Gützold/PIKO V100 der Deutschen Reichsbahn

  • Hallo zusammen,
    und hier gleich noch eine zweite Baustelle. Kann sein, dass ich mir da etwas viel vorgenommen habe, aber ich muss nun einfach mal loslegen.
    Für meine H0-Ambitionen sollen drei V100 aus der DDR-Schatzkiste aufgefrischt werden.
    Sascha hat ja schon ein wenig an seinen Exemplaren geschnitzt und wohl auch schon einige Überlegungen gemacht.
    Was soll passieren, was ist geplant?
    Gehäusekosmetik - also ein paar schönere Griffstangen, etwas Pufferbohlenzurüstung mit Finekupplung, Federpuffern und Schläuchen, Typhon und Scheibenwischer,
    Fenster (?) und Führerstandseinrichtung, Wegfall der Dachschraube (andere Lösung zur Gehäusebefestigung)
    Beleuchtung - also Leuchtdioden mit rot-weiss-Wechsel
    Antrieb - Einbau eines besseren Motors (zumindest besser als das Original), Reduzierung der Geschwindigkeit durch andere Schnecken im Drehgestell
    Fahrwerk - Einbau neuer Radsätze, dabei mit der Überlegung auf RP25 umzusteigen (eventuell abdrehen der Gützold-Ersatzradsätze)
    und natürlich der Einsatzzeit entsprechende Lackierung und Patinierung.
    Zur Aufteilung der Maschinen konnte ich mich noch nicht ganz entschliessen. Alle drei in Epoche III, eine in Epoche III und zwei in der Epoche IV oder auch zwei in Epoche III und eine in der IV.
    Da muss ich noch mal meine Bestände und meine Träume sortieren. :rolleyes:
    Soweit das Gedankenspielchen.
    Zur Verfügung und im Zugriff stehen diese "Schätzchen":



    ( V100-a )


    Und hier dann mal noch in der Einzelseitenansicht:



    ( V100-1 )



    ( V100-2 )



    ( V100-3 )


    Und den Schraubendreher habe ich auch schon mal angesetzt, um unter die Hauben zu schauen: 8o



    ( V100-b )


    Alles eigentlich gleich, soweit ich das mal beurteilen mag. Und dann noch der Blick drunter:



    ( V100-c )


    Hier zeigte sich, das zwei Maschinen keine komplette Abdeckung der Zahnrädchen der Radsätze haben. Eine schon.
    Diese hat dann auch die Prägung "Gützold" an der Tankunterseite. Das scheint dann eine sehr frühe Maschine noch aus dem Hause Gützold zu sein.
    Die anderen sind dann schon unter der PIKO-Regie am gleichen Produktionsstandort hergestellt.


    Die Eröffnung des Fadens kommt ja nicht von ungefähr. Gedacht wurde ja schon im Zweileiterforum darüber und es gab ja auch schon Bauansätze
    von anderer Seite dazu. Nach diesen Dingen werde ich dann mal wieder graben. Zur Remotorisierung habe ich hier mal was gefunden:
    Umbautipps MEC Wismar
    Es geht zwar um die grösseren Brummer (V180/BR118), aber der Motor sollte ja baugleich sein. :S


    Bis hierher sollte mal die Einleitung gehen. In den nächsten Tagen werde ich mal noch etwas einschlägiges Wissen und Erfahrung zusammentragen,
    also nach Umbauberichten suchen und diese nach Machbarkeit sortieren.


    Nettes Grüssle mitten aus dem Wald
    Peter

    ... und das Grüssle mitten aus dem Wald
    bis bald... ´s Peterle


    ...mittlerweile gibt es einiges auf meinem "Blog"


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    (unbekannter Autor)

    2 Mal editiert, zuletzt von Peter († 9.10.2018) () aus folgendem Grund: ABLOAD

  • ...und auch hier weiter.
    Ich bin also nach Deiner Antwort, lieber Lutz wieder in den Keller gewackelt.
    Auf dem Weg dachte ich dabei: "Was will er nur jetzt von mir?"
    8o Ich habe aber nur die Originalteile, die Loks miteinander gemeint, als ich von der Baugleichheit sprach. 8o
    Ein Schätzchen noch einmal geöffnet und ich wusste, was gemeint ist. Der PIKO-Motor (TT-Motor) im Link hat ja noch Schwungmassen dran...
    ...und die Frage ist, ob in dem Zwischenraum genug Platz ist. ich habe mich bei dem Beitrag erst einmal nur über die Schwungmassen gefreut. Gut
    Also die Maschine mit dem alten eingespannten Motor:



    ( V100-d )


    Da sieht man auch schon die Metallrahmenteile in unmittelbarer Nähe zum Motor.
    Die ermittelten Daten:
    Länge Motorgehäuse - 28,90mm
    Länge Motorgehäuse mit Kardanbuchsen - 42,15mm
    Höhe Motorgehäuse - 27,85mm
    Breite Motorgehäuse - 18,95mm


    ...und hier dann mal noch der Motor.



    ( V100-e )


    Der Sascha hat ja bei seinem Versuch glaube ich, auch mal einen Motor eingelegt. Was hatte der für Daten?
    Und welche Daten hat der Motor vom Beitrag des MEC Wismar?
    Ersatzteilnummer des PIKO-TT-Motors: 47410-08
    Ersatzteilblatt von Piko hier ET-Blatt


    Soweit bis hier.
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    Peter

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  • Hi Peter,


    um deine letzte Frage als erstes zu beantworten, kann ich nur eins sagen, die Daten des Motors kenne ich nicht! Uff! Der von mir eingesetzte Motor war aus einer Piko Taurus. Ist also ein Billigmotor! Das heisst aber noch lange nicht, das ich ihn auch einsetzen werde. Es gibt ja auch andere Umbauten, wo in der Gützold V100 Bühler- und Faulhabermotoren eingesetzt wurden.



    leider sind die Motor aus den Piko Hobbyloks auch nicht das wahre, von daher interessiert mich der im Link von Lutz gezeigte Motor sehr!
    Auf Schwungmassen kann ich persönlich auch verzichten, da ich das Modell eh digitalisieren möchte! Bei einer "Analog"Lok sehe das wiederum anders aus!


    Mehr dazu später...



    Sascha

  • So, jetzt habe ich ein wenig Zeit. ;)
    Die alten Radsätze kann man gegen neue NEM-Radsätze tauschen, bekommt man bei Gützold: Klick mich
    Wer natürlich Wechsellicht möchte und die Roten leuchten auf bohrt, kann die Lichtleiter von dem Modell der BR 106 verwenden, auch ein Gützoldmodell: ArtNr. 41100-08 - ist aber kein Muss!!!
    Da fällt mir ein, im DSO hat jemand auch mal eine BR 110 Gützold umgebaut:
    Teil 1 hier klicken
    Teil 2 hier klicken


    Peter, ich bin gespannt, was Du noch an Wissen und Erfahrungen zusammen bringen wirst!



    Sascha

  • ..und ich nehme mir gleich mal wieder die Zeit.
    Zuerst ein Dankeschön für die prompte Ballannahme, Sascha. :thumbsup:
    Ja den Marco (Dontilon) meinte ich mit seinem sehr anregenden und interessanten Beitrag.
    Leider kam dann keine Reaktion mehr auf die Anfragen zu Tipps zum Fahrwerk. Aktiv ist der Marco aber noch mit anderen Maschinen. Wäre schön hier weitere Anregungen von ihm zu bekommen. 8)
    Die Berichte sind auf seiner Plattform leider immer schnell in die Belanglosigkeit abgefallen. :(
    Ja, Sascha, an diese Radsätze habe ich gedacht, hat ja Jan Pohl in seinem Umbaubericht bei Gützold so beschrieben.


