Beiträge von Christian

    Hallo Freunde,

    hier der Versuch einer Sammelantwort.

    @ Axel:

    Für die Zylinder hatte ich eine Werkzeichnung, allerdings des alten Zylinderblocks, aus der "Beschreibung der Bauart". Da die Zylinder aber weitgehend baugleich sind habe ich die Hauptmaße übernommen. Die Auspuffkästen habe ich analog übernommen und angepaßt.

    Die Zeichnungen hatte ich damals vom Henschel-Museum angefordert.


    Wolfgang So:

    Bisher sind in diesem Faden nur die ersten beiden Lokomotiven beschrieben worden. Für die "Serienmodelle" sind noch verschiedene Konstruktionsarbeiten zu absolvieren. So muß noch einmal der gesamnte Rahmen gezeichnet werden- der sich dann vom Weinert-Rahmen in einigen Details unterscheidet. Der Zusammenbau wird aber ziemlich ähnlich ablaufen.

    Sollte BRAWA noch die Baureihe 44 auf den Markt bringen- so wird sie einfach dazugestellt. Nein, im Ernst: hier habe ich überhaupt kein Problem. Ich könnte mir vorstellen, daß es auch hier einigen Handlungsbedarf geben wird. Bei der Reichsbahnlok befinden sich die Pfeife und das Luftpumpenanstellventil nicht mehr auf der Höhe der Schornsteinmittelachse, sondern hinter den Windleitblechen.Wenn man dies berücksichtigt, würde das ein weiteres Modell der Rauchkammer erfordern.

    In wieweit die verschiedenen Bauartunterschiede Bei der 01 berücksichtig wurden, kann ich nicht beurteilen. Nur so viel- beim Messemodell sind unterschiedliche Bauserienmerkmale kombiniert worden. Ein, für eine bestimmte Lokomotive, Bauzustand war hier nicht zu erkennen.

    Aber warten wir es ab...


    Johannes W:

    Wie ich in den ersten Teilen des Fadens geschrieben habe, war der Ersatz des DB-Langkessels durch den Lagkessel von Märklin vorgesehen. Dies hat, auf Grund maßlicher Unterschiede nicht funktioniert. Also mußte eine Lösung her. Und die bestand darin- den Langkessel durch ein Messingteil zu ersetzen. Damit war ich in der Auswahl der Bauform rechtfrei. Also wurde es eine- so nicht kaufbare Lok mit Neubauersatzkessel. Diese sind am Fehlenden Speisedom zu erkennen. Außerdem ist die Leitungsführung etwas anders- was ich allerdings nur teilweise berücksichtigt habe.

    Einen Weinertbausatz habe ich auch in der Montage- dieser dient als Hand- und Baumuster. Allerdings habe ich hier verschiedene Unterschiede zum Ersatzkessel nicht berücksichtigt. So liegt das Gruppenventil etwas tiefer als beim Altbaukessel. Dasraus ergeben sich einige Ungenauigkeiten- nur lassen sich diese nicht mehr zerstörungsfrei ändern...

    Der Bau dieser (und einiger anderer Modelle) ist derzeit die einzige Möglichkeit- mich mit der Modelleisenbahn zu beschäftigen. Die andere Seite ist, bei der Arbeit an diesen Modellen (egal, ob am Rechner, bei der Recherche oder am Werktisch) kann ich richtig entspannen.


    Viele Grüß

    Christian

    Durch den Ersatz des Langkessels war ich in der Wahl meines Vorbildes recht frei. Warum also nicht eine Lok mit Neubau-Ersatzkessel? Neubau-Ersatzkessel wurden bei der DR für die Lokomotiven mit verschlissenem Kessel gebaut und unterschieden sich von den alten, genieteten Kesseln durch das Fehlen des Speisedomes. Dieser war nicht mehr notwendig- seit die DR auf die "innere Kesselwasseraufbereitung" umgestellt hat. Hier wird das Kesselwasser mit einem Enthärter und Entschäumungsmittel versetzt, welches die Härtebildner zu einem leicht auswaschbaren Schlamm umwandelt.

    Der Plan war- eine Ersatzkessel- Lok mit einem umgebauten P10-Tender zu bauen. Eine Sichtung der Unterlagen ergab- daß alle Lokomotiven mit Ersatzkessel mit Öl gefeuert wurden.Somit konnte ich den bereits umgebauten Stehkessel nicht mehr verwenden.



    Die zu kleine Feuertür des roco-/Revell-Kessels habe ich hier durch eine, aus einem der vorbereiteten PIKO-Führerstände gewonnene, Feuertür ersetzt. Der linke Kessel ist nur ein Handmuster für die Vorgehensweise. Leider ist kein Stehkessel für eine Lokomotive erhältlich. Also blieb auch hier nur der Eigenbau. Nach Vermessen des roco-Kessels wurde aus Polystyrol eine neue Kesselbrust gefertigt.



    Die Idee, Wasserstände und Fahrplankasten (vorbildwidrig) von hinten zu beleuchten, hat sich bei dieser Bauweise nicht verwirklichen lassen. Es war mir nicht möglich passende Schlitze für die Wasserstände zu feilen. Deswegen habe ich, wiederum aus dem bereits "geplünderten", PIKO-Stehkessel die Wasserstände entfernt. Doch zuvor mußte erst das Türfutter und die Feuertür hergestellt werden. Bei der DR sind die Ölbrenner unter dem Führerstandsboden von Hinten in die Feuerbüchse eingebaut. Deswegen kann der, bei der DB übliche Sekundärluftschacht entfallen. Die geräuschmindernde Feuertür wird mit Vorreibern verschlossen. In der Mitte befindet sich ein abgedecktes Schauloch- um ggf. das Flammenbild zu beurteilen.



    Mit der, aus einem roco-Kessel gewonnenen, Führung kann die Kesselbrust in den Stehkessel gesteckt und ggf verklebt werden.



    Jetzt mußte die Stehkesselrückwand "nur" noch zugerüstet werden. Einige Manometer habe ich aus etwas Messingrohr, dünnem Draht (für den Anschluß) und einem Stück Messingwinkel gefertigt. Der Reglerhebel mit Stopfbuchse wurde ebenso aus einem Stück Messing gebaut. Auch das Handrad der Steuerung habe ich aus, zu einem Ring gewickelten, Draht gebaut. Bei der Herstellung des Dillingventils auf der Heizerseite bin ich dann doch verzweifelt. Ein Blick in die Bauteileschachteln brachte die Stehkesselausrüstung der m+f- G10 ans Licht (diese Lokomotive werde ich bestimmt nicht mehr fertigstellen). Jetzt wäre sogar noch ein Steuerungshandrad vorhanden gewesen...

    Bei der Fertigung des Reglerhebels ist mir aufgefallen, daß im Weinert-Bausatz ein Reglerhebel mit Parallelogramm vorgesehen ist.



    Diese Regler sind jedoch nur bei den kleinen Einheitslok eingebaut worden. Dadurch befand sich der Griff des Reglers in Schulterhöhe. Der Lokführer konnte den Regler dadurch relativ leicht öffnen und schließen. Whrscheinlich werde ich den Stehkessel der Weinertlokomotive mit einem (wie oben gezeigt) umgebauten und mit den Weinertteilen verfeinerten roco-Stehkessel ersetzen.

    Hier ein Blick auf den Arbeitsplatz des Lokführers. Gut zu sehen ist der Regler- ohne das Parallelogramm. Auch die Lampen für den Wasserstand und den Fahrplan sind zu erkennen. Alle Leuchten strahlen nur die Instrumente an, damit das Personal auf dem Führerstand nicht geblendet wird.

    Der an einem Seil hängende Griff am Führerstandsdach ist der Rüttel- oder Anlüftzug für das Sicherheitsventil. Auch diese Griffe habe ich dargestellt.



    Auf der Heizerseite befinden sich die Anstellzüge für Speisepumpe, Lichtmaschine und Hilfsbläser. Aber auch der zweite Wasserstand und einige Manometer sind hier zu finden.



    Der neugebaute Stehkessel im Vergleich mit dem roco- und Weinert-Stehkessel.



    Der Stehkessel wird seinen Platz im umgebauten PIKO-Führerstand finden. Dazu mußte dieser zunächst an den Umlauf und Kessel angepasst werden.



    Danach habe ich eine Maske gezeichnet um die Führerstandsvorderwand zu fertigen.



    https://abload.de/image.php?img=img_7141exkyx.jpg




    Der Gesamteindruck ist meiner Meinung nach recht gut getroffen.



    Am Umlauf sind noch einige kleinere Korrekturen notwendig, damit Führerstand und Umlauf auf gleicher Höhe abschließen. Kleine Kompromisse sind wahrscheinlich unumgänglich.


    Bei einer Probemontage kippelte jedoch der Rocokessel auf dem Rahmen. Der Grund war der Umlaufträger im Bereich des Steuerungsträgers. Er ist an der Welle der Aufwerfeisen angestoßen. Also mußte der Steuerungsträger noch etwas schmaler gefeilt werden




    Jetzt passte alles! Nun konnte der Zusammenbau weitergehen.

    Bei meinen Lokomotiven möchte ich gern die Abschlammventile am Stehkessel darstellen. Im Gegensatz zu dem (ebensowenig im Bausatz enthaltenen) Abschlammventil unterhalb des Speisedomes geht es hier jedoch sehr eng zu. Beim Weinertbausatz sind hier auch nur die Lager der Handräder vorhanden. Am roco-Kessel fehlen selbst diese.

    Wegen des fehlenden Platzes konnte ich es jedoch nicht motieren. Die Feuerbüchse des roco-Kessels ist ein wenig zu lang.



    und auch beim Weinertkessel war das Pendelblech im Weg.

    Die Rahmen hatte ich nach Bauanleitung zusammengebaut. Jetzt möchte ich auf den oben erwähnten Fallstrick hinweisen. Die Umlaufträger werden in die Taschen des Kessels geklebt. Der letzte Umlaufträger verbindet (vorbildwidrig) den Kessel mit dem Rahmen.




    Das Pendelblech wird mit zwei Laschen in den Rahmen eingelötet. Dazu sind im Rahmendeckblech zwei Schlitze vorgesehen. Diese Schlitze befinden sich direkt vor der Feuerbüchse. Der Umlaufträger befindet sich bei Montage nach Bauanleitung zwischen den beiden Hauptluftbehältern und dem dahinder befindlichen Hilfsluftbehälter. In allen mir zugänglichen Zeichnungen ist es auch genau SO dargestellt.




    In meiner Erinnerung hatte das Blech vor dem Abschlammventil ein großes Fenster. Ein Blick auf die Vorbildfotos bestätigte dies.

    Das Abschlammventil befindet sich hinter dem Umlaufträger- das Fenster schafft den notwendigen Einbauraum.




    Das Pendelblech befindet sich zwischen den Haupt- und Hilfsluftbehältern



    Mit einem Uhrmachersägebogen habe ich das Pendelblech vom Rahmen getrennt.



    Da dieses mit einem Winkeleisen am Rahmen festgeschraubt wird- habe ich ein Stück Winkelprofil angelötet. Bei der Montage muß der Winkel nach HINTEN zeigen.

    Die Befestigung am Kessel werde ich wohl mit einem Stückchen Hollerithkarte und ein paar Mikronieten nachbilden.

    Problematischer war die Entfernung des Umlaufträgers vom Umlauf und Kessel. Ich habe nicht allzuviel Lust verspürt- den gesamten Aufbau des Bausatzes "weichzukochen".

    Aber mit etwas Geduld und Glück gelang es auch, ohne insbesondere den Umlauf zu beschädigen.

    Die Taschen für die Montage werden mit Zweikomponentenkleber gefüllt und verschliffen.

    Nun mußte der Umlaufträger an seinen neuen Standort angepasst werden. Dazu habe ich zunächst ein paar Feilenstriche an der Unterseite ausgeführt. Nachdem jegliche Reste des Gießgrates entfernt waren- habe ich die Mitte angerissen. Zwischen den (noch erkennbaren) Schlitzen im Rahmen und dem Umlaufträger ein 0,6 mm-Loch gebohrt.

    Die "Füße" für die Montage habe ich weggefeilt. Das Fenster vergrößert, damit das Abschlammventil eingebaut werden kann. Zum Schluß habe ich ein Stück Draht in das Loch gelötet. Dieser Draht dient der Zentrierung auf dem Rahmen. Als letzte Arbeit habe ich den Träger auf den Rahmen geklebt.



    Im Moment müssen sich beide Lokomotiven ein Fahrwerk teilen. Beim zweiten- als Ersatzteil ereworbenen, müssen noch die Achslagerführungen nachgearbeitet werden, damit die Radsätze in den Rahmen eingesetzt werden können. Die zweite Radsatzgruppe ist noch nicht fertiggestellt.


    Zum Schluß habe ich die Sandkästen und den Reglerdom auf den Kesselscheitel geklebt. Die Löcher für Lichtmaschine, Gruppenventil und Speiseleitung gebohrt. Die als Gießbaum vorliegende Baugruppe wurde provisorisch montiert. Die Bohrungen füre die PIKO-Windleitbleche (diese geben die typische Form der Bleche am Besten wider) habe ich durch Versuch ermittelt.


    Beide Lokomotiven noch einmal im Vergleich:




    Ich hoffe, daß ich Euch nicht gelangweilt habe.

    Und auch hier gilt- für Kritik, Hinweise und Fragen bin ich offen.


    Viele Grüße in die Nacht


    Christian

    Hallo Freunde,


    nachdem ich mich im letzten Teil mit den Hauptbaugruppen beschäftigt habe, gibt es heute nur Kleinkram.

    Hatte ich mich lange Zeiten mit den Vorarbeiten aufgehalten- kam mit dem Bau der Weinert-Lokomotive Schwung in die Sache. Es ist das Modell einer DRG- Maschine und folgerichtig, u.a. mit Graugußzylindern mit angeschraubten Auspuffkästen ausgerüstet. Diese sind schon von weitem an den Rippen zu erkennen. Auch das roco-Modell ist mit diesen Zylindern ausgerüstet- allerdings wirken diese etwas "schlank". Zudem haben sie zwei "Rippen" in Höhe der Kolben- und Schieberachse. Diese "Rippen" sind mir am Vorbild nicht bewußt aufgefallen.




    In der Epoche III waren bei der Deutschen Reichsbahn nur noch sehr wenige Lokomotiven mit diesen Zylindern im Einsatz. Zum Beispiel die schon erwähnte, kohlegefeuerte, 44 031.

    Die im schweren Güterzugdienst eingesetzten Lokomotiven wiesen in zunehmenden Maße Schäden an den Innenzylindern auf. Diese Schäden wurden durch die mangelnde Unterhaltung im Krieg hervorgerufen. Klemmende Schlingestücke am Hinterkessel haben die Längsbewegung des sich erwärmenden Kessels verhindert, so daß die Kräfte auf den Innenzylinder wirkten. Deswegen entwickelte der Lokomotiv-Normen-Ausschuß in Zusammenarbeit einen neuen Innenzylinder. Dieser diente nicht mehr als Rauchkammerträger. Der Kessel wurde jetzt von einer Kesselstütze getragen- den Bau habe ich in einem der vorangegangenen Beiträge beschrieben. Gleichzeitig entwickelte man einen neuen Außenzylinder mit angegossenem Auspuffkasten. Diese Zylinder waren bei beiden deutschen Bahngesellschaften baugleich.

    Für einen guten Leerlauf ist es notwendig- daß zwischen beiden Kolben ein Druckausgleich erfolgen kann- bei den Einheitslokomotiven wurden hierzu Druckausgleichventile verwendet. Diese wurden mit einem Flansch auf den Zylinderkörper geschraubt. Auch die neuen Zylinder wiesen idese Flansche auf.

    Im SEM Chmnitz- Hilbersdorf ist eine solche Zylindergruppe ausgestellt. Hier sind diese Flansche deutlich zu erkennen.



    Später wurden die Lokomotiven mit Druckausgleich-Kolbenschiebern ausgestattet. Oben ein Karl-Schulz-(Nicolai-) Schieber. Im drucklosen Zustand werden die Schieberkörper durch eine Feder auseinander gedrückt. Beim Fahren mit Dampf werden strömt der Dampf durch die mittig geteilte Schieberbuchse



    und drückt die Schieberkörper auseinander. Dadurch kann er wechselseitig im vorderen oder hinteren Raum des Zylinders Arbeit verrichten.

    Unten ist ein federloser Schieber, Bauart "Trofimow" zu sehen. Hier sind die inneren Schieberkörper beweglich auf der Schieberstange gelagert. Durch die Reibung der Schieberringe in der Buchse bleiben sie im Leerlauf in einer mittleren Stellung "hängen". Erst unter Dampf werden sie wieder an die äußeren Schieberkörper gedrückt.



    Dadurch wurden die Druckausgleichventile überflüssig.Die entsprechenden Flansche wurden mit einem Blindflansch verschlossen.



    Die Deutsche Reichsbahn hat später die Gußmodelle geändert, und die nichtbenötigten Flansche bereits beim Gußmodell weggelassen.



    Beim Umbau der Zylinder ist die DR recht konsequent vorgegangen, so daß alle ölgefeuerten Lokomotiven mit Ersatzzylindern im Einsatz waren. Leider ist die Ausführung mit den angegossenen Auspuffkästen bei keinem der Großserien-Modelle berücksichtigt worden. So bleibt nur der Eigenbau- entweder im klassischen Modellbau, oder als 3D-Druck. Ich habe mich-da der 3D-Druck mittlerweile ein ernstzunehmendes Werkzeug ist, für letzteres entschieden. Die Probedrucke waren auch sehr vielversprechend- aber wegen eines Fehlers beim Umrechnen von .stp zu .stl- leider viel zu klein.

    Zunächst das Modell mit den Flanschen für die Eckventile



    dann das spätere Modell ohne die Flansche



    Nach Aussage erfahrener Drucker ist es sinnvoll, nicht alle Details in einem Vorgang zu drucken. Deswegen wurden die Zylinderdeckel einzeln modelliert.

    Hier der hintere



    und der vordere Zylinderdeckel.


    Hallo Freunde,

    hier trifft der Titel wirklich zu.

    Ich bitte zu entschuldigen, daß auch hier teilweise schon gezeigte Bilder zu sehen sind.

    Nach den oben beschriebenen Arbeiten habe ich die vorbereiteten Kesselteile, das vorbereitete Führerhaus und den Umlauf trocken montiert.




    Auf dem Fahrwerk sah das Ganze schon recht brauchbar aus, wäre da nicht der Rahmen... Die Maße des roco- und des Weinertkessels verglichen. Eigentlich könnte es passen. Eine doch mehr zufällige Stellprobe zeigte es dann. Kessel, Umlauf und Führerstand passen auf den Weinertrahmen.



    Einen zweiten Rahmen hatte ich schon vor einigen Jahren beschafft. Aber die gesamten Zurüstteile fehlten. Mit Hilfe der Bauanleitung konnte ich die fehlenden Teile bestellen. Ein Dank an den hervorragenden Service der Fa. Weinert! Nun also wurde der zweite Rahmen zusammengebaut.



    Einige Kessel waren bereits vorbereitet worden- das heißt, von ihren Details befreit und verspachtelt worden.



    Aus Polystyrol wurde der kesselseitige Teil der Kesselstütze gefertigt und in die Öffnung des Kesselunterteiles geklebt. So kann der Kessel wie beim Weinertmodell auf den Rahmen geschraubt werden.




    Auch für diese Lokomotive habe ich eine Kesselstütze aus Polystyrol gebaut. Ebenso habe ich auch hier den Innenzylinder des Bausatzes verwendet um den Aufwand überschaubar zu halten.



    Waren die Arbeiten bis hierher eher von allgemeiner Natur, mußte ich mich jetzt festlegen. Das einzige, was ich bis zu diesem Zeitpunt wußte- es sollte eine Lokomotive mit Ersatzkessel werden. Ursprünglich hatte ich geplant, diese mit einem umgebauten P10-Tender zu kuppeln. Aber in meiner Literatur und der Bildersammlung fanden sich lediglich Lokomotiven mit Ölfeuerung. Erst in den späten achtziger Jahren wurden einige Neubaukessel- Lokomotiven wieder auf Rostfeuerung umgebaut. Das ist aber nicht "meine Zeit" außerdem wollte ich keine Heizlok haben. Das wäre wieder ein ganz anderes Projekt.

    Also Öl-Lok, daraus ergaben sich dann die weiteren Arbeiten.

