Württ. Klasse C mit Kurztender von 3L auf 2L digital mit Sound u. korrigierter Farbgebung

  • Hallo zusammen,

    für ein "Traummodell" aus Jugendtagen habe ich mir mal die Mühe gemacht, zwei 2L Versionen (die es nie ab Werk zu kaufen gab) mit dem "kurzen" Tender aus Märklin Modellen zu kreieren. Nach württembergischen EPI Vorbildern (Dank Dirk Wenzel für seine tollen Recherchen und Auskünfte). Eine in Glanzblech, die andere in württ. Schwarzgrau mit Code 88 Radsätzen. Beide modernisiert mit Schnittstelle+Sound.

    Tatsächlich finde ich die Konstruktion von Zerlegbarkeit bis hin zum Fahrwerk (C-Achse fest, B federnd und A als Wippe) mit das Beste der Marke, was mir bisher (war früher Märklinist) untergekommen ist. Glockenanker mit Winkelgetriebe (dazu noch leise) und Led Beleuchtung damals Serie. Viel Metall natürlich, dafür nicht so filigran am Kessel wie die Roco.

    Die Glanzblech Variante hat ihre an sich recht filigranen Serienräder behalten. Ausgangsmaterial:

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    und Ergebnis leicht gealtert mit Ölfarbe

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    Die Räder hatten für Anfang der 90er und Märklin geradezu progressive Spurkränze, die sogar auf Weinert Code 75 Gleisen laufen ! Das Isolieren von 2 kompletten Lok/Tender-Radsätzen hatte ich bei zwei Anbietern beauftragt ... die beide mehr oder weniger eiernde Ergebnisse hervorbrachten. Herr Teichmann war dann nach einiger Überredung so nett, mir als sonstigem RP25 Kunden den Loks mit neu Ausbuchsen zumindest der Treibräder das unübersehbar "besoffene" Wanken abzugewöhnen. Nebeneffekt - die Treibräder habe ich bei diesen Modellen mehrfach lose erlebt, so daß sie sich auf den Achsen verdrehen können. Das war damit auch passe. Die zu klein geratenen Vorläufer wurden auch ersetzt (geht auf Radien 650+, die Tenderräder haben die richtige Größe und gab's auf ebay)

    Das Fahrwerk bekam "württ. Rot". Das Graublau am Aufbau habe ich beibehalten und nur gealtert. Kessel in Glanzblech, wenn auch dieses Mal ohne die Rauchkammertür. Alle Griffstangen "blank", am Kessel durch dünnere ersetzt. Das zu silbrig glänzende Gestänge wurde mit einer 1:10 Lasur schwarz optisch abgedämpft. Nach vielen Versuchen mit Pariser Oxid werde ich in Zukunft so vorgehen, denn hier habe ich das Endergebnis voll im Griff. Bei Brünierung nicht.

    Die Originalplatine mit el. Umschalter

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    wurde ersetzt durch eine 21MTC Weixler PCB. Man beachte auch die vernünftige KKK mit Kabelführung zwischen Lok und Tender sowie hinten.

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    Hier die Unterseite mit 21MTC Sounddecoder und selbst kreiertem 3D Druck Resonator mit am Ende 13x18 Lautsprecher. Oben im Bild der grüne Reso hat 2 Stück 9x16 montiert. Bringt bei gleicher Resogröße keine Vorteile, die doppelte Ausfallwahrscheinlichkeit rechtfertigen würden.

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    Einbau in die Rauchkammer hatte ich mir natürlich überlegt. Allerdings haben einige dieser Handylautsprecher bei mir schon den Geist aufgegeben. Daher mache ich das nicht mehr wenn der Kessel empfindlich zu zerlegen bzw. zum Anfassen und im Tender Platz ist. Obwohl ich den "falschen" Geräuschursprung wahrnehme. Kompromiß...

    Nach Tests vor Grundreinigung hatte ich mich für zusätzliche Stromabnehmer entschieden. Die Stromabnahme funktioniert ohne diese bei einer im Betrieb zu erwartenden Verschmutzung schlicht nicht zuverlässig. An der Lok via geschlachteter Fleischmann Stromabnehmer und am Tender mit 0,3 mm Federbronce

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    Vorne gab es einen OBK Haken, dort existiert serienmäßig keine Kupplung. Da die Loks später auch "niedrige" Dienste verrichteten, für mich im Betrieb eine Notwendigkeit.

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    weitere Impressionen

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    Und hier noch eine Variante, wo in meiner Vorstellung das Glanzblech schon schwarzgrau überstrichen wurde. Plus Gräler Code 88 Radsätze...

    Serie (DRG Farbgebung mit meiner Meinung nach in doppelter Hinsicht unpassender Länderbahn Beschriftung). Gestänge allerdings bereits per Pariser Oxid (rückblickend zu dunkel) geschwärzt.

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    und neu

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    Die Code 88 Radsätze stellen höchste Anforderungen an die Herzstücke. Was bei einigen Tillig Elite EW3 (die auch bei NEM schon "Gerumpel" verursachten) Radlenkernacharbeit bedeutete. Ohne landete die Fuhre unregelmäßig neben dem Gleis. Mit 12° Peco Weichen hatte ich dagegen keine Probleme. Ich werde allerdings nach 3 Code 88 Loks mit Speichenrädern wieder zu Code 110 zurückkehren. Zwei von drei hatten den Transport in einem gut gepolsterten Karton in ihren (imho vernünftigen) OVPs nicht ohne 8er an einem Treibrad überstanden. Bei einer war das Einklipsen des Vorläufers in eine wirklich leichtgängige Öffnung auch schon zu viel. Das Richten eines solchen 8ers ist eher zeitintensiv. Das soll keine Herabwertung der optisch hervorragenden Räder mit ihren super-filigranen Speichen sein - allerdings war mir nicht klar, wie empfindlich diese zumindest in meinen Fällen sind.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    das hast du ja mal wieder toll hinbekommen. Da weiß man ja gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Eine schöner als die Andere. Und durch die vorsichtige Patinierung werden, finde ich, viele Details im Fahrwerksbereich erst gut sichtbar.

    Weißt du, warum die Loks vorne am Schornstein so eine, ich sage mal, Blende haben? Soll das eventuell den Zug bei hoher Geschwindigkeit erhöhen?

    Grüße

    Johannes

  • Hallo Bernd,

    Deine gelungenen Umbauten/Lackierungen der württembergischen Lokomotiven wissen zu begeistern! Der elektrische "Kram" ist allerdings nicht so meine Baustelle- deswegen lese ich gern die Erfahrungen der Kollegen (mir steht diese Arbeit irgendwann auch noch bevor).

    Mit Erstaunen lese ich (nicht zum ersten Mal), daß die ausgebuchsten Radsterne nicht laufen... Eigentlich ist es doch kein Hexenwerk, die Räder ohne Schlag auszudrehen (selbst wenn die vorgefertigten Buchsen von Fohrmann verwendet werden). Ich habe es bis jetzt nur einmal "geschafft" einen Spurkranz mit Höhenschlag zu drehen. Das habe ich aber erst nach dem Auflösen auf dem Radkranz festgestellt (Shit happens- macht aber keine Probleme).

    Danke fürs Zeigen Deiner schönen Modelle, die "C" ist wirklich eine elegante Erscheinung!


    Viele Grüße Christian

    Es ziemt sich nicht für einem braven Manne-

    nur nach dem praktischen Sinn einer Sache zu sehen.

    Weisheit eines mir unbekannten