    Weiss jemand in welcher Norm diese Räder gefertigt sind? Ich würde mich ja mal hier für RP25 schon missionieren lassen (wie das Rolf Kiele so schön ausdrückt). 8)Volker? 8)
    Muss oder sollte man "Grälern" lassen oder was sagen hier unsere Maschinenparkbesitzer zum abdrehen? ?(


    Allerdings wechselt der Jan bei der Digitalisierung der Lok nicht den Motor. Und da wären wir wieder bei der Motorisierung.
    Ich würde Deinem Schluss folgen, Sascha, wenn nicht die Faulhaber immer Schwungmassen hätten und die Umbauten an den Loks im Rahmen der Digitalisierung meist auch den Faulhaber heranziehen.
    Oder bin ich nur zu faul herauszufinden, warum die Faulhaber eine Schwungmasse haben? ?(
    Auf den Umbau mit einer SB-Motorisierung würde ich gern aus Kostengründen verzichten. Die bis jetzt vorgesehene Auffrischung ist eigentlich kostenintensiv genug.
    Bühlermotorumbau ist mir so direkt noch nicht ins Auge gestochen.
    ...ich werde also weiter schauen.


    Nettes Grüssle mitten aus dem Wald
    Peter

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  • Hallo Peter,


    Zitat:
    „wenn nicht die Faulhaber immer Schwungmassen hätten und die Umbauten an den Loks im Rahmen der Digitalisierung meist auch den Faulhaber heranziehen.
    Oder bin ich nur zu faul herauszufinden, warum die Faulhaber eine Schwungmasse haben?“


    „Faulis“ sind Glockenankermotoren mit einer eisenlosen Schrägwicklung der Ankerspule und haben einen hervorragenden Wirkungsgrad.




    Durch den eisenlosen Anker fehlt jedoch beim Auslauf die Schwungmasse und die Lok bleibt ruckartig stehen. (Geringer Trägheitsmoment) Das verstärkt sich noch bei parallelgeschalteten Stromverbrauchern (Glühbirnen für Beleuchtung etc) und Schneckengetrieben.
    Das umgeht man mit einer Schwungmasse.

  • Warum wusste ich, dass die Antwort schnell und präzise von Dir, lieber Peter, kommen wird? 8o
    Also Dank für die bebilderte Wissenserweiterung. :thumbsup:
    Die Einleitung kannte ich schon. Allein der Zusammenhang mit dem eisenlosen Anker war mal nicht so klar.
    Man muss ja nicht gleich alles wissen, die Gemeinschaft hilft hier gern weiter.
    (Danke das ich bei Euch sein darf!)


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    Peter

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    (unbekannter Autor)

  • Hallo Leute!


    Da Unsicherheit bezüglich der Motoren besteht versuche ich mal das zu erklären.
    Erst mal ein link zu einem Hersteller:
    http://www.mabuchi-motor.co.jp/en_US/index.html
    Dort kommt man auf diese Unterseite:
    http://www.mabuchi-motor.co.jp/en_US/product/p_0304.html
    Von dort lassen sich die technischen Datenblätter als PDF herunterladen, wie z.B.:
    http://www.mabuchi-motor.co.jp…talog.cgi?CAT_ID=sh_030sa
    Dieser Motor dürfte Dir bekannt vorkommen, die 12V ist u.a in vielen H0e Modellen verschiedener Hersteller eingebaut. Auch GFN hat diesen Motor nachgebaut und auch eigene Varianten davon geschaffen. GFN und Mabuchi Teile lassen sich z.T. gegeneinander austauschen. Und wenn Du Dir mal die Drehzahlen anschaust zu der dieser Motor fähig ist, besonders dann noch im Verein mit unzureichenden Getriebeübersetzungen, dann erklärt das auch zum Teil die schlechten Fahreigenschaften einiger H0e Modelle.


