Aufbau einer Weinert BR 94.5

  • Hei,

    @ Günter: und da bin ich Dir auch dankbar drum!

    Heute habe ich dann die Kuppelstangen überarbeitet ... und war erstmal frustiert: ohne Motor lief das Fahrwerk problemlos, mit Motor dann erneutes Hakeln. Und dann folgte eine lange Zeit: ein Mann starrt auf ein Fahrwerk. Und hatte irgendwie keinen Bock mehr auf das Teil ... lassen wir das.

    Detlev bekam es dann hin, dass ich das Fahrwerk nochmals montierte und es mir genauer anschaute ... und siehe da: wir konnten feststellen, dass das Hakeln nicht mehr so massiv war, als gestern. Ok, soweit durchaus eine Verbeserung ... und es sind keine neuen Probleme aufgetreten!
    Also nochmaliges Durchlaufen des Kurvenparkours und genaues Beobachten des Fahrwerksverhaltens. Beim Hakeln wurde dann mit Pinzette geprüft, ob die Kuppelstangen verspannt waren und ja, zwischen dritter und vierter Kuppelstange gab es nach wie vor "Klemmer", diese habe ich gemarkert und werde sie nochmals überarbeiten:

    49875138qj.jpg

    Ein Abmessen der Kuppelstangen hat ergeben, dass ich insbesondere bei den Kuppelstangen zwischen dritter und vierter Kupplung unterschiedliche Längen habe ... ob das die Lösung ist?:matrose:

    hG
    Carl Martin

  • Hallo Carl Martin
    Über wieviel Abweichung reden wir? Und sind alle Achsen gleich weit voneinander entfernt? Sind alle "Pins" gleich weit voneinander entfernt?
    Ein gaaanz klein wenig Spiel wird sicher da sein, aber das sollte irgendwie gleich verteilt sein. Und die Länge zwischen den Löchern der Stangen messen... die Länge über Alles ist "egal"...

    Lutz und Christian müssten hier deutlich mehr Erfahrungen haben...

    LG,
    Axel

  • Hallo Carl Martin,

    ich komme noch mal auf das Hakeln Deiner 94 zurück.

    In meinem Baubericht zur BR 94 habe ich am 22.08.2022 unter dem Beitrag #55 die Problematik des Weinert Fahrwerks beschrieben. Von vorne betrachtet reicht es aus wenn nur der zweite und vierte Radsatzdurchmesser um 0,1mm verkleinert wird. Da die Radsätze der ersten und fünften Achse die Lok im Gleis führen, ist es unproblematisch wenn die Radsätze der zweiten u. vierten Achse um ein Zehntel Millimeter kleiner sind.

    Ich vermute, das könnte Deiner 94 auch helfen.

    Gruß Günter

  • Hei,

    ich habe heute die Kuppelstangen überprüft und in Gesamtlänge sowie Abständen Bohrung - Stangenende korrigert (ohne an der Bohrung was zu ändern!). Das Hakeln wurde dadurch weniger, ist aber nicht verschwunden. Ich habe insbesondere die vierte Achse in Verdacht zuviel Achialspiel zu haben: wenn es hakt, steht diese Achse in der Regel deutlich "quer". Ein Berühren der Radkränze konnte ich dabei nicht erkennen. Daher danke für den erneuten Hinweis an Günter, aber erstens denke ich (noch) nicht, dass hier der Fehler tatsächlich liegt, außerdem habe ich keine Möglichkeiten, selber die Radsätze entsprechend abzudrehen.
    Lutz, meine ich, hat ja angeregt, das Spiel der Achslager mit Hilfe von feinem Kupferblech in den Gleitlagern zu reduzieren. Auch ist mir aufgefallen, dass das Rahmeninnenmaß oben 9,23 mm beträgt, unten, wo die Achslager sind, jedoch nur 9,13 mm. Die Messingträger, die den Rahmen dort verbinden, scheinen also 0,1 mm zu kurz zu sein. Ok, wie weit eine Verbreiterung um 0,1 mm ausschalggebend für eine merkbare Verbesserung ist???
    Klaus hat ja seinen Rahmen um 2 mm verbreitet und damit das Achsialspiel deutlich reduziert.

    Im Moment bin ich also schwer versucht, mir 0,05 mm Kupferblech zu besorgen, um damit den Rahmen zu korrigieren und das Spiel im Lager der vierten und evtl. zweiten Achse zu begrenzen.

    Modellbau ist eben nicht Modellkauf ... .

    HG
    Carl Martin

  • Hei,

    nach langem Grübeln, Probieren und Rücksprache mit einer Fachwerkstatt bin ich zum Schluss gekommen: wenn ich Loks haben will, die meinen Anspüchen an das Fahrverhalten gerecht werden, komme ich um einen Umbau, also einem Wipplagerfahrwerk, nicht herum. Letztlich ist es doch so: fährt eine Lok nicht gescheit, zumal noch mit dem Anspruch, dass die Langsamfahreigenschaften top sein sollen, wird das Teil letztlich in der Vitriene landen, aber im Betrieb keinen Spaß machen.
    Im nächsten Zug werde ich also beide Fahrwerke in den Zustand versetzen, welche von der Fachwerkstatt gefordert sind. Und dann bin ich gespannt.

    Leider somit nur ein informelles Update, dennoch:
    hG
    Carl Martin

  • Hei,

    heute mal keinen 94er-Inhalt, aber ich durfte heute einen lieben Moba-Kollegen beim Rangieren in seinem Arrangement "Willemshafen" unterstützen. Wer das Arrangment kennt weiß: da ist Rangieren "bis der Arzt kommt" angesagt. Und als Rangierhobel stand da eine Br 82 mit Wipplagerfahrwerk aus umsagter Werkstatt zur Verfügung und ich muss zugeben: dieses hat mich doch sehr überzeugt.

    50274982gb.jpg

    50274984mc.jpg

    Natürlich gab es auf dem Treffen jede Menge weiteren "coolen Stoff" zu sehen ... aber das ist nun wirklich nicht das Thema!

    Nnnnnngh ...

    50275114hu.jpg

    Aber geil war´s schon! ;)

    hG
    Carl Martin

  • Ja, da war ich vor einigen Jahren auch mal mit meiner 86iger unterwegs beim Bonner Treffen. Seitdem bin ich in diesen Fremo Teimesaver quasi schockverliebt.
    Das Teil im Wohnzimmer mit einem schönen Getränk dazu 😘🤭

    Einfach nur schön

    Michael R

  • Hei,

    vielen Dank an Michael und Lutz!
    Die Diskussion über "Timesaverprojekte" finde ich sehr interressant, aber letztlich sind solche und andere Projekte aus meiner Perspektive denn doch eher uninterressant und weit mehr an "Modellbahnerprojekten" orientiert, als vielmehr dem Original. Schaut man sich die Abwicklung etwa der Hohenlimburger an, stellt man schnell fest: oi! für bestimmte Anschließer war die Zufuhr und Abfuhr weit komplexer!
    Der Übegabebahnhof "Wehberg" wird also kompliziert genug werden; der Fokus steht in dieser Reihe aber auf der Br94, also daher die Bitte: darauf fokussiert bleiben!

    hG

    Carl Martin

  • Hei,

    endlich war Zeit und einigermaßen Ruhe, das zweite Fahrwerk entsprechend der Vorgaben der Werkstatt zu montieren:



    Mit anderen Worten: auch bei diesem Fahrwerk wurden die Seitenwangen mit dem Rahmen verlötet, versäubert, entfettet und gesandstrahlt. Dann wurden die Gleiterbahnen poliert und der Rest, wie oben sichtbar, montiert ... wäre heute vermutlich schneller gegangen, wenn ich den Kaffee weggelassen hätte :pfeifen:. Bei diesem Fahrwerk fehlen die Gegenkurbeln, da diese schon mit einem der Gestänge vernietet sind. Zur Fixierung habe ich mit Schrumpfschlauchabschnitten gesichert - die entsprechenden Schrauben sind natürlich drin. Entsprechende Unterlegscheiben hatte ich leider nicht zur Hand.

    So werden die beiden wohl die Tage auf Reise gehen, ich bin gespannt auf deren Rückkehr!

    hG
    Carl Martin