H0-RE Streckenmodule und Awanst Wittmoor
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Auch die Torffabrik darf in der Detailbetrachtung nicht fehlen. Hier stammt das Pflaster von CH-creativ.
Der Fendt Geräteträger steht da nicht zum Spaß herum. Er wird mit Torfsäcken beladen. Die habe ich bislang nicht als Zubehör gefunden: Also ein Styrodurklötzchen zurechtgeschnitten, passend eingeritzt um einzelne Säche zu imitieren und abschließend gelb und grün anpinseln. Nein, diemal nicht mit Mattlack einnebeln das würde das Polystyrol nicht mögen und anfangen sich zu lösen: Ergäbe vielleicht auch eine interessante Ladung auf der Palette, nach Torfsäcken würde das aber nicht mehr aussehen. Die bastelei war jetzt definitiv billiger als weiter im einschlägigen Zuberhörhandel zu suchen und sieht für mich nicht ganz falsch aus. Und- ja - ich weiß, was Ihr jetzt denkt und Ihr habt recht: Auch das Treppengeländer fehlt noch...
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Keine Ahnung, warum das nächste Bild schon klein mit hineinkopiert wurde - jedenfalls klaut es mir die Pointe: Auf der Vorderseite der Fabrik wird gearbeitet, auf der Rückseite ist man schon weiter und bereitet sich auf den Feierabend vor:
Auch das gibt es stärker im Detail. Man erkennt die Alterung der Betonplatten (Gipsabdrücke) und auch die Alterung der Gielbelseite wird sichtbar. Auf dem vorherigen Bild wirkt sie noch fast wie mit Weißer Riese gewaschen (weißer als weiß).
Bezüglich der Hauskante haben sowohl Wilfried als auch Bruno auf meine Frage, wie man diese begradigt, kompetent geantwortet. Allein, ich habe es noch nicht umgesetzt - so ist das Leben. Beim nächsten Mal mache ich es (vielleicht) besser.
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Hallo Dirk,
welche Epoche stellst Du dar? Für Epoche 5 und später wäre die Alterung der dann alt gewordenen Landmaschinen o.k. Der Möbelwagen in moderner DMS Lackierung wäre dann auch stimmig.
Für Epoche 3 und 4 wäre ein Möbelwagen mit Ackermann Aufbau, wie ihn Brekina in dusig Ausführungen auf den Markt gebracht hat, passender. Die Möbelwagen sahen damals wie Heute immer wie aus dem Ei gepellt aus. Ein sauberer LKW war die Visitenkarte einer Möbelspedition. Die Landmaschinen waren damals auch alle nigelnagelneu und entsprechend gepflegt. erst in den 1970er Jahren (Ep 4) wurden die Lackierungen der Schlepper aus den 1950er Jahren matt. Aber da hatten sie alle schon einen Schutzbügel den die Berufsgenossenschaft gefordert hat.
Nur so meine Gedanken dazu.
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Moin Dirk,
zu später Stunde noch in deine Module eingetaucht; kannste nich meckern, wie wir hier oben sagen. Mit deinen Modulen kannst Du locker bei jedem Treffen auftauchen; für mich sind sie gut durchgestaltet; klar, wird jeder Prökler immer etwas zu kritisieren haben; aber für mich gilt, die Anmutung und die Atmosphäre müssen stimmen; Fahrzeuge und andere Dinge sind für mich zweitrangig; Dinge, die man jederzeit ändern kann. Meine kleinen MiniMax-Module sind teilweise so aufgebaut, dass sie von Epoche I bis in die Zeit der DRG veränderbar sind ... ach, und fast hätte ich es vergessen; ein Schlepper mit nicht mehr ganz so perfektem Glanz und aufgeklappter Motorhauber, der Leben zeigt, ist mir wichtiger als ein absolut epochengetreuer .. hoffentlich wusste dass der Bauer ... dass sein Schlepper jetzt noch nicht so sein darf, wie er ist?
Also Dirk, mir gefallen deine Module ausnehmend .. der Fremo täte oftmals bei seinen Treffen, auch den ganz grossen - gut daran, mehr dieser Qualität zu offerieren ... und damit meine ich nicht nur die diversen Schottervarianten, die absolut jede Optik vergraulen...
Mit liebem Gruß
Wilfried -
Guten Morgen Dirk,
Deine Module sehen wunderbar aus! Erlaube mir aber folgende Anmerkung: Die Artitec-Dreschmaschine ist zwar schön dargestellt, aber wäre es nicht besser, sie in Längsrichtung des Kornfeldes arbeiten zu lassen, statt in Querrichtung?
Viele Grüße,
Jacques Timmermans -
Moin Leute
Die Artitec-Dreschmaschine ist zwar schön dargestellt, aber wäre es nicht besser, sie in Längsrichtung des Kornfeldes arbeiten zu lassen, statt in Querrichtung?
Wenn mit Dreschmaschine der Mähdrescher gemeit ist kann ich darauf ausführicher antworten, habe aber im Moment keine Zeit. Habe schließlich solch eine Maschine über 35 Jahre (Ernten) in meiner Freizeit gefahren.
Erst mal kurz: Alles richtig dargestellt.
Gruß Friedrich -
Moin Leute
Wenn wir über den Mähdrescher reden und uns die Situation anschauen ist alles richtig.
Ich habe von 1973 bis 2010 in jeder Ernte verschiedene Mähdrescher gefahren Zuerst noch bis 1981 einen offenen mit 3 Meter Schnittbreite von 1981 bis zu deren "Aussonderung" 2005 einen mit Kabine und 4,60 Meter Schnittbreite, dann einen mit 6 Meter Schnittbreite. Heute fährt mein Nachfolger mit der größten Maschine die CLASS herstellt mit 12, 60 Meter Schnittbreite.
Üblicher weise fängt man (schon immer) in der Einfahrt an und schafft Platz für Abfuhrfahrzeuge. Entweder ein größeres Loch 12 Meter mal x so dass man gut drehen kann, oder das ganze Vorgewende. Deichsel der Abfuhrfahrzeuge immer zur Ausfahrt damit man nicht mit vollen Wagen drehen muss.
Allgemein ist es dann üblich erst einmal 3 bis 4 mal um das gesamte Feld zu fahren, kommt auf die Größe und der Getreideabfuhr Kapazität an. Ab Epoche V gibt es in meiner Gegend so genante Überladewagen und damit drischt der Drescher ununterbrochen und tankt während der Fahrt ab.
Für eine Modelldarstellung ist es immer vom Vorteil, dass so genante Vorgewende im Norddeutschen „Wennacker“ also die schmale Seite eines Feldes zu den Gleisen dar zu stellen. Damit hat man eine gewisse Großzügigkeit und kann sich vorstellen, daß das Feld beliebig weit in den Raum hinein reicht. Leider neigen einige „Künstler“ dazu Felder da zu stellen auf dem man zwar rauf fahren könnte, aber nicht wieder runter, weil viel zu klein. Im ostfriesischen Polder gibt es aber Felder, die nur um die 50 Meter breit (Vorgewende) sind dafür aber weit über 1000 Meter lang.
Im dargestellten Fall ist der Mähdrescher also am nicht da gestellten Ende aufs Feld gefahren , bis zu dem Ende an der Längsseite bis zum Gleis gefahren, das Vorgewende am Gleis einmal gedroschen und befindet sich nun wieder auf einer Bahn zum Anfang des Feldes. Für Insider wird festgestellt warum auch immer: er muss einmal leer hoch gefahren sein, am Rand liegt nur ein Schwad.
Vorbildlich auch das nächste Feld: Alle Stroh Schwade liegen 90 Grad zum Vorgewende.Das war eine Schnellantwort näheres kann ich wenn noch Fragen sind gerne beantworten.
Gruß Friedrich -
Hallo zusammen,
zunächst mal, vielen Dank für die Rückmeldungen an Anmerkungen; dafür ist das Forum da! Wilfried W und Michael R auch an Euch Danke für Eure Bestätigung! Nicht zuletzt ist es auch die Qualität Eurer Arbeiten, die mich etwas ehrfürchtig in dieses Forum eintreten ließen.
Lutz K grundsätzlich wird Epoche IIIb dargestellt. Etwas später, in Epoche IV der Siebziger Jahre sahen die Traktoren in meiner Kindheit nicht mehr sehr sauber aus (hast Du ja auch so erwähnt). Keine Ahnung, ob das in den Sechzigern anders war oder sich während des Ernteeinsatzes bei dem ganzen Staub der gepflegte Schlepper innerhalb kürzester Zeit gebraucht aussah...
