Weichenantrieb von Fulgurex - einige Fragen sind noch offen

  • Hallo zusammen!
    Da ich nun endlich in die Bauphase trete, beschäftige ich mich schon im Vorfeld um einige Dinge. Da ich aber noch ein Grünschnabel bin,
    möchte ich es in diesem Fall 100% klären, wie der Anschluss an dem Fulgurex-Weichenantrieb ermöglicht wird.
    Klar, ein Beiblatt liegt bei, habe ich auch gelesen.
    Was ich daraus nicht erlesen konnte, ist die Tatsache, wie die Herzstückpolarisierung angeschlossen wird.



    Auf dem Bild zu sehen sind links und rechts vom Motor 4 Microschalter mit jeweils 3 Anschlüsse.
    Liege ich richtig mit meiner Annahme, wenn ich an einen Microschalter die Herzstückpolarisierung in der Mitte anschliesse und links und rechts davon die jeweilige Aussenschiene der Weiche verbinde, dass das so richtig ist?! Ich hoffe, ich liege da nicht falsch. Und wenn nein, dann klärt mich bitte auf!!! ;)


    Meine zweite Frage:
    Gibt es eine Normung der Farbwahl der Anschluss-Kabel?


    Das wäre es erstmal.


    Sascha ^^

  • Moin Sascha und Mitleser
    In Kurzform:
    Zu Dutzenden verbaut; möchte ich hier nun nicht das für und wieder des Antriebes ansprechen.
    Zwei Dinge vorweg, Schnecke und Gewindestange gut schmieren wegen dem Lärm und die Feder vom Springkontakt neigt (nach Jahren oder mechanischer Belastung wie Stöße) zur Verselbständigung. Ersatz (Schaltkontakt) griffbereit halten.
    zum elektrischen: die beiden unteren Kontakte sind schon fest verbaut und dienen der Motorsteuerung, (Richtungswechsel durch umpolen und abschalten in Endlage) die da drüber liegenden steht zur freien Verfügung. Normalerweise reicht ein Umschalter zur Herzstückpolarisierung aus, die Luxus Variante ist beide Mittelkontakte mit dem Herzstück zu verbinden und den jeweils äußeren zur Polarisierung zu nutzen. Dann ist das Herzstück während des Umlaufens des Schlitten Potenzialfrei. Ich habe es nicht gemacht.
    Ich schlage vor Du experimentierst ein bisschen damit herum (Durchgangsprüfer) dann siehst (hörst) Du die Möglichkeiten selber.
    Ich habe u.a. damit bestimmte Abhängigkeiten geschaltet. In einem MIBA Spezial von Anno Tobak 19..? hat ein Redakteur die Möglichkeiten mit diesem Motor einmal vorgestellt.
    Bei mir haben die Motoren mit ihren Nachteilen über 20 Jahre treu und brav ihren Dienst verrichtet.
    Normung der Farben gibt es bestimmt irgendwo, ich habe die gängigen Farben aus dem Berufsleben verwendet.
    Wichtig ist eigentlich nur das Du dir ein Farbschema zulegst und dich dann immer daran hältst.
    So ist bei mir das Herzstück immer mit einem Gelben Kabel verbunden; und blau und rot sind der Gleisversorgung zugeordnet.
    Ich meine Bruno hat mal eine Kabel Farben Normung ausgegraben.
    Gruß Friedrich :hutab:

  • Danke Friedrich,
    da bin erleichtert, lag ich garnicht so falsch. :D
    Die Luxusvariante werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
    Im Netz habe ich schon oft gelesen, dass die Fulgurexantriebe lange halten. Das hat mich überzeugt. Irgendwo hatte Lutz sogar diesen Antrieb nachgebaut - aus Resteverwertung. :D


    Was die Kabelfarben betrifft, da werde ich mich noch schlau machen. Wichtig ist es, ein System zu haben.


    Sascha ^^

  • Hallo Sascha,


    was meine von Friedrich angesprochene Kabelfarbennorm angeht, hat das mit der Modellbahn direkt nix zu tun, es sei denn, du willst Vielfachstecker belegen und kämpfst mit Platzproblemen im Steckergehäuse weil es bei den Kabelenden durcheinandergeht. Die erhältlichen Vielfachkabel (Steuerleitung) sind nach einer Farb-Norm verdrillt.


    Für unsere Modellbahn stellen wir uns eigene "Normen" auf. Ich verwende für den "Fahrstrom" die Farben blau und rot, wobei blau meine "Nordseite" ist (hängt mit den ersten Modulen mit B-Profil zusammen) und rot die die südliche Schiene des Gleises anschließt. Die Herzstücke verkable ich mit braun.


    Andere Fremomodulisti haben ihre eigene Norm, manche verwenden ausschließlich nur eine Farbe für alles und "piepsen" sich beim Kontaktieren durch.


    Die üblichen 10 Farben der erhältlichen Kabel kann man auch sinnvoll verteilen: Rot, grün, gelb, weiß für die Signale, schwarz, grau für Wechselstrom, violett, rosa für Gleichstrom, Masse oder wer weis was.


    Ich habe mir für meine Betriebsstellenmodule "Belegungslisten" angefertigt, die jeweils identisch die Kontakte in den 24 bzw 36 poligen Steckersysteme belegen.


    WELCHE Farbe dann wozu dient, entscheidet sich dann vor Ort. Für den "Fahrstrom" nehme ich dann drei oder vier nebeneinanderliegende Pins in den Steckern um bei dem 0,14 qmm einen brauchbaren Gesamtquerschnitt zu erhalten.


    Entscheidend ist die eigene konsequente Einhaltung der persönlichen "Hausnorm", das hilft (zumindest bei mir) eine Menge Frust zu vermeiden.


    LG Bruno - bob -

    Es muss nicht alles perfekt sein was gut ist


    Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung. Heinrich Heine

  • Moin,


    vielleicht noch zur Ergänzung: Wenn der Antrieb nicht gut geschmiert ist und irgendwie blockiert, dann kann er sehr viel Strom ziehen. Im Falle einer digitalen Ansteuerung kann es da zu Problemen kommen, wenn die Endstufen der Decoder nicht gegen Überlast gesichert sind.


    Viele Grüße,
    Heiko

  • Hallo Bruno,
    als gelernter Elektromonteur kann ich mich noch wage an die Normung der Farbe nach VdE errinnern! ;)
    Daher rührt auch meine Frage. Denn in der KFZ-Elektrik werden ja andere Farben verwendet, ich will garnicht von der Fernmeldetechnick sprechen! :D:D:D
    Auch ich verwende rot und blau für den Fahrstrom - also schon mal alles richtig gemacht.
    Die eigene Hausnorm werde ich auf jeden Fall einhalten. Vielen Dank fürdeine Hilfe.



    Hallo Axel,
    auch Dir gebührt mein Dank - die Seite hab ich mir sofort gespeichert - sehr gut erklärt und bebilder. :thumbsup:


    Hallo Heiko,
    Schmierung ist immer gut und wichtig, welches Fett in Verbindung von Kunststoff wäre da ratsam???
    Die Weichen sollen analog angesteuert werden - nur gefahren wir digital!


    Interessantes habe ich rausbekommen, Conrad bietet die Microschalter auch an. Also bei Verschleiss, wie Friedrich schon erwähnte, kann der Antrieb repariert werden.
    Das ist wirklich besser, als wie beim Tilligantrieb! Dort brennen die Konntakte irgendwann aus und der Antrieb ist hin, daher scheidet der Tilligantrieb bei mir aus.


    Sascha ^^

  • Hallo Heiko,
    Schmierung ist immer gut und wichtig, welches Fett in Verbindung von Kunststoff wäre da ratsam???
    Die Weichen sollen analog angesteuert werden - nur gefahren wir digital!


    Hallo Sascha,


    keine Ahnung. Ich setze den Antrieb nicht mehr ein. In der Regel nehme ich Tortoise-Antriebe, an einigen Stellen Viessmann-Antriebe.


    Viele Grüße,
    Heiko

  • Hallo Sascha
    Ich würde ein Säurefreies Teflon Fett nehmen. Kein Öl!
    Z.B White Lube oder Whate Dry Lube von Woodland Scenics...
    http://www.suter-meggen.ch/themen/7519_schmiermittel.php
    Wichtig ist nur, dass es keinen Dreck sammelt und Säurefrei ist, damit der Kunststoff (Nylon?) nicht aufhärtet.


    LG,
    Axel

  • Danke Axel,
    hast du mal auch auf den Preis geschaut? Das ist mir doch zu FETT!!!! 'y#


    Ich habe mal selbst recherchiert und daher einfach mal über dem Tellerrand geschaut - so in Richtung RC-Modellbau! 8o
    Dort bin ich auf das Robbe Teflon Präzissionsfett aufmerksam geworden und es ist bei weiten günstiger zu bekommen!
    Vaseline würde eventuell auch gehen, aber da kenn ich keine Langzeiterfahrungen.
    Für Zahnkränze/ Schnecken, die aus Metall sind, benutze ich das Castrol LMX Li-Komplexfett. Lutz müsste es auch kennen. :D
    Ich nutze das Castrolfett auch bei Arbeiten an meine Mountianbikes.


    Sascha ^^





  • Hi Sascha
    Du meinst den Franken? Sorry - das ist hier für uns leider die Realität.
    Ich dachte mehr, Du suchst nach was vergleichbarem... . Und damit Du weisst, wonach... . Bei Robbe bist Du ja fündig geworden. :)
    Das Ketten-Trockenfett vom Bike könnte auch gehen. Das sammelt auch keinen Dreck. Schau mal auf das Datenblatt.
    Wenn es Teflonbasis ist... die Rädchen hinten um Umwerfer sind ja auch aus Kunststoff... .


    LG,
    Axel