FREMO Erste Schritte

  • Hallo Thomas,


    ich würde im Nachgang nicht wieder Sprühen; Tropfen ist meine Empfehlung.

    Basaltschotter wird wohl auch mit MOWI schwarz da der graumachende Staub gebunden wird. Da hilft wohl nur ein "Wash" mit stark verdünnter Farbe. Probieren geht über Studieren. MOWI ist Wasser- und Benzinfest, also ein schnell trocknender Wosch mit Humbrol/Revell oder Künstlerölfarbe mit Waschbenzin verdünnt (draußen "woschen", da könnten sich drinnen entzündliche Dämpfe anreichern). Eigentlich wäre da der Luftpinsel ideal, da kommt die Farbe fast trocken auf dem Schotter an. Soll ja nur den Effekt bringen und nicht wetterfest sein.


    Versuch macht kluch!


    Bruno - bob -

    Es muss nicht alles perfekt sein was gut ist


    Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung. Heinrich Heine

  • Moin Bruno,


    welchen Farbton würdest Du als "Wosch" verwenden. Ich denke da an "Panzergrau" mit viel Terpentin aka Waschbenzin und den Luftpinsel.

    Was meinschst?


    Gruß Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Hi Thomas,


    da müssen wir wohl in die Untiefen der Farbtöne hinabsteigen. Ich habe mal meine RAL-Farbtonkarte (gibt´s beim Fachgeschäft für kleines Geld) zu Rate gezogen:


    20220510_134445a7kl9.jpg


    Darunter liegt eine Farbkonvertierungstabelle die eifrige Modellbauer zusammenstellen. Dabei tun sich dann fragliche Zuordnungen zu den Farbtönen bzw deren Namen auf. Deshalb fertige ich von meinen Farbtönen kleine Ausstrichmuster auf PS-Reststreifen an, da sehe ich unabhängig vom Döschendeckel den wirklichen Farbton des Inhalts.


    20220510_134552wpk17.jpg


    Für "unseren" Fall habe ich mal die in Frage kommenden Farben "zu Gesicht" gebracht:


    20220510_134411pujxq.jpg


    Danach finde ich, dass der Revellton 77 (Staubgrau) am besten zum RAL 7012 Basaltgrau passt. R 78 = Panzergrau wäre viel zu dunkel.


    Es stellt sich die "Gretchenfrage" : Sollte der Wosch nicht noch heller sein, da der dunkle Basaltton durchscheint?


    Im Bild unter R 78 ist noch das Grau R 378 aufgepinselt; eine nichtdeckende (lasierende) Farbe. Sieht auch interessant aus.


    Was lernt uns das nun? Na ja: "Versuch macht kluch". Also ran!


    Nebenbei gefragt: Was ist eigentlich mit den fein gealterten Schwellen bei diesen Prozeduren? Fragen über Fragen! Und dabei ist das alles so unbedeutend weltbewegend!


    LG Bruno - bob -

    Es muss nicht alles perfekt sein was gut ist


    Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung. Heinrich Heine

  • Hallo zusammen,


    Bruno : Vielen Dank für die ausführliche Info. Und in der Tat. Fragen über Fragen... Also, wie Du schon sagst, einfach mal machen.


    Martin : Das war mein erster Gedanke. Vorher möchte ich aber die Möglichkeiten von MoWi mal ausloten.


    Die Katastrophen poste ich hier. Vielleicht kommt ja auch was brauchbares für die Nachwelt heraus.


    Viele Grüße

    Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Thomas

    Nur mal so ne Idee: Könnte ggf Pulverfarbe zum Abtönen in geringen Mengen dem Basalt beigemischt eine Lösung sein? Nicht viel davon vielleicht aus hellgrau und rostrot könnte ich mir vorstellen. Vielleicht noch etwas grün dabei. Versuch macht auch fa kluch. Ich muss glaube ich mal in den Baumarkt am Wochenende. 😏😳

    Michael R

  • Hallo Michael,


    ich glaube, dass Brunos Vorschlag und auch die Farbwahl zielführender sind. Wenn man die Pulverfarben beimischt werden diese aufgrund des Klebers ebenfalls dunkler. Um da den richtigen Ton zu erwischen dürfte einer Versuchsreihe entsprechen. :verrueckt:


    Wahrscheinlich wäre es einfacher bei Koemo neuen Schotter zu bestellen, aber dann gäbe es ja nix zum Lernen und dass ist langweilig. :)


    Gruß Thomas


    PS: Unser Gadget nimmt Gestalt an. Stehst vorne mit auf der Liste. :thumbup2:

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Hallo Holger,


    vielen Dank für den Tip und den Link. So langsam ergibt sich für mich ein "Fahrplan" wie ich anfange. Eine Frage. Was haben denn die Schwellen zu der Aktion gesagt? Oder hast Du die nach dem Granieren noch mal behandelt?


    Viele Grüße

    Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Moin Leute
    MOWI ist zum Schotterkleben eher nicht geeignet. Eine Gruppe von FREMOs nutzt Tiefgrund,(Lösungsmittel frei...sieht aus wie verdünnte Milch ) mit Jahre langem Erfolg.
    Aber zum Landschafts Bau nehme ich nur noch MOWI, auch an diesem Wochenende. Ich Trage es mit einer Pipette auf, immer vom Nassen ins Trockene kriechen lassen. Das funktioniert auch an Dämmen. In diese Mischung immer mal wieder Woodland oder Erde sieben/streuen bis die Feuchtigkeit auf gesaugt.
    Gruß von fern der Heimat auf dem LapTop meiner Frau
    :matrose::matrose::matrose:
    Friedrich

  • Ich kann Martins Aussage zum Koemo Schotter nur bestätigen. Er wird nur unwesentlich dunkler. Auf meinem Foto ist er mit handelsüblichen, wasserverdünntem Holzleim aufgeklebt worden.

    Was ist eigentlich MOWI, habe da eine Informationslücke ....


    Gruß Günter

  • Moin Günter,


    MoWi ist die Abkürzung für den Handelsnamen Mowital. Chemisch nennt sich das Polyvinylbutyral (PVB). Das wird als Bindemittel für Farben, Kleber, Putze usw. verwendet. Zu kaufen gibt es das bei z.B. Kremer-Pigmente oder über den Fremo. Etwa 100 Gramm werden in 1l Isopropanol aufgelöst und dann werden die zu verfestigenden Oberflächen beträufelt oder besprüht.

    Ich kannte es auch nicht und habe die gleiche Frage gestellt. Zuerst verwendet hat es wohl Bruno und Friedrich. Man berichtige mich, wenn ich hier falsch liege!

    Gib mal oben über die Suchfunktion "Mowi" ein und lasse mal Forenweit suchen. Dort findest Du alle wichtigen Informationen, Anwendungsbeispiele und Bezugsquellen.


    Ich habe es wie gesagt auch zum ersten mal angewendet und muss sagen das "Hexenfett" hat gegenüber den "normalen" Verfahren echte Vorteile. Insbesondere hinterläßt es nach dem Trocknen, was sehr schnell geht, keine Glanzstellen.


    Viele Grüße

    Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Hallo Thomas,


    es ist schon zu lange her, als dass ich dir eine belastbare Aussage geben könnte. Aber vom Gefühl her würde ich sagen, dass ich an den Schwellen nichts mehr gemacht habe. Warum auch, graniert sehen Schwellen auch nicht schlecht aus.


    Vielleicht kann man das hier etwas besser erkennen:


    RE: Bahnhof Trais-Münzenberg - klein und fine - 7


    Allerdings würde ich die Graniermethode nur zur "Rettung" von zu dunklem Schotter anwenden und bei einer regulären Schotterung auf die o.g. Produkte, die nicht so stark nachdunkeln, zurückgreifen. Spart auch Arbeit.