    Man sollte jetzt noch etwas tiefer in die Materie einsteigen.
    Hier geht es um die Güte des Motors. Im gleichen Gehäuse können sich der Billigstmotor für das Wegwerfspielzeug oder aber ein hochwertiger langlebiger Motor verstecken.
    Durch Anklicken dieser Seite erhält man einen Überblick über die verwendeten Bürsten und Gehäuseformen:
    http://www.mabuchi-motor.co.jp/en_US/product/p_0306.html
    Man sieht, Metal-Bürsten, das sind einfache Kupferblechstreifen die als Bürsten dienen. Hält nicht sehr lange und identifizieren solche Motoren mit der Kennzeichnung FA als Billigteile. Für den Modellbahner unbrauchbar.
    Dann gibt es noch Precious Metal, auf deutsch seltene Erden. Hier bilden kleine Metallblöckchen an Federblechstreifen die Bürsten. Schon viel besser diese FF Typen und für den Modellbahner bedingt brauchbar.
    Die nächste Qualitätsstufe sind die FC Typen wie der z.B.
    http://www.mabuchi-motor.co.jp…log.cgi?CAT_ID=fc_130rasa
    Das dürfte der Motortyp sein der von Piko und Mätrix in ihren Hobby Loks eingebaut wird.
    Noch besser sind die FK Typen. Das sind schon hochwertige leistungsfähige Motoren wie diese beiden:
    http://www.mabuchi-motor.co.jp…log.cgi?CAT_ID=fk_130rhsh
    http://www.mabuchi-motor.co.jp…talog.cgi?CAT_ID=fk_180sh


    Auf den Technischen Datenblättern ist z.B. auch "Stall Current" d.h der Strom der beim Festhalten der Motorwelle fließt angegeben. Das dürfte für Digitalumbauer interessant sein.


    Jetzt die Fragen wofür brauche ich das, was nützt es mir?
    Eine Möglichkeit wäre wenn beim großen C. oder anderswo wieder Motoren aus Industrierestposten billig für -,60 Cent oder so da herum angeboten werden, kann man dann schon einschätzen ob sie was für Modellbahnzwecke taugen oder nicht. Ein Nachteil ist, die Motoren haben meist nur 1 Wellenende.
    Aber bei den Preisen von unter 1,- € kann man auch 2 Motoren in eine Lok einbauen.
    Ich denke in dem konkreten Fall der Gützhold V100 passen auch 2 Motoren wie z.B. FK180SH unter das Gehäuse. Jeder treibt dann jeweils 1 Drehgestell an. Lediglich die Kardanwellen müssten etwas gekürzt werden, was aber kein Hexenwerk ist.


    Dann gibt es noch ettliche weitere Hersteller solcher Motoren in Fernost. Eine Gemeinsamkeit ist, sie haben sich auf dieselben Gehäuseabmessungen geeinigt. Die Fabrikate sind untereinander also austauschbar. Wenn man da sucht, sollte man sich nicht auf Spielzeuganwendungen, da gibt es nur die Billigmotoren, sondern auf den Automotive Bereich konzentrieren. Hier gibt es hochwertige 12V Motoren die eigentlich für z.B. die elektrische Aussenspiegelverstellung gedacht sind.


    Meine 2 Cent


    Rainer: Vielleicht eine Kopie unter Technik?

    Mit freundlichen Grüssen


    Lutz

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz K ()

  • Ha, denBallzurückwerfentu!


    Auch ich sehe so, das eine vernünftige Motorisieren erfolgen sollte, von daher bin ich klar für ein Motortausch! Um es aber nicht in einer Materialschlacht ausarten zu lassen, sollte man doch verschiedene Möglichkeiten ausloten, wofür dieser Thread auch gedacht ist!
    Eine andere Alternative wäre ein Maxon Motor: klick mich
    Der Motor hat eine 2mm dicke Welle, somit kein Problem, die alten Kardanschalen weiter zu verwenden! Ein Wellenende ist zwar 16mm lang, das könnte man auch kürzen!


    Weiterhin gibt es ja die Möglichkeit bei Lemo Solar im Sonderpostenbereich den Bühlermotor für 6,90€ (Motor mit 2 Wellen, 12 Volt, 7900 Upm, 4,5 Watt) klick hier (ein direkt Link zu dem Motor ist leider nicht möglich, also ein wenig schrollen)
    Des weiteren gibt es dort findet sich auch ein Faulhaber für eben nur 13€!!! ( Artnr 2225U009S38 / mit 2 Wellen / 9 Volt / 22 Ø x 25 mm / 1,7 Watt) klick mich
    Natürlich gibt es noch weiter Faulhaber-Motoren, die eine ähnliches Preissegment wie SB-Modellbau aufweisen: klick mich


    Noch was zur V100 von Gützold/Piko. Dieses Modell ist der sogenannte Rundkopf, Brawa und Roco haben die etwas höher nummerierten Maschinen als Modell umgesetzt, die diese Abdeckplatten besitzen! Ich bin kein Eisenbahner und auch kein Konstrukteur, daher meine verzweifelte Art, die Unterschiede der Gehäuseform zu beschreiben!
    Hier mal zwei Beispiele - Original zum Modell:


    Original zum Gützold/Pikomodell: Bildlink Nummerierung ist nur bis zur 110 043 richtig


    Original zum Brawa oder Rocomodell: Bildlink Nummerierung erst ab der 110 044 richtig



    Das war es erstmal!


    Sascha

  • ist ja bereits vieles gesagt worden, lieber Peter,
    deswegen von mir nur soviel:
    Ein Einbau von Faulis macht Sinn- seit meiner 41 080 Schienenfahrzeuge: Die Ochsenlok BR 41 080 , ein Messingmodell baue ich nur noch solche Motoren ein. Aufgrund der Masseträgheit nur mit reichlich dimensionierten Schwungmassen (meine anderen Piko-Umbauten bekommen auch noch einen spendiert, da die Pikomotoren grausliche Laufeignschaften haben) Die faulis gibt es auf Modellbaumessen immer mal recht preiswert als 2B-Auswahlen. In Leipzig (leider kann ich diesjahr nicht hinfahren, dsa ich zur Hochzeit einer Freundin eingeladen bin) ist z.B. immer ein Händler der diese Motoren in reichlicher Auswahl liegen hat. Für die Modellbahn sollten die Motoren aber ausreichen.
    Ein Faulhaber läßt sich aber recht gut in die Lok einbauen, wenn man einen Dummy(aus Messing) des Originalmotors mit der Fassung des Faulis versieht... Gleichzeitig wird die Reibungsmasse der Lok erhöht.
    Die Originalradsätze würde ich nicht abdrehen- da hier die Radreifen aus Stahl gefertigt sind. Beim Abdrehen erwärmen sie sich soweit, daß die Radscheiben aufschmelzen. Ich würde maßlich passende Radsätze von einem Kollegen audrehen lassen und auf die Achsen aufpressen. Damit sollten auch die Profile RP25 oder feiner kein Problem sein. Eventuell wird man bei weinert fündig (Güterwagenachsen). Zur Isolierung reicht eins Spiel von wenigen Hundertsteln und ein langsam aushärtender Zweikomponentenkleber. Ein weiterer Grund, die Originalradsätze nicht zu verwenden, ist der mangelhafte Lauf.
    Die "Petroleum-P8" war allerdings auch schon in meinem Fokus- und zwar eine der beiden Baumusterloks mit Blattfederung. Ich wollte eigentlich einen Meßzug der VES/M zusammenstellen- leider habe ich keine vernünftigen Zeichnungen des entsprechenden Meßwagens gefunden. Ich verfüge zwar über einige Fotos (ein Freund meines Großßvaters war bei der VES/M Lokführer)- aber damit läßt sich nicht wirklich ein Fahrzeug bauen. Zumal auch noch die Quellenlage zu den beiden V100 nicht wirklich gut ist...



    Viele Grüße
    Christian

    Es ziemt sich nicht für einem braven Manne-

    nur nach dem praktischen Sinn einer Sache zu sehen.


