Bau des Endbahnhof Großalmerode West

  • Hallo Signalkundige,

    wenn ich mir den Gleisplan des Kopfbahnhofs anschaue, in den sowieso nur mit Vmax 30 eingefahren werden kann, sind verriegelte Weichen eigentlich unnötig. Oder wird hier der Begriff "Riegel" für etwas anderes (Gsp) gebraucht?

    Nicht ortsgestellte Weichen sind auch nur für den Einfahrtskopf notwendig. Die Stellwerksbezeichnung "Gw" w = west oder Wärter?, deutet für mich darauf hin, dass es auch einen Fahrdienstleiter in einem "Gf" oder "Gof" gegeben haben müsste, sinnvollerweise im Kopf der Einfahrt.

    Lasst mich Friedrich zitieren: "Jeder so wie er möchte". Aber wenn man gern 150%ig sein will, . . .

    Bruno - bob -

    Es muss nicht alles perfekt sein was gut ist

    Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung. Heinrich Heine

  • Mein lieber Bruno,

    irgendwie fühle ich mich von dir sehr missverstanden und ärgere mich über deine Antwort.

    Wenn ich 150%ig wäre, hätte ich anders formuliert oder gar nicht erst die Frage gestellt sondern Friedrich meinen Vorschlag unterbreitet.

    Dass es sich um einen Endbahnhof handelt erkenne ich auch "gerade" noch und das der (je nach Epoche) mit einigen wenigen oder am Ende seiner Zeit überhaupt keinen fernbedienten Weichen hätte auskommen müssen, musst du mir als geprüften Heizer auch nicht unbedingt nahelegen.
    Ich war hier auf die Idee von FRIEDRICH gespannt, wie er aus den Carstens Unterlagen den Weg der Drahtzüge zum Fahrdienstleiterstellwerk geplant hat. Das birgt nämlich Interpretationsmöglichkeiten und wäre für alle eine weiterführende Erläuterung gewesen.
    Ein Vorschlag von dir wäre auch schön gewesen aber Leute hier einfach in ein Licht zu stellen, welches nicht stimmt, finde ich leider etwas unpassend.

    Sorry, aber das musste hier und jetzt mal sein!

    Admin: Falls es als unpassend oder den Faden von Friedrich sprengend gesehen wird bitte auf intern verschieben.

    Michael R

  • Moin Leute

    Es lohnt sich hier nicht über das Vorbild und deren Umsetzung zu Philosophieren.

    So wie ich es gebaut habe… hat es kein Vorbild! Punkt.

    Der Gleis und Spurplan ist fast maßstäblich über 90%; im Modell wurden ein paar Änderungen vorgenommen die mit den Modulgrenzen, also den Abmessungen der Kästen zu tun haben. Ferner hätte ich auch noch die neusten Weinert DKW einbauen müssen weil die eingebauten Weichen nicht denen entsprechen die vorbildlich eingebaut sind. Der Modell Bahnhof ist dadurch geringfügig zu groß. Mal etwas anders.

    Nach dem zweiten Weltkrieg gab es weder eine Fernbedienung der Weichen /Gleissperren noch ein BW. Der Lockschuppen (Zweigleisig) wurde schon in den 30er des letzten Jahrhundert abgerissen.

    Original Plan mit Lockschuppen 20er Jahre liegt mir vor.

    Die Drahtzugleitungen sind „Friedrichs Zugaben“ geschuldet dem Spaß an mechanische Stellwerke. Treu dem Motto: So hätte es nach dem Unfall in Radevormwald sein können. Zu diesem Zeitpunkt wurde aber der Personenverkehr nach Großalmerode West eingestellt. Alle Weichen und Gleissperren werden/wurden seit langem Ort gestellt und „verschlüsselt“. Verschlüsselung ist im FREMO zwar inzwischen „Salonfähig“ aber auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Und weil ich für ein Vorhaben, was ich in diesem Leben nicht mehr verwirklichen werde, schon recht viel „gesammelt“ hatte (u.a. die Weinert DKW und RST Weichenhebel) habe ich mir diesen Bahnhof ausgesucht. Ferner habe ich mich mit BALSINE (Manja) ausgetauscht, der mir geschrieben hat wie denn ein solches mechanisches Stellwerk ausgesehen hätte, wenn der Personen Verkehr nicht eingestellt worden wäre. Ich wollte auch noch Ausfahrsignale… aber das wäre nun wirklich Überdimensioniert.

    Also versuche ich mich (um des Spaßes wegen) an einem mechanischen Stellwerk für die ich inzwischen Mitspieler für den Mikrocontroller gefunden habe. Und! Es funktioniert. Es ist also zwar unrealistisch für diesen Bahnhof aber auch nicht falsch!

    Mein Problem ist nun einen realistischen Weg der Drahtzugleitungen zu finden. Aber ich bin auf einem guten Weg und werde berichten.

    So weit zum Vorbild und zum Modell.

    Hollt jo fuchtig un bliev gesund.


    :matrose: :matrose: :matrose:

    Friedrich

  • Moin Leute

    Themawechsel innerhalb des Projektes

    Um das Sperrholz zu beseitigen, bin ich im Einfahrt Bereich noch bei den Drahtzugleitungen und komme vom anderen Ende des Bahnhofes mit der „Kleinen Lok Behandlung“. Wer nun wieder nach Großalmerode schaut, wird feststellen: gab es in den letzten Jahrzehnten nicht mehr. Der zweiständige Lokschuppen, gradlinig zu Gleis 1 und Stumpf Gleis 10 habe ich nur in einem „alten Gleisplan“ der 20er Jahre des letzten Jahrhundert gesehen. Nach Abriss in den 30er Jahre wurde alles von dem nicht all zu weit entfernten Bahnhof Walburg aus bedient. Nur für alle erhobenen Zeigefinger, Großalmerode ist nicht sklavisch nachgebaut sondern hat ein paar „FREMO Zutaten“.

    Im Modell habe ich passende Gebäude einschließlich eines einständigen Lokschuppen bei Auhagen gefunden. Und nun im Telegramm Stiel weil alles schon mal irgendwo in diesem Forum beschrieben.

    Wände mit Ziegelrot, hier Revel Email Nr.:37 gespritzt

    2 Tage trocknen lassen

    Mit Plaka Farbe grau einstreichen , trocknen lassen

    Mit Salmiakgeist abwischen Fugen und leichte Schlieren verbleiben dabei grau

    Fachwerk braun (oder in entsprechender Farbe) spritzen

    Trocknen lassen und dann mit weißer (oder sehr heller Farbe) Lichter setzen. Lichter setzen geht mit einem trockenen Pinsel, welches wieder heißt die Farbe vorher auf einer rauen Pappe ab steichen.

    Nun erst das Fachwerk einkleben, vorher die Klebestellen von Farbe befreien. Das alles bedeutet Aufwand der sich aber lohnt. Plastikglanz gibt es bei mir ganz selten oder gar nicht.

    Als letztes noch ein Bild von der im Bau befindlichen Lokleitung, geändert und angepasst. Ich werde berichten.

    Hollt jo fuchtig un bliev gesund.

    :matrose: :matrose: :matrose:

    Friedrich

  • Moin Leute
    @ Wolfgang: Ich antworte hier mal allgemein
    Die Gebäude und Funktionselemente der Lokstation sind alle Fertig… Nur mit dem sinnvollen Aufstellen ohne es einerseits zu überladen und anderseits sie sinnvoll und zweckmäßig zu platzieren ist bei dem Platzangebot nicht ohne. Im Hintergrund ist ein steiler Hang und zusätzlich noch die Verladeeinrichtung für Braunkohle, im Vordergrund die Tiegelfabrik die bei mir eine andere Funktion haben wird. Es ist zwar Platz da, dennoch möchte ich mir die „Großzügigkeit“ nicht unbedingt nehmen. Man kommt schnell zum Spielzeug haften, beginnt schon mit einer 3 Meter breiten Zufahrt zur Lokstation.
    Ich bin auf einem guten Weg… und werde auch wieder Fotos einstellen.

    :matrose::matrose::matrose:

    Gruß Friedrich

  • Hallo Friedrich,

    nachdem sich ja die Wogen bezüglich der Stelldrähte zu den fernbedienten Teilen deines Bahnhofes wieder geglättet haben wäre ich nun aber doch immer noch neugierig mal in einer Skizze oder vielleicht schon Photos zu sehen, wie du die Sache gelöst hast, bzw. lösen willst.
    Ich finde die Anlage immer noch sehr spannend und wahrlich nicht so ganz einfach in der möglichen Umsetzung, will man sich an die Vorbildvorgaben so einigermaßen halten. Es sind entweder immer Bahnsteige oder Rangierwege im Wege, bzw man muß ganz weit nach außen abrückenum dann wieder an die Stellstellen zurück zu kommen.Und das möglichst geradlinig und möglichst oberirdisch, solange halt keine Rangierwege und .... im Wege sind.
    Ich wäre sehr gespannt, ja ich gebe es auch zu echt neugierig was du/ ihr euch da ausgedacht habt.

    Aus meinem Bau vonOttenhofen habe ich mitgenommen, dass man sich bei den Gebäuden und deren Anordnung viel Zeit zum ausprobieren der Stellvarianten nehmen sollte.

    Ich freue mich auf eine Antwort

    Liebe Grüße Michael R

  • Moin Michael und Mitleser.

    Ganz ehrlich gesagt: ich hab das Thema vertagt.:pfeifen: Bei 6 Meter Länge kann man auch erst einmal etwas anderes machen. Hier nun gleich das nächste Fettnäpfchen: das nicht vorhandene BW, besser eine Außenstelle einer Lokstation (für FREMO) angefangen und dort kam ich in Bedrängnis weil einerseits früher in Großalmerode das Gleis 1 einbezogen war und bei mir anderseits eine Modultrennkante im Weg war. Man kann die überbauen, nur das ist mit hohem Aufwand verbunden.
    Ich habe deshalb die Lokstation auf das (letzte) Modul IV gelegt und hatte damit ein paar optische Probleme in der Zuwegung, sprich Wege Anbindung weil im Hintergrund die Braunkohleverladung wieder recht nahe am Vorbild sein soll.
    Für die Verlegung der Seilzüge „weg von der Hebelbank“ durch den Bahnsteig habe ich ein Beispiel Vorbildfoto von Gerd Schaub (auch hier im Forum) bekommen. Dort ist man so zu sagen im (Haus) Bahnsteig geblieben. Situation ist ähnlich der meinige. Dieses werde ich nachbauen. Und außen vorne im Bahnhofsanfang laufen die Rangierer nicht mehr so viel herum, als das die Drähte zur Gefahr werden. Sonst weiche ich in Blechkanäle aus. Ich werde berichten wenn ich dort weiter mache. Den ungefähren Weg habe ich festgelegt.

    :matrose::matrose::matrose:
    Hollt jo fuchtig un bliev gesund.
    Friedrich