ESU BR 80 - wie öffnen?

  • Hei,

    ich finde sie soo knuddelig, ich konnte nicht wiederstehen! Auch wenn diese Umsetzung nicht wirklich die D-726 darstellt. Eher eine umdekorierte 80 039. Die "Sicke" am Schornstein nervt mich auch! Mal sehen, ob sich das beheben läßt.



    Wie Ihr erkennen könnt, sind die elektrischen Kupplungen schon getauscht, der Rauchgenerator "ausgedampft" und dann programmiertechnisch stillgelegt worden. Leider hat die Lok keine Federpuffer ab Werk eingebaut ... . Bei der Deutz ging das doch auch?
    Da die Lok ausschließlich meinem privten Vergnügen dienen soll und damit auch keinen "Treffenvorgaben" entsprechen muss, gibt es da doch eine Sache, die ich bei der Lok grundsätzlich "daneben" finde: das Lokpersonal. Schön dass es da ist, aber solch schlecht umgesetzte Figuren im Blaumann ... geht gar nicht. Die beiden "Kumpels" würde ich gerne ersetzen, zumindest umlackieren. Dafür müsste ich die Lok zerlegen ... und da gibt die Anleitung von ESU keine weiterführenden Hinweise. Im Netz habe ich auch nichts gefunden.

    Daher meine Frage nach hilfreichen Tips, wie ich mich zum Lokpersonal vorbuddeln kann?

    hG
    Carl Martin

    p.s.: keine Bange, an den 94ern geht´s auch bald weiter - ebenso an der V36 oder dem VT ... oder :saint:

  • Hallo Carl Martin,

    auch wenn ich mich mit dem Modell nicht wirklich anfreunden kann, ich kenne die BR 81 von Weinert... Aber die Zielgruppe ist ja auch eine andere.

    Aber es ist Dein Modell- und wenn Du Spaß daran hast- dann ist doch alles in Ordnung.

    Ich kann Dir jetzt nicht wirklich helfen, weil ich das Modell nicht vorliegen habe. Ist in der Betriebsanleitung eine Öffnung des Modells vorgesehen? Oder muß die Wartung beim Hersteller erfolgen?

    Wenn Du den Raucherzeuger ohnehin schon stillgelegt hast, spricht nichts gegen den Ersatz des Kamins. Hier bietet sich die passende Esse aus dem Sortiment von Weinert an. Mir würde noch der Ersatz der Luftpumpe einfallen...


    Ich möchte Dir viel Spaß mit Deiner Lokomotive wünschen.


    Viele Grüße Christian

    Es ziemt sich nicht für einem braven Manne-

    nur nach dem praktischen Sinn einer Sache zu sehen.

    Weisheit eines mir unbekannten

  • Da gibt es aber einige Unterschiede... Am auffälligsten ist der Montageort der Rangierfunkantenne. Nun wäre meine Idee- nachzusehen- ob es eine passende Vorbildlok zum Modell gibt, und danach die Lok umzuzeichnen. Gerd Kuswa hilft hier bestimmt...

    Die Lok nach der Garantiezeit zu öffnen- klingt nach einem Plan.

    Viele Grüße Christian

    Es ziemt sich nicht für einem braven Manne-

    nur nach dem praktischen Sinn einer Sache zu sehen.

    Weisheit eines mir unbekannten

    Einmal editiert, zuletzt von Christian (23. Mai 2026 um 20:28)

  • Hallo Carl Martin

    Bei so einer Maschine, vermute ich mal die Schrauben im Rahmen unten sein oder oben versteckt am Kessel unter den Anbauteilen.

    Oder unter dem Wasserkasten, das dieser dessen Unterseite in Rot mit dem Rahmen verbunden ist und der Schwarze teil oben mit dem Kessel.

    Sozusagen als Gehäuse aufgesetzt ist.

    Da die Lok aus "Tscheina" komm,t wird sie mit mehreren kleinen schwarzen Schräubchen zusammengehalten.

    Ich hatte den Gepäcktriebwagen den auch Liliput hatte, auch schnell mit ein paar Schräubchen demontiert.

    Schau mal zuerst bei der Deutz wo die Schrauben sind, denn auch die Leute müssen die Lok Montieren/demontieren und das darf nicht in eine Orgie ausarten wie z. b. Roco 64.

    Gruss Jürgen :hutab:

    Meine Angst besteht darin:

    Das die Träume eines Tages, ausgehen.:wseufzer:

  • Hei,

    erstmal vielen Dank für Eure Hinweise!

    @Lutz: ja, auch ich nehme an, dass die "sehr kompakt verbaut" ist. Die Entnahme des Rauchgenerators ist in der Produktbeschreibung ja noch beschrieben, aber ich fürchte, dass ich damit nicht viel weiter komme. Und da endet die Produktbeschreibung ... .

    @ Chrstian: wie ich schon schrob: das ist nicht die D-726 ... wollte ich diese nachbauen, wäre ich auf die Alternative vom großen W gegangen. Aber da habe ich bereits zwei andere Kandidaten! :saint: Und auch diese werden nicht ganz den Vobildern entsprechen, der Aufwand ist mir dann doch zu groß! Die DAG finde ich, wie geschrieben, echt knuffig und wollte sie in meinem Bestand haben - auch ohne RP25-Umbau oder ähnlichem.

    @ Jürgen: wie schon angedeutet: mit ein "paar Schrauben lösen" ist es nicht getan, die in Frage kommenden Schrauben hatte ich bereits gelöst (sechs Stück), aber der Oberbau saß nach wie vor unbeeindruckt auf dem Fahrwerk. Und ab da an möchte ich nur ungern weiterarbeiten, ohne zu wissen, was ich da mache.

    M3c
    Carl Martin

  • Hallo Carl Martin,

    ich kann nur für meine Erfahrung mit Rivarossi und Brawa sprechen, die ja bekanntlich auch in China gefertigt werden: Oft genug ist irgendwo versehentlich Kleber reingelaufen, so daß alle Schrauben zwar raus sind, aber z.B. das Führerhaus immer noch bombenfest sitzt (war z.B. so bei Riva 58 und Brawa 57.4. Oder aber die Kabelbäume seitlich am Chassis stellen mit dem Stehkessel eine Presspassung her und es klemmt dort (Riva 58) auch noch. Im Zweifelsfall vielleicht bei Esu nachfragen. Oder in deren Forum. Ich war ewig nicht mehr dort, der Ton von speziell einem "Wissensträger" war allgemein massiv daneben für mich und wurde nicht von der Moderation eingefangen. Nur in Notfällen ;)

    Gruß

    Bernd

  • Hei Bernd,

    ja, das Demontagepuzzel. Und dann noch die Verklebungspatzer. Aber bevor ich nicht genaue Kenntnis davon habe, wie das Modell aufgebaut ist - eine "Explosionszeichnung" wäre prima und konstruiert wurde es vermutlich nicht in China - , werde ich mich da nicht weiter vorarbeiten. Da werde ich mal bei ESU direkt nachfragen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass nicht noch weitere Abnehmer so wie ich Probleme bei dieser Lok mit der Detailierung des Lokpersonals haben.
    Das ESU-Forum ... ist mir wie viele andere Foren zu verschwafelt. Habe ich mit dezidierten und auch echten Problemen befragt und keine angemessene Antwort bekommen.

    hG
    Carl Martin

  • Hi Carl Martin

    Bild 7 zeigt den Ausbau des Rauchgenerators. Bild 8 zeigt das entstandene "Loch".
    Links und Rechts neben der Gelb umrandeten Schrauben siehst Du die Schraubenlöcher die frei geworden sind.
    Direkt daneben eine Ebene tiefer siehst Du nochmal zwei Schrauben. Die werden auch raus müssen... denke ich.

    LG,
    Axel

  • Hei Axel,

    ist schon interessant, dass die von Dir verlinkte französiche Anleitung die Demontage der Rauchkammertür anders zeigt, als es in der mir vorliegenden deutschen Anleitung beschrieben ist. In der deutschen wird auch noch bebildert beschrieben, dass man den Rauchgenerator nach vorne abziehen kann, zunächst mit Widerstand. Ich kann nur vermuten, dass sich am hinteren Ende des Generators eine Steckverbindung lösen muss. Wie es danach weitergeht oder ob man dann das Gehäuse abnehmen kann ... schweigt sich ESU aus. Es kann natürlich sein, dass sich nach Entfernen des Rauchgenerators das Gehäuse tatsächlich abnehmen läßt.
    Mal sehen, ob ich am WE einen neuen Vorstoß unternehme und dann auch den Rauchgenerator entferne. Ich werde berichten ... ;).

    hG
    Carl Martin

  • Hi Carl Martin
    Einfach die Geduld behalten und schauen.
    Ich nutze gerne das folgende Toolkit: https://www.ifixit.com/de-de/products/pro-tech-toolkit

    Darin ist dieses Messerähnliche Ding, mit denen man in Spalten hinein "fühlen" kann, ohne zu schneiden. Oder dünne Plastik-Streifen (blaue Dreiecke auf dem Bild) nehmen...
    Die 6 Schrauben aus Abbildung 6 müssten eigentlich den Deckel lösen... Für den Raucherzeuger würde ich keine Steckverbindung annehmen, sondern eher auf Federlaschen als Kontakte tippen... Das Ding wird ja warm und das haben kleine Stecker nicht so gerne.

    LG,
    Axel

  • Hei Axel et al.,

    heute habe ich mich mal weiter in die BR 80 reingetraut, ich beschreibe also das, was in der Anleitung bestenfalls angedeutet ist.

    50996889oi.jpg
    Nach lösen der Schrauben, die grundsätzlich das Gehäuse mit dem Fahrwerk verbinden - und dem "Zylinderdampfleitwerk" - habe ich das Federelement für die vordere Kupplung herausgenommen, die wäre beim weiteren Vorgehen eh rausgefallen, also habe ich diese lieber "kontrolliert" ablegt.

    50996890cd.jpg
    Dann habe ich den Schornstein rausgeschraubt und die Rauchkammertüre entfernt. Meine Fingernägel haben dafür gereicht und die sind auch nicht so hart wie ein Schraubenzieher ;) und verursachen nicht so leicht Beschädigungen.

    50996891sx.jpg
    Hier kann man gut die Aussparungen erkennen, wo man - je nach Anleitung - das Werkzeug zum Entfernen des Schliefers ansetzen kann.

    50996885yx.jpg
    Auch zum Rausziehen des Rauchgenerators habe ich mich nicht an die Anleitung gehalten, sondern eine Zahnarztsonde benutzt, der Generator ließ sich ohne große Kraftanstrenung herausziehen.

    50996886cd.jpg
    Wie vermutet: am anderen Ende des Generators befindet sich eine Steckerleiste - auch das spätere Wiedereinstecken stellte kein Problem da.

    50996887cq.jpg
    Danach konnte ich endlich das Gehäuse vom Fahrwerk abnehmen - dabei war allerdings Vorsicht geboten: das Rohr, welches die Luftpumpe (Gehäuse) vorne rechts mit dem etwas weiter hinten liegendem Drucklufttank (Fahrwerk) verbindet, ist aus weichem Plastik und steckte recht stabil in seinen Steckbohrungen. Gebrochen ist es beim Abnehmen nicht, es ist auch recht flexibel - aber baut dadurch bei Belastung, etwa beim Abnehmen des Gehäuses, gut Spannung auf ... und zwusch ... satte drei Meter ist das Ding geflogen! Entsprechend lange musste ich suchen ;) . Weitere Verbindungen habe ich nicht gefunden.

    Man kann sehen, dass das Gehäuse samt Führerstandsboden aus einem Gussblock ist. Ferner kann man erkennen oder erahnen, dass vier Rastnasen das aus Plastik gefertigte Oberteil des Führerstandes dieses am unteren Metallguss festhalten. Diese ließen sich zwar relativ leicht soweit drücken, dass ich das Oberteil hätte abnehmen können, auch müssen bei diesem Modell die Aufstiegsleitern nicht abgenommen werden - was vermutlich auch gar nicht geht! Denn diese scheinen über ein Palstiksteg am Oberteil mit angegossen. Das metallene Unterteil hat entsprechende Führungssicken, die diese Stege aufnehmen.
    ABER: die vom Oberteil aus abgehenden Gestänge und Leitungen zum Kessel hin sind so fest mit dem Oberteil verbunden, dass es mir an dieser Stelle nicht wert war, diese zu beschädigen oder das Oberteil zu zerkratzen. Also habe ich an diesem Punkt meine Exkursion abgebrochen. Sollte ESU in einer zukünftigen Auflage ein Führerstandsoberteil liefern, welches auch dem Vorbild entspicht, werde ich mich evtl. erneut auf die Reise begeben.
    Sollten Kolleginnen oder Kollegen sich an dieser Stelle weiter vorgearbeitet haben, würde es mich ungemein freuen, wenn sie dies an dieser Stelle auch teilen könnten - denn diese "Blaumänner" sind einfach nur "startpackunggerecht" aber haben in einer Lok dieser Kategorie nichts verloren.

    hG
    Carl Martin

  • Hallo Carl Martin

    Danke für deinen Bericht.

    Es ist zwar ein kleine Maschine die immer mit ihrem Erscheinen, sei es bei Original oder wie hier beim Modell immer einen kleinen Aha-Effekt hervorlockt.

    Gruss Jürgen:hutab:

    Meine Angst besteht darin:

    Das die Träume eines Tages, ausgehen.:wseufzer: