Betriebliche Konzeption 1 - Güterverkehr

  • Tach zusammen,


    im heutigen deutlich umfangreicheren Abschnitt werde ich euch in den Punkten 4.a bis 4.k mit einer hohen Anzahl Zugnummern „nerven“. Aktuell über 400 Zugnummern stehen für die verschiedenen möglichen Verkehrsbeziehungen des Güterverkehrs zur Verfügung. Diesen „Zahlensalat“ braucht natürlich niemand zu lesen (der nicht will), aber vielleicht interessieren ja Vorgehensweise und Verkehrsbeziehungen. Wen es nicht interessiert, der lese bitte nur die Einführung.


    4) Güterverkehr
    Anmerkung vorab:
    Teilweise handelt es sich bei den im Folgenden genannten Zugläufen nicht um Zugläufe des Vorbilds. Die Modell-Laufwege sind auf die Streckenbänder abgestimmt.


    Anders als beim Personenverkehr schließe ich beim Güterverkehr keine Zuggattung aus.
    Zwei Zuggattungen waren jedoch eine Besonderheit:

    • Die Leig. Diese Güterzuggattung wurde zu Beginn der 1950er Jahre im nordwestlichen Ruhrgebiet gefahren. Ihr Zuglauf ging von Duisburg Hbf über Oberhausen Hbf – Dinslaken – Wesel – Bocholt – Rhede – Borken – Dorsten – Gladbeck West – Bottrop Hbf – Oberhausen West zurück nach Duisburg Hbf.
      Leichte Güterzüge verkehrten im Ruhrgebiet der Jahre 1957/58 nicht mehr, nur ein solcher Güterzug brach noch in die Direktion ein; aus der Direktion Münster kommend nach Wanne-Eickel Hbf zur Stückgutumladehalle.
    • Der GmP. Bisher lassen sich zwei Güterzüge mit Personenbeförderung nachweisen, sie verkehrten zwischen Borken und Burlo.

    Für Güterzüge ist der begrenzende Faktor die maximale Gleisnutzlänge des Modellbahnhofes. Sie steht derzeit noch nicht fest, wird aber sicherlich die durchschnittlichen Güterzüge verkraften können.


    In ersten Planungen habe ich für insgesamt zwanzig Güterzüge aller Gattungen -in jeder Richtung zehn- Fahrplantrassen vorgesehen. Davon sollen je zwei für Rangiertätigkeiten im Bahnhof längere Aufenthaltszeiten haben, je einer könnte hier enden und wieder beginnen. Da, wie unten beschrieben, jedoch deutlich mehr Güterzüge möglich sein werden, wird es ein Auswahlverfahren geben (müssen). Dazu jedoch erst später mehr.


    Ein zu berücksichtigender Planungsfaktor waren die Verschiebebahnhöfe. Von ihnen gehen fast alle Zuggattungen ab, nur einige überregionale Güterzugverbindungen haben andere Start- oder Zielbahnhöfe. Damit im späteren Modell-Fahrbetrieb eine gewisse Logik vorhanden ist, habe ich den 25 Verschiebebahnhöfen des Ruhrgebietes eine Nummernsystematik gegeben. Dieser Vorgehensweise kam die Zugnummernvergabe der Deutschen Bundesbahn von 1952 entgegen, in der die hauptsächlich in Frage kommenden Güterzuggattungen (Durchgangsgüterzüge, Nahgüterzüge und Leerwagenzüge) jeweils einen ganzen Tausenderbereich abdeckten.
    In meiner Nummernsystematik bezeichnet die 100er-Zahl die Größe (siehe Anmerkung und detaillierter ab hier) und die 10er-Zahl die alphabetische Position des Verschiebebahnhofes in dieser Gruppe. Danach erst wird bei 0 beginnend hochgezählt, natürlich unter Berücksichtigung der Verkehrsrichtung. Somit können bei einem Bahnhof entweder nur gerade oder nur ungerade Zugnummern vorhanden sein, bei einem anderen aber gerade und ungerade Zugnummern.


    Anmerkung zu Größe und 100er-Stelle:
    0 = kleine Verschiebebahnhöfe mit 1000 – 1500 Wagen
    1 = mittlere Verschiebebahnhöfe mit 1500 bis 3000 Wagen
    3 = große Verschiebebahnhöfe mit über 3000 Wagen


    Des Weiteren habe ich hier einen anderen Weg beschritten und den Güterzugverbindungen teilweise bereits feste Laufwege zugeordnet. Einige Zuggattungen haben aktuell nur ihren Abgangsbahnhof benannt.
    Somit konnten „reale“ Verkehrsbeziehungen analog zum Vorbild kreiert werden. Dabei kam es mir darauf an, die Zugverbindungen aus einem bestimmten Verschiebebahnhof zu einem bestimmten Verschiebebahnhof zu führen. Auch wurden die oben erwähnten Streckenbänder berücksichtigt. Die Zugnummern bei Vorbild-Relationen weichen jedoch vom Vorbild ab.
    Hieraus resultiert allerdings auch die hohe Anzahl Zugnummern.


    Ab jetzt also nur noch der „Zahlensalat“:


    4.a) Schnellgüterzüge (Zuggattung 40,1 und 40,2)
    Schnellgüterzüge (Sg) brachten alle Eilgüter, wie heimisches Obst und Gemüse, Südfrüchte, Fisch und Fleisch für die Großmärkte in der nächstgrößeren Stadt. Auch anderes eiliges Frachtgut konnte mit ihnen transportiert werden. Sie verkehrten überregional.


    Schnellgüterzüge erfahren keine Rangierbehandlung im Modellbahnhof. Ihre Gegenzüge (Leerzüge) verkehren als Sg, sofern es sich um „Spezialwagen“ handelt. Hier also die Kühlwagen, die Spitzdachwagen der FS oder Wagen von Vermietungsgesellschaften.
    Die Zugnummern und ihre Laufwege lauten:
    Frachtgut Fisch
    Sg 5510 Cuxhaven – Köln-Gereon; Fisch
    Sg 5520 Hamburg-Altona – Köln-Gereon; Fisch
    Sg 5530 Bremerhaven-Geestemünde – Köln-Gereon; Fisch


    Frachtgut Obst und Gemüse
    Sg 5832 Bremerhaven-Seehafen – Köln-Gereon; Bananen
    Sg 5841 B, Ludwigshafen – Duisburg Hbf; Frühkartoffeln, sonstiges Obst und Gemüse
    Sg 5851 (Südeuropa -) München Süd – (Frankfurt Osthafen) - Wanne-Eickel Hbf; Obst und Gemüse
    Sg 5853 (Südeuropa -) München Süd – Duisburg Hafen; Obst und Gemüse
    Sg 5855 (Südeuropa -) München Süd – Oberhausen – Gelsenkirchen Hbf; Obst und Gemüse
    Sg 5857 (Südeuropa -) München Süd – Essen Nord – Recklinghausen Hbf; Obst und Gemüse
    Sg 5859 (Südeuropa -) München Süd – (Gießen) – (Hagen) - Dortmund Süd - Bochum Nord; Obst und Gemüse
    Sg 5861 (Frankreich/Spanien -) Ehrang – Duisburg Hbf; Obst und Gemüse
    Sg 5871 (Holland/Niederrhein -) Köln-Gereon - Osnabrück; Obst und Gemüse


    Leerzüge (Zuggattung 40,2)
    Aus Frachtgut Fisch
    Sg 5511 Köln-Gereon – Cuxhaven
    Sg 5521 Köln-Gereon – Hamburg-Altona
    Sg 5531 Köln-Gereon – Bremerhaven-Geestemünde


    Aus Frachtgut Obst und Gemüse
    Sg 5833 Köln-Gereon – Bremerhaven-Seehafen
    Sg 5850 Wanne-Eickel Hbf – München Süd
    Sg 5852 Duisburg Hafen – München Süd
    Sg 5854 Gelsenkirchen Hbf – München Süd
    Sg 5856 Recklinghausen Hbf – München Süd
    Sg 5858 Bochum Nord – München Süd
    Sg 5860 Duisburg Hbf – Ehrang
    Sg 5870 Osnabrück – Köln-Gereon


    4.b) Durchgangseilgüterzüge (Zuggattung 50,1)
    Sie transportierten meist Obst und Gemüse aus deutschen Landen.


    Von dieser Zuggattung verkehren verschiedene Züge auf der Modellbahn, sie erfahren ebenfalls keine Behandlung im Modellbahnhof, beleben aber das tägliche „Abfuhrprogramm“.
    De 5003 Köln-Gereon – Hannover-Linden; Frühkartoffeln, sonstiges Obst und Gemüse
    De 5010 Hannover-Linden – Duisburg Hbf; Frühkartoffeln, sonstiges Obst und Gemüse
    De 5012 Hamburg-Eidelstedt – Duisburg Hbf; Obst aus dem „Alten Land“
    De 5014 Osnabrück – Köln-Gereon; Obst und Gemüse
    De 5025 B, Nürnberg Rbf – Wanne-Eickel Hbf; Heidelbeeren, sonstiges Obst und Gemüse
    De 5027 B, Mainz – Wanne-Eickel Hbf; Frühkartoffeln, sonstiges Obst und Gemüse
    De 5029 B, Ludwigshafen – Wanne-Eickel; Frühkartoffeln, sonstiges Obst und Gemüse


    4.c) Viehzüge (Zuggattungen 53,1, 53,2)
    Viehzüge (V) brachten Schlachtvieh und anderes Eilgut zum nächsten Verschiebebahnhof.


    Viehgüterzüge erfahren (nach jetziger Planung) keine Rangierbehandlung im Modellbahnhof. Sie können durch sonstige Eilwagen ergänzt werden. Aktuell habe ich ausschließlich Zugverbindungen aus nördlichen Abgangsbahnhöfen. Ergänzungen mit Viehzügen aus südlichen Gefilden ins Ruhrgebiet sind hoch willkommen.


    V 5608 B So Neubeckum – Essen Nord
    V 5616 So Münster (Westf) – Wanne-Eickel Hbf
    V 5618 So Nienburg – Wanne-Eickel Hbf
    V 5664 So Soest – Duisburg Hbf
    V 5666 So Coesfeld – Duisburg Hbf
    V 5710 So Osnabrück Rbf - Aachen Nord
    V 5712 Mi Osnabrück Rbf - Aachen Nord
    V 5714 B Fr Osnabrück Rbf – Köln-Nippes
    V 5716 So Uelzen – Köln-Gereon


    Leere Viehwagen werden auf Essen Nord (dort befand sich eine große Viehwagenentseuchungsanlage) abgefahren. Als Startbahnhof für Züge nur aus Viehwagen kommen nur zwei Bahnhöfe in Frage; die Züge verkehren einen Tag nach der Zustellung. Einzelwagen werden in Ng abgefahren.
    V 5675 Mo Duisburg Hbf – Essen Nord
    V 5676 Mo Wanne-Eickel Hbf – Essen Nord
    Anmerkung:
    Hierzu wird auch gerne eine Korrektur entgegengenommen, da bisher nicht klar ist, ob leere Viehwagen als V (Zuggattung 53,2) oder als Lgg (Zuggattung 68,2) geführt wurden.


    4.d) Naheilgüterzüge (Zuggattung 55,1)
    Die Ne dienten der Unterverteilung von z.B. Fisch-Kühlwagen, Viehwagen oder Obst- und Gemüse-Wagen ab den unterschiedlichen Ausgangsbahnhöfen aus den oben genannten Schnellgüterzügen, Durchgangseilgüterzügen oder Viehzügen.


    Mindestens ein Naheilgüterzugpaar (Ne) für gemischte Frachten, die einer eiligen Zustellung bedürfen, wird werktäglich eingelegt.
    Eilkurswagen (Ek) können Bestandteil eines Ne sein. Dabei ist die Aufnahme oder das Abstellen eines Eilkurswagens im Bahnhof genauso denkbar, wie die Zustellung mehrerer eiliger Wagen (Eilgutwagen) für den örtlichen Blumen- oder Kartoffelgroßhändler.
    Gsw – geschlossene Frachtstückgüterwagen – und Stückgutwagen werden im Modellbahnhof von einem Ne aufgenommen und nach Wanne-Eickel gebracht (zur Stückgutumladung/Wagenumstellung).
    Die Zugnummern lauten:
    Bochum-Langendreer
    Ne 5210 bis Ne 5219; Laufwege von/bis Hagen-Vorhalle, Hagen-Eckesey, Wanne-Eickel Hbf oder Witten Hbf
    Bochum Nord
    Ne 5220 bis Ne 5229; Laufwege von/bis Wanne-Eickel Hbf oder Bochum-Langendreer
    Duisburg Hbf
    Ne 5230 bis Ne 5239; Laufwege von/bis Dorsten oder Gelsenkirchen-Bismarck
    Gelsenkirchen Hbf
    Ne 5240 bis Ne 5249; Laufwege von/bis Duisburg Hbf oder Wanne-Eickel Hbf
    Recklinghausen Hbf
    Ne 5250 bis Ne 5259; Laufwege von/bis Duisburg Hbf, Oberhausen-Osterfeld Süd, Bochum-Langendreer
    Wanne-Eickel
    5260 bis Ne 5269; Laufwege von/bis Bochum-Langendreer oder Duisburg Hbf


