Eigenbau Mallet

  • Hallo zusammen,


    um auch unter der Haube etwas Ordnung zu schaffen, wollte ich die Stromzufuhr zum Fahrmotor von herumbaumelnden Drähten befreien und eine flexible Verbindung schaffen, bei der im Falle notwendiger Reparaturen der gesamte Antriebsstrang ohne Löten schnell aus- und eingebaut werden kann.
    Die Kontaktfedern bestehen aus 0,3mm Bronzefederdraht. Alles andere erklären die Bilder selbst.
    Bei aufgesetztem Gehäuse liefern angebrachte Federn den Saft bis zu den Lampen. Die allerdings werden vor dem Sandstrahlen noch nicht montiert.





    In diesem ordentlichen Zustand kann meine Mallet erstmals die heimischen vier Wände verlassen und mich zum jährlichen Wintertreffen am 26.1.2013 nach Schkeuditz begleiten. Dort kann sie sich auf ihre schmalspurigen Schwestern und auf weithin bekannte Anlagen freuen.

  • Viel Spaß auf dem Treffen.


    Mit DER Lok haste bestimmt die Nase weit vorn.


    Du denkst dort bitte auch an uns - sprich an Bilder vom Treffen ? Danke.

  • Ja, davon kann ich eigentlich auch nur abraten.


    Hatte mir mal nen Jagsttalbahnwagen selber gebaut.


    Im Messing war er noch was besonderes.


    Nach dem lackieren fiel er und die in ihm steckende Arbeit nicht mehr auf.


    Also - überlege es dir sehr gut. Natürlich ist die Lok lackiert Naturgetreuer.

  • Hallo Friedrich und Jörg,


    ja, ich sitze auch manchmal davor, mache garnichts und freue mich einfach nur an ihrem äusseren Erscheinungsbild. Da ist natürlich zu allererst das Messing, dass der Lok schon ein "wertiges" (irgendeiner hat das mal zum Unwort erklärt) Aussehen gibt, dann das relativ hohe Gewicht dieses kleinen Monstrums und natürlich die mich immer wieder begeisternden Fahreigenschaften.


    Und ihr habt beide recht: Ich fürchte mich ein bisschen vor dem Zeitpunkt, wo ich beide Messingmodelle ( das andere ist der DWss 1 - siehe Bild) "einfärben" muss.



    Da geht nicht nur das Messing, sondern auch die ganze Arbeit an den Modellen verloren, weil man sie dann nicht mehr ( abgesehen von einigen Insidern) von gekauften Triebfahrzeugen unterscheiden kann.
    Trotzdem habe ich mir vorgenommen, beiden Triebfahrzeugen den für sie typischen Anstrich zu verpassen.
    Ich hab ja noch etwas Luft, bis ich die Steuerung der Mallet und den Stehkessel vollständig fertig habe.


    Über Schkeuditz werde ich berichten, klar!

  • Und ihr habt beide recht: Ich fürchte mich ein bisschen vor dem Zeitpunkt, wo ich beide Messingmodelle ( das andere ist der DWss 1 - siehe Bild) "einfärben" muss.


    Hallo Peter,


    Gratulation zur Mallet! Ein wunderbares Eigenbau-Modell hast Du geschaffen. Ich kann obigen Satz sehr gut nachvollziehen, denn die "Bauleistung" kommt natürlich im Messingglanz besonders deutlich zum Vorschein.

    Ich hab ja noch etwas Luft, bis ich die Steuerung der Mallet und den Stehkessel vollständig fertig habe.


    Drum genieße diesen Zeitraum besonders und mache anschließend eine Fotodokumentation. Ich kann Dir auch gerne aus Deinem Bauthread Texte und Bilder in der Weise extrahieren, dass eine "Story" daraus wird.



    Gruß Rainer, :thumbup:
    der dem farblichen Finale mit Spannung entgegensieht.

    Kleinreuth-Nord-Logo-supersmall.jpg


    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.

  • Hallo lieber Namensgleicher,
    ich mag mal hier noch etwas von meiner Bewunderung für deine Arbeiten ablegen.
    Ganz so "am Küchentisch" ist es ja nicht, wie ich es mir mal so erträumt habe.
    Ich kann deinen "Bauch" verstehen, dass die Farbe die ganze Arbeit verdeckt.
    Aber ich für mich mag diese goldigen und anderen Töne der Modelle nicht wirklich, auch wenn...
    Bin gespannt auf die Endresultate.
    Dafür wünsche ich dir die notwendige Kraft und Gesundheit, Geduld und Zeit und auch den Spass und das glückliche Händchen.


    Nettes Grüssle mitten aus dem Wald
    Peter


    ...ich beobachte dich und deine Arbeit!!!...

    ... und das Grüssle mitten aus dem Wald
    bis bald... ´s Peterle


    ...mittlerweile gibt es einiges auf meinem "Blog"


    Verschiebe nicht auf morgen, was du heute leben kannst.
    Jeder vergangene Augenblick, den du nicht zu ergreifen verstanden hast, ist ein verlorener Augenblick.
    (unbekannter Autor)

  • Hallo zusammen,

    Ich kann Dir auch gerne aus Deinem Bauthread Texte und Bilder in der Weise extrahieren, dass eine "Story" daraus wird.


    Ja, Rainer, ich habe da schon des öfteren darüber nachgedacht. Eine reine Baudokumentation braucht allerdings nicht nur erklärende Bilder, diese müssen auch in angemessener, anschaulicher Weise kommentiert werden. Es liegt in der Natur der Sache, dass ich das nur höchst selbst bewerkstelligen kann. Deshalb danke für dein Angebot, aber wenn es dann mal soweit sein sollte, brauche ich sowieso deine Hilfe zum Einordnen der Dokumentation hier im Forum.
    Wie überhaupt jedes hier im Forum begonnene und auch abgeschlossene Projekt an einem besonderen Platz für Interessenten und Nachbauer festgehalten werden könnte.


    Hallo Friedrich,
    aus deinen Zeilen schöpfe ich Hoffnung, dass mir der "goldene Schnitt" gelingen möge. Du hast völlig recht, dass eine Maschine nach etwa 40 Jahren Betriebsdienst nicht so aussehen kann, als wäre sie gerade aus dem Reichsbahnausbesserungswerk entlassen worden. Allerdings so vergammelt wie in ihren letzten Betriebsjahren will ich sie auch nicht darstellen. Mal sehen , was mir einfällt!


    Hallo Peter,

    Ganz so "am Küchentisch" ist es ja nicht, wie ich es mir mal so erträumt habe.
    Aber ich für mich mag diese goldigen und anderen Töne der Modelle nicht wirklich, auch wenn...


    So sehr ich mich freue, dass Du dich auch mal in meinem Thread äusserst, deine Formulierungen geben mir Rätsel auf und werden hoffentlich durch dich bald erklärt.
    Messingmodelle kann man wahrscheinlich nur dann mögen, wenn man sie selbst gebaut hat.


    Und nun ein guts Nächtle!

  • Lieber Peter,
    das wäre dann Äusserung Nr.5 in deinem Faden.
    Ich find ganz schön viel für jemanden, der auf diesem, deinem Gebiet nix beitragen kann.
    Für die Rätsel könnten wir dann eine PN verwenden, weil...
    Nettes Grüssle mitten aus dem Wald
    Peter

    ... und das Grüssle mitten aus dem Wald
    bis bald... ´s Peterle


    ...mittlerweile gibt es einiges auf meinem "Blog"


    Verschiebe nicht auf morgen, was du heute leben kannst.
    Jeder vergangene Augenblick, den du nicht zu ergreifen verstanden hast, ist ein verlorener Augenblick.
    (unbekannter Autor)

  • Hallöchen zusammen,


    ich hol mal meinen Mallet-Thread wieder aus der Versenkung, um einige Baufortschritte zu dokumentieren.
    Nachdem das Gehäuse fertig ist und meine Mallet im Februar in Schkeuditz auf einigen fremden Anlagen ihre Proberunden erfolgreich absolviert hat, habe ich mich nun seit geraumer Zeit wieder dem Fahrwerk gewidmet.
    Neben den noch fehlenden Teilen der Steuerung, den Bremsklötzen und den Ventilen zur Zylinderentwässerung musste auch der Bremsluftbehälter unter dem Fhs auf der Lokführerseite montiert werden. Im nachfolgenden Bild kann der geneigte Leser erkennen, wo dieser Luftbehälter angebracht ist.



    Wie schon bei den Hauptluftbehältern auf dem Fhs-Dach war auch hier der dem GI-Bausatz beiliegende Luftbehälter (im folgenden Bild unten) wenig geeignet, an der Mallet montiert zu werden. Das Weissmetall ist mir ein Graus. Also war wieder Selbstbau angesagt. Den Bremsluftbehälter aus einem Stück Messing drehen ist kein Hexenwerk.
    Die Befestigungslaschen, die ich sonst aus schmalen Blechstreifen herstelle, wollte ich diesmal ebenfalls als Ringe drehen, die sich gerade mal so eben auf den Behälter schieben liessen. Im Bild sind sie schon fertig gedreht:



    Die Herstellung der Ringe zeigt das nächste Bild.
    Nachdem der erste vom gebohrten Rundmaterial abgesägte Ring in irgendeinem Nirvana verschwand, habe ich den Reitstock mit dem Bohrer in die Bohrung geschoben und nun konnten die kleinen Ringe nicht mehr weg. Das gerade eingespannte Sägeblatt war für diese Aufgabe zwar etwas zu grob, es ging trotzdem problemlos:



    Inzwischen habe ich die selbst konstruierte Halterung für den Behälter aus einem Stück Messingblech hergestellt. Im nächsten Bild sind die beiden Bauteile schon mal so zusammengestellt, wie sie später an der Lok montiert werden.



    Die nächste Aufgabe bestand darin, die Halterung mit zwei Schrauben M1 an den Boden des Fhses anzuschrauben. Angekörnt, gebohrt, Gewinde geschnitten und mit zwei überlangen Messingschrauben angeschraubt. Passte auf Anhieb. Der "Schlüssel" für die M1-Schrauben ist ein Eigenbau aus einem Stück 1,5mm Messingrohr, welches ich über einen Schraubenkopf gestülpt, besser gepresst habe. Funktioniert schon seit Jahren ohne Abnutzungserscheinungen.



    Für die nun folgende Lötorgie habe ich mir extra eine Vorrichtung bauen müssen, anders war das nicht zu beherrschen. Der Behälter musste an die Halterung, die Ringe (eigentlich Befestigungslaschen) und das Luftleitungsrohr mussten angelötet werden und das alles gleichzeitig. Nach der notwendigen Säuberung sah das Ganze dann im montierten Zustand wie folgt aus:



    Und nun noch mal mit aufgesetztem Gehäuse:



    Gegenwärtig bräuchte ich ein Elektronenmikroskop zur Anfertigung der noch fehlenden Steuerstangen........................

  • Hallo Peter,


    schön zu sehen, daß an Deiner Mallett weitergeht. Ich finde es interessant, daß auch Du die "Drehmaschine- und Laubsägemethode" anwendest. :D


    Nach meinem Dafürhalten eine recht praktikable Möglichkeit, dünnwandige und schmale Ringe herzustellen. Mit dem Abstechstahl werden diese ohne Aufspanndorn meist im letzten Moment (wenn der Stahl durchsticht) noch Ausschuß. Vor Deiner "Lötorgie" ziehe ich meinen Hut- aber mir wird sicher bald ähnliches blühen.


    Wie immer hast Du Deine Fortschritte hervorragend dokumentiert. Danke dafür!


    Ich wünsche Dir viel Spaß, gute Augen undeine ruhige Hand beim Bauen der restlichen Steuerung.


    Viele Grüße


    Christian

  • Hallo Peter,


    warum habe ich diese Beiträge eigentlich bisher übersehen? Coooooooooooooooooool!!!! Ich bin jetzt nur gespannt auf die farbige Lok - obwohl Messing auch so seinen Reiz hat.


    Schöne Grüße aus H0-Kirchbrak,
    Erik

  • Hallo Peter,


    diesen Thread von dir betrachte ich schon von Beginn an ehrfurchtsvoll und mit großem Respekt. Ich bin der Meinung, dass dies großartige handwerkliche Arbeit ist und ziehe meinen imaginären Hut davor. Vielen dank, dass du deine Arbeit zeigst, denn obwohl Messing und ich bisher keine Freunde waren, ermutigt es mich, dieses Thema doch noch einmal näher zu beäugen.

  • Hallo Peter,
    hier meine Meinung zum Thema Metall Natur oder lackiert. Als Anlagenlok nur lackiert. Für die Vitriene Natur. In einigen Tagen werde ich meine früheren M+F Loks ins Forum stellen. Da kommt das Metall sehr gut zur Geltung.
    Gruss Herbert.

  • Hallo zusammen,


    und danke für die Anteilnahme am Werden meiner Messingkonstruktion.


    Ich bin jetzt nur gespannt auf die farbige Lok - obwohl Messing auch so seinen Reiz hat.


    Als Anlagenlok nur lackiert. Für die Vitriene Natur.


    Genau das war auch eines der Themen in Schkeuditz, als die Mallet in strahlendem Messingglanz (zugegeben: Ich hab sie vorher auf Hochglanz getrimmt) ihre
    Runden auf fremden Gelände drehte. Natürlich ist klar, dass zur Darstellung einer authentischen Modellbahnlandschaft auch eine realitätsnahe Lackierung der Lok gehört.
    Es machte aber auch so einen Heidenspass, die Mallet pur zu beobachten. Und der Zeitpunkt der notwendigen Verwandlung rückt ja nun immer näher..........

    denn obwohl Messing und ich bisher keine Freunde waren, ermutigt es mich, dieses Thema doch noch einmal näher zu beäugen.


    Mach`s einfach, Robert, fang mit irgend etwas Kleinem an. Du wirst sehen, das Ergebnis sieht um Längen besser aus als wenn Du anderes Material verwendest. Und zum Löten findest Du hier und anderswo jede erdenkliche Hilfe.

    Ich wünsche Dir viel Spaß, gute Augen undeine ruhige Hand beim Bauen der restlichen Steuerung.


    Deine guten Wünsche kann ich gebrauchen, und davon jede Menge!
    Wie auf dem nachfolgenden Foto zu erkennen, habe ich die 4 Schwingen fertig. Die Methode war die Gleiche wie bei der Herstellung der Steuerungsträger. Ein paar o,2mm Bleche übereinandergelötet, die Löcher gebohrt und dann mit allen möglichen Hilfswerkzeugen in Form gebracht. Dann wieder auseinanderlöten, säubern, und schon waren die Schwingen fertig. Ratz, fatz! (Voll gelogen! Ich hatte die Schn..... gestrichen voll!)
    Vor allem die "Grösse" der Bauteile macht mir im Gegensatz zu früher immer mehr zu schaffen. Aber ich wollte es ja so haben. Selbst schuld!



    Die "Vernietung" der Steuerungsteile habe ich hier im Thread schon mal beschrieben. Es ist Anglersehne.................

  • Herrlich was du alles selber machst. Ich hätte mir die Steuerung allerdings ätzen lassen. So hat jeder seinen Weg.


    Vor allem die "Grösse" der Bauteile macht mir im Gegensatz zu früher immer mehr zu schaffen. Aber ich wollte es ja so haben. Selbst schuld!


    Seit der Anschaffung eine Stielfeilklloben und einer Kopfbandlupe haben diese Teile bei mir erst einmal wieder ihren Schrecken verloren.

  • Hallöchen zusammen,


    ganz tief im Orkus verschwunden war sie schon, die 99 5714.
    Anlässlich einiger Betriebsstunden meiner Peterswalder Regalanlage mal ein Bild vom Tage:



    Ich hoffe, dass ich bald wieder den Lötkolben in der rechten Hand halten kann.

  • Hallo Peter-
    schön, wieder etwas von Dir zu hören.
    Vergessen habe ich Deine Mallett nie- öfter habe ich gedacht, "was wird der Peter machen".
    Nun habe ich aber auch eine Frage: Aus welchem Material hast Du die Schneckenwelle gefertigt?
    Und wo bekommt man es- für meine Röchelanna benötige ich eine Getriebe -Welle von etwa 35mm Länge und einem Durchmesser von 1,5mm. Zylinderstifte sind nur bis zu einer Länge von 25mm genormt und lieferbar.


    Ich wünsche Dir- daß Du bald wieder das Werkzeug halten kannst und weitere Fortschritte hier vorstellen wirst.
    Viele Grüße
    Christian

  • schön, wieder etwas von Dir zu hören.


    Dito, Kollege!


    1,5 mm - Wellen sind gar kein Problem.



    Wenn Du ein Stück brauchst, hier ist eine Quelle. Und wenn Du vorher anrufst, können wir ausserdem noch ein kleines Bierchen trinken.
    Bis denne!