Bad Schönau

  • Hallo zusammen,
    in den nächsten Jahren werde ich einen afu meine derzeit zur Verfügung stehenden Platzverhältnisse zugeschnittenen Spitzkehrenbahnhof bauen wollen. Gerne würde ich mit Euch meine Planung hierzu besprechen und hoffe, dass Ihr mich bei Planung und Betriebkonzept sowie der anschließenden Umsetzung beraten werdet bzw. mir mit Ratschlägen zur Seite steht.


    Der Spitzkehrenbahnhof soll zum Einen bei mir im Kellerraum sowie zum Anderen bei Fremo-Treffen zum Einsatz kommen.




    Das Betriebskonzept habe ich mir wie folgt vorgestellt:


    Der Spitzkehrenbahnhof bindet einen Luftkurort mit örtlichen Heilquellen an das Eisenbahnnetz an und dient sogleich als Spitzkehre für die Anbindung eines weiteren, kleinen Endbahnhofes. Der Ort liegt in einer hügeligen Weinbauregion und wird neben Kurgästen auch in Form von Tagesausflügen oder längeren Aufenthalten von Touristen besucht. Da regelmäßig Weinfeste veranstaltet werden, steuern zu den Festen einige Sonderzüge den Bahnhof an. Die zum kleinen Endbahnhof führende Strecke ist steigungsreich, so dass einige Züge hier nachgeschoben werden müssen bzw. mit Steilstreckentauglichen 94ern gefahren werden. Die zuführende Hauptstrecke ist weniger steil und erfordert Nachschieben nur bei schweren Zügen. Zur Versorgung der Lokomotiven von hier endenden Zügen bzw. zur Versorgung der bei Lokwechsel benötigten Loks ist ein kleines BW mit Drehscheibe vorhanden.


    Personenverkehrsaufkommen teilt sich auf 2 Eilzüge, einige Personenzüge (Nahverkehr) und einen kopfmachenden D-Zug auf.


    Von den Personenzügen enden einige im Bahnhof bzw. werden dort gebildet und starten im Bahnhof. Zudem werden gelegentlich Sonderzüge den Bahnhof ansteuern. Für die endenden bzw. startenden Personenzüge sowie für die Sonderzüge braucht es somit eine Abstellmöglichkeit für eine Personenzuggarnitur, oder die entsprechende Personen Zuggarnitur bleibt an einem Bahnsteiggleis stehen.


    Güterzugverkehrsaufkommen teilt sich in 2 Ng-Paare auf. Ein Ng-Paar wechselt von der einen auf die andere Strecke, das adere Ng-Paar macht nur Kopf und fährt auf der gleichen Strecke zurück.


    Für den örtlichen Güterverkehr sowie die Rangieraufgaben bei den Personenzügen (Wagenübergänge, Kurswagen umstellen, Zuggarnituren abstellen)wird eine Rangierlok vorgehalten.


    Betrachtet man den Güterverkehr, so werden die örtlichen Betriebe mit Waren und Rohstoffen versorgt bzw. versenden Ihre Waren per Bahn.


    Es finden sich folgenden Ladestellen am Bahnhof:


    • Güterschuppen
    • Kombinierte Kopf- /Seitenrampe
    • Ladestraße
    • Brennstoffhandel
    • Wein- und Essighandel (über den die örtlichen Winzer Ihren Wein absetzen und Weine aus entfernteren Regionen gehandelt werden)
    • Kühlhaus für Fisch, Fleisch und leicht verderbliche Produkte (Kühlwagenverkehr)
    • Milchversand
    • Landhandel

    Folgende Ladegüter werden behandelt:


    Zuführend:


    • Weinkisten
    • Weinfässer
    • Weinflaschen
    • Fisch
    • Fleisch
    • Gemüse
    • Obst
    • Saatgut
    • Düngemittel
    • Kohlebrikets
    • Stückkohle
    • Diesel
    • Benzin
    • Landmaschinen
    • Keltermaschinen

    Versand:

    • Essige
    • Essigsäure
    • Wein
    • Heilwasser
    • Milch
    • Holz


    Funktionen der Gleise:
    - 1,2, und 3 sind Bahnsteiggleise
    - 11 ist Güterschuppen- und Kühlhausgleis
    - 12 ist das Brennstoffhandel-Gleis
    - 4 ist das Güterzuggleis
    - 5 und 6 sind Rangiergleise
    - 61 ist das Kopf-/Seitenrampengleis
    - 7 ist das Ladestraßengleis
    - 62 ist das Ziehgleis


    Ich bin sehr gespannt auf Eure Rückmeldung zu meiner Planung und auf Eure Hinweise und Ratschläge.


    Viele Grüße
    Volker

  • Anbei die Gleisplanskizze. Kurz hinter der letzten Weiche des Bahnhofvorfeldes wäre die Schnittstelle zu den Fremodulen.
    Die zum Rauminneren zeigenden Strecke der Heimanlage fällt ab dem Bahnhof ab und verschwindet dann nach überqueren einer Brücke unter dem Bahnhof. Hier folgt nur noch ein Fiddleyard unter dem unteren Anlageschenkel.



    Admin hat Gleisplan als Grafik eingefügt.

  • Hallo Volker
    Ich habe zwei Fragebereiche.


    Der erste Bereich ist der, neben der Tür. Die Gleisstummel (Gleis 31) kommt mir sehr kurz vor um irgendetwas Profilfrei zur Dreifach-Weiche
    abstellen zu können. Das Betriebskonzept klingt plausibel und Gleis 31 würde nicht zu oft verwendet werden, aber trotzdem.
    Welches Gleissystem hast Du im Kopf? Peco hat eine solche Weiche... Sonst könnte man das auch aus Weinert Teile selbst bauen...




    Der zweite Bereich ist der rund ums BW/Lokstation.
    Das BW ist von der Grösse ok. Dazu folgende Fragen:
    - Welche Drehscheibe? (Eigentlich kann es nur die kleinere von Roco sein... die Fleischmann wäre zu gross).
    - Welchen Lokschuppen? (Die Gleisstummel kosten viel Platz)
    Vielleicht kann man das Ganze noch nach rechts oben schieben?
    Es "fehlen" noch Kohlengleis und Kohlebansen und der Wasserkran und das sollte vielleicht auch so erreichbar sein, dass man nicht über die Drehscheibe muss (wenn die Ausfällt...). So können auch "Tages-Gäste" restauriert (Wasser/Kohle/Diesel/Sand) werden.


    NACHTRAG: Schau mal in Brunos "Brebeck Hohentor" rein. Das dortige BW passt von der Grösse und hat alles, was es braucht:
    Betriebsstellen beim Bf BREBECK- HOHENTOR


    Wo genau willst Du mit der Fremo-Schnittstelle hin? Ich kann es mir nicht ganz vorstellen.


    Der Bereich der Einfahrt ist mir auch noch nicht ganz klar. Hier wieder die Frage nach dem Gleissystem? Weinert Weichen könnte man schön in die Kurve legen. Damit wäre die DKW links davon aber auch Weinert. Ausserdem wird das mit der Kreuzung ganz spannend...


    LG,
    Axel

  • Hallo Volker,


    Module und Spitzkehre, genau mein Thema.


    Bevor ich einen Gleisplan zeichnen würde, würde ich mir erstmal um die Module/Segmente Gedanken machen.
    Ich habe mal fix was in CAD gezeichnet.


    Wenn du die Segmente etwas runterziehst, kannst du die ganze Breite deines Kellers nutzen.
    Ich habe 60x100 cm Segment reingezeichnet, wenn man auf 50cm Breite ginge, könntest du einen Streckenast nach oben an die Wand legen, auf 10cm Breite bekämst du einen kleinen zweigleisigen FY unter. Mit R=500 solltest du hinten rum kommen.


    Für den Einsatz auf Treffen wird dann wohl noch ein Adapter nötig sein, um beider Strecken auf das erforderliche Profil zu bekommen.



    Damit würdest du einen guten Meter an Länge gewinnen, müsste nur geprüft werden, ob 65cm für die Tür zum Öffnen ausreichen.


    Gleise würde ich i.Ü. unbedingt Weinert empfehlen.


    Viele Grüße


    Micha

  • Hallo Volker,


    irgendwie funktioniert das mit dem Ziehgleis 62 nicht. Es soll ja eigentlich ermöglichen, die Güterwagen aus den Gleisen 4 + 5 zu sortieren ohne dabei die Einfahrweichen für die Reisezüge zu blockieren. Das geht so aber nicht. Da müsste eine Weichenverbindung an die Stelle, wo jetzt in der Zeichnung die Zahl 62 steht. Der Bereich sieht stark nach zwangsläufigem Selbstbau aus ("Hosenträger" im Bogen), da kann dann auch sicher noch eine Weiche zwischengepfriemelt werden. Im anderen Fall müsste diese ganze Situation aufgelöst werden, was aber ca. 70 cm mehr Länge bedeuten würde. Da sehe dann die sowieso schon recht gedrängte Ausführung des oberen Bahnhofs (in den du auch noch mit einem D-Zug (1 Wagen?) reinfahren willst) mehr als gefährdet. Auch der Abstand der beiden Strecken scheint mir hier sehr optimistisch für eine Gestaltung zu sein.


    Vielleicht einfach den Kopfbahnhof etwas großzügiger ausführen und nur die zwei Strecken in den (getrennten) Schattenbahnhof führen?


    LG Bruno - bob -

    Es muss nicht alles perfekt sein was gut ist

  • Hallo Volker,
    Michaels Hinweis auf die Modulkästen ist ganz wichtig, denn Module sollten paarweise vorhanden sein, damit man sie gut und sicher im Auto gestapelt werden können. (Bei Laimburg habe ich deshalb die Einfahrmodule mehrfach überarbeiten müssen, damit die Winkel auch baubar bleiben, außer man lässt lasern. Aber selbst dann ist der Arrangementplaner froh umd ganze Winkel.)


    Was ich beim BW noch nicht erkennen kann sind die Lokbehandlungsgleise. Das BW ließe sich wohl nach links oben verrutschen, um den nötigen Platz zu schaffen.


    Bei meinen Planungen zeichne ich mir immer die Grenzzeichen ein, das hilft, um die Gleislängen wirklich zu erkennen.


    Gruß
    Andreas

  • Hallo zusammen,
    eure Hinweise haben mich schon wieder ein paar Schritte weitergebracht.


    Zunächst noch weitere Infos zu meinem Vorhaben:
    - als Gleissystem wird hauptsächlich Weinert-Gleis eingesetzt. Hauptsächlich, da die Doppelweiche am Kopfende von Walter Völklein kommt und schon vorhanden ist, die Bogenkreuzung im Einfahrbereich ein Eigenbau oder eine Auftragsarbeit wird und die Weichen im kleinen Endbahnhof teilweise Peco-Finscale sind.
    - Als Mindestradius festgelegt habe ich 1000mm mit Übergangsbogen, ab 1100mm auch ohne Übergangsbogen (wenn zwingend erforderlich)



    Axel:
    Zu deiner ersten Frage bezüglich der Laderampe ab Kopfende:
    Das kurze Stummelgleis 31 ist für einen längeren Wagen bzw. zwei kurze (z.B. Rms-31) vorgesehen. Das sollte profilfrei funktionieren. Die Doppelweiche hier ist eine von Walter Völklein gefertigte Weiche mit der Geometrie der 1:6,6-8,6°-Weiche von Weinert.


    Zu deiner weiten Frage zum BW:
    - Ich baue die 23m-Drehscheibe von Digitalzentrale
    - Als Lokschuppen kommt der Lokschuppen Schöneweide von real-Modell zum Einsatz


    - Das Kohlengleis mit Bansen soll das obere, etwas längere Zufahrtgleis zur Drehscheibe sein (ungefähr dort, wo derzeit noch das Stellwerk zu sehen ist), an dem auch zwei Wasserkräne stehen. Weitere Wasserkräne stehen an den Bahnsteiggleisen und am Güterzuggleis (Gl.4)
    - Die Bogenkreuzung wird ein Selbstbau oder eine Auftragsarbeit werden, sonstiges Gleismaterial wird Weinert und wenige Peco-Weichen


    Vielen Dank auch für deinen Hinweis auf Brunos Brebeck-Hohentor-BW. Da werde ich mir sicher noch das ein oder andere abschauen.



    @Michael B:
    Danke für deinen Vorschlag mit dem Verrücken des langen Anlagenschenkels in die Türnische. Leider komme ich dann nicht mehr mit meinen Mindestradien hin.
    Die Segmentplanung sollte ich wohl erstmal machen, bevor ich weiter ins Detail gehen.



