Quertreiber und Ritterregel

  • Moin Axel und Mitleser,


    Isopropanol gibt's in der Bucht. 10L rund 30€. In der Schweiz könntest Du Probleme mit dem Zoll bekommen oder es ist gleich exorbitant teuer.

    PvB gibt es als Pulver direkt bei unserem Farbengroßhandel. Wusste ich auch nicht. Mit PvB konnten die nichts anfangen, aber MOWITAL war bekannt.

    Nur einen Preis und Gebindegrößen habe ich noch nicht.


    Viele Grüße

    Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Moin Leute

    Zwei Antworten:

    1.) Ich lasse es mir über Höfer Chemie schicken. https://hoefer-shop.de. Man muss sich (glaube ich) einmalig registrieren lassen damit man als potenzieller "Bombenbauer" registriert ist.

    Der Karton mit 6 mal 1 Liter Gebinde ISOPROPANOL 99,9 % kostet 21,95 Euro ( 3,66 € der Liter) innerhalb Deutschland versandt frei. Dazu oft innerhalb von 24 Stunden geliefert. Was will man mehr. Ich nutze die 1 Liter Gebinde weil es für eine Tüte Pulver (Kleber) passt. Diesen kaufe ich über Mike auch da muss ich dann nicht selber "Herumklehen".

    2.) Bruno holt sein „Verdünnung Medium“ in der Roosmann Drogerie. Auch das was er nutzt neigt nicht zur „Popel Bildung“. Vielleicht antwortet er selber.


    Da ich schon öfter das fluchen über die Gerinnung gehört habe würde ich es nicht vernachlässigen. Schuld hat wie so oft in solchen Fällen: "... der scheiß Kleber". Ich sehe es ganz anders.


    Lieber Gruß Friedrich

  • Hi,


    MOWI mag kein Wasser. Meist ist das Lösungsmittel schon mit Wasser verdünnt (billiger) aber das löst dann nicht: Glibber.


    Auch nicht die Flächen mit Wasser vornässen. Die Lösung fliesst von allein überall hin.


    px

    Es muss nicht alles perfekt sein was gut ist

  • Moin Leute


    Die weiteren Schichten entstehen.


    dsc_6393fqjww.jpg

    Das erste Mal mit 2mm Faser grün. Der Flock Kleber ist mit einem groben Schwamm aufgetupft und dann die Fasern eingeschossen.


    dsc_63959bkor.jpg

    Die spätere Wiese ist mit 2 und 4,5 mm Faser behandelt und die Fläche nach der 4,5mm Aktion noch nicht abgesaugt.


    Die nächsten Bilder sind entstanden bevor wieder abgesaugt wurde.

    dsc_6394qwjo5.jpg

    Der Bahndamm ist mit verschiedenen Fasern behandel. Der Kleber dafür mit einem dünnen Pinsel aufgetupft.


    dsc_63960lk35.jpg

    Die Fläche jenseits des Dammes mit einer Mischung aus grün und beige überzogen.


    Ich verwende für normale Wegetation nur 2 und 4,5 mm Fasern. Das ist immerhin in H0 schon zwischen 17 und 40 cm.
    Für Wirtschaftsflächen ist das das höchste der Gefühle. Alles was höher ist schmeckt den Tieren nicht mehr. Dann bleibt es stehen und die Stängel werden gelb/beige.


    Hollt jo fuchtig un bliev gesund.


    :matrose::matrose::matrose:

    Friedrich

  • Moin Leute


    Die Vegetationsschichten sind nun so etwa bis Knie Höhe fertig. Nun folgt die „niedere“ Vegetation die bis etwa hüfthoch wächst wenn man sie denn lässt. Auf den folgenden Bildern noch nicht in Gänze ausgeprägt, weil Gestrüpp und alles was verholzt ist noch fehlt.

    Deshalb nur ein „Zwischenstand“, mit 8 Bilder.
    dsc_63987ykv0.jpg

    dsc_639924jl5.jpg

    dsc_64029jjif.jpg

    dsc_6403kmkmn.jpg

    dsc_6404g7jje.jpg

    dsc_64052vjjb.jpg

    dsc_6406orj8d.jpg

    dsc_6408bajel.jpg



    Hollt jo fuchtig un bliev gesund.

