Fahrzeuge der WEG

  • Moin Johannes,


    da würde ich doch sagen Ziel erreicht. Ich sehe Du hast Messingdraht verwendet. Mit Federstahldraht hättest Du diese recht komplexen Biegungen wohl auch nicht so gut hinbekommen.
    Sehr feine Arbeit.


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
    Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Hallo Johannes,


    ich verwende für meine eigenen Projekte ja Bronzefederdraht der etwas williger beim Biegen als Neusilberdraht ist.
    Neusilberdraht ist hier von der Optik her das geeignete Mittel der Wahl. Das Vorbild kenne ich nicht, aber ich gehe mal davon aus, die Griffe waren entweder aus eloxierten Aluminium oder rostfreien Stahl, auf jeden Fall blank.
    Aber Neusilberdraht federt gemeinerweise zurück, noch viel stärker als Bronzefederdraht. Beim Biegen würde ich mal versuchen den Draht dabei zu überstrecken. D.h. wenn man eine 90° Biegung haben möchte, die Draht dann so in einem Winkel größer 90° zu biegen, so 95° bis 100°. Ausprobieren.
    Des gleichen der Halbbogen. Nicht genau um 180° biegen, der Draht federt dann so auf 160° bis 170° zurück. Also beim Biegen überstecken bis auf 190° - 200° und den dann zurückfedern lassen. Ausprobieren bis er dann nach dem Zurückfedern die gewünschten 180° beim Bogen einnimmt.
    Die Biegelehren dann dementsprechend auslegen.

  • Es geht weiter mit dem Füchslein, jetzt ist die Elektrik dran.


    Die Platine ist weit entfernt von der Eleganz und Professionalität von Thomas' Platinen, aber es funktioniert und ist mit vorhandenen Hausmitteln (CNC-Fräse) erstellbar. Aber wie ich diese Kabel-Pfriemelei hasse...




    Die Innenbeleuchtung für Fahrgastraum und Gepäckraum sind getrennt schaltbar, ebenso die Schlussleuchten vorne und hinten.


    Grüße, Johannes

  • Der pmt-Antrieb der Füchse bereitet mir Sorgen.


    Die Fahreigenschaften sind zwar über jeden Zweifel erhaben, aber die Konstruktion von pmt aus einer gefrästen Stahlplatte neigt zu Bimetall-Effekten. Das relativ weiche, gedruckte Chassis macht diese Bewegungen natürlich mit und biegt sich wie eine Banane.


    Hier werde ich wohl nochmal Zeit in die Suche nach einem brauchbaren Antrieb stecken müssen. Die Rahmenbedingungen "Verfügbarkeit", "kein Ausschlachten von Industriemodellen" und "gute Laufeigenschaften" erschweren die Suche jedoch...



    Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes
    Das Ding ist ja wirklich krumm. Hast Du ein Foto vom PMT ohne das Fahrzeug drumherum?
    Für mich schaut es so aus, als ob da die Grundplatte zerbrochen ist - ziemlich in der Bildmitte ist unter der Inneneinrichtung ein Riss zu sehen?!?
    Bist Du sicher, dass der Antrieb sich verzieht wenn er warm wird oder so?


    Edit: Eine Fotomontage...


    Wenn Du das Bild hier anschaust, stellt sich für mich die Frage, wie Du den Wagenboden am Antreib befestigst.
    Sitzt der Boden zu stramm? Ich hätte damit gerechnet, dass der Riss von der Rastnasenaussparung zum Motorausschnitt bei den Kontakten geht.
    Aber es scheint genau mittig zu sein, was wieder auf Biegespannungen hinweist...

    Der Riss ist unten im Bild in der Box über den beiden kleinen Anbaukästchen...


    LG,
    Axel

  • Hallo Johannes,


    also Stahlplatte, nach den Fotos zu urteilen dürfte sie etwa 2mm dick sein, und thermischer Verzug bei Raumtemperaturen, das passt nicht zusammen.
    Das hat andere Ursachen.
    Entweder ist das kein Stahl, sondern irgendwas "Wertiges", oder es ist Gewalt angetan worden.
    Ich kann da aus der Ferne nur mutmaßen.

  • Hallo Axel,


    der pmt-Antrieb ist recht weich; dezenter Druck mit dem Finger auf den Motor reicht aus, um die ganze Konstruktion zu verbiegen. Im Bild unten habe ich ein Exemplar, was sich konkav wölbt; das im T07 verbaute Exemplar ist eher konvex.



    Der pmt-Antrieb weist keinerlei Befestigungspunkte oder Bohrungen auf. Ich habe ihn daher "eingespannt"; die zentrale Platte des Antgriebs ruht in einer Aussparung im Chassis und wird von den Langsträgern mit den Unterbauten gehalten, die ebenfalls über diese Aussparung verfügen. Die Toleranzen sind so gewählt, dass der Antrieb (bei planer Platte) spannungsfrei gehalten wird.
    Nicht die formstabilste Lösung, aber ich wollte Bohrungen im Antrieb vermeiden, um den Antrieb auch später mal austauschen zu können.


    Der "Riss", den Du entdeckt hast, hat drucktechnische Gründe. STL hat beim Druck eine "gute" und eine "schlechte" Seite. Um beide Pufferbohlen "gut" zu haben, habe ich das Chassis geteilt und die Trennstellen mit Überlappungen versehen. Dort sind die beiden Hälften passgenau miteinander verschweißt.


    Jetzt, wo ich schreibe, kommt mir die Idee, das Chassis mal in Metall drucken zu lassen, um der Konstruktion mehr Stabilität zu verleihen... Ich bleibe an dem Thema dran.


    Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes,


    ahhh, Sch... äh Weißmetall, jetzt wird alles Klar. Dann hängen die beiden Getriebe und der Motor tatsächlich an der Platine und die großen Ausschnitte verkleinern den tatsächlich zu Verfügung stehenden Querschitt noch weiter drastisch. Ein Paar anständige Messing-Winkelprofile die anständig mit der Platine entweder verklebt oder verschraubt werden, sollten diese dann gerade halten.

  • Hallo Johannes
    Was ist die Zwischenplatte für ein Material?


    So wie es ausschaut, liegt der Motor auf dem T-Förmigen Metallklotz. Der wiederum ist vorn und hinten mit den schwarzen Isolierungen verschraubt. Einmal von oben, einmal von unten.
    Durch die komische grünschwarze Platte. Da dran sind dann die Getriebeblöcke verbaut.
    Ist das Platinenmaterial? Wenn es aus Epoxi ist, dann kann man das mit Messing L-Profilen verstreifen. Kleben mit Epoxy - aber gut entfetten.
    Die würden von der Inneneinrichtung verdeckt werden.


    Alternative wäre eine Änderung der Inneneinrichtung. Und zwar so, dass die Getriebedeckel entfallen und durch die Inneneinrichtung ersetzt werden.
    Sozusagen eine Boolsche Operation von den Deckeln mit der Inneneinrichtung.
    Du müsstest aber dann noch nach unten für Steifigkeit sorgen.


    Aus Metall drucken würde ich das wohl nicht wegen der Kurzschlussgefahr.


    Eine dritte Alternative wäre eine Messinplatte oben aufgeklebt, die dann noch mit den Inneren zum Motor gewandten Schrauben gehalten wird, aber nicht die Getriebeblöcke berührt. Auch da musst Du dann die Inneneinrichtung ändern.


    Ich würde die Boolsche Inneneinrichtung wählen, wenn Dein Material das Festigkeitsmässig hergibt. Sonst die Messing Profile (2x4 oder 2x2)


    LG,
    Axel

  • Hallo Axel und Lutz,


    dieses komisch grüne Teil IST diese vermaledeite Stahlplatte (sieht aber aus wie Epoxy; dachte ich zuerst auch). Da hängt alles dran - Getriebe, Motor, Ballast (aus Weißmetall)... Und alles irreversibel miteinander verklebt.