    Bruno:
    Das Ziehgleis ist tatsächlich falsch angebunden, ist mir vor lauter umplanen nicht aufgefallen. Im nächsten Entwurf wird das berücksichtigt. Die derzeitige Bahnsteiglänge mit 225cm und 215cm ausreichend für eine Schnellzuglok plus sieben 26,4m-Schnellzugwagen. Meinst Du, das ist ausreichend für einen Bahnhof dieser Kategorie?
    Wegen dem Abstand der beiden Strecken werde ich kurzfristig eine 3D-Ansicht anhängen, anhand der die Situation besser ersichtlich sein wird. Es kann schon sein, dass ich hier nochmal umplanen muss.



    @Andreas S:
    Die Hinweise mit den Modulpäärchen werde ich bei der Planung mit einbeziehen. Ich bin auch ein Freund davon, lieber etwas länger zu planen und alles gut zu durchdenken, damit man später entsprechend mehr Freude am Einsatz der Module hat.
    Die Lokbehandlung erfolgt hauptächlich auf dem oberen Zufahrgleis zur Drehscheibe. Dort wird die Bekohlung, die Besandungsanlage und die Wasserkräne stehen. Ausgeschlackt und Lösche gezogen wird auf einem Strahlengleis der Drehscheibe direkt neben dem Kohlebansen, so die derzeitige Planung.


    Viele Grüße
    Volker

  • Moin Volker,


    zu Deinem Bw und dem Kohlenbansen noch eine Anmerkung:


    auf nahezu allen Modell-Bws ist der Bansen zu klein (vermutlich, weil man nicht mehr Platz dafür hat?).
    Der Bedarf der Kohlenmengen - und damit die Bunkergröße - ergibt sich aus dem Verbrauch, den die stationierten und anderen Loks an den Tag legen.
    Wenn Du an die "Eisenbahntechnische Rundschau" herankommst: dort hat Otto Bode vor langer Zeit eine Abhandlung dazu geschrieben (1954, Seiten 315 bis 339).


    Viel Erfolg bei Deinem Projekt!
    Beste Grüße



    Wolfgang

    Mich interessiert vieles - und immer alles rund um das Bw Bestwig!!

  • Hallo zusammen,
    ich habe den Gleisplan etwas überarbeitet.
    Das Ziehgleis ist jetzt anders angebunden sowie die Weiche zu Gleis 7 versetzt. Dadurch wird Gleis 6 und 7 deutlich länger, was sicher auch von Vorteil ist.


    Zusätzlich habe ich noch eine Variante des Gleisplanes erstellt, bei der der Bahnhofskopf verändert wurde. Betrieblich wird es dadurch etwas komplizierter und die nutzbare Gleislänge von den Gleisen 1 und 2 ist geringer. Was haltet ihr davon?


    Zu beiden Varianten habe ich noch 3D-Darstellungen des Bahnsteigbereiches mit einem am Bahnsteig stehenden D-Zug (Br.03 mit 7 26,4m-Schnellzugwagen) angefertigt.


    Viele Grüße
    Volker

  • Hallo Volker,
    toll, die 3D-Bilder.
    Mir kommt die Seitenrampe gequetscht vor. Das Gleis, mit den Rmms-Wagen, das schon einmal angesprochen wurde, würde ich weglassen, und die Kopf- u. Seitenrampe Gleis 7 und 61 vorbehalten. Lieber verlängerst Du die Seitenrampe auf Kosten von Gl. 7.
    Wenn Du Gl. 31 nicht rausnehmen willst, was mir aber sinnvoll erschiene, um das Gedränge der Gleise zu vermeiden, würde ich es als Abstellgleis für Zusatzwagen oder Postwagen verwenden. Aber ich persönlich würde es weglassen.


    Gruß
    Andreas

  • Hallo Volker,


    jepp, die Länge reicht.


    Aber beim Bw finde ich die Fläche hinter dem Lokschuppen verschenkt. Ich würde den LS einschl. DS dort hinschieben; dann wird auch die ganze Anbindung und das Bansenproblem lösbarer.


    Die 3D-Ansicht hätte ich gerne vom Nebenbahnhof: Da ist ja Platz für nix. Das lange Gleis vorne müsste dann ja wohl das Bahnsteiggleis werden, mit Steilwand zur darunter entlang gehenden Hauptstrecke. Find ich nicht überzeugend.


    Die zugelieferte Weichenverbindung im Eingangskopf wird sicher ein Hingucker!


    So ein leistungsfähigerer Kopfbahnhof, an dem an der abzw. Strecke auch ein Industrieanschließer liegen könnte, fehlt nmK bisher in unserm Modulportfolio.


    LG Bruno - bob -

    Es muss nicht alles perfekt sein was gut ist

  • Hallo zusammen,
    ich antworte erstmal zu Euren Beiträgen.



    @Wolfgang So:
    Das Thema mit den Kohlevorräten habe ich im Hinterkopf. Die Feinplanung des BW steht noch etwas im Hintergrund. Ich werde in jedem Fall ausreichend große Kohlebansen vorsehen.
    Die von Dir benannten Publikationen habe ich leider nicht im Zugriff. Hast Du eventuell eine Quelle für mich?



    @Andreas S:
    Das Gleis 31 war ursprünglich auch nicht als Laderampengleis, sondern als kopfseitiges Ausziehgleis für den Güterbereich vorgesehen, damit zumindest für die Fensterzuggleise 1 und 2 das Ausziehgleis hinter der Doppelweiche jederzeit zum Umsetzen genutzt werden kann. Ich mache mir nochmal Gedanken, was ich mit dem Gleis 31 mache. Eventuelle versetze ich auch die DKW zu Gleis 4 und Gleis 3 wird mit einer Einfachweiche mit der Doppelweiche verbunden, so dass das jetzige Gleis 31 zum kopfseitigen Güterbereich-Ausziehgleis 41 wird. Dadurch könnten unabhängig und ohne Behinderung der Fensterzuggleise 1-3 im Güterbereich (Gleis 4,5,6,7) rangiert werden und die Fensterzugloks umsetzen.



    @Bruno:
    Das BW sitzt derzeit an dieser Stelle, da ich für den Heimbetrieb mit Schwierigkeiten bezüglich Eingrifftiefe recht, wenn es in der Ecke patziert wäre. Ich durchdenke es nochmal gezielt. Mir ist es lieber in der Ecke nur Landschaft darzustellen, als am Ende den Spielspaß wegen Unerreichbarkeit bei Betriebsstörungen in der Ecke zu verlieren. Bestimmt kann ich das BW aber noch etwas verrücken.
    Der kleine Endbahnhof ist momentan eher ein Platzhalter, noch nicht wirklich durchdacht, geschweige denn konkret geplant. Ich stelle mir hier einen kleinen Endbahnhof mit wenigen Ladestellen vor. Eventuell könnte ich mir hier auch einen Anschließer statt dem kleinen Kopfbahnhof vorstellen. Mal schaun. Erstmal gehts um den Spitzkehrenbahnhof.




    Wie ist denn die Meinung von Euch zu den beiden Varianten des Spitzkehrenbahnhofes (V.0.4.1:Ursprungsplanung mit Zusammenführung aller Hauptgleise im Bahnhofskopf oder V0.5.1: Alternativplanung mit separater Zusammenführung von Gleis 1 und 2 sowie getrennt davon der restlichen Gleise im Bahnhofskopf)?



    Viele Grüße
    Volker

  • Hallo Volker,
    die DKW zu versetzen, scheint mir eine gute Idee. So ist die Funktion der Gleise eindeutig, und ohne Behinderung anderer Gleise rangieren zu können, ist ein großer Gewinn an Funktionalität, gerade bei FREMO-Treffen.


    Gruß
    Andreas

  • Hallo Volker,


    schön, das du uns hier deine Planung vorstellst. Vom Betriebsangebot ist mein Michelsheim genau so als Spitzkehre und abzweigender Bahn zu einem Kurort angelegt. Auch habe ich den im FREMO genutzt und dabei viele Erkenntnisse erlangt, die ich dir gerne weitergeben will.
    Als erstes würde ich mal überlegen, ob der Abzweig nicht erst einige Kilometer hinter dem Bahnhof erfolgt und du somit die zweite Anbindung überdenken kannst. Ich würde diese "Strecke, die ja doch irgendwie keine ist komplett weglassen und dafür einen entsprechenden Industriebetrieb am Platz des kleinen Endbahnhofes vorsehen. Wenn du die Strecke dann nach hinten verlegst und die Industrie nach vorne, kannst du dass ggf sogar als eigene Modulgruppe planen. Bringt mehr Speielspaß und du hast für den FREMO Betrieb nur ein Gleis an der Schnittstelle. Parallel zu den Ausfahrgleisen kannst du ja auch eine Halbrelieffabrik andenken, was wiederum auch Güterverkehr anregt.
    Ich würde den linken Bahnhofskopf auch so anlegen, dass das Gleis mittig bis an die Kante geht, so kannst Du den Bahnhof im FREMO auch als Durchgangsbahnhof beztreiben, was immer ein Gewinn auch für den Planer ist. Mache ich auch so bei mir und wird z.B. gerne als Übergang zur Schmalspur oder so genutzt.
    Die Variante 5.1 schaut zwar nett aus ist aber betrieblich nicht zu empfehlen. Du verlierst Nutzlängen und immer ein Gleis mehr, weil du ja auch umfahren musst. Dann musst du aus Gl3 immer durch die Gütergleise rangieren und das willst du bestimmt auch nicht, da du dann ein Gleis komplett nur fürs Umfahren verlierst. Kann ich nicht empfehlen.
    Dito verhält es sich generell mit deiner BW Anbindung die nur aus dem Gleis 1 eine direkte Zufahrt erlaubt. Ich würde es auch weiter nach rechts oben versetzten und von unten her anfahren. Sägen ins BW dauert und blockiert immer die Hauptstrecke. Würde ich insgesamt nochmal überdenken.
    Überlege dochmal ob du nicht ggf die Einfahrweichen weiter nach unten ziehst (geht gut ohne die zweite Strecke). Dadurch gewoinnst du immens an Nutzlänge insbesondere für die mit drei Gleisen aus meiner Sicht zu wenigen Gütergleise. Auch vermisse ich Aufstellgleise für die Personenzuggarnituren, die ja auf jeden Fall von der Nebenstrecke her gepuffert werden sollten.
    Ich würde mal über ein bis zwei Aufstellgleise im Bereich des jetzigen BW nachdenken (Wagenreinigungsanlage vielleicht mal andenken). Auf jeden Fall ist das Gütergleis 4 zu kurz. Ganz besonders wenn du den Bahnhof für den FREMO aktiv nutzen willst. Da werden dir sofort das Gleis 3 und sogar 2 dazu vergewaltigt. Die Anbindung des Ziehgleises hast du ja schon geändert, so dass immer aus dem Gz Einfahrgleis heraus ausgezogen und rangiert werden kann.


    Das klingt jetzt alles sehr nach "Klugscheißermodus" ist aber einfach nur bittere Erkenntnis eines ähnlichen Bahnhofs der schon einige Treffen auch mit Zugbildungsaufgaben hinter sich hat.
    Al Tipp kann ich dir empfehlen mal typische Zugbewegungen auf dem Plan mal nachzufahren. Man erkennt dann sehr schnell wo es eng wird oder klemmt.
    Ich habe mal etwas in deinem Plan rumgemalt um meine Ideen zu veranschaulichen.


    Liebe Grüße und bitte sehe das nicht als Kritik sondern als wirklich gut gemeinte Hilfe eines Betriebsbahners.


    Michael R

  • Hallo zusammen,
    im neuen Plan habe ich versucht, Eure Anregungen umzusetzen. Das Gütergleis 4 ist etwas länger ausgefallen, das BW wurde etwas verschoben und anders angebunden. Jetzt kommt man direkt aus den Gleisen 1 und 2 ins BW sowie von der Einfahrseite. Die Kohlevorräte sollten nun auch in etwa dem entsprechen, was einem BW dieser Größe gerecht wird. Das Ausziehgleis 41 am Kopf ist jetzt direkt am Gütergleis 4 angebunden und ermöglicht so Rangieren ohne Blockade mit den P-Gleisen 1-3.


    Zum Betriebskonzept möchte ich generell nochmal bekräftigen, dass der Bahnhof seinen Schwerpunkt auf PERSONENZUGVERKEHR haben soll. Anschlusszüge, Wagenübergänge (Kurswagen), Sonderzüge (Säuferexpress, Touropa, etc.).
    Das ist möglicherweise Fremo-untypisch. Vielleicht mache ich dadurch auch diesen Bahnhof für den Fremo weniger attraktiv, doch denke ich bringt es auch neue Impulse bzw. neue Spielmöglichkeiten mit sich.


    Ich freue mich auf weitere Anregungen sowie Kritik, Diskussionen und den Austausch über das Projekt.


    Viele Grüße
    Volker

  • Hallo Volker,
    ein Bahnhof, der den Personenverkehr betont ist durchaus interessant für den FREMO.
    Der Gleisplan Deines Bahnhofs hat eine interessante Entwicklung genommen. Es würde mich freuen, Dich und Deinen Bahnhof bei unserem Treffen in Sontheim dabei zu haben.


    Gruß
    Andreas

  • Hallo Volker
    Zu deinem Betriebskonzept. Ich kenne zwar "nur" die Treffen in Mammendorf und hier in der Schweiz (die ich selbst ausrichte), aber irgendwo hin müssen ja die Preiserlein hinfahren. Und so ganz ohne Ladestellen bist Du ja auch nicht.
    Es wäre interessant mal die Kurswagen-Geschichte auszuweiten. Ich kann mir gut vorstellen, dass zu Dir in den Luftkurort Leutchen aus ganz Europa und der Schweiz anreisen würden... ;-)
    Der "Semaphor" hatte 2016 mal eine Sonderausgabe, die man in Ausschnitten hier anschauen kann (http://docplayer.org/28637783-…iker-der-eisenbahnen.html ) zum Thema Kurswagen.


    Was mir nicht klar ist, ist wo Deine Fremo-Schnittstelle hinkommen soll. Ich habe mal was gemalt. Du müsstest die Gleise auf ein zweigleisiges Fremo Profil zusammenbringen (55cm Breite).
    Hier würde ich den Schnitt hinlegen:

    Profile gibt es ja einige...
    http://www.modulbahner.de/FREM…l/html/30152-2E99-fb.html


    LG,
    Axel

  • Hallo Volker,


    ich freue mich, dass hoffentlich auch meine Anregungen nicht als Kritik, sondern wirklich als positiver Input angekommen sind. Betriebskonzept ist von mir klar verstanden. Und gerade desswegen möchte ich nochmal auf eine aus meiner Sicht immer noch nicht vorhandene Abstellgruppe der Garnitur der kurzen Stichbahn oder auch von Kurswagen die hier enden hinweisen, die aus meiner Sicht durch eine Dreiwegweiche vor der Drehscheibe rechts an dieser vorbei mit zwei Gleisen verwirklicht werden könnte.
    Ein mögliche Betriebsablauf könnte dann sein: Ankommen im Bhf, umfahren, ausziehen über die Weiche, Garnitur abstellen, Lok ins Haus. Ablauf passt!
    So lief das auch bei uns auf der Museumsbahn, wenn wir mit dem Zug angekommen waren. Als Heizer macht man da die Lok schon mal so grob fertig fürs Haus..... ähm also Rost hinten sauber machen, frisch aufwerfen und Ruhefeuer vorbereiten.
    Alex Vorschlag mit dem Zweigleiser hat Charme. Aus eigener Erfahrung auch als Treffenplaner denk nochmal über ein Weiterführen der Strecke am linken Ende im FREMO Betrieb nach. Macht den Bahnhof besser planbar und damit noch wesentlich interessanter.


    Michael R

  • Hallo Volker
    Michaels Idee hat was...
    Wenn Du eines der beiden Gleise hier

    So ans Modul-Ende anbindest, dass man noch einen etwas merkwürdig geformten Adapter anbringen kann auf dem es dann auf ein Norm-Stück geht, bist Du daheim mit einem Kopfbahnhof unterwegs und auf dem Treffen hast Du dann alle Optionen offen. Auf den Adapter kannst Du auch das E-Sig unterbringen... Und einen Prellbock mit etwas Plexiglass dahinter bekommt man sicher immer irgenswie clever befestigt.
    Könnte so aussehen:


    Denn, je nach dem, wohin Du den Schnitt auf der Rechten Raumseite legst, bist Du mit deiner Modulgruppe ein 90-100 Grad Winkel. Wenn der Durchfahrbar wäre, wird es leichter für den Planer.


    LG,
    AXEL...