Beiträge von Thomas S

    Hallo Friedrich,


    und wenn ich Staub ernten kann bringe ich gerne welchen mit.

    Das Angebot nehme ich gerne an. Kann ich mir abholen, da wir öfter im Jahr oben sind. Natürlich nur wenn Du magst.

    Staub sammeln ist mir bei uns noch nie gelungen. Das Zeug ist, wenn überhaupt ausreichend vorhanden, so dermaßen fein, dass man den nicht verarbeiten kann.


    Gruß Thomas

    Moin Friedrich,


    finde ich gut, dass Du die Herkunft des Staubes beschreibst. Wir haben hier bei uns sehr lehmhaltige Böden, was die Aufbereitung in streufähigen Staub aufwändig macht. Man braucht neben dem Backofen eine Mühle und eine kleine Siebstrecke. Da ich keinen Traktor habe, noch Landwirtschaft betreibe, kann ich nicht auf Staub vom Trecker zurückgreifen.


    Ich habe mir das letzte mal Ackerboden aus dem Ammerland mitgenommen. Der ist fast schwarz, weil torfhaltig und nach dem Trocknen umbrafarben. Da der Boden extrem Fein ist reicht es den Boden nach dem Trocknen durch einen Nylonstrumpf zu sieben. Die Reste im Sieb kann man auch direkt sammeln und weiter verwenden. Größere Steine hat es nicht.

    Das ausgesiebte Wurzelwerk läßt sich auch weiter verwenden. Ich hatte wohl ein Maisfeld erwischt mit teilweise dicken Wurzeln aus denen sich Büsche herstellen lassen.

    Dein Boden ist sehr hell was mich auch auf Lehm oder tonhaltige Böden schließen lässt. Oder liege ich da falsch.


    Gruß Thomas

    Moin Friedrich,


    OT: Ich glaube den schönen Garten kenne ich. Bzw. meine Frau kennt ihn und es gibt Bilder davon. Wir schauen mal nach. Wunderschön!

    Ich sage auch nicht wo das ist, aber wir sind ja fast Nachbarn. Jedenfalls Zeitweise. ;)


    Das mit der Interessen- oder Lustlosigkeit kenne ich. Das passiert mir immer dann, wenn der Körper eine Pause will aber der Verstand das nicht so schnell begreift.


    Gruß Thomas

    Moin Friedrich,


    ein wirklich gutes Tutorial und für mich ein guter Vergleich zu meiner Vorgehensweise. Dein Styroporkleber sieht auf den Bildern aus wie Bauschaum bzw. hat die Konsistenz. Kommt der aus der Kartusche oder aus der Dose? Ich kann mir vorstellen, dass das Zeug klebt wie Sch.. am Schuh. Ich hatte den Versuch gewagt, das Styrodur mit Ponal einzukleben. Das war insofern dumm, weil Styrodur kein Wasser bindet und der Leim damit zwei Jahre zum Abbinden braucht. Bin sehr gespannt, was Du als "Belag" auf die Straße packst und wie es über dem Fliesenkleber weiter geht.


    Viele Grüße in den Norden

    Thomas

    Moin Friedrich,


    sehr ordentlich gemacht. Das gefällt mir sehr gut und da gibt es nix zu meckern. Vielleicht ist die Mischbauweise aus MPX-Köpfen und Pappel Seitenteilen eine Alternative für die Zukunft. In Anbetracht der Liefersituation für MPX lohnt es sich darüber nachzudenken. (Meine Meinung zu Pappel kennst Du ja.) Mich würde interessieren, was das Modul jetzt im Rohbau wiegt. So in etwa.

    Hast Du die Beinhalter selbst geschweißt?


    Viele Grüße in den Norden

    Thomas

    Moin Michael,


    dein Taschen-Autokollimator (Spiegel) gefällt mit richtig gut. Die Module kenne ich ja. Was mir auffällt sind die Trocknungsrisse an den Seitenwänden. Die spielen natürlich nachher keine Rolle mehr. Aber vielleicht wäre es eine Idee die Ränder vorher mit Grundierung zu behandeln. Dann hat die Feuchtigkeit vom Fliesenkleber keine Chance mehr am Holz zu arbeiten. Das aber nur am Rande.

    Vielleicht ist es aber auch an der Zeit sich an Pappel zu gewöhnen, da MPX-Birke in absehbarer Zeit Mangelware wird. Kommt halt aus Russland.


    Meine 5 Cent ohne Inflationsaufschlag

    Thomas

    Hallo zusammen,


    Im Moment sind wir in unserem Feriendomizil in Friesland. Da das Wetter nicht wirklich zum Baden einlädt haben wir mal eine Radtour gemacht.

    Irgendwann sind wir im Vareler Hafen angekommen. Mittlerweile eher Jachten, Booten und Jollen vorbehalten sind auch wirklich noch Fischkutter unterwegs. Mein Thema sollen aber nicht die schwimmenden Exponate sein, sondern eher die Hafenkräne, die dort ausgestellt sind.

    Wenn da Kräne sind, dann wäre ein Blick in die Vergangenheit angebracht. Das Personenschiff "Etta von Dangast" hat im letzten Jahr ihren Dienst eingestellt und dient jetzt als schwimmende Kaffetafel im Vareler Hafen. Jedenfalls vorübergehend.

    Was der Betreiber der Kaffetafel dann erzählte fand ich recht interessant. Der Hafen war wohl, neben seiner frühen Historie, bis Ende der siebziger ein geschäftiger Platz. Hier wurden neben dem Fischfang Waren aus Holland angeliefert und Vieh nach England verschifft. Darüber hinaus waren etliche Unternehmer für Schiffsausrüstung und Maschinenbau und Handwerker dort ansässig. Mit diesem Wissen ergeben die Hallen entlang der Hafeneinfahrt einen Sinn.


    Des weiteren herrschte reger Bahnverkehr, der zur Anlieferung und Abfuhr der Waren gedient hat. Hier kommt der Kran ins Spiel, der mit einer Besonderheit aufwartet. Schon 1911 wurde der Kran elektrisch betrieben und stand auf einem selbstfahrenden Untergestell in Normalspur. Im Hafengebiet verteilt standen Anschlußterminals an denen der Kran, je nach Einsatzort, angestöpselt wurde. Leider konnte ich über die Verwendete Spannung nichts in Erfahrung bringen. Ein Blick auf den Schaltkasten im Kran läßt auf Gleichspannung tippen. Ich gehe mal davon aus, dass da 500V zum Einsatz gekommen sind. Die Gleise waren entlang der Kaimauer doppelt verlegt, so dass der Kran zwischen Schiff und Güterzug verkehren konnte. Der Kran konnte mit einem Haken oder einer Schaufel ausgerüstet werden. Leider habe ich auch für den Gleisplan (noch) keine Unterlagen gefunden. Der Betreiber der Kaffeetafel war dann auch der falsche Ansprechpartner.


    Hier erst einmal der Kran auf seinem Ruhesockel. Der Anschlußkasten im Vordergrund gehört nicht zum Kran und dient der Landstromversorgung der diversen Anleger.


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    Auf der Rückseite ist eine Grafik bei der man sich den Kran im Einsatz vorstellen kann.


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    Leider ist kein Typenschild mehr auffindbar. Alles was ich da zeigen kann ist diese Nachbildung.


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    Als nächstes gibt es einen Blick auf den Fahrantrieb. Leider bin ich nicht näher rangekommen. Und die Verkleidung abbauen hätte sicher zu Ärger geführt.

    Als erstes ein Blick von hinten auf das Getriebe des Fahrantriebes.


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    Einen Deckel habe ich dann doch auf bekommen und ein eher schlechtes Bild vom Getriebeinneren machen können. Aber besser als Nichts.

