Einige Kettenfahrzeuge als Ladegut

  • Hallo Mitleser,


    ich kann da Holger nur recht geben. Die zu leichten Plastikfahrzeuge rutschen doch sehr gerne hin und her. Und Lutz, dein Beispiel ist wirklich anders und fester verankert als die Panzerchen und die Radfahrzeuge rollen heftig...

    Die Magnetlösung hätte ja Charme, aber wo den Wagenmagnet festmachen. Auf der Unterseite am Boden, dann kann der aber bei so mancher Zugbeeinflussung mit Reed-Kontakten "funny activities" entfalten. Oben auf dem Wagen ist unschön, weil der Leerzug dann nicht mehr "original" ausschaut.

    Hilfreich wäre so ein Kleber wie bei den Post It Zetteln, der reversibel hält. Es gibt da so ein Zeug für Retuscheure und ich meine der heist GumGum oder so der ähnliche Eigenschaften hat. Muß ich mal ausprobieren.

    Ich hatte ja bei dir in Bad Orb schon mal Militärfracht in Form von M48 geliefert und der gibt halt auch schöne Szenen wenn er auf der Rampe steht. Da stören dann wieder die Keile.....


    Ich werde aber vsl meine M47 Kompanie mit angeklebten Keilen ausstatten, weil ja der Zug das Ziel ist. Obwohl so eine auf der Ladestrasse und der Bahnhofsstrasse aufgefahrene abfahrbereite Kp auch ihren Reiz hätte.


    Bin halt alter Panzerschädel und werde es wohl auch bleiben.


    Michael R

  • Hallo Michael, Hallo Holger,

    der Fotokleber heißt meines Wissens Fixo Gum. Gum Gum verwenden wir in der Autowerkstatt um Rohrverbindungen an der Auspuffanlage gasdicht zu machen. Das ist so eine grau- weiße Paste, die unter Hitze aushärtet. Manche Leute flicken mit Draht, Dosenblech und GumGum ihre durchrostete Auspuffanlage. Aber es gibt "Magnetpapier". Ich habe das als Din A5 Bögen aus dem Bastelgeschäft. Das ist wie dickes Papier aber irgendwie magnetisch. Auf jeden Fall konnte ich daraus Beschriftungsschilder für die Metallböden meines Lagerregals schneiden. Eventuell kann man daraus einen neuen Ladeboden anfertigen und dann mit Magneten nur am Fahrzeug arbeiten. Wenn ihr wollt, suche ich das Zeug mal raus und mache Bilder davon.

    Grüße

    Johannes

  • Moin zusammen,


    Johannes ist mir zuvorgekommen: Der Kleber heißt tatsächlich Fixo gum. Und weil es so gut zur Epoche IV passt -- Marabu is good for you. ;-)



    In den Neunzigern haben wir damit Kopiervorlagen für Zeitungen montiert.


    Das Magnetpapier verwendet mein Großer um seine Tabletop-Figuren in den Transportkästen sicher aufzubewahren. Er legt den Boden der Kästen mit dem Magnetbogen aus und befestigt kleine Magneten in den Füßen der Figuren. Das Magnetpapier/die Magnetfolie haben wir über Amazon bezogen: Magnetfolie.


    Ich schau' morgen mal, ob noch was davon übrig ist und wie sich das als Wagenboden in einem Kbs macht.


    Viele Grüße,

    Frank

  • Hallo Johannes, Frank,


    einfach blöd, wenn man erst schreibt und dann nachschaut. Ihr ward schneller und somit erst recht vielen Dank für die Richtigstellung. Klar, Fixo Gum meinte ich. Und Gum Gum ist der "Auspufdicht".

    Vielen Dank fürs richtig stellen.

    Magnetpapier klingt aber auch vielversprechend.


    Michael R

  • Hallo Michael,

    Die Magnetlösung hätte ja Charme, aber wo den Wagenmagnet festmachen. Auf der Unterseite am Boden, dann kann der aber bei so mancher Zugbeeinflussung mit Reed-Kontakten "funny activities" entfalten. Oben auf dem Wagen ist unschön, weil der Leerzug dann nicht mehr "original" ausschaut.

    Bei meinen Wagons habe ich von unten mit einem Fräser ein Loch unter die Ladefläche gefräst. Und zwar soweit, dass die Deckschicht noch unversehrt ist. Darin habe ich dann einen runden Neodyn Magneten eingeklebt. Das gleiche Prinzip haben noch einige Fremomitglieder angewendet, wobei wir darauf geachtet haben, dass die Polarität der Magneten bei allen gleich ist. Die mögliche Beeinflussung von Reedkontakten auf Fremotreffen halte ich für nicht gegeben. Zumindest habe ich bislang noch keine sichten können. Das gleiche Prinzip haben wir übrigens mittlerweile auch bei Haus zu Haus Behältern, aber das ist jetzt ein anderes Thema ud würde hier zu weit führen.


    Die Version mit Fixo Gum mag für private Anwendungen zu Hause gehen, aber wenn mir einer auf meinen Wagon beim Treffen Kleber schmiert, wäre ich persönlich "not amused".

    Aber da muss halt jeder für sich die optmale Lösung finden.


    Gruß, Olaf

  • Hallo,


    bezüglich Magneten, man braucht keine 2 Magnete. 1 Magnet und ein eisernes Gegenstück tun es auch.

    Siehe: Eine Segmentanlage entsteht Beitrag #70 vorletztes und letztes Foto.


    - Zylindrische Neodymmagnete gibt es schon mit 2mm Durchmesser.

    - Da die Nachbildung der Kettenlaufwerke meist aus einem einzigen Stück gefertigt sind, lassen sich hier von unten 2mm Bohrungen unauffällig im Bereich eines Laufrades einbringen.

    - Die Magnete werden da einfach eingesteckt und eingeklebt.

    - Bei Radfahrzeugen müssen, logisch betrachtet, die Räder nicht rollfähig sein.

    - Magnete lassen sich hier unauffällig hinter den Rädern anbringen.

    - Ein 2. Magnet als Gegenstück ist Overkill.

    - Sie brauchen als Gegenstück nur eine Eisenplatte, wie im Bild gezeigt, um zu halten.

    - Damit wäre die Freizügigkeit bei der Beladung der Flachwaggons gegeben.

    - Es wäre experimentell nachzuforschen, ob die bei vielen Flachwaggons vorhandene Blechplatte als magnetisches Gegenstück taugt oder der Boden aus Kunststoff oder Zinkalguß zu dick ist.

    - Der Blick über den Zaun: US Flachwagen der besseren Modellausführung weisen mittlerweile gelaserte Holzböden aus echten Holz auf. Diese können bis zu 0,5mm dünn sein. Darunter kann man Blechplatten anbringen die eine doppelte Funktion als Gewicht und magnetischen Gegenstück haben

    - Was spricht dagegen auch die Flachwagen nach deutschem Vorbild mit (dünnen) Echtholzböden aufzuhübschen?

    - Und darunter Eisenplatten als Ballastgewichte anzubringen?


    Nächster Gedankengang:

    - 0,5mm gelaserter Echtholzboden

    - darauf fahrzeugspezifisch alle Bohlen, Keile, Ketten u.s.w. fest angeklebt

    - Unter dem Boden sind kurze Fixierstifte in einheitlicher Anordnung die in entsprechende einheitliche Bohrungen im Wagenmodell eingreifen.

    - Das Panzer, bzw. LKW Modell wird dann lose aufgesetzt.

    - Man haz dann diese Schichtung: Waggong - Beladeboden - Fahrzeug

    - Durch die einheitlichen Fixierbohrungen ergibt sich eine gewisse Freizügigkeit bei der Beladung.

    - Man wird allerdings Fahrzeug- und Waggonspezifische Beladeböden vorhalten müssen. Das relativiert sich aber allein schon durch die Vorbild-Vorschriften welche Fahrzeugen auf welche Waggons verladen werden.



    meine 2 €ent dazu

  • Gude zusammen,


    ich bin auch ein Freund von Neodymmagneten. Im Beruf oder auch im Hobby. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind schier unendlich. Zumal es diese Magnete in allen nur erdenklichen Formen und Größen gibt.

    Die Anbringung von zwei Magneten, die sich gegenseitig festhalten, bietet die Möglichkeit "Passfedern/bolzen" zu realisieren. (Falsch rum und die Magnete stoßen sich ab, richtig herum und die Teile zentrieren sich selbst). So realisiert bei meiner Absaugung an der Portalfräse. Das Ding passt nur richtig herum. Die meisten Therapiegeräte in der Praxis meiner Frau haben solche Verbinder für die Sensoren. Das Gewährleistet den Verpolungsschutz und entschärft jede Stolperfalle.

    In den meisten fällen jedoch reicht ein Magnet und ein entsprechendes Gegenstück aus Stahl. Lutz zeigt es mit seinem Baum.


    Hier wäre u.U. eine Kombi aus den Magnetplatten von Johannes und Neodymmagneten eine Überlegung wert. Magnetplatte unter die Wanne, Magnet in den Wagenboden, gerne auch versenkt. Man glaubt gar nicht, wie viel Abstand man mit einem Neodymmagneten überbrücken kann, wenn der Gegenpart ebenfalls ein aktiver Magnet ist.


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen

    Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Moin zusammen,


    es war noch Magnetfolie da:



    Die Folie ist wirklich schön dünn und hat eine matte und eine leicht glänzende Seite.


    Die Folie lässt sich mit einem Cutter problemlos schneiden



    Auf der Ladefläche eines Kbs trägt die Folie nicht besonders auf:



    Die kleine Mulde hält mit einem 5mm Neodym-Magneten so fest auf dem Wagenboden, dass sie sich auch bei heftigen Bewegungen des Wagens nicht rührt.



    Für die Wechselbrücke habe ich zwei 10mm große Magnete genommen und auch diese hält fest genug auf dem Wagen.



    Bretterfugen lassen sich leicht in die Folie ritzen. Wie sich die Folie lackieren und altern lässt, habe ich noch nicht probiert.



    Fazit: Die Sache mit der Magnetfolie funtktioniert. Wobei eine dünne Eisenplatte, wie Lutz es angeregt hat, sicher den gleichen Zweck erfüllt und mit Sicherheit preiswerter ist.


    Viele Grüße,

    Frank

  • Hallo Leute,


    bezüglich Magneten, man braucht keine 2 Magnete. 1 Magnet und ein eisernes Gegenstück tun es auch.

    Es ist mir schon bewusst, dass ein Magnet auch auf einer eisernen Oberfläche hält.

    Ich habe hier nur meine Lösung vorgestellt, die sich bei uns bewährt hat. Der Magnet am Fahrzeug ist in Wagenmitte und der Magnet unter dem Kettenfahrzeug ist so gesetzt, dass das Fahrzeug korrekt positioniert auf dem Flachwagen steht und dort auch stehen bleibt. Zudem ist das Aufbohren mit einem Fräser schnell gemacht und ich muss mir keine Gedanken machen, wie ich in den Wagen die Eisenplatte eingebaut bekomme.


    Bei Rungenwagen hatte ich bislang nicht das Bedürfnis eine Ladung fixieren zu müssen, da hier durch den Rand nichts ins Gleisbett rutschen kann.


    Gruß, Olaf

  • Gude Frank und Mitleser,


    das mit dem Blech könnte funktionieren, allerdings mit erheblich verminderter Kraft. Mit der gezeigten Lösung kannst Du auch 2x1mm Magnete verwenden, was dem versteckten Einbau entgegen kommt. Mit einem Stahlblech wird es dann allerdings etwas eng.


    Was auf jeden Fall funktioniert, wenn einem die Folie nicht gefällt, ist folgende Möglichkeit. Wenn man den Wagenboden mit Eisenpulver aus dem Laborzubehör bestreicht. Das Pulver wird dazu einfach mit Klarlack vermischt und aufgepinselt. Bei einer Korngröße von 1,5 - 2 µm bleiben sogar die Strukturen erhalten. Der Vorteil, das Pulver ist Reineisen (>95% Fe). Ist die Geschichte abgetrocknet wird das Ganze magnetisiert. Das kann man mit Spulen machen, oder einfach mit einem starken Magneten, indem man ein- oder zweimal in einer Richtung über die Fläche streicht. Wir machen das für diverse Sensoren in der Firma. Mehr darf ich nicht verraten. Natürlich ist das überlackierbar und somit für jeden Alterungsprozess geeignet. Ein großer Nachteil bei allen diesen Geschichten ist, dass die so behandelten Flächen jedes bisschen Metall regelrecht "ansaugen". Der Aufwand den wir betreiben das zu verhindern ist nicht unerheblich. Aber das dürfte hier das kleinste Problem sein.


    Olaf's Lösung dürfte die einfachste sein, solange man immer wieder das gleiche Ladegut auf den Wagen packt. Wenn es um Panzer usw. geht, würde ich das auf jeden Fall bevorzugen.


    Meine Anregungen dazu.


    Gruß Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Hallo Zusammen,

    ich will das Thema Magnetpapier nicht tot reiten. Aber das Material, was ich hier habe war bisher nicht dabei. Ich habe ein, auf eine Magnetfolie kaschiertes, weißes Papier welches insgesamt 0,35 mm stark ist und mit dem Inkjet Drucker bedruckbar ist. Daher auch meine Idee, den Ladeboden einfach aufzudrucken. Vielleicht will jemand damit experimentieren? Ich stelle mal ein paar Bilder dazu ein, nicht als Werbung sondern als Information:


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    Grüße

    Johannes

  • Hallo,


    da haben sich ja einige Lösungen aufgetan.


    Zunächst will ich die Aussage von Olaf unterstützen, dass bei Rungenwagen i.d.R. keine massiven Befestigungslösungen erforderlich sind, sofern die Räder des Fzg. festgelegt sind und es eine gewisse Größe/Breite und Gewicht aufweist, wie z.B. M113 oder MAN mil. Durch die Bordwände wird ein schon per se ein seitliches Herunterfallen ausgeschlossen und gerade die M113 sind so "fest" verkeilt.

    Auch bei den R(e)s mache ich mir bei den M113 keine Sorgen, sofern die Rungen hochgeklappt sind. Denn da halten die Rungen das Gefährt bzw. die Gefährte im Zaum.


    Somit wären lediglich bei den Flachwagen auf jeden Fall Maßnahmen zu treffen, da von der Wagenseite her keine Fixierungsmöglichkeiten durch Rungen oder Bordwände gegeben sind

    Ein gelaserter Bodenbelag (zum Tausch, so wie von Lutz beschrieben) bzw. die Magnetpapierlösung (sofern das Papier abnehmbar bleiben soll, so wie von Frank und Johannes beschrieben), scheidet aus. Das wäre nur bei Rungenwagen ideal, aber da ist es m.E. nicht erforderlich.


    Folgende Variante für Flachwagen habe ich daher für mich angedacht:

    Selbstklebende Magnetplättchen in 1,5 mm Stärke in Verbindung mit Minimagneten in 1 mm Stärke und 5 mm Durchmesser. Das habe ich beim großen A....n auf die Schnelle gefunden.

    Ob ich nun die Plättchen im Wagenboden und die Magnete im Fahrzeugboden anbringe oder genau anders herum, werde ich ausprobieren, sobald die Teile geliefert wurden.


    Vielen Dank für den Input und viele Grüße

    Holger

  • Hallo,


    sind ja schon einige Ideen zusammengekommen.

    Mir fällt noch ein anderer Ansatz ein. Kann es möglich sein unter den Ketten die Reibung zu erhöhen, indem man dort einen Streifen Neopren, Schleifpapier oder ähnliches aufklebt? Weiß nicht ob das optisch unsichtbar möglich ist. Dann könnte man auf Umbauten am Güterwagen verzichten.

    Bei Radfahrzeug könnte das Festkleben der Achsen selber vielleicht schon reichen, wenn die nicht mehr rollen.


    Grüße Michael