    Viele Grüße

    Holger

  • Ich habe es wie gesagt auch zum ersten mal angewendet und muss sagen das "Hexenfett" hat gegenüber den "normalen" Verfahren echte Vorteile. Insbesondere hinterläßt es nach dem Trocknen, was sehr schnell geht, keine Glanzstellen.


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo Thomas


    :thumbsup: Darf ich meinen Senf auch dazugeben ?


    Es geht jetzt die Leute an, die mit der Airbrush und Farbe umgehen können und damit positive Erfahrung hatten.... :pfeifen:


    Ich hatte auch Glanzstellen an den Baustellen im Schotterbereich und dagegen nahm ich meine Airbrushpistole mit verdünnten Revell Mattlack.

    Auch wenn darunter Trittschalldämmung, war das ganze war mit der Schotterkörnung abgedeckt.

    Hier sollte man mit einem Hauch darüber gehen und in mehren Schritten hier zum erzielten Effekt kommen.


    Gruss Jürgen :hutab:

  • SENF betr.: Schalldämmung


    Lärm durch rollende Modellbahnzüge wird dann ein Problem wenn man mit überhöhten Geschwindigkeiten unterwegs ist. Daher gehe ich davon aus, daß alle Züge und Zugeinheiten mit regelkonformen Geschwindigkeiten auf den Modulen unterwegs sind.

    Zur Erinnerung in der Epoche 3:

    Rangiereinheiten max. 30km/h

    Geschwindigkeiten im Bahnhofsbereich und /oder auf dem abzweigenden Strang von Weichen in der Regel 40km/h

    Güterzüge 60km/h

    Schnellgüterzüge 80km/h

    Personenzüge 90km/h

    Eilzüge 100km/h

    Schnellzüge 120km/h wobei hier oft die Streckenlängen nicht ausreichen um diese Geschwindigkeit auch realistisch ausfahren zu können


    Dann können allzu "hellhörige" Trassenbretter auf Neubaumodulen, aber auch auf Altbaumodulen, durch senkrecht dazu stehende untergeklebte/untergeschraubte Bretter ruhig gestellt werden. Das reduziert nicht nur die Neigung zum Durchhängen, sondern auch die Möglichkeit zum Schwingen und der dadurch verursachten Lärmbildung.


    Daher würde ich mir keinen allzugroßen Kopp beim Oberbau wegen Lärmdämpfung machen. Selbst wenn man die Gleise auf ein dämpfendes Korkbett nur klebt, spätestens nach dem Einschottern ist die Schallbrücke wieder da, egal was für ein Kleber. Die o.a. Maßnahmen von Unten sind effektiver.


    Nach Altmeister Rolf Ertmer hat sich das Aufkleben von Gleisen auf Nadelfilz-Teppichboden im Schattenbahnhof bezüglich Schalldämmung bewährt.

  • Moin Leute



    Jeder so …

    aber je mehr Aufwand ihr treibt desto mehr Probleme holt ihr euch an Bord.

    Das fängt schon beim Modulkasten an, oft bauen wir den klassischen Gitarrenkasten. Auf diesem lassen wir dann die Züge fahren und wundern uns über die Musik.

    Kork und Teppich gehören als Fußbodenbelag auf dem Boden und nicht als (meine Auffassung) Untergrund auf ein Modul. Den Aufwand der rechts (Modulkasten) betrieben wird links mit für Modulbau ungeeignetem Material wieder zu Nichte gemacht. Auch wenn es Heerscharen von Bauwütigen Modulbauer es immer wieder anders predigen... Lärm ist und bleibt ein Nebenkrieg Schauplatz.

    In so fern baut gerade; Verzug frei und denkt daran das alles auch noch bewegt werden soll/muss.

    Lutz hat schon ein paar Gedanken dazu beigetragen.

    Lieber Gruß

    :matrose:

    Friedrich

  • Hallo,


    ich sollte noch zum Thema Teppichboden ergänzen, Rolf Ertmer hat das auf seiner Heimanlage mit unterirdischen Schattenbahnhöfen gemacht. Darin sollten die Züge nicht nur optisch, sondern auch akustisch verschwinden.

    In weiser Voraussicht und ganz bewusst wurde Nadelfilz in Industriequalität für den gewerblichen Einsatz genommen. Der ist so dicht verfilzt daß sich keine Teppichfasern lösen können. Und wenn doch, dann sind sie zu kurz um sich um Radsatzachsen und/oder Getriebezahnräder zu wickeln. Normale Hausstaubfasern die in der Luft herumschweben und sich akkumulieren sind da gefährlicher.

    Ansonsten hat sich Rolf Ertmer um Schalldämmung keinen Kopp gemacht. Seine Argumente begründete er damit, daß nur: langsam gefahren wird und man daher nur die leisen Abrollgeräusche von Rädern auf Schienen und Schienenstössen hört. Genau das was man auch hören möchte.

    Das zu einer Zeit wo es noch üblich war mit spielzeughaften Geschwindigkeiten über die Anlage zu rasen. Verstärkt noch durch das übliche Pickelgleismaterial mit Blech(resonanz)bettungskörper aufgeschraubt auf die (Resonanz-)"Platte", Motoren und Getriebe die bei hohen Geschwindigkeiten erst recht rasselten und heulten. Das resultierte in einem mahlenden schabenden Geräusch das sich auch als Körperschall in Wänden fortsetzte. Bei hellhörigen Neubauten hatte auch der Nachbar 3 Wohnungen weiter auch den vollen Überblick wann die Anlage in Betrieb war; Ärger vorprogrammiert.

    Vermutlich aus solchen gar nicht einmal so seltenen Nachbarschaftdisputen dürfte die Ängstlichkeit bezüglich Lärmentwicklung herkommen.

  • Hallo zusammen,


    Die Märklineisenbahn aus Kindertagen dürfte man heute wahrscheinlich aus medizinischen, sprich Gehörschutztechnischen, Gründen gar nicht mehr betreiben. Ansonsten ist es mir persönlich vollkommen egal wie laut mein Modul trommelt.

    Da bin ich voll und ganz bei Lutz. Ein ordentlicher T-Träger unter dem Trassenbrett und angemessene Geschwindigkeiten und es ist nichts mehr zu hören. Wem das Gesäusel dann immer noch zu laut ist, der kann ja noch einen Lappen in den Modulkasten klemmen. :P

    Im Schattenbahnhof, da wo ich mich mit Gelände Schotter usw. nicht beschäftigen muss, da kann man auch einen Nadelfilz verlegen. Sieht wahrscheinlich noch richtig gut aus.


    Meine Märklin K-Gleis Anlage, zusammen mit den Sounddecodern, haben regelmäßig dazu geführt das die Nachbarn (der männliche Teil davon) angelockt wurden. Ärger gab es dann höchsten mit dem weiblichen Teil, weil in der Zeit die samstägliche Hausarbeit liegen geblieben ist. Aber das hatte ich nicht auszubaden. :)


    Meine Trassenbretter und Gleiskörper sind jedenfalls aus MPX und Sperrholz und fest verleimt. Das muss halten, verzugsarm sein und nicht dämmen.

    Merke: Gegen Körperschall hilft nur Masse, viel Masse. Eine hundertprozentige Schalldämmung läßt sich also leicht umsetzen in dem man den Modulkasten nach Fertigstellung von unten einfach mit Beton ausgießt. Dazu bitte hohe Modulkästen verwenden. Modul-Gießlinge aus Beton sollen auch ganz gut sein.:)


    Wider den tierischen Ernst und mit vielen Grüßen

    Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana