Hei,
gibt´s eigentlich einen wirklich schlüssigen Grund, noch´n Projekt anzufangen? Ich denke nicht
.
Getan habe ich es dennoch und es ist schon wieder eine Lok, die mir schon lange querlag: die V36 mit Steinbeck-Umbau. Es ist auch eine Reminiszenz an Finnentrop, in dem ich meine Jugend verbringen musste ...
und wo die Lok stationiert war. Vorher war sie in Wuppertal-Steinbeck und könnte evtl. auch hoch nach Lüdenscheid gefahren sein
.
Gibt´s auch modelltechnische Gründe - ja!
Bevor ich mich an das Aufbereiten der 94er ran mache, wollte ich erstmal ein "Übungsobjekt" haben, an dem ich die Techniken erproben kann, die ich bei den 94ern anwenden will. Dies sind:
- Verspachteln und Glätten von Spalten, die da sind, aber da nicht hingehören,
- den Farbauftrag üben:
das letzte Lackieren einer Lok ist bei mir schon ein paar Tage her und die Farben, die ich damals verwendet habe, möchte ich aktuell nicht nochmal verwenden, gleiches gilt für die "Gun". Hauptaugenmerk werde ich auf eine grundsätzliche "Glanzlackierung" werfen, um die Decals sauber und dauerhaft "haftsicher" aufzubringen. Erst danch kommt mit der Alterung eine Mattierung in´s Spiel. Dies habe ich bei ein paar Modellen von mir nicht so gemacht ... und die Dacals neigen bei diesen Modellen zum Abblättern. Das möchte ich bei den 94ern ganz bestimmt nicht!
Auch will ich bei der V36er testen, wie gut ich etwa in ein komplett montiertes Fahrwerk "hineinsprühen" kann, um einen gescheiten Farbauftrag hinzubekommen. Die 94er sind, was das angeht, weit "verwinkelter".
Der fahrtechnisch große Vorteil der Weinert V36 gegenüber der - zwar besser detailierten - Brawa V36 ist, dass der Antrieb nicht nur auf die Bildwelle geht, sondern auch auf die mittlere Achse, somit läuft die Weinert-Lok viel besser und vor allem in allen Geschwindigkeitsbereichen (bisher) ruckelfrei. Meine Brawa-V36 läuft zwar bis zur mittleren Geschwindigkeiten echt gut, bei höheren Geschwindigkeiten ruckelt sie allerdings "voll blöde" und das macht einfach keinen Spaß.
Ich habe daher erstmal den Unterbau der Lok weitgehend montiert:
Neben der teilweise doch recht kryptischen Anleitung war die Hauptschwierigkeit die Isolierung der Stromabnehmer. Die habe ich, neben der "Nachbiegerei" der Schleifer, mit der Auftragung von Komponentenkleber an "nicht abnehmenden" Bereiche erreichen können (durchhärten lassen!). Die Verwendung von Tesa-Klebeband, wie in der Anleitung empfohlen, erschien mir nicht dauerhaft sinnvoll. M.a.W.: überall, wo die Abnehmer nicht abnhemen sollen, habe ich die Bleche und auch den Rahmen mit Komponentenkleber isoliert. Auf dem "Probegleis" mit Kurvenfahrt (!) läuft die Lok sicher und ohne irgendeinen Hinweis auf Kontaktprobleme.
Ein Rätsel habe ich allerdings noch: wozu sind diese "Aufnahmepunkte" sprich: "Nupsiers" nutze?
Die unterseitig zu montierenden Aggregate haben ähnliche Aufnahmepunkte ... aber bei der Steinbeker V36 war da meiner Erkenntnis nach nix. Kann man die schmerzfrei entfernen?
Weitere Projektierung, neben der farblichen Aufbereitung:
- Beleuchtung - nein,
- Digitalisierung - ja,
- Sound - ja,
- Pufferspeicher - ja
- OBK-Kupplung - ja.
Soweit zu meinem "Übungsprojekt", konstruktive Kritik ist wie immer ausdrücklich erwünscht!
hG
Carl Martin
Übungsprojekt "Weinert (4233) V36 Bauart Steinbeck"
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Hallo Martin,
ein weiteres Projekt anfangen, um die Arbeitsschritte fürs "Finish" zu üben, ist sicher ein probates Mittel. Vorm Lackieren fürchte ich mich auch immer. Meine letzte Lokomotive- die Weinert 81 010- habe ich mehrfach abgewaschen, weil mir der Lack nicht gefallen hat...
Da mich das Lackieren auch mal trifft (ich will die ersten Loks ersteinmal fertigstellen- ehe ich die nächsten beginne), welchen Lack und welche Pistole wirst Du verwenden wollen? Meine Erfahrungen beschränken sich auf eine dreißig Jahre alte "Hansa- Pro" und deren Nachbau. Inzwischen habe ich mir eine Harder& Steenbeck "Colani" https://www.fantasywelt.de/COLANI-Duesens…ByABEgJEJ_D_BwE gekauft, nachdem ich sie vor einiger Zeit auf der Messe in Leipzig ausprobieren konnte. Derzeit betreibe ich sie mit einem Kühlschrankkompressor.
Wünsche Dir viel Spaß und Erfolg beim Bau Deine V36.
Viele Grüße Christian
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Hei Christian,
die Wahl ist da auch bei mir auf das Haus "Harder & Steenbeck" gefallen, allerdings hinsichtlich des Modells auf die "Infinity", da ich das "oldschool-handling" bevorzuge. Eingesetzt habe ich sie allerdings noch nicht, dies wird erst bei der V36 der Fall sein. Ich bin gepsannt!
hG
Carl Martin -
Meine alte IWATA ist wesentlich problemloser als meine H&S EVOLUTION, die immer wieder verstopft :-(. Bei gleichem Düsendurchmesser. Betrieben mit so nem Silent Compressor. Verarbeitet Weinert, Revell Aqua Color und neuerdings Elita.
Wo hast Du denn "Spalten"? Das ist natürlich ein Akt, die zuzuschmieren und glatt zu schleifen. Habe durch das Löten weniger Probleme, weil das Lot in die Spalten eindringt und sie fast vollständig verschliesst.
Das Zinn ist immer etwas rauh ... evtl. gerade auf grösseren Flächen: Spachteln und schleifen. Am besten mit den ( zugeschnittenen) Feilen von Rossmann aus der Fingernagelabteilung.
Grundieren und dann lackieren. Ggfs. sanft (!) nachschleifen für Vorbereitung von Abziehbildern. Nicht die obere Lackschicht wegschleifen! Und nach dem Abziehbild Weichmacher aufbringen. Evtl. mehrfach.
Dann mit Bergswerks Mattlack dünn (!) überlackieren. Dann sollte das hinhauen.
Jetzt patinieren und erst danach noch mehrfach mit wenig Mattlack drüber, wenn man einen matten Eindruck haben will.
Mit freundlichem Glückauf aus dem Oberharz
Klaus
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Hei Klaus,
erstmal Dank für Deine Tips!
Einen Spalt habe ich zwischen dem Rahmen vom Motorblockrahmen hin zur Weiterführung zum Führerstandsrahmen:
den würde ich gerne schließen. Für Hinweise ... kennt Ihr!
hG
Carl Martin -
Moin Carl Martin,
Ich habe erst einmal keine Ahnung, wovon Du schreibst!
Oder meinst Du das Teil über dem letzten Radsatz auf der Seite des Rahmens?
Wenn das ist, was stört: spachteln, schleifen, grundieren, lackieren.
Kann man mit Modellspachtel machen. Wenn man Angst hat, dass der kleine Fuzzel rausfällt, etwas Stabilit ( ja,gibts ja nicht mehr) o.ä. aufbringen und im noch weichen Zustand auf Form bringen; dann schleifen... oder eben löten mit Niedertemperaturlot.
Mit freundlichem Glückauf aus dem Oberharz
Klaus
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Hei Klaus,
genau diesen Spalt meine ich, dieser zeigt sich auch auf der anderen Seite (und auf den Weinert-Seiten
). Mit Lot werde ich da nicht arbeiten, da habe ich im Niedertemperaturbeich einfach viel zu wenig Erfahrung, geschweigen denn: positive.
Bisher plane ich da mit Komponentenkleber zu arbeiten, da dieser nicht härter abbindet, als das Weißmetall hart ist - eigentlich ist dieses ja sehr weich ... . Bei Modellspachtel habe ich die Erfahrungen gemacht, dass der Spachtel deutlich härter wird als das Metall und somit die Nachbearbeitung wesentlich schwieriger ist.
Also im Prinzip so wie Du es schon beschrieben hast: verfüllen, schleifen (evtl. mehrmals) und schauen, was nach der Grundierung rauskommt.
hG
Carl Martin -
Moin Carl Martin,
Ich weiss ja nicht, was für ne Lok Du nachbaust.
Bei einigen ist da auch ein "selbstgeschnitztes" Trittblech seitlich vom Führerhaus... kannte ich auch noch nicht. Einige scheinen da auch einen schwarzen Rahmen unter dem Führerhaus zu haben.
Jetzt muss ich im Pott dann doch mal im V36-Buch nachschauen...
Mit freundlichem Glückauf aus dem Oberharz
Klaus
-
Hei Klaus,
wie ich schon in der Betitelung geschrieben habe: es geht um das "Einzelstück" der Steinbeck-V36 (V36 238), dem Umbau aus dem ebenso benannten BW, welches einen Hochkanzelführerstand an besagter Lok eingebaut hatte, welcher sich aber wegen dem kostenintensiven Umbaus letztlich nicht lohnte und somit auch nicht in Serie ging. "Schöner" ist die V36 damit sicher nicht geworden ...
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Wie man auf den Bildern von "http://www.bahnen-wuppertal.de" erkennen kann, gab´s auch bei diesem Einzelstück verschiedene Ausbaustufen. Ursprünglich hatte diese Lok keine zusätzliche Schmierpumpe auf der linken Seite, ebenso noch keine Glocke oder den markanten hohen Schlot. Auf die Schmierpumpe würde ich gerne verzichten, da das Gestänge zum Triebwerk seinerzeit beim Modell nicht nachgestaltet wurde - das Modell war 1990 "Modell des Jahres" - und da waren solche Feinheiten noch nicht im Fokus. Bei der Glocke und dem Schlot bin ich mir noch nicht schlüssig. Wenn Du - oder Ihr - da einen "Zwischenstand" findest, also ohne Schmierpumpe aber mit Glocke und Schlot, wäre das prima, da ich schon finde, dass diese beiden Ausrüstungen die Lok ausmachen.
hG
Carl Martin -
Hei,
heute wollte ich mir darüber klar werden, wie die Digitalisierung aussehen könnte.
Hierzu habe ich das Fahrwerk erstmal mit Sounddecoder und Lautsprecher versehen, um zu sehen, wo und wie diese Komponenten ihren Platz finden könnten:
Soweit meine erste Idee, die sich schnell als nicht sinnig entpuppte. Hauptproblem bei diesem Aufbau war, dass der Lautsprecher auf Verschraubungspunkten war, die man zur Fixierung des Gehäuses auf dem Rahmen benötigt. Auch wäre so nur der Einbau eines recht kleinen Resonanzkörpers möglich. Also habe ich den Decoder seitlich angebracht und so oberhalb des Motors Platz gewonnen, den ich für einen größeren, wenn auch flachen, Resonanzköper nutzen kann. Ich möchte alle Digitalisierungskomponenten am Rahmen montieren, damit eine evtl. Demontage der Lok so einfach wie möglich ist.
Und tatsächlich passt der Decoder so gerade zwischen Motor und Gehäuse. Ich gehe dabei davon aus, dass der Decoder nicht so warm wird, dass er dem Metall Schaden zufügen kann - ich habe schon bei einigen Loks den Decoder so eng eingebaut, etwa bei der Plettenberg, und hatte bisher keine termischen Probleme (klopf auf Holz). Der Lautsprecher hat so Platz "über dem Getriebe" und darüber werde ich den Resonanzkörper "schnitzen".
Was mich ein wenig ärgert ist die Tatsache, dass ich noch keinen Platz für den Pufferspeicher gefunden habe. Vor dem "Schwungrad" will ich ihn nicht montieren, da dort eben die Verschraubungslasche des Gehäuses sich absenken lassen muss. Evtl. könnte er Platz unterhalb des Führerstandes finden. Der Teil des Gehäuses ist von Weinert allerdings mit der Sockelkonstruktion zum Führerstand recht "vollgehauen" - was von der Gewichtsverteilung her auch sinnig ist.
Aufgrund des Gewichts der Lok liegen die Räder zwar gut auf, aber die Achsen sind starr montiert und können so Unebenheiten nicht wegbügeln, wie etwa ein Wipplagerfahrwerk, entsprechend ist auch die Stromabnahme zwischen Gleis und Rad nicht optimal. Mal schauen
.hG
Carl Martin -
Hallo Carl Martin,
ein Vorschlag meinerseits, wie ich eine V20 digitalisieren würde:
- Sounddecoder Zimo MX 648 oder MS 481, wo Du ihn vorgesehen hast
- Speicher Zimo Staco 3B, Platine auf dem FH Motor, Elko 1 F, jeweils links und rechts in den Ecken
- LS 15 x 11 x 11/10 /9/8 auf einer Brücke über der Schnecke
VG
Günter
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Hei Günter et al.,
so in etwa war auch mein Planungsgang, den ich heute auch versucht habe umzusetzen.
Und ja, Zimo liefert auch prima Decoder und da sind vermutlich auch noch wesentlich bessere Soundprojekte, auch für die V36, erhältlich. Aber ich bin halt auf ESU eingeschossen.
Zunächst habe ich einen Resonanzkörper zusammengeschnitzt:
die Rückenplatte habe ich bewusst etwas verlängert (s.u.).

Jo, passt soweit gut und stößt auch nicht an die Deckenplatte des Motorgehäuses an.

Dann habe ich versucht, noch ein PowerPack unterzubringen. Die Alternativen von Fischer u.a. würden meiner Ansicht einen ähnlichen Platzbedarf haben. Aber so gefällt mir das nicht, es wäre auch Platz da, das PowerPack waagerecht einzubauen ... aber da will ich erstmal sehen, ob das PowerPack wirklich notwendig ist. So jedenfalls werde ich die "Innereien" erstmal montieren, das PowerPack ließe sich dann ggf. noch nachrüsten lassen.
hG
Carl Martin -
Hei,
weiter geht´s mit dem Führerstand ... eine Besonderheit auch im Modell.Zunächst habe ich das Blech des Führerstandes zurechtgebogen sowie das Gussstück, welches die Motorhaube fixieren wird, eingepasst:


M.a.W.: diese Teile (Führerstand, Gussstück und Motorhaube) müssen, wenn ich die Anleitung richtig verstanden habe, miteinander verklebt werden - vor dem Lackieren.
Das sind aber nicht alle Teile, die im Bereich des Führerstandes montiert werden müssen:
Ich habe dann die "Bodenelemente" des Führerstandes verklebt und verschraubt. Bisher bin ich mir allerdings unschlüssig, wie man das montieren soll und zwar so, dass man es auch wieder demontieren kann ... .
Das Steuerpult soll im fast fertig montierten und lackierten Zustand - hierfür soll auch das Dach mit dem eigentlichen Führerstand verlötet sein - erst fixiert werden.
Wenn ich es richtig verstehe, sieht die Anleitung das oben beschriebene Vorgehen vor: der Führerstandsboden wird nicht mit dem Gehäuse verklebt, sondern lediglich über das Einstecken der Laternenhalter wird die Bodenplatte mit dem Gehäuse "verstiftet".
Kennt jemand diesen Bausatz und liege ich da richtig?
hG
Carl Martin -
Hei,
das "Übunsprojekt" wird für mich so langsam interessant: gerade am teilmontierten Fahrwerk wollte ich mal sehen, wie gut die Airbrush in verwinkelte Ecken reinkommt.Also war´s höchste Zeit, die Puffer zu maskieren - was ich beim Grundieren vergessen hatte, also musste ich die Pufferstößel danach wieder sauberschrubben:

Die Pufferstößel habe ich zunächst mit 2mm Maskierband umwickelt, den Rest dann mit Krepp. Dazu habe ich einen relativ großen Flicken auf den Teller aufgebracht und dann die Innenseite mit Kreppstreifen verklebt. Der Flicken hat die Aufgabe, die Streifen in Position zu halten. Ohne den habe ich die Streifen nicht fixieren können.
Und da noch einige Stellen doch recht wenig Grundierung bekommen haben, gab´s auch nochmal eine Dusche mit Grundierung.
Danach kam die rote Lackierung - die eigentlich glänzend sein sollte ... aber irgendwie stehe ich fast schon traditionell auf Kriegsfuss mit rotem Farbauftrag durch die Airbrush:

Wie man erahnen kann, ist der Farbnebel dann doch gut in die Ecken vorgedrungen ... sollte passen.Morgen gibt´s dann noch einen dünnen Auftrag, wichtig ist dabei, dass die Stellen, wo Decals aufgebracht werden, glänzend sind. Bei matten Aufträgen hatte ich bisher immer das Problem, dass diese nicht so richtig gut gehalten haben. Wenn die Decals aufgebracht sind, wird das Fahrwerk gealtert und mit Klarlack versiegelt. So "speckig" wird das Fahrwerk also nicht bleiben.
hG
Carl Martin -
Hei,
das heutige Ziel: Einsetzen der Bodenplatte, Abschmieren der Achsen und Zahnräder mit B52 und dann Testfahrten:
eigentlich "null Problemo" möchte man denken, aber dem war nicht so:
Die Bodenplatte hat eine schön große Auflagefläche ... aber keine Aussparung für die Schraube, mit der der Motorsatz vorne - also rechts im Bild - fixiert wird ... :/. Die "inneren" Schrauben halten den Motorsatz, die mittleren die Bodenpaltte und die äußeren fixieren das Gehäuse.
Also die gute, alte Proxxon-Microfräse angeworfen:
und dann passte die Bodenplatte auch, anschließend wurde getestet, ob die Platte irgenwie weiteren Ärger macht ... nö, hat´se nicht.

Wie zu vermuten: das Fahrwerk ist schon sehr steif ... auf das PowerPack möchte ich daher nicht verzichten!
Da ich von zumindest einem Kollegen Kenntnis habe, dass er hier mitspingst um eine V20 zu bauen: die Unterbringung eines Sounddecoders und eines Lautsprechers sollte auch da machbar sein - evtl. mit kleinerem Lautsprecher. Für ein PowerPack dürfte da allerdings in der Motorhaube kaum Platz sein ... ich weiß allerdings nicht, wie lang der Motor der V20 ist. Ggf. könnte man die Energieunterstützung unter dem Fahrpult verstecken ... müsste ich mit allerdings erstmal im Montageplan der V20 anschauen, den ich aber nicht habe - kann da jemand helfen?
Soweit und hG
Carl Martin -
Hei,
heute ging´s an das, wovor ich mich gedrückt habe: das Verlöten des Führerstandes.
Ist mir, wie ich finde, ganz ok gelungen:
(hier schon gesandstrahlt und versäubert) nur kann man auf dem Foto erkennen, dass es doch an einigen Ecken reinregnen wird (kann man besonders gut über der linken, hier vom Betrachter abgewandten, Fahrertür erkennen) - nicht mein Fehler beim Verlöten! Da muss also noch gespachtelt werden. Wer beim Hersteller auf der Internetpräsenz genau hinschaut, wird erkennen können, dass die dort abgelichteten Modelle der V36 238 das gleiche Problem haben. Dieses Manko war mir also von daher bekannt.
Gelötet habe ich das Ganze mit SMD-Lötpaste, Weinert Lötwasser, 400Grad-Lötkolben, Lötuntergrund mit Fixierstiften UND einem bis 500Grad-beständigem Handschuh ... ich Blöd hätte mir sonst bestimmt nicht nur die Flosse angebrotschelt, auch kann man so einfacher "mal eben" korrigieren. Bei allem Fixieren mit Stiften und Klemmspangen kommt beim Erwärmen eben doch oft der "kleine Ting" und die Sachen verrutschen ... und mit so einer hitzebeständigen Flosse kann man eben schnell den Druck auf die richtige Stelle geben, dass das zu verlötende Teil wieder in Position ist.Ach so: ein wenig Patina hat das Fahrwerk denn schon mal erhalten, auch wenn einige Teile noch fehlen (Bremsbacken, etc.).
hG
Carl Martin -
Hallo Carl Martin,
ich finde, bis hierher hast du alles toll gemacht. Und ich habe keinen Zweifel, dass die Geschichte auf diesem hohen Niveau beendet wird.
Ich persönlich finde aber, die Ausführung mit diesem Fahrerhaus ist die Unvorteilhafteste von Allen. Irgendwie passen die Proportionen der (Original-) Lok einfach nicht mehr. Aber das ist bekanntlich Geschmackssache. Und deine hervorragende Arbeit will ich damit auf keinen Fall kritisieren.
Grüße
Johannes
-
Hei Johannes,
im Grunde gebe ich Dir natürlich recht: bei dieser Lok von "Ästhetik" oder "harmonischer Formensprache" anzufangen ... neee! Und das passt ja auch so überhaupt nicht zu Konzeptionen wie der V80 oder V200 aus der selben Epoche. Allerdings erinnert mich der Führerstand an etwa MAK-Loks, wie sie gut 30 bis 40 Jahre später gebaut wurden: viel Glasfläche, recht kantig, doch recht modern.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass dieser Führerstand für den Bediener eine bessere Rundumsicht bot, als die Kanzeln, die dann bei der DB umgesetzt wurden. Da stand wohl in Wuppertal eher Funktionalität im Vordergrund.
Ich begebe mich derweil an das weitere Aufrüsten des Gehäuses. Und danke für das Lob!
hG
Carl Martin -
Hallo,
dieses erhöhte Führerhaus fanden Steinbecker Personale recht gelungen wie sie mir erzählten. Leider gab es nur eine einzige Lok damit.
Die regulären Kanzeln waren nicht beliebt. Aus Furcht vor der Oberleitung waren alle Scheiben fest eingebaut und liessen sich nicht öffnen. Als Resultat heizten sich diese Blasen bei Sonneneinstrahlung unangenehm stark auf. Diese Erfahrung konnte ich selber machen. Man steht quasi oben auf den Pult mit dem Kopf in einer Sauna. Zum Glück waren alle Bedienelemente doppelt vorhanden und die Lok konnte "normal" von unten gefahren werden. Was dann auch die bevorzugte Art war um diese Loks zu fahren. Die Sicht aus der regulären Kanzel war schlechter für Rangierarbeiten. Die Puffer konnte man nicht sehen. Nach vorne sah man nur den, Motorvorbau, die Schienen kamen erst viel weiter weg wieder in Sicht. Blick auf die Puffer war Fehlanzeige. Nach hinten verhinderte das Dach die Sicht auf die Puffer. Erst wenn man wieder herunter kletterte konnte man die hinteren Fenster die Puffer sehen. Nach vorne war von unten ebenfalls ein Blick auf die Puffer am Motorvorbau vorbei möglich.
Quelle: Ein Gespräch mit Personalen des BW Wuppertal Steinbeck anlässlich eines Tages der offenen Tür 1980. Als auch Erfahrungen am "lebenden Objekt".
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Hei,
danke an Lutz für seinen Kommentar!
Ansonsten ging es erst an den Gehäuseteilen weiter, mit Aufnahmen von angebrachten Griffstangen o.ä. will ich nicht langweilen, auch nicht mit der Tatsache, dass man, je mehr man über so ein Fahrzeug recherchiert, viele Details findet ... und noch mehr irritiert ist, was man denn da eigentlich aufbaut.
Interessanter für den geneigten Mitbauer könnte folgende Erkenntnis sein:
(Die beiden sichtbaren Riefen? Nein, der Fräser ist fit und ich habe auch Schneidöl verwendet, die Fläche ist stark reflektierend und beim Planen sind da wohl an zwei Stellen die beiden Riefen entstanden. Nach einem erneuten Lackieren werden die nicht mehr sichtbar sein)
Im Vordergund erkennt man den "Boden" des Führerstandes und es fällt evtl. auf, dass dieser nicht nur schon lackiert ist bzw. war, sondern dass daran gefräßt worden ist. Nun, fixiert man die Ätzbleche, die die Trittstufen am Führerstand vervollständigen, lässt sich dieses Teil kaum mehr in den Führerstand hineinschieben, also wurde mal wieder die Oberkopffräse rausgekramt und am Bauteil entsprechend ein paar wenige Zehntel weggenommen.
Auch kann man die Anbauteile der Rückwand erkennen - bis auf eine Griffstange. Das Spitzenlicht ist völlig unproblematisch, die Trittstufe und der Signalhalter schon. Ihr ahnt es vermutlich: wenn diese beiden nicht ganz bündig auf der Innenseite der Rückwand fixiert sind, drückt es die Zurüstteile entweder wieder heraus, oder das Gehäuse wird nach außen gedrückt. Also wurde auch da ein wenig Raum geschaffen - den Spalt wird man später mit Sicherheit nicht sehen können.
Ohne Pufferspeicher hatte sich ja leider gezeigt, dass das sehr harte Triebwerk seinen Tribut fordert: an nicht wirklich gut ausgerichteten Modulübergängen etwa macht es Kontaktprobleme. Und man kann die Module so gut ausrichten wie man will, gerade bei Treffen in Hallen mit Holzboden, von BW-Gelände erst gar nicht gesprochen, verschieben sich die Übergänge gerne. Die Kabel zum Decoder waren eh noch nicht endgültig abgelängt, also habe ich den Elektikteil nochmal aufgebaut - auch mit PowerPack und siehe: das Teil fährt sicher über Stellen, wo sie ohne Unterstützung hängen blieb:Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
Der Decoder ist noch in der Programmierung "schnell und dreckig", der wird noch optimiert, auch in der Mindestgeschwindigkeit, angefahren ist die Lok in Fahrstufe "zwei". Die kann noch wesentlich langsamer
. In Fahrstufe "eins" ist sie allerdings so langsam über diese Problemstelle gefahren ... das wollte ich Euch ersparen. Da muss ich noch ausprobieren, was im Rollwagenverkehr - ohne Anfahrverzögerung - sinnig ist, schonmal ist die niedrigst mögliche Geschwnidigkeit so langsam, dass der Kollege beim Rollwagen anfängt zu winseln: "Wielange soll ich die Kupplung noch halten???"
Das PowerPack ist "da vorne" lediglich aufgehangen, so wird es sicher nicht montiert. Da muss ich mich in einem nächsten Schritt mit befassen.
Und dann noch die Bremshalter ... wer hatte nochmal gefordert, dass diese doch bitte aus Plastik beigelegt werden? Ok, bei Weinert sind sie i.d.R. isoliert in der Aufnahme zum Rahmen, bei anderen Herstellern ist das leider nicht so. Aber auch da: Plastik verzeiht ein Schleifen eher, bzw. macht weniger Probleme als Metall.
Vor allem das Einsetzen und dann das Ausrichten hat echt lange gedauert und war genau die Frickelarbeit, die man braucht, wenn einem der Schweiß eh schon von der Nase tropft ... .
Hat dann nach einigen Veitstänzen auch geklappt, die Dinger sitzen, ohne dass sie schleifen oder gar kanten. Vorne rechts ist beim Modell ein Kasten vorgesehen, wenn der - wie bei mir natürlich - schon montiert ist, muss der wieder raus, sonst bekommt man die Bremshalter an der Stelle keinesfall noch eingesetzt. Also das Teil rausgehebelt, Bemshalter montiert und das Teil erneut eingeklebt und farblich ausgebessert. Den Schlenker hätte ich mir sparen können. War mir seinerzeit auch aufgefallen - aber irgendein Teufelchen oder Engelchen flüsterte mir zu: ach, das bekommst Du schon hin! Neee. War nicht so, also egal ob "Engelchen" oder "Teufelchen": HINHÖREN!
Soweit und hG
Carl Martin