Beiträge von Thomas S

    Moin Lutz,


    eine Frage. Kann es sein, dass Lok XX60 und XX28 von Neuheit her "Rostbraune" Streifen hatte? Die Konturen zum Rest der Maschine sind für Abplatzungen bzw. Abwaschungen zu scharf. Besonders auf dem letzten Bild aus #5 sehr gut zu erkennen. Alle Loks verfügen wohl über eine mehr oder weniger weiße Dickschicht Grundierung. Zumindest bei der 4775 aus #1 ist das in der Vergrößerung gut zu sehen. Dort ist auch zu erkennen, dass die Streifen wohl rostbraun waren. (Es kommt die Grundierung durch)


    Alles in Allem ist das hier meiner Meinung nach nicht mit den klassischen Alterungsmethoden getan. Ich würde zumindest alles was nicht orange ist mit einer weißen, leicht ins graue gehende Acrylfarbe lackieren. Dann die ( weißen/braunen) Streifen und Schwarz in Enamelfarbe. Nach gutem durchtrocknen der Enamelfarbe mit dem Pinsel und Wattestäbchen und Terpentin (Kein Terpentinersatz!) die Abwaschungen herstellen. Die orangenen Fahrzeugteile dann mit den klassischen Methoden altern. Panelliner brown, Trackwash usw. Das Fahrwerk einheitlich mit Tamiya "Field blue" und den Rost mit Farbpulver. Alle öligen Teile mit AK "Fresh engine oil" hervorheben. Danach von unten ganz dünn angenebelt z.B. Lifecolor "Rust Base" oder ähnliches den Flugrost darstellen.


    Nachteil an dieser Methode: Es wären diverse Decals fällig.


    Keine unlösbare Aufgabe, wenn denn die Originallackierung wirklich so war wie auf den Bildern von mir angenommen.


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen

    Thomas

    Moin Lutz,


    ich würde es versuchen wollen. "Chipping effects" von Mig bzw. AK. Ich habe das Zeug hier und einige Erfahrung damit gesammelt. Die Salzmethode eignet sich eher für kreisrunde Rostflecken. Wenn Du willst, die Nerven hast, dann schicke mir einfach mal ein Oberteil oder gleich die ganze Lok. Hast eh was gut bei mir.


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen

    Thomas

    Hallo Friedrich,


    ich bin wirklich begeistert wie Deine Modelle entstehen. Ist für mich eine bebilderte Lehrveranstaltung. Ich hatte ja das Vergnügen Deine Module in Rheine zu sehen und hoffe die Ike Adena auch noch in 3D zu Gesicht zu bekommen.


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen

    Thomas

    Hallo Modellbahner,


    eigentlich wollte ich nur meiner Familie in den Urlaub folgen. Mit der Bahn. Nichts Besonderes, dachte ich. Was daraus geworden ist möchte ich Euch nicht vorenthalten, spiegelt es doch den aktuellen Zustand der Bahn wider. Ich kann nur sagen, dass die Bahn mittlerweile mit ihrer primären Aufgabe, Personen und Waren von A nach B zu bringen, hoffnungslos überfordert ist.


    Eigentlich hätte ich es ja besser wissen müssen, hat mich doch im letzten Jahr, im selben Theater nur ein beherzter Taxifahrer über Schleichwege vom Bahnhof Norden in rasanter Fahrt rechtzeitig zur letzten Fähre gebracht.
    Dieses Mal sollte alles besser werden: Kann ja nicht sein, dass ich immer Pech habe. Also habe ich mit der Bahn einen Beförderungsvertrag (Fahrkarte) abgeschlossen.

    fahrkarte0ek9v.jpg

    Der Beförderungsvertrag. Künstlerisch durch die Bahn verfeinert.


    1. Etappe Fachingen -> Koblenz

    Ich also am 27.07 um 11:45 Uhr an den Bahnhof Fachingen gelaufen. Und tatsächlich, pünktlich um 11:52Uhr rollte mein Triebwagen in Doppeltraktion in den Bahnhof. Einsteigen und losfahren kein Problem, ich war guter Dinge.
    Bis nach Bad-Ems waren wir im Plan. Dann nahmen die Ereignisse ihren Lauf. Ich saß im ersten Triebwagen und bemerkte das häßliche Geräusch aus dem Motorraum wohl als erster, nicht zuletzt deswegen, weil ich der einzige Fahrgast in dem Wagen war. Nach einem letzten Aufbäumen gegen den Tod verstarb die Maschine einen einsamen Tod auf halber Strecke nach Nievern. In Bad-Ems West hatte der TF wohl noch nichts von dem Todeskampf, der sich da wenige Meter unter seinen Füßen abspielte mitbekommen. Die Warnelektronik hatte er wahrscheinlich in Limburg gelassen oder sie war ebenfalls zu einem früheren Zeitpunkt unbemerkt zu Tode gekommen.


    Nach dem planmäßigen Halt in Nievern hat der zuständige TF dann wohl mitbekommen, dass da wohl die Hälfte seiner Antriebsleistung fehlt und sein Fahrpult ähnelte in weiten Teilen einem Flipper kurz vor dem Tilt. Etwa einen Kilometer hinter Nievern dann Halt auf freier Strecke. Der TF rannte daraufhin leise fluchend von einem Führerstand zum nächsten und vollführte ein wahres Ballett auf den diversen Schalttafeln. Irgendwie kam er mir vor wie Neil Armstrong bei der Mondlandung, den immer der 1202 Alarm nervte.

    Auf jeden Fall fuhr der Zug mit gebremstem Schaum weiter nach Lahnstein. Weiter nach Koblenz fuhr er dann wegen "einer technischen Störung" jedenfalls nicht mehr und mein tapferer TF teilte ziemlich genervt durch die Bordsprechanlage mit, dass die Rheintalbahn mich bis Koblenz mitnehmen würde.

    Immerhin, mein IC sollte 13:13 Uhr abfahren und auf der Rheinbrücke vor Koblenz HBF war es dann 13:13Uhr. Doch auf die Bahn ist Verlass, hatte doch der IC2024 nach Münster in Koblenz 10 min Verspätung.

    "Da hat der Thomas ja noch mal Glück gehabt", so dachte ich und wartete auf meinen IC.


    Ich also rein in den IC und da ich keine Sitzplatzreservierung hatte, einfach auf einen Platz ohne Reservierungsschildchen gesetzt. Alles prima. Ich hätte mich allerdings wundern sollen. Erstens, nirgendwo war ein Reservierungsschildchen gesteckt. Zweitens, die Hansels vom Bahnsteig tauchten nacheinander in meinem Wagen auf und der war schon proppenvoll? Nun die freundliche Schaffnerin machte meiner Verwunderung ein jähes Ende. "Die Wagen 3, 4, 6 und 8 sind aufgrund einer Klimaanlagenstörung gesperrt. Die Sitzplatzreservierungen sind aufgehoben und im Speisewagen gibt es kostenlos Wasser für die Fahrgäste". Das kannte ich vom letzten Jahr. Nur waren dort weniger Wagen gesperrt.


    2.Etappe Koblenz->Münster

    Mein IC2024 donnerte dann einer roten Welle folgend von Block zu Block gen Köln. Dort angekommen nahm der Wahnsinn seinen Lauf. Bis die Neuankömmlinge verstanden hatten, dass es keine Sitzplatzreservierungen mehr gibt, herrschte im Wagen ein Getöse wie auf einem Rockkonzert. Nach einigen Arrangements konnte die Sitzplatzfrage mit selbstgebauten Sitzplatzlösungen geklärt werden. So kam es dann, dass ich einen sehr jungen Herrn einer recht hübschen Mutter auf dem Schoß hatte und ihm in Wuppertal die Schwebebahn zeigen konnte. Man kann sagen, dass die Gesamtsituation zur allgemeinen Kommunikation positiv beigetragen hat.

    Nichts desto trotz verfolgte uns die rote Welle und irgendwo zwischen Wuppertal und Münster wurde klar, dass der Anschlußzug in Münster nicht mehr zu erreichen ist. Die junge Zugbegleiterin (Summa cum laude im Krisenmanagement) checkte virtuos auf ihren diversen mobilen Kommunikationseinrichtungen die Lage und empfahl mir dann in Münster die Servicestelle der Bahn aufzusuchen. "Die werden das schon richten". Damit war für diesen Tag die Ankunft auf der Insel gestrichen. Komisch, ab diesem Zeitpunkt fehlte mir irgendwie der Nervenkitzel. Trotzdem war ich auf das gespannt was da jetzt wohl kommen würde.

    In Münster angekommen wurden wir schon vom Servicepunkt der Bahn empfangen. Wie es auch nicht anders sein kann hatte ich plötzlich eine Leidensgenossin gefunden, die exakt vor dem gleichen Problem stand. Die Dame am Servicepoint war sehr freundlich und mitfühlend, so wie man es von einer kruppschen Kanonenpresse erwarten kann. Immerhin hatte ich dann eine, einer Radierung ähnelnden Fahrkarte und einen Hotelgutschein incl. Taxi zu einem Hotel in Emden in der Hand. Damit stiefelten wir dann, Lucia und ich, so der Name meiner Begleiterin, an den Bahnsteig der Westfalenbahn.


    3.Etappe Münster->Emden

    Der Zug fuhr dann auch pünktlich ab und das in einem Tempo, das unser IC-Lokführer wohl nur aus Erzählungen seiner Vorgänger kannte. Es hätte eine tolle Fahrt werden können, hätte die rasante Fahrt nicht in Meppen ein jähes Ende erfahren: Strecke wegen Wildschaden gesperrt. Kann man verstehen, dass sogar das Wild bei der Hitze ausrastet. Nach einer Dreiviertelstunde ging dann der Zugbegleiter rund und fragte mit ernster Miene, wer denn alles nach Borkum wollte. Und siehe da, plötzlich waren wir nicht mehr alleine. Zu uns gesellten sich ein Polizist in voller Montur und ein übriggebliebener 68er, der so gar nicht cool mit der Situation umgehen konnte. Vielleicht hatte er keinen, der ihm am Abend auf Borkum den Hanf gegossen hätte. Wer weiß.

    westfalenbahn_meppenp6jyy.jpg

    Ausserplanmäßiger Halt in Meppen.


    Pünktlich um 19:45Uhr liefen wir dann wohlbehalten und guter Laune in Emden ein. Ein Sammeltaxi war schnell gefunden und so fuhren wir zu viert in das Hotel. Den Namen nenne ich nicht. Warum? Abwarten....

    Mitten in der Altstadt gelegen umgeben von kleinen Restaurants jeglicher kulinarischer Couleur lag also unser Hotel. Einchecken war kein Problem, waren wir doch alle schon gemeldet. Mein Zimmer lag im dritten Stock mit Ausblick auf den Marktplatz. Dieser befand sich zwar gerade unter einer Baustelle, aber Hauptsache das Zimmer und das Bett sind in Ordnung. Leider kein Fahrstuhl und auch keine Lüftung. Aber macht ja nichts, sind ja zwei große Fenster im Zimmer, die man vollständig öffnen kann und Treppensteigen soll ja gesund sein.

     

    HINWEIS: Hätte ich Schiff und Bus getrennt gebucht hätte ich die Übernachtung selbst tragen müssen! Also: Augen auf beim Fahrkartenkauf!


    hotel_emden_marktplatnbjj2.jpg

    Blick auf den Marktplatz


    hotel_emden_zimmersijzm.jpeg

    Das Interieur

     

    Also kurz das Zeug abgestellt und dann mal sehen was man so essen kann. Ich muss sagen wir hatten einen wunderschönen Abend mit guten Gesprächen und das in einer tollen Atmosphäre. Da die Nacht kurz werden würde, Frühstück um 7 Uhr, bbeschlossen wir uns gegen 23:00Uhr zur Ruhe zu begeben.

    Rein ins Zimmer, Klamotten aus und dann ins Bett. Halt. Fenster auf, die Hitze ist ja sonst nicht auszuhalten. Jetzt kommt's. Von uns allen unbemerkt: In unmittelbarer Nähe (30m) zwei Diskotheken. Ja, ich habe irgendwie geschlafen und gegen fünf Uhr morgens war dann auch irgendwie Ruhe. Ich sage Euch, wäre ich der Polizist gewesen, ich hätte geschossen.

    Einzig unser Polizist hatte eine ruhige Nacht und wurde liebevoll von der Kehrmaschine der Stadtreinigung geweckt. Kein Wunder, lag sein Zimmer doch nach hinten.


    4.Etappe Emden->Baltrum

    Nach einem guten Frühstück ging es dann zum Bahnhof. Das Taxi war pünktlich und so standen wir um 8 Uhr am Bahnhof. Wir haben Tränen gelacht, als auf der Anzeigetafel der Zug nach Norden mit 10min Verspätung angezeigt wurde. Wir haben es gelassen gesehen, fuhren doch noch zwei weitere Fähren an diesem Tag. Nun wir haben es tatsächlich zur ersten Fähre geschafft, der Polizist wohl auch nach Borkum. Meine Frau und ich haben Lucia abends noch an der Strandmauer getroffen.


    Fazit:

    Mit Traurigkeit sehe ich, was aus der Bundesbahn geworden ist. Für meine Begriffe gehört die Bahn als Infrastrukturträger in die öffentliche Hand. Abgewirtschaftetes Material, abgewirtschaftete Strecken, Zustände wie am Ende der Reichsbahn und der DDR. Eisenbahn ist nur noch im Modell schön. Ich kann mich noch an D-Züge erinnern, die pünktlich fahren und nie eine Klimaanlage hatten. Man machte einfach das Fenster runter und die dunkelbraunen Gardinen flatterten im Wind. So bin ich quer durch die Republik gefahren und immer, ich wiederhole, immer pünktlich angekommen.

    Wer wissen will, wie das auch heute noch funktioniert, der schaue mal nach Österreich. Die ÖBB ist Staatsbetrieb.

     

    Bis dahin mit freundlichen Modellbahnergrüßen

    Thomas



    Hallo Axel,


    ja mich begeistert diese Serie auch. Man kommt sich ja ein bisschen wie ein Stümper vor, wenn man das so sieht. Aber vielleicht liegt es nur daran es noch nicht versucht zu haben. ;)

    Ich habe erst einmal genug zu tun und bevor das Platinenprojekt nicht beendet ist steht so etwas auf der ToDo Liste.


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen in die Schweitz.

    Thomas

    Gude Michael,


    Ich übersetze mal ins Nassauer Platt (stark hessisch geprägter Dialekt. Ich, dich, mich usw. alles mit SCH ausgesprochen)

    " Un ewei hommer dat Summerloch woarhafdisch n' Gott mem Haaf Mist zougeschidd !"


    Sehr feine Arbeit, nicht nur der Misthaufen, sondern auch das gesamte Bauensemble. Auf den Bildern kommt der Mist an den Ecken fast grau/weiß rüber, ich denke aber das ist fototechnisch nicht anders hinzukriegen.

    Ich kann mir allerdings vorstellen, wenn die Hühner erst einmal gackern, dann ist der Rest vom Hof auch schnell "versaut".:thumbsup:


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen

    Thomas

    Moin Axel,


    eine ungewöhnliche Lokomotive, aber ein wunderschönes Modell wie ich finde und eine sehr liebevolle Umsetzung. Ich mag ja sowas und schaue mir immer gerne an wie es entsteht. Besonders die Lackierungen sind interessant in Bezug auf die verwendete Technik.


    Danke fürs Teilen.


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen

    Thomas

    Moin Zusammen,


    Mein Tip. Die Muffen aus 8 gibt es auch beim Installateur um die Ecke, werden dort für die Verlängerung von Stehbolzen mit Gewindestäben verwendet. (M8 oder M10 bisM12)
    Ich mache das so. Ist schneller dranzukommen und meistens gibt es eine Handvoll für zwei Euro.
    Auch zu empfehlen für die sogenannten "Normteile" ist die Fa. Mädler. Ist ein Internethändler. Dort gibt es auch die Rampa-Muffen in allen Variationen.


    Wer einen Werkzeug- und Schraubenhandel (Handwerkerbedarf) in seiner Nähe hat dem empfehle ich auch mal dort nachzufragen. Die Rampa Einschraubmuffen waren dort billiger als im
    Internet. Ich habe die bei meiner CNC-Fräse im Tisch verbaut um die Spannpratzen damit zu befestigen.


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
    Thomas

    Hallo Martin,


    echt tolle Umsetzung. Gefällt mir sehr gut und dient mir sicherlich als Vorlage für meine Umsetzung der Fachinger Brücke.


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
    Thomas

    Hallo Volker,


    das Problem bei der Sache war nur das nicht ganzzahlige Verhältnis der Getriebeuntersetzung. Bei den meisten Decodern kann man nur ganzzahlige Werte zur Berechnung eingeben. Ein Näherung an diesen Gleitkommawert, wie von Lutz ausgerechnet, führt innerhalb kurzer Zeit zum Verlust der synchronisation und wäre sinnlos. Jetzt leiten wir das Signal einfach über den eh schon vorhandenen PIC mit einer erhöhten Auflösung. (Impulse pro Motorumdrehung) Der PIC selbst arbeitet intern mit Gleitkommawerten und berechnet den Dampfstoß punktgenau. Der Sounddecoder, der den Impuls braucht, bekommt ihn mundgerecht fix und fertig berechnet serviert. (Impuls rein -> Dampfstoß raus) Übersetzung 1:1.


    Je mehr Impulse ich pro Umdrehung bekomme umso genauer kann ich berechnen. Ich habe mal einen Probeausdruck gemacht und dann bekomme ich noch mit gutem Kontrast 100 Striche hin. Vielleicht gelingt es Lutz ja noch an einen Bauteilnahmen zu kommen, ansonsten müsste ich einmal anfangen zu probieren. Diese 100 Impulse wären mehr als ausreichend und ich könnte die von Lutz berechnete Untersetzung vo 6,425 bis auf zwei Stellen hinter dem Komma auflösen.


    Bis dahin mit freundlichen Modellbahnergrüßen
    Thomas

    Hallo Modellbahner,


    gestern war "Tag der offenen Baustelle" am Strassentunnel der innerstädtischen "Umgehung" in Diez an der Lahn. Dort kommen gleich zwei Hilfsbrücken zur Überquerung der Baustelle zum Einsatz. Die zweigleisige Lahntalbahn wird dort kurz hinter dem Diezer Tunnel über die Baustelle geführt.


    Mein Sohn hat eifrig Bilder besonders von den Verbauungen und den Brücken gemacht, die ich Euch nicht vorenthalten will. Ein interessantes Motiv für ein Modul wie ich finde.
    Kurze Information zum Bauprojekt. Die "innerstädtische Umgehung war gut 20 Jahren in der Planung und Genehmigung. Bisher haben weitsichtige Politiker diese Art der Umgehung verhindern können. Aber irgendwann scheiden auch diese einmal aus der Politik aus. Das Ergebnis ist eine Baumaßnahme, die mit 31 Mio. Euro veranschlagt war und jetzt bei etwa 50 Mio. Euro enden wird. Wenn man bedenkt, das genau 400m Innenstadtstraße in den Genuß dieser Umgehung kommen ein fragwürdiges Unterfangen. Die Diskussionen und der Ärger sind da natürlich groß.


    Trotzdem ein reizvolles Thema diese Baustelle. Zum einen sind wie gesagt zwei Hilfsbrücken verbaut worden. Eine davon ist mit 31m Spannweite übrigens die größte Hilfsbrücke der Bundesbahn.


    Fangen wir mit der Kleineren von beiden an. Mit 24m auch schon eine beachtliche Spannweite, lagert sie auf Bohrpfählen mit einer Tiefe von gut 23m. Die ersten Bohrpfähle wurden während des laufenden Betriebes neben dem Bahndamm gebohrt und vergossen. Danach wurde binnen zwei Wochen das Gleis entfernt, die unterhalb des Bahnkörpers gelegenen Bohrpfähle gegründet und dann die Hilfsbrücke montiert. In dieser Zeit war die Strecke komplett gesperrt.


    Hier ein Bild der gesamten Konstruktion.


    Unterhalb der Brücke wird noch einmal weitere 8m tiefer bis zur Sohle des in offener Bauweise zu erstellenden Straßentunnels ausgeschachtet. Im unteren Bereich der Bohrpfähle zu erkennen die Gründung im Felsgestein. Zu allem Überfluss verläuft der Tunnel innerhalb eines massiven vulkanischen Ergussgesteins welches härter als Granit ist. Das heißt ohne Sprengungen keine Schachtung. Sprengungen direkt neben Wohngebäuden und Bahnstrecken erfordern eine Menge Vorsichtsmaßnahmen. So sind jede Menge automatische Messysteme rund um die Baustelle, dem bestehenden Einsenbahntunnel und allen angrenzenden Gebäuden montiert. Wenn der Berg nur hustet wird das sofort gemeldet.


    Auch nicht uninteressant, die Abstützungen mit dem sogenannten "Berliner Verbau", die Spundwände aus Holz. Überall dort eingesetzt, wo eine Setzung auf der anderen Seite keine Auswirkungen hat.


    Im nächsten Bild sieht man die Widerlager der Brücke. Interessant ist, das die Lager und die Bohrpfähle innerhalb einer Woche gebohrt vergossen und die Brücke darauf montiert wurde. Zu diesem Zeitpunkt war natürlich noch nichts geschachtet und unter der Brücke waren nur gut ein Meter Platz. Mit zunehmender Tiefe der Grabungsarbeiten werden dann Ankerlöcher durch die Bohrpfähle in den Fels bzw. Bahndamm gebohrt und vergossen im nächsten Bild schön zu erkennen. Eine besondere Herausforderung war die Umverlegung der Gleise, da sich die erste Brücke in einem Gleisbogen befindet. Auf dem Bild schlecht zu erkennen ist die einseitige Überhöhung der beiden Brückenteile.


    Das Typenschild weist die Brücke als eine ZH24 aus.


    Hier noch einmal der gesamte Konstrukt. Auf diesem Bild kann man die Gleisüberhöhung am Widerlager sehen. Die beiden Widerlager ruhen übrigens auf Stahlträgern, die in die Bohrpfähle eingegossen wurden.


    Das nächste Bild zeigt den Verlauf des in offener Bauweise zu erstellenden Tunnels. Auf der Höhe des Einfahrsignals befindet sich hinter der Spundwand und nicht sichtbar, die eigentliche Strassenbrücke der Diezer Strasse. Der Guckenberg wird erst nach Beendigung der Baumaßnahmen wieder hergestellt.



    Rechts im Bild das Tunnelportal des Diezer Tunnels und direkt links daneben der Eingang zum bergmännisch zu erstellenden Teils des Tunnels. Darüber die zweite und längste Hilfsbrücke der DB mit 31m Spannweite.
    Trotz dieser großen Spannweite ist sie noch zu kurz und es bedarf eines Kunstgriffes während der Bauphase. So wird die Brücke nach Fertigstellung eines in offener Bauweise erstellten Tunnelsegmentes um 10m versetzt, da das linke Widerlager im Moment inmitten der Baugrube liegt. Deshalb ist die momentane Zufahrt zum bergmännischen Teil auch so eng, wie man links im folgenden Bild sehen kann. Da es sich hier um einen massiven Felsen handelt wurde dieser lediglich mit Spritzbeton gesichert. Die Brücke selbst ruht auf dem Felsen.


    Das andere Ende ruht ebenfalls auf Fels.


    Im Vordergrund eine Bohrmaschine für die Spreng- und Ankerlöcher. Zum Abschluss noch ein Bild aus der Höhe des Gleisbettes aufgenommen.




    Hier zu sehen, der Bahntunnel mit knapp 165m und der Strassentunnel. Obwohl es sich um sehr hartes Gestein handelt, wird aufgrund der Nähe zum Bahntunnel nach jeder Sprengung zuerst die Strecke und der Tunnel vermessen, bevor die Bahn den Verkehr wieder frei gibt. Ein gigantischer Aufwand, der zweimal täglich stattfindet.



    Ein ganz wichtiger Teil aller Tunnelarbeiter. Der Platz für die heilige Barbara, die Schutzpatronin der Tunnelbauer.





    Ich hoffe damit etwas Inspiration geliefert zu haben und wünsche viel Spaß bei der Lektüre.
    Für weitere Informationen schaut einfach bei diesem Link.


    Bis dahin mit freundlichen Modellbahnergrüßen
    Thomas

    Moin Lutz,


    vielen Dank für Deinen Beitrag. Deine Expertise bringt die Sache voran.
    Amerikanische Technik. In der Tat eine andere Welt. Ich bin einmal den Links gefolgt und habe mir mal die Ersatzteillisten und alle Informationen derer ich habhaft geworden bin angesehen.
    Der "Encoder" in den amerikanischen Loks dient offensichtlich auch noch der Lastregelung ähnlich dem Lenz-System. Erspart es doch die aufwändige Messung der Gegen-EMK um den Kommutierungswinkel einzustellen.


    Den Nullimpuls erzeugt die Dreyfuss wohl durch einen längeren Abstand zwischen zwei Balken.


    Ich denke, dass man dies durch Aufbringen eines solchen "Encoderstreifens" auf der Schwungmasse der 50 (oder ähnlicher Loks) realisieren kann.


    Ich sehe auf dem neuen Layout der Tenderplatine an geeigneter Stelle mal die Bauteile vor. Also eine CNY70 Reflexlichtschranke zur Abtastung ist da wenig geeignet, weil nicht schnell genug.


    Eine Frage an Dich. Besteht die Chance herauszubekommen mit welcher Reflexlichtschranke, also den Bauteilnamen, die die Abtastung realisert haben? Ich kann eine Menge Typen bestellen, aber das müsste man ausprobieren, besser wenn man wüsste was die genommen haben.


    Lange Rede wenig Sinn. Du hast die Lösung präsentiert und so wird es jetzt einmal umgesetzt. :thumbup:
    Der PIC im Tender dient dabei der Skalierung des Signals. Der Skalierungsfaktor wird z.B. per CV im PIC eingestellt und als Einzelimpuls an den Decoder gegeben. Damit bekommt man jede Lok synchron. Angenehmer Nebeneffekt: Ist das Signal erst einmal im System kann man das ja auch noch für evtl. andere Schweinereien heranziehen. :)


    Bis dahin mit freundlichen Modellbahnergrüßen
    Thomas

    Moin Lutz,


    ein Magnet und ein Reedkontakt. Echt gut gelöst. Jetzt habe ich mal nachgeschaut. Der Einfachkeit halber bei einem ESU, weil ich dort die ganzen Beschreibungen auf die schnelle zur Hand hatte. Die akzeptieren nur ganzzahlige Verhältnisse bei der Einstellung. :( Ich möchte mal behaupten, dass das die Mitbewerber genauso handhaben. Sind die Eingänge doch alle für "Radsensoren" gedacht.
    Du hattest aber die Idee mit dem Umsetzer. Haben wir doch drin. Am PIC im Tender, dem neuen, sind noch jede Menge Eingänge frei. Ich spinne den Gedanken mal weiter: 6,425 Umdrehungen/Puls. Nehmen wir also die 42 und lassen die 5 unter den Tisch fallen. Wenn wir jetzt an den Motor eine geätzte Impulsscheibe mit 100 Schlitzen anbringen könnten, dann kann man mittels einer Gabellichtschranke diese Impulse abgreifen, auf einen schnellen Zählereingang geben und dann skalieren. Mit 100 Schlitzen in der Scheibe wären immerhin zwei Stellen hinter dem Komma möglich.
    Das Verhältnis wird per CV eingestellt. Jetzt braucht man nur noch einen Draht von der Tenderplatine zur Adapterplatine (Decoder). Am Decoder stellt man das Verhältnis 1 ein und fertig.


    Vielen Dank für Deine "2 Cent". Macht die Sache einfacher als am Triebwerk filigran rumzufrickeln. :thumbsup: .


    Brauchen wir nur noch einen der üblichen Verdächtigen zum Anfertigen der Scheibe. 8o


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
    Thomas

    Moin Lutz,


    Korrekt! 1,27mm Raster, nicht 1mm. ;( (Ist mir nicht aufgefallen) Die sind auch von der Beschaffung her kein Problem. Wie ich sehe hast Du 2,54mm verwendet. Wir haben es mit den dünnen Drähten und besagten Pfostenverbindern mit 1,27mm Raster in Rheine getestet. Wenn man dann noch die dünnen Drähte mit 0,14qmm (ESU oder was auch immer) verwendet sind die Strippen weg. In der Tat, JST-Stecker Typ SH verwenden wir an der Verbindung zwischen Decoder und Tenderplatine. Da der aber für gewöhnlich nicht täglich entfernt werden muß eine gangbare gute Möglichkeit, wie ich finde.


    Und ich bin einig mit Dir die Kabel nicht an der Deichsel oder sonstwo festzumachen. Damit sind beliebige Probleme vorprogrammiert. Der Verpolschutz ist bei Verwendung von 6 Verbindern (2x3) leicht gegeben, in dem man einfach eine mittlere Buchse mit einem Tropfen Sekundenkleber oder Nagellack verschließt, dem Stecker fehlt dort der Pin. Eine Lösung für umgerechnet 20Cent. Alle Kabel schwarz oder in Wagenfarbe. Nach Geschmack. Ich habe die Kabel an meinen anderen Loks kurzerhand rot lackiert und gealtert. Ein Nietenzähler wäre froh, wenn er es sehen könnte.


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
    Thomas

    Moin Axel.


    Zitat von Axel

    Wenn dann noch der CEOOE (Chief Executive Officer of everything) gewisse Ansprüche hat, macht die Moba den 2. Platz...


    :offtopic:
    Ich habe einen unkündbaren Vertrag bei der Firma "DESDO". Die Firma hat ihren Namen aus folgendem Zusammenhang. "Zuerst mechsde mol desdo und dann desdo......" (Hessisch)
    Ich bin im Grunde meines Herzens eine alte Handwerkerseele. Immerhin bin ich gelernter "Strippenzieher" und habe mir auf dem Bau immer Geld dazuverdient und viel gelernt.
    Heute bin ich dafür dankbar das Alles zu können, denn mehr Geld kann man nicht sparen. Und es hat einen unschätzbaren Vorteil. Am Abend sieht man was man gemacht hat und klappt nicht
    einfach den Laptop zu. Ein sehr befriedigendes Gefühl!!


    BR50:


    Nun, wir haben das jetzt mit Steckern/Buchse 1mm Pitch und fünf dünnen Kabeln gelöst. Andreas hat das weiter oben im Faden schon beschrieben. Wir haben das in Rheine ausprobiert und im hinteren Rahmen der Lok ist dafür reichlich Platz. Die Kabel und auch die Stecker sind so gut wie unsichtbar. Der Vorteil, es sind keine Umbaumaßnahmen an der Mechanik notwendig und selbst mit Wurstfingern ist das noch bedienbar.


    Deine Lösung ist sicher die Goldrandlösung mit allem Furz und Feuerstein. Die sollte man nicht in die Tonne werfen, jedoch würde ich die Steckerlösung zur Zeit vorziehen wollen. Ist auch erheblich billiger und bedarf keinerlei mechanischer Änderungen, was man auch im Hinblick auf den Nachbau und die benötigten Kenntnisse und Fähigkeiten berücksichtigen muss.


    Bis dahin mit freundlichen Modellbahnergrüßen
    Thomas

    Hallo Modellbahner,


    Ja, der neue ist im Vergleich zum Vorgänger ein Schwergewicht, zumindest was die Leistung angeht. Von weiter weg betrachtet ist er aber nur ein Großer unter den ganz kleinen und hauptsächlich wegen seiner Bauform gewählt worden.


    Lasst mich noch etwas zu den Vorschlägen und Bedenken von Axel und Lutz sagen:
    "Ein Produkt ist dann optimal, wenn es intuitiv über kulturelle, intellektuelle und religiöse Grenzen hinweg bedienbar ist." So ähnlich lautet einer der Grundsätze der Usability.
    Lieber Axel, bitte nicht böse sein, aber mit Deinem ersten Vorschlag wären wir aus dem Hörsaal geflogen. Lutz hat es gesagt: Auch für IT-Laien bedienbar.


    Mir schwebt genau das vor. Wer sich mal die Software für die Programmierung meines 21MTC-Adapters angesehen hat, der weiß wie ich mir das vorstelle.
    Hier der Link zum 21MTC-Adapter Programmer. Die Software ist übers Wochenende entstanden und kommt mit einer Seite Bedienungsanleitung aus.
    Als zusätzliche Hardware wird lediglich ein USB zu TTL Konverter benötigt, den es für rund 5 bis 6€ bei den bekannten Kistenschiebern gibt.
    Der sieht dann so aus:


    Ich würde das Ding dann noch mit drei Drähten und einem Stecker ausstatten und zum Selbstkostenpreis an interessierte weitergeben.


    Im Gesamten brauche ich dann drei Teile: Eine Lok mit dem Platinensatz den USB/TTL Konverter, PC mit der Software und fertig! :thumbsup:



    Des weiteren soll das Ganze ja auch noch über den Decoder mit den CV's nach NEM660 programmierbar sein. Das ist dann aber auch eher was für Spezialisten. Offsets berechnen, Mappings jonglieren usw. usw.


    Wer's braucht......



    Dann schon lieber "KISS" wie von Axel vorgeschlagen.


    Wie könnte das also funktionieren? Bisher waren beide PIC's als SUSI-Slave mit dem Decoder verbunden. 5 Drähte zwischen Lok und Tender wären also ausreichend, wenn beide Platinen nur lauschen und stumpf die Befehle aus dem SUSI-Bus ausführen. Es handelt sich also um eine unidirektionale serielle Verbindung. Blöd wird es, wenn an der Lok ein Radsensor für Dampfstöße zum Einsatz kommen soll. Für die Meldung wäre zumindest ein zusätzlicher Draht notwendig, der von der Lokplatine zum Tender und von dort zum Decoder geführt werden muss. Was, wenn der Lautsprecher in den Kessel soll? Noch mal zwei Drähte. Am Ende hätten wir dann auch alles mit einem dicken Kabelbaum zwischen Lok und Tender direkt vom Decoder aus machen können.
    Jeder der PIC's verfügt aber über insgesamt 4 unabhängige serielle Schnittstellen. Somit sind wir in der Lage zwischen Lok und Tender eine schnelle bidirektionale serielle Verbindung aufzubauen. Die kommt mit zwei Drähten aus und kann in beide Richtungen "telefonieren". Damit sind alle Spatzen gefangen und sogar der Sound könnte über diese beiden Drähte digital übertragen werden.
    Eine weitere Variante wäre, dem PIC in der Lok eine SUSI-Schnittstelle zum Anschluß eines Soundmoduls zu spendieren. Der SUSI-Bus würde dann per Software über die bidirektionale Schnittstelle zwischen Tender und Lok "getunnelt".
    Der Anschluß der Programmierschnittstelle (zwischen PC und Platinensatz) wäre dann im Tender. Die richtige Verteilung der Daten zwischen den PIC's würden diese selbstständig managen.


    Wie gesagt, das sind die Möglichkeiten. Wichtig ist die einfache, ohne viel gefrickel, Nutzbarkeit des Gesamtsystems. Für weitere Vorschläge und Kritik wäre ich dankbar.


    Bis dahin mit freundlichen Modellbahnergrüßen
    Thomas


    PS: Die Sch.... ist trocken. Am Wochenende muß ich erst mal wieder ran.

    Hallo Modellbahner,


    die wichtigste Nachricht vorneweg. Ich lebe noch und es geht mir gut. Allerdings hatte ich seit Rheine so gut wie keine Zeit, ist doch der letzte große Umbau in unserem Haus in vollem Gange. Und zu meinem großen Verdruss standen auch noch Überstunden und Wochenendarbeit an. :verrueckt: Letzte Woche habe ich einen Teil dieser Überstunden abgebaut und hier so richtig was auf "den Haufen" bekommen. Jetzt hat so eine Baumaßnahme, besonders beim Verputzen, "Trocknungsphasen" die unbedingt eingehalten werden müssen. :D Diese habe ich genutzt und was dabei herausgekommen ist wollte ich hier kurz vorstellen.


    Wie man aus Andreas Beiträgen sehen kann ergaben sich im direkten Kontakt und Gespräch einige Änderungen am Konzept. So fehlten Lampenausgänge um über alle Epochen hinweg die richtigen Spitzensignale darstellen zu können. Neben den bekannten Problemen mit der SUSI-Decodierung und den Anforderungen zum Radsensor usw. war es an der Zeit über ein neues Konzept nachzudenken.


    Kurzum, mit dem bisher verwendeten PIC16F690 kommen wir nicht weiter. Damit war die Sucherei nach einem geeigneten Prozessor eröffnet. Herausgekommen ist der PIC18F46K22 mit 28 Pins im UQFN-Gehäuse. Das Gehäuse ist gegenüber dem 16F690 um etwa ein drittel kleiner, was dem wenigen Platz auf den Platinen sehr entgegen kommt. Die Leistung ist etwa um den Faktor 10 größer. So hat der Neue 64kb Programmspeicher gegenüber 2kb des alten. Der 690 wird mit 8MHz getaktet der Neue mit 64MHZ! Vervollständigt wird dies durch eine reichliche Anzahl an seriellen Schnittstellen und ganz wichtig, 4 Hardware PWM Ausgänge, was die Ansteuerung der Lampendimmung und der digitalen Kupplungen, sowie der Raucherzeuger wesentlich verbessert.
    Das wichtigste für die Programmentwicklung ist aber die Möglichkeit des eingebauten "Debuggers" (dt. debug = entwanzen). So kann man den Quellcode im Einzelschritt auf dem Prozessor ablaufen lassen und alle Variablen beobachten. Außerdem kann man das Programm an bestimmten Stellen anhalten um das Ergebnis einer Operation beobachten zu können.


    Die schiere Größe des Programmspeichers erlaubt es die Programmierung der Ausgänge über CV's komplett zu implementieren. Da der PIC über zwei komplette RS232-Schnittstellen verfügt denke ich über ein Konfigurationsprogramm für den PC nach, was die Konfiguration erheblich erleichtern würde. Also keine CV-Orgie, sondern einfach im PC zusammen klicken.


    Um das Ganze zu testen, habe ich ein paar Adapter für das Steckbrett (Breadboard) gebaut und den Probeaufbau schnell ändern zu können. Ein zweizeiliges LCD-Display dient mir als Ersatz für die Ausgänge. Ganz nebenbei entsteht so ein "Sniffer" für die SUSI-Schnittstelle um den einzelnen Decodern auf den Zahn fühlen zu können, wenn mal was nicht so funktioniert.


    Hier der Probaufbau:


    Links oben das Display. In der Mitte der K22 im PDIP-Gehäuse und links unten der Steckbrettadapter für Plux 16/22-Decoder. Oben rechts der Anschluß für den Programmer/Debugger.
    Die nächsten "Trocknungsphasen" werde ich jetzt für die Softwareentwicklung verwenden.


    Bis dahin mit freundlichen Modellbahnergrüßen
    Thomas