Betriebliche Konzeption 2: Lok- und Triebwagen-Einsatz Lokauswahl, Umlaufplan

  • Tach zusammen,


    heute nur ein kurzer Bericht.


    2) Lokauswahl
    Für das weitere Vorgehen wurde der Standort des Modell-Bahnhofs definiert. Dafür wurde eine Position aus der bei Bewegungsachsen gemachten Liste genommen. Um hier im Kontext zu bleiben, nehme ich den Raum
    Mitte: Raum Essen / Gelsenkirchen / Wanne-Eickel
    Beide oben gewählte Betriebswerke hatten in diesen Raum Verkehrsbeziehungen.


    Die Auswahl der Lokomotiven, die im darzustellenden Zeitraum im betreffenden Bw beheimatet waren, ist der nächste Schritt.
    Wir hatten gerade das Bild der Verkehrsbeziehungen der Bw Bochum-Langendreer und Wanne-Eickel mit den Lok der Baureihe 50. An diesem Beispiel, zweier für mich relevanter Bahnbetriebswerke, skizziere ich meine weitere Vorgehensweise einmal näher. Und da ich die Züge für 1955 dargestellt habe, bleibe ich in diesem Zeitraum.


    Den Gesamtbestand der beiden Bw kann man dem EK-Buch der Baureihe 50, Band 2 auf den Seiten 150 und 151 für 1952 und auf den Seiten 153 und 154 für 1965 entnehmen.
    1952 waren in Langendreer 27, in Wanne-Eickel 37 Lok beheimatet.
    1965 waren in Langendreer 12, in Wanne-Eickel 46 Lok beheimatet.
    Beim Vergleich der Loknummern erkennt man schnell, dass in dieser Zeitspanne nicht nur der Bestand einer Aufstockung unterlegen war, sondern auch, dass beim Bw Langendreer alle Lokomotiven ausgetauscht wurden, beim Wanne-Eickel eine ganze Reihe. Deshalb habe ich die Lokomotiven herausgesucht, die sich im jeweiligen Bw bildlich nachweisen lassen und die als Modell möglich sind.


    Im Ergebnis steuert das Bw Bochum-Langendreer für den Gesamtzeitraum von 1945 bis 1965/1967 fünf Lokomotiven bei, das Bw Wanne-Eickel acht Lokomotiven.
    Bw Bochum-Langendreer: 50 355, 50 479, 50 1523, 50 1926, 50 1955
    Bw Wanne-Eickel: 50 008, 50 209, 50 739, 50 895, 50 1090, 50 1247, 50 2500, 50 3153.


    Bei zeitlicher Berücksichtigung des Zeitraumes 1949 bis 1957 (Epoche 3a) entfallen:
    2 Lokomotiven auf das Bw Bochum-Langendreer und
    4 Lokomotiven auf das Bw Wanne-Eickel (sind oben fett dargestellt).


    Auf den Zeitraum 1958 bis 1965 entfallen die restlichen Lokomotiven dieser Bahnbetriebswerke.


    3) Umlaufplan
    Ziel der „Übung“ ist es, möglichst viele unterschiedliche Lokomotiven an einem Betriebstag im Bahnhof durchfahren oder rangieren zu lassen.
    Nichts finde ich nämlich seltsamer, als das eine Lokomotive den ganzen Tag lang die Güterzugleistungen –vom Dg bis zum Ng- in meinem Modellbahnhof übernimmt. So nah beieinander können reale Wendebahnhöfe auch im Ruhrgebiet gar nicht liegen.
    Zur Erstellung eines Umlaufplans wurde vorab ein Musterblatt nach Originalunterlagen erstellt.


    Die Umlaufpläne durften nur Wendebahnhöfe aufweisen, deren erreichen sich aus den Angaben unter +1) Einsatzräume+ ergaben. Die in +2) Lokauswahl+ erarbeiteten Unterlagen wurden insoweit bearbeitet, dass sie durch einfaches Verbinden der Wendebahnhöfe einen Raum ergaben, indem sich Lokomotiven dieser Baureihe und dieses Bw bewegt haben.
    Das der entstehende Raum wegen potenzieller Fehlerquellen nicht korrekt sein muss (und kann), habe ich dabei in Kauf genommen. Dazu zählt auch, dass unter 1) und 2) eine Zusammenstellung und Auswertung erfolgte, die den Gesamtzeitraum von 1945 bis 1965/67 abdeckte.
    Die Laufwege wurden mit verschiedenen weiteren Unterlagen (Streckenkilometrierung, Kursbuchangaben, Originalfahrplanunterlagen) abgeglichen und so eine Kilometerleistung nahe am Vorbild entworfen. So ist zumindest ein annähernd „originaler“ Umlaufplan entstanden.
    Sollten sich zu späteren Zeitpunkten zusätzliche Informationen ergeben, so werden die einzelnen Umlaufpläne noch einmal angepasst. Das kann durch die Aufnahme zusätzlicher Wendebahnhöfe oder anderer neuer Erkenntnisse erfolgen.
    Die Laufpläne werden nach Betriebswerk und Fahrplanjahr zusammengefasst und in einem Hängeregister beim Zugspeicher griffbereit aufbewahrt.


    Zur Umsetzung
    Zuvor wird angenommen, dass mit den unter 2) genannten sechs Lokomotiven der Betriebsablauf im Güterverkehr sichergestellt wird.
    Hierzu werden fiktive Umlaufpläne erstellt:
    - ein 2-tägiger für Bochum-Langendreer


    - ein 4-tägiger für Wanne-Eickel


    Anmerkung: beide hier gezeigten Muster entsprechen in einigen Angaben noch nicht den endgültigen „Original“-Modellunterlagen.


    Zum Abschluss dieses Kapitels:
    Viel Arbeit, möchte man "nah am Vorbild" fahren. Der Aufwand lohnt sich aber, denn auch ich habe -wie so viele Modellbahner- eine eher zu große Anzahl Lokomotiven für meine Modellbahn zur Verfügung. Mit den oben dargestellten Schritten können diese Lokomotiven nun jedoch sinnvoll eingesetzt werden.


    Herzliche Grüße
    Andreas

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas B ()