Beiträge von Christian

    Hallo Freunde,

    lange habe ich nichts vom Bau meiner „Bellos“ hören lassen. Aus familiären und gesundheitlichen Gründen habe ich den Bau einige Zeit nicht weiterführen können. In Vorbereitung der JHV in Rheine des FREMO habe ich dann an den Modellen weitergemacht.


    Im ersten Teil dieses Fadens habe ich ja beschrieben, daß ich ursprünglich vorhatte, den Märklin-(Lang-)Kessel mit der Feuerbüchse zu kombinieren. Wegen maßlicher Unterschiede war dies nicht möglich. Daraufhin habe ich einen aus Messing gefertigten Langkessel mit Feuerbüchse und Rauchkammer des roco-Models verbunden. Deswegen war es notwendig, die roco-Teile komplett von allen angespritzten Details zu befreien. Auch von den Kesseln, die für die anderen Lokomotiven verwendet werden sollen, habe ich alle Details entfernt und die Kessel verputzt…


    zunächst das Verlöten der Bespannungsbänder


    img_5667q0ktj.jpg


    nach dem Verputzen


    img_567042kbf.jpg


    aus "obomodulan" gefertigtes Verbindungsteil zwischen Langkessel und Feuerbüchse


    img_5700ozj6y.jpg


    der im Rohbau befindliche Kessel mit den für DR-Lokomotiven typischen Pumpennischen. Diese wurden in die Rauchkammer eines DB-Kessels eingebracht und mit PS-Platten verklebt


    img_5703iaj0m.jpg


    Zusätzlich wurden an den Kesseln für die BR 43 die Sandkästen entfernt.


    img_5637uej5k.jpg


    Die dadurch entstandenen Löcher wurden mit einem aus „obomodulan“ https://www.obo-werke.de/produ…omodulanr-pu-platten.html gedrehten und grob zugeschnittenen Füllstück verschlossen. Mit langsam aushärtenden 2-K-Kleber wurden diese dann im Kessel verklebt. Dabei habe ich Füllstück und Kessel mit Tesa-Film abgedichtet, so daß eine oberflächenbündige Verklebung möglich war.


    img_5646asj96.jpg


    img_1910rbkfl.jpg


    Die Vorgehensweise habe ich bereits im ersten Teil am Beispiel der Führerstandsfenster der ÜK-Lok beschrieben. Viel zu Verspachteln gab es dann nicht mehr.


    Aus den Resten des „versägten“ roco-Kessels wurde der Dampf (Regler-)Dom und die Sandkästen entnommen.


    img_5622c8ktj.jpg


    Das Entnehmen der Sandkästen war notwendig, da die vorhandenen m+f – Sandkästen maßlich unterschiedlich waren, Einfallstellen vom Guß aufwiesen und die Nachbildung des Flansches (zur Befestigung auf dem Kessel) fehlten.


    img_56248tjn5.jpg


    Die inzwischen von Weinert vertriebenen Sandkästen (die aus dem Fundus von Günther stammen dürften) entsprechen denen der BR 01 und 62. Somit sind lediglich die roco-Sandkästen für die Lokomotiven der BR 44 verwendbar.


    Die Arbeiten „obenrum“ beseitigen aber noch nicht das grundlegende Problem- den vorbildfreien Rahmen und die nicht recht gelungenen Zylinder. Eine Lösung ist die Verwendung des, bei mir seit vielen Jahren herumliegenden Rahmens aus dem Weinertbausatz der BR 44… hier bin ich jedoch nicht über die Planungsphase hinausgekommen.


    313_br44_rahmen_mp_rdwiqan.jpg


    315_br44_rahmen_weine1bqln.jpg




    Vor einiger Zeit konnte ich den Bausatz der BR 44 in der DRG-Ausführung erwerben. In Vorbereitung der JHV in Rheine hatte ich begonnen, diesen zu montieren. Die daraus zu montierende Lok verfügt über Graugußzylinder mit angeschraubten Auspuffkästen sowie einen Innenzylinder mit angegossenem Kesselträger. Bei der Deutschen Reichsbahn wurden die Betriebslok jedoch recht schnell mit Zylindern mit angegossenem Auspuffkasten sowie einem geschweißten Rauchkammerträger ausgestattet. Lediglich einige wenige Lok fuhren bis zu ihrer Ausmusterung mit den alten Außenzylindern. Eine davon war die 44 031… und genau diese Lok soll aus dem Weinertbausatz montiert werden. Dabei soll dieser Bausatz auch als Ideenspeicher für die Überarbeitung der roco-Lok dienen.


    Montage des Fahrwerkes


    img_5677jhj7l.jpg


    img_567949ja7.jpg


    img_5684qwkvw.jpg


    img_56921fkj5.jpg


    img_5688vjk4d.jpg


    img_5695y4j5x.jpg


    img_569988ju3.jpg


    zufällige Stellprobe des montierten Weinert-Fahrwerkes mit dem umgebauten roco-Kessel


    img_571163jdt.jpg


    Am Stehkessel des roco-Kessels hat mich die, an Schmalspurloks erinnernte, Feuertür gestört. Vom Umbau der PIKO-Führerstände waren die Stehkessel der Reko-Lok übrig. Hier wurde die Tür aus dem Kessel herausgetrennt. Ebenso am roco-Kessel. Zudem wurde die Öffnung vergrößert- als Kante diente hier das Blech auf dem Türfutter.




    Die Feuertür



    wurde dann mit dem roco-Stehkessel verklebt



    rechts der Stehkessel mit der PIKO-Feuertür



    Soweit der Bauzustand der ersten Lokomotiven.

    Ich hoffe, daß ich Euch nicht gelangweilt habe.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Johannes,
    von Deinen "Triebfixen" bin ich restlos begeistert. Gehörst Du doch zu den wenigen Künstlern, die in der Lage sind, im 3D-Druck vernünftge Ergebnisse zu erzeugen!
    Bisher stand ich dieser Technologie, wohl auch berufsbedingt, eher skeptisch gegenüber. Habe ich bisher doch alles mit Anstückeln und Wegfeilen-/ Fräsen gefertigt. Auch ein im Institut beschaffter Fadendrucker hat mich nicht überzeugen können ( zumindest nicht für finale Produkte ).
    Nun hat diese Technologie des 3D-Drucks gewaltige Fortschritte gemacht. So daß ich doch langsam über Teile im 3D-Druck nachdenke. Die Konstruktion ist nun nicht mehr wirklich ein Thema- seit ich mit "Catia" spielen darf.
    Nun aber ein paar Fragen:
    Kompliziert geformte Teile habe ich immer als "Baugruppe" modelliert. Will heißen, zB. Einen Zylinderblock habe ich aus den Stirnwänden, Zylinder und Schieber, sowie den ganzen Flanschen (und anderem Krempel) zum fertigen Zylinderblock "zusammengesetzt". Läßt sich soetwas Drucken- oder muß hier der ganze Block als EIN Teil modelliert werden?
    Und welche Dateiformate "frißt" der Drucker?


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Andreas,
    auf Deine nun fertigen Lokomotiven bin ich gespannt. Habe ich doch bereits vor zwei Jahren Teile bewundern dürfen. Mich verblüfft nur, daß man aus den roco-Baukasten wirklich fertige Lokomotiven bauen kann.
    Ich bin immer an den angesteckten Zurüstteilen gescheitert- die immer krumm gewesen sind, und nach der Montage nicht mehr haben lackieren lassen. Auich ein Grund für den "Bello"-Faden.



    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Thomas,
    ganz herzlichen Dank für Deine Erläuterungen und das .pdf. Da kann ich mir ein Bild machen- und auch mal sehen, wie ich die Platinen unterkriege. Wird schon irgendwie werden.


    Nun auch noch mal was, was nicht direkt in den Faden paßt- ich es aber angesprochen habe.
    Meine roco-loks werden tiefgreifend umgebaut- ein Bild kannst Du Dir hier :
    Kleine Verbesserungen an der Roco 44- oder der maximal-invasive Eingriff
    machen. Wie gesagt- es ist noch nicht das letzte Wort über die Rahmen gesprochen. Und ich muß wohl noch mal wieder etwas zu diesem Projekt schreiben... Meine Teileschau, die ich vor einigen Jahren beschrieben und gezeigt habe- ist mittlerweile Bilderlos und daher auch geschlossen.
    Die 43 wird ebenso auf der Basis der roco-44 entstehen. Die recht gut gelungene Lok von GFN war mir seinerzeit ein wenig zu preiswert und stellte immer irgendwie die DRG-Lok dar. Nun ist die 43 eine der uneinheitlichsten Einheitsloks... Zum Zeitpunkt des Erscheinens hatte ich bereits mehrere Umbausätze von Günther erworben. Damit war die Grundlage gelegt.


    Einne schönen Sonntagabend
    wünscht
    Christian

    Hallo Axel,
    die Antwort ist auch OT, aber weil Du es angesprochen hast:


    Die Seite ist prima- zeigt aber auch welcher Aufwand nötig ist, um eine plausibel wirkende Reko-Lok zu schaffen. Nirgends stimmt das "Gesicht" der Lok. Dabei habe ich noch nicht rausgefunden, woran es liegt.
    Eine realistische Lok ist nur aus Teilen von PIKO oder Gützold oder eben den Vorwärmern von Günther (liegen vor) zu fertigen. Ist es bei der GFN-03/41 noch recht einfach, hier liegt es an der Pufferbohle und der viel zu flachen Schürze. Bei roco scheint der Kessel im Durchmesser zu klein (nicht nachgemessen, nur Gefühl) und deswegen die Schrägen des Vorwärmers nicht stimmig.
    Aus diesem Grund werde ich die Reko-50 wieder mit einem Altbaukessel (der für vergleichsweise kleines Geld zu haben ist) ausrüsten.


    Mein Problem (und jetzt bin ich wieder on topic) ist, daß ich die ganzen Lichtspiele an meinen Lok der BR 43/44 realisieren will. Nur werde ich nicht die Rahmen von roco verwenden, beziehungsweise stark überarbeiten (ist noch nicht entschieden). Der Rahmen der roco 44 ist zu hoch, deswegen ist bei meiner 43 007 auch die Steuerung nach "rückwärts" ausgelegt.
    Zum einen ist mir eben nicht klar, passen die Platinen in den Tender/Lokrahmen. Beim Tender denke ich nämlich auch über einen Neubau/Umbau nach. Zumindest bei den 30m³/31,5m³ Tendern kann/will ich wohl keine handelsüblichen Teile verwenden.


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo, Ihr Tüftler!
    Ich bin, da ich davon überhaupt keine Ahnung habe (aber davon ganz viel) begeistert was Ihr hier tut.
    Die Idee mit dem doppelten Dekoderanschluß finde ich ziemlich genial. Hier kann man dann nach eigenem Gusto wählen. Aber auch hier gilt ich habe ganz viel keine Ahnung, denn bisher hatten meine Dekoder sechs oder acht /neun Anschlüsse- und ich war froh, daß der Ok-Tender so leuchtet, wie ich es will.


    Nun habe ich aber eine Frage, die mein Bello-Projekt betrifft. In Uslar hatten Andreas und ich über die ganzen Lichtspiele für die Bellos gesprochen... Nun scheint es aber, daß die Platine (zu mindest die in der Lok) für mich nicht verwendbar ist- da ich ja hier den Rahmen entweder tiefgreifend umbaue oder ersetzen werde. Gibt es eine Alternative zu dieser Platine oder ist sie ggf auch im Lokkessel verbaubar. Allerdings sollte der ganze Kram dann immer noch trennbar sein.
    Und ist die Dekoderplatine auch in anderen Tendern (beispielsweise dem 30/32/34m³ oder dem umgebauten 31,5 m³ Tender) verwendbar...?


    Könntet Ihr ggf mal die Maße der Platinen einstellen, so daß ich sie in die entstehenden Projekte einarbeiten kann. Derzeit sieht es wohl dasnach aus, daß ich die Konstruktion noch einmal komplett überarbeiten muß...


    @Andreas B


    Herzlichen Dank für Deine Vorbildrecherche...soweit ist alles schlüssig. Nur die Beleuchtung der Schaufelbühne dürfte auch während der Fahrt beleuchtet sein. Der Heizer will ja auch beim Fahren in der Nacht sehen, was er auf die Schaufel lädt. Wenn es aber technisch nicht anders lösbar ist- seis drum.
    Prinzipiell habe ich erst einmal Interesse an zwei Sätzen für meine Lok der BR 50. Wobei die Reko noch zu einer Altbau mutieren wird. Bei der Reko ist es mir mittlerweile zu viel Aufwand, eine brauchbare Lok zu zimmern. Roco kann einfach keine Rekokessel mit Mischvorwärmer...


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Freunde,


    @ Axel:
    eine ordentliche Fleißarbeit hast Du hier abgeliefert. So sind die ganzen Fäden auch mal im Überblick zu sehen. Damit ist auch ein hin- und her-Schauen recht einfach möglich...


    Einen Einwand habe ich jedoch- besser wäre die Zuordnung der BR 43 zur BR 44. Beide Baureihensind gehören ja zu dern ersten deutschen Einheitslok. Zudem sollte ja damals die "bessere" in Serie gehen. Nun Anfangs war es die BR 43. In den dreißigern, als mit den Fahrzeitkürzungen begonnen wurde, war die 43 ja nicht mehr "konkurenzfähig. Schlußendlich ist dann ja die 44 in großen Serien gebaut worden- und bis zum Ende des Dampfbetriebes eingesetzt worden.


    @ Rainer:
    wäre es möglich dieses Verzeichnis als eigenes Thema anzupinnen?


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Axel,
    schau mal in meinen vierundvierziger Faden, da habe ich es erläutert. Also Fensterrahmen weg, PS zurechtfeilen, grob einpassen, mit Kleber sichern. Zum Schluß auf der Sichtseite einen Streifen TESA-Film aufkleben und von hinten mit langsamhärtenden 2K-Kleber vergießen....


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Friedrich,
    genau die, von Axel markierten, Reste meinte ich. Zur Bauart des Führerstandes kann ich, aus den oben genannten Gründen, nichts sagen. Nur soviel, in der Regel sind sie, aus Gründen der Stabilität, meist viel zu dick gespritzt. Aber hier etwas zu ändern, zumal in einem so weit fortgeschrittenen Bauzustand, halte ich nicht für zielführend.
    Lediglich die Verglasung der festen, vorderen Fenster würde ICH außen- kurz unter den äußeren Rahmen verlegen...


    Die Veränderung des Tenderantriebes ist ja wirklich marginal, aber offensichtlich Wirkungsvoll. Auf den ersten Blick sahen die Wangen aus, als wären sie neu gefertigt...


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Axel,
    nunja- dieser Umbau greift nun wirklich relativ weit in die Struktur der Lok ein. Deswegen fiel mir dieser Begriff, als Gegensatz zur Methode der Endoskopie-Operation (die als minimalinvasiv bezeichnet wird) ein.
    Die beiden Sandkästen benötige ich auch nur für diese Lok- da ich nicht vorhabe, bei den anderen Lokomotiven den Langkessel zu ersetzen.
    Hier war es nur notwendig, weil ich ja versucht hatte, den Märklin-Kessel (wegen der Pumpennischen und den gefälligen Sandkästen der Zwischenausführung [bis 44 066]) mit dem roco-Kessel zu vereinigen. Wie ich bereits oben geschrieben habe, ist dieser aber im Durchmesser zu klein. Hier war der Griff in die Restekiste und einige Stunden Arbeit- der günstigere Weg den Kessel wieder zu vervollständigen. Auch für die Anfertigung einer Silikonform müßten die Sandkästen aus dem Rest herauspräpariert und passend bearbeitet werden. Zur Sicherheit werde ich die Kästen aber dennoch in einer zweiteiligen Form in "Silastik T4" abformen. Die ebenfalls vorhandenen Sandkästen von m+f sind, einem Hinweis zufolge, etwas zu schmal. Auch hier werde ich eine Stellprobe und maßliche Kontrolle vornehmen. Die recht problemlos erhältlichen Günther-(Weinert)-Sandkästen entsprechen der Bauform der BR 01 und sind daher nicht verwendbar.


    Umbausatz trifft es wohl recht gut!


    Über ein "Reengineering" des Weinertrahmens habe ich auch schon nachgedacht, da ich über eine Werkzeichnung des Rahmens verfüge. Und es wird wohl die einzige, für MICH praktikable Möglichkeit bleiben, hier etwas vorbildähnlicheres zu fertigen. Nur muß ich hier wirklich alles mit "der Hand" ausmessen- auf unsere 2D-Meßmaschine habe ich keinen Zugriff (und keine Kenntnisse). Das Zeichnen sollte an dieser Stelle kein zu größeres Problem sein.
    Eine weitere Option wäre, den Rahmen (mit den dazugehörigen, nicht einzeln erhältlichen Gußteilen und den Lagersteinen) ggf. bei Weinert
    zu besorgen...


    Ein größeres Problem ist der Ersatz der Zylinder mit den angegossenen Auspuffkästen! Hier denke ich beispielsweise über den Bau eines Gußmodells nach (denn auch die Zylinder sind nicht "frei Verfügbar"). Hier wäre zum einen die Fertigung aus "obumodulan" und PS ind klassischer Form oder als 3D-Druck denkbar. Die Konstruktion würde mir noch ein paar Fertigkeiten im Catia-System bescheren.
    Ebenso müßte der Innenzylinder ersetzt werden, hier will ich mir aber erst einmal den Aufbau der Weinert-44 zu gemüte führen, da der Innenzylinder gleichzeitig der Befestigung des Kessels dient. Hier ist, nach Betrachten der Werkzeichnung des Zylinders, eher ein 3D-Druck angezeigt.
    Momentan bin ich mir allerdings recht sicher, die Teile des Stehkessels als Gußmodell abzuformen. Das Herrichten des roco-Stehkessels ist doch recht aufwendig.


    Soweit für heute
    Ganz herzliche Grüße


    Christian

    Hallo Friedrich,
    irgendwie ist mir Dein Faden zur pr. G10 " durchgegangen. Dabei ist es eine Lokomotive, die gerade auch für schwere Rangierdienste oder Übergabezüge geeignet ist. Daß bei mir auch noch ein angefangener Bausatz herumliegt, ist mir durch Deinen Beitrag deutlich geworden- aber das ist ein anderes Thema.
    Um den optischen Eindruck dieser Lok wiederzugeben, hast Du richtigerweise die, (für heutige Verhälnisse) grobe Kesselausrüstung entfernt, und durch Feingußteile ersetzt...
    Gerade das "Gesicht" der Lok hat durch Deine Arbeiten gewonnen.
    Und ich finde es hier recht überflüssig, über die mögllchen Rahmenformen (wie es bei DSO gelegentlich üblich ist) zu diskutieren. Lediglich über die Form und Lage des Bremszylinders könnte man sich hier noch einmal Gedanken machen. Dazu muß ich aber sagen, daß ich mich mit dieser Baureihe nicht beschäftigt habe, und daher nicht aussagefähig bin.
    Aber es gibt eine Kleinigkeit, die MICH stören würde: und das wären die Restkonturen auf der Führerstandswand. Hier würde ICH noch einmal nacharbeiten, weil die Macken nach dem Lackieren sichtbar sind. Diese Erfahrung habe ich seinerzeit beim Umbau der PIKO-03 in die 03 1010 machen müssen.
    Prinzipiell hätte auch ich kein Problem mit einer (zu) langsamen Güterzuglokomotive. Dadurch ergeben sich erst einmal richtig gute Rangiereigenschaften. Mir gefällt der umgebaute Antrieb ausgesprochen gut- ist eine saubere Arbeit...


    Jetzt bin ich gespannt, wie es mit Deiner Lok weitergeht- ich werde Dich bei der Fertigstellung beobachten.
    Viel Spaß beim weiteren Bau und herzlichen Dank fürs Zeigen!


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Axel,
    so einen Wagenkipper hat schon etwas. Ist diese Entlademöglichkeit doch eher selten auf Modellbahnen zu sehen.
    Das bei Deinem Druck etwas "zerbröselt" ist, würde ich jetzt nicht unbedingt als großes Problem ansehen, Dann eher die recht grobe Struktur (wobei die Abbildungen ja deutlich vergrößert sind).
    Ich denke, daß Du hier nichts wegwerfen und neu konstruieren mußt. Ich sehe hier deutliche Möglichkeiten der Reparatur.
    Prinzipiell würde ich hier die Bruchstücke zunächst mit Cyanoacrylat kleben. Damit ist eine, sicherlich nicht für den Einsatz als Kipper, Grundstabilität vorhanden. Danach würde ich die Konturen mit einer Beilage aus Ms oder PS stabilisieren, indem sie flächig mit den beschädigten Teilen verklebt werden, Zusätzlich kannst Du ja auch noch die Augen für die Mechanik verstärken... Die Fahrbahn würde ich beispielsweise auch mit einer PS-Platte stabilisieren. Auf diese dann Kleineisen des bevorzugten Herstellers verbauen (hier gibt es auch von Tillig welche, allerdings nur eine geringe Anzahl in der Packung!) Bei der Verwendung der Tillig-Kleineísen ist auch eine Ms-Platte denkbar, da diese aus Kunststoff hergestellt sind.
    Es dürfte aber nicht relevant sein, daß die Schinen auf der Brücke gegeneinander isoliert sind- da diese wohl nicht mit Lokomotiven befahren werden (dürfen?).


    Ich wünsche Dir viel Spaß beim Bau dieses, doch etwas außergewöhnlichen Modells.


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Freunde,
    durch railroadwillis gut gemachten Beitrag https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?010,8819233 zum Umbau der roco-Lok (BR44) angeregt, hier ein paar Gedanken und Bilder zu meinem Umbauansatz. Dieser geht etwas weiter in die Struktur der Lokomotive. Im Ursprung als LowCost-Projekt geplant, hat sich der Umbau zum maximalinvasiven Eingriff entwickelt. Wie weit dieser Umbau dieser Umbau gehen wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Ziel ist es, eine Anlagentaugliche und auf dem Stand der heutigen Großserienmodelle detaillierte Lok zu schaffen. Daß dabei auch Kompromisse eingegangen werden müssen, ist hier unumgänglich.Einer dieser Kompromisse ist der Ersatz des Führerstandes.


    Die Baureihe 44 gehört, neben den anderen Lokomotiven der 20t-Reihe, zu den Lokomotiven die mir am Herzen liegen. Gibt es doch, bis auf die BR 43 und 62 (mit Einschränkungen), keine zeitgemäßen Modelle dieser Lokomotiven. Während ich die Lok der BR 43 und 62 nur noch als Museumslokomotiven kennengelernt habe, konnte ich die Lokomotiven der BR 44 bis 1981 im Dienst auf der Saalebahn erleben. Schon frühzeitig entstand der Wunsch nach einer solchen Lok. Aber erst 1992 hatte ich, nach längerem Sparen, eine roco-Lok erworben.
    Was für ein Meilenstein! Eine fast vollständig freistehende Kesselausrüstung...
    Nach einiger Zeit ist mir dann ein Umbausatz zur BR 43 in die Hände gefallen- und eine zweite (gebrauchte) Lok wurde beschafft. Und damit begann eigentlich das Dilemma...
    Und daran hat sich bis heute nicht viel verändert.
    Der Führerstand und die Kesselarmaturen sehen noch immer so aus, wie vor 27 Jahren. Die Feuerbüchse ist zu kurz geworden, so daß man den Getriebeturm des unsäglichen Kardanantriebes sieht. Und so viel besser sehen die neuen (Metall)Radsätze auch nicht aus. Vom völlig vorbildfreien Rahmen gar nicht zu reden.
    Es ist also an der Zeit für ein NEUES Modell der BR 44. Hier hoffe ich auf BRAWA- aber auch von der 01 war bisher noch nicht viel mehr, als ein Handmodell zu sehen (Allerdings hat man da ja recht ambitionierte Pläne). Das für dieses Jahr angekündigte Modell aus Metall scheint ja auch keine Option zu sein, wenn ich mir die Bilder ansehe...



    Die grundlegende Idee zum Umbau entstand bereits beim Bau der 43 007! Der Vorserienführerstand aus dem Güntherbausatz ließ die "Bude" der 44 recht alt und vor Allem unproportioniert aussehen. Hier zunächst einige Bilder von meinem Handmuster der 43 (hier werden noch einige Lok dieser unenheitlichen Einheitslok umgebaut werden).









    Die Aufstiege zum Umlauf sind hier allerdings seitenverkehrt, wie am Gußbaum, montiert. Die hier erkennbare "Ecke" an den Aufstiegen müßte hinter den Pumpen liegen.
    Der Steuerungsträger ist aus Messing gefertigt. Die Zeichnung dazu wurde aus dem DEWAG-Poster und den Maßskizzen aus dem Transprss-Buch zur BR 44 entwickelt. Allerdings kannte der Rahmen diese Zeichnungen (er ist zu hoch) nicht, deswegen ist die Steuerung auf Rückwärts ausgelegt.



    An dieser Lok werden lediglich noch die Verbesseungen aus dem o.a. Beitrag erfolgen, d.h. die Laufachse wird an die richtige Stelle versetzt und durch einen größenrichtigen Laufradsatz ersetzt. An der gesamten Achsgruppe werden die Spurkränze noch auf ein FREMO-taugliches Maß abgedreht.



    Die hier verbauten Armaturen aus dem Güntherbausatz ließen die am Kessel der 44 verbauten Armaturen richtig klobig aussehen. Zudem sind diese nicht lackierbar- und glänzen unangenehm fettig.
    Hier ist bereits der erste Umbauschritt zu sehen. Ein paar Windleitbleche der BR 41 (PIKO), das Dachfenstergitter (PIKO) und ein paar Güntherteile (Frontumbausatz der Jouef- BR 44) und schon war eine Lok der Reichsbahn entstanden. Mit dem Ölbehälter der PIKO- 01.5 wurde der roco-Tender zum Öltender umgebaut.











    Dämlicherweise hatte ich beim Umbau den vorderen Kesselträger (Rauchkammersattel) ausgebaut und entsorgt. Sämtliche zum Ende der Einsatzzeit im Dienst befindlichen Lok verfügten jedoch über diesen Träger und Ersatzzylinder mit angegossenen Auspuffkästen. Offensichtlich sind dafür während der Kriegszeit, auf den Erfahrungen des Maschinendienstes fußend, neue Zeichnungen erstellt und an Hersteller (Zulieferer) und Ausbesserungswerke verteilt worden. Nur so ist es erklärlich, daß bei beiden deutschen Bahnverwaltungen diese Teile baugleich sind.









    Leider sind diese Zylinder bisher von keinem Großserienhersteller in akkzeptabler Form hergestellt worden. Bei der letzten Auflage der BR 44 sind sie zwar nachgebildet worden, entsprechen aber überhaupt nicht dem Vorbild... Aus diesem Grunde verfügt meine, zur Öllok umgebaute Lok auch noch über Zylinder mit angeschraubten Auspuffkästen.





    Störend ist die grobe Kesselausrüstung, der Führerstand mit der zu flachen Rundung des Daches (das Dach des Güntherführerstandes ist viel "runder") und das grobe und in Teilen vorbildfreie Fahrwerk. Hier stört mich besonders, daß der Barrenrahmen über keinerlei Durchbrüche verfügt. Diese sind jedoch für das Aussehen der Lok maßgebend, da man sie beim vorbeifahren sofort wahrnimmt. Bei der 43 007 hatte ich unter dem Führerstand das große Fenster nachgebildet- allerdings nach dem Muster der BR 44.





    In den Arbeitsvorrat gelangten nun mehrere Lokomotiven- unter anderem auch zwei Öllok der DB. Gleichzeitig konnte ich in der "Bucht" zwei Kessel (Märklin) mit ÜK-Führerstand erwerben. Dieser Kessel wirkt formal optisch gut gelungen. Zudem waren einige Details deutlich filigraner ausgeführt.





    Rauchkammer roco





    Rauchkammer Märklin





    Was lag näher den Langkessel der Märklin-Lok mit dem Stehkessel der roco-DB-Lok zu vereinigen. So wäre die "Beulenpest" geheilt, und die Pumpennischen für die DR-Lok vorhanden. Kurzerhand wurde dedr roco-Kessel vor dem letzten Bekleidungsband abgesägt und rechtwinklig bearbeitet. Gleiches geschah mit dem Märklinkessel.
    Zusätzlich wurden die angespritzten Details entfernt. Eine Stellprobe ergab, daß der vorbereitete Metallkessel im Durchmesser zu klein ist. Und so kam es zum bisher maximalst-invasiven Eingriff an einer Lok dieser Baureihe. Zunächst wurde der Stehkessel von allen angespritzten Details befreit, da ich immer noch den Versuch wagen wollte, beide Kesselteile zu vereinigen.





    Da diese Montage aber keinesfalls sinnvoll war, mußte eine Lösung gefunden werden. Vom abgesägten roco-Langkessel wurde die Rauchkammer hinter dem ersten Bekleidungsband entfernt.
    Ebenso wurde die Rauchkammertür entfernt und der Türring zur Kesselachse winklig geschliffen. Bis auf den Kamin und den Vorwärmer (Knorrolle) wurden sämtliche angespritzten Details entfernt und die Oberfläche sauber verputzt. Das Fertigen der Pumpennischen und Ausbohren des Kamins schlossen die Arbeiten an der Rauchkammer ab.







    Auch eine Stellprobe des ÜK-Führerstandes auf einer roco-Lok zeigte deutlich, daß hier etwas nicht stimmen konnte:





    Hier der Vergleich Märklin (links) roco (rechts)





    Trotz der maßlichen Abweichungen wirkt der Märklinführerstand deutlich stimmiger, was in der zu flachen Dachvoute des roco-Führerstandes begründet ist. Dadurch wirkt der Führerstand zu schmal, auch die seitlichen Schrägen des Führerstandes sind zu steil.





    Also habe ich zunächst einen vorhandenen Führerstand der PIKO-41 mit den Führerständen der roco- und Märklin-Lok sowie den Zeichnungen des Originalführerstandes (Danke Matthias Muschke) verglichen. Dieser Führerstand stellt für mich einen brauchbaren Kompromiß dar. Die nächsten Arbeitsschritte waren die Entfernung der Vorderwand, Entfernung aller Spritzgrate und die Bearbeitung der Seitenwände. Dadurch konnte die Wandstärke auf weniger als die Hälfte der ursprünglichen verringert werden. Gleichzeitig wurde die Einpolterung für den Handlauf freigelegt. Rückseitig mit einem PS-Streifen verschlossen. Als Versteifung der Seitenwände wurde das Kreuz aus Blechstreifen (hier aus 0,3mm PS gefertigt und rückseitig eingeklebt. Für den ÜK-Führerstand wurde das vordere Fenster mit einem grob zugeschnittenen PS verschlossen. Für ein Flächenbündiges Abschließen wurden die Spalten mit langsam abbindenden Zwei-Komponenten-Kleber "ausgegossen". Ein Streifen Tesa-Film verhinderte das Herauslaufen des Klebers.











    Eine Stellprobe, an einem Modell aus dem Arbeitsvorrat, ergab ein annehmbares Aussehen. Die noch zu geringe Höhe kann mit einem dünnen Streifen PS korrigiert werden. Jetzt war nur noch das Problem des "versägten" Langkessels zu klären. Immerhin hatte ich jetzt einen weniger, als ich Fahrwerke in meinem Bestand habe. Aus einem Stück Messingwurde nach den Abmaßen des roco-Langkessels ein neuer Langkessel gefertigt. Dieser wurde an das Unterteil des roco-Kessels angepaßt. Mit dem bereits umgebauten Führerstand ergab sich dadurch eine akzeptable Grundlage für den Weiterbau.







    Da diese Lok einen Nachbaukessel mit innerer Speisewasseraufbereitung bekommen soll, ist der Speisedom entbehrlich. Der Reglerdom wurde aus den Fragment des Kessels gewonnen.
    Für die Bekleidungsbänder wird Draht in die eingedrehten Nuten gelötet und überdreht.





    Somit ist für die weitere Aufrüstung der Lok eine brauchbare Grundlage entstanden. Diese erfolgt mit den, leider nicht mehr erhältlichen Teilen, von Günther. Die Sandkästen werden entweder aus dem, nur noch in Teilen vorhandenen, Kessel "herauspräpariert" oder es werden die alten Sandkästen aus dem ehemaligen m+f Programm verwendet.
    Auf diesem Bild wird sichtbar, daß durch den Tausch der Radsätze (hier MP) das Fahrwerk noch weiter zur Karikatur verkommt.





    Hier sehe ich aber noch keine praktikable Lösung. Sicher wäre der Ersatz durch einen Rahmen von Weinert eine Lösung.





    Allerdings ist dies bei fünf Lokomotiven eine kostspielige Angelegenheit. Auch ist mir nicht klar, ob dieser Rahmen als Einzelteil erhältlich ist. Desweiteren würde es bedeuten, daß alle Radsätze demontiert und mit den Achslagern von Weinert versehen werden müßten. Hernach müßtenb alle Radsätze mit korrektem Kurbelversatz aufgepreßt werden. Ein Unterfangen, welches ich bei den feinen MP-Radsätzen, als nicht unproblematisch ansehe.



    Über den Umbau der roco-Tender auf Dreipunktfahrwerk habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Nur soviel- aus einem PIKO-Öltender habe ich eine (für mein Gefühl) brauchbare Grundlage zum Weiterbau geschaffen.





    Auch hier wurden alle Spritzgrate und Details entfernt.



    Nun hoffe ich, daß ich Euch nich mit meinem Lösungsansatz für ein zeitgemäßes Modell der BR 44 gelangweilt habe.



    Viele Grüße in die Nacht
    Christian

    Hallo Alexander,
    nimm einfach Deine Lieblingsfarbe... vorsichtig wäre ich mit wasserbasierter Farbe, bei den kleinsten Fettspuren bildet sie Tröpfchen.


    Viel Spaß


    Christian

    Hallo Friedrich,
    mit meinem tausendsden Beitrag möchte ich Dir zu Deinem gelungenem Modell gratulieren. Gleichzeitig habe ich aber eine Bitte: ist es möglich noch einmal das Wipplagerfahrwerk genauer zu zeigen. Bis dato habe ich ein solches Fahrwerk noch nicht gesehen- wohl aber nur Gutes gehört.
    Selbst wenn nicht alle Räder auf dem Gleis stehen, sollte dann doch der Betrieb problemlos möglich sein. Und so schlecht sind die Gleise ja nun auch nicht verlegt- kritisch sind die Modulübergänge. Interessanterweise ist auch mein Viehwagen von RST selbst beim Teppichbahning nicht entgleist- obwohl hier im Gleisbogen die Gleisstücke nicht ordentlich zusammengesteckt waren! Da sollte es doch bei einem "Tausendfüssler" auch keine nennenswerten Probleme geben.


    Dein präziser Bau des Lokaufbaus ist wirklich sehenswert- die Bausätze sind ja wirklich gut durchdacht. Das habe ich seinerzeit auch beiom Bau der Weinert-81 festgestellt. Und daß mal was danebengeht- muß man hier einfach akzeptieren. Ich denke, daß es keinen absolut fehlerfrei montierten Bausatz gibt. Also mach Dir deswegen keinen Kopf.
    Die Montage der Steuerung ist in der Tat etwas diffizil- auch das habe ich beim Bau der 81 und bei der Montage der Steuerung der 43 (85) festgestellt. Mir persönlich gefällt der "alte" Aufbau- nur mit Nietverbindungen deutlich besser. Aber das ist Ansichtssache.


    Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel- die Montage ist deutlich besser, als "ausreichend"!


    Ich wünsche Dir noch viel Spaß beim Fertigbau und Einsatz Deiner Lok


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Freunde, hallo Friedrich!
    Sicherlich machen die Antworten einen Faden "unleserlich". Aber sie geben auch das nötige Feedback- und hier bin ich für jede Kritik offen.
    Man könnte natürlich einen Diskussionsfaden parallel laufen lassen, aber das finde ich ein wenig umständlich (deswegen auch meine Antwort hier).
    Daß nicht jeder diese Sachen nachbauen kann, ist mir auch klar. Mir geht es beispielsweise bei Gebäuden oder Modulen genau so. Hier habe ich schlichtweg keinen Platz! Bin aber immer begeistert, was Ihr hier so "zimmert".


    Mir geht es bei meiner Baubeschreibung eben auch darum, Möglichkeiten und Wege aufzuzeigen (ohne dafür aber in Anspruch zu nehmen, es sei der einzige und richtige Weg)


    Nun aber doch ein wenig ON TOPIC:
    Bei einem Lokmodell aus Weißmetall ist es sicherlich nicht notwendig, wenn nicht gar kontraproduktiv, daß das fertige Modell sandgestrahlt wird. Bei einer Montage aus Ätzblech sieht es heir wieder anders aus. Hier entstehen durch das Ätzen (besonders dann, wenn es nicht industriell gemacht wird) recht scharfe Kanten. Durch das Sandstrahlen werden diese verrundet, so daß dann an den Kanten der Lack besser hält. Da wohl keiner von uns die Möglichkeit hat, den Lack einzubrennen, ist es eben EINE Möglichkeit, den Lack vorm abstoßen zu hindern (ich habe viele gut gebaute Modelle gesehen, die dann eben genau dieses Abstoßen an den Kanten zeugen).


    Soweit meine Gedanken


    Jetzt geht es (um es bildhaft darzustellen) auf das Marathontor im Stadion zu.


    Viele grüße
    Christian

    Hallo Freunde,
    Zur Erinnerung, im Frühjahr 2008 habe ich begonnen, eine Lokomotive dr polnischen Gattuing Ok22 zu entwickeln und zu bauen. Somit geht der Bau jetzt ins dritte Planjahrfünft.
    Obwohl ich aus familiären und gesundheitlichen Gründen nicht so habe weiterbauen können, wie ich es mir vorgenommen hatte, kann ich doch einige Fortschritte vermelden.
    Der Tender mit dem Antrieb ist jetzt weitgehend fertiggestellt.
    Wie zu erwarten war- sind wieder einige Fehlschläge und Schwierigkeiten zu meistern gewesen...
    Doch seht selbst:
    Zunächst wurden die detaillierten Wasserkastenbleche aufgelötet- eine Arbeit vor der ich mich gefürchtet hatte. Erstaunlicherweise waren die Bleche problemlos einzulöten...lediglich eine Ecke des Kohlenkastens hatte sich geöffnet. Im Letzten Teil hatte ich bereits die Schürzeughalter am Kohlekasten angelötet. Bereits angekündigt hatte ich die Montage der Schürzeuge, die sich völlig unproblematisch gestaltete.




    Auch die detaillierte Tendervorderwand wurde fertiggestellt.Hinter dem Abschlußblech befindet sich die Kupplungskammer für die Kurzkupplungskulisse



    Zunächst aus Ätzteilen zusammengelötet, hat sich diese nicht bewährt. Die Augen für die Federn haben sich aufgebogen. Also habe ich diese noch einmal in Catia gezeichnet und als Frästeil gebaut.
    Zunächst hatte ich aber ersteinmal die Umbüge an den Tenderaufstiegen gefertigt. So als flaches Blech sahen sie doch sehr nach BR52 aus. Also habe ich einen 0,3 mm-Draht an beide Seiten der Tritte gelötet. Drangezittert ist wohl der passendere Ausdruck. Die Wirkung ist aber beeindruckend.




    Die nächsten Schritte waren die Montage und Anpassung des Tenderrahmens an den Tenderkasten. Hierbei wurde die Pufferbohle bereits komplett zugerüstet.




    Als Drehgestelle waren die Drehgestelle eines GFN-Tenders vorgesehen. Diese bleiben beim Bau der 38 1425 übrig, da dieser Tender mit Plattenrahmendrehgestellen ausgerüstet ist. Lieber hätte ich die Drehgestelle von Gerard oder Weinert verwendet. Die GFN oder Revell-Drehgestelle müssen vomn Tenderrahmen getrennt werden. Dadurch ist die Verwendung der unter dem Rahmen liegenden Teile der Wurfhebelhandbremse nicht möglich.
    Aus ein paar Resten wurde diese zusammengelötet und am Rahmen montiert.



    Eine weitere Baugruppe sind Heizleitung und Gleisräumer, die erst nach der Montage des Tenders eingebaut werden können. Dabei wird die Verbindung von Antrieb, Tenderrahmen und Tenderkasten sichergestellt.



    Dazu dienen die unterhalb des Werkzeugkastens befindlichen M1-Schrauben, die bereits für die Montage der verschiedenen Ätzbleche des Tenderkastens eingelötet wurden. Zwischenzeitlich hatte ich die Radsätze komplettiert. Zur Erinnerung, es sind GFN-Tenderradsätze, die ausgebuchst und mit abgedrehten PIKO-Radreifen versehen wurden. Dabei ist mir allerdings bei der Montage ein Mißgeschick passiert. Versehentlich hatte ich die mit der Haftreifennut versehenen Radsätze mit einer 2mm-Buckse versehen. Bei der Fertigstellung hatte ich zwei Möglichkeiten, entweder neu fertigen, oder nochmals ausbuchsen. Für letztere Variante habe ich mich entschieden. In die Messingbuchse habe ich einfach ein Kanülenrohr Durchmesser 1,5/2,0mm eingepreßt und abgelängt. Auch heir hat der Rundlauf nicht gelitten.



    Vorn die kugelgelagerte Antriebsachse, hinten eine der Laufachsen des Tenders. Als nächstes mußte der Antriebkompletiert werden. Ein Probelauf der Zahnräder



    im Rahmnen zeigte zunächst ein kaum zu überwindendes Hakeln. Grund hierfür waren Grate vom Abdrehen. Nach Entfernen derselben, lief alles wie geschmiert.



    Das Aufpressen der Schwungmasse und des Schneckenrades war dann nur Handwerk- sollte aber noch einmal für Probleme sorgen. Der Motor sitzt saugend in einem Messingblock, Dieser sorgt für die Wärmeabfuhr und Passung der einzelnen Rahmenteile.



    Die in der Mitte befindlichen Bohrungen für die Senkschrauben dienen der Befestigung des Motorblocks



    Zunächst habe ich die beiden inneren Achsen eingelegt, um die Leichtgängigkeit der Lagerung zu prüfen.



    Nach Montage der äußeren, angetriebenen Radsätze stellte sich heraus, daß die inneren Radsätze durch die Kontaktfedern nicht genügend auf das Gleis