Hei,
hmm, eigentlich dachte ich, dass ich mich gut vorinformiert habe, da ich mir die Bedienungsanleitung zu den Donnerbüchsen runtergeladen und durchgelesen hatte.
Also ab in den Laden und das Set gekauft, auch gleich mit einem ESU-Funktionsdecoder (Plux22). Anlage angeschmissen und Befehlswagen aufgegleist: ah, Beleuchtung funktioniert ... ein paar Sekunden. ![]()
Den Wagen denn gleich vom Gleis genommen und das Dach - vorsichtig mit einem langen Skalpell - abgenommen:
optisch soweit unauffällig, bis auf die Beleuchtungsplatine, die so in der Anleitung nicht abgebildet ist.
Auch beim Durchmessen und "Beschnuppern" des Modells ist mir nichts aufgefallen.
Wieder daheim habe ich im DSO anscheinend ein ähnliches Schadensbild gefunden und auch einen Lösungsvorschlag.
Zwischen den Achshaltern und den Abnahmestellen im Wagenkasten, soll, wenn ich es richtig verstanden habe, BRAWA Federn, sehr feine Federn, verbaut haben, die die Versorgung eines Digitelsystems - bei mir liegen 3 Amp / 15 Volt DCC an - nicht vertragen. Der Lösungsvorschalg ist, die Achshalterbleche nach oben zur Platine nachträglich mit Litze zu verbinden ... .
Ich werde natürlich beim meinem Wagen nochmal durchmessen, ob das im DSO beschriebene Bild tatsächlich zu meinem passt.
Vielen Dank schonmal für Eure Hilfe!
hG
Carl Martin
BRAWA Bif-28 Befehlswagen - (anscheinend altes) Problem (aus 46779)
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Hei,
die Frage, was da wo abgeraucht sein könnte ließ mich natürlich nicht los.
Also wurde an die beiden oben im Wagenkasten zu sehende Metallfahnen zwei Kabel angelötet und mir diesen die Platine direkt mit dem LokProgrammer angesteuert:

Gut, die Platine und die LEDs scheinen keinen Schaden genommen zu haben.
Wolfgang hatte ja im Mai 2025 beschrieben, wie er den Pwi-29 aufgemacht hatte, daran habe ich mich allerdings noch nicht versucht. Die Rastecken, die man mit Zahnstochern spreitzen muss sind auf der Unterseite des Wagens zwar gut auffindbar, man muss da nicht wie bei anderen Wagen erst rumstochern, um diese Rastecken zu finden. Aber die Frontbeleuchtung ist ja zum Teil im Untergestell (Perron) und mit Einzellitzen in den Wagenkasten geführt ... die zu beschädigen wäre dann gar nicht gut.
(die Holzbänke scheinen sogar ein Washing ab Werk zu haben, sieht jedenfalls so aus)
Ich habe dann noch ein wenig mit einem Strommessgerät rumgeklingelt, aber keinen Hinweis gefunden, wo die Beschädigung genau liegen soll. In der Bodenplatte sind ja Löcher drin (für Zurüstteile? soweit bin ich noch nicht) über die man die stromführenden Bleche kontaktieren kann ... kein Kontakt zu den Fahnen oder zu den Achshaltern ...
Ergebnis des heutigen Tages:
Der Fehler muss in der Stromverbindung zwischen Achshaltern und den Fahnen im Wagenkasten sein.
soweit und hG
Carl Martin -
Hei,
zur Übung habe ich mir mal eine "normale" Donnerbüchse genommen, bei der ich keine superfeinen Litzen zerstören kann:zunächst habe ich wieder mit einem Scalpell das Dach abgehoben, hierzu habe ich das Dach an einem Ende leicht nach oben gedrückt, sodass ich die Klinge gut ansetzen konnte. Dann entlang des Daches zur anderen Seite "gekippelt" ... Vorsicht: das Dach gibt recht sprunghaft nach!

Anschließend habe ich die Lichtplatine abgeschraubt und abgelötet.
Wo ich schon am frickeln war, habe ich die offenen Übergänge abgenommen und später durch geschlossene ersetzt:

Dann kam zum Abnehmen des Gehäuses mein Lieblingswerkzeug zum Einsatz: Zahnstocher:

Durch das Spreitzen ließ sich das Gehäuse erfreulich gut abnehmen:
Die Inneneinrichtung war auch relativ schnell gelöst: an einem Ende mit einem feinen Schraubendreher anlupfen und dann kam´s schon:

daunter kamen dann die leitenden Metallplatten zum Vorschein - es wird spannend: sind da wirklich feine Federchen drunter?

Ja, sind sie, man beachte, wie weit die normalerweise herausstehen!Wo der Wagenkasten schon auf war, habe ich mal nach den Aussparungen geschaut, die beim Befehlswagen die Litzen verstauen:

Ok, den Wagen habe ich dann bis auf das Dach wieder zusammengebaut und getestet: alles ok, Licht funktioniert! Wo ich mir so ein Bild davon machen konnte, was ich beim Befehlswagen beachten muss, ging es bei dem "zur Tat": also gaaaanz vorsichtig aufgezahnstochert:
und hier sahen die Federcher nun ganz anders aus - zwei waren völlig zerbröselt, entsprechende Schmelzspuren zeugen davon. Die anderen waren mit dem Boden verschmolzen, alle ragten so nicht mehr weit genug nach oben, um Kontakt herzustellen:
Nachdem ich die Federnfragmente entfernt hatte, fiel mir ein, dass ich ja aus dem 94er-Umbau ähliche Federn übring hatte ... leider zu kurz.
Jetzt bin ich am grübeln: wie bekomme ich da eine sichere und standfeste Verbindung hin?
- bei Brawa die "lütten" Federn nachbestellen,
- im Drahtdurchmesser stärkere Federn beim Spezialisten odern,
- oder das Problem ganz anders lösen
.
Wenn Ihr da Tips habt: bitte her damit!
Denn auch bei den "normalen" Donnerbüchsen frage ich mich schon: wie tauglich sind die eigentlich für Anlagen mit mehreren Boosterabschnitten, bei denen ja dann im Boosterübergang von beiden Seiten bestromt wird? Von der Verpolungssicherheit bzw. Zuverlässigkeit mancher Mitspieler mal ganz abgesehen, ihren Booster gescheit für H0-Betrieb einzustellen und nicht auf Spur-G-Einstellung anzuschließen ...
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Vielen Dank schon mal für Eure Tips!
hG
Carl Martin -
Wie wäre es, die Federn selbst zu wickeln?
Lutz K hat dass sicher mal irgendwo beschrieben...
Ich würde dazu 0.3mm Bronze-Stahldraht (Oberleitungsbau/Drahterrodieren) nehmen.Dann kannst Du so wickeln und ablängen, wie DU es brauchst...
Wegen der Boostergrenzen - für H0 haben wir im Fremo die Spannung und Stromstärke vorgegeben. Modulanlagen sind ja immer Boostergrenzen. Wichtig ist, dass man vor dem Fahren mit dem sog. Pol-Ei verpolung prüft. Sonst gibt es Kurzschluss. Ansonsten ist das eigentlich kein Problem...LG,
Axel -
Hei,
@ Axel: Federn selber wickeln kann man machen, dazu müsste man sich, wie Du schon andeutest, der Drahtstärke und der Materialbeschaffenheit bewusst sein, aber auch der Steigung, der Länge und der Federkraft ... und da tappe ich im Dunkeln. Ein weiteres Problem ergibt sich über die Positionierung der Federn: in den "geschmorgelten" Aufnahmen werden die Federn nicht so gut halten, wie konstruiert und vom Hersteller gefertigt. Ggf. muss hier zusätzlich die Bodenplatte repariert oder getauscht werden.
Bisher würde ich den Plan verfolgen, den Wagen wieder in seine ursprüngliche Konstruktion zurückzuversetzen, also die defekten Teile mit originalen Teilen aufzubauen. Das Set besteht aus vier Wagen, die Komponenten erscheinen mir bisher als standartisiert und daher austauschbar. Also werde ich einen "normalen" Wagen schlachten, um den Befehlswagen wieder in den Auslieferungszustand versetzen zu können. Wenn das soweit möglich ist, werde ich genauer wissen, was ich bei BRAWA nachbestellen muss.
Dies werde ich allerdings erstmal hinten anstellen, denn die nächste Session steht an (Krefeld), und da sind nun andere Aufbereitungen priorisiert.
Und dann noch die Einhaltung der FREMO-Normen ... auch ein spezielles Thema, wenn man von der Praxisseite und nicht von der theoretischen, normengbundener Seite herangeht ... ;).
hG
Carl Martin -
Hi Carl Martin
Daher ja der Hinweis auf den Drahterodier Draht.
Das ist ein Stahldraht, der mit Kupfer-Bronze ummantelt ist. Du kannst durch enges Wickeln beliebige Längen herstellen und dann durch vorsichtiges Strecken die passende Federstärke ermitteln. Versuch und Irrtum.
Dann kann man mit 12-15V und einer Glühbirne mal schauen, wie die Stromfestigkeit aussieht... oder ob Du dann schon eine Glühspirale hast.Sonst musst Du Kabel nehmen.
LG,
Axel -
Hei,
es hat mich dann doch gejuckt, ob der Ersatz der Originalfedern aus einem anderen Wagen Abhilfe zeigen wird oder nicht:
Und siehe: es ward Licht
! Die Funktionen der Beleuchtung lassen sich allesamt schalten, im Betrieb wird sich zeigen, wie standfest die Federn sind und ob ich die vom Hersteller vorgesehene Kondensatorerweiterung brauche.
Also werde ich beim Hersteller Ersatzfedern ordern. Sollte sich mit der Zeit zeigen, dass diese Federn keine gute Lösung sind, werde ich die von Axel angesprochene Alternative sicher auf´m Zettel haben - danke dafür.
hG
Carl Martin -
Hi Zusammen
Was mir nicht ganz klar ist - root cause analysis...
Sind die Federn gebrochen?
Sind die Federn heiss geworden, haben den Plastik geschmolzen und sind dann gebrochen?Abhängig von der Antwort - Was hat zum Bruch der Federn geführt?
Falsches Federmaterial? (Messing, Bronze, Stahl?) Dauerbelastung? Korrosion? Zuviel Strom (>15V)? Eine Kombination der Fehlermöglichkeiten?Hast Du zufällig Zugriff auf eine Wärmebildkamera? (https://uni-t-shop.eu/de/collections…&sort_by=manual) Ich habe die UTi120P - aber es geht auch billiger (UTi712S). Damit kann man dann mal den Wagen 1h auf der Schiene stehen lassen und immer wieder mal schauen, ob die Federn warm werden (von unten).
Wenn die wärmer als 50-60°C werden ist was faul denke ich.Solche Kameras kann man auch leihen. Mir haben die schon ein paar mal geholfen.
Hier mal die Stromversorgung von einem ESP32 Microcontroller..
Links das grosse Dunkle ist der ESP32 - das Pinke Ding daneben ist der Step-Down Konverter... Fast 50°C....
LG,
Axel
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Hei,
nein, die Federn waren vermutlich nicht gebrochen,
ich vermute, dass die Federn zu heiß geworden sind, da sich nur noch Fragmente, teilweise festgeschmolzen finden ließen.
Nach dem Tausch gegen Originalfedern (und mit eingebautem Decoder!!!), funktioniert die Stromverbindung ... ich habe den Befehlswagen ca. zwei Stunden auf den Anlage "versorgt" gelassen.
Tiefer in die Materie kann ich nicht rein, da mir da einerseits das Fachwissen fehlt, andererseits auch die Ausrüstung, wie etwa eine Wärembildkamera. Im zusammengebauten Zustand käme ich auch nicht störungsfrei an die neuralgischen Punkte ran.
Ich werde nun schauen, wie sich der Wagen verhält und ob es erneut zu einer Überlastung der Federn kommt.
VIELEN Dank, Axel, für Deinen Input!
hG
Carl Martin