Weiße Ware wird grün

  • Holla Foristi,

    den Wetterbericht vor Augen, der ab den nächsten Tagen echtes Herbstwetter mit allen feuchten Widrigkeiten ankündigt, habe ich die Dammmodule aus dem Bastelraum ans Licht geholt um ein paar Bilder vom derzeitigen Zustand zu knipsen.

    Was ist bisher geschehen? Auf das neudeutsch: "Woodwork" sind die Landschaftsgrundlagen aufgebracht: Vorzugsweise aus 3 mm Kapaplatten, mit Heißkleber angedengelt und mit Fliesenkleber (elastisch) verschmoddert. Daraus kam ein Grundanstrich mit grüner Volltonfarbe.

    Am Dammfuß entstand eine Steinschüttung aus Bruchsteinen von Faller. Die Wasserfläche bekam eine "Wasserschicht" aus stark mit altem Gipspulver versetzter Vorstreichfarbe auf Alkydharzbasis (lösemittelhaltig) Mein Farbtopf aus 2006 war noch in Ordnung, allerdings stinkt das Material aus der Zeit tagelang erbärmlich. Da sind die neuen, wasserbasierten Materialien doch familienfreundlicher. Das Resultat: eine leichte Wasserwelle, so bei Windstärke 1 - 2.

    Im nächsten Schritt wurden die Dammflächen mit Woodland T 49 und anderen Tönen grundbegrünt. Ach ja: Das Gleis wurde zwischenzeitlich aufgebracht und geschottert. Zwei Brückenwiderlager entstanden aus KAPA-Material, das mit Mauersteinen von CH-Kreativ beklebt wurde.

    Nun geht es mit der Ausgestaltung der beiden Uferzonen weiter; nix Weltbewegendes, alles Alltagsstandard. Schaun mer mal.

    Es muss nicht alles perfekt sein was gut ist

    Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung. Heinrich Heine

    Es ist eine große Kunst, ja Weisheit, im richtigen Moment aufzuhören.

  • Moin Bruno,

    zum Wasser hast Du von altem Gips uns lösungsmittelhaltiger Vorstreichfarbe geschrieben.

    Was mir unklar bleibt: wie Du die Wellenstruktur gestaltet hast. Da bin ich für ein paar Hinweise dankbar.

    Beste Grüße

    Wolfgang

    :matrose:

    Mich interessiert vieles - und immer alles rund um das Bw Bestwig!!

  • Hallo Wolfgang et al.

    Ich rühre soviel von dem (Gips-)Pulver in die Farbe, dass eine dicke Pampe entsteht. Diese trage ich denn tupfend mit einem dicken (3-4 cm) billigem Baumarktpinsel auf. Je nach Pampigkeit verlaufen die Tupfen mehr oder weniger und lassen in der Mitte der Tupfen mehr stehen als an den verlaufenen Seiten.

    Die durchgetrockene Wasserwelle streiche mit einer farbigen Lackschicht meiner Wahl. Darauf kommt nach Beendigung aller Arbeiten am Modul, als Abschluss noch ein Überzug mit einem guten Bootslack (CLOU), den ich noch mir einem Tropfen einer Universalabtönpaste /die kleinen Fläschchen im Baumarkt) eine Tönung verpasse (es ist halt kein klarer Gebirgsbach).

    Ausblick: Angesichts meiner überschaubarer werdenden Restlaufzeit und dem Fehlen weiterer Wasserflächenprojekte, werde ich mich nicht mehr um eine geruchsfreundlichere Alternative kümmern. Sicherlich bieten die Künstlermärkte eine breite Palette modernerer "Pampsmittel" (Strukturpasten) an, die mit zeitgemäßen Farberzeugnissen ähnliche Resultate hervorbringen. Versuch macht kluch!

    Meine Gewässergestaltung begannen vor ca. 20 Jahren mit der großen Trewer-Brücke in Brebeck-Hohentor. Damals fand ich Window-Color als mittel der Wahl. Nachteil: Das Material blieb letztendlich oberflächenklebrig, was Probleme beim Abnehmen der draufgestellten Wasserfahrzeuge mit sich brachte. Insbesondere die Barkassen aus Zinnguss waren da "störrisch" am Ende des Treffens.

    Da die damals aufkommenden wasserverdünnbaren Farben auch "ewig" klebrig blieben, verwendete ich die mir vertrauten, hart trocknenden Alkydharzfarben. Dass die infolge von Preiskämpfen weg vom Leinöl auf billigere synthetische Fettsäuren umstiegen, mit den beschriebenen Geruchsfolgen, hat sicherlich auch zu einer verstärkten Akzeptanz der wasserbasierten Produkte geführt. Mittlerweile hat sich da einiges zum Guten verbessert und die zusammengeschraubten Module lassen sich nach einem Treffen wieder folgenfrei trennen.

    Ran an den Speck!

    Es muss nicht alles perfekt sein was gut ist

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    Es ist eine große Kunst, ja Weisheit, im richtigen Moment aufzuhören.