    Zunächst wurden auch am Umlauf alle Details (bis auf einen Lichtverteiler) entfernt. Ebenso die Ausschnitte für die tieferliegenden Pumpen. Da Ölgefeuerten Lokomotiven keine Lösche anfällt- haben diese Lokomotive eine offene Schürze. Dazu konnte ich den Umlauf der bereits abgebrochenen 44 0278-0 verwenden. Dazu wurden die Auftritte entfernt und der Ausschnitt verbreitert, so daß der Rauchkammeraufstieg aus dem Günther-Umbausatz (für die Jouef Lok) eingesetzt werden konnte.








    Das soll es für heute gewesen sein.

    Viele Grüße in die Nacht


    Christian

    Hallo Freunde,

    Inzwischen sind schon wieder zwei Jahre ins Land gegangen- und die Bellos sind immer noch nicht fertig. Was aber nicht bedeutet, daß ich nicht an den Modellen weitergebaut hätte. Einige familiäre und gesundheitliche Gründe und ein weiterer Umzug haben mich nicht in gewünschten Umfang weiterbauen lassen.

    In diesem Teil möchte ich die Fortschritte beschreiben- und auch ein wenig Ordnung in das Wirrwarr meiner Beiträge bringen.



    Im ersten Teil habe ich die Gründe für den Umbau und einige Lösungsansätze dargelegt. Der Hauptgrund für den Umbau war der recht vorbildfreie Rahmen und das meines Erachtens ungefällige Führerhaus. Der Rahmenvorschuh ist, wie der gesamte Rahmen ohne Rahmenfenster dargestellt. Hier im Vergleich ein Roco- Rahmen (der allerdings für den Umbau zu einer Lok der BR 43 vorbereitet wurde) und ein Rahmen aus dem Weinertbausatz.





    Die Lokomotiven der Baureihe 44 werden bereits seit den achtziger Jahren in mehreren- sich auch technisch unterscheidenten Auflagen produziert. So war bei den frühen Auflagen der Umlauf aus Kunststoff gespritzt- in den späten achtziger Jahren wurde hier auf ZinkAl gewechselt. Dadurch wurde die Lok einige Gramm schwerer ;-)



    Ein typisches Merkmal dieser frühen Auflagen waren auch die Räder mit den recht breiten Radkränzen, die später deutlich schmaler in die Radsterne eingespritzt waren. In den 1990er Jahren wurden diese dann auch noch schwarz vernickelt- was sie optisch noch weiter verschlankte.



    Hier ist eine Lokomotive mit dem typischen Aussehen einer Reichsbahnlok dargestellt. Allerdings hat mich der Umbau nich lange befriedigt.


    So sollte der roco-Stehkessel mit dem Märklin- Langkessel



    und dem recht gelungenem Märklin- Führerstand kombiniert werden, was aber auf Grund maßlicher Differenzen nicht möglich war.






    Hier ist bereits deutlich zu sehen, daß der Märklin-Führerstand nicht auf den Roco-Umlauf paßt. Im Vergleich noch einmal die Lokomotive mit der originalen Lenkstube.



    Der Ersatz des roco- Führerstandes erfolgt nun durch einen umgebauten PIKO- Führerstand der BR 03/41. Ein, so wie ich meine, tragbarer Kompromiss- da sich die Führerstände der genannten Baureihen etwas unterscheiden.



    Oben ein Führerstand in Friedensausführung und unten in der ÜK-Ausführung, bei der das vordere Fenster verschlossen ist. Im Modell habe ich die Fenster mit einem Stück PS verschlossen. Die Arbeitsweise ist oben beschrieben.




    Hier nocheinmal beide Ausführungen nebeneinander.



    Und im Vergleich mit einem Führerstand aus dem Weinert-Bausatz



    Eine Stellprobe ergab ein plausibles Aussehen



    Die maßlichen Unterschiede der Kessel stellten sich jedoch erst heraus, nachdem die beiden Kessel angearbeitet waren. Dadurch war es notwendig- vom verwendeten Kessel der Bundesbahn-Lok die Rauchkammer abzutrennen. So fehlte der eigentliche Langkessel. Dieser wurde dann aus einem Stück Messing gefertigt.





    Die Dome und Sandkästen wurden vom Rest des Langkessels gewonnen. Ursprünglich war geplant, die Sandkästen aus dem m + f- Umbausatz zu verwenden. Auch das hat sich auf Grund maßlicher Differenzen und dem Fehlen des auf dem Kessel liegenden Kragens zerschlagen.




    Soweit die Kurzform der vorangegangenen Arbeiten.


    Zwischenzeitlich habe ich eine der berühmt- berüchtigten Schachteln (latürnich mit Inhalt) erwerben können. Allerdings war es „nur“ die DRG-Ausführung mit dem 2´2´T32 – Tender.

    Der Weinert-Bausatz wurde entsprechend der Bauanleitung zusammengesetzt. Dabei habe ich festgestellt- daß sich große Lokomotiven leichter montieren lassen- als beispielsweise die kleine 81.


    Zunächst habe ich den Rahmen montiert.



    Rahmenvorschuh und Bremszylinder wurden ebenfalls angelötet. Hierzu verwende ich einen kleinen Gaslötkolben, der hier mit einer katalytisch geheizten Spitze (im Lieferumfang) versehen wurde.




    Etwas kniffliger war der Zusammenbau des Steuerungsträgers, aber mit Geduld wurde auch diese Arbeit bewältigt.



    Einer Stellprobe auf dem Rahmen stand jetzt nichts mehr entgegen.




    Schließlich wurden die Zylinder und die Luftbehälter montiert



    Die DRG-Lokomotive ist (völlig richtig) mit Graugußzylindern mit angeschraubten Auspuffkasten und dem, den als Kesselträger konstruierten Innenzylinder ausgerüstet. Bei beiden deutschen Bahngesellschaften sind diese jedoch recht schnell durch Nachbauzylinder mit angegossenem Auspuffkasten ersetzt worden. Aber dennoch gab es einige Lokomotiven, die bis zur Ausmusterung ihre alten Zylinder behalten haben. Eine davon ist die 44 031 des Bw Magdeburg und die 44 054 des Bw Weissenfels. Letztere weist als Besonderheit noch einen 34er Tender mit Gleitachslagern auf.

    Auch die Montage von Führerstand Kessel und Umlauf gestaltete sich recht problemlos. Zunächst wurden alle benötigten Teile aus den Beuteln entnommen und kontrolliert. Da die Arbeitsfläche nun mittlerweile recht beschränkt ist-



    werden auch wirklich nur die benötigten Teile aus der Verpackung genommen und in einer Schale bzw in Klarsichtschachteln aufbewahrt. Zunächst wurden sämtlich Gußgrate entfernt, die Löcher lt. Anleitung gebohrt und alle Teile verputzt.




    Der Zusammenbau der Großbaugruppen war recht zügig erledigt




    etwas aufwendiger ist die Montage der Feuerbüchse und des Führerstandes. Die hier sichtbaren Ungenauigkeiten sind nicht den Teilen- sondern der fehlenden Feinmotorik des Erbauers geschuldet. Irgendwie fehlt immer eine Hand.



    Abschließend wurden die Kesselteile und der Führerstand verklebt. Die Sicherheitsventile habe ich bereits in diesem Stadium eingebaut. Dabei konnten die Stellzüge in die Führerhausvorderwand eingesetzt werden, ohne sie zu verbiegen.




    Die Montage der Laufbleche ist durch angegossene Montagehilfen recht einfach. Allerdings sollten die Umlaufträger (Achtung Falle! darauf komme ich aber später noch zurück) bereits in den Kessel eingeklebt werden. Nach dem Aushärten des Klebers konnten die Laufbleche auf die Umlaufträger und die Montagehilfe am Stehkessel angebaut werden. Dazu sind in den Laufblechen Taschen vorgesehen.

    Da die von mir gebaute Lokomotive in der Epoche III unterwegs sein soll- muß die sichtbare Kesselstütze angefertigt werden.




    Mehrere Skizzen aus der Literatur (besonders gut eignet sich hier die Skizze aus dem Eisenbahnjournal-Sonderheft) und einigen Fotos waren die Grundlage dafür. Auf dem CAD-System habe ich die Zeile gezeichnet- danach ausgedruckt und mit Schuhkleber auf eine PS-Platte aufgeklebt. Mit Stahllineal und Bastelmesser ausgeschnitten, die Enden der Ausschnitte gebohrt




    mit einer Uhrmachersäge ausgesägt und zurechtgefeilt.




    Und schon liegen die Teile für die erste Lokomotiven zum Zusammenbau bereit. Ich will aber nicht verheimlichen- daß es erst im dritten Anlauf funktioniert hat. Mal sind die Teile zerbrochen, ein anderes Mal hatte ich sie falsch zusammengeklebt.



    Mit Butylazetat (ordentlich Lüften) und Geduld gelang die Montage.





    Vor dem Verkleben habe ich natürlich ersteinmal das Papier abgezogen und die Kanten verputzt. Diese Arbeit nimmt recht viel Zeit in Anspruch,ist aber für das Aussehen unbedingt notwendig. Nun galt es, die Kesselstütze in die Lok einzubauen. Dazu muß im Gußteil der Schürze der notwendige Platz geschaffen werden- aber Vorsicht! - am Ende bleibt nur noch eine hauchdünne Schicht Material stehen. Die Tasche hinter dem Rauchkammeraufstieg muß verbreitert werden. Beim Vorbild stehen die Streben für den Aufstieg auf den Rahmenwangen. Natürlich ist die Vorderseite maßstäblich... so daß man die Rahmenbreite erahnen kann. Zusätzlich wurden die Ausschnitte für die Pumpen vergrößert. Um die Pumpenzugänglichkeit zu ermöglichen, wurden die Pumpen etwa 350 mm tiefer montiert und die Windleitbleche höher als üblich angebaut.



    Gleichzeitig wurden die Nachbildungen der Winkeleisen für die Befestigung der (Wagner-) Windleitbleche entfernt. Die Nachbildung des Innenzylinders wurde am Rahmen angeschraubt, bzw am Kessel (Vorderteil) angeklebt. Danach erfolgte eine Stellprobe der Kesselstütze auf dem Rahmen.




    Mit einem Tropfen sekundenkleber habe ich die Schürze provisorisch am Umlauf angeheftet. Nach aushärten des Klebers die Kesselstütze an den Kessel angeklebt. Auch hier habe ich Stabilit Express (R) verwendet.





    Abschließend wurde die Schürze an die Laufbleche geklebt. Dazu ist es sinnvoll, den Kessel auf dem Rahmen aufzulegen und auszurichten. Nun stützt sich der Kessel vorbildgerecht auf dem Rahmen ab. Nun schnell noch einen Blick unter den Kessel.



    Deutlich zu sehen- aber nach der Verklebung nicht mehr zu ändern, die Kesselstütze ist ein wenig verbogen. Das liegt daran, daß die lichte Weite ein wenig zu klein ist und die Stütze etwas stramm auf der Nachblidung des Innenzylinders sitzt...

    Das sichtbare Abschlammventil ist im Bausatz nicht enthalten und entstammt einem model loco-Bausatz der 62. Um die Laufbleche eben an der Lok montieren zu können, mußten die Taschen für den Steuerungsträger etwas ausgefräst werden. Am Ende stellte sich jedoch heraus- daß der untere Teil des Steuerungshebels noch nicht entgratet war. Nach dem Entgraten paßte es dann problemlos.

    Abschließend noch ein Bild der bis hierhin fertiggestellten Lokomotive. Diese dient, wie bereits oben erwähnt- als Ideenspeicher für den Umbau der roco-Lok.



    Das soll es erst einmal gewesen sein. Ich hoffe, ich habe Euch nicht gelangweilt.


    Viele Grüße aus der Bastelbude


    Christian

    Hallo Freunde,

    der Verschlagwagen ist schon ein tolles Teil- die Lackierung habe ich auch noch vor mir... aber erst muß ich den Wagen zusammenbauen. Davor fürchte ich mich ein wenig...

    @ Axel:

    sieht gut aus, was Du da baust. Und schön, daß Du Deine Erfahrungen weitergibst.

    @ Wolfgang:

    nach den Erfahrungen eines Kollegen, würde ich eher auf die Elita- Farben wechseln...


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Wolfgang,

    wegen der Löcher mußt Du Dir keinen Kopf machen... für einige Leitungen sind sie zu klein- also entsprechend aufbohren. Dabei messe ich aber immer den Ansatz des zu montierenden Bauteils.

    Sind die Bohrungen zu groß- setzt Du das entsprechende Bauteil einfach mit einer kleinen Menge "Stabilit Express" ein. Nach kurzem Anziehen des Klebers mit einem kleinen Spachtel verputzen und aushärten lassen. Hinterher, wenn nötig, mit Schleifpapier und Vlies verputzen.


    Jetzt möchte ich noch schnell einen guten Rutsch in ein hoffentlich gesundes, neues Jahr wünschen.

    Die restlichen Stunden des Jahres werde ich mit NDR2 genießen.


    Ganz herzliche Grüße

    Christian

    Hallo, Friedrich!

    An Deiner Erfahrung möchte ich auch überhaupt nicht zweifeln. Aber auch die Vorzeichen während Deiner Ausbildungszeit waren ganz andere, als während meiner Ausbildung.

    Bei uns herrschte auch eine gewisse Form von Mangel- so wurden selbst Feilen, ja Feilenhefte ins Werkzeugbuch eingetragen. Zudem waren die auch noch gebraucht- und sollten eigentlich bis zur Rente halten (gut, das ist jetzt sehr überspitzt).

    Zum zweiten gab es noch die unmittelbare Nähe zu Zeiss. Und das war einer der drei Betriebe "mit einer besonderen Ordnung" Bei kleineren Betrieben fand die Ausbildung dann bei Zeiss statt. Bei größeren Betrieben haben die Lehrmeister bei Zeiss gelernt. Und so wurden viele Sachen einfach übernommen. Einige sind sicherlich ungewohnt- aber alle erprobt...


    Jetzt etwas OT: vom alten Zeiss erzählt man sich folgende Geschichte. Einer seiner Gesellen habe ein Mikroskop fertiggestellt. Und habe es Zeiss zur Abnahme vorgestellt. Da ihm aber das "Finish" der Oberflächen nicht gefallen habe, habe er es auf den in der Werkstatt stehenden Amboss gestellt und mit einigen kräftigen Hammerschlägen zerschlagen. Dieser Qualitätsanspruch und die Kunst Abbes, die Optiken zu berechnen, begründet die Beliebtheit Zeiss'scher Produkte. Dieser Anspruch wurde lange Zeit jedem Lehrling eingeimpft.

    So gab es eben für die verschiedensten Arbeitsgänge auch Vorschriften, wie zu verfahren ist. Und das eben auch bei solchen belanglosen Werkstücken, wie bei dem von jedem Mechanikerlehrling zu fertigenden Feilenputzblech oder U-Profilstück. Dort mussten die Oberflächen auf Strich gefeilt werden. Dazu wurde- wie oben beschrieben- die Feile eingeölt und mit Kreide bestrichen. Auch mussten die Schlitze von Schlitzschrauben im Winkel von 45° nach rechts zur in der Zeichnung angegeben Kante ausgerichtet sein.

    Auch für klarlackierte Metalloberflächen gab es eine Vorschrift, wie sie auszusehen hatten. Immer in Längsrichtung mattiert. Dazu gab es eigens den Beruf des Mattierers.


    Hattest Du einen alten "Zeissindianer" hast Du auch zuhause diese Ansprüche vermittelt bekommen.


    So nun hoffe ich, daß nicht gelangweilt habe...


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Friedrich,

    Du hast natürlich recht.

