Beiträge von Eberhard

    Hallo Martin,


    ab 1960 wurden Wagendächer bei der DB in einem satten Grauton, der auch für Triebwagen- und E-Lokschürzen genutzt wurde, lackiert. Dem geht natürlich immer eine Testphasevoraus. Warum also sollten nicht die Dächer der Wagen Deines Wendezuges zu Testzwecken genutzt worden sein; kann man ihn doch als eine Art Sonderfahrzeug betrachten.


    Mein bescheidener Vorschlag also: RAL 7022 Umbragrau



    Mit Gruß - E.

    "MERAPI" wird 90 - Dampfspektakel in der Berliner Wuhlheide (Fortsetzung und Schluß des Bildberichtes)


    Hallo Freunde,


    Zum Ende dieses Bildberichtes noch einige Fotos die mir auch gut gefallen und einen schönen Abschluß bilden.



    Morgenstimmung im BW-Gelände. Eine halbe Stunde später sah es hier ganz anders aus.



    Lok 44 (KLAUS) rangiert.




    Hochmotorisierter Feldbahnwagen



    99 1138 wird noch angeheizt.



    Im herrlichen Bw-Biotop steht dieser Schlepptender ohne Radsätze.



    Parade aller sechs Lokomotiven. Als ich meinen Fotostandort noch nicht erreicht hatte gab es ein kurzes Läutezeichen und alle Loks Pfiffen gleichzeitig einige Sekunden lang. Es war ein großartiges Bild, das leider zu Ende war als ich meine Kamera endlich schußbereit hatte (Grrrrr). Über jeder Lok stand eine etwa 5 m hohe Dampfsäule - ein herrlicher Anblick! Die Kinder machten große Augen und hielten sich die Ohren zu, die Frauen verzerrten ihre Gesichter und hielten sich die Ohren zu, die Männer aber hatten ein seliges Lächeln im Gesicht und leuchtende Augen.



    Für ein Gruppenfoto stellten sich alle am Betrieb beteiligten Parkeisenbahner für die Besucher auf.


    Resümee:
    Es war eine großartige Veranstaltung, die bei allen Besuchern ganz sicher sehr gut angekommen ist. Den Initiatoren und allen die sich für eine sichere Durchführung in Zeug legten sei von dieser Stelle aus Anerkennung und Dank gesagt.


    Mit Gruß aus Köpenick,
    Eberhard

    Ist diese Lok eine Lokomotive , die ständig auf der BPE zu finden ist- oder war es "nur" für die Geburtstagsparty.


    Hallo Christian,


    wenn sich Deine Frage auf die MERAPI bezieht kann ich nur sagen, daß sie schon in meinem früheren Beitrag zur Parkbahn Erwähnung findet. Damals wurden die Radsätze bearbeitet. Angeschrieben steht als Heimat-Bw Mühlenstroth.


    Spannend finde ich auch die kleine "FEBA"- die ja wohl etwas moderner zu sein scheint.


    Zur FEBA gibt es eine Webseite auf der man Näheres erfahren kann. Daß sie diese Patentsteuerung hat ist mir garnicht aufgefallen. Von einer Garrattlok bei der Parkbahn höre ich auch zum ersten Mal. Da werde ich mich heute noch schlau machen.


    Schade, daß man seinerzeit die schönen Pullmann-Wagen der MPSB, bis auf den in Friedland erhaltenen, zerstört hat.


    Wem sagst Du das. Der Knochenkopp verhinderte auch daß die "44" unserer AG auf der Pioniereisenbahn fuhr. Er hätte die modernste Pioniereisenbahn in der DDR, tönte er. Gleich am Tag nachdem er weg war wurde die Lok angeheizt und einige Runden gefahren.


    Tauschgeschäfte zwischen den Museumsbahnen gab und gibt es zum gegenseitigen Vorteil. Genaueres müßte ich erst erfragen. Auf dem Bw-Hof stehen unter Schutzplanen versteckt aber noch manche Schätzchen und harren der Aufarbeitung.


    Die Veranstaltung war wirklich eine großartige und ich bedaure Jeden der nicht dabei sein konnte oder durfte. Einen lobenden Eintrag ins Gästbuch der Parkbahn mache ich auf jeden Fall.


    Mit Gruß aus Köpenick,
    Eberhard

    Hallo Jörg,


    freut mich daß Dir die Bilder gefallen. Gerne hätte ich ein Video angeboten, aber dazu fehlte mir die Technik und vor allem das Können. Zu deiner Frage:
    Die bunt angestrichenen Blechschüsseln mit den S-Bahntüren sind alles was von den Pullmannwagen der MPSB übrig geblieben ist. Und auf diesen brachialen Umbau war der Pflaumenaugust, der damals die Pioniereisenbahn leitete, auch noch stolz. Es gibt aber noch einige "modernisierte" ehemalige Fakultativwagen der MPSB die, bis auf nicht ganz so drastische Veränderungen, noch ihr altes Flair behalten haben. Hinter der PX 38 ist einer von ihnen zu sehen. Der kombinierte Personen-Packwagen der MPSB ist original wieder aufgebaut worden und ein wahres Schmuckstück. Er ist in meinem letzten Bericht über die Parkbahn zu sehen. Reichen diese Informationen aus?


    Mit Gruß - Eberhard

    "MERAPI" wird 90 - Dampfspektakel in der Berliner Wuhlheide (Fortsetzung des Bildberichtes)


    Hallo Freunde,


    Heute zeige ich Euch Bilder von zwei Dampfloks und einigen Wagen der Parkeisenbahn. Den Auftakt machen die Fotos von einer Heeresfeldbahnlok, die ich zum ersten Mal im Einsatz erleben durfte. Dieser Loktyp ist sicher allen von der WEM bekannt und durch die Kriege noch heute in vielen Ländern zu finden.



    Friedliche Koexistenz





    Für die Kinder zum Mitfahren war eine Dampflok der Marke FEBA auf den Gleisen des Bw unterwegs. Das war bei den Kleinen, aber auch bei den großen, der Renner.



    David trifft Goliath




    Die Lok hat schon soviel Druck, daß sie eine kleine Probefahrt machen kann



    Dieses Bild mag ich wegen der Lichtstimmung besonders gerne



    Und Rrückfahrt zum Aufstellplatz


    Die Wagen der Parkeisenbahn stammen größtenteils von der MPSB, wenige von anderen stillgelegten Schmalspurbahnen bzw. wurden im Tausch erworben.



    Dieser kleine Zweiachser stammt von der ex MPSB. Die mächtigen Profile an den Stirnseiten dienten der Aufnahme eines Schneepfluges. Für den Einsatz im Winter wurde der Wagen zur Gewichtserhöhung mit Feldsteinen beladen.



    GGw 97-76-09 von der Reststrecke der ex RSN als halboffener Personenwagen der Parkbahn



    Mit diesem Kesselwagen, der auch mit einer Motorpumpe ausgerüstet is, wurden die Gleise auf denen eine lok gestanden hatte besprüht. Wegen der anhaltenden Trockenheit ist die Waldbrandgefahr sehr, sehr hoch!



    Die Kupplung mit der Ns 4 Nr. 199 103 der Parkbahn



    Die andere Kuppelseite mit einer pfiffig modifizierten Balancierkupplung



    Das war ein Heeresfeldbahnwagen der Einheitsbauart, der 97-71-54 der DR vom Netz Dahme. Er wird ebenfalls zu einem halboffenen Sommerwagen umgebaut.


    Fortsetzung mit Nachlese folgt!


    Mit Gruß aus Köpenick,
    Eberhard :verrueckt:

    "MERAPI" wird 90 - Dampfspektakel in der Berliner Wuhlheide (Fortsetzung des Bildberichtes)

    Hallo Freunde,


    in diese Folge habe ich Bilder von den beiden anwesenden Trümmerloks eingestellt. Soweit ich es für angebracht hielt habe ich auch hier einige Bildunterschriften dazu gesetzt. Vorgestellt werden die Lok 44 und eine Henschellok.


    Auf dem allerersten Bild dieses Beitrages war sie schon zu sehen, die Trümmerlok aus dem VEB Lokomotivbau „Karl Marx“ in Potsdam-Babelsberg. Sie wurde auf Initiative der AG „Verkehrsgeschichte“ 1/11 des DMV der DDR, vor allem aber durch das Engagement von AG-Mitglied Klaus Kieper, vor dem Verschrotten gerettet und damit der Nachwelt erhalten. Klaus Kieper zu Ehren wurde die Lok auf den Namen „Klaus“ getauft und ihm dadurch ein ehrendes Dankeschön gesagt. Das finde ich großartig!



    Die Lok 44 auf dem Hof des Bw kurz vor ihrer Ausfahrt



    Auf dem Weg zum Wasserkran



    Die Seitenwandbeschriftung



    Blick ins Führerhaus



    Und weiter geht`s Richtung Aufstellgleis


    Dummerweise hatten die Veranstalter nicht daran gedacht ein kleines Flugblättchen mit Informationen zu den beteiligten Loks aufzulegen. So kann ich also zu der B-Lok von Henschel nichts schreiben. Was mir auffiel war ihr Auspuffgeräusch, daß so auffällig anders klang. Ob det wichtich is? ?(



    Das ist die Lok von der ich also nichts weiß.




    Was die Lok hier auf dem "Tieflader" bringt ist ein Sack Futter für die Loks, Steinkohle. Der junge Mann mit dem Zettel und der Warnweste ist der neue Leiter der Parkeisenbahn.



    Nach der Lieferung holte sie einen Zug Trümmerloren und wartete am Bahnsteig auf die Ausfahrt.



    Die giftgrüne Lackierung, die in keiner Weise vorbildgerecht ist, paßte zu dem Lorenzug in keiner Weise. Der Farbton ist genau so falsch wie der der Lok 44. Die Führerhäuser wurden in den Nachkreigsjahren mit den bei der "Großen Bahn" vorhandenen Farben lackiert: Flaschengrün, Rotbraun oder Tiefschwarz. Etwas merkwürdig fand ich auch die mit Alubronze gestrichenen Steuerungsteile der Henschellok.


    Mit Gruß aus Köpenick,
    Eberhard


    Nachschuß:



    Fabrikschild der Henschellok, also doch eine Trümmerlok in Standardausführung

    "MERAPI" wird 90 - Dampfspektakel in der Berliner Wuhlheide (Fortsetzung des Bildberichtes)


    Hallo Freunde,


    in den nächsten Folgen habe ich Bilder zu den einzelnen am Dampfspektakel beteiligten Lokomotiven zusammengestellt. Soweit ich es für angebracht hielt habe ich auch einige Bildunterschriften dazu gesetzt. Bitte daraufhin nicht wieder eine forumsinterne Diskussion beginnen. Wer unbedingt etwas von sich geben möchte tue das bitte per PN an mich!


    Auf der anderen Seite des Lokschuppens, auch gleich „umme Ecke“, stand die polnische Gastlok PX 38 805 aus Znin.



    Mit ihrem Schlepptender wirkt die Lok recht groß. Ungewohnt die Bemalung aller möglicher Teile mit roter oder weißer Farbe.



    Letzte Handgriffe vor der ersten Zugleistung



    Ebenfalls ungewohnt die "Glotzaugen", die ja für die polnischen Loks typisch sind




    PX 38 beim Wassernehmen. Beide Bilder finde ich so schön, daß ich mich zwischen ihnen nicht entscheiden konnte



    Da braucht`s keine Worte



    Nach dem Wassernehmen hatte sich PX 38 vor ihren Wagenzug gesetzt...



    ...und zog ihn an den Bahnsteig



    Mit herrlicher Geräuschentwicklung entschwindet PX 38 in Richtung Hauptbahnhof


    Mit Gruß aus Köpenick,
    Eberhard


    Fortsetzung folgt!

    Hallo Freunde,


    heute war es also so weit, das zweitägige Dampfspektakel zum Geburtstag der Lok MIRAPI begann punkt 10.00 Uhr am Vormittag mit einem langen Pfiff der Jubilarin, der von allen anderen Loks gebührend und lange beantwortet wurde. Über fehlenden Gestank und Gedöns konnte man sich von da an nicht mehr beklagen. Alle sechs unter Dampf stehenden Loks zogen im Wechsel die Personenzüge. Für Fotomotive war bestens gesorgt. Auch Bekannte habe ich getroffen, wie z.B. Klaus Kieper, Klaus Jünemann und Wolf-Dietger Machel, aber leider keinen aus unserem Forum. Doch morgen ist auch noch ein Tag.


    Die Bilder, die ich in den Folgen zeige können natürlich nur ansatzweise die tolle Atmosphäre vermitteln, die im Bw Eichgestell herrschte. Die nachstehenden Fotos zeigen die MERAPI zum Anfang der Veranstaltung.



    Ein Blick durch das offene Tor auf den Hof des Bw Eichgestell



    Die Jubilarin wird noch von der Stammlok der Parkbahn verdeckt



    Kühn den Hof betreten und da steht die Jubilarin zwischen der "44" und der Brigadelok 99 1138



    Nachdem die "44" ausgefahren war kann die MERAPI in ihrer Gänze betrachtet und fotografiert werden



    Die Frontansicht der Jubiläumslok mit einer goldenen 90 geschmückt



    MERAPI auf dem Weg zum Wassernehmen



    Die Lok nimmt Wasser. Dahinter die polnische Schlepptenderlok GX 38. Der Herr mit dem Rucksack ist übrigens Klaus Kieper



    MERAPI wartet auf die Abfahrt



    Der Auftrag ist erteilt und MERAPI legt sich Zischend und dampfend ins Zeug


    Das waren die heutigen Bilder von der Lok "MERAPI". Wenn Interesse an Fotos der anderen Lokomotiven besteht teilt mir das bitte mit, denn die Resonanz auf meinen ankündenden Beitrag war mehr als spärlich.


    Mit Gruß aus Köpenick


    Eberhard


    Meine nostalgische Pappfahrkarte

    Hallo Freunde,


    auf der Seite 5 der aktuellen Ausgabe unseres Lokalblättchens "Berliner Woche" fand ich einen Artikel über ein Dampfspektakel, das zu Ehren des 90. Geburtstages der Dampflok "MERAPI" an diesem Wochenende bei der Parkbahn im FEZ stattfinden wird. Den Artikel habe ich für alle Interessenten als PDF angehängt. Ich werde mir das nicht entgehen lassen, liegt doch das FEZ gleich bei mir "umme Ecke". Es würde mich sehr freuen jemand Bekanntes dort zu treffen. Wenn Petrus mitspielt gibt es einen Bildbericht hier im Forum.


    Mit Gruß aus Köpenick


    Eberhard

    Dateien

    • Merapi.pdf

      (651,23 kB, 290 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    jede Herstellungsmethode, ob CNC-Lasern, -Fräsen, Ätzen ......... hat seine Vor- und Nachteile.


    Hallo,
    da stimme ich voll zu, denn bei der Einbeziehung aller Techniken für ein Projekt kann man sicher recht gute und preiswerte Modelle erstellen, ohne sich mit 3D-CAD quälen zu müssen. CNC-Fräsen und -Lasern ist bei meinen Oberlichtern angesagt. Ein bißchen Handarbeit ist natürlich auch noch dabei :D .


    Mit Gruß
    Eberhard

    Richtig oder gar nicht?


    Hallo Freunde, hallo Christian,


    wie im Internen angekündigt einige Bilder von dem restaurierten Triebwagen No. 2082 der „GROSSEN BERLINER STRASSENBAHN“ (GBS), Typ „Neu Berolina“. Bei diesem Fahrzeug habe ich bei der Lackierung und Dekoration maßgeblich mitgewirkt.


    Es gab zu der Farbgebung keine schriftlichen Unterlagen, sondern nur mündliche Aussagen. Die dekorativen Elemente und die Schrifttype konnten anhand von s/w-Fotos , die oft Repros vom Repro vom Repro waren, rekonstruiert werden. Dabei half mir ein befreundeter Fotograf.


    Der Gelbton des Anstriches wurde aus Gelb und Weiß angemischt. Heute weiß ich daß es RAL 1002 Sandgelb hätte sein müssen. Dunkelgrün gab es wegen der Umstellung auf Erdgas nicht mehr. Aus den Filterrückständen der Stadtgasproduktion entstand unter Verwendung von Gelbem Blutlaugensalz das sogenannte Miloriblau. Pigment für die Herstellung grüner Farben. Also selber mischen aus Schwarz, Blau und Gelb. Einen ganzen Sonntagnachmittag war ich mit Farbemischen beschäftigt.


    Am nächsten Tag, nach Feierabend, nach Schmöckwitz raus und einen Schreck bekommen. Obwohl die drei verwendeten Lacke alle zur gleichen Produktserie gehörten hatten sie sich über Nacht von einander getrennt und schwammen als Schlieren in der großen Gurkenbüchse, die ich zum anrühren benutzte. Da half nur durchrühren, Pinsel rein, Lack schnell vertreiben ehe er sich wieder in seine Bestandteile zerlegen konnte. Ich müßte doch nicht Malermeisters Sohn sein wenn ich das nicht in den Griff bekommen hätte.


    Anhand der Fotos könnt Ihr Euch ein Bild von dem Ergebnis machen. Der Wagen ist noch heute in diesem Zustand.



    Der Wagen (rechter Stand) mußte nach Fertigstellung einer Seite gedreht werden. Eine Wendeanlage befand sich in Grünau. Der Gelbe Wagen ist ein umgebauter Maximumtriebwagen der GBS im (nicht ganz korrekten) Farbkleid der Zwanziger Jahre.




    Auf der Rückfahrt vom Wenden holte uns ein Arbeitswagen mit einer Lore und dem Tw 86 der STRASSENBAHNEN DER STADT BERLIN (SSB) ein.



    Der 2082 auf den Gleisen der ex Schmöckwitz-Grünauer Uferbahn.



    Diese Aufnahme von der Seitenwand des 2082 zeigt was an malerischer Arbeit zu leisten war. An diesem Wagen gab es kaum eine Stelle die nicht bemalt war.



    Irgend jemand hatte dann die Idee, man könnte doch noch einen passenden Beiwagen restaurieren. Dieser ist hier hinter dem 2082 in einem Bauzustand zu sehen.



    Das Gebäudeensemble in Schmöckwitz ist seit einem Brand nicht mehr komplett. Hinten die Schule, dann die Feuerwehr und vorne die Hallen der Uferbahn. Diese fielen dem Brand zum Opfer. Die beiden Stände ohne Gleis dienten als Bootshaus.


    Zeigen will ich mit diesen Bildern daß man mit viel Recherche und Nutzung aller Möglichkeiten ein sehr gutes Ergebnis erzielen kann. Larifari ist dabei eben falsch am Platze.


    Mit Gruß aus Köpenick
    Eberhard

    Hallo Christian,


    Deine Fragen versuche ich gerne zu beantworten. In Betrieb war auf jeden Fall die Triebwagengarnitur, die uns von Müncheberg nach Buckow und zurück beförderte. Die beiden zweiachsigen E-Loks sind Leihgaben der Strausberger Eisenbahn. Eine ist rot, die andere grün gestrichen. Zu Reichsbahnzeiten wurden damit Güterwagen ins Strausberger Stadtgebiet befördert. Damit ist Schluß und nun werden sie in Buckow „aufgehoben“. In Buckow dienen sie zum rangieren. Gelegentlich dürfen sie auch mal einen Personenzug ziehen.


    Eine Modellbahnanlage habe ich nicht gesehen. Vielleicht war sie im Lokschuppen? In dem waren wir wegen des Andranges nicht. Durch die Fenster des Lsch konnte man eine weitere Zuggarnitur sehen, die aber einen ziemlich abgeschabten Eindruck machte.


    Die Trieb- und Beiwagen sind ab Ende 1980 nach folgenden Maßgaben umgebaut worden:

    • Die elektrische Ausrüstung der Fahrzeuge ist auf eine Spannung von 600 Volt (bisher 750 Volt) umzustellen. Dadurch bestehen dann günstige Voraussetzungen, bewährte Baugruppen der Straßenbahn (Gotha) zu übernehmen.

    • Die Einstiegsverhältnisse der Fahrzeuge sind entscheidend zu verbessern.

    • Der Fahrgastraum ist zu modernisieren. Für die Vertäfelung sind pflegeleichte Materialien einzusetzen, es sind Polstersitze einzubauen und eine bessere Ausleuchtung der Fahrgasträume ist zu gewährleisten.In jedem Wagen ist ein genügend großer Raum für die Beförderung von Reisenden mit Gepäck vorzusehen.

    • Der Führerstand ist so zu gestalten, daß der Triebfahrzeugführer einen Sitzplatz erhält und alle zur Führung und Bedienung des Zuges erforderlichen Bedienelemente im Sitzen erreichen kann.

    • Die vorhandenen Beiwagen sind in Steuerwagen umzubauen, die jedoch nur einen Führerstand erhalten.


    Die Untergestelle blieben erhalten, wurden aber entsprechend angepaßt. Nach dem Umbau standen dann drei Triebwagen und zwei Beiwagen zur Verfügung. Ein dritter Beiwagen mußte nach 1945 zur Bewältigung der Transportaufgaben für andere Strecken abgegeben werden und wurde zum VB.


    Interessant ist die Farbgebung, die mehrfach wechselte:

    • Die Altbauwagen hatten anfangs die Farben RAL 1001 Beige für den Fensterbereich und RAL 4000 Violett (erloschen) unterhalb der Fenster. Diese Farbgebung hatten die Schnelltriebwagen der DR in den Dreißiger Jahren ebenfalls.

    • Nach 1945 hatten die Wagen einen Anstrich in RAL 6007 Flaschengrün, wie ihn die Reisezugwagen trugen.

    • In den Fünfziger Jahren wurde dieser durch die Farbgebung der Berliner S-Bahn ersetzt. Fensterbereich RAL 8000 Grünbraun (nicht Gelb wie oft behauptet!!) und unter den Fenstern RAL 3004 Purpurrot. Der rote Streifen zwischen Fensteroberkante und Dachkante kam etwas später.

    • Letzteren Anstrich hatten die Umbaufahrzeuge anfänglich ebenfalls.

    • Als man 1984 die S-Bahnwagen mit einer neuen Farbgebung versah, wurden auch die Buckower Trieb- und Beiwagen entsprechend lackiert, und so zeigen sie sich noch heute: etwa Perlweiß/Weinrot (waren TGL-Farbtöne).


    Hoffentlich war das nicht zu langatmig, aber mein Motto ist nun mal: Richtig oder garnicht.


    Mit Gruß aus Köpenick


    Eberhard

    85 Jahre elektrischer Bahnbetrieb Müncheberg - Buckow


    Am 16. Mai feierte die Museumseisenbahn im märkischen Buckow den 85. Jahrestag der Aufnahme des elektrischen Bahnbetriebes auf der von 750 mm-Spur auf Normalspur umgebauten Strecke. Ein kleines Bahnhofsfest gab diesem Anlaß einem festlichen Rahmen. Freund Andreas und ich hatten beschlossen dort hinzufahren.


    Ein Dieseltriebwagen der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) brachte uns pünktlich von Bln-Lichtenberg nach Müncheberg/Mark, dem Ausgangspunkt der Museumsbahn. Die dort eingesetzte Tw-Garnitur beförderte uns mit urigem Fahrgeräusch über Waldsieversdorf nach Buckow.


    Da man mit einer gewissen Erwartung solch einen Ausflug macht, waren wir doch ein wenig enttäuscht. Was dem (Fach)Besucher geboten wurde war recht bescheiden. Wir machten das Beste daraus, genossen die gute Luft und das akzeptable Wetter bei einem ausgedehnten Spaziergang durch den Ort.


    Inzwischen war auch der Sonderzug aus Berlin eingetrudelt und es wurde ein bißchen rangiert. Die wenigen Bilder, die ich auf dem Bahngelände gemacht habe möchte - mit einigen Bemerkungen - nun zeigen:



    Fahrplan der Museumsbahn für 2015



    Meine Hin- und Rückfahrkarte



    Blick von der alten Ladestraße zum querstehenden Empfangsgebäude aus den Dreißiger Jahren. Das Dach wird derzeit zimmermannsmäßig überholt und mit Biberschwänzen in Kronendeckung eingedeckt.



    Ein kleiner Schwenk nach Rechts. Der Tiebwagenschuppen mit davor stehenden Donnerbüchsen des Sonderzuges.



    Blick auf den Bahnsteig mit ausgestellter V 15.



    Heutiges Ende des Bahnsteiges. Rechts die andere Hälfte des Sonderzuges. Der hintere Wagen hatte die 4. Klasse angeschrieben.



    Die vor der Tw-Halle stehenden Wagen hier etwas näher betrachtet. Das Perron zum hinteren 2. Klasse-Abteil war, wie bei dem hinteren reinen 2. Klasse-Wagen, geschlossen.



    Bei näherem Hinsehen werden die Fehler der Restauratoren offenbar. Bereits bei der Farbgebung von Wagenkasten und Dach wurde (vielleicht aus Unkenntnis?) die falsche Wahl getroffen. Der gewählte Farbton ist hier RAL 6005 Moosgrün. Es müßte aber RAL 6008 Braungrün sein. Den drastischen Unterschied zwischen beiden Farbtönen habe ich versucht auf dem folgenden Bild darzustellen.



    Links Moosgrün, rechts Braungrün.


    Stahldächer wurden mit Aluminium-Eisenglimmerfarbe, einer auch heute noch gebräuchlichen Rostschutzfarbe, gestrichen. Der helle Anstrich ist also völlig daneben. Beim Nummernschild kam die Fette Engschrift zum Einsatz, und das auch noch in Weiß. Chromgelb nach RAL 1007 muß es sein. Die Zahlen der Wagennummer in Mittelschrift und der Direktionsname in Engschrift wären richtig gewesen. Der Reichsbahnadler als angeschraubtes Blechschild ist ebenfalls verkehrt. Ein Abziehbild von 320 mm Durchmesser war die Vorschrift. Heute könnte man als Kompromiß im Siebdruckverfahren ein Selbstklebendes herstellen. So kann man also die Mühen des Aufbaus eines solchen „Traditionswagens“ durch derartige Oberflächlichkeit optisch zunichte machen. Das ist keine Meckerei, denn ich habe als junger Mann etliche Straßenbahnwagen lackiert und dekoriert, weiß also wovon ich spreche.



    Ein kleiner Karren mit verschiedenen älteren Gepäckstücken sollte die Bahnhofsatmosphäre unterstreichen. Die Gesichter der Besucher habe ich mit dem Gaußschen Weichzeichner unkenntlich gemacht.



    Zum Schluß noch diese Aufnahme eines bestens gepflegten „Bulleßeiautos“, einem Lada in „VP-Lack“.


    Das war mein kleiner Bericht von unserer Exkursion in die Märkische Schweiz, einem landschaftlichen Kleinod vor den Toren Berlins. Ich hoffe er gefällt!


    Mit Gruß aus Köpenick


    Eberhard

    Hallo Freunde,


    dem Wunsch nach Vorbildfotos komme ich gerne nach. Bernd Fuchs hat mir gestern vier Stück geschickt und ist mit der Veröffentlichung einverstanden. Wer übrigens mehr über Rudolf und Bernd Fuchs und ihre H0e-Anlage erfahren möchte dem empfehle ich die neueste Ausgabe des Modelleisenbahner. Im gleichen Heft hat auch ein vierseitiger Artikel die 750 mm-Schmalspurbahn in Dahme zum Thema. Nun die Bilder:






    Fotos (4): Copyright Bernd Fuchs, Dahme/Mark


    Mit Gruß aus Köpenick


    Eberhard

    ...heißt es in einem alten Kinderlied. Meinem Freund Bernd Fuchs in Dahme/Mark hatte es die noch existente und funktionstüchtige Bockwindmühle in Lebusa, einem Nachbarort von Dahme, angetan und er beschloß sie als Modell im Maßstab 1:87 zu bauen. Gedacht, getan. Die Mühle wurde vermessen und eine Zeichnung angefertigt. Die Bretter aus 1 mm dickem Birkensperrholz und die Schindeln aus gleichem, nur 0,5 mm dick, wurden von Modellbau Schildhauer gelasert. Ein rundum gelungenes Modell meine ich. Nun sollen die Bilder sprechen:






    Auch im Wagenbau war Bernd nicht untätig. Zwei sehenswerte Vorbauwagen der Heeresfeldbahn, die nach 1945 beim Netz Dahme eingesetzt waren, hat er in H0e nachgebaut. Sie entstanden In Gemischtbauweise Metall-Holz. Die Kupplungen sind von Weinert.


    Fotos (5): Copyright Bernd Fuchs, Dahme/Mark


    Diese Wagen und die Mühle können sich sehen lassen :applaus: findet


    Eberhard

    Lieber Thomas,


    da Du Dich entschieden hast aus Platzgründen "nur" den Endbahnhof einer normalspurigen Nebenbahn ins Modell umzusetzen, habe ich ein wenig in meinen Erinnerungen gekramt. Dabei fiel mir ein Artikel von Lothar Nickel ein, den dieser im Modelleisenbahner 6/1967 mit dem Titel "Erinnerungen an Elise" veröffentlichte.


    Er beschreibt einen Ausflug der damaligen Arbeitsgemeinschaft Kleinbahnfreunde auf der Strecke der ehemaligen "Altlandsberger Kleinbahn". Diese lag unmittelbar vor der Stadtgrenze Berlins und begann am Bf Hoppegarten an der ehemaligen pr. Ostbahn. Sie hatte eine Streckenlänge von 8,25 km und einen Endbahnhof mit einem geradezu idealen Gleisplan. Alles da was sich ein Modelleisenbahner wünscht.



    Anmerkung Rainer (Admin): Thomas Englich (tom tofte) hat den Plan nachgezeichnet und zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.


    An Triebfahrzeugen war eine C-gekuppelte Lok (T3-ähnlich), die auf den schönen Namen "ELISE" hörte, was ein Messingschild an der Rauchkammer verriet. Sie stammte von einer ostdeutschen Kleinbahn. Die Wagen waren alte zweiachsige Preußen und Privatbahnwagen, später auch dreiachsige Rekowagen. Später lösten, bedingt durch die Übernahme der Strecke durch die DR, Loks unterschiedlichster Bauart einander ab. Der "ELISE" (89 6111) folgte eine Rarität, eine pr. T52, DR-Nr. 72 002 und danach eine pr. T93 (BR 913). Die wiederum wurde von einer ELNA 2 abgelöst, der 91 6276. 1965/66 wurden Reise- und Güterverkehr eingestellt.


    Lieber Thomas, ich hoffe Dir mit diesem Gleisplan und dem Drumherum eine kleine Hilfe für Dein Projekt, daß unter schärfster Beobachtung steht :D , gegeben zu haben.


    Mit Gruß aus Köpenick


    Eberhard


    Anmerkung Rainer (Admin): Ergänzungen zu den Gleisplanvorschlägen siehe Kleine Kneipe.

    Hallo Freunde,


    ergänzend dazu:
    Für kleinere und mittlere Bäume sind Echtes Labkraut (bot. Galium verum) und Großer Sauerampfer (bot. Rumex acetosa) ebenfalls bestens geeignet. Man findet sie auf unbeweideten Wiesen und Ödflächen. Für kleine Bäume empfehlen sich auch die abgeblühten Dolden der Sommerspiere (bot. Spiraea froebelii). Für die Be-/Verarbeitung ist das Gleiche gültig wie es Friedrich und Bruno beschrieben haben.


    Mit Gruß


    Eberhard