Meine Anlage "Sulzburg"

  • Hallo Friedrich, hallo Alexander,

    ein Facebook Freund meiner Frau fragte gerade nach meiner Eisenbahnanlage. Ich gab ihr ein Foto vom derzeitigen Zustand der Anlage und einen Link zu meinem Baubericht. Das könne sie ihm schicken. Bei der Kontrolle, ob alles funktioniert, stellte ich fest, dass ich seit Anfang Juni nichts mehr zum Fortgang der Anlage geschrieben habe. Auch habe ich dir, Friedrich, und dir Alexander, nicht geantwortet. Bitte entschuldigt das. Friedrich, wie ich inzwischen weiß, hat es in Sulzburg wohl wirklich keinen Wasserkran gegeben. Die Loks wurden offenbar im Schuppen per Schlauch mit Wasser versorgt. Trotzdem will ich den Wasserkran aufstellen. Sicher, er ist nicht so formvollendet wie die allerorten angebotenen preußischen oder Reichsbahn Wasserkrane. Aber ich denke dieser Typ passt, so unförmig er auch ist, zu einer Privatbahn. Und dieses Model siehst du nicht auf jeder zweiten Modellbahnanlage. Du hast leider nicht recht, es hat ihn dort nicht wirklich gegeben. Die Aufstellung dort entspringt komplett meiner Phantasie. Alexander, wie ist die Saison bei der Selfkantbahn gelaufen? Ich kann mir vorstellen, dass ihr einen riesigen Aufwand hattet wegen der Korona Auflagen. Ich hoffe, dass ihr wenigstens eure Kosten reinfahren konntet. Wie ich sehe, habe ich dein Rätsel lösen können. Als Belohnung nehme ich gerne den versprochenen Schlackebrocken. Adresse, Porto etc. bitte per PN. Leider mangelt es mir derzeit an Disziplin mit der Anlage weiterzukommen. Ich habe nicht wirkliche Fortschritte erzielt. So Kleinkram eben. Im Moment versuche ich meine kleine chinesische Drehmaschinen-Freundin ein bisschen zu optimieren. Das Internet ist ja voll von Verbesserungen. Ich hoffe, dass sie mir dann bessere Ergebnisse abliefert, als beim „Esslinger“. Wobei auch ich dort elementare Fehler gemacht habe.

    Soweit erstmal und Grüße

    Johannes

  • Hallo Johannes....
    Mea Culpa, mea Culpa, ich hab das hier erfolgreich vergessen+>< und ohne die Benachrichtigung das du was geschrieben hast wäre das auch weiter in der Versenkung geblieben. Die Saison der Selfkantbahn war am ende noch ganz ok, wir haben gemerkt das die anderen um uns herum entweder gar nicht gefahren oder erst noch später angefangen haben.
    Was die Schlacke angeht, brauchst du nur Schlacke (was ja meisten größere brocken sind die Teer oder Glasartig zusammengebacken sind) oder auch klassische Asche und Rauchkammerlösche? Das unterscheidet sich alles optisch sehr deutlich. Ggf suche ich mal 3 kleine Döschen und schicke dir von allem 3 was.
    Naja und Baudisziplin hab ich gerade auch nicht da wir versuchen an unsem 1 zu 1 Modell wenigstens etwas von dem Rückstand auf zu holen. Obwohl an meinen Modulen viel passiert ist noch....ich werde mich wohl mal hinsetzten müssen, jetzt wenn das wetter schlechter und die tage kürzer werden, und wieder Bilder hochladen.

    2 Dinge sind Unendlich, das Universum und die Menschliche Dummheit, mit dem Universum bin ich mir aber noch nicht sicher.
    Albert Einstein

  • Hallo,

    nach langer Zeit des Nichtstuns ( manchmal nur mit der Eisenbahn spielen) habe ich mich aufgerafft, wieder mal ein Wenig weiter zu bauen. Zwischen dem Toilettenhäuschen und dem Weg am Bachufer stehen auf dem Grundstück des Bahnhofs drei oder vier Fichten. Schaut euch dazu das Foto an, das ich im nichtöffentlichen Bereich gezeigt habe. Die wollte ich unbedingt auf meiner Anlage haben. Ich denke, das sind wichtige Merkmale für die originalgetreue Szenerie. Ich habe das Internet rauf und runter gelesen um eine Bauanleitung für den Bau von Modellfichten zu finden. Letztendlich habe ich eine Mischung aus der Bauanleitung von Herrn Zühlcke für den Bau von Lärchen im grünen HP1 und eigenen Versuchen mit elektrostatischer Beflockung angewandt. Bitte seht selbst:

    Für konstruktive Kritik bin ich immer aufgeschlossen.

    Grüße

    Johannes

  • Hallo liebe Kollegen,

    heute brauche ich mal wirklich eure Hilfe. In Sulzburg stand auf der Rampe am Güterschuppen ein Kran. Hier mal zwei Foto Ausschnitte und ein Versuch, das Aussehen zu skizzieren.




    Ich habe solche Krane schon auf Anlagenfotos gesehen und ich bin mir sicher, die waren von einem ganz üblichen Hersteller. Ich hatte, glaube ich, auch schon mal diesen Hersteller ausfindig gemacht. Aber, das Alter lässt grüßen: Ich weiß nicht mehr, wer das ist... Eventuell könnt ihr mir helfen. Dafür jetzt schon mal: Vielen Dank


    Grüße

    Johannes

  • Hallo Johannes,

    das ist noch nicht ganz das, was Du suchst!

    Mir geht es aber genau so wie dir, daß ich etwas im Hinterkopf habe. Vielleicht Haberl und Pabst ( Partner ) oder Ferro Suisse?

    Ich weiß es auch nicht genau.


    Viel Erfolg noch bei der Suche


    Gruß Bernhard

  • Hallo Johannes

    Das ist ein Fairbairnkran - so heisst das Konstruktions-Prinzip.

    Fotos diverser Krane:

    https://www.flickriver.com/pho…irbairncrane/interesting/


    Lade Dir mal "Hebezeuge" von Hugo Bethmann herunter (Library in Polen... http://delibra.bg.polsl.pl/Content/25716/xxzxz.pdf )

    Dort findest Du ab Seite 532 die Detailierte Auslegung von einem 15Tonnen Kran.

    Denn kannst Du von den Massen nehmen und Linear auf Deine ungefähre Grösse skalieren. (Kräfte sind in dem Bereich ohne Dynamik linear).

    Dann hast Du deinen 2-3Tonnen Kran.


    Die Befestigung (Unterirdisch) ist identisch aber kleiner. Den Gitterteil kann man in Blech machen.


    Wäre ein schönes Übungteil für den 3D Druck...

    ;-)


    In "Mathematical analysis of trabecular ‘trajectories’ in apparent trajectorial structures: The unfortunate historical emphasis on the human proximal femur"

    https://www.drskedros.com/wp-c…ajectorial-structures.pdf


    Findest Du eine passende Zeichnung zu deinem Kran


    LG,

    Axel

  • Hallo Kollegen,

    danke für eure Hilfe. Bis jetzt konnte ich selbst den Kran der Bekohlung H0 11445 oder N 14473 von Auhagen ( Chemnitz) als einen solchen Krantyp identifizieren. Das Bedienhäuschen muss dann natürlich weggelassen werden. Im H0 Bausatz wird der Kran, der bei mir etwa 35mm hoch sein soll, wohl zu groß sein. Der aus dem N- Bausatz könnte passen. Aber fast 35€ nur auf Verdacht für den Bausatz ausgeben ? Mit dem Rest kann ich ja wegen des falschen Maßstabs nichts anfangen.

    Zu Michael und Bernhard: Tatsächlich war auch mein erster Gedanke, daß das Modell von Spieth sein könnte. Leider gibt es die Firma nicht mehr. Daher danke ich dir, Michael, für das Stichwort" Beilstein" und dir, Bernhard, für das dazugehörige Katalogbild. Ich denke dieser Kran ist auch von der gesuchten Bauart. In der Literatur wird beschrieben, daß man wegen des Winddrucks auch Gitterträger anstatt Vollwandträger verwendete.

    Axel, du hast mir gleich zwei Impulse gegeben. Erstens hat mich dein Gedanke an ein 3D- Druckmodell auf die Seite von Shapeways gebracht. Dort gibt es für den Schiffsmodellbau sogenannte "Davids", die durchaus als Ladekran durchgehen können. Zum Zweiten hast du mir den Namen der Konstruktion genannt; ich kann jetzt gezielter suchen. Und dann sind natürlich die Links, die du angegeben hast, und der Gedankenanstoß, die Zeichnung auf die notwendige Größe zu skalieren, Gold wert.

    Ich glaube, ich werde mal das graue Tonpapier rausholen und einen Versuch wagen.

    Wenn´s geklappt hat, werde ich berichten.


    Gruß

    Johannes

  • Hallo liebe Kollegen,

    jetz habe ich´s getan. Ich habe mir ein Modell des Drehkrans auf der Laderampe gebaut. Das war dank Axel´s Infos nicht mal so schwer. Die verlinkte Zeichnung nahm ich als Grundlage, verkleinerte die Ausladung durch Ausschneiden und Verschieben der Kranspitze aus dem 1:1 Ausdruck. Danach fertigte ich eine neue Kopie, jetzt mit kurzem Ausleger an.


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    Aus der schnitt ich die Umrisse der Seitenwangen aus, drehte das Blatt um und hinterlegte es mit grauem Karton. Darauf folgte eine neue Kopie mit Verkleinerung auf 42%. Die verwendete ich als Schablone für die Wangen.


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    Zwei Wangen mit Abstandshaltern aus Karton verklebt.


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    Die Bleche für Ober- und Unterseite wurden aus etwas stärkerem Papier aufgeklebt. Alles gut mit Sekundenkleber getränkt


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    Die Verstärkungen sind aus Milimeterpapier in das ich die Nieten mit einer Pinwand Nadel eingedrückt hatte.


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    Aus dem Spieth Bausatz des Bockkrans hatte ich noch eine Kranflasche und ein Stückchen Kette über. Die Zahnräder stammen aus einem defekten Reisewecker und das Getriebe war auf dem Spritzast für einen Armeehubschrauber. Dazu die Kurbel aus Draht und ein Stück Draht für die Welle zum Drehkranz, etwas graue Farbe und ein bisschen Patina... fertig.


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    Grüße

    Johannes