    Weisheit eines mir unbekannten


  • Ja, dann sind wir zusammen ja ein gutes Stückchen weiter gekommen! :thumbsup::thankyou:
    Die Motorisierung birgt ja eine grosse Auswahl, wird also nicht wirklich einfach. Macht nix.
    Mir ist da so eine Idee durch den Schädel gange. :rolleyes:
    Eigentlich hatte ich ja gehofft, die einfache Nachmachanleitung für mich zu bekommen. Das scheint nix zu werden.
    Dann möchte ich den Faden mit Euch so gestalten, das Interessenten hier das finden, was ich mir eigentlich bei anderen Beiträgen so vorgestellt hätte.
    Mit Rainer hatte ich schon eine kurze Rücksprache.
    Unter dem Titel "Teileliste zum Umbau der Gützold/PIKO V100" werde ich noch einen Beitrag hinzufügen. Rainer wird ihn dann oben anpinnen bis der Faden fertig gesponnen ist.
    So können dann dort die im Umbaufaden verwendeten Teile mit Nummer zusammengefasst abgelegt werden.
    Später kann dann diese Liste abgepinnt und mit dem Umbaufaden auch wieder in den Tiefen des Archivs schlummern. ^^


    Nettes Grüssle mitten aus dem Wald
    Peter

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    (unbekannter Autor)

  • Eine kleine Anmerkung von mir,
    http://www.roco.cc/produktesho…tive-br-114-der-dr-2.html
    Peter behalte den Preis im Auge.


    Du kannst das natürlich machen, für ettliche €s Teile in diese alten Loks versenken und sie damit nach allen Regeln der Kunst aufzumotzen.
    Nur ob das noch Sinn und Zweck macht den Gegenwert einer neuen Lok aktueller Konstruktion in eine alte Lok zu investieren? So viel müsstest Du hier investieren um diese Lok auf den Stand der Technik zu bringen. Eine Aufarbeitung der alten Loks wäre eigentlich nur nach kostengünstigen Methoden gerechtfertigt, als Beispiel führe ich hier meinen Umbaubericht über die Mätrix BR74 an.
    Selbst dann muß man noch mit Kompromissen leben. Z.B. wirst Du selbst mit dem Einbau eines Glockenankermotors das heulende Geräusch beim Fahren nicht wegbekommen. Das rührt nämlich von Getriebe her, genauer gesagt von den 4 Stirnzahnrädern die mit Motordrehzahl laufen.


    Meine 2 Cent

  • Hi Lutz,
    schau dir noch mal den BilderLink aus meinem Beitrag 10 an - die Gützold und Roco Modelle sind 2 verschiedene Typen der V100 Ost!


    Was jedem klar sein soll, die Überlegung , wie viel Wert mir persönlich der Umbau sein sollte! Das Problem mit den angesprochenen Getriebe ist bekannt. Daher ist dein einwand auch vollkommen in Ordnung.
    Auch das man Kompromisse eingehen muss, aber immerhin wenige, als wenn man es bei den Ist-Zustand so belässt. ;)


    Sascha

  • Sascha,
    es ging mir einfach nur darum ein Preisniveau für eine neue Lok zu nennen. Einfach mal blind ein ähnliches Modell herausgegriffen.

    Hallo Lutz, hallo liebe Forengemeinde



    Die V 100 Ost bekommst du ein bisschen billiger, z. B Ebay oder andere Internethändler.



    Ja gut der Rocopreis als Anhang für die Preispolitik.


    Zurück zur alten PIKO V 100:


    Ich hatte vor über 25 Jahren ein PIKO V 100 in Blau.


    Gut es muss jedem selber die alte Lok wert sein.
    Ich nehme doch an das da Kind und Jungenderinnerungen mit ihr geteilt wurden, ob im Original oder hier im Modell.