    Im Vordergrund sieht man den Abtrieb des Motorgetriebes. Der Motor lag aber so weit im Dunkeln, dass das Bild nichts geworden ist. :cursing:


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    Wenden wir uns jetzt der "Schaltzentrale" im innern des Kranes zu. Rustikale Technik. Die Elektrische Ausrüstung ist allerdings neueren Datums als 1911 und entspricht

    der Technik der 50/60er Jahre. Schön zu sehen die Widerstandskaskade zur Geschwindigkeitsregulierung der Seilrolle. (Hier war es zu allen Jahreszeiten angenehm warm)

    In wie weit die Drehzahlen vom Fahr- und Drehantrieb regelbar waren konnte ich nicht feststellen. Alles in Allem ist die Ausrüstung auch wohl nicht mehr vollständig.


    img_20220420_200401suklp.jpg


    Hier noch ein Blick auf die Verteilung, die Seilrolle und den Hubantrieb. Könnte ein Scheibenläufer gewesen sein. Hohes Drehmoment bei geringer Drehzahl und vor allem geringem Strom.


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    Zum Schluß noch ein Bild vom Drehantrieb, dessen Motor ich im innern des Kranes nicht gefunden habe.


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    Außer diesem Kran ist noch ein weit aus rudimentäreres Modell in der Ausstellung. Hier fehlt leider jegliches Hinweisschild über Baujahr usw.


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    Wer noch nähere Informationen zum Vareler Hafen und dessen bewegte Geschichte erfahren möchte der findet hier und hier Informationen.


    Es ist natürlich nur ein weiterer Hafenkran unter den Kränen, aber ich hoffe diese kleine Exkursion hat trotzdem Euer Interesse geweckt und ich wünsche viel Spaß bei der Lektüre.


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen von der Nordsee

    Thomas

    Hallo zusammen,


    Die Märklineisenbahn aus Kindertagen dürfte man heute wahrscheinlich aus medizinischen, sprich Gehörschutztechnischen, Gründen gar nicht mehr betreiben. Ansonsten ist es mir persönlich vollkommen egal wie laut mein Modul trommelt.

    Da bin ich voll und ganz bei Lutz. Ein ordentlicher T-Träger unter dem Trassenbrett und angemessene Geschwindigkeiten und es ist nichts mehr zu hören. Wem das Gesäusel dann immer noch zu laut ist, der kann ja noch einen Lappen in den Modulkasten klemmen. :P

    Im Schattenbahnhof, da wo ich mich mit Gelände Schotter usw. nicht beschäftigen muss, da kann man auch einen Nadelfilz verlegen. Sieht wahrscheinlich noch richtig gut aus.


    Meine Märklin K-Gleis Anlage, zusammen mit den Sounddecodern, haben regelmäßig dazu geführt das die Nachbarn (der männliche Teil davon) angelockt wurden. Ärger gab es dann höchsten mit dem weiblichen Teil, weil in der Zeit die samstägliche Hausarbeit liegen geblieben ist. Aber das hatte ich nicht auszubaden. :)


    Meine Trassenbretter und Gleiskörper sind jedenfalls aus MPX und Sperrholz und fest verleimt. Das muss halten, verzugsarm sein und nicht dämmen.

    Merke: Gegen Körperschall hilft nur Masse, viel Masse. Eine hundertprozentige Schalldämmung läßt sich also leicht umsetzen in dem man den Modulkasten nach Fertigstellung von unten einfach mit Beton ausgießt. Dazu bitte hohe Modulkästen verwenden. Modul-Gießlinge aus Beton sollen auch ganz gut sein.:)


    Wider den tierischen Ernst und mit vielen Grüßen

    Thomas

    Moin Günter,


    MoWi ist die Abkürzung für den Handelsnamen Mowital. Chemisch nennt sich das Polyvinylbutyral (PVB). Das wird als Bindemittel für Farben, Kleber, Putze usw. verwendet. Zu kaufen gibt es das bei z.B. Kremer-Pigmente oder über den Fremo. Etwa 100 Gramm werden in 1l Isopropanol aufgelöst und dann werden die zu verfestigenden Oberflächen beträufelt oder besprüht.

    Ich kannte es auch nicht und habe die gleiche Frage gestellt. Zuerst verwendet hat es wohl Bruno und Friedrich. Man berichtige mich, wenn ich hier falsch liege!