    Als ich gelernt habe, haben wir nur gebrauchte Feilen bekommen. Im Lehrgang "Eisen erzieht" haben wir verschiedene Teile aus dem Vollen gefeilt. Zum Schruppen haben wir natürlich trocken geärgert- aber als es auf Maß, Winkel und Fläche ankam, haben wir die Feile eingeölt und mit Kreide bestrichen. Dabei können sich die Späne nicht in der Feile festsetzen und es entstehen keine unnötigen Kratzer auf der Fläche. Bei weichen Werkstoffen (Alu, Weißmetall) kann sich der Grund des Hiebes nicht zusetzen- die Fläche wird besser- und die Reinigung der Feile wird erleichtert. Es gibt spezielle Reinigungsbürsten mit abgeknickten Borsten- die die Späne aus der Feile "federn". Zum Basteln nehme ich eine Messingbürste...

    Feilen mit Öl- wie gesagt, es ist völlig Banane, welches, spült die Späne aus dem Hieb. Bei den Diamantfeilen verhindert das Öl das Verkanten der Partikel und somit das Ausbrechen der Diamanten...

    Das sind die Erfahrungen, die ich im Laufe meiner, mehr als dreißigjährigen Berufsausübung als Feinmechaniker...


    Soweit meine Gedanken


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Axel,

    die Diamantfeilen haben schon ihre Berechtigung. Aber für unsere Art von Modellbau doch ein wenig über das Ziel hinaus.

    Sie geben ein feines Bild- aber sind für unsere Werkstoffe nicht wirklich geeignet. Eine Ausnahme wäre, wenn aus GFK präzise Rahmen gefeilt werden sollen- hier reitet man die klassische WS-Feilen einfach nur runter. Auch sollte man GFK nur mit VHM- Bohrern bearbeiten. Ansonsten ist nach jedem Loch ein neuer Bohrer fällig. Die Vorbearbeitung bei GFK- Rahmen erfolgt bei mir mit Draht für die Diamantdrahtsäge (ist, so glaube ich, nicht frei erhältlich).

    Ein weiterer Verwendungszweck wäre die Bearbeitung von gehärtetem Stahl oder Glas (Quarz oder andere glasharte Mineralien). Aber auch hier gilt: immer mit Schmierung arbeiten, bei Glas tut es Wasser und bei Stahl logischerweise irgendein Öl (meinsterwegen aus dem Motor des Kraftfahrwagen- nur nicht zurückgießen). Speiseöle sind hier nicht geeignet- die verharzen recht bald. Auch WD-40 würde ich hier nicht unbedingt verwenden.


    Soweit meine Gedanken

    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Andreas,

    im Moment sind wohl die "blauen Schachteln" groß in Mode. Momentan lanoriere ich an meiner 44 und einem zweiten Rahmen. Denn einfach nur "aus der Box" ist ja langweilig.

    Was Du hier vorhast, klingt vielversprechend. Bedenke aber, Bauen und fotografieren kostet Zeit und auch Nerven.

    Trotzdem bin ich gespannt, was Du drauß machst. Wünsche Dir viel Spaß beim Bauen.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Wolfgang,

    ich habe mehrere Feilen "in Betrieb" zum einen die uralt-Feilen vom Opa, ein Leben lang gepflegt und gut gehauen. Die sind einfach unverwüstlich. Ich verwende sie vorzugsweise für Stahl und Messing. Dann ein paar Billigdinger, die ich für Weißmetall benutze. Nach dem Feilen werden sie mit einer Feilenbürste gereinigt. Gröbere Stückchen popel ich mit einer 11er- Skalpellklinge aus dem Hieb. Und damit sich gar nicht erst Material festsetzt, öle ich die Feile gründlich ein (irgendein altes Öl aus dem Bagger oder sonst wo her) und feile damit erst einmal auf einem Stück Kreide. Damit setzt sich der Hieb etwas zu.

    Und dann habe ich für die feinen Arbeiten noch einen richtig guten Satz Schlüsselfeilen. Die habe ich mal bei Eylert, einem Werkzeughändler in Chemnitz gekauft. Der versendet auch an privat. Achso- die Feilen sind von Friedrich Dicke...


    Viel Spaß beim Bauen


    Christian

    Hallo Thomas,

    die Bilder hast natürlich Du mit meiner Kamera gemacht. Genau deswegen hast Du genau DIE Bilder vermisst. Ich hatte ha die ehrenwerte Aufgabe, den Zug zu fahren (meine erste FREMO- Fahrt überhaupt). Deine Fahrt war wohl am frühen Nachmittag- als ich mit den Holländern gefachsimpelt habe.

    War eine tolle Veranstaltung- habe selten bei einer ernsthaften Angelegenheit derart gelacht.


    Am obengenannten Modul hatte ich nichts auszusetzen. Auch der Staub hat mich nicht gestört, bzw ich habe ihn erst jetzt gesehen. Außerdem bin ich an dieser Stelle Kummer gewöhnt. Manche Vereinsanlage sieht da deutlich schlechter aus. Und dabei will ich noch nicht einmal an die Oberkörper- amputierten Preiserlein denken.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Bruno, hallo Kollegen!

    Als ich die Bilder gesehen habe, dachte ich: das hast Du doch schon einmal gesehen. Und richtig- in Rheine habe ich mit einem verspäteten Güterzug das Modul befahren. Allerdings war ich derart beschäftigt- daß ich nur einige, wenige Bilder gemacht habe.





    Viele Grüße Christian