E) Bahnamtliche Einordnung und Entwicklung - Güterverkehr - Schlacht- und Viehhöfe

  • Tach zusammen,
    weiter geht es mit den


    11.h.v.d) Schlacht- und Viehhöfe
    Ein eher weniger beachtetes Thema im Güterverkehr ist der Viehverkehr zu den 19 bisher identifizierten Schlacht- und Viehhöfen im Ruhrgebiet. Die DB transportierte 1957 (jeweils gerundet) 2,5 Millionen Schweine, 1,3 Millionen Rinder und Kälber, sowie 100.000 Stück Geflügel zu den Schlachthöfen in der Bundesrepublik Deutschland.


    A) Herkunft und Transport
    Eingesetzt wurden die noch vorhandenen Viehwagen verschiedener älterer Bauarten (Vh 14; V 18; V 23), sowie die durch die DB neu entwickelten und beschafften Vlmmhs 63. Sie wurden für den Transport von Schweinen und Geflügel genutzt; gedeckte Güterwagen (G 10, Gr 20, Gl 11, Gms 54, Glmhs 50 u.a.) für den Transport von Schweinen und Rindern.


    Die Herkunft des Schlachtviehs kann bisher nur in wenigen Fällen benannt werden. Aus dem Raum - kamen
    • Emden – Rinder
    • Husum – Rinder
    • Münster – Rinder und Schweine
    • Neubeckum – Rinder (?) und Schweine
    • Neumünster – Schweine
    • Nienburg – ?
    • Oldenburg – Schweine
    • Uelzen – ?
    • Süderbrarup - Rinder und Schweine


    Ein Knoten für die Viehwagenverteilung lag in den ersten Nachkriegsjahren bis wahrscheinlich gegen Ende der 1950er Jahre in Dorsten. Auf diesen Bahnhof wurden samstags die Viehzüge aus dem Oldenburger Land und Ostfriesland, sowie der näheren Umgebung zugefahren. Dabei wurden laut R. Swoboda (in: Eisenbahn Gelsenkirchen-Bismarck – Winterswijk) bis zu 400 Wagen (!) über Nacht rangiertechnisch behandelt und -neben Düsseldorf-Derendorf und Köln-Nippes- nach Bochum-Riemke, Duisburg-Meiderich, Essen Nord und Gelsenkirchen-Schalke abgefahren.


    Die mir bisher bekannten Viehzüge von 1967 verkehrten als Regelgüterzüge oder Bedarfsgüterzüge. Verkehrstage waren von Montag bis Sonntag, jedoch für einzelne Züge nicht über alle Tage der Woche, sondern nur an bestimmten Verkehrstagen. Interessant anzumerken, dass sich die Ziele der Züge gegenüber den oben erwähnten nur geringfügig geändert hatten. So war statt Köln-Nippes nun Köln-Gereon Endziel für Viehzüge im Kölner Raum.
    Fast alle Züge wurden 1967 (GZV) zur Auslastung durch Eilwagen ergänzt. Eilwagen waren in diesen Fällen jedoch meist Kühlwagen mit frischem Obst und Gemüse für die Großmärkte (siehe V 5664 (Bochum Nord) oder V 5666 (Dortmund Süd)). Sie verkehrten als V (Viehzug), Ne (Naheilgüterzug) oder De (Durchgangseilgüterzug).
    Einige Viehzüge fuhren jedoch auch „nur“ durch das Ruhrgebiet hindurch, teilweise mit Personal- und/oder Lokwechsel z.B. in Wanne-Eickel.


    Diese Viehzüge (meist aus 1966/1967) mit Gruppen für Bahnhöfe im Ruhrgebiet sind:
    De 5002 So und nS Hannover-Linden – Köln-Gereon, für Essen Nord
    De 5002 So Hannover-Linden – Wanne-Eickel Hbf, für Essen Nord
    De 5014 S/nS Hannover Hgbf – Wanne-Eickel Hbf, für Dortmund
    De 5032 Hamburg-Eidelstedt – Wanne-Eickel Hbf, für Essen Nord
    De 5034 B Hamburg Hgbf – Wanne-Eickel Hbf, für Essen Nord (nur S Viehwagen)
    De 5122 Hamburg Hgbf – Wanne-Eickel Hbf, für Recklinghausen und Wanne-Eickel
    Ne 5205 Duisburg Hbf – Wanne-Eickel Hbf, für Gelsenkirchen
    Ne 5217 Duisburg Hbf – Wanne-Eickel Hbf, für Essen Nord
    Ne 5282 Wanne-Eickel Hbf – Gelsenkirchen Hbf – Essen Nord
    Ne 5284 So Wanne-Eickel Hbf – Gelsenkirchen Hbf – Essen Nord
    Ne 5286 B Wanne-Eickel Hbf – Gelsenkirchen Hbf – Essen Nord
    Ne 5308 Hamm (Westf) – Dortmund-Obereving – Dortmund Süd, nur Sa Viehwagen für Dortmund Rbf
    Ne 5327 Wanne-Eickel Hbf - Hagen Gbf, für Bochum Nord
    Ne 5332 Neubeckum – Hagen Gbf, für Hamm
    Ne 5361 Dorsten – Wanne-Eickel Hbf, für Bochum-Riemke und Gelsenkirchen-Schalke
    Ne 5367 Bocholt – Wanne-Eickel Hbf, für Bochum-Riemke und Gelsenkirchen-Schalke
    Sg 5512 So Hamburg-Eidelstedt – Wanne-Eickel Hbf (Wagen u.a. aus V 5638 (?) und V 5784 (täglich?) Husum - Hamburg-Eidelstedt), u.a. für Hamm und Wanne-Eickel
    V 5612 So B Osnabrück Rbf – Köln-Nippes, Essen Nord und Recklinghausen
    V 5614 So Osnabrück Rbf - Aachen Nord, für Duisburg (allgemein)
    V 5616 So Osnabrück Rbf – Düsseldorf-Derendorf, für Essen Nord und Oberhausen
    V 5618 So B Osnabrück Rbf – Duisburg Hbf, für Duisburg und Oberhausen
    V 5620 So B Osnabrück Rbf – Essen Nord, für Essen Nord
    V 5624 So Münster (Westf) – Wanne-Eickel Hbf, für Duisburg (allgemein)
    V 5626 So Osnabrück Rbf – Wuppertal-Elberfeld, für Dortmund
    V 5664 So Soest – Duisburg Hbf, für Bochum Nord, Bochum-Dahlhausen, Bochum-Langendreer, Bochum-Riemke, Dortmund, Duisburg, Essen Nord, Essen-Rüttenscheid, Mülheim (Ruhr)-Speldorf (B-Halt), Mülheim (Ruhr)-Heißen, Oberhausen, Wanne-Eickel,
    V 5666 So Soest – Dortmund Vbf, für Dortmund Hbf, Dortmund Ost, Dortmund Süd, Dortmund Eving, Dortmund-Obereving
    V 5708 B So Neubeckum – Essen Nord, nur für Essen Nord max. 70 Achsen
    V 5712 So Uelzen – Köln-Gereon, für Duisburg, Duisburg-Hamborn, Duisburg-Meiderich Süd, Duisburg-Ruhrort, (Mülheim (Ruhr)-Speldorf, Oberhausen Hbf,
    V 5714 So Nienburg – Wanne-Eickel Hbf, für Bochum-Riemke, Dortmund Vbf, Essen Nord, Gelsenkirchen-Bismarck, Gelsenkirchen-Schalke, Recklinghausen Ost, Wanne-Eickel
    V 5716 So Neubeckum – Düsseldorf-Derendorf, für Essen Nord wenn V 5708 nicht verkehrt
    V 5764 So (1957) Norden/Ostfriesland – Köln-Nippes, für Duisburg, Essen Nord, Gelsenkirchen-Bismarck, Gelsenkirchen-Schalke, Oberhausen, Wanne-Eickel
    V 5764 So (1967) Coesfeld – Duisburg Hbf, für Duisburg, Essen Nord, Gelsenkirchen-Bismarck, Gelsenkirchen-Schalke, Oberhausen, Wanne-Eickel
    Ng 8342 Coesfeld – Oberhausen-Osterfeld Süd, nur Einstellen von Viehwagen
    Ng 8349 Borken – Gelsenkirchen-Bismarck, nur Einstellen von Viehwagen
    Ne 55216 nS B Hamm (Westf) – Wanne-Eickel Hbf


    Die Viehwagen wurden teils mit Übergaben (Üb; Zuggattung 76) weitergeleitet von-nach:
    • Ab Duisburg Hbf für Mülheim (Ruhr)-Speldorf mit Üb 15057 S Duisburg Hbf – Mülheim (Ruhr)-Speldorf (mit Wagen aus V 5712),
    • Ab Duisburg Hbf für Duisburg-Hamborn mit Üb 15003 So Duisburg Hbf – Oberhausen West – Oberhausen Hbf (mit Wagen aus V 5712, V 5664),
    • Ab Duisburg Hbf für Duisburg-Ruhrort mit Üb 15003 So Duisburg Hbf – Oberhausen West – Oberhausen Hbf (mit Wagen aus V 5712, V 5664),
    • Ab Duisburg Hbf für Oberhausen mit Üb 15001 Duisburg Hbf – Oberhausen Hbf (mit Wagen aus V 5764 ) und Üb 15079 So Duisburg Hbf – Oberhausen Hbf (mit Wagen aus V 5712, V 5664),
    • Ab Duisburg Hbf für Duisburg-Meiderich mit Üb 15079 So Duisburg Hbf – Oberhausen Hbf (mit Wagen aus V 5712)
    • Ab Bochum Nord für Bochum-Riemke mit Üb 15042 So Bochum Nord – Bochum-Riemke (mit Wagen aus 5664)


    Weitere Übergaben (Üb) für/mit Viehwagen, die sich zurzeit keinem ankommenden Viehzug zuordnen lassen, waren:
    Üb 15002/15010 B Oberhausen Hbf – Duisburg-Ruhrort
    Üb 15004 So/15006 So B/15008 Sa/15012 Mi/15014 Sa B Oberhausen Hbf – Duisburg-Meiderich Süd
    Üb 15011 Mo B Duisburg-Meiderich Süd – Oberhausen Hbf
    Üb 15021 B/15027 Essen-Altenessen – Essen Nord
    Üb 15026/15028 So Wanne-Eickel Hbf – Gelsenkirchen-Schalke – Gelsenkirchen-Bismarck
    Üb 15030 So/15032 So B Wanne-Eickel Hbf – Gelsenkirchen-Bismarck – Gelsenkirchen-Schalke
    Üb 15037 So/15039 So Wanne-Eickel Hbf – Bochum-Riemke
    Üb 15042 So Bochum Nord – Bochum-Riemke
    Üb 15050 Dortmund-Obereving – Dortmund Süd
    Üb 15052 Dortmund-Obereving – Dortmund-Eving – Dortmund Hbf – Dortmund Rbf
    Üb 15086 Fr Bochum-Langendreer – Witten Ost


    Damit im Zusammenhang stand die schon angesprochene (mögliche) Reinigung und Entseuchung der Viehwagen zentral in Essen Nord Vorbahnhof und die damit verbundene Zuführung der Güterwagen. Jedoch wurden in einigen größeren Schlachthöfen die Wagen bereits vorgereinigt, in Mülheim (Ruhr)-Speldorf oder Essen-Altenessen zum Beispiel.


    B) Die Schlacht- und Viehhöfe
    Sie gab es unter anderem in (sortiert nach Städtenamen, alphabetisch)
    Schlachthof Bochum (-Riemke)
    Schlachthof Bottrop
    Schlachthof Castrop Rauxel
    Schlacht- und Viehhof Dortmund
    Schlachthof (Duisburg-) Hamborn
    Schlacht- und Viehhof (Duisburg-) Meiderich
    Schlachthof Duisburg (-Mitte)
    Städtischer Schlacht- und Viehhof Essen (-Nord)
    Schlachthof Essen-Altendorf (Holdenweg)
    Schlachthof Essen-Altenessen
    Städtischer Schlachthof Gelsenkirchen-Schalke
    Schlachthof Gladbeck
    Schlachthof Hamm
    Schlachthof Herten
    Schlachthof Lünen
    Städtischer Schlachthof Mülheim-Speldorf
    Schlachthof Oberhausen
    Schlachthof Recklinghausen (-Ost)
    Schlachthof Wanne-Eickel
    Schlachthof Wattenscheid
    Städtischer Schlachthof Witten (-Ost)


    In Duisburg-Meiderich, Recklinghausen, Oberhausen und Wanne-Eickel wurden Schweine geschlachtet, in Essen-Altenessen, Gelsenkirchen, Oberhausen und Wanne-Eickel darüber hinaus auch Großvieh und Kälber. Dies sind die einzigen Schlachthöfe, bei denen Angaben zum Vieh gemacht werden können.