    Grüße, Johannes

  • Admin 2019-04-09:


    Hallo Freunde,
    auf Wunsch einiger Beteiligter habe ich aus diesem Faden alle -nur die 3D-Konstruktion betreffenden- Beiträge herausgelöst und in den Abschnitt
    »Grundlagen »Technischer Modellbau als neues Thema "Konstruktion in 3D" verlegt. Falls Euch noch Änderungen in Bezug auf die umgehängten/nicht umgehängten Beiträge einfallen, bitte PN an mich.


    Gruß Rainer :chiefadmin:

    Kleinreuth-Nord-Logo-supersmall.jpg


    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.

  • Ein weiteres markantes Fahrzeug, welches auf fast jeder Strecke der WEG und WNB anzutreffen war, war der Auwärter/Gemeinder-Triebwagen aus den frühen 1960er Jahren. Passend zu den VT gab es auch noch formgleiche VB, wobei der Übergang durchaus fließend war - alle VB wurden mit Dreilicht-Stirnlampen und Motoraufhängung ausgeliefert; einer wurde später zum VS, einer zum VT, je nach Kapazität und Bedarf der Verkehrsgesellschaft. Bei der WNB hießen die VB alles VS, waren aber wirklich nur VBs...


    Das Modell ist, trotz der nicht zufälligen Ähnlichkeit zum Fuchs, eine fast komplette Neukonstruktion. Bei fast gleicher Länge ist der Auwärter (beim Vorbild) satte 20 cm schmaler und das Fensterband sitzt höher.



    Wegen der Symmetrie des Wagenkastens gibt es derzeit erst eine Hälfte und immer noch fehlt das eine oder andere Detail.
    Leider muss ich auch Kompromisse machen. Die Frontfensterstege sind beim Vorbild so schmal, dass sie mir beim Druck um die Ohren fliegen würden. Man kann nicht alles haben im Leben :|


    Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes


    Noch so ein Juwel der WEG/WNB.
    Ich könnte mir den Triebwagen vorstellen mit Offenen Güterwagen, beladen mit Rüben so wie er noch am Ende der unteren Kochertalbahn gefahren ist.
    Oder im Doppelpack mit den vierachsigen Selbstentladewagen in einem Blockzug von Kalksteinen, von Neuffen nach Nürtingen.


    Gruss Jürgen :hutab:

    Mit freundlichen Grüßen :hutab:
    Jürgen


    Wir sind weg, in Richtung Nimmerland ( Alles nur ein Traum, oder doch Realität )

  • Hallo Jürgen,


    T23-24 werden es gerade nicht werden :(
    Aufgrund der ursprünglichen Schaku ist die Kupplungsbohle dort extrem komplex, das möchte ich mir aktuell nicht antun. Aber auch T01 und T09 waren mit Rübenzügen unterwegs :D


    Grüße, Johannes

  • Auf dem Fremo-Treffen in Pegnitz hatten die Füchslein zum ersten Mal richtigen Auslauf.


    Die Fahreigenschaften sind fantastisch und haben, dank pmt-Antrieb und (bei der Wagengarnitur) Dreipunktlagerung, meine Erwartungen voll erfüllt.
    Schade nur, dass aufgrund der betrieblichen Fahrplan-Anforderungen ein Zugbetrieb nur beim freien Fahren möglich war.


    Ein paar Impressionen:



    Auwärter-Garnitur mit T07 Wüna auf der Straßenbahn-Überlandstrecke nach Jahrt.



    T07 Wüna irgendwo in der Pampa.




    T36 WEG in Jahrt, mit neuem Lack und neuen Decals (Danke an alle für die Tipps und Verbesserungsvorschläge!)


    Grüße
    Johannes