Hei,
gibt´s eigentlich einen wirklich schlüssigen Grund, noch´n Projekt anzufangen? Ich denke nicht
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Getan habe ich es dennoch und es ist schon wieder eine Lok, die mir schon lange querlag: die V36 mit Steinbek-Umbau. Es ist auch eine Reminiszenz an Finnentrop, in dem ich meine Jugend verbringen musste ...
und wo die Lok stationiert war. Vorher war sie in Wuppertal-Steinbek und könnte evtl. auch hoch nach Lüdenscheid gefahren sein
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Gibt´s auch modelltechnische Gründe - ja!
Bevor ich mich an das Aufbereiten der 94er ran mache, wollte ich erstmal ein "Übungsobjekt" haben, an dem ich die Techniken erproben kann, die ich bei den 94ern anwenden will. Dies sind:
- Verspachteln und Glätten von Spalten, die da sind, aber da nicht hingehören,
- den Farbauftrag üben:
das letzte Lackieren einer Lok ist bei mir schon ein paar Tage her und die Farben, die ich damals verwendet habe, möchte ich aktuell nicht nochmal verwenden, gleiches gilt für die "Gun". Hauptaugenmerk werde ich auf eine grundsätzliche "Glanzlackierung" werfen, um die Decals sauber und dauerhaft "haftsicher" aufzubringen. Erst danch kommt mit der Alterung eine Mattierung in´s Spiel. Dies habe ich bei ein paar Modellen von mir nicht so gemacht ... und die Dacals neigen bei diesen Modellen zum Abblättern. Das möchte ich bei den 94ern ganz bestimmt nicht!
Auch will ich bei der V36er testen, wie gut ich etwa in ein komplett montiertes Fahrwerk "hineinsprühen" kann, um einen gescheiten Farbauftrag hinzubekommen. Die 94er sind, was das angeht, weit "verwinkelter".
Der fahrtechnisch große Vorteil der Weinert V36 gegenüber der - zwar besser detailierten - Brawa V36 ist, dass der Antrieb nicht nur auf die Bildwelle geht, sondern auch auf die mittlere Achse, somit läuft die Weinert-Lok viel besser und vor allem in allen Geschwindigkeitsbereichen (bisher) ruckelfrei. Meine Brawa-V36 läuft zwar bis zur mittleren Geschwindigkeiten echt gut, bei höheren Geschwindigkeiten ruckelt sie allerdings "voll blöde" und das macht einfach keinen Spaß.
Ich habe daher erstmal den Unterbau der Lok weitgehend montiert:
Neben der teilweise doch recht kryptischen Anleitung war die Hauptschwierigkeit die Isolierung der Stromabnehmer. Die habe ich, neben der "Nachbiegerei" der Schleifer, mit der Auftragung von Komponentenkleber an "nicht abnehmenden" Bereiche erreichen können (durchhärten lassen!). Die Verwendung von Tesa-Klebeband, wie in der Anleitung empfohlen, erschien mir nicht dauerhaft sinnvoll. M.a.W.: überall, wo die Abnehmer nicht abnhemen sollen, habe ich die Bleche und auch den Rahmen mit Komponentenkleber isoliert. Auf dem "Probegleis" mit Kurvenfahrt (!) läuft die Lok sicher und ohne irgendeinen Hinweis auf Kontaktprobleme.
Ein Rätsel habe ich allerdings noch: wozu sind diese "Aufnahmepunkte" sprich: "Nupsiers" nutze?
Die unterseitig zu montierenden Aggregate haben ähnliche Aufnahmepunkte ... aber bei der Steinbeker V36 war da meiner Erkenntnis nach nix. Kann man die schmerzfrei entfernen?
Weitere Projektierung, neben der farblichen Aufbereitung:
- Beleuchtung - nein,
- Digitalisierung - ja,
- Sound - ja,
- Pufferspeicher - ja
- OBK-Kupplung - ja.
Soweit zu meinem "Übungsprojekt", konstruktive Kritik ist wie immer ausdrücklich erwünscht!
hG
Carl Martin
Übungsprojekt "Weinert (4233) V36 Bauart Steinbek"
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Hallo Martin,
ein weiteres Projekt anfangen, um die Arbeitsschritte fürs "Finish" zu üben, ist sicher ein probates Mittel. Vorm Lackieren fürchte ich mich auch immer. Meine letzte Lokomotive- die Weinert 81 010- habe ich mehrfach abgewaschen, weil mir der Lack nicht gefallen hat...
Da mich das Lackieren auch mal trifft (ich will die ersten Loks ersteinmal fertigstellen- ehe ich die nächsten beginne), welchen Lack und welche Pistole wirst Du verwenden wollen? Meine Erfahrungen beschränken sich auf eine dreißig Jahre alte "Hansa- Pro" und deren Nachbau. Inzwischen habe ich mir eine Harder& Steenbeck "Colani" https://www.fantasywelt.de/COLANI-Duesens…ByABEgJEJ_D_BwE gekauft, nachdem ich sie vor einiger Zeit auf der Messe in Leipzig ausprobieren konnte. Derzeit betreibe ich sie mit einem Kühlschrankkompressor.
Wünsche Dir viel Spaß und Erfolg beim Bau Deine V36.
Viele Grüße Christian
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Hei Christian,
die Wahl ist da auch bei mir auf das Haus "Harder & Steenbeck" gefallen, allerdings hinsichtlich des Modells auf die "Infinity", da ich das "oldschool-handling" bevorzuge. Eingesetzt habe ich sie allerdings noch nicht, dies wird erst bei der V36 der Fall sein. Ich bin gepsannt!
hG
Carl Martin -
Meine alte IWATA ist wesentlich problemloser als meine H&S EVOLUTION, die immer wieder verstopft :-(. Bei gleichem Düsendurchmesser. Betrieben mit so nem Silent Compressor. Verarbeitet Weinert, Revell Aqua Color und neuerdings Elita.
Wo hast Du denn "Spalten"? Das ist natürlich ein Akt, die zuzuschmieren und glatt zu schleifen. Habe durch das Löten weniger Probleme, weil das Lot in die Spalten eindringt und sie fast vollständig verschliesst.
Das Zinn ist immer etwas rauh ... evtl. gerade auf grösseren Flächen: Spachteln und schleifen. Am besten mit den ( zugeschnittenen) Feilen von Rossmann aus der Fingernagelabteilung.
Grundieren und dann lackieren. Ggfs. sanft (!) nachschleifen für Vorbereitung von Abziehbildern. Nicht die obere Lackschicht wegschleifen! Und nach dem Abziehbild Weichmacher aufbringen. Evtl. mehrfach.
Dann mit Bergswerks Mattlack dünn (!) überlackieren. Dann sollte das hinhauen.
Jetzt patinieren und erst danach noch mehrfach mit wenig Mattlack drüber, wenn man einen matten Eindruck haben will.
Mit freundlichem Glückauf aus dem Oberharz
Klaus
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Hei Klaus,
erstmal Dank für Deine Tips!
Einen Spalt habe ich zwischen dem Rahmen vom Motorblockrahmen hin zur Weiterführung zum Führerstandsrahmen:
den würde ich gerne schließen. Für Hinweise ... kennt Ihr!
hG
Carl Martin -
Moin Carl Martin,
Ich habe erst einmal keine Ahnung, wovon Du schreibst!
Oder meinst Du das Teil über dem letzten Radsatz auf der Seite des Rahmens?
Wenn das ist, was stört: spachteln, schleifen, grundieren, lackieren.
Kann man mit Modellspachtel machen. Wenn man Angst hat, dass der kleine Fuzzel rausfällt, etwas Stabilit ( ja,gibts ja nicht mehr) o.ä. aufbringen und im noch weichen Zustand auf Form bringen; dann schleifen... oder eben löten mit Niedertemperaturlot.
Mit freundlichem Glückauf aus dem Oberharz
Klaus
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Hei Klaus,
genau diesen Spalt meine ich, dieser zeigt sich auch auf der anderen Seite (und auf den Weinert-Seiten
). Mit Lot werde ich da nicht arbeiten, da habe ich im Niedertemperaturbeich einfach viel zu wenig Erfahrung, geschweigen denn: positive.
Bisher plane ich da mit Komponentenkleber zu arbeiten, da dieser nicht härter abbindet, als das Weißmetall hart ist - eigentlich ist dieses ja sehr weich ... . Bei Modellspachtel habe ich die Erfahrungen gemacht, dass der Spachtel deutlich härter wird als das Metall und somit die Nachbearbeitung wesentlich schwieriger ist.
Also im Prinzip so wie Du es schon beschrieben hast: verfüllen, schleifen (evtl. mehrmals) und schauen, was nach der Grundierung rauskommt.
hG
Carl Martin -
Moin Carl Martin,
Ich weiss ja nicht, was für ne Lok Du nachbaust.
Bei einigen ist da auch ein "selbstgeschnitztes" Trittblech seitlich vom Führerhaus... kannte ich auch noch nicht. Einige scheinen da auch einen schwarzen Rahmen unter dem Führerhaus zu haben.
Jetzt muss ich im Pott dann doch mal im V36-Buch nachschauen...
Mit freundlichem Glückauf aus dem Oberharz
Klaus
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Hei Klaus,
wie ich schon in der Betitelung geschrieben habe: es geht um das "Einzelstück" der Steinbek-V36 (V36 238), dem Umbau aus dem ebenso benannten BW, welches einen Hochkanzelführerstand an besagter Lok eingebaut hatte, welcher sich aber wegen dem kostenintensiven Umbaus letztlich nicht lohnte und somit auch nicht in Serie ging. "Schöner" ist die V36 damit sicher nicht geworden ...
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Wie man auf den Bildern von "http://www.bahnen-wuppertal.de" erkennen kann, gab´s auch bei diesem Einzelstück verschiedene Ausbaustufen. Ursprünglich hatte diese Lok keine zusätzliche Schmierpumpe auf der linken Seite, ebenso noch keine Glocke oder den markanten hohen Schlot. Auf die Schmierpumpe würde ich gerne verzichten, da das Gestänge zum Triebwerk seinerzeit beim Modell nicht nachgestaltet wurde - das Modell war 1990 "Modell des Jahres" - und da waren solche Feinheiten noch nicht im Fokus. Bei der Glocke und dem Schlot bin ich mir noch nicht schlüssig. Wenn Du - oder Ihr - da einen "Zwischenstand" findest, also ohne Schmierpumpe aber mit Glocke und Schlot, wäre das prima, da ich schon finde, dass diese beiden Ausrüstungen die Lok ausmachen.
hG
Carl Martin -
Hei,
heute wollte ich mir darüber klar werden, wie die Digitalisierung aussehen könnte.
Hierzu habe ich das Fahrwerk erstmal mit Sounddecoder und Lautsprecher versehen, um zu sehen, wo und wie diese Komponenten ihren Platz finden könnten:
Soweit meine erste Idee, die sich schnell als nicht sinnig entpuppte. Hauptproblem bei diesem Aufbau war, dass der Lautsprecher auf Verschraubungspunkten war, die man zur Fixierung des Gehäuses auf dem Rahmen benötigt. Auch wäre so nur der Einbau eines recht kleinen Resonanzkörpers möglich. Also habe ich den Decoder seitlich angebracht und so oberhalb des Motors Platz gewonnen, den ich für einen größeren, wenn auch flachen, Resonanzköper nutzen kann. Ich möchte alle Digitalisierungskomponenten am Rahmen montieren, damit eine evtl. Demontage der Lok so einfach wie möglich ist.
Und tatsächlich passt der Decoder so gerade zwischen Motor und Gehäuse. Ich gehe dabei davon aus, dass der Decoder nicht so warm wird, dass er dem Metall Schaden zufügen kann - ich habe schon bei einigen Loks den Decoder so eng eingebaut, etwa bei der Plettenberg, und hatte bisher keine termischen Probleme (klopf auf Holz). Der Lautsprecher hat so Platz "über dem Getriebe" und darüber werde ich den Resonanzkörper "schnitzen".
Was mich ein wenig ärgert ist die Tatsache, dass ich noch keinen Platz für den Pufferspeicher gefunden habe. Vor dem "Schwungrad" will ich ihn nicht montieren, da dort eben die Verschraubungslasche des Gehäuses sich absenken lassen muss. Evtl. könnte er Platz unterhalb des Führerstandes finden. Der Teil des Gehäuses ist von Weinert allerdings mit der Sockelkonstruktion zum Führerstand recht "vollgehauen" - was von der Gewichtsverteilung her auch sinnig ist.
Aufgrund des Gewichts der Lok liegen die Räder zwar gut auf, aber die Achsen sind starr montiert und können so Unebenheiten nicht wegbügeln, wie etwa ein Wipplagerfahrwerk, entsprechend ist auch die Stromabnahme zwischen Gleis und Rad nicht optimal. Mal schauen
.hG
Carl Martin -
Hallo Carl Martin,
ein Vorschlag meinerseits, wie ich eine V20 digitalisieren würde:
- Sounddecoder Zimo MX 648 oder MS 481, wo Du ihn vorgesehen hast
- Speicher Zimo Staco 3B, Platine auf dem FH Motor, Elko 1 F, jeweils links und rechts in den Ecken
- LS 15 x 11 x 11/10 /9/8 auf einer Brücke über der Schnecke
VG
Günter
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Hei Günter et al.,
so in etwa war auch mein Planungsgang, den ich heute auch versucht habe umzusetzen.
Und ja, Zimo liefert auch prima Decoder und da sind vermutlich auch noch wesentlich bessere Soundprojekte, auch für die V36, erhältlich. Aber ich bin halt auf ESU eingeschossen.
Zunächst habe ich einen Resonanzkörper zusammengeschnitzt:
die Rückenplatte habe ich bewusst etwas verlängert (s.u.).

Jo, passt soweit gut und stößt auch nicht an die Deckenplatte des Motorgehäuses an.

Dann habe ich versucht, noch ein PowerPack unterzubringen. Die Alternativen von Fischer u.a. würden meiner Ansicht einen ähnlichen Platzbedarf haben. Aber so gefällt mir das nicht, es wäre auch Platz da, das PowerPack waagerecht einzubauen ... aber da will ich erstmal sehen, ob das PowerPack wirklich notwendig ist. So jedenfalls werde ich die "Innereien" erstmal montieren, das PowerPack ließe sich dann ggf. noch nachrüsten lassen.
hG
Carl Martin