    Gib mal oben über die Suchfunktion "Mowi" ein und lasse mal Forenweit suchen. Dort findest Du alle wichtigen Informationen, Anwendungsbeispiele und Bezugsquellen.


    Ich habe es wie gesagt auch zum ersten mal angewendet und muss sagen das "Hexenfett" hat gegenüber den "normalen" Verfahren echte Vorteile. Insbesondere hinterläßt es nach dem Trocknen, was sehr schnell geht, keine Glanzstellen.


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo Holger,


    vielen Dank für den Tip und den Link. So langsam ergibt sich für mich ein "Fahrplan" wie ich anfange. Eine Frage. Was haben denn die Schwellen zu der Aktion gesagt? Oder hast Du die nach dem Granieren noch mal behandelt?


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo Michael,


    ich glaube, dass Brunos Vorschlag und auch die Farbwahl zielführender sind. Wenn man die Pulverfarben beimischt werden diese aufgrund des Klebers ebenfalls dunkler. Um da den richtigen Ton zu erwischen dürfte einer Versuchsreihe entsprechen. :verrueckt:


    Wahrscheinlich wäre es einfacher bei Koemo neuen Schotter zu bestellen, aber dann gäbe es ja nix zum Lernen und dass ist langweilig. :)


    Gruß Thomas


    PS: Unser Gadget nimmt Gestalt an. Stehst vorne mit auf der Liste. :thumbup2:

    Hallo zusammen,


    Bruno : Vielen Dank für die ausführliche Info. Und in der Tat. Fragen über Fragen... Also, wie Du schon sagst, einfach mal machen.


    Martin : Das war mein erster Gedanke. Vorher möchte ich aber die Möglichkeiten von MoWi mal ausloten.


    Die Katastrophen poste ich hier. Vielleicht kommt ja auch was brauchbares für die Nachwelt heraus.


    Viele Grüße

    Thomas

    Moin Bruno,


    welchen Farbton würdest Du als "Wosch" verwenden. Ich denke da an "Panzergrau" mit viel Terpentin aka Waschbenzin und den Luftpinsel.

    Was meinschst?


    Gruß Thomas

    Moin Christoph,


    ich weiß noch nicht ob ich im Oktober Zeit habe, da längere private Termine anstehen, die noch nicht genau terminiert sind.

    Und für eine Tagestour ist Rheda für mich zu weit. Wenn Du auf eine Anmeldung mit Modulen anspielst, dann muss ich Dich wahrscheinlich enttäuschen.

    Mit den Modulen dürfte jetzt erst einmal bis auf kleinere Baumaßnahmen eine kleine Pause sein. Für Andreas sind ein Menge Bauteile

    anzufertigen und (kleiner Teaser) eine interessante Sache zu konstruieren.


    Bis zum 19. Juni ist aber noch etwas Zeit und da fließt noch viel Wasser die Lahn runter. :)

    Gucke mer mol.....


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo Hexenmei... ähm Bruno,


    vielen Dank für die Tipps. Wir hatten auch zuerst die Tropfmethode im Sinn. Allerdings haben wir, da nicht feucht in die Farbe gestreut, den Turf vom Bahndamm gespült. ;(

    Um dem vorzubeugen sind wir dann auf die Sprühflasche umgestiegen. Die Fläche habe ich dann im Kreuzgang satt eingesprüht. Im Nachgang würde ich sagen, dass ich die Prozedur noch mal wiederholen werde. Das Ergebnis ist trotzdem erst einmal zufriedenstellend. Der Fliesenkleber ist sehr saugstark und dementsprechend schnell trocknet die Farbe. Vielleicht werde ich es wie Michael machen und nach dem Anstrich eine Lage Latexkleber o. ä. auftragen und den Turf darin einbetten.


    Was ich an MoWi angenehm finde ist, dass die Materialien nach dem Trocknen keinen Farbunterschied erfahren und schön Matt bleiben. Ich werde das mal mit dem Basaltschotter versuchen. Da habe ich Hoffnung, dass die Geschichte nicht schwarz wird. "Mer gucke mol wies werd."


    Zusammenfassend gefällt mir das "Hexenfett" gut und ich für meinen Teil werde weiter damit experimentieren. :thumbup2:


    Viele Grüße

    Thomas

    Hallo zusammen,


    am Wochenende ging es mit den Modulen bei unserem Basteltreffen in großen Schritten weiter. Mit von der Partie waren die Forenkollegen Andreas B, Michael R und Hans-Jürgen. An dieser Stelle zuerst einen großen Dank an Andreas für die hervorragende Organisation, Logistik und die große Gastfreundschaft ohne die das Treffen so nicht hätte stattfinden können. :thumbsup:


    Ich für meinen Teil musste feststellen, das ich wie ein "Frisör ohne Kamm" auf der Szenerie erschienen bin. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur hervorbringen, dass sich die Techniken zur Geländegestaltung doch sehr geändert haben. Da danke ich den Kollegen, die einfach mit den fehlenden Materialien ausgeholfen und mich dabei gleich auf den neuesten Stand gebracht haben. :thumbup2:


    Am Freitag Abend ging es mit vereinten Kräften los und der Rohbau des Geländes mit Styrodurplatten wurde angefertigt. Die Haltewinkel in den Ecken konnten dabei als Widerlager für die Platten genommen werden. Die Unterseite des Trassenbrettes als Gegenstück. Der Abstand zwischen Winkel und Trassenbrett entsprach dabei, wohl eher zufällig, der Plattenstärke. Die Platte an sich schaute dabei an den Modulrändern etwa 1-2 cm über die Oberkante hinaus, was die anschließende Anpassung des Geländes sehr erleichterte.


    Hier die Anordnung der Geländeplatten an den Übergangsmodulen von unten:



    Von oben sieht das dann so aus:



    Wie man sehen kann sind die Böschung und der Wassergraben schon grob eingearbeitet. Dies ist mit der Holzraspel kein Problem. Bei dem verwendeten Styrodur handelt es sich um Schnellbauplatten ohne Zementbeschchtung. Das Material hat den Vorteil, dass es antistatisch ist und die Krümel wie Holzspäne einfach zu Boden fallen.


    Da ich anfangs in der Datenbank "zielsicher" zum E96-Profil mit holländischem Graben gegriffen habe mussten die Übergangsmodule auf F96 mit deutschem Graben her. In der Kombination sieht das aber recht gut aus, weil der Taleinschnitt damit schon sanft angedeutet wird und damit dem Gesamteindruck sehr zuträglich ist.


    Fertig befeilt und geschliffen sieht das dann so aus:



    Das Brückenelement wurde analog zu den Übergangsmodulen angefertigt. Die Gestaltung des Taleinschnittes haben wir dann auf Samstag verschoben.

    Nun, eigentlich war es ja schon Samstag. Und wir haben uns auf eine Schlafpause geeinigt.


    Danach ging es am Samstagmorgen zeitig und gut gestärkt weiter.

    Eigentlich hatte ich für das Brückenelement eine Straße im Kopf. Nach kurzer Diskussion landeten wir wieder bei meinem ursprünglichen Gedanken "Flüsschen". Für mich war dabei die Erkenntnis wichtig in anderen Dimensionen zu denken. Was heißt das? Bisher hatte ich ja nur stationäre Anlagen mit begrenztem Platzangebot. Das hat dazu geführt Geländekonturen zu stauchen und kurze Übergänge zwischen Ebene und Tal zu haben. Im Fremo ist die Situation wesentlich entspannter, was einem die Gelegenheit gibt diese Übergänge großzügiger und damit vorbildgerechter auszuführen.


    Die Brückenköpfe brauchten dann noch Stützmauern. Soweit war mir das klar aber einfach ein Holzbrettchen als Unterbau? Das konnte ich mir nicht Vorstellen. Gut drei "alte Hasen" hinter sich zu wissen.

    Also zuerst einmal das "Flussbett" aus einem Reststück 10mm Pappel in den Rahmen geleimt.



    Danach die Stützmauern aus 6mm Pappel an den Brückenköpfen und provisorisch am Modulrahmen montiert und den verbleibenden Zwischenraum mit Reststücken aufgefüllt und befeilt.



    Anschließend noch das Flussbett grob vorbereitet und dann Rohbaufertig!



    Damit war das Brückenmodul für das Bastelwochenende fertig gestellt. Die Restarbeiten hätten wir locker geschafft, aber ich wollte das gelernte gerne selbst umsetzen. Vielleicht ist noch etwas anzumerken. Wer genau hinschaut, der erkennt auf dem Trassenbrett drei Spaxschrauben, die da nicht sein sollten. Naja, das kommt dabei heraus, wenn man sich nicht an seine eigenen Maxime hält. Da die Trassenbretter vor der Brücke relativ stabil erschienen und zudem recht kurz sind dachte ich mir, ich könnte auf die Verstärkung in Form eines T-Trägers verzichten. Solange da niemand mit Wasser und Kleber dran rum fummelt prima..........

    Lange Rede. mit einem ein 30mm hohem Streifen 12mm Multiplex konnte ich dem Trassenbrett die Durchbiegung dauerhaft abgewöhnen.

    Was jetzt noch anstand waren die Übergangsmodule mit Fliesenkleber zu überziehen und die Grundbegrünung aufzubringen.


    Leider habe ich keine Bilder von den Beschichtungsarbeiten, weil Andreas schneller als der Schall den Überzug hergestellt hatte. :)

    Da das aber kein Hexenwerk ist reicht es hier ein Bild des fertigen Überzuges zu zeigen.



    Nach dem Abbinden kamen die Module in den "Sinterofen" zum Trocknen. Also alles dicht an einen rotglühenden Ölradiator stellen und nach kurzer Zeit kann weiter gemacht werden.

    Nächster Schritt ist die Grundfärbung.


    Einmal Erde bitte......



    Hergestellt mit Dispersions- Abtönfarbe. Erdbraun, Hellbeige und Grün. Einfach nach Gefühl durch Eintauchen des Pinsels in die verschiedenen Farben deckend aufgebracht.


    Dann die Grundbegrünung mit Turf. Verwendete Farben Dunkelgrün, und Hellgelb. Anschließend noch etwas "Waldboden". Die Gehwege neben dem Bahndamm wurden noch mit feinem Sand abgestreut. (Nicht im Bild)



    Die Grundbegrünung wurde trocken ohne Leim auf die Oberfläche aufgestreut. Zur Befestigung sollte MoWi, das universelle Hexenfett für Fixaturen zum Einsatz kommen. Da noch niemand von uns Erfahrung damit hat sicher ein mutiger Schritt. Die Mischung hatte Hans-Jürgen schon fertig hergestellt mitgebracht. Also das Zeug in eine Pumpflasche und los ging es.

    Ja, jetzt die Frage wie viel denn da drauf? Für lange Fragen war um 1 Uhr Nachts keine Zeit und so entschied ich mich für "klatsch Naß". Das Egebnis war, dass der Keller anschließend roch wie das Saufgelage der Hintertupfinger Feuerwehr. Wir haben uns erst einmal nicht mehr getraut einen Lichtschalter zu betätigen.......


    Fazit: Die Begrünung ist fest geblieben und totzt der Schwerkraft problemlos. Allerdings ist das nicht abriebfest und kann leicht mit dem Finger entfernt werden. Das halte ich für einen angenehmen Nebeneffekt für die anschließenden Ausgestaltungsarbeiten. Für Dauer halte ich das für zu empfindlich. ABER!!!!! An dieser Stelle muss ich mich intensiv in die Materie einlesen, da ich wahrscheinlich noch ohne Ende Anwendungsfehler gemacht habe.


    Herausgekommen ist folgendes:


    Abgesehen von diesem Baufortschritt, den ich im Traum nicht erwartet habe, war das Wochenende nach so langer Coronaabstinenz einfach nur Spitze. Supernette Modellbahner, eine Menge Sprüche und jede Menge Spass. Ich habe keine Ahnung wann ich das letzte Mal so gelacht habe. Kurzum, sagt mir wo das nächste Treffen ist, ich komme.


    In diesem Sinne vielen Dank an alle Beteiligten und im Besonderen an Andreas.


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen

    Thomas