorbild sehr hellen und grellen Scheinwerfer darzustellen. Die Atlas GP40 haben zwar auch beleuchtete Ditchlights, aber hier geht durch verwinkelte Lichtleiter ein guter Teil des Lichts verloren.





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    Mit diesem Consist ist jetzt auch die Beförderung von 14m Zügen kein Problem.