    Zurück zur Neune V 100 OST:


    Aber eins kann man mit Sicherheit sagen das Piko ( Neu ) von heute nicht schlafen wird und Roco den Arsch anheizt mit einer V 100 Ost.
    Obwohl mit ihr wirklich gute Erfahrungen gemacht habe beim Auseinanderbauen und dem Zusammenbau.


    Jetzt ist man noch am Thema V 180 der ehemaligen DDR.
    Dann werden sie das Projekt V 100 anpacken.
    Aber mal so dahin gesagt von der Qualität der Roco V 100 kommt nicht mal die V 100 West hin.
    So einfach und unkompliziert, genau wie die Piko Maschinen genau für die Jugend die Basteln und umbauen will.
    Nicht viel Kabelgewirr und dergleichen.
    Bei ihr kann man sagen aus einer Schraube zusammengebaut, ist sie ja auch mit der gleichen Schraubengröße.
    Vor der neuen V 180 der sechsachsigen Ausführung ist gerade ein Schätzchen im AW....


    Mehr gibt es in einem Bericht darüber :thankyou:


    Gruß Jürgen der noch keine hat :hutab:


  • Sascha,
    es ging mir einfach nur darum ein Preisniveau für eine neue Lok zu nennen. Einfach mal blind ein ähnliches Modell herausgegriffen.


    Weiss ich, Lutz! ^^


    Aber ich will die alten Schätzchen nicht so abtun. Irgendwo hatte mal Armin Mühl so Inhaltlich dahingesagt; die alten Gützold BR 106, 110, 120 brauch man nicht mehr aufarbeiten, dafür gibt es doch neuere Modelle!
    Das sehe ich doch ein bisschen differenzierter! Mann Muss nicht die alten Modelle in die Ecke werfen, nur weil es nun endlich ein neueres Modell auf dem Markt zu finden ist.


    Auch ich habe 2 Gützold /Pikomodelle der V100 Ost. Somit ist Peter nicht der einzige hier, der diesen Umbau wagt!



    Sascha

  • Hallo Kollegen,
    ich sehe es ähnlich, wie Peter oder Sascha.
    Es macht freilich Sinn, diese alten Lok aufzuarbeiten und dabei gleich "rundzuerneuern". Zumal die derzeit von roco angebotene Lok einer anderen Bauserie entspricht. Meines Wissens gibt es auch noch von Güztzold die V100 als Hobbymodell. Allerdings finde ich dann den Preis ein wenig überzogen, da an der Lok außer einem neuen Antriebsstrang wohl nichts weiter passiert ist.
    Bei einer Aufarbeitung muß man auch noch einmal Prioritäten setzen-was will ich hier erreichen. Oder kann ich es unaufwendiger erwerben? Die V100 der Vorserie ist mit den Modellen von Roco nicht zu schaffen- hier stimmen einfach zuviele Details nicht. Die Brawa-Lok stellt eine andere Bauform dar ist aber aufgrund des Preises jenseits von gut und böse.
    In meinen Augen ein großer Anspruch- die Loks zu restaurieren-ABER- ich würde genau die zu restaurierende Substanz betrachten:
    Sind im Gehäuse Sprünge oder Abbrüche? Sind die Drehgestellblenden in Ordnung? Die Gummipuffer sind in diesem Falle kein Kriterium- die sind einfach tauschbar.
    Gegebenenfalls nur zwei der drei Loks aufarbeiten und die dritte (schlechteste) Lok als Teileträger "mißbrauchen"


    In meinem Falle der Schienenfahrzeuge: Gützold-Lok der BR 56.20-30 zur 56 2130 umgebaut hätte ich mir es auch einfacher machen können- und eine neue Lok zu erwerben. Aber hier hätte ich nichts gekonnt, da sie bis auf die Radsätze der Vorwendeausführung entsprach.
    Deswegen habe ich deise Lok auch runderneuert.