Der Möbelwagen (Mercedes LP) ist sicher grenzwertig, allerdings gab es ihn theoretisch ab 1965 (gemäß Wikipedia). Ich finde ihn cool und er erinnert mich an die ca. 10 Jahre später in unserer Gegend omnipräsenten Fahrzeuge von Möbel Kraft (hat damals wohl jeder Ostseeurlauber bei schlechtem Wetter in den Sommerferien besucht). Meine Eltern wohnen zwischen Hamburg und Bad Segeberg, dem Sitz von Möbel Kraft (jetzt Höffner, wie überall). Die waren natürlich anders gestaltet (vgl. Bild der frühen Achziger).
Grundsätzlich muss ich einräumen, dass die gesamte Darstellung zwar Epoche III darstellt, ich aber viele eigene Eindrücke mit verarbeite - und ich selbst bin Jahrgang 69, also ein Kind der Epoche IV! Daher sind Ungenauigkeiten zu Gunsten meiner künstlerischen Freiheit vorbestimmt. Solange ich keine großen Bugs produziere, wird das auch so bleiben.
In meinem anderen Thread, Bhf Birkenau, arbeite ich an einem konkreten Vorbild. Das wird sicher enger an einer bestimmten Situation bleiben. Allerdings werden auch hier z.B. die Gebäude bis auf Ausnahmen eher im Kitbashing denn im Eigenbau entstehen (beschränkten eigenen Mitteln/Können und Zeit geschuldet). Auch hier wird also ein gewisses Maß an künstlerischer Freiheit walten...
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Friedrich , da habe ich ja nochmal Glück gehabt, dass ich es zwar nicht absolut korrekt aber annähernd okay dargestellt habe! Kommt meinem oben genannten Ziel, mit künstlerischer Freiheit ohne allzu große Fehler zu arbeiten, also sehr nahe!
An den Wennacker kann ich mich erinnern, daher sind die ersten Getreidereihen parallel zu den Gleisen dargestellt (zwei Mähdrescherbreiten weit), der Rest rechtwinklig dazu. Auch in meiner Erinnerung haben die Ackerflächen einen rechteckigen Grundriss mit einer ausgeprägten Schmalseite. Daher bietet sich die Schmalseite für die Module an und mir erscheint die hier gewählte Breite der Felder (knapp 100m im Original) bei unbestimmter Länge auch durchaus vorbildgerecht. Wie gut, dass es FREMO-Module sind - bei einer Heimanlage hätte ich mir selbst die Schmalseite kaum erlauben können.
Ansonsten war mir auch früher aufgefallen, dass man erst im Kreis gefahren ist, bevor man auf- und ab fuhr. Die Details von Dir, wie Platz für die Abfuhrfahrzeuge schaffen oder erst das gesamte Vorgewende abfahren , finde ich hochinteressant! Macht ja irgendwie auch Sinn.
Ich bin nicht vom Fach - nur Beobachter!
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Moin Leute
Nachtrag zur Getreideernte:Man kann das Ganze auf 0 Fehler und damit mit sehr gut bewerten.
Die Einfahrt ist ja recht gut im Beitrag 58 Bild 1 und 2 zu sehen. Also stimmen die Drusch Bahnen.
Die beiden Landarbeiter beginnen die zweite „Umrundung“. Und weil sie das Getreide noch absacken, und die Säcke auf den Stoppeln zwischenlagern, ((auch im Modell zu sehen) muss auch nicht unbedingt sofort ein größerer Platz zur Abfuhr des Getreide geschaffen werden. Dieses Säcke ablagern auf dem Feld war in der Epoche III nicht unüblich. Mein Vater hat es gehasst, weil man dann die Säcke vom Boden aus anheben und auf ein Transportfahrzeug absetzen musste. Außerdem musste der Begleiter auf dem Mähdrescher die Säcke besonders sorgfältig zubinden, konnte es beim Einsammeln passieren, dass das ganze Gewicht des Getreide auf die Bindung drückte.
Dennoch gibt es einen Fehler auf dem Nachbarfeld. Die Strohballen sind falsch gewickelt!
Das Strohballen Modell ist falsch. Die Bänder am Hochdruckballen, welche mit der dargestellten Presse gepresst werden laufen parallel zum Presskanal, also über die längere Seite.
Siehe Bild
aber wer weiß das schon, ich weis auch nicht ob es Modelle davon gibt. Preiser hatte mal zu Urzeiten einen wunderschönen Wagen mit kleinen Hochdruckballen im Programm.
Kleine Hochdruckballen deshalb weil es heute fast nur noch Ballen gibt die nur mit schwerem Gerät gehandhabt werden können.
So nun ist es aber gutGruß Friedrich
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Hei Dirk,
das sind wirklich schön gestaltete Module. Für meinen Geschmack ein wenig zu dicht in den Szenen, aber das ich mein Geschmack, den man nicht teilen muss. Und zweifelsohne gibt es reichlich Vorbildsituationen, wo das "Drumherum" auch wirklich so dicht war.
Zwei Sachen möchte ich allerdings monieren, die auf dem folgenden Bild deutlich werden:
Zunächst das schwierige Moment: die "Schprungschanze" am Modulübergang.
das scheint nicht sauber ausgerichtet zu sein. Wenn es irgend möglich ist, korrigiere das. Evtl. haben die Kollegen da ja Tips. Mit NEM-Radsätzen in Drehgestellfahrzeugen mag das weniger auffallen oder problematisch sein, bei Starrrahmen und evtl. feineren Rassätzen schon.
Dass die Gleise insgesamt nicht ganz gerade liegen ... ey, es ist eine Nebenbahn, das war so (und ist es auch heute).Das zweite Momentum ist nicht so gravierend und einfacher zu beheben:
Die Figuren (und Strohballen), entgegen den Fahrzeugen, scheinen nicht nachbehandelt; gib denen mal ein Washing (dunkelbraun), dann wirken nicht nur die Konturen plastischer, der blöde Glanz ist dann auch weg. Das läßt sich in der Szene sicher nachbearbeiten.
m2C
hG
Carl Martin -
Martin P Die Sprungschanze stimmt, H0-RE verzeiht das. Man muss dazu sagen , dass diese Module meine ersten sind. Und damit auch die ersten selbstverlegten Gleise.
Mal sehen, wie und wann oder ob ich das korrigiere.
Über Deine Anmerkung der dichten Gestaltung habe ich auch schon sinniert: Die beiden Erntemodule sind auch ruhiger. Da ist aber auch fast keine Bebauung und direkt wimmelig ist die Gestaltung der stärker bebauten Module auch nicht gerade.
Schwierig, hier die richtige Balance zu finden. Wie ich schon vorher geschrieben habe: Ich übe noch...
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Hei Dirk,
also vom "Üben" bist Du nun weit entfernt und eher in dem Bereich, wo wir uns alle verbessern wollen. Mach Dich da doch bitte nicht schechter, als Du bist!
hG
Carl Martin -
Moin Dirk,
Deine Module gefallen mir gut. Besonders gelungen finde ich, wie Du den Bahnhof "Amelinghausen" von Lüneburg Modell zum Wohnhaus mit Wintergarten modifiziert hast. Leider hat Matthias Weber von Lüneburg Modell seine Produktion beendet.
Beste Grüße
Wolfgang

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Hallo Dirk,
sehr sehr schön geworden! Man sieht deine Liebe zum Detail. Ist dir sehr gut gelungen.
Zur Weizenernte noch eine Anmerkung. Diese "Plastik-Mattenbürste" schaut eher unecht aus. Ich meine Noch hat da eine Matte im Angebot, die deutlich dichter und nach meiner Sicht als Bub vom Land auch realistischer rüber kommt. Ich habe die in Ottenhofen verwendet. Auf dem Mähdrescher fehlt noch der Sack, wo der zweite Mann auf der Plattform steht, da diese Variante noch keinen Körnertank hatte.
Der Schlüter Schlepper vor der Presse ist auch eher ein Kind der frühen 70iger Jahre. So einen habe ich auch schon mit der Welger Presse gequält. Apropo Presse: Auch das war bei uns im Fränkischen eher in den 70 iger Jahren am kommen. In den 60igern eher noch nicht.
Der Gleisübergang am Modulende ist, wie du geschrieben hast nicht ganz sauber ausgerichtet, hat aber so etwas den Sprungschanzen Charakter, d.h. er steht vorne etwas hoch, weil du vermutlich, so wie ich es auch (nicht ganz klever) beim trocknen beschwert hast und das nicht über die Befestigungen (Schrauben/Weinert Verbinder) hinweg. Dann entstehen die Schanzen. Aber wie gesagt, ist mir in Ottenhofen auch so passiert, was mich heute noch ärgert!

Ich hoffe wir treffen uns mal auf einem Treffen (vielleicht über den 1. Mai in Rüdershausen (Harz)) mit den Modulen. Ich freu mich drauf das mal in echt zu sehen. Ein Genuss auf jeden Fall!
LG
Michael R
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