Beiträge von Lutz K

    Hallo,


    bei dem Wagen handelt es sich um einen Bausatz für eine Caswell Gondola. Darunter sind offene Güterwagen zu verstehen die über eine Bodenentladung zur Seite verfügen.

    Abb. 75.
    Enzyklopädie des Eisenbahnwesens. Ro090097.
    www.zeno.org

    Eine Zeichnung aus dem von Roell soll das Prinzip verdeutlichen. Ein Teil des Wagenbodens besteht aus Klappen die sich nach unten öffnen und so einen Teil das Ladeguts herausrutschen lassen. Hier in Deutschland gab es früher solche Wagen auch. Weil sie sich aber nicht komplett entleerten, ein erheblicher Teil der Ladung zurück blieb und man trotzdem zur Schaufel greifen musste, konnten sie sich nicht durchsetzen.


    In den USA dagegen schon. Die Konstruktion war anders ausgeführt und nur ein kleiner Teil der Ladung blieb zurück.


    Im Frühjahr gelangten 3 dieser Wagenbausätze von Westerfield zu mir. So präsentiert sich der Inhalt der Schachtel nach dem Auspacken.



    Nach dem Auswickeln aus dem Seidenpapier. Unten der Wagenboden von innen. Man erkennt den großen Anteil an Fläche für die Klappen, nur schmale Stege des Wagenbodes sind fest.




    Es gibt 3 Bätter an Anleitung.

    Ganz links die Bauanleitung in Romanform. In der Mittel jetzt aussagekräftige Bilder vom jeweiligen Bauzustand und rechts Informationen zum Vorbild.



    Ausschnittvergrößerung über die Anordnung der Bremsanlage.



    Drehgestelle und Kupplungen müssen traditionell vom Kunden selber beschafft werden. Hier habe ich zusätzlich eine AB Bremsanlage von Tichy Trains dazu gelegt.

    Hallo,


    statt einen neuen Thread aufzumachen wärme ich diesen hier wieder auf. Wegen Übersichtlichkeit im Forum.


    Was wird das? Auf jeden Fall kein Dinosaurierskelett. Obwohl das gar nicht, eisenbahntechnisch betrachtet, so weit vom Zeitalter der Dinos entfernt ist.

    Hallo Johannes,


    fertig war noch nicht:


    Das ganze Modell habe ich noch mit einer Schicht matten Klarlack von Microscale überzogen.

    Den Führerstand innen habe ich grau gelassen. Alle Fotos die ich gesehen habe zeigen auch grau.

    Hallo,


    mittlerweile bin dazu gekommen der Köf Farbe und Beschriftung zu verpassen:

    dsc083140zepf.jpg


    dsc083156ei75.jpg


    dsc08316j0c7a.jpg


    dsc083175odxb.jpg


    dsc083186pcyi.jpg

    Und schon einmal Maß nehmen wie die Wirkung als Ladegut ist und wie man das Ladegut sichert.

    Noch einmal, das soll weiterhin ein Wagen des öffentlichen Verkehrs sein und kein spezieller Dienstgüterwagen.

    Mir ist schon klar, daß die Köf nicht mit ihren Spurkränzen direkt auf den hölzernen Wagenboden gestellt werden kann.


    Aus den USA habe ich mehrere Beispiele wo schmalspuriges D&RGW Rollmateriel auf normalspurige Wagen verladen ist:

    RR-1819
    digital.denverlibrary.org

    RR-1775
    digital.denverlibrary.org

    Hier schön sichtbar:

    Railroad equipment on flat cars
    Among the very many and very varied loads carried on flat cars, we can include railroad equipment, either as wreck damage or equipment move...
    modelingthesp.blogspot.com

    http://www.owensvalleyhistory.com/carson_n_colorado/Martin%20Hansen_slim%20princess%20on%20SP%20%20flatcar_sml.jpg

    Bei der SP und D&RGW hat man eine regelrechte Unterlage aus Balken und Bohlen gebaut. Es gibt auch Fotos wo Schienenprofile auf den Wagenboden genagelt wurden. Aber das war alles nur temporär zur Ladungssicherung und nach Lieferung wurden es wieder entfernt. Es waren auch hier Wagen aus dem regulären Bestand, keien Dienstwagen.

    Ein solches temporäres Konstrukt aus Bohlen und Balken sollte auch in Deutschland möglich sein.

    Bevor ich das angehe möchte ich die Farbgebung des Wagenbodens erledigt haben.

    Hallo,


    vielen Dank für Eure Vorschläge. Ich habe mir noch einmal die Rechnung für die Holzleisten angeschaut, es ist tatsächlich Kirschbaumholz.


    Anstreben würde ich ja eher so einen Farbton:

    Das dürfte bei Kirschholz schwierig werden. Bei Verwitterung neigt das eher dazu nachzudunkeln; also fällt diese Methode schon einmal weg.

    Hallo,


    ergänzend zum Beitrag #9; der 3-D Druck kann hier seine Vorteile ausspielen weil man ziemlich einfach unterschiedliche Rahmenbreiten damit realisieren kann.



    Ich habe dann mit dem Tranportwagen weiter gemacht. Es soll ein abgebordeter Omm32 sein der temporär für dieses Ladegut Köf benutzt wird.

    Eine ausreichende Anzahl Bohlen wurde aus den Leisten grob geschnitten.




    Die wurden dann auf die Grundplatte geklebt.



    Bevor hier Unruhe aufkommt, so habe ich die Bohlen bündig geschnitten.




    Jetzt müsste man das noch irgendwie ausbleichen. Eine Möglichkeit den Wagen 3 Jahre draussen der Witterung aussetzen.

    Die Ladesicherungen für die Köf sollen dagegen aus frisch gesägten hellen Holz sein.

    Hallo Klaus,


    was ich in Beitrag #4 gezeigt habe ist ein H0pur Radsatz. Wie Du selber weißt, ist da irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht was die Radscheibenbreite betrifft.

    Wenn man die Lok aufs Gleis setzt, die angedruckten "Räder" haben kein Lateralspiel.


    https://www.nmra.org/sites/default/files/standards/sandrp/pdf/s-4.1_2006.01.pdf

    Die NMRA gibt hier bei Proto:87.1 ein Toleranzfeld bei den Radsatzaussenmaßen von 18,68 - 19,07mm vor. Da die Hundertstel Stellen nach dem Komma durch Umrechnungen zustande kommen, runde ich sie auf Zehntel: 18,7mm - 19,1mm


    Bezogen auf die gedruckte Köf, hier könnte man eine Hybridbauweise vorsehen bei der die Rahmenbleche aus 0,15mm Neusilberblech (reicht völlig aus) als separate Teile geätzt sind. Damit käme man bei Rahmenaussenmaß von 20,0mm auf eine Innenbreite des Rahmens von 19,7mm.

    Das reicht für H0pur oder Proto:87.1 dicke aus. Auch für Radsätze mit Code 88 Profilen mit 14,8mm Innenmaß und 19,2mm Aussenmaß würde es noch reichen.

    Radsätze mit Rädern nach Code110 Profilen für Normalsterbliche haben bei 14,5mm Innenmaß ein Aussenmaß von 20,1mm. Wenn man hier die geätzten Rahmenbleche jeweils um 0,5mm weiter nach aussen setzen würde, käme man auf ein Innenmaß des Rahmens von 20,7mm. Dann liessen sich auch diese weit verbreiteten Radsätze einsetzen. Die 0,5mm weiter nach aussen würden von den Meisten wahrscheinlich gar nicht bemerkt werden. Also mir würde das keine schlaflosen Nächte bereiten (anderen vielleicht schon). Das ist ein Kompromiß mit dem ich leben könnte.


    Zum Vergleich noch die anderen Köfs. Das Brawa Modell ist noch das der 2. Generation "Made in Germany".

    Und so richtig negativ auffallen tun weder die Brawa noch die Lenz Köf in dieser Hinsicht.

    Hallo,


    nachdem das ja mit einem Antrieb der 3-D gedruckten Köf nichts wird, soll das Modell gefahren werden.

    Dazu brauche ich dann einen Transportwagen. In meinem Deutschbahnbeständen fand sich noch ein Liliput (A) Omm32 den ich dafür herrichten werde.


    Als erstes stand die Frage die Bordwände des Waggons abzusägen, sie waren beim Vorbild ja abnehmbar oder gleich einen neuen Wagenboden zu bauen. Ich habe mich dann für letzteres entschieden.

    Der Liliput (A) Omm 33 ex Linz ist zudem eines der wenigen H0 Wagenmodelle die ab Werk schon mit einer 3-Punktlagerung ausgestattet sind. Die gilt es zu erhalten. Dafür habe ich zwei 0,8mm Bohrungen in den Rahmen gesetzt und mir aus 0,8mm Messingdraht zwei Haltewinkel für die Pendelachslagerung gemacht.



    Als nächstes habe ich dann einen Bodenplatte aus schwarzem 0,5mm Polystyrol aufgeklebt. Im Bereich des Achshalters erhielt sie einen entsprechenden Ausschnitt.



    Der Wagenboden soll aus Holzleisten entstehen.

    Hallo,


    Exkurs, nicht ganz OT:

    dsc08021s8e5s.jpg

    Ausgerechnet DIE Spezialschraube welche hier den Drehzapfen abgibt verkrümelte sich ins Universum der Werkstatt.

    Daher ist es angebracht von Zeit zu Zeit seine Werkstatt auszufegen. Aber bevor man das Kehrblech leichtfertig in die Tonne entleert, sollte man mit Lupe und spitzer Pinzette den Kehricht durchwühlen. Es kommen erstaunliche Dinge zum Vorschein. Längst verloren geglaubte Kleinteile tauchen wieder auf, so auch die Superspezialschraube. Das hat mir dann eine Neuanfertigung erspart und die Werkstatt ist wieder sauber.



    dsc08022r8iiz.jpg

    Wie in einem der vorherigen Beiträge erwähnt, hat man bei den Ajin Antrieben mit geplatzen Kardankugeln zu rechnen. Die Kardankugeln einfach gegen Roco Teile auszutauschen scheidet wegen der unterschiedlichen Durchmesser aus. Roco verwendet 2,0mm Wellen und Ajin solche mit 1,5mm Dmr.

    Der Akt auf der Drehbank dient dem Aufbohren von vorhandenen Messingrohr auf 1,6mm Innendurchmesser.



    dsc08024l1ff4.jpg

    Von den NWSL Gelenkwellensätzen bleiben oft die "Hundeknochen" genannten sehr kurzen Gelenkwellen über. Bei mir haben sie sich zu Dutzenden angesammelt.

    Als Recylingprojekt wird eine der Kugeln abgeschnitten. Die andere behält den kurzen Schaft. Den kann ich jetzt mit Preßsitz in das aufgebohrte Messingrohr stecken. Damit erhalte ich maßgefertigte Gelenkwellen.



    dsc08083gregb.jpg

    Dann habe ich das Fahrwerk der Lok wieder zusammen gebaut. Für die Digitalisierung kommt eine Hardy Spezial Hauptplatine mit 21MTC Schnittstelle zum Einbau.



    dsc08084wffd4.jpg

    Kurz und einfach habe ich die mittels geschäumten Doppelklebeband oben auf dem Motor befestigt. Durch die tiefe Einbaulage des Motors bleibt trotzdem rel. viel Platz unter den Gehäuse.

    Ich habe dann nur die Stromabnahme und den Motor angeschlossen. Ein vorhandener Econami Sounddecoder und ein Handylautsprecher wurden angeschlossen. Der LS ist ein Provisorium, dessen Klang finde ich nicht besonders.

    Die Beleuchtung wird hier aufwendiger sein, nicht nur die Stirnlichter, sondern auch noch Cab Innenbeleuchtung, Numberboard, gelbes Blinklicht und Ditchlights harren des Neubaus. Daher verschiebe ich, Kundenaufträge gehen halt vor.



    Damit komme ich zu einem vorläufigen Zwischenstand dieses Lokmodells.

    Hallo,


    Die weitere Zerlegung stand an. Nach 30 Jahren sollten die Getriebe und das Schmiermittel darin begutachtet werden.





    Ajin hat hier eigene Drehgestellkonstruktionen gemacht.



    Nach dem Abschrauben können die Seitenwangen abgenommen werden. Die Seitenwangen sind keine Blenden, sondern wie beim Vorbild tatsächlich Teil des Drehgestellrahmens. Die Achslager sind separate Teile und einzeln gefedert. Diese Primärfederung arbeitet auch am Modell richtig und verhilft der Lok so zu einer Allradauflage.



    Übrig bleiben die Achsgetriebe die auf der Radsatzwelle reiten.




    Und genau hier will ich hin um den Zustand von Zahnrädern und Schmiermittel zu begutachten.



    Das ist das Getriebe eines Drehgestells. Die Endantriebe zu den Radsatzwellen sind Schraubenräder mit einem Überstzungsverhältnis von 1:1. Die gesamte Übersetzung spielt sich daher in diesen Vorgelegen ab.

    Verharzt war hier nichts, das Fett sieht aus wie das Molykote Fett was ich auch verwende.

    Hallo,



    Ajin baut etwas andere Antriebe. Es gibt hier eine Nachbildung der elektrischen Fahrmotoren.



    So sieht es nach Abnahme des Gehäuses aus.



    Es ist ein Bühler Motor eingebaut aus der Zeit als "Made in Germany" noch ein Qualitätsmerkmal war.



    Das Modell hat Mikroglühbirnchen als Leuchtmittel. In den schwarzen Schrumpfschlauch steckt vermutlich ein Spannungskonstanthalter für die 1,5V Birnchen.


    Nein die Lüfter sind zwar nachgebildet, aber nicht drehbar.



    Das Gehäuse liess sich weiter demontieren.



    Zum Vorschein kam ein komplett eingerichtes Cab. Leider alles schwarz gehalten und dadurch nicht richtig sichtbar. Das werde ich noch farblich aufwerten und eine Beleuchtung einbauen damit es sichtbar bleibt.




    Die Nase erwies sich dann als separates Bauteil und wurde abgeschraubt.



    Das Cab war ebenfalls ein separates Bauteil.



    Hier sieht man dann den Belag aus Nikotin und Feinstaub.


    In dem Zusand des Gehäuses habe ich einen Reinigungsversuch gemacht.

    In eine flache Schale wurde warmes Wasser und Essigreiniger gegeben. Da ich nicht sicher war ob die Decals mit einem Lackfilm nach deren Aufbringen geschützt waren oder nicht, wurden die Teile nur kurz eingetaucht. Die eigentliche Reinigungsarbeit wurde vorsichtig mit einem einfachen kleinen Malerpinsel durchgeführt. Als sehr hartnäckig erwies sich der Belag auf den Umläufen mit seiner Riffelblechnachbildung. Die Glanzlackierung der Aufbauten waren naturgemäß einfacher zu säubern.

    Die Teile wurden danach unter klaren Wasser abgespült und abgetrocknet. Es hat sich kein Decal gelöst, aber das Wasser- Reinigergemisch in der Schale war danach dunkelbraun.


    Mit den sauberen Teilen kann man jetzt arbeiten.

    Hallo,


    Zufallsfund in der bösen Bucht:


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    Das ist ein Messing Handarbeitsmodell von OMI, gefertigt von Ajin in Korea. 1993 hat man von diesem Modell mehrere Serien mit unterschiedlichen Betriebsnummern gefertigt. Die genaue Stückzahl ist nicht bekannt. Selbst Angaben im Brass Guide sind sehr verworren und unübersichtlich. Die Modelle unterscheiden sich nur durch die per Decal aufgebrachten Loknummern.

    Mein Modell kam mit einem roten Aufkleber: Custom Painted OMI. Was bedeutet, daß die Lackierarbeiten entweder von Hersteller Ajin oder Importeur OMI ausser Haus vergeben wurden. Der Brass Guide spricht hier von einer Auflage von 30 Stück in dem Loknummernkreis von 3669 bis 3682. Es könnte sein, daß es von diesem Modell mit der Loknummer 3673 nur 2 Stück gibt.

    Der Preis den ich für dieses Modell bezahlt habe entspricht demjenigen den man Heute für ein Großserienmodell einer Diesellok ausgeben muß.


    Als das Postpaket aus der fernen Hansestadt bei mir ankam müffelte es schon komisch. Beim Auspacken intensivierte sich der Geruch. Und als ich die Die Schachtel der Lok öffnete schlug mir ein Gestank wie von 20 nicht geleerten Aschenbechern entgegen. Für einen Nichtraucher ist das ekelhaft. Also Lokmodell heraus, Deckel sofort wieder zu und die leere Schachtel auf den Dachboden verbannt.

    Der auf den Fotos zu sehende Belag auf dem Modell ist also Nikotin. Das Modell selber verliert den Geruch recht schnell, aber der giftige Nikotinbelag bleibt. Jedesmal sich nach dem Anfassen des Modells den Hände zu waschen war auch keine Lösung.

    Unlackierte Messingmodelle mit Nikotinbelag habe ich in die Spülmaschine gesteckt und einen Sonderspülgang gefahren. Das habe ich mir hier bei diesem lackierten Modell mit seiner Beschriftung aus Decals nicht getraut. Das Modell war ja abgesehen von dem Belag einwandfrei.

    Also im www schlau gemacht. Empfohlen wurde dort u.a. eine Mischung aus Essig und Wasser. Hallo, Moment mal, das hast du doch schon fertig im Haus. Frosch Essigreiniger war dann die Lösung.

    Hallo Jürgen,


    den Träger lasse ich erst einmal so. Aber der Wagen ist noch viel zu sauber und ausserdem nagt der Rost daran.




    Manchmal ergeben sich Umbauten einfach auf Grund der vorhandenen Teile. So hat der Brekina Peterbilt 281einen Sleeper bekommen der von Herpa stammt. Kleine Änderungen, geringer Aufwand und man hat ein anderes Modell.








    Der nächste Gemüselaster nähert sich auch seiner Vollendung.

    Basis ist ein Modell von Trident nach dem Vorbild des Chevrolet C/K der von 1973 bis 1991 gebaut wurde. Umgangssprachlich hat sich dafür der Begriff "Square Body" wegen des kantigen Aussehens eingebürgert. Die meisten wurden als Pick Ups gefertigt, dieses Modellhier gab es nur als Fahrgestell mit Fahrerhaus. Dieser Big 10 genannte Leicht LKW mit Zwillingsreifen hinten war für 1-ton Nutzlast ausgelegt.

    Die Räder sind von Brekina und die Figuren als auch die Gemüsekörbe von Preiser.




    Zum Schluß ein weiterer Peterbilt 281 an dem kleinere Änderungen vorgenommen wurden.

    Hallo,


    Vor einiger Zeit hatte ich mir diesen Lieferwagen von Woodlands gekauft:

    Von der Seite sieht er ganz manierlich aus. Aus Gründen des US-Copyrights vermeidet Woodlands Markenembleme und konkrete Nachbildungen von Automodellen. Die Modelle werden etwas stilisiert ausgeführt und in Details so abgeändert, daß die US Abmahnanwälte leer ausgehen. So auch bei diesem Modell das irgendwie entfernt einem Chevrolet oder Dodge Van aus den 1970/80er Jahren erinnert.




    Aber sie haben das Teil extrabreit gemacht und nicht nur um 1/10tel mm.


    Was tun mit diesem Breitmaulvan? Er ist definitiv um 4mm zu breit. 'y#



    *glu3* o.k. erst einmal der Griff zur Puksäge:

    Einmal.



    Und noch einmal. So wurde ein 4mm briter Streifen längs heraus getrennt.




    Die gekrümmte Windschutzscheibe liess sich nicht verschmälern, zu spröde das Material. Es musste eine neue aus Plattenmaterial angefertigt werden. Die Trennnaht auf der Motorhaube ist zwar deutlich sichtbar, im Moment stört mich das nicht.



    Hinten gibt es jetzt eine durchgehende Scheibe.

    So ist jetzt etwas Brauchbares daraus gemacht worden.

    Hallo,


    als Ergänzung dazu:

    Heute brachte die Post mehrere Dutzend Preiserfiguren. Eine davon fand den Weg auf den Sitz des Hyster Staplers.



    Dann konnte ich noch weitere Modellautos mit Figuren ausstatten:

    Die Situation nach Abheben der Karosserie. Es ist ein Coupe. Die vordere Sitzbank ist viel zu weit vorne und ausserdem durch den doppelten Fahrzeugboden zu hoch. So bekommt man keine Figur in das Auto eingesetzt.




    Als erstes wurde die vordere Sitzbank herausgepokelt.



    Der Boden der Inneneinrichtung wurde entfernt und das Armaturenbrett auf der Beifahrerseite ausgehöhlt. Bei den Figuren musste der größte Teil der Hintern entfernt werden. Es bleibt praktisch unterhalb der Gürtellinie fast nichts übrig. Die fehlenden Beine des Fahrers werden durch das Lenkrad verdeckt. Bei der Beifahrerin ist der Rock nur noch eine hauchdünne Platte von etwa 0,5mm Stärke. Trotzdem geht die Karosserie so gerade eben wieder auf das Fahrgestell.




    Das ist dann am fertigen Modell zu sehen.




    Auch diese Handwerkerfigur musste kräftig Material lassen.




    Chevrolet Limousinen von Brekina und Rapido. Einmal mit Business Man mit Schlips und Kragen und Autotelefon am Ohr.

    Einmal 2 Vorstadtweiber mit Langeweile.



    Ford Station Wagon.



    Und der Big Boss im Cadillac mit Chaffeur.

    Hallo,


    das Problem und die Diskussionen darüber sind ja nicht neu.

    1990 erschien die erste Ausgabe der NMRA RP-11 bezüglich Mindest-Kurvenradien in Abhängigkeit von den eingesetzten Fahrzeugen empfiehlt: https://www.nmra.org/sites/def…/pdf/rp-11_2018.03.03.pdf

    Bezüglich Profilfreiheit hat man hier ein praktisches Werkzeug geschaffen:

    NMRA Curved Track Center and Obstacle Clearance Assistant

    Die Gebrauchsanleitung dafür: https://www.nmra.org/sites/def…e_assistant_july_2017.pdf

    Was anders ist:

    - Es gibt keine Seitenpuffer.

    - Man ist nicht am Küchentisch stehen geblieben.

    - "Lange Fahrzeugen benötigen große Radien." Das ist allgemein akzeptiert und verinnerlicht.


    Die gleichen Probleme gibt es auch bei Europäischen Fahrzeugen mit Seitenpuffern.

    Die Seitenpuffer verschärfen das Problem, es gibt jedoch noch andere Faktoren:

    - Man ist sozusagen gedanklich noch am Küchentisch sitzen geblieben.

    - Die immer wieder neu angefachte Suche nach dem absolut befahrbaren Mindestradius zeigt das.

    - Statt: "Lange Fahrzeugen benötigen große Radien."

    - Heißt es hier: "Alles MUSS durch den Schweineradius auf dem Küchentisch."


    Für Nicht-Akademiker gibt es immer noch die altbewährte praktische Bleistiftlösung:

    - Man legt die angepeilte Kurve provisorisch auf eine Platte (Papierbelag?) aus die man beschmieren darf.

    - Bei langen Wagen, wie z.B. 4-achsige Fensterwagen mit ebenfalls großen Drehzapfenabstand sind 2 Meßpunkte sinnvoll.

    - Einmal in der Mitte des Wagenkastens auf der kurveninneren Seite.

    - Dann auf der kurvenäusseren Seite an der Ecke des Wagenkastens.

    - Bleistift hier senkrecht anlegen, Wagen schieben und damit einen Strich auf der Platte ziehen.

    - Hinweis für Mathematiker: Die 1/2 Dicke des Bleistifts stellt eine Sicherheitsmarge dar.


    Zur praktischen Minimalradiusbestimmung:

    - Kuppelt man 2 Fahrezugen mit den vorgesehenen Kupplungen auf einem Stück losen Flexgleis aneinander.

    - Dann krümmt man das Flexgleis so lange bis Kupplungen und Seitenpuffer am Ende ihres Bewegungsspielraums sind.

    - Bei Federpuffern und gefederten Kupplungen kann man noch etwas am Minimalradius verkleinern.

    - Der minimal befahrbare Radius ist jetzt praktisch ermittelt worden.

    - Flexgleis jetzt provisorisch fixieren.


    Gegenbogen und Zwischengrade:

    - Bei gegebenen Radius legt man 2 Gleisabschnitte Flexgleis mit den o.a. Minimalradius im Gegenbogen aneinander.

    - Man legt sich kurze gerade Gleisstücke verschiedener Länge bereit.

    - Dann schiebt man die gekuppelten Wagen durch den Gegenbogen.

    - Man fügt so lange gerade Gleistücke zwischen den beiden gegenläufigen Bogen ein bis sich die gekuppelten Wagen ohne Verspannungen und/oder Entgleisungen bewegen lassen.

    - Die so ermittelte Länge der Zwischengrade sollte man mit dem Zollstock ausmessen und noch etwas Lose dazu geben.


    Übergangsbogen:

    - Ergeben sich von ganz alleine sofern man sich darauf einlässt.

    - Einfach mal mit dem eigenen Auge peilen was schön und flüssig aussieht.

    - Dabei immer daran denken; aus welcher Perspektive betrachte ich auf der fertigen Anlage meine Züge?

    Hallo,


    @ Wolfgang,

    Die Felgen kannst Du auch Wehrmachtsgrau lassen wie sie sind. Bei den gebraucht übernommenen Anhängern hat man sich nicht großartig um farbliche Anpassungen oder gar Farbharmonie zum Schlepper gekümmert.

    Heiß begehrt waren bei den Bauern übrigens in der unmittelbaren Nachkriegszeit Deutsche Panzerwracks; genauer deren Laufrollen. Diese großen Laufrollen hatten eine Elastiklauffläche, vulgo Vollgummireifen. Und genau diese Laufrollen fanden ihren Weg unter die landwirtschaftlichen Wagen und ersetzten dort die traditionellen Holzspeichenräder. So eine Art Schwerter zu Pflugschare.

    Dann gab es manchmal auch Anhänger mit komischen oder merkwürdigen Untergestellen, Achsschenkellenkung oder sogar 4-Radlenkung. Diese stammten auch aus Wehrmachtsbeständen und hatten vorher militärische Sonderaufbauten. Diese wurden entfernt und durch vom Stellmacher angefertigte Pritschen mit Bordwänden ersetzt.



    Alle:

    Das Ende vom Lanz Bulldog oder warum auch Heute noch in Mannheim Schlepper gebaut werden.

    In den 1950er Jahren strebte man eine Vollmotorisierung der Landwirtschaft in Deutschland an und wollte die Versäumnisse der 1930er Jahre nachholen. Ende der 1930er Jahre gab es zwar Bemühungen der Industrie wie beispielsweise 11PS Deutz Bauernschlepper, 15PS Lanz Bauernbulldog und den von Porsche angedachten Volksschlepper. Aber die waren nur in sozusagen homöopathischen Stückzahlen vorhanden. Und durch den unseeligen Krieg ...


    In Stichworten, die Situation für die Heinrich Lanz AG in den 1950er Jahren stellte sich so dar:

    - Die Hauptabsatzgebiete für die großen schweren Bulldogs lagen im Osten.

    - Durch den eisenen Vorhang fielen sie weg.

    - Lanz Bulldogs wurden hauptsächlich von Leuten gekauft die sie nicht selber fahren mussten wie Gutsverwaltern, Gutsherren, Großbauern mit Knechten.

    - In Westdeutschland, das Gebiet der alten BRD ist gemeint, war der überwiegende Teil der Landwirtschaft kleinparzellig, d.h. nur rel. kleine Höfe.

    - Hier waren Schlepper mit max. 25PS gefragt.

    - Von den traditionellen Großbulldogs 35PS und mehr waren nur kleine Stückzahlen absetzbar.

    - Man versäumte es eine Nachfolgegeneration auf dem neuesten technischen Stand zu entwickeln.

    - Statt dessen hielt man zäh an dem jetzt überholten Motorkonzept des liegenden Einzylinders fest.

    - Nur ein halbherziges herumwerkeln wie Halbdiesel oder letzendlich Volldiesel.

    - Immer mehr potentielle Kunden konnten damit nicht zum Kauf überzeugt werden; die Schlepper der Mitbewerber waren einfacher zu bedienen und boten mehr Bedienungskomfort.

    - An Innovationskraft hat es bei Lanz nicht gemangelt, der 1951 vorgestellte Geräteträger Alldog war ein cleveres und fortschrittliches Konzept.

    - Der nicht ausgereifte Motor des Alldogs war die Schwachstelle und brachte diesem den Spitznamen Knalldog ein.

    - Hier versuchte man aus einem von den Triumph Werken Nürnberg bezogenen 500cm³ 2-Takt Motorrad Ottomotor einen Dieselmotor zu machen.

    - Der Motor war zu schwach für diese Zwecke und führte zum Versagen des Geräteträgers.

    - Später gefertigten Geräteträger erhielten ab 1956 einen von der nebenan gelegenen MWM bezogenen 2-Zyl. 4-Takt Dieselmotor mit 1250cm³ Hubraum.

    - Der Schaden war aber schon angerichtet.

    - So steuerte Lanz mitten in der boomenden Wirtschaftwunderzeit auf die Insolvenz zu. Das soll erst mal einer nachmachen.

    - Der eigentliche Eigentümer von Lanz war die Süddeutsche Bank.

    - Nur weil John Deere die Aktienmehrheit aufgekauft hat wurde die Pleite abgewendet.


    Zum besseren Verständnis ein Exkurs zu John Deere USA.

    - Der 1843 Landmaschinenhersteller war ein Vollsortimenter und bot vom Pflug bis zum kompletten Schlepper alles an.

    - Als Motorenkonzept bildete sich in den 1920er Jahren der quer eingebaute liegende 2-Zylinder 2-Taktmotor. Man konnte ihn je nach bestellter Ausführung mit Benzin, Kerosin, Traktorentreibstoff (Petroleummischung), LPG (Flüssiggas) und letztlich auch Diesel betreiben.

    - Auf Grund des charakteristischen Laufgeräuschs bekam der den Spitznamen Johnny Popper.

    - Aber auch die Zeit für Johnny Popper war in den 1950er Jahren abgelaufen.

    - Im Gegensatz zu Lanz ging die Entwicklungsabteilung von John Deere schon rechtzeitig in Klausur und entwickelte im Geheimen in aller Ruhe eine völlig neue Generation von Traktoren welche nichts mehr mit der bisherigen gemeinsam hatte.

    - Stehende, längs eingebaute 4- und 6-Zylinder 4-Takt Dieselmotoren mitsamt neuen Getrieben waren das Ergebnis.

    - Da die Entwickler genügend Zeit hatten, kam ein ausgereiftes Produkt auf den Markt.

    - John Deere expandierte in der 2. Hälfte der 1950er Jahre weltweit.

    - In Argentinien und Frankreich wurden dazu neue Montagewerke errichtet.

    - An der schwächelnden Heinrich Lanz AG waren für John Deere vor allem die Fabrik in Mannheim mitsamt seiner Gießerei und das etablierte Händlernetz interessant.

    - So kaufte John Deere 1956 die Aktienmehrheit an Lanz von der Süddeutschen Bank. Die Bankster haben wohl den Absturz der Aktienwerte erahnt.


    Eine Zeit lang wurden noch die bisherigen Lanz Typen in Mannheim unter der Markenbezeichung "John Deere Lanz" weiter gebaut, ebenso die die bisherigen John Deere Typen in den USA.

    Die Bombe liess John Deere 1960 platzen als man weltweit Händler in die USA nach Dallas/TX einfliegen liess (ja genau das Dallas).

    Dort wurde die neue Generation Traktoren offiziell vorgestellt.

    Für Deutschland und Europa waren die Typen 300 mit 28PS und 500 mit 36PS vorgesehen. Diese wurden in Mannheim gebaut.

    Das war natürlich ein gewaltiger Innovationssprung gegenüber dem alten Bulldog:

    - 4-Zylinder 4-Takt Dieselmotor in Gummi gelagert und mit der dementsprechenden Laufruhe

    - Starten vom Fahrersitz aus; Schlüssel einstecken, anlassen und losfahren.

    - Gepolsterter Komfortsitz, keine Standard "Bratpfanne" wie bei de Bulldogs.

    - Regelhydraulik mit international genormter 3-Punktaufhängung (Lanz hatte vorher eine Werksnorm 4-Punktaufhängung)

    - Später kam noch der Typ 700 mit 50PS hinzu der komplett aus den USA importiert und im Werk Mannheim für die Deutsche Straßenzulassung umgerüstet wurde.


    Wer wollte jetzt noch die polternden Einzylinder kaufen?

    So kam es. daß in den 1960er Jahren die Lanz Glühköpfe und Halbdiesel zu -zig Tausenden bei den Landmaschinenhändlern und den Bauern herum standen weil niemand sie mehr haben wollte. Selbst die Schrotthändler lehnten sie ab wegen der schlechten Qualität der Gußteile. Die in Polen unter sozialistischen Bedingungen gefertigten Ursus C-45 Bulldogs haben eine bessere Gußqualität als original Lanz Mannheim.


    Als Dioramenvorschlag für die späte Epoche 3 und die Epoche 4:

    Lanz Glühkopf oder Halbdiesel verostet hinter der Scheune abstellen. Ein Zinkeimer über den Auspuff gestülpt und halb von Brombeeren überwuchert.

    So überdauerten sie die Zeit als in Deutschland noch alles weg geworfen und verschrottet wurde was alt und nicht mehr nützlich war. Autos, LKWs, Dampflokomotiven etc. was heute noch vorhanden ist hat mehr oder minder durch Zufall überlebt.

    Erst gegen Ende der 1970er Jahre besann man sich, daß alte Gegenstände und Maschinen ihren eigenen Charme haben. So wurden die vorher ungeliebten Bulldogs zu begehrten Sammlerobjekten.


    Ich hoffe ich konnte das Thema Lanz Bulldog im historischen Kontext darstellen.