E) Bahnamtliche Einordnung und Entwicklung - Die anderen Direktionen II

  • Tach zusammen,


    heute geht es mit der nächsten Nachbardirektion weiter.


    16.b.) Die RBD/ED/BD Köln,
    Direktionsnummer 15, Kennbuchstabe K, gegründet 1. April 1895, Sitz Konrad-Adenauer-Ufer 5–7 in Köln


    Am Verkehr mit der nordwestlich gelegenen Direktion Essen waren die Bw
    • Aachen Hbf
    • Aachen West (noch mit Fragezeichen),
    • Gremberg,
    • Hohenbudberg,
    • Kleve,
    • Köln Bbf,
    • Köln-Deutzerfeld,
    • Köln-Nippes (mit Lok aus Gremberg),
    • Krefeld,
    • Mönchen-Gladbach (alte Schreibweise 1933 bis 1960, dann: Mönchengladbach)
    • Rheydt
    beteiligt.


    Ziele im Ruhrgebiet waren
    • Bochum-Langendreer
    • Dortmund Hbf,
    • Dortmund-Derne,
    • Dortmund Süd,
    • Dortmund Vbf,
    • Dortmunderfeld,
    • Duisburg Hbf,
    • Duisburg Hochfeld-Süd,
    • Duisburg-Wedau,
    • Essen Hbf
    • Essen-Altenessen,
    • Essen West
    • Hamm,
    • Mühlheim (Ruhr)–Heißen,
    • Mühlheim (Ruhr)–Speldorf,
    • Oberhausen Hbf
    • Oberhausen-Buschhausen,
    • Oberhausen Osterfeld-Süd,
    • Wanne-Eickel.


    Die RBD/ED/BD Köln setzte Lok und Triebwagen der Baureihen
    • 01, Bw Köln Bbf, mit Eilzügen
    • 03, Bw Köln Bbf, mit F-Zügen im Durchlauf, D-Zügen und Eilzügen bis Dortmund Hbf.
    ..03, Bw Köln-Deutzerfeld, mit Eilzügen bis Dortmund Hbf und mit D-Zügen bis Hamm.
    ..03, Bw Mönchen-Gladbach, mit Eilzügen bis Duisburg, mit D-Zügen wahrscheinlich bis Dortmund Hbf.
    • 23, Bw Mönchengladbach, mit Eilzügen u.a. im Durchlauf und bis Dortmund Hbf, Duisburg Hbf, Oberhausen Hbf
    • 24, Bw Kleve, mit Personenzügen bis Duisburg Hbf und Essen Hbf.
    • 38.10, Bw Aachen Hbf, mit Eilzügen bis Duisburg Hbf
    ..38.10, Bw Krefeld Hbf, mit Eilzügen nach Duisburg Hbf und Oberhausen Hbf
    ..38.10, Bw Mönchengladbach, mit Eilzügen bis Duisburg Hbf, Essen Hbf, Essen West und Oberhausen Hbf und im
    ..Durchlauf bis Bentheim.
    ..Mit D-Zügen fuhren Lok des Bw Aachen Hbf ab/bis Dortmund (D 471), Duisburg (D 479) und Hamm (D 193), alles 1955.
    • 41, Bw Köln-Deutzerfeld, mit Eilgüterzügen bis Duisburg Hbf und Wanne-Eickel
    • 42, Bw Köln-Kalk Nord, eventuell bis 1953 nach Duisburg Hbf
    • 50, Bw Gremberg, bis Duisburg Hbf, Duisburg-Wedau und Dortmunderfeld
    ..50, Bw Hohenbudberg, bis Dortmund-Derne, Dortmund Rbf, Duisburg Hbf, Duisburg-Wedau, Hamm (Westf.),
    ..Oberhausen-Buschhausen, Oberhausen Hbf, Oberhausen-Osterfeld Süd, Wanne-Eickel
    ..50, Bw Aachen West, bis Dortmunderfeld (fraglich)
    • VT 25.5, Bw Köln Bbf, als Eilzug bis Duisburg Hbf
    VT 33 Ziele unbekannt,
    • VT 36.5, Bw Köln Bbf , als Eilzug bis Duisburg und Dortmund und im Durchlauf mit dem „Grenzlandexpress“ nach Bentheim
    E 10 Ziele unbekannt
    für diese Zugleistungen ein.


    Einige Anmerkungen zur RBD/ED/BD Köln:
    Transportgüter im Güterzugdienst waren unter anderem Frühkartoffeln aus den Anbaugebieten am Niederrhein nach Mülheim (Ruhr)-Speldorf, Dortmund Süd (zum dortigen neuen Großmarkt), Koks aus Essen-Altenessen und Kesselwagen für Wesseling.


    Köln-Gereon Eilgüterbahnhof, hier eine Übersichtsaufnahme von 1932 und hier eine 50er bei der Einfahrt, war ein wichtiger Eilgutbahnhof im Netz der DR/DB. Er wickelte in den zu betrachtenden Jahren 1945 bis 1965 (und darüber hinaus bis ca. 1970) einen hohen Anteil des Eilgutverkehrs mit dem Norden der Bundesrepublik ab.


    Krefeld war das Eilzugzentrum der BD Köln im nördlichen Bereich. Es wurden von hier aus Eilzüge in und durch das Ruhrgebiet geführt. Hier gibt es eine schöne Karte dazu, sie ist Bestandteil dieser Übersicht aller Eilzüge. Für die Eilzüge, die das Ruhrgebiet erreichten bzw. durchquerten bitte in den Abschnitt +Eilzüge von Krefeld nach Nordwesten+ herunterscrollen.


    In Wesseling, südlich Köln gelegen, wurde im Hydrierwerk +Rheinland Raffinerie Werk Süd+ der +Union Rheinische Braunkohlen Kraftstoff AG+ Methanol hergestellt und seit 1949 auch wieder Kraftstoffe für Otto-Motoren, jetzt auf der Basis von Rohöl. Ferner fielen Propylen und Butylen an. Seit 1960 produziert die +Deutsche Shell AG+ im Werk Godorf -heute Raffinerie +Rheinland Raffinerie Werk Nord+- ebenfalls Kraftstoffe auf Rohölbasis. Beide Werke gehören seit 2004 gemeinsam zu Shell.


    Nicht unerwähnt bleiben sollte Rheinpreußen in Moers-Meerbusch. Das Werk erzeugte, neben Treibstoffen und anderen Produkten der Kohle- und Erdölchemie, Lösungs- und Waschmittel, sowie Lacke. Die Rohstoffe Butylen und Propylen bezog das Werk über Kesselwagen aus Köln, unter anderem von der +Union Rheinische Braunkohlen- und Kraftstoff-AG+ in Wesseling.

    Rheinpreussen Logo und Tanksäule am 07.04.2019 im Schwäbischen Bauern- und Technikmuseum Eschach-Seifertshofen


    Hinzu kam noch der Versand von Hüttentonerde zur Aluminiumherstellung aus Quadrath-Ichendorf bei Bergheim. Die Tonerde wurde u.a. in die damalige DDR, nach Bitterfeld, gefahren. Dort hatte bereits im Oktober 1949 das +Elektrochemische Kombinat Bitterfeld+ die Hüttenaluminium-Produktion wieder aufgenommen. Für das Jahr 1968 ist der Gag 7960 bekannt, der mit dem Laufweg über Hamm (?), Soest und Paderborn auch Gleise des Bezirks Essen befuhr.


    Ein Arbeitsaufnahmezug, der AAZ 22, stand in Jülich beim benachbarten AW.


    Soweit zur Direktion Köln. Ergänzungen wären sehr willkommen.


    Herzliche Grüße
    Andreas

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …