Beiträge von Thomas S

    Hallo zusammen,

    es ist weiter gegangen und die Platinen aus Fernost sind nach nur einer Woche angekommen. Leider alles für die Tonne, da der Footprint des Prozessors einen Fehler in der Bibliothek hatte. Ja, sowas kann passieren und weder ich noch Microchip (Atmel) hat es gemerkt. Aber insgesamt sind dabei "nur" 70€ verbrannt. Aber so ist das in dem Geschäft. Die Platinen sind überarbeitet und kommen vor Ostern noch hier an.

    Ich habe in der Zwischenzeit mal eine einfache, simple Mechanik konstruiert, die es ermöglicht, die Weiche direkt umzustellen, oder aber auch einen (z.B. Senn Antrieb) zu bedienen. Der Antrieb nimmt die Platine auf und kommt mit wenigen Bauteilen aus. Ist selbstverriegelnd, ab einem Stellweg von +/- 5mm und kann maximal 20mm Stellweg fahren. Das sollte zum Testen erst einmal reichen. Anbei mal ein paar Bilder der Einzelteile. Natürlich druckbar mit dem 3D-Drucker.

    Hier jetzt mit Platine:


    Und noch ein Blick auf das Servo nebst Anbauteilen:

    Die ganze Funktionalität habe ich auch noch schnell in einem Video festgehalten.

    So viel bis hierhin. Weiter geht es, wenn die neuen Platinen da sind. Dann klöppele ich das Ganze mal zusammen und stelle es hier am Stück vor.

    Bis dahin viele Grüße

    Thomas

    Hallo Axel,

    Der Decoder ist ja für Universalweichen für 2L UND 3L Betrieb. Wenn Du wissen willst, wie eine DKW im Universalbetrieb polarisiert wird, schaue gerne mal auf den Infoseiten bei WW nach. (Wechsler, Wechsler, Wechsler.....) Ich gehe hier noch einen besonderen Weg um den Kurzschlusschutz zu erhöhen. Die Schraubklemmen sind in Wirklichkeit Doppelstockklemmen, also die Hinteren liegen um eins höher. (Ich hatte kein passendes 3D-Modell)

    So wie dargestellt wird der Decoder niemals betrieben und damit auch nicht bestückt sein. DCC ODER LocoNet! Für reinen 2L-Betrieb komme ich mit minimum einem Relais, mit erhöhtem Kurzschlussschutz, zwei Relais aus. Die Anzahl der dreifach Klemmen reduziert sich dann auf zwei. Aber das steht ja alles schon in #1 und #9 :)

    Die Platine hat übrigens 4 Befestigungsbohrungen. Leicht zu sehen............. wenn man sich denn die Zeit nimmt. ;)

    Viele Grüße in die Schweiz
    Thomas

    Hallo zusammen,

    am Decoder ist es weiter gegangen und die Platine (WEICHENDECODER) ist fertig designed und geht in die Prototypenphase. Ich möchte Euch natürlich die "bunten Bilder" nicht vorenthalten. Erstmals gibt es auch 3D-Bilder von dem Ding, so dass sich bestimmt mancher die Sache besser vorstellen kann.

    Hier die Platine in der EDA Software. Mir geht es da um die Verdeutlichung der Außenmaße. Den Rest verstehe eh nur ich. :)

    Anschaulicher ist da der 3D-Entwurf. Hier einmal die Vorderseite.

    und natürlich die Rückseite.

    Vielleicht noch eine wichtige Anmerkung. Für eine 2L-Weiche benötigt man in der Tat nur 1 Relais und somit nur eine Dreifachklemme. Außerdem kann das kleine Ding ENTWEDER Loconet ODER DCC. Dementsprechend fallen auch hier Komponenten der linken Seite weg. Wer rein mit der Hand fahren will, der braucht fast gar nichts mehr von der linken Seite. Was ich dargestellt habe ist der Servodecoder im Vollausbau für eine DKW im 2L UND 3L Mischbetrieb mit automatischer Umschaltung.

    Außerdem für alle Ausbaustufen verfügbar der USB-Anschluss um den Decoder, auch ohne DCC und Loconet, in seinen CV's in ganzer Tiefe zu konfigurieren. Das geht auch über ein 3-Tasten Eingabegerät, aber nur eingeschränkt für die Servowege.
    Wer jetzt überlegt: Nein, es ist kein Arduino Uno der über den USB-Anschluss programmiert wird. Der Prozessor wird über einen UPDI-Programmer mit seiner Software versorgt. Der USB-Anschluss ist ein reiner USB-Uart, der eine serielle Schnittstelle zur Verfügung stellt.

    Ja, soweit die eierlegende Wollmilchsau. Was als nächstes kommt ist noch der gedruckte Servohalter mit entsprechender Mechanik. Am Ende soll das Ganze Ding kompakt, sauber verkabelt, mit zwei Schrauben unter das Modul schraubbar sein. Bedienung und Saft dran, fertig.

    Oh, ja. Noch was wichtiges. Die Klemmen auf der rechten Seite sind Doppelstockklemmen von Amphenol. Die hinteren sind also um die vordere um eins höher. Leider hatte ich kein passendes 3D-Modell. So wie dargestellt wären die Klemmen unbrauchbar. Man sehe es mir nach.;)

    Wenn der Prototyp läuft werde ich auch mal Preise nennen können. Da die Ausbaustufen enorm unterschiedlich sein können macht es noch keinen Sinn dazu etwas zu sagen.

    Bis dahin viele Grüße

    Thomas

    Moin Bernd,

    Pappel mit sieben Lagen auf 12mm ist zu wenig. Ist bestens geeignet wenn man es stationär bei gleichbleibender Feuchte einsetzt.

    PU Lack ist die richtige Wahl. Ich würde die gesamte Kiste(n) komplett damit versiegeln. Ansonsten hast Du Wellaform auf jedem Treffen. Pappel ist was für Verkleidungen auf stabilem Untergrund. Getreu den Worten meines Vaters.

    "Willst du Schrankrückwände bauen? Das gibt doch einen Flitzebogen"

    Ich will nicht meckern und es gibt genügend andere Meinungen. Pappel ist meiner und der Meinung von echten Schreinern, im Modulbau nur begrenzt einsetzbar. Kein Schreiner käme auf die Idee aus 12mm Pappel einen Korpus oder eine Schublade zu bauen. Aus 18/12mm MPX jedoch gerne.

    Ich hoffe dass es bei Dir keine bösen Überraschungen gibt.

    Gruß Thomas

    Moin Bernd,

    ja da sind sie. Unsere Probleme mit dem Holz, den Bananen, Verwindung usw. usw. Darf ich fragen aus welchem Holz die Bauteile gefertigt wurden. Ist das Multiplex Birke Qualität BB/BB oder eher Zeug mit Pappelkern? Wie viele Furnierlagen bei welcher Dicke hat das Sperrholz?
    Ich sage es mal frei raus, bitte nicht böse sein. Was Du mir da schilderst landet bei mir im Werkstattofen. Das Verzugsproblem wird Dich, oder die Module verfolgen. Rissbildung des Geländes an den Rändern sind die Vorboten. Beobachte es mal.

    Übrigend habe ich auch eine solche "Richtplatte" aus Impala (Granit) in der Werkstatt. Unerläßlich bei der Vermessung von Maschinenteilen, bzw. Anreißen. Gibt es beim Steinmetz des Vertrauens zum kleinen Preis und 500mmx500mm reichen dicke. 40mm dick ist da ausreichend und so eine Platte entsteht beim Ausschneiden eines Kochfeldes aus einer Küchenarbeitsplatte. Deshalb gibts sowas meistens für eine kleine Einzahlung in die Witwen- und Weisenkasse des Betriebes. Unebenheit unerheblich. PV so um die 0,05mm :) Die sind froh, wenn das noch jemand gebrauchen kann und abholt.

    Fühle Dich frei zu antworten, aber es würde mich wirklich interessieren. Wir wollen hier keinen in die Pfanne hauen, deshalb auch gerne per PN.

    Viele Grüße

    Thomas

    Gude Lutz und Mitleser,

    ja das ist eine gute Frage. Diese "Servoexpander", die einen normalen Servo auf 180° aufpimpen, gibt es schon seit gefühlt 40 Jahren. Zu meinen RC-Modellbau Zeiten haben wir die Dinger für die Spornfahrwerke eingesetzt um mit dem Seitenruder zusammen einen Kanal am Empfänger zu sparen. Damit konnte man am Boden besser um die Kurve, weil sich der Ausschlag gegenüber dem Seitenruder u.U. verdoppeln ließ. Ich habe sogar noch Platinen hier liegen für einen Master und zwei Slaves.

    Das Problem sind wirklich die Servos. Heutzutage können die meisten Servos 180° ohne Probleme. Die Servos oben im Bild gehören dazu und der Decoder kann das ebenfalls. Dabei muss man sagen, je billiger die Servos , desto größer die Wahrscheinlichkeit für 180°.

    Die Servos sind aber eigentlich für Fernsteuerungen ausgelegt. Die Pulspositionsmodulation PPM, nach der die Servos fahren, gibt 1500us für die Mitte vor. Die verschiedenen Fernsteuerungshersteller geben dann unterschiedliche Werte für Min- und Maxweg aus. Einzig Multiplex hatte +/- 550us was in etwa 170° am Servo an Gesamtweg entsprach. Damals ein Novum und auch nur für Beispielsweise mech. Fahrwerke wirklich praktikabel. (Selbstverriegelnd)


    Man sollte sich aber die Frage stellen für was 180° Servoweg notwendig sind. Mir fällt im Moment keine einzige Anwendung ein bei der 180° Servoweg gebraucht würden. (Selbstverriegelnd für Weichen mit geeigneter Mechanik. Naja.)

    Das Platinchen oben eignet sich aber sicher für Anwendungen, bei denen ich mehrere Servos an einem Kanal betreibe aber unterschiedliche Endpositionen brauche.

    Viele Grüße
    Thomas

    Hallo zusammen,

    nach langer und bewegter Zeit habe ich wieder Muse mich den Themen rund um die Modellbahn zu widmen. Bin ich doch die letzten beiden Jahre, bis auf die Fertigung von Holzteilen für Kollegen, nicht an die eigenen Projekte gekommen. Unter den "Holzbauten" habe ich noch zwei elektronische Projekte auf der Agenda. Einmal der Platinen bzw. Umbausatz für die 50er von Roco und einen universellen Servodecoder für 2L und 3L Betrieb. Wie ihr wisst habe ich hier eine Tillig Weiche EW6 für 3L Betrieb erfolgreich umgebaut und vorgestellt.
    Angespornt durch die Universalmodule von Lothar Michel werde ich meine zukünftigen Module ebenfalls so bauen. Damit ist mein gesamtes rollendes Material nicht verloren. Komme ich doch historisch von den 3L-Fahrern. Deshalb habe ich auch das Decoderprojekt dem 50er Projekt vorgezogen. Keine Sorge die 50er Platine kommt noch. Liegen doch hier mittlerweile 3 Stück 50er unter 20cm Staub im Keller.

    Also was soll der Aufwand? Servodecoder gibt es doch wie Sand am Meer und die können doch schon alles!

    Bei den ersten Überlegungen ging es auch nur darum die Polarisierung zwischen 2L und 3L umzuschalten. Das ist insofern wichtig, weil die Zungenschiene im 3L-Betrieb Mittelleiterpotential führen muss und im 2L Betrieb..... was erzähle ich. Das Herzstück ist dann auch noch besonders. Dann kamen aber Gespräche mit Forenkollegen über die Bedienbarkeit so einiger elektronischer Helfer unseres Hobby's dazu. Nicht zuletzt die Aussagen, dass so ein computergesteuertes Stellwerk u.U. nur vom Erbauer bedient werden kann oder sogar grundsätzlich Teufelszeug ist. Die Meinungen gehen da weit auseinander. Das hat mich also vor Beginn auf die Holzkiste setzen und nachdenken lassen.

    Was dabei bisher herausgekommen ist erlaube ich mir hier vorzustellen.

    Der Decoder ist von der Soft- und Hardwareseite aus komplett modular aufgebaut. Ich wollte das Rad nicht jedes Mal neu erfinden müssen. Die Platine ist noch nicht fertig, aber sie ist so angelegt, dass jeweils die Bestückung über ihren Einsatzzweck entscheidet. Genau so verhält es sich mit der Software. Je nach gewähltem Profil werden die Softwareteile automatisch "zusammengesucht" und zum fertigen Softwarepaket compiliert und gelinkt. Am Ende wird es aber doch zwei Platinen geben. Einmal passend für einen Wattenscheider Signaleinschub und als Aufsatz auf einem Servohalter zum selbst drucken. Damit wird auch der erste Unterschied klar. Der Decoder kümmert sich mit seinen max. zwei Servos um EIN Form- Lichtsignal oder EINE Weiche/DKW.

    Folgende Decodertypen können damit gebaut werden.
    - Servo Weichendecoder mit zwei Servos für z.B. eine DKW (Software fertig)
    - Servo Signaldecoder für Formsignale HP0,HP1,HP2 oder VR0,VR1,VR2 oder SH1 oder.. (Software fertig)
    - Lichtsignaldecoder im Moment für H/V Bilder und bis zu 16 LED's incl. Überblenden (Software fertig)
    - 3 Relais für Herzstückpolarisation oder 2L/3L Umschaltung oder Signalbildanzeige sind bereits integriert!

    Folgende Bedienmöglichkeiten gibt es:
    - Handbedienung der Weichen, Signalbilder mit Tastern ohne Computer (Software fertig)
    - DCC-Betrieb als Accessory Decoder. (Bei Signalen 1 bis n Ausgänge.) (Software fertig)
    - LocoNet Accessory Decoder. Mit Rückmeldung Endlage über Eingang oder Logik (Software in Entwicklung)

    Folgende Konfigurationsmöglichkeiten gibt es:
    - CV über Handtaster (3 Tasten Enter, +, -) als kleine Box zum Stöpseln (Software fertig)
    - CV über DCC Service-Mode (Programmiergleis) (Software fertig)
    - CV über PoM (Software fertig)
    - CV über RailCom(R) (Vorerst verworfen weil mit Kanonen auf Spatzen)
    - CV über Terminalprogramm PC (Software fertig)
    - CV über PC-Software. Malen nach zahlen, oder betreutes Parametrieren. (Software in Entwicklung, macht mein Sohn:thumbup2:)
    - CV über LocoNet. (Software in Entwicklung)
    - Decoder Adresse Lernmodus mit Taste über DCC-SM oder PoM. (Software fertig)

    Die Servofuktionen sind vielseitig einstellbar und sinnvoll vorkonfiguriert. Natürlich sind die Servos am Ende des Fahrweges abschaltbar, sollte es gewünscht werden. Auch dafür gibt es eine CV. Hier die aktuelle Liste der verwendeten CV's
    CV-Kurzdoku_V14_3.pdf

    Jetzt kommt noch etwas für die Insider der Elektronik:
    Das Ganze Ding wird also nicht mehr auf das blanke Blech getackert sondern ist modular aufgebaut. Die Software ist eventgesteuert mit einer sauberen App-Logik, die die Ereignisse auf die verschiedenen Pipelines verteilt. Dort werden diese dann umgesetzt und Rückgemeldet. (Input <-> Application <-> State machine <-> Output) Der Application Layer vereinfacht die Entwicklung neuer Module und Funktionen gewaltig. Die State machine kümmert sich um die korrekte Ausgabe. Alles über eine einheitliche Schnittstelle fertig ist der Lack.
    Als Prozessor kommt ein ATmega4808 vom Microchip zum Einsatz. Seinen Bruder mit etwas mehr Beinen kennt vielleicht der Eine oder Andere vom "Arduino Nano Every" Die Servos und die LED's steuert ein PWM-Controller vom Typ PCA6985. Durch den modularen Ansatz habe ich eine Auslastung von maximal 54% im Flashspeicher. Da geht noch was. Insofern würde auch RailCom(R) noch gehen.
    Entwickelt wurde auf PlatformIO unter VisualStudio Code. Bei der Erstellung haben mir folgende Bibliotheken geholfen:
    - MegaCoreX Bibliothek von MCUdude
    - AP_DCC_Bibliothek von Aiko Pras (angepasst an MegaCoreX) Grundlage sind bei allen Bibliotheken die Biblithek von Wolfgang Kufer et. al.
    - LocoNet_Master von Alex Shepherd et. al. (noch im Test)
    - Adafruit_PWMServoDriver und mein eigener Wrapper.
    Das Ganze wird am Ende unter der GNU Public Licence laufen und in Git veröffentlicht. Im Moment läuft es noch auf dem lokalen Git, da bei uns vorzugsweise Abends und Nachts das Glasfasernetz ausgebaut wird und damit schon mal länger das Internet weg ist.

    Zur Platine:
    Im Moment arbeite ich mit den "Bastelboards" von Adafruit (Servocontroller) und einem 4808 Noname-Board von Aliexpress. Der 4808 braucht zum Programmieren einen sogenannten UPDI-Programmer. Dieser ist im Arduino Nano Every bereits enthalten im China Billigteil eben nicht. Man sieht ihn hinten rechts auf dem Bild und er ist bei MCUdude/MEGACoreX auf Git verlinkt. Kostet um die 25€ mit Versand und funktioniert einfach Bombe. Die drei LED's in der Mitte simulieren die Relais.

    Hier also der aktuelle Versuchsaufbau:

    Wie geht es weiter:
    Im Moment designe ich die Weichenplatine. Die im Versuchsaufbau verwendeten "Bastelboards" kommen da natürlich nicht zum Einsatz. Es wird alles kompakt auf einer Platine montiert sein, so dass Drahtverhaue unter dem Modul erst gar nicht entstehen.

    Also bis hierher mein Vorhaben. Ich hoffe ich habe nicht gelangweilt.

    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
    Thomas

    Moin Zusammen,

    also das mit den Servos und den Decodern hat wohl einige Aktualität. Ich bin da auch dran, nach langer Zeit mal wieder selbst, weil nur dort alle Funktionen drin sind die ich gerne hätte. Dazu später mehr. Was mich nur wundert ist die Tatsache, dass ihr offensichtlich die Servos in der Endlage nicht einfach abschaltet? So was geht und mit der richtigen Mechanik unten drunter bleibt die Weiche wo sie ist und verbrannte Servos sind kein Thema mehr. Der "SwitchPilot3 Servo" z.B. kann das.


    Sieht noch ein bisschen Wild aus, aber macht schon alles was er soll. Nächster Akt LocoNet. Kleiner Teaser: Bei meinem Decoder liegt der Ruhestrom mit zwei Servos (DKW) bei 0,02A oder 20mA. So viel wie eine LED. :)

    Gruß Thomas

    Hallo Bernd,

    das ewige Lied mit dem Holzspachtel. Das Problem ist, das die Spachtelmasse nicht härter als Dein Material sein sollte. Damit scheidet "der eine Spachtel" schon mal aus. Ansonsten erlebt man sein blaues Wunder beim Schleifen. Weiche Holzsorten (Pappel, Kiefer und auch Birke) kann man mit z.B. mit dem hier prima spachteln. Für MDF und HDF nimmt man einfach billigen 2k Polyesterspachtel aus dem Baumarkt.
    Alle Holzspachtel, besonders die auf Wasserbasis, schrumpfen bei großflächiger Anwendung oder tiefen Löchern. Das ist normal und nicht zu verhindern. Tiefe Löcher bohrt man aus und ersetzt das Ganze mit einer Holzeinlage. Beihobeln und dann spachteln. 2mm ist schon sportlich und sollte vorher mit einem Furnierstreifen aufgefüllt und beigeschliffen werden.

    Versenkte Schrauben- und Nagelköpfe und so'n Zeugs sind die Domäne des Holzspachtels. Tiefe Risse und Löcher eher nicht.

    Ich hoffe es hilft.

    Gruß Thomas

    Hallo zusammen,

    zum Thema Clou noch eine Info:

    Die traditionsreiche Alfred Clouth Lackfabrik (Marke Clou) aus Offenbach musste nach über 100 Jahren ihren Geschäftsbetrieb zum 28. Februar 2025 endgültig einstellen, nachdem die Suche nach einem Investor für das insolvente Unternehmen scheiterte. Obwohl die Produktion gestoppt wurde, bleiben die bekannten Clou-Produkte erhalten, da die Markenrechte von der DAW SE erworben wurden, die die Produkte nun über Baumärkte vertreibt.