    4.e) Durchgangsgüterzüge (Zuggattung 60,1)
    Jeweils zwei Durchgangsgüterzüge (Dg) je Richtung haben eine feste Fahrplantrasse bekommen.
    Die deutlich höhere Zugnummernanzahl resultiert erneut aus den Start- und Ziel-Verschiebebahnhöfen. Jedoch werden hier nur die Verschiebebahnhöfe genutzt, die auch Dg durch das „innere“ Ruhrgebiet abgefertigt haben. Dies traf meist nur für die großen Bahnhöfe zu.
    Das morgendliche Güterzugpaar wird dabei mit „realen“ Frachtzetteln bestückte Wagen in den „richtigen“ Zugspeicher bringen (siehe oben Verkehrsbeziehungen – Güterverkehr – Fehlfarben).
    Das abendlich einzulegende Durchgangsgüterzugpaar wird je als Bedarfszug deklariert. Hierfür wird der Zugnummer ein +B+ angehängt. Er verkehrt nur, wenn so viel Fracht im „falschen“ Zugspeicher angefallen ist, dass diese mit dem morgendlichen Güterzug (Gleisnutzlänge ist zu beachten) nicht abgefahren werden kann.
    Anmerkung dazu:
    Es gibt im Modell später einmal durchaus Situationen, in denen „Fracht“ in eine andere als die notwendige Richtung abgefahren werden musste. Sie sollte deshalb nachträglich in den richtigen Zugspeicher überführt werden (können).
    Ein Beispiel:
    Fracht für Hamburg (BLAU) muss auf Grund der Lage des Modellbahnhofes erst nach Süden zum „fiktiven“ Vbf Bochum-Langendreer (GELB) abgefahren werden um von dort über Wanne-Eickel Vbf (BLAU) nach Hamburg zu gelangen.


    Durchgangsgüterzüge erfahren keine Rangierbehandlung im Modellbahnhof.
    Die maximale Achszahl für einen Durchgangsgüterzug wird auf 80 Achsen festgelegt.
    Als Abgangsbahnhöfe wurden die Verschiebebahnhöfe gemäß der Zugbildungsaufgaben für Durchgangsgüterzüge festgelegt, jedoch nur mit den Beziehungen, die das Ruhrgebiet berührten. Lücken in der Systematik sind die Platzhalter für die hier nicht angesprochenen Verschiebebahnhöfe mit Zugbildungsaufgaben für Dg außerhalb des Ruhrgebietes.
    Dg 6110, Dg 6112, Dg 6114, Dg 6116, Dg 6118; Bochum-Langendreer – Hagen-Vorhalle
    Dg 6120, Dg 6122, Dg 6124, Dg 6126, Dg 6128; Bochum-Langendreer – Hohenbudberg
    Dg 6131, Dg 6133, Dg 6135, Dg 6137, Dg 6139; Bochum-Langendreer – Wanne-Eickel Hbf


    Dg 6210, Dg 6212, Dg 6214, Dg 6216, Dg 6218; Dortmunderfeld – Hagen-Vorhalle
    Dg 6220, Dg 6222, Dg 6224, Dg 6226, Dg 6228; Dortmund-Hörde - Schwerte
    Dg 6231, Dg 6233, Dg 6235, Dg 6237, Dg 6239; Dortmund-Hörde – Soest


    Dg 6310, Dg 6312, Dg 6314, Dg 6316, Dg 6318; Duisburg Hbf - Gremberg


    Dg 6410, Dg 6412, Dg 6414, Dg 6416, Dg 6418; Gelsenkirchen-Bismarck – Coesfeld
    Dg 6420, Dg 6422, Dg 6424, Dg 6426, Dg 6428; Gelsenkirchen-Bismarck – Duisburg-Hochfeld Süd
    Dg 6431, Dg 6433, Dg 6435, Dg 6437, Dg 6439; Gelsenkirchen-Bismarck – Wanne-Eickel Hbf


    Dg 6510, Dg 6512, Dg6514, Dg 6516, Dg 6518; Hamm – Hagen-Vorhalle


    Dg 6610; Dg 6612, Dg 6614, Dg 6616, Dg 6618; Wanne-Eickel Hbf – Duisburg-Wedau
    Dg 6620; Dg 6622, Dg 6624, Dg 6626, Dg 6628; Wanne-Eickel Hbf – Hagen-Vorhalle
    Dg 6631; Dg 6633, Dg 6635, Dg 6637; Dg 6639; Wanne-Eickel Hbf – Hamm Vbf
    Dg 6640; Dg 6642, Dg 6644, Dg 6646, Dg 6648; Wanne-Eickel Hbf – Schwerte
    Dg 6651; Dg 6653, Dg 6655, Dg 6657, Dg 6659; Wanne-Eickel Hbf – Soest


    Zusätzlich wurden weitere vorbildgemäße Durchgangsgüterzüge eingeplant. Ihre Zugnummern, die sich ebenfalls nicht an die „allgemeinen Vergaberegeln“ halten konnten, lauten:
    Dg 6020 bis Dg 6029 für einen „Wettbewerbs-Dg“
    Dg 6050 bis Dg 6059 für einen Dg mit Gsw-Beförderung
    Gsw: Geschlossene Frachtstückgüterwagen


    Überregionale Durchgangsgüterzüge sind bisher nur wenige vorgesehen. Wenn jemand Informationen zu weiteren Zugverbindungen hat, würde ich mich über eine Zuschrift freuen.


    Dg 7011 Köln-Kalk Nord – Wanne-Eickel
    Dg 7013 Köln-Kalk Nord – Osnabrück Rbf
    Dg 7121 München-Pasing – Wanne-Eickel Hbf
    Dg 7123 Nürnberg Rbf - Wanne-Eickel


    Bis hier Teil 1, der nächste Teil folgt gleich.


    Herzliche Grüße
    Andreas

    meinpottq8j3v.jpg
    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

    4 Mal editiert, zuletzt von Andreas B ()

  • Zweiter Teil:


    4.f) Großgüterwagenzug (Zuggattungen 66,1 und 66,2)
    Aus Großgüterwagen (OOt) gebildete Züge können im Modellbahnhof beginnen (Vollzug; Zuggattung 66,1) oder enden (Leerzug; Zuggattung 66,2). Diese Züge dienen dem Abtransport von Kohle.
    Für den Erzverkehr und/oder den Koksverkehr können weitere Züge eingelegt werden.
    Die maximale Last dieser Züge liegt bei 120 Achsen.
    Die Zugnummern lauten:
    Gdg 7944 Koks Ruhr - Österreich
    Gdg 7974 Erz Deutsche Seehäfen Nordsee – Ruhr (Import)
    Gdg 7976 Erz Deutsche Seehäfen Ostsee – Ruhr (Import)
    Gdg 7981 Kohle Ruhr - Berlin
    Gdg 7983, Gdg 7984 Kohle Ruhr – Deutschland allgemein
    Gdg 7985, Gdg 7986 Koks Ruhr – Deutschland allgemein
    Gdg 7992 Erz Harz/Harzvorland – Ruhr (Gegenzug zu Gdg 7981)
    Gdg 7994 Erz Damme – Ruhr
    Gdg 7995 Erz Lahn/Dill – Ruhr
    Gdg 7997 Erz Geislingen – Ruhr


    Die Gegenzüge, soweit notwendig, lauten:
    Gdg 7945 Österreich – Ruhr
    Gdg 7975 Ruhr – Deutsche Seehäfen Nordsee
    Gdg 7977 Ruhr – Deutsche Seehäfen Ostsee
    Gdg 7995 Ruhr – Damme
    Gdg 7996 Ruhr – Lahn/Dill
    Gdg 7998 Ruhr - Geislingen


    4.g) Ganzzug (Zuggattung 67,1)
    Als Gegenzug zum Leerwagenzug aus leeren offenen Güterwagen (siehe 4.h) können aus dem Modellbahnhof heraus Kohle-Ganzzüge (Gag) gebildet werden. Sie verkehren zu verschiedenen Destinationen.
    Gag 9012 VnA Kohle und Koks Ruhr – Luxemburg
    Gag 9014 So Kohle und Koks Ruhr - Luxemburg
    Gag 9016 W Koks Ruhr – Luxemburg
    Gag 9022 VnA Kohle und Koks Ruhr - Belgien
    Gag 9032 W Kohle und Koks Ruhr – Frankreich
    Gag 9034 VnA Kohle und Koks Ruhr – Frankreich
    Gag 9042 VnA Kohle Ruhr - Österreich (Schienenweg)
    Gag 9044 Kohle Ruhr – Österreich (gebrochener Schienenweg)
    Gag 9052 VnA Kohle Ruhr – Italien
    Gag 9162 VnA Kohle Ruhr – Belgische Seehäfen (Export)
    Gag 9171 VnA Kohle Ruhr – Deutsche Seehäfen Nordsee (Export)
    Gag 9173 VnA Kohle Ruhr – Deutsche Seehäfen Ostsee (Export)
    Gag 9174 VnA Erz Deutsche Seehäfen Nordsee – Ruhr (Import)
    Gag 9176 VnA Erz Deutsche Seehäfen Ostsee - Ruhr (Import)
    Gag 9281 und Gag 9282 Kohle Ruhr – Deutschland allgemein
    Gag 9284 VnA Kohle Ruhr – Kornwestheim
    Gag 9286 VnA Kohle Ruhr – München-Laim
    Gag 9288 VnA Kohle Ruhr – Nürnberg
    Gag 9290 VnA Kohle Ruhr – Dillenburg
    Gag 9292 VnA Kohle Ruhr – Wiesbaden Ost
    Gag 9294 VnA Kohle Ruhr – Augsburg


    So = verkehrt am Sonntag
    VnA = Verkehrt nach Anforderung


    4.h) Leerwagenzug (Zuggattungen 68,2 und 69,2)
    Leerwagenzüge aus gedeckten Güterwagen (Lgg, Zuggattung 68,2; Einsatz bis 1959) oder andere Leerwagenzüge (Lg, Zuggattung 68,2; ab 1959) können bei Bedarf geführt werden.
    Ihre Zugnummern ab 1959 orientieren sich an einer Auswahl der Ausgangsbahnhöfe (meist große Verschiebebahnhöfe) im Ruhrgebiet (siehe 4.i Nahgüterzüge).
    Bochum-Langendreer ........Lg 10810 B bis Lg 10819 B
    Dortmunderfeld ..................Lg 10820 B bis Lg 10829 B
    Duisburg-Wedau ................Lg 10830 B bis Lg 10839 B
    Hamm ................................Lg 10840 B bis Lg 10849 B
    Oberhausen-Osterfeld Süd Lg 10850 B bis Lg 10859 B
    Wanne-Eickel Hbf ..............Lg 10860 B bis Lg 10869 B


    Bis 1959 gab es noch die Leerwagenzüge aus gedeckten Güterzügen (Lgg). Diese werden erneut nur den großen Verschiebebahnhöfen zugeordnet, obwohl sie theoretisch von allen Verschiebebahnhöfen aus gebildet worden sein könnten. Alle Züge verkehren als Bedarfszug.
    Bochum-Langendreer ........Lgg 10910 B bis Lgg 10919 B
    Dortmunderfeld ..................Lgg 10920 B bis Lgg 10829 B
    Dortmund Vbf ....................Lgg 10930 B bis Lgg 10939 B
    Duisburg-Wedau ................Lgg 10941 B, Lgg 10943 B, Lgg 10945 B, Lgg 10947 B, Lgg 10949 B
    Hamm ................................Lgg 10950 B, Lgg 10952 B, Lgg 10954 B, Lgg 10956 B, Lgg 10958 B
    Oberhausen-Osterfeld Süd Lgg 10960 B bis Lgg 10969 B
    Soest .................................Lgg 10970 B bis Lgg 10979 B
    Wanne-Eickel Hbf ..............Lgg 10980 B bis Lgg 10989 B


    Leerwagenzüge aus offenen Güterwagen (Lgo, Zuggattung 69,2) versorgen die „hiesige“ Zeche mit leeren O-Wagen zur Beladung mit Kohle. Die Zeche wird bis zu dreimal täglich bedient. Die Abgangsbahnhöfe entsprechen den hier (LINK: ) beschriebenen Empfangsbahnhöfen für leere O-Wagen. Es sind Zugnummern gemäß des Abgangsbahnhofes vorgesehen; sie sind im gesamten Modellzeitraum gültig:
    Bochum-Langendreer ........Lgo 10310 bis Lgo 10319
    Duisburg-Wedau ................Lgo 10321, Lgo 10323, Lgo 10325, Lgo 10327, Lgo 10329
    Marl-Sinsen ........................Lgo 10330, Lgo 10332, Lgo 10334, Lgo 10336, Lgo 10338
    Hamm .................................Lgo 10340, Lgo 10342, Lgo 10344, Lgo 10346, Lgo 10348
    Oberhausen-Osterfeld Süd Lgo 10350 bis Lgo 10359


    4.i) Nahgüterzüge (Zuggattung 70,1)
    Vier, eventuell sechs, Nahgüterzüge (Ng) bringen die tägliche Fracht für die örtlichen Anschließer. Denkbar ist die Verteilung durch die Zuglok und/oder durch eine kleine Ortslok (Köf II).


    Für den Güterverkehr stellt sich natürlich die Frage nach den Anschließern. Dies ist noch stark von der tatsächlichen Gleisanlage abhängig. Hier ist zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließende Entscheidung gefallen (Stand Juni 2018). Bisherige Planungen gehen von vier Anschließern mit Gleisanschluss aus. Weitere Anschließer können über die Ladestraße und den Güterschuppen bedient werden. Sie würden dann die neuen und alten Angebote der Bahn wahrnehmen: Der Culemeyer-Anschluss für den Blumengroßhändler, der pa-Behälter-Verkehr für den Futtermittelhändler, Zement im Kds-Wagen für die Baufirma oder ähnliches.
    Ihre Zugnummern orientieren sich erneut an den Ausgangsbahnhöfen (Verschiebebahnhöfen) im Ruhrgebiet. Die Zugnummern lauten:


    Dortmund-Hörde ..................Ng 8010 bis Ng 8019
    Duisburg-Hochfeld Süd ........Ng 8021, Ng 8023, Ng 8025, Ng 8027, Ng 8029
    Duisburg-Neumühl ...............Ng 8030 bis Ng 8039
    Essen-Kupferdreh ................Ng 8040 bis Ng 8049
    Essen Nord ..........................Ng 8050 bis Ng 8059
    Gelsenkirchen-Schalke Süd Ng 8060 bis Ng 8069
    Oberhausen-Sterkrade ........Ng 8070 bis Ng 8079
    Recklinghausen Ost .............Ng 8080 bis Ng 8089
    Recklinghausen Süd ............Ng 8090 bis Ng 8099


    Bochum-Dahlhausen .....Ng 8111, Ng 8113, Ng 8115, Ng 8117, Ng 8119
    Dortmund-Eving .............Ng 8120 bis Ng 8129
    Duisburg Hbf ..................Ng 8131, Ng 8133, Ng 8135, Ng 8137, Ng 8139
    Duisburg-Ruhrort Hafen .Ng 8141, Ng 8143, Ng 8145, Ng 8147, Ng 8149
    Gelsenkirchen-Bismarck Ng 8150 bis Ng 8159
    Herne .............................Ng 8160 bis Ng 8169
    Marl-Sinsen ....................Ng 8170, Ng 8172, Ng 8174, Ng 8176, Ng 8178
    Oberhausen West ..........Ng 8180 bis Ng 8189


    Bochum-Langendreer .........Ng 8310 bis Ng 8319
    Dortmunderfeld ...................Ng 8320 bis Ng 8239
    Dortmund Vbf ......................Ng 8330 bis Ng 8339
    Duisburg-Wedau .................Ng 8341, Ng 8343, Ng 8345, Ng 8347, Ng 8349
    Hamm .................................Ng 8350, Ng 8352, Ng 8354, Ng 8356, Ng 8358
    Oberhausen-Osterfeld Süd Ng 8360 bis Ng 8369
    Soest ..................................keine Verkehrsbeziehung
    Wanne-Eickel Hbf ..............Ng 8380 bis Ng 8389


    Der Verschiebebahnhöfe Soest wird keine Frachtbeziehungen zum Modellbahnhof haben, seine Lage lässt einen Ng zum Modellbahnhof nicht zu (und in der Realität wird er auch nie einen Ng in das innere Ruhrgebiet abgefertigt haben). Weitere Bahnhöfe könnten auf Grund ihrer Randlage hinzukommen (Duisburg-Neumühl oder Oberhausen-Sterkrade zum Beispiel).


    Für Nahgüterzüge wird ein Frachtaufkommen generiert, das sich nicht an einem „Arbeitstag“ abarbeiten lässt. Hier greife ich die Informationen von Michael R (hier LINK: Im Wandel der Zeit) auf, der sich Frachten für einen ganzen Modellmonat geschaffen hat. Dies könnte ich mir auch vorstellen.


    4.j) Übergaben (bis 1959 Zuggattungen 76,1 und 78,1; ab 1959 Zuggattung 76,1)
    Übergaben mit Frachten zu benachbarten Bahnhöfen (Üb; bis 1959 Zuggattung 76,1) oder zu Anschließern auf freier Strecke (Üa; bis 1959 Zuggattung 78,1) – ab 1959 allgemein als Üb (Zuggattung 76,1) bezeichnet- können den Güterverkehr beleben. Das so generierte höhere Wagenaufkommen ist mit dem benötigten Rangierverkehr nur in einem Bahnhof mittlerer Größe zu handhaben – dies ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht hundertprozentig klar. Vorab habe ich trotzdem im Fahrplan je Bahnhofsausfahrt mehrere Trassen für solche Übergaben eingetragen, ihre Nutzung ist abhängig von der tatsächlichen Bahnhofsausstattung und dem fiktiven Streckenband.
    Für Fahrpläne vor 1959 sind die Zugnummern Üb 15110 bis Üb 15119, Üb 15120 bis Üb 15129, sowie Üa 15130 bis Üa 15139, Üa 15140 bis Üa 50149 reserviert.
    Die Zugnummern ab 1959: Üb 15150 bis Üb 15159


    Übergaben können im Modell bis in den Zugspeicher verkehren, dort die Wagen absetzen und die be- oder entladenen Wagen der letzten Zustellung wieder mitbringen. Hierzu müsste eventuell ein weiteres Gleis eingefügt werden, oder es besteht ein Anschluss „Schachtelhausen“ (Wagen abräumen in Schachtel 2 und aus Schachtel 1 die „be-/entladenen“ Wagen für die Rückleistung aufsetzen).


    4.k) Sonstiges
    Weitere Zuggattungen sind möglich, sie würden als „Sonderzüge“ eingeplant. Die dafür benötigten Plantrassen müssen ad hoc geplant werden. Dies könnte die Aufgabe des Dispatchers werden, der dann auch das „Verkehrsbüro“ besetzt.
    Beispiele:
    Lpaz (Zuggattung 96): ....................Lpaz 12310, Lpaz 12311; sie befördert aufgelaufene Güterzuggepäckwagen.
    Lokleerfahrten (Zuggattung 96): .....Lz 14110 bis Lz 14119
    Dienstgut (Zuggattung 80): .............Dstg 16280, Dstg 16281
    Arbeitszug (Zuggattung 84): ...........A 17270, A 17271
    Leerlokomotivzug (Zuggattung 83): Dstl 18290, Dstl 18291
    Flügelzüge zu oben angeführten Sg, De, Dg, Gag, Gdg behalten die Zugnummern ab der 2. Stelle. Die erste Stelle (5xxx, 6xxx, 7xxx, 9xxx) wird durch die 11 ersetzt.


    Schlussworte:
    Insgesamt habe ich hier weit über 400 Güterzugnummern genannt. Sollte ich zukünftig weitere für mich interessante Zugverbindungen finden, so könnten einzelne Nummernkreise noch ergänzt werden.
    Diese Menge wird durch verschiedene Faktoren bis zu einer handhabbaren Anzahl reduziert:
    a) Natürlich hat nicht jeder oben angeführte Verschiebebahnhof mit meinem Modellbahnhof in jeder Session eine Verkehrsbeziehung. Das wäre mehr als unrealistisch. Aber je nach Lage im Raum können es schon mal drei oder vier Bahnhöfe sein. Sie können nun mit einer Zugnummer geplant werden, die nach einem einheitlichen System aufgebaut ist.


    b) Da sich der Modellbahnhof auf Grund der Streckenbänder an verschiedenen Positionen befinden kann, war eine umfangreichere Planung notwendig, die jedoch niemals in seiner Ganzheit auf einer Position „bespielt“ werden kann. Insofern sind also 90 bis 95 Prozent aller Zugverbindungen auf andere Streckenbänder zutreffend,


    c) Viele Zugverbindungen werden auch erst in einem besonderen Verfahren als Ereignis „aktiv“, bis dahin sind sie sozusagen nicht existent.


    Bevor jetzt jemand „meckert“:
    Mir ist natürlich völlig klar, dass selbst die reduzierte Anzahl niemals an einem Tag abgearbeitet werden kann (in der Modellwelt). Das soll sie auch gar nicht. Vielmehr ist mir damit die Möglichkeit gegeben, Züge mit unterschiedlichen Start- und/oder Zielorten über mehrere Fahrplantage hinweg „abzuarbeiten“ und sie immer einer festen Relation zuordnen zu können. Dies kommt dem Spiel über einen längeren Zeitraum entgegen, der Modellbetrieb lässt sich damit abwechslungsreicher gestalten. Und bei einem Wechsel des Standortes (siehe Bewegungsachsen) gehen mir die Zugnummern trotzdem nicht aus :) .


    Herzliche Grüße
    Andreas

    meinpottq8j3v.jpg
    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …