Beiträge von Bernhard

    Hallo Johannes,


    danke für die Blumen.:thankyou: Wie schon gesagt entweder man führt endlose Diskussionen was alles nicht stimmt, was hätte, könnte und wäre ...:popcorn:

    oder man packt die Sache an. Ok, ich tu mich da leichter weil ich schon immer so rumgebastelt habe und mittlerweile auch entsprechendes Werkzeug und Maschinen habe, aber bei manchen Diskussionen denke ich mir schon: stellte euch nicht so an und nehmt einen Pinsel und etwas Farbe und malt den Bremsumstellhebel an, nur so als kleines Beispiel.

    Vielleicht sind wir auch alle zu verwöhnt und keiner bastelt mehr sondern viele konsumien nur noch. Dieser Verdacht beschleicht mich immer, wenn ich nach Material schaue, vieles was es früher in jedem Spielwarengeschäft gab ist heute verschwunden.


    Speziell zu der MaK, der Privatbahnmaschine schlechthin, glaube ich ehrlich nicht mehr daran in diesem Leben ein ordentliches Modell erwerben zu können, laß mich aber gerne eines besseren belehren. Solange muß eben mein Umbau herhalten. Und natürlich mag ich es besonders Modelle zu haben, die nicht jeder hat.:thumbup:


    In diesem Sinne fröhliches basteln

    wünscht Bernhard

    Hallo Johannes,


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    Ich gebe zu, im ersten Moment hatte ich die verlängerte Version der Fahrerkabine bei der Heljan Lok nicht bemerkt.

    Weißt du was: ich auch nicht. Das heißt irgendwie komisch hat die Lok für mich schon ausgesehen ohne richtig zu wissen, woran es liegt. Ich wollte erst nur die Räder und Blindwelle tauschen. Nach Gesprächen mit anderen NE-Bahn interessierten Modellbahnern und weiterem Vergleich sind mir die anderen Fehler dann aber immer deutlicher geworden und mich hatte der Ehrgeiz gepackt was besseres daraus zu machen. Besonders als ich festgestellt hatte, daß die Fehler doch recht einfach zu beseitigen sind. Du weißt ja, vom hundertsten ins tausendste...


    Zitat


    Direkt aufgefallen sind mir die feineren Lüftergitter. Sind die einfach durch das Entlacken hervorgekommen?

    Ja, der Lack ist ziemlich dick aufgetragen :zitat:Stichwort: Tauchlackierung :zitat: Von einem Kollegen aus einem anderen Forum habe ich erfahren, daß der Lack nach dem Bad in Isopropanol sehr weich, aber auch sehr zäh wird und dann mit Fingernagel und Bürste weggeschoben werden kann. Das ist eine ganz schöne Sauerei und dauert ewig weil man vorsichtig sein muß, um die feinen Details nicht zu beschädigen, lohnt sich aber wie Du treffend bemerkt hast. Ich hoffe, daß mir die neue Lackierung gelingt ohne wieder alles zuzukleistern.


    Zitat


    Ganz toll finde ich deine selbstgebauten Vorrichtungen. Die Vorrichtung um den Radversatz herzustellen habe ich, glaube ich, in ähnlicher Form in einer alten, grünen, HP1 Ausgabe gesehen.

    Da hast Du mich jetzt ertappt :blush2: Ich habe mir diverse Berichte über Vorrichtungen angesehen, unter anderem auch den erwähnten, und mir das dann so angepasst, wie ich es benötige.

    Das Problem an meiner Drehbank ist z.B. daß ich die Spindel nicht klemmen kann, deshalb der Bügel um den Versatz herzustellen.


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    Den Farben deiner Maschinenteile nach zu schließen verwendest du zumindest einige Proxxon Komponenten.

    Auch das hast Du richtig erkannt. Ich benutze den Proxxon Bohrständer BFB 2000 mit dem Fräsmotor BFW 40/E und den Kreuztisch KT 150. Für mich ist das ausreichend, ich bearbeite hauptsächlich Kunststoff, Messing und Alu, dafür tut's das allemal. Ich stelle notfalls weniger zu, ist ja Hobby und nicht Akkordarbeit. Wenn ich mal an einen alten Bohrständer komme, werde ich diesen Umbau hier vornehmen: https://www.youtube.com/watch?v=P6ekpjWYDrE

    Als Drehbank habe ich eine EMCO Compact 5

    Beides handliche Geräte die neben der Anlage gut in den Bastelkeller passen.


    Die Idee, deine Drehbank mittels Bohrständer aufzurüsten ist nicht verkehrt, allerdings bleibt das Problem wie Du dann vertikal zustellen willst?

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    Du hast die Lampen am langen Vorbau geändert. Man kann ja sofort die Verbesserung sehen.

    Ja genau, wer schielt sollte das korrigieren lassen :pilot:


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    Da frage ich mich, warum macht der Hersteller das?

    Damit ich basteln kann:roflmao: , ansonsten macht das keinen Sinn+><


    Viele Grüße

    Bernhard

    Hallo Friedrich,


    danke für die netten Worte, ich zeige euch gerne wie ich so bastle. :thankyou:

    Da ich nicht zu der Art Modellbahner gehöre die nur konsumieren und diskutieren, ein Thema etwas abseits des Mainstream habe und die Welt für mich nicht zusammenbricht weil ein Bremsumstellhebel die falsche Farbe hat, bleibt mir nichts anderes übrig als Hand anzulegen. Und ehrlich gesagt bereitet es mir eine große Freude, die Fahrzeuge zu haben, die nicht jeder hat.


    Zitat


    Vielleicht motiviert es den einen oder anderen einfach mal an zu fangen.

    Das hoffe ich doch sehr, und so kann ich alle nur ermuntern mal mit einem Umbau anzufangen. Auch ohne den Werkzeugmaschinenpark den ich mittlerweile habe, kann man Fahrzeuge verbessern. Nur Mut, muß ja nicht gleich die Heljan-MaK sein.:pfeifen:


    Fröhliches und erfolgreiches Basteln wünscht

    Bernhard

    Hallo zusammen,


    jetzt geht es an den kurzen Vorbau. Die 2,5 mm, die ich am Führerhaus weg genommen habe, müssen an den kurzen Vorbau wieder ran.

    Zuerst habe ich Winkel aus 1,5 mm Polystyrol zugeschnitten und an den Vorbau geklebt




    Darauf kommt noch mal ein Streifen mit 0,5 mm Stärke



    Den Überstand innen und aussen habe ich mit Fräsen und der Feile an das bestehende Gehäuse angepasst.



    Ein dritten Streifen aus 0,5 mm Polystyrol kommt noch zusätzlich drauf, diesen habe ich aber nicht ganz herunter geschliffen, er soll den kleinen Wulst darstellen der Vorbau und Führerhaus verbindet.



    Schließlich habe ich den Vorbau noch mit neuen Kappen und Gehäusehaken verfeinert



    Den Gussblock habe ich ebenso kürzer gefräst



    Nun der erste Zusammenbau zur Probe



    Sieht doch ganz gut aus und kommt dem Original einer langen MaK Stangenlok doch schon viel näher:aok:


    Hier noch mal ein Vergleich zu Heljan Original



    Bis bald

    Gruß Bernhard

    Hallo zusammen,


    weiter geht es mit dem Verbesserungen. Die 'schielenden' Lampen am langen Vorbau haben mir auch überhaupt nicht gefallen, deshalb wurden sie ersetzt. Da meine Modelle unbeleuchtet sind ist das für mich kein großes Problem gewesen.


    Zuerst habe ich den 'Balken' unter dem Frontlüfter neu angefertigt; Kontur fräsen und bohren der Lampen in einer Aufspannung wegen der Flucht der Bearbeitung



    Hier schon mit neuen Lampenringen aus 2 mm Alu Rohr



    Glaubt bloß nicht, das bei mir alles beim ersten Anlauf klappt:tommy:, den Balken habe ich 3 mal gemacht. Gut ist erst etwas, wenn es mir gefällt, notfalls mache ich s mehrmals!:keeporder:



    Danach habe ich am langen Vorbau den vorhandenen Balken weggefräst.


    Erst mal überprüfen, ob das Teil waagerecht eingespannt ist :



    Danach fräsen:



    Vergleich Vorher - Nachher



    Jetzt guckt sie doch schon ganz anders:



    Kleines Update noch zum Führerhaus und allgemein:



    Die Fenstereinsätze kamen auch unter die Fräse und wurden kürzer gemacht; die Trennkante verdeckt dann mal ein Fensterrahmen. Hier sind die 2 Teile nur provisorisch auf ein Stück Tesa geklebt Hat jemand eine Idee, mit was ich sie verkleben könnte?


    In einem anderen Forum hat ein Kollege empfohlen die Gehäuseteile vom 'Tauchlack ' zu befreien. Er hatte das Ganze in Isopropanol eingelegt und dann die Farbe mit Fingernagel und Bürste zu beseitigen. Das ist eine elende Sauerei -ich hatte noch lange danach blaue Finger- lohnt sich aber denn die Anzahl der Lüfterlamellen ist danach gefühlt doppelt so hoch!


    Demnächst weiter mit dem kurzen Vorbau


    Bis dahin

    Viele Grüße

    Bernhard

    Hallo Jürgen,


    Zitat

    Könntest du auch einmal einen Bericht uns zeigen mit den Rädern, was man beachten muss ?

    Kann ich machen, nun was gibt es zu beachten?


    Zunächst einmal habe ich die Räder ja vom hohen Spurkranz befreit. Dabei ist es problematisch, daß die Roco Räder ja Kunststoff Radsterne haben. Deshalb wollte ich sie nicht an der Achse oder auf einem Dorn ( z.B. von Fohrmann ) spannen. Ich denke das habe ich im Beitrag #1 ganz gut beschrieben. Die Vorrichtungen spannen nur den Radreifen. Beim Abdrehen vorsichtig zustellen, damit nicht zu viel Wärme entsteht.

    Zusätzlich gibt es bei den Rädern von Roco noch das Problem, daß die Achsen nicht durch die Radsterne durch gehen, sondern in Sacklöchern sitzen. Das ist schon beim Abziehen schwierig; ich habe die Radsätze gebraucht bekommen und da war schon ein Rad von der Achse herunter. Lutz hatte bei seinem V 60 Umbau das Rad mit einer Pinzette, die er mit beiden Schenkeln unter das Rad geschoben hat, abgehebelt. Das dürfte nicht weiter problematisch sein da die Achsen in dem Kunststoff Radstern nicht wahnsinnig fest halten.


    Zum Aufpressen der Räder ist es wichtig, daß der 90° Versatz der beiden Räder zueinander stimmt. Ob das nun 89° oder 92° sind ist egal, Hauptsache er ist bei allen Radsätzen gleich!


    Hier nochmal die beiden Vorrichtungen


    Die Zentrierspitze ist gefedert und mit der Zentrierung wird der Radsatz an den angedeuteten Zentrierbohrungen der Radsterne aufgenommen, Die Spitzen federn ganz ein, so daß nur der kleine Bund auf die Nabe rund um die Achse drückt.


    Hier die Einzelteile : Grundvorrichtung, Zentrierspitze mit Anschlag, Feder und Wurmschraube auf der die Feder sitzt



    Mit dem Bügel stelle ich den 90° Versatz ein



    Beim Aufpressen der Räder stecke ich kleine Bolzen in die Kurbelzapfenbohrung der Räder und diese greifen dann in die Nuten der Vorrichtung.



    Hier die Einstellung des Versatzes, die Flucht der 2 Vorrichtungen hole ich mit dem Bügel, der Bolzen in der Kurbelzapfenbohrung auf der rechten Seite sitzt in der um 90° versetzten Nut.



    Wie ebenfalls schon oben erwähnt kann ich mit der selben Grundvorrichtung auch eine Zahnlücke genau zur Kurbelzapfenbohrung ausrichten. Bei nur einer angetriebenen Achse ist das nicht wichtig, wenn aber mehr als eine Achse angetrieben werden, müssen alle Zahnräder zu den Kurbelzapfen passen. Dazu habe ich mir diesen Bügel angefertigt



    Grundvoraussetzung für alle Dinge ist aber eine Drehbank, für die Herstellung der Vorrichtungen auch noch eine Möglichkeit zu fräsen.


    Ich hoffe, ich habe das jetzt verständlich erklärt und wünsche viel Erfolg beim Nachbau


    Viele Grüße

    Bernhard


    PS


    Zitat

    ...da ich die 1200er Variante mit Schornstein haben wollte.

    Mein Ziel ist die DEG Maschine in Rot mit wiesen Zierstreifen, einer Standardmaschine der DEG.

    Da bleibt bei einer 1200 PS Maschine nur die BSE V122 und die hat einen schmalen Fenstersteg am kurzen Vorbau. :keeporder: Die TWE V123 hatte den kurzen Vorbau mit den anderen Lüftern und den seitlichen Lampen wegen der Zugheizung, ebenso die TAG V65-12. Deshalb stimmt die TAG von Heljan ganz und gar nicht. :negativ: Wie wäre es mit einer 1000 PS Maschine also RStE V101oder FVE V102 , da stimmt der Fenstersteg, allerdings haben die wiederum den Kamin innen:crygirl: Alles nicht so einfach :suchend:


    Edit:


    Was ich noch vergessen hatte: für die Befestigung der Kuppelstangen, deren Bohrungen ich vorsichtig aufgerieben habe, benötigen die Bohrungen in den Rädern ein Gewinde M 1,4.

    Dazu habe ich ein Gewinde M 1,4 in ein Messingrohr mit Aussendurchmesser 1,5 mm geschnitten,



    danach in den Radsatz eingepresst und abgesägt




    In diesen Gewinden habe ich die Kuppelstangen dann mit 6-kant Schrauben M 1,4 eingeschraubt und mit Schraubensicheungslack gesichert.

    Hallo zusammen,


    heute geht es mit der Bastelei am Gehäuse weiter. Wie schon geschrieben liegt der Fehler beim Modell im zu langen Führerhaus. Im Vergleich zur maßstäblichen Zeichnung kann man es hier erkennen :


    Der lange Vorbau passt



    Führerhaus zu lang und kurzer Vorbau dafür zu kurz :



    Hier das Führerhaus im Vergleich zu einer Hütte von Weinert :



    Als erstes habe ich mich mal um das Führerhaus gekümmert. Meine Messung ergab eine Differenz von 2,5 mm. Deshalb habe ich alle weiteren Schritte mit einem Fräser Ø 2,5 mm bearbeitet.



    Die Schnitte habe ich diagonal versetzt damit die Lüfterlamellen im unteren Führerhausbereich erhalten bleiben. Auf dem Dach hatte ich bereits zwei dünne Lagen Polystyrol geklebt und verschliffen, damit eine leichte Rundung des Dach's entsteht.




    Das Dachblech habe ich schon vorher leicht gerundet. Auch dieses Blech wird kürzer gemacht, zum fräsen habe ich es auf ein Stück Holz geklemmt.





    Nach dem zusammenkleben der beiden Führerstands Hälften und anschließendem Verspachten der Schnitte konnte ich die Dachhälften aufkleben.



    Damit war das Führerhaus eigentlich fertig.


    Bis zum nächsten Teil


    Gruß Bernhard

    Hallo zusammen,


    schon vor einiger Zeit ist das Modell der MaK 650 D von Heljan erschienen. Kurz danach gab es von vielen Käufern einen Aufschrei wegen schlechter Laufeigenschaften und viele Modelle gingen deshalb zurück an den Hersteller.

    Neben den Laufeigenschaften gab es auch Kritik an der Optik. Mir sind als allererstes die groben Radsätze sowie die verkrüppelte Blindwelle aufgefallen. Zusätzlich ist das Dach zu flach und am langen Vorbau sitzen die Lampen zu weit innen, so daß die Lok 'schielt'. Insgesamt blieb doch noch ein komischer Eindruck, der aber nicht ohne weiteres zu erkennen war. Beim Vergleich mit Vorbildfotos und Zeichnungen stellte ich fest, daß das Führerhaus zu lang ist. Der Fehler liegt vermutlich darin, daß Heljan die MaK 650 D auf ihrer vorhandenen schwedischen T 21 ( eigentlich auch eine MaK 800 D ) aufgebaut hat. Leider ist das Führerhaus der schwedischen Lok's höher ist und auch länger. Ich denke Heljan wollte an dem Gussklotz innen nichts ändern und hat das Führerhaus eben genau so lang bauen müssen. Wie dem auch sei, netterweise hat Heljan das fehlende Stück am kurzen Vorbau weg genommen; der lange Vorbau ist soweit in Ordnung. Also war klar, daß sich was draus machen läßt. Löblich ist auch, daß Heljan die unterschiedlichen Fensterstege hinten und die Fenster in der Führerhaustür bei den Modellausführungen berücksichtigt. Es gibt also mindestens 3 verschieden Führerhäuser im Angebot; wenn auch alle zu lang!


    Da meine Modelle ganz manierlich gelaufen sind, habe ich sie behalten und versuche nun, das Beste daraus zu machen.


    Als erste Aktion habe ich die Räder und die Blindwelle durch Teile der Roco V 65 ersetzt. Bei dieser Gelegenheit habe ich die Spurkränze auch gleich abgedreht.

    Dazu habe ich mir eine Vorrichtung aus Alu gedreht, deren Durchmesser etwas größer ist als das Rad.





    Der Gegenhalter hat einen schmalen Bund der nur auf den Radreifen drückt





    Den Spurkranz habe ich dann auf Maß abgedreht und mit der Feile verrundet.


    Zum Aufpressen der Radsätze habe ich mir auch eine Vorrichtung gebaut, mit dem Bügel wird der 90° Versatz eingestellt



    Hier als Beispiel beim Aufpressen der Blindwellen. In den Kurbelzapfen sitzen Bolzen, die in die Nuten der Vorrichtung greifen.




    Mit einer anderen Vorrichtung kann ich das Zahnrad ausrichten



    Das Ergebnis sieht dann so aus



    Ich finde schon ein deutlicher Unterschied!


    Soweit für heute, demnächst geht es weiter mit mit dem Bastelspaß oberhalb des Umlaufs


    Viele Grüße

    Bernhard

    Hallo Axel,


    das sieht doch schon gut aus. Leider ist der Wagen nichts für meine Epoche da zu alt und damals schon zerlegt und die Teile im Vlmms 63 verbaut.

    Wegen der Farbe würde ich sagen das Fahrwerk Schwarz RAL 9005 und den Aufbau Rotbraun RAL 8012.


    Viel Erfolg weiterhin

    Gruß Bernhard

    Hallo Johannes, hallo Detlef,


    :thankyou:vielen Dank für eure Beiträge das hat mich sehr gefreut.


    @ Johannes : Du hast dir die Bilder aber ganz genau angesehen! Da habe ich aber gepfuscht :blush2:

    Aber keine Angst, die Puffer sind wirklich nur gesteckt, die Kupplung fehlt ja auch noch. Ich wollte die Bilder nur :zitat: schnell :zitat: mal fertig machen und als Weihnachtspost verschicken.

    Aber das Objektiv kennt eben keine Gnade *#' .


    Ich lackiere meine Modelle eigentlich immer zum Schluß komplett, klar daß man da einige Verrenkungen machen muß um überall hin zu kommen. Meist werden die Modelle auch noch gealtert, dann fallen Farbschattierungen nicht mehr auf. Und ich lackiere lieber dünner und dafür mehrere Male, die Farbe muß nicht nach dem ersten Durchgang schon decken.


    Zu deinem Projekt motiviere ich dich und helfe dir gerne ; aus eigener Erfahrung weiß ich, daß ich mich über Kompromisse danach lange ärgere und deshalb versuche, es gleich richtig zu machen. Das schließt z.B. ein, ein fertiges Teil eben noch mal zu mache, wenn es nicht so aussieht, wie ich es mir vorstelle.

    Dir also weiterhin Erfolg bei deiner T3.


    Viele Grüße

    Bernhard

    Hallo zusammen,


    heute möchte ich Euch mein neues Projekt vorstellen: Lok 11 der Hohenzollerischen Landesbahn.



    Die Maschine wurde 1911 von der Maschinenfabrik Esslingen gebaut, existiert heute noch und gehört der Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen. Im Moment ist sie allerdings mit begonnener HU abgestellt. Zusammen mit der Lok 16 und den zugehörigen Personenwagen der HzL bildet sie den sogenannten Hohenzollernzug, der auch im Denkmalbuch des Landes Baden Württemberg eingetragen ist.



    Ich habe lange überlegt, was ich als Basis für das Fahrgestell verwenden kann. Nach intensiver Recherche kristallisierte sich die Wüttembergische Tn Baureihe 94 als Basis heraus. Achsstand und Raddurchmesser stimmen überein und auch sonst haben die Maschinen ähnliche Merkmale. Unser Forumskollege Jürgen hatte seine Tn von BRAWA vor gut einem Jahr zum Verkauf angeboten und da habe ich zugeschlagen.

    Hier nochmal das Originalmodell



    Zuerst habe ich das Modell komplett demontiert, die Spurkränze abgedreht, den Rahmen entsprechend getrennt und wieder zusammengesetzt:





    Die nächste Herausforderung war die Anpassung der Steuerung. Die Treibstangen habe ich aus 2 aufeinander gelöteten Blechen neu angefertigt:




    Leider hat die Idee, die Schwingenstange zu trennen und verkürzt wieder zusammenzukleben, nicht funktioniert. Trotz untergelegtem Verstärkungsblech konnte ich keine haltbare Verklebung herstellen. Das Material ließ sich auch nicht verlöten. Außerdem kollidierte das Verstärkungsblech mit der Gegenkurbel. So mußte ich die Schieberstange, auf gleiche Art wie die Treibstange, neu anfertigen.





    Die Zylinder wurden schmäler gefräst und neu detailiert. Den Schieberkreuzkopf habe ich etwas frei interpretiert.




    So sieht das dann komplett aus



    Die nächste Herausforderung war der Originalmotor, der zu hoch baut und leider nicht in den neuen Kessel passen wollte. Da auch die Schwungmasse nicht der Rede wert war, tauschte ich den Motor gegen einen mit 2 Wellenenden. Um ihn tiefer zu bringen habe ich das Stufenzahnrad gegen eines mit weniger Zähnen getauscht und gleichzeitig von Modul 0,4 auf 0,3 geändert.






    Der Kessel ist mitsamt der Kesselringe neu gedreht, die Rauchkammer vom Originalmodell und die Rauchkammertür neu gefertigt.





    Das Gehäuseunterteil entstand nach bewährter Weise aus Messingblechen, das Führerhaus aus PS Platten.

    Die Teile habe ich jeweils aus zwei aufeinander gelöteten oder geschraubten Platten hergestellt, gemeinsam mit Bohrungen und Öffnungen versehen und dann wieder getrennt.









    Kombinierter Dampf-/ Sanddom aus 3 Teilen zusammengesetzt, unten mit Blech versehen, die Kehle mit Lötzinn aufgefüllt und mit Feile versäubert, danach den Kragen angepasst.






    Die Speiseventile habe ich aus Preußischen Ventilen umgearbeitet. Daz erst den Flansch durchbohrt, auf Draht aufgefädelt und mit dem Ventil wieder verlötet




    Sicherheitsventile und die dafür benötigten Teile




    Wasserkastendeckel



    Diverse zusätzliche Teile






    Fertig zum Lackieren






    Die Nieten habe ich dieses Mal nach dem Grundieren aufgebracht damit sie nicht unter Grundierung und lack verschwinden



    Hier nochmal die Ansicht von hinten, die Fotografen scheinen begeistert zu sein.



    Nun wünsche ich euch viel Spaß beim Betrachten, vielleicht nimmt der eine oder andere auch eine Anregung mit.


    Viele Grüße

    Bernhard

    Hallo Johannes,


    prima daß Du dich doch an die Reglerbüchse herangetraut hast, das Ergebnis sieht doch ganz gut aus.


    Das Problem von hundertsten ins tausendste zu kommen, wenn man sich mal länger mit dem konkreten Vorbild beschäftigt das man bauen will, kennt wohl jeder der schon mal so etwas gemacht hat. Und sei dir sicher, wenn dann alles fertig ist findest Du doch noch was, was Du übersehen hast. Ging mir auch schon so!


    Zu den Nieten, ich denke Du meinst die am Rauchkammerblech, wäre mein Vorschlag diese einfach platt zu machen und durch 3-D Nieten zu ersetzen. Diese gibt es als Decals z.B. von Austromodell.


    Bei der Rauchkammertür müßte man mal schauen, was es da fertig gibt. Für eine Neuanfertigung sollte Du einen Teilapparat haben, mit dem Du Bohrungen für den Nietenring in der gleichen Teilung bohren kannst. Alternative wäre eben die Positionen anzuzeichnen und dort ebenfalls einzelne 3-D Nieten zu platzieren.


    Was mich auf dem Bild des Modellkessels etwas stutzig macht, ist die Höhe des Sicherheitsventils, das scheint mir zu hoch.. Ich würde sagen in der Ausschnittsvergrößerung des Fotos kann man erkennen, daß es wesentlich niedriger sein sollte. Leider sieht man das nicht richtig und auf den anderen Bildern ist das Ventil entweder im Schatten oder durch das Führerhaus verdeckt.


    Nun wünsche ich Dir weiterhin viel Erfolg auf dem Weg zu deinem Wunschmodell.


    Viele Grüße

    Bernhard

    Hallo Johannes,

    das ist noch nicht ganz das, was Du suchst!

    Mir geht es aber genau so wie dir, daß ich etwas im Hinterkopf habe. Vielleicht Haberl und Pabst ( Partner ) oder Ferro Suisse?

    Ich weiß es auch nicht genau.


    Viel Erfolg noch bei der Suche


    Gruß Bernhard

    Hallo Andreas, hallo Wolfgang


    @ Andreas : Vielen Dank für die sehr ausführliche Bauanleitung, die bei manchen ähnlichen Problemen weiter helfen kann.


    @ Wolfgang : Mein Vorschlag zur Rettung der Zylinderaufnahmebohrung wäre, die Bohrung aufbohren und den Zylinder mit einer längeren Schraube in eine im Rahmen innen angelötete Messing-Mutter verschrauben.


    Viele Grüße

    Bernhard

    Hallo Christian, hallo andere,


    die traditionsreiche Messer- und Feilenfabrik in Esslingen/Neckar heißt Friedrich Dick. Das alte Firmenareal in Esslingen ist schon seit vielen Jahren in einen Freizeittempel mit Kino, Restaurants und kleinen Geschäften umgewandelt worden. Man hat versucht, viel von der Architektur der Gründerzeit und der Einrichtung zu erhalten, was meiner Meinung nach auch gut gelungen ist. Die Produktion der Feilen ist, soweit ich weiß, in's Ausland verlagert worden, die Messer werden noch am heutigen Firmensitz in Deizisau gefertigt.


    Zurück zum Thema, auch ich benutze viele Feilen von F.D. teilweise schon seit der Lehre. Das ist einfach gute Qualität. Ich habe hier den Vorteil, daß es am neuen Firmensitz einem Werksverkauf gibt, wo ich gerne immer mal wieder vorbei schaue. Neben aller Arten von Messern gibt es auch eine kleine Abteilung mit Feilen und anderem Werkzeug. Dort habe ich, neben Feilen, schon einige Sachen wie z.B. kleine Schraubendreher, Pinzetten, Zangen und Stichel erstanden. Kommt halt immer drauf an, was gerade dort angeboten wird. Inwieweit man dort Sachen aus dem Normalprogramm bekommt kann ich nicht sagen. Nur so als Tip, falls sich mal jemand hier in die Gegend verirrt.


    Viele Grüße

    Bernhard