    Ich glaube aber nicht, das Piko nun als vierter Anbieter nocheinmal die V100 bringen wird, da der preisliche Spielraum mittlerweile ausgereizt ist. Das Gützold-Hobby-Modell ist (war) für 99 Euro zu bekommen. Zudem scheinen sie sie sich ja nun auch weitgehend auf die Nachwendeepochen festzulegen.
    Allerdings ist mit den PIKO-Loks von 118 und demnächst 119 eine Lücke geschlossen,um für den schmalen Geldbeutel vernünftige Modelle auf den Markt zu bringen. Für den Anlagenbetrieb sind die Lok gut zu verwenden- und für den Nietenfetischisten sind sie eine gute Grundlage, ein Supermodell zu schaffen. Die Brawa- oder Gützoldmodelle zeigen ja auch einige Ungenauigkeiten, die nur durch den Anwender zu ändern sind (öffnungsfähige Türen oder vielleicht noch bewegliche Scheibenwischer :D sind für mich verzichtbar).
    Auch gehe ich nicht davon aus, daß Gützold noch das Modell der V100 überarbeiten wird. Das passt einfach nicht in seine Philosophie... Insófern bin ich auch hier auf die nächsten Projekte gespannt...


    Nun möchte ich Peter aber noch einmal ausdrücklich ermuntern- seine Modelle zu überarbeiten.
    Und noch einmal seine Umbauidee genauer zu präzisieren. Besonders was den Antriebsstrang angeht. Hier ist nicht allzuviel zu verändern, wenn die Grundkonzeption (sinnvoll) erhalten bleiben soll. Hier würde ich so vorgehen, daß ich die Getriebewelle im Drehgestell durch eingängige Schnecken und Metallzahnräder ersetzen würde. D.h. das m.E. 10-zähnige Ritzel auf der Treibachse ,durch eines aus Messing von GHW http://www.modellbauschraube.de/ oderLemo-solar ersetzen. Die Schnecke und das Zwischenzahnrad auf derZwischenwelle ebenso ersetezn. Den Motor nach eigenem Gusto tauschen...Allerdings würde ich hier einen Faulhaber mit reichlichen Schwungmassen bevorzugen (aufch bei geplantem Digitalbetrieb) da er eben traumhafte Lufeigenschaften generiert. Die Schwungmassen können hier auch die Kardanwellen aufnehmen...
    Den Motor würde ich in einer Aufnahme mit den Maßen des alten Gützmotors montieren. Wnn es noch etwas Zeit hat kann ich noch eine Skizze dazu anfertigen- aber erst nach dem 15.August. Ich habe nämlich ENDLICH Urlaub...morgen gehts in den Spreewald.


    Viele Grüße Christian

    Es ziemt sich nicht für einem braven Manne-

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    Weisheit eines mir unbekannten


  • Hallo zusammen,
    ich kann mich da noch nicht so richtig festlegen, also was die Motorsache betrifft.
    Fange ich also mal bei den sicheren Dingen an. Die Radsätze sollen ganz sicher getauscht werden. 8)
    Eine Variante (vielleicht auch vorläufig) werden die Ersatzradsätze von Gützold sein.
    Auch der Umbaubericht von Jan Pohl auf der Gützoldseite gibt diese Empfehlung, da die alten, früheren Radsätze qualitativ nicht der Hit waren.
    Haben wir also:
    01143 _ Radsatz bis Baujahr 1992 (2 Stück),
    ohne Haftreifen für BR 110, BR 118 (bis 1992), BR 120 (bis 1993), BR 52 Kondenstender _ 7,30 Euro (Juli 2011)
    Und es ging zu ergänzen, zu verwenden:
    01173 _ Radsatz bis Baujahr 1992 (2 Stück),
    mit je zwei Haftreifen für BR 110, BR 118 (bis 1992), BR 120 (bis 1993), BR 52 Kondenstender _ 8,90 Euro (Juli 2011)
    Das wäre dann schon mal etwas für die Teileliste, und ich werde mir mal die Radsätze ansehen. :rolleyes: Scheinbar kann man Originalradsätze aus dieser Produktion ja nicht abdrehen. ;(


    Nettes Grüssle mitten aus dem Wald
    Peter

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