    Nicht überall wo Clou drauf steht ist auch Clou drin. :)

    Gruß Thomas

    Hallo Bernd und Mitleser,

    ich habe einen Augenblick überlegt ob ich hier etwas beitrage. Das liegt daran, dass ich nicht unter Verdacht geraten will einen Kollegen bzw. Mitbewerber in die Pfanne zu hauen. Ich selbst fräse aus den oben genannten Gründen und bei "getoasteten" Spanten ist der Ruß das kleinste Problem. Man könnte jetzt Vorträge halten, aber lassen wir das und befassen uns mit den Tip's.


    Eine brauchbare Lösung gegen den Schmauch ist eine Messingbürste auf dem Schleifstein. Es gibt zwar eine ziemliche Sauerei und ohne Maske geht gar nichts, aber die Kanten nehmen anschließend wieder normalen Holzleim an und verkleben sicher miteinander. Etwas Gefühl in den Fingern versteht sich von selbst. Besondere Vorsicht ist bei sogenannten "Laserhölzern" geboten. Deren Außenlagen bestehen aus z.B. Birke und die Innenlagen aus Pappel oder Eukalyptus. Für die Messingbürste ein "gefundenes Fressen". Also zuerst einmal an einer unauffälligen Ecke testen.

    Eine weitere Lösung ist die Verwendung von Sekundenkleber in dünnflüssiger Form. Dieser durchdringt den Kohlenstoff und verfestigt ihn. Abgesehen von der Behandlung/Verklebung selbst entstehen keine Gase und der verbrannte Gestank ist weg. Die Verwendung von Sekundenkleber selbst sollte ausschließlich an gut durchlüfteten Orten gemacht werden. Hier sollte man die 100gr. Flaschen aus Amazonien besorgen incl. Aktivatorspray.

    Nachteil dieser Methode. Die Kanten sind nicht mehr geeignet für die Verleimung mit Holzleim sondern müssen mit Sekundenkleber oder PU-Leim verklebt werden. Der PU-Kleber hält das super zusammen. Da der Leim in der Fuge expandiert, kommt man nicht ohne Schraubzwingen aus.

    Meine 5Cent dazu

    Gruß Thomas

    Hallo Carl Martin,

    die Farben und Anschlüsse sind jetzt zu erkennen. Kannst Du die Bezeichnungen anhand der Lage der Pad's auf dem Sounddecoder und dem Fahrdecoder mal zeigen (Foto oder so?) Gibt es einen direkten Link zu den Bedienungsanleitungen der beiden Decoder?
    Wenn Du magst poste es hier mal, dann kann ich mal tiefer in die Materie einsteigen. Mir scheint da was zu fehlen. Ich kann mich aber täuschen.

    Gruß Thomas

    Hallo Martin,

    leider sind auf den Bildern die Adern, insbesondere die Farben, beliebig schwer zu erkennen. Ich denke nicht, dass es an den CV's liegt. Jeder Decoder sendet standardmäßig die Tastenbefehle und die Fahrstufe und die Richtung auf den Susi-Bus. Ist das Soundmodul richtig verbunden kommt da Sound raus. Auch wenn der nicht unbedingt stimmen muss. Er sollte auf jeden Fall "Krach" machen. Bitte schau doch mal in die RCN-600 oder diesen Beitrag im Forum. Vielleicht hilft es Dir auf die Sprünge.

    Wenn Du magst, dann zeige doch mal die Anschlußbilder vom Sounddecoder und Fahrdecoder. Ist sichergestellt, dass SUSI auf dem Fahrdecoder vorhanden ist. Nicht das die Platine die Pin's hat aber die Software im Decoder diese nicht bedient.

    Gruß Thomas

    Moin Leute,

    Keine Aufregung. Inventor macht auch 600km Radien. Jedenfalls auf dem PC. Da ich die Kopfstücke für die Provinzialstraße konstruiert und gefräst habe freue ich mich auch hier wieder bescheidener Teil des Projektes zu sein. Ich habe von Friedrich eine Skizze und das kriegen wir dann schon hin.

    Gruß Thomas