Butter bei die Fische -oder: Sach- und Fachinformationen zum Digitaldruck (Modelldekoration)

  • Hallo Foristi,


    am besten Diskutieren lässt sich bekanntlich ohne durch Fachwissen beschränktes selbstbewusstes Auftreten. Bei DSO explodieren solche Diskussionen regelmäßig.


    Daher ist es interessant, wenn sich Fachkundige mal aufraffen, Licht ins Dunkle der Diskussionen geben. Hier ein Beispiel zum Digitaldruck der mir fachlich-inhaltlich einiges Neues zu geben hat:


    https://kombimodell.waggonfabr…buch.html#feststoffrakete (2. Beitrag)


    Vielleicht ist das auch etwas für euch?


    LG und Spaß beim Wissenszuwachs.

  • Moin Bruno,


    vielen Dank für den Link, da bin ich wohl bisher einigen Falschinformationen aufgesessen.


    Gruß Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Hallo,


    Deppen Streiten Online eben, der Hauptgrund warum dieses Forum hier existiert.

    Was ich befürchte, durch diesen selbsternannten "Marktführer" wird wieder eine innovative zukunftweisende Technologie wegen falscher Anwendung "verbrannt". Ich darf nur einmal an den BLDC Motor erinnern.

    Mit falscher Anwendung ist hier die Auslassung von Zwischenschritten und der Zeitfaktor bei der Produktion gemeint. Der Menschenschlag im Südwesten ist für seine Sparsamkeit bekannt und so hat man auch hier bei dem Digitaldruck gespart wo es nur geht. Ergebnis siehe im stummen Forum: https://www.stummiforum.de/vie…8d7fb8b&start=75#p1991007 Insbesondere die Bilder im Beitrag #80 sollte man sich intensiv anschauen. Dort wird gezeigt wie man es nicht machen sollte, die Streuselkuchenoberfläche ist nicht akzeptabel.


    Es geht aber auch anders:

    dsc01813dwj2z.jpg


    dsc01808d1jbg.jpg

    Wie diese Wechselbrücke zeigt.

    Am Anfang war hier nur ein einfaches dunkelblaues Spritzgußteil. Alles andere was nicht der Grundfarbe abweicht, ist gedruckt worden.

    Hier sind auch mehrere Druckvorgänge gemacht worden um weiß und gelb deckend aufzutragen. Auch ein guter Digitaldruck braucht eben seine Zeit.


    Aber auch der Digitaldruck ist kein Alleskönner. So sind z.B. die aluminiumfarbenen Bordwände im Mischdruck erstanden. Soll heißen hier ergeben mehrere gleichzeitig nebeneinander auf eine weiße Grundfläche aufgedruckte Farben den Effekt von Aluminium. Unter einem sehr starken Vergößerungsglas kann man dann die Pixel erkennen. Je feiner sie sind, desto weniger sind sie für das menschliche Auge wahrnehmbar und verschwimmen zu einem Großen Ganzen.

    Als Querverweis und weil es hier im Forum schon aufgiebig diskutiert wurde, beim räumlichen 3-D Druck hat man die Stufen. Man bekommt sie feiner und fast unsichtbar durch eine feinere Iteration, aber es kostet dann auch seine Druckzeit.

    Genau so verhält es sich beim Digitaldruck.

    Des weiteren, gekümmte oder runde Oberflächen sind eine Erschwernis für den Digitaldruck. Man kann durch geeignete Maßnahmen selbst da gute akzeptable Ergebnisse erziehlen.

    Mit freundlichen Grüssen


    Lutz

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz K ()