Betriebliche Konzeption 1 - Zugbildungsvorschrift Güterzüge

  • Tach zusammen,


    heute geht es im letzten Teil um die


    5.b) Güterzugbildungsvorschrift (GZV)
    In der Güterzugvorschrift werden andere Angaben gemacht:
    Zugnummer
    Laufweg
    Angaben zu Wagengruppen ab bestimmten Unterwegsbahnhöfen
    Fracht mit zusätzlichen Informationen und Anweisungen
    Höchststärke in Achsen
    Weitere Anweisungen zu Wartezeiten, Wagenübergängen, betriebliche Informationen
    Hier werden alle Angaben auch in die Modell-GZV umgesetzt. Sie ist später Arbeitsgrundlage für den Bediener des Zugspeichers, den „Lokführer“, den „Zugführer“ und den „Rangierer“.


    Ein Beispiel und auch hier die Erläuterungen dazu:



    Ab Duisburg sieht die Zugbildung dementsprechend so aus:


    Wieviel Wagen (Achsen) der Zug nun noch hat lässt sich natürlich nicht sagen, aber maximal 66 Achsen sind ja erlaubt. Die Last für den Modellzug wird in einem besonderen Verfahren für jede Gruppe separat ermittelt. Dazu jedoch erst später mehr.


    Bei den Güterzügen ist die Erstellung der Vorschrift keine so einfache Angelegenheit, wie bei den Personenzügen. Hier muss für jeden Zug eine eigene, auf ihn zugeschnittene, Güterzugbildungsvorschrift erarbeitet werden. Dabei war es mir wichtig, auch überregionale Aspekte (wie hier in Oberlahnstein und Derendorf) mit zu berücksichtigen. Somit ist gewährleistet, dass ein Güterzug auch die „richtigen“ Wagen eingestellt bekommt.


    Die einzelnen Seiten der Zugbildungsvorschriften wurden gesammelt, nach Jahren zusammengefasst und in einer GZV für die ausgewählte Fahrplanperiode gebündelt. Auch in der GZV werden die durch die „Bewegungsachsen“ möglichen unterschiedlichen Standorte mit eigenen Güterzugbildungsvorschriften abgedeckt.


    Hier noch das Deckblatt meiner 1955er GZV für den zweiten Standort des Modellbahnhofes.



    Der aufmerksame Leser wird es bemerkt haben: in allen diesen Vorschriften fehlt die Angabe zur Zuglokomotive. Sie wird erst im Buchfahrplan hinzugefügt. Doch das ist ein späteres Thema.


    Somit bin ich im ersten Teil der betrieblichen Konzeption am Ende angelangt. Im zweiten Teil zeige ich, wie ich den Triebfahrzeugeinsatz geplant habe.


    Herzliche Grüße
    Andreas

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …