Keine Angst vorm "Altern" - Weathering mit PanPastell-Farben

  • Im Web gefunden:
    2017-04 hat Thorsten Ströver im EK einen 6seitigen Beitrag zur Verwitterungstechnik mit PanPastell-Farben veröffentlicht. Bild und Text zum nachlesen gibt es auf der Seite http://weatheringtechniques.com/


    Aus Thorstens EK-Artikel zitiere ich:


    Die PanPastel-Farben haben einen besonderen Vorteil - sie lassen sich mit Hilfe eines handelsüblichen Radiergummis einfach wie der entfernen. Die Farben werden mit Hilfe von Schwämmen in verschiedenen Größen und mit Pinseln aufgetragen. Danach werden die Schwämme einfach im Waschbecken mit warmen Wasser ausgewaschen und ausgedrückt, anschließend lässt man sie an der Luft noch ganz trocknen. Die Applikatoren werden zum Reinigen einfach ein paar Mal über ein sauberes Küchenpapier gestrichen, und wenn die Farbnäpfe einmal verunreinigt sein sollten, wird die obere Schicht einfach mit einem Küchenpapier abgewischt.

    Eine interessante Technik, sehr gut von einem Profi beschrieben. Für den persönlichen Gebrauch kann man die sechs Seiten als JPEG-Fotos auf die heimische Festplatte legen. PanPastell-Farben sind im gut sortierten Künstlerbedarf erhältlich. Bezugsquellennachweis auf der PanPastell-Homepage.


    Gruß Rainer :thumbup:

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    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.

  • Hallo Rainer et al,


    ich habe mir die "Schminkpfännchen" vor einiger Zeit auch zugelegt (schließlich habe ich mit dem Kunstmarkt "Gerstäcker" das Paradies vor der Haustür) einschließlich einer größeren Anzahl und Form der Applizierschwämmchen.


    Meine Erfahrung: Ich komme damit nicht zurecht: Dieses feinste Farbpuder habe ich nicht in die Winkel der Gehäuse reinbekommen wo ja eigentlich der Dreck bevorzugt hängenbleibt. Mein dergestaltes Bemühen brachte innerhalb kürzester Zeit die kleinen und größeren Schwämmchen über ihre Reißgrenzen hinaus. Letztlich habe ich dann mit der guten alten Borstenpinselmethode (wie ich sie bei den zerriebenen Pastellstiften verwende) den Feinstaub dorthin bringen können.


    Für mow glatte Flächen mag die Methode ideal sein, aber da nehme ich lieber den Luftpinsel. Letztlich müsste ich die Puderei ja doch mit einem Finish fixieren.


    So hat jeder seine bevorzugten Methoden. Viele (alle?) Wege führen nach Rom. Jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt.


    Macht euch einen! LG Bruno - bob -

  • Manchmal verstehe ich das nicht, dass das Rad als Ei neu erfunden werden muss.
    Altern ist eindeutig die Ablagerung von Schmutz / Staub oder Flechten auf einer Oberfläche. Durch Regen wird der Staub in Ritzen gewaschen.
    Warum so eine Beschreibung von Thorsten Ströver im EK. Schon die Bilder sehen schlecht aus, da das Ganze unecht aussieht.
    Es ist klar, dass man nicht in die Ecken und Ritzen kommt, wenn man ein Schwämmchen benutzt. Wie Bruno festgestellt hat.
    Die einfache Methode ist mit Puder, Spiritusbeize und Pinseln ist doch schon oft genug beschrieben worden.
    Und dann noch der Blödsinn mit dem Fixativ.
    Also, ich weiß nicht.


    Nichts für ungut


    Gruß
    Andreas

  • Hallo Zusammen
    Ich nutze im Moment alles, was zum Weathering brauchen kann.
    - PanPastel
    - Ölfarben
    - Luftpinsel


    Und - man bekommt die Pigmente super in die Ritzen und Ecken, wenn man folgenden Trick anwendet:
    Das Pastel-Pulver mit einem "Mittelharten" Borstenpinsel aufnehmen und da hin verteilen, wo man es haben will. Dann mit einem weichen Pinsel und ein klein wenig entspannter Flüssigkeit das Zeug "punktuell" verflüssigen und so in die Ritzen und Ecken laufen lassen.
    Als Flüssigkeit habe ich für mich das "Bio-Scheibenwasch-Konzentrat" aus der Autoabteilung im Baumarkt entdeckt. Das ist nichts anderes als die von Andreas genannte Spiritusbeize...
    Je nach dem, wieviel Flüssigkeit man in den weichen Pinsel lädt kann man spannende Effekte erziehlen oder Farben ineinander laufen lassen.


    Zwei Beispiele:



    Auf beiden Waggon ist nur mit PanPastel gearbeitet worden. UND ich bin noch NICHT FERTIG... .


    Hier noch einer, wo auch Ölfarben zum Einsatz kamen:

    Die Ölfarben sind die Roststreifen oben auf dem Dach und unten an der Schiebetür. Es fehlen noch die Übergänge in die Dachflächen und der Abrieb durch die Oberleitung.


    Bei allen Fahrzeugen fehlt noch das Altern des Fahrgestells. Die Schwämchen nutze ich für glatte Flächen wie das Dach oder die Seitenwand.
    Fixierung ist nur Teilweise notwendig. Ich nehme dazu den Tamyia Matt-Klarlack aus der Sprühdose und decke die Fenster mit einem vorgehaltenen Karton ab.


    Mein erster Versuch nur mit Ölfarben ist ziemlich daneben geangen...

    Im Moment verwende ich das Gehäuse zum experimentieren und habe schon ein Zweites als Reserve... .


    Der zweite Versuch an Triebfahrzeugen mit PanPastel und Ölfarben ist ganz brauchbar geworden. Aber auch noch nicht fertig.



    Bei Puderfarben (nichts anderes sind PanPastel) ist meiner Meinung nach die teilweise Fixierung notwendig, wenn man die Modell anfassen will (Fremo). Sonst geht es auch ohne.


    Der von Rainer verlinkte Beitrag ist ein gescanntes Bild eines gedruckten Beitrags. Der Weissabgleich und die Farbsättigung sind einfach Katastrophal. Besser wäre ein PDF des Verlags gewesen. Aber ...
    Das mindert aber nicht die Qualität der Farben und wer ein tolles Vorgehen hat - alles prima. Wer rumprobieren mag - Panpastell sind einen Blick wert.


    Ach ja - für's Üben kaufe ich mir Modelle auf der Börse (z.B. 1:100 Waggon), übe damit und verkaufe sie nachher für den gleichen Preis als "Gealtert"... . Erst wenn ich mich sicher genug fühle, geht es an die ADE oder Brawa Personenwaggons...


    ;-)


    LG,
    Axel

  • Moin Leute


    Selbstverständlich kann man aus allen Themen eine Wissenschaft machen. :wissenschaftler: Ausprobieren kann und sollte man auch ab und zu etwas Neues, aber grundsätzlich bin ich der Meinung von Andreas S und Bruno. Ich arbeite seit 28 Jahren mit „Puder“. Heute kann man diese Mittelchen kaufen, damals haben wir Pastellkreide auf Sandpapier zerrieben und aufgebracht und zwar dorthin wo der Dreck auch 1:1 sitzt.
    Meine Feststellung, beim fixieren geht immer Wirkung verloren. Also halte ich es so… wenn die Fingerabdrücke deutlich sichtbar werden... wird nach gepudert. Wer zu fettigen Fingern neigt, sollte im Schattenbahnhof Handschuhe tragen, aber das ist ein anderes Thema und sollte hier nicht weiter diskutiert werden.
    Alle neuen Trends, wie wash, filters usw. führen zu hervorragenden Ergebnissen, wenn man es kann. Und zum Können! ^^ führt Übung und Erfahrung. Nur vom lesen kann man es nicht. Es ist also dazu erforderlich es aus zu probieren. In einigen Foren wird es als eine Wissenschaft hingestellt, das ist ebenso Unsinn als die gegenteilige Auffassung, die uns weis machen möchte es geht mehr oder weniger von selber. Wichtig ist das man weis, welche Wechselwirkung einzelne Produkte miteinander haben.
    Darüber hinaus braucht man ein Auge für Situationen, dabei ist es gleichgültig was man aufbringt.
    Wie sagte mein Volksschullehrer immer so schön: „Manche lernen es nie und auch dann noch unvollkommen.“
    Habe gerade neue Erfahrungen zum „altern“ mit neuen Mittelchen gemacht. Dabei bin ich haarscharf am „Modell versaut“ ;( entlang geschleift. Lutz wird sich ob dem Dreck am Gebäude freuen. Es bleibt auch so, :/ weil es so sein könnte und man nur noch "verschlimm bessern" könnte . Es hat mich aber nicht restlos überzeugt.
    Also wird weiter ausprobiert. 8o In diesem Sinne – nun macht mal schön!


    Lieber Gruß
    :matrose:
    Friedrich

  • Hallo Friedrich


    Mit dir möchte ich mal Fahrzeuge altern( kein Scherz ).
    Am besten in Lastrup, dann hättest du es auch nicht weit und hast 3x die Auswahl.


    Gruss Jürgen