    :matrose::matrose::matrose:

    Friedrich

  • Moin Leute



    Nachdem ich alle 31 Beiträge zu meinem Faden „Arbeiten mit dem Flockgerät“ in diesem Forum noch einmal gelesen habe kann ich feststellen: außer mehr Erfahrung mit dem Umgang mit Gerät und Flock Material gibt es nichts neues zu berichten. Weder im Schichtaufbau, noch bei den Fasern hat sich etwas in meinem (unserem) Vorgehen geändert. Nach wie vor tausche ich mich mit Lars Uhlig und anderen Anwender dieser Methode aus. Mehr Erfahrung habe ich inzwischen mit dem (nennen wir es mal so) Zustand der Fasern. Auch hier ist das „Bartbilden“ bei zu trockenen und das „Klumpen“ bei zu feuchten, bei ein und derselben Faser möglich. Es gibt Tage da funktioniert es wunderbar und solche Tage, da wird es „komisch“. Mein bestes Ergebnis habe ich an einem lauen Sommerabend draußen nach einsetzen des Tau (Luftfeuchtigkeit) erzielt und das schlechteste in einem überhitzten Raum im Winter. Beide Male stand der Karton mit den Fasern über Stunden neben den zu bearbeitenden Modulen.

    Der Markt für Fasern ist natürlich umfangreicher geworden. Die ganz langen verwende ich, wegen der Baugröße H0 kaum und bei der Funktion hat (siehe oben) eher das Klima als das Material einen Einfluss. Dazu kommt das jeder auf seine Methode schwört. Meine Fasern kommen von verschiedenen Hersteller, besser Anbieter, meist über FREMO zuerst von Rademacher (Mininatur) nun auch quer durch alles was ich so in den Finger bekomme.

    Beim Absaugen verwende ich inzwischen meinen FESTO Sauger weil ich dort die Saugleistung regeln kann. Und!! ich vermisse dringend die Staubhexe, die ja angeblich mal von LUX kommen sollte. Meine pfeift aus dem letzten Loch und gibt in nächster Zeit bestimmt seinen Geist auf.

    Wer nun glaubt das Fasern schießen ist alles … der irrt.


    Der Aufbau meiner Landschaft ist von Brandl kopiert, inzwischen kann ich das schon recht gut.

    Vor allem „Bauen wie Brandl Teil 2 EJ Sonderheft“ ist hier ein guter Leitfaden.

    Wenn wir nun diese Grünfläche betrachten ist in folgende Reihenfolge gearbeitet worden:

    dsc_64052vjjb.jpg


    Woodland T 45 (dunkelgrün) mit großen Lücken aufgebracht und durch getrocknet

    Flockleim mit grobem Schwamm aufgetupft

    Faser Mischung aus 1mm und 2 mm grün und beige

    absaugen und in Sammelbox

    Flockleim mit groben Schwamm

    Mischung aus 4,5 mm grün/beige

    usw.

    dabei wird das abgesaugte Material immer wieder verwendet und mit anderen Fasern gemischt und auch mal eine einzige Farbe verwendet. Bilder dazu gibt es im oben angesprochenen Faden.

    Irgendwann ersetze ich den Schwamm durch einen Pinsel mit kleinen Leim Klecksen bis Punkten.

    Die immer noch sichtbaren freien Flächen wurden dann mit Woodland T 45 und andern Farben (passend zur gewünschten grünen ungepflegten Fläche) bestreut. Wenn etwas daneben auf den Fasern fällt erhöht es die recht gute Wirkung.

    Später, wenn die letzte Schicht aufgebracht ist, wird es noch einmal mit MOWI Kleber getränkt.

    Dazu kommen wir dann später.

    Material ist also: Woodland Turf und Fasern von 1 mm bis 6 mm in verschiedenen Farben von verschiedenen Anbietern.


    Soweit das ist das vorläufige Ergebnis.

    Hollt jo fuchtig un bliev gesund.

    :matrose::matrose::matrose:

    Friedrich

    2 Mal editiert, zuletzt von Thomas S () aus folgendem Grund: Friedrichs Wunsch war mir Befehl. Der Admin.

  • Hallo Zusammen

    Sieht wie immer gut aus, was Du da Zauberst - und in dem Fall ist das Eigenlob absolut berechtigt...

    Eigentlich fehlt uns noch ein "Grüner Daumen Smiley"...


    Wegen der Staubhexe:

    http://www.jagsttalbahn-modell…/staubhexe/staubhexe.html

    Vielleicht sind die Kollegen ja schon weiter gekommen mit dem Drucken?

    LG,

    Axel

  • Moin Leute
    Eigenlob…:tomate: na ja nicht hier!


    Inzwischen bekommen die beiden verbliebenen Module der Gruppe ihren grünen Pelz.

    Der Anfang ist gemacht. Auf den Fliesenkleber

    1. Holzleim

    2. Erde gesiebt

    3. Turf fein verschiedene Farben

    4. Mit MOWI Kleber getränkt

    5. Durch getrocknet

    dann sieht es so aus:

    dsc_6414tcjom.jpg


    Da die Erde ja „Staub“ ist entstehen verlauf Spuren durch den flüssigen Kleber. Alles wird nicht weg gespült weil ja der Holzleim eine dünne Schicht der ein gesiebten Erde festhält. Diese Spuren gibt es auch auf den Wiesen teils durch Traktoren oder den dort weidenden Tiere verursacht.

    dsc_6416ffj9g.jpg


    Eine frisch gemähte Fläche ist in den ersten Tagen sehr hell, beige, hellgrün manchmal fast weiß.

    Je nachdem wie tief das Mähwerk arbeitet. Dort wo es nicht so tief hinkommt gibt es dunkelgrüne Streifen. Zum Beispiel in Spuren oder dort wo „Unkräuter“ sich durchgesetzt haben. Aber auch dort, wo das Mähwerk durch Unebenheiten im Feld einfach nur einen Teil abschneidet.

    Obwohl ich 1000 fach solche Felder gesehen habe, ist die Farbe nicht einfach zu treffen.

    Ich habe hell beige; beige und grüne 2mm Fasern gemischt. Die Farbe die dabei herausgekommen trifft solch gemähte Fläche recht gut.


    Die drei Fasern, und das Resultat in der Kaffeemühle

    dsc_6418yqjrn.jpg


    und auf der dar zu stellenden Fläche. (Erster Durchgang)

    dsc_6419b5kcd.jpg


    Flockkleber im Deckel und ein Stück des groben Schwamm

    dsc_6420s8kfd.jpg


    rechts das wieder aufgesaugte Material in der Schale; links der Damm mit unterschiedlichen Fasern in der ersten Behandlung vor dem Absaugen.

    dsc_642159k6h.jpg


    Hollt jo fuchtig un bliev gesund.

    :matrose::matrose::matrose:

    Friedrich

  • Tja Männer,


    und wo ein Spant ist, da sind unter Umständen noch mehr.......;)


    Gruß Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Moin Leute


    Es ist weiter gegangen… aber nach hinten.:pfeifen::schimpf:

    Irgendwie ist an einigen Stellen der MOWI Kleber nicht „durchdringend“ gewesen, hat also den Untergrund nicht erreicht. Dadurch ist eine Kruste entstanden die nun abbröckelt.

    Das wäre nicht weiter schlimm wenn nicht…:pinch: ja wenn nicht darauf der grüne Pelz aufgebracht wäre. Und nun heißt die Devise: Auf ein neues.:wseufzer:


    Ein Bild von dem Projekt, also der Baustelle in der Morgensonne.

    dsc_6428xfkft.jpg



    Hollt jo fuchtig un bliev gesund.

    :matrose::matrose::matrose:

    Friedrich

  • Moin Friedrich,


    so eine Sch.... Kannst Du den Movi nicht mit der Spritze unter die Placken drücken? So werden alte Wandanstriche verfestigt. In der Restauration.


    Gruß Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Moin Thomas

    Erst mal muss ich das ganze Ausmaß feststellen... und dann werde ich deinen Vorschlag mal ausprobieren. Wie heißt es so schön: Versuch macht klug.

    Bisher habe ich sogar Schüttkegel von LKW Ladungen so wie sie fallen verfestigt; eine Sperrschicht noch nicht erlebt.

    Einerseits kann der MOWI damals "dünner" gewesen sein anderseits kann der Erdstaub durchlässiger gewesen sein. Wir werden sehen.

    Lieber Gruß Friedrich
    :matrose:

  • Hi,

    da war wohl die Mowi-Mischung zu dick. Träufel doch erst mal Spiritus drauf damit sich das Mowi wieder auflöst. Und dann noch mal mit verdünntem Mowi tränken. Es ist schießlich nix anderes als ein "Putzverfestiger".

    Abkratzen (den Belag) kann man immer noch.


    Versuch macht kluch.


    LG + px Bruno - bob -

    Es muss nicht alles perfekt sein was gut ist

  • Moin Leute

    Die losen Stellen sind noch nicht nachgearbeitet. Werde den Vorschlag von Bruno ausprobieren.:wissenschaftler:

    Die Ursache ist relativ klar. Der Kleber war in einer Applikationsflasche gelagert und relativ lange nicht genutzt. Da wird der Alkohol wohl verdunstet sein, deshalb war der Kleber auch dickflüssiger als neu angesetzter.
    Ich werde berichten.
    Gleise eingefärbt

    Gleis geschottert

    Und Straße (frisch! beim fotografieren) geteert.

    dsc_6429f6j5j.jpg


    dsc_6430thjel.jpg


    Mal sehen wie es aussieht wenn alles trocken ist. Es ist davon aus zu gehen, das nach gespachtelt werden muss.

    Der Asphalt ist wieder von AK Terrains mit dem die vorgeformte Straße überzogen wurde.

    Hollt jo fuchtig un bliev gesund.

    :matrose::matrose::matrose:

    Friedrich