Ein Vh14 - Verschlagwagen von RST entsteht

  • Hallo Zusammen

    Gestern Abend haben wir uns in einer Runde des Fremo-Schweiz zu einer Onlinebausession zusammegefunden und den Vh14 von RST endlich mal begonnen.

    Toll war der Austausch, wenn man Fragen hatte. Da nicht alle gleich schnell vorangekommen sind, konnte man von den Schwierigkeiten der Kollegen lernen. Am Ende hatten alle zumindest das Fahrgestell zusammen.

    Auf meiner Homepage habe ich den Bericht etwas detailierte dargestellt und werde parallel dazu hier berichten.


    Mein Stand von gestern Abend nach ca. 2.5h Bauzeit:

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    LG,

    Axel

  • Moin Axel,


    das ist ein feines Modell, ich habe ihn auch schon gebaut: mit Geduld Schritt für Schritt war der für mich als Anfänger gut machbar.

    Was nun ansteht ist eine Grundierung und dann die Farbe. Alterung wird er sehr wenig erhalten, denn diese Viehwagen wurden ständig gereinigt, sodaß sich (zum Glück :uebel:) keine spezielle Patina ansammeln konnte...

    Ich kann noch auf die von RST angebotenen Schafe als Ladegut und Gewicht hinweisen.


    Weiterhin viel Erfolg!

    Beste Grüße


    Wolfgang

    :matrose::matrose::matrose:

    Mich interessiert vieles - und immer alles rund um das Bw Bestwig!!

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang So ()

  • Hallo,


    ohne Euch zu nahe treten zu wollen, aber ich finde dem Schwierigkeitsgrad beim Zusammenbau eines RST Wagenbausatzes wird eine übergroße Bedeutung beigemessen. Leute ich will Euch Mut machen. Ihr habt alle schon einmal ein Fallerhäuschen zusammengebaut; das hier ist im Prinzip auch nichts anderes. Die Einzelteile sind natürlich sehr viel filigraner und verlangen eine entsprechende Vorsicht (oder soll ich sagen Zärtlichkeit) beim Handling.

    Nach Gesprächen mit einigen Modellbahner welche den Bausatz haben und ihn beabsichtigen zu bauen, die größe Furcht ist die, daß man zuviel Klebstoff nimmt und dieser überquillt. Jedoch ist selbst übergequollener oder übergelaufener Klebstoff hier kein Weltuntergang. Im Gegensatz zu Fallerhäuschen, die in der Regel unlackiert bleiben und auf denen man alle Spuren von Klebstoff sieht, wird der fertig gebaute Wagen lackiert und von manchen sogar gealtert. Das nimmt vielleicht etwas von dem angespannten Druck weg alles auf Anhieb richtig machen zu müssen.

    Und vor allen Dingen: RTFM! Lest die Bauanleitung tatsächlich. Identifiziert die Teile, identifiziert den Anbringungsort, schaut vorher wie die Teile gefügt werden müssen.

    Das ist ein gut durchdachter Bausatz bei dem z.B. die komplexe verschachtelte Bremsanlage vom Erbauer aus nur wenigen Einzelteilen gemacht werden kann.


    Ich werde diesen Bautread mit Interesse lesen.

  • Hallo ihr Vh14- Bastler,

    dem Lutz kann ich nur zustimmen, der Bau des wunderschönen Wagens ist kein Hexenwerk, braucht aber seine Zeit. Mit der Verdünnung als Kleber geht das alles sehr fantastisch, und da alles passt macht auch der Zusammenbau richtig viel Spaß. Mein Wagen wartet nur noch auf die Lackierung und Beschriftung, das will ich aber gleich in einem Aufwasch mit anderen Projekten tun.

    Ich frage mich nur, wenn es RST schafft so einen filigranen Wagen zu konstruieren und auf den Markt zu bringen, warum schaffen es die anderen üblich verdächtigen nicht?

    Viel Spaß wünscht Detlef Ko.!

  • Hallo Zusammen

    Wie schon auf der Homepage beschrieben - meine Schwierigkeit mit dem Bausatz lag darin, dass ich zunächst nicht gewusst habe, wie ich die Seitenwände mit dem Rahmenmittelteil fixiert bekomme.

    Die Idee mit dem Wagenboden als Hilfe durch einen der Kollegen hat die Sache massiv vereinfacht. Und sowas steht nicht in der Anleitung.


    Ich halte den Wagen für absolut machbar, wenn man im Modellbau kein absolutes Greenhorn ist und beim Bauen "denkt"... . Wenn man weiss, wie solche Wagen in 1:1 und 1:87 aufgebaut sind, hilft das. Panik-Attacken bekomme ich derzeit nur beim Anblick des Kalenders - und nicht bei diesem Modell.

    Was die Industrie macht oder auch nicht, ist mir mittlerweile fast Schnuppe. Mit den Möglichkeiten, die man in 3D-CAD und 3D-Druck hat, ist die Frage nicht mehr, wer es realisiert, sondern nur noch, wo man die notwendigen Informationen herbekommt und wann man es selbst macht. Ich bin im Job viel mit Geschäftsmodellen, Digitalisierung und so weiter konfrontiert und mich wundert, wie die Modellbahn-Industrie nicht auf ihre Kunden eingeht.

    In diesem Forum gibt es Beispiele, was man selbst machen kann (die Triebwagen) und wenn man als Hersteller nicht auf diesen Zug aufspringt, spielt der Markt und der Kunde ist ganz oder teilweise weg.

    Manager entscheiden mit Hilfe von Kennzahlen. Das ist der "Blick in den Rückspiegel". Um Kennzahlen zu bekommen, muss etwas passiert sein. Wenn ich wissen will, was passieren wird - also den "Blick nach Vorne", muss ich mit den Leuten reden und selber denken. Das können viele Entscheider offensichtlich nicht.


    Meine Meinung, warum das "die üblichen Verdächtigen" nicht können (und nie können werden). Sonst würden die ja in Foren wie dem hier das Gespräch suchen.


    LG,

    Axel

  • Hallo,


    ich habe mir Heute aus einer Laune heraus jetzt beim Wagenwerk einen Vh14 von RST bestellt. Um die Selbsthilfegruppe hier ist es ja in letzter Zeit ziemlich still geworden.

  • Wie versprochen die Fortsetzung...

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    Radlagerbleche - Eingeklebt mit Sekundenkleber (Industriequalität)


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    Bremsgestänge und Bremszylinder


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    Bremsgestänge zu den Bremsbacken


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    Bremsumstellhebel - der müsste dichter an die Schacken heran


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    Umstellgestänge (leicht gebogen...)


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    Umstellgestänge (Vorsicht mit den Zähnen der Ratsche, damit die nicht Details nicht verloren gehen...)


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    Vorsicht bei den Kappen der Lager - Die Öffnung zum ölen muss SO angebracht werden...


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    bzw. SO, wenn das Fahrzeug Kopfüber liegt.


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    Bohrungen für die Tritte und Kupplergriffe


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    Dito auf der Gegenseite


    Mit dem Anbringen der Luftleitung und der Griffe sind die Arbeiten am Rahmen erst einmal abgeschlossen. Danach erfolgt das lackieren. Welchen Lack ich verwende, muss ich noch "feststellen"... .

    Aufbau

    Am Besten beginnt man mit dem Wagenboden und baut die Abtrennungen ein.

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    Wagenboden mit Abtrennungen

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    Zwischendeck mit Abtrennungen

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    Verkleben der Seitenwand und der beiden Stirnwände mit dem Wagenboden

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    Beim Wagenboden habe ich erst Mittig unten einen Träger mit DCM verklebt, dann die weiteren Träger und zum Schluss die Seitenwände von innen verklebt.

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    Bei den Stirnseiten habe ich zunächst Mittig auf der Seitenwand die Verbindung mit DCM verklebt und dann die Ecke unten. Danach die Verbindung zur Seitenwand und zum Schluss den Boden (Ausrichten!)

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    Anbringen der Türen und Laufschienen für die Türen

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    Montieren der Haltegriffe und Scheibenhalter mit Sekundenkleber

    Die Klebespuren sieht man nach dem Lackieren nicht mehr. DCM löst den Kunststoff an und verschlilzt die Teile. Man muss recht schnell arbeiten.

    Stichwort Lackieren: Welchen Lack bzw, welche Farbe würdet Ihr nehmen? Im Moment tendiere ich zu Acrylfarben von Vallejo... aber welche ist die richtige Farbe?


    LG,

    Axel

  • Hallo Axel,


    das sieht doch schon gut aus. Leider ist der Wagen nichts für meine Epoche da zu alt und damals schon zerlegt und die Teile im Vlmms 63 verbaut.

    Wegen der Farbe würde ich sagen das Fahrwerk Schwarz RAL 9005 und den Aufbau Rotbraun RAL 8012.


    Viel Erfolg weiterhin

    Gruß Bernhard

  • Hallo Bernhard

    Danke für die RAL Nummern!

    Wegen dem Alter: Ich will die Wagen am Ende ihrer Dienstzeit darstellen, aber noch so, dass sie noch genutzt werden.

    Mal sehen, wie ich das mit der Alterung hinbekomme.


    Frage in die Runde - welcher Hersteller von Farben eignet sich?

    RST verweisst natürlich auf die eigenen Nitrofraben.

    Ich persönlich mag Lösungsmittelhaltige Farben nicht soo gerne.


    Spritzen kann ich und bisher habe ich mit Vallejo gearbeitet - oder mit verdünnten Revel-Farben oder die von Tamiiya.

    Und in der Bauanleitung steht, man solle Grundieren. Welche Grundierung eignet sich? Sicher nicht die aus der Spraydose ;-)


    Gestern habe ich noch den zweiten Wagen von vieren begonnen. Ich werde alle Wagen ohne Bremserhaus bauen.


    LG,

    Axel

  • Moin Axel,


    Jörg Chocholaty nennt bei seinem Baubericht in Modellbahnschule Nr. 39 "weißgrauen Metallgrund" als Grundierung z.B. von Weinert. Die Farben nennt er von Weinert oder RST.

    Marc Heckmann (in Eisenbahnkurier 10/2018 verwendet die Farben von Weinert:

    Haftgrund als Grundierung; tiefschwarz und rotbraun hat Bernhard schon genannt, dazu umbrafarben (RAL 7022 Weinert 2636) für das Dach, eisengrau (RAL 7011 Weinert 2633) für innen, Zwischenboden und Zwischentüren.

    Mehr kann ich bisher nicht beitragen, da ich auch noch vor der Lackierung stehe...+><

    Ich gehe aber ganz entspannt davon aus, daß auch die wasserlöslichen Farben von Revell ein gutes Ergebnis ergeben werden.

    Beste Grüße


    Wolfgang

    :matrose::matrose::matrose:

    Mich interessiert vieles - und immer alles rund um das Bw Bestwig!!

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang So ()

  • Hallo Freunde,

    der Verschlagwagen ist schon ein tolles Teil- die Lackierung habe ich auch noch vor mir... aber erst muß ich den Wagen zusammenbauen. Davor fürchte ich mich ein wenig...

    @ Axel:

    sieht gut aus, was Du da baust. Und schön, daß Du Deine Erfahrungen weitergibst.

    @ Wolfgang:

    nach den Erfahrungen eines Kollegen, würde ich eher auf die Elita- Farben wechseln...


    Viele Grüße

    Christian

  • Hallo Christian,

    danke für den Hinweis auf Elita.


    Du brauchst nichts zu befürchten: die Bauanleitung ist gut nachvollziehbar.

    Achte als erstes darauf, daß Du Dir die neuere Anleitung von der Homepage herunterlädst (in einer älteren Version war eine Verwechslung drin).

    Dann entscheidest Du Dich für einen Wagentyp. Anschließend verwendest Du die Bauteile, die für diesen Typ in der Anleitung die gleiche Farbe haben - die anderen bunten sind überflüssig.

    Ich bin nach wie vor von der ausgezeichneten Paßgenauigkeit begeistert.

    Sollten noch Fragen auftauchen, helfe ich gerne.

    Beste Grüße


    Wolfgang

    :matrose:

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  • Hallo Axel,

    Hallo zusammen,


    Die Wahl der Farben ist ein wenig "Glaubenssache". Ich habe bisher mit den Weinert-Farben gute Erfahrungen gemacht. Da diese jedoch nur bei gutem Luftabzug im Haus verwendbar sind habe ich einige Versuche mit Acrylfarben auf Wasserbasis gemacht.

    Für meinen "Geschmack" gute Ergebnisse erzielen dabei die Farben von Vallejo, Elita und Oesling. Letztere haben sich zu meinen Lieblingsfarben entwickelt, auch weil alle RAL-Töne verfügbar sind. Sie sind hervorragend mit der Spritzpistole verarbeitbar, decken sehr gut und sind in drei Glanzgraden erhältlich. Für Betriebs- und Witterungsspuren nutze ich momentan die Vallejo-Farben, sie werden meist mit einem Pinsel aufgetragen lassen sich aber auch spritzen. Verdünnen kann man alle diese Farben mit Wasser; Geruchsbelästigungen sind so gut wie keine da, jedenfalls kein stechender Nitro-Geruch.


    Wie gesagt, dies ist ein rein subjektive Betrachtung, aber vielleicht eine Anregung für Deine "Gedankenspiele".


    Ganz herzliche Grüße aus dem Modellbahnkeller

    Andreas

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …

  • Hallo Zusammen

    Merci für die Blumen... :thumbup:


    Christian

    Die Bauanleitung ist zwar mit einer Doppelseite A4 recht knapp, aber gut gemacht, was die Darstellung angeht.

    Jörg Chocholaty hat wie schon geschrieben einen Baubericht in Modellbahnschule Nr. 39 - der enthält ein paar wesentliche Tips, auch wenn er mir mit dem Weglassen der NEM Kupplungen und den Einbau der Dampfleitung und Pressluftleitung von einem Baubericht abweicht und eher als Superung oder Umbau daher kommt.


    Wichtig ist beim Bau, dass man den Wagenboden als Baulehre für das Fahrgestell verwendet, aber die Teile nicht mit dem Wagenboden verklebt. Damit bekommt man einen winkligen und graden Rahmen, der nachher sicher passt. Zum Kleben ist Dichlormethan (DCM) gut. Das Zeug ist zwar gefährlich und ich verarbeite es nur mit Maske für Organische und Anorganische Lösungsmittel, aber die Verarbeitung ist genial.

    Die Teile zusammenhalten, mit einem feinen Pinsel DCM draufgeben, 5-10 Sekunden warten und die Verbindung ist so fest, dass man weiterarbeiten kann.

    Ein guter Sekundenkleber (nicht das billige Baumarktzeug) ist für die POM Teile notwendig. Dazu habe ich noch Pinzetten und Bastelmesser sowie Schmirgellatte aus dem "Nailstudio" verwendet. Die Auswerfermarken innen habe ich nicht verspachtelt. Nach meiner Meinung sieht man die nicht und mich stören sie nicht, auch wenn ich weiss, dass die da sind. Das ist schon eher esoterisch... aber jeder wie er mag.

    Für den Wagenboden als Baulehre mache ich noch mal Fotos, wenn ich den dritten Wagen baue.


    Wegen der Farben habe ich mich jetzt für Vallejo entschieden, da ich die bei meinem Modellbahnversand hier in der Schweiz bekomme und schon einiges in der Richtung habe. Die passende Grundierung habe ich mitbestellt. Auch wenn das nicht genau die RAL Farben sind.


    LG,

    Axel

  • Hallo Axel,

    vielen Dank, daß du den Aufbau des Viehwagens so detailliert zeigst. Ich will, wenn ich die Lok Nr. 33 fertig habe den ganz speziellen PwPost Wagen mit der seitlichen Galerie der Münstetalbahn nachbauen. Bislang hatte ich noch kein passendes Fahrgestell mit schmalen Fachwerkachshaltern, kurzen Güterwagenfedern, 4m Achsstand und 8,5m LüP gefunden. Notfalls hätte ich einen der kleinen preussischen Personenwagen von Fleischmann genommen. Aber die haben ja die langen Federn. Jetzt, wo ich die tollen Fotos von dir sehe, überlege ich mir, auch so einen Bausatz zu bestellen. Ich könnte dann einen Viehwagen ohne Bremserhaus bauen und eventuell mit den restlichen Teilen ein Fahrgestell für meinen PwPost. Schmale Fachwerkachshalter habe ich noch auf einer Ätzplatine von Makette. Danke für die Inspiration.


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    Grüße

    Johannes