    Ein kurzer Überblicküber die Schlachthöfe mit Gleisanschluss im Einzelnen:
    In Bochum-Riemke hatte der Schlachthof Bochum zwei Zufuhrgleise für Vieh und ein Gleis zum Kraft-/Heizgebäude des Schlachthofes. Er hatte Anschluss an den Bahnhof Bochum-Riemke und wurde von Bochum Nord aus bedient.

    Schlachthof Bochum, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    Weitere aktuelle Informationen finden sich in diesem Bericht auf DSO.


    Der Dortmunder Schlacht- und Viehhof hatte ein eingleisiges Verbindungsgleis an den Rbf Dortmund Vbf. Der Schlacht- und der (Fett-)Viehhof lagen im Prinzip direkt hinter dem Hauptbahnhof, konnte von diesem aus jedoch nicht erreicht werden. Sie hatten je ein Anschlussgleis, im Bereich des nördlich gelegenen Schlachthofes gab es ein Umfahrgleis zum südlichen Viehhof.

    Schlacht- und Viehhof Dortmund, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    Der Schlachthof Duisburg-Hamborn hatte ein einzelnes Anschlussgleis direkt an den gleichnamigen Bahnhof. Die Bedienung erfolgte 1967 mit Üb 15003 mit Wagen aus V 5712 aus Duisburg Hbf.

    Schlachthof Duisburg-Hamborn, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    In Duisburg-Meiderich hatten der Vieh- und der Schlachthof Anschluss an den Bahnhof Duisburg-Meiderich Süd. Nördlich lag der Schlachthof, südlich lag der Zentrale Viehhof an den Gleisen der Kursbuchstrecken (KBS)
    227f Duisburg-Ruhrort – Mülheim (Ruhr)-Stadt,
    235b Spellen - Oberhausen – Duisburg-Ruhrort und Moers und
    243a Oberhausen – Moers – Krefeld.
    Schlacht- und Viehhof waren mit je einem Anschlussgleis an den Bahnhof angeschlossen und wurden 1967 von den Üb 15004 So, 15006 So B, 15008 Sa, 15012 Mi, 15014 Sa B Oberhausen Hbf – Duisburg-Meiderich Süd bedient.

    Schlacht- und Viehhof Meiderich, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    Der Schlachthof Duisburg-Mitte hatte ein Anschlussgleis von ca. 160m Länge. Er lag am Gütergleis Duisburg Hbf – Duisburg Hochfeld Nord Gbf und wurde um 1957 mit den Üb 15120, 15126, 15128 und 15150 Duisburg Hbf – Duisburg Hochfeld Nord Gbf bedient.

    Schlachthof Duisburg-Mitte, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    In Essen Nord hatte der Städtische Schlacht- und Viehhof vermutlich nur ein Anschlussgleis (dies ist aus den Luftbildern nicht genau zu entnehmen). Die Aufnahmekapazität des rund 340m langen Gleises lag bei etwa 35 Wagen. Er wurde unmittelbar vom Vorbahnhof Essen Nord aus bedient, an den er direkt angeschlossen war. Im Bahnhof Essen Nord endete sonntags ein (Bedarfs-) Viehzug mit einer maximalen Auslastung von 70 Achsen. Da weitere Viehzüge mit Wagengruppen für Essen Nord das Ruhrgebiet erreichten, kann von mindestens 35 bis 40 Wagen für den Schlachthof ausgegangen werden. Er wurde durch den
    V 5708 B So Neubeckum – Essen Nord und die
    Üb 15021 B und 15027 Essen-Altenessen – Essen Nord
    bedient.

    Städtischer Schlacht- und Viehhof Essen Nord, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    In Essen-Altendorf gab es am Holdenweg einen Schlachthof (erwähnt bei wikipedia). Er wurde über eine etwa 52 m lange Viehrampe, an einem eigenen Gleis des (sonst reinen Personen-) Bahnhof Essen-Altendorf gelegen, versorgt. Das Vieh wurde durch eine Unterführung zum Schlachthof getrieben. Auf dieser Luftaufnahme von 1957 sind der „Viehbahnsteig“, die Unterführung und der Schlachthof südlich der Strecke gut zu erkennen. Der Bahnhof Essen-Altendorf wurde zum 20.05.1960 aufgelassen, theoretisch könnte der Schlachthof bis dahin bedient worden sein.

    Schlachthof Essen-Altendorf, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    In Essen-Altenessen hatte der Schlachthof zwei Anschlussgleise zur Viehentladung. Hier konnten je Gleis 16 Wagen (Vh 14) abgestellt werden. Die danebenliegenden 2 Abstellgleise hatten Platz für 21 bereitzustellende Wagen der gleichen Bauart. An einem der beiden Anliefergleise lag ein weiteres kurzes Gleis für 3 O-Wagen, die zur Dungabfuhr an der hier liegenden Viehwagenwäsche (ebenfalls für 3 Wagen gleichzeitig) bereitgestellt werden konnten. Wie auch in Essen-Altendorf musste das Vieh zum Schlachthof getrieben werden, da die Entladung der Viehwagen auf der gegenüberliegenden Seite der Hauptgleise lag (Strecke Oberhausen – Wanne-Eickel).

    Schlachthof Essen-Altenessen, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    In Gelsenkirchen hatte der Schlachthof einen dreigleisigen Bahnanschluss an den Bahnhof Gelsenkirchen-Schalke. Davon eines als Rampengleis, eines als Aufstellgleis und eines als Umlaufgleis für die Rangierlok. Es wurden Schweine und Rinder geschlachtet.

    Städtischer Schlacht- und Viehhof Gelsenkirchen, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    Der Schlachthof Gladbeck hatte einen eingleisigen Anschluss an den nördlich gelegenen Bahnhof Gladbeck.

    Schlachthof Gladbeck, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    In Mülheim (Ruhr)-Speldorf wurde der städtische Schlachthof 1913 unmittelbar am Bahnhof Mülheim (Ruhr)-Speldorf gebaut. Der Schlachthof hatte vermutlich drei Gleise für Viehentladung, Desinfektion und Aufstellung/Umfahrung der Wagen für Zustellung und Abholung durch DB-Lok.
    Gleis 1 für die Viehentladung (Hauptrampe), Viehentladung (Sanitätsschlachthof, separate Rampe) und Wagendesinfektion.
    Gleis 2 und 3 für die Wagenaufstellung nach Desinfektion, Umfahrung von Wagengruppen und Abholung durch DB-Lok.
    Er wurde als Bedarfshalt des V 5664 direkt bzw. mit Üb 15057 mit Wagen aus V 5712 aus Duisburg-Hbf bedient.

    Städtischer Schlachthof Mülheim, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    In Oberhausen hatte der Schlachthof einen eingleisigen Anschluss, der direkt an Oberhausen Hbf angeschlossen war. Der Schlachthof wurde über Oberhausen Hbf bedient, die Wagen wurden bereits in Duisburg Hbf ausgestellt.

    Schlachthof Oberhausen, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    Der Schlachthof in Recklinghausen hatte einen eingleisigen Gleisanschluss. Er wurde über den Vbf Recklinghausen Ost bedient.

    Schlachthof Recklinghausen, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    In Witten hatte der städtische Schlachthof Anschluss an den Bahnhof Witten Ost. Er verfügte über ein einzelnes Gleis.

    Städtischer Schlachthof Witten, Luftbild, Ausschnittvergrößerung
    Quelle: Regionalverband Ruhr, CC BY-NC-SA 4.0


    Schlachthöfe ohne Gleisanschluss
    Der Schlachthof in Wanne-Eickel hatte keinen eigenen Gleisanschluss. Viehwagen für den Schlachthof wurden in der Ortsgüteranlage von Wanne-Eickel Hbf bereitgestellt.
    Er ist der einzige Schlachthof, für den aus dem betrachteten Zeitraum Zahlen zu den Schlachtungen bekannt sind. Ein wenig Geschichte und die Zahlen sind in diesem Bericht nachzulesen.
    Ohne Gleisanschluss waren u.a. auch die Schlachthöfe in Bottrop, Castrop-Rauxel, Hamm, Lünen und Wattenscheid.


    Herzliche Grüße und einen guten "Rutsch" ins neue Jahr wünscht
    Andreas

    meinpottq8j3v.jpg
    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

    2 Mal editiert, zuletzt von Andreas B ()