Digitalisierung

  • Hallo,


    hier möchte ich u.a. einmal einige nicht so allgemein bekannte Möglichkeiten vorstellen.


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    Die bekannteste Methode ist das Anlöten aller Decoderanschlüsse an die entsprechendenn Stellen in der Lok. Hier als Beispiel eine Liliput (A) E 3/3 mit Digitrax Decoder für Spur N. Angesichts der Größe des Antriebsmotors reicht dieser Decoder leistungsmässig vollkommen aus.

    Wer genauer hinschaut wird trotzdem eine Steckverbindung erkennen. Hier ist sie auf der Decoderplatine selber angeordnet in Form einer 8-poligen JST Steckers und Buchse mit 1mm Rastermaß.



    Eine weitere Möglichkeit sind sog. Decoder Buddies:

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    Hier ist ein solcher Hardy Spezial mit PLUX 22 in einem Tender eingebaut. Die Befestigung erfolgt mit geschäumten doppelt klebenden Pads.

    Alle Funktionsausgänge sind bereits mit Vorwiderständen für LEDs bestückt. Die 2-polige Buchse hinten habe ich angebracht, hier wird das Licht für den hinteren Scheinwerfer eingesteckt. Nach vorne sind die Anschlüsse an die Steckverbindung zwischen Lok und Tender. Die Kabelfarben sind nach Norm NMRA ausgeführt.





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    Da lässt sich dann der Decoder der Wahl einstecken. Hier auf Kundenwunsch ein ESU Loksound V5 mit möglichst großer Schallkapsel und Power Pack.





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    Ursprünglich sind diese de Facto Hauptplatinen für den Einbau und US Dieselloks entwickelt worden. Hier ein älteres Life-Like P2K aus den 1990er Jahren wo DCC noch kein Thema war. Die Platine wurde unten mit Kapton Klebeband isoliert und punktförmig festgeklebt

    Unter den schwarzen Abdeckungen befanden sich ursprüglich 1,5V Glühbirnen welche im Zuge des Umbaus durch 5mm LEDs ersetzt worden sind. Deren Anschlußbeinchen sind direkt an die Platine gelötet worden.

    Hier bin ich mit nur sehr wenig Fräs- und Feilarbeiten ausgekommen, hauptsächlich die Befestigungspinorkel für das Diodengrab mussten entfernt werden.





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    Es geht manchmal recht eng unter diesen Gehäusen zu. Über jedes Kabel weniger ist man dankbar. (Die Lüfter habe ich gegen andere Bauarten getauscht)




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    Ein weiteres Anwendungsbeispiel. Hier ist eine 21MTC Platine für reverse Montage des Decoders eingebaut. Hier sitzen Stecker und Steckbuchse unmittelbar aufeinander.





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    Die Hardy Platinen gibt es in 3 Ausführungen.

    Oben für 21MTC ind reverser Ausführung; hier wird direkt in die Buchse des Decoders gesteckt.

    Mitte für 21MTC in normaler Ausführung wo duch die Platine des Decoders gesteckt wird.

    Unten die für PLUX 22.

    Die Funktionsausgänge sind bereits mit Vorwiderständen für LEDs bestückt. Die Logikpegel Ausgänge der 21MTC Typen sind zusätzlich auch noch mit Verstärkern versehen, so daß man hier verstärkte Ausgänge vorliegen hat.

    Wegen der kompakten Abmessungen sehen ich keinen grundsätzlichen Hinderungsgrund warum sie nicht auch in Modelle nach Deutschen Vorbild einbauen lassen sollten.

    Damit lassen sich Loks ohne Schnittstellen oder solche mit veralteten Schnittstellen mit einer unzureichenden Zahl an Funktionsausgängen bezüglich DCC auf den neuesten Stand bringen.





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    Eine weitere Möglichkeit ist die komplette Hauptplatine mit bereits integrierten (Sound-)Decoder. Hierzulande ist diese Art nahezu unbekannt.

    Unten die serienmässige Hauptplatine. Die hat hier in diesem Fall 2 Schnittstellen. Einmal die althergebrachte 8-polige nach NEM. Und dann eine weitere nach 21MTC. Links davon ist der Blindstecker. Bei der Verwendung eines Decoders nach 21MTC hat man auch keine weiteren Funktionausgänge als wie bei der 8-poligen NEM. Die Kontaktstifte sind zwar vorhanden, aber auf der Hauptplatine nicht angeschlossen. Wer Ambitionen nach mehr Fuktionsausgängen hat, kann auch hier nach den oben gezeigten Ersatzplatinen greifen.


    Oder aber den im Bild oben gezeigten Sounddecoder in Form einer Hauptplatine. Der Decoder ist nicht mehr aufgesattelt oder eingesteckt, sondern ein integraler Bestandteil der Hauptplatine. Diese Bauform spart noch einmal Bauhöhe. Bei den US Loks findet man hier oft eine dieser Absprachen der Hersteller untereinander wie z.B. bezüglich Platinenbefestigung. So lassen sich diese Komponenten oft 1:1 austauschen; wenn nicht gerade wieder ESU seine Finger im Spiel hat weil der Hr. Lindner meint das Chaos der inkompatiblen propertiären Werksnormen auch in den USA einführen zu müssen.

    Mit freundlichen Grüssen


    Lutz

    2 Mal editiert, zuletzt von Lutz K ()

  • Hallo Lutz,


    vielen Dank für Deinen Bericht.

    Könntest Du eventuell mal die Abmessungen der Hardy-Platinen nennen? Und vielleicht eine Bezugsquelle hier in Deutschland....:pfeifen:

    Dann würde ich da glatt mal was ausprobieren wollen.


    Herzliche Grüße

    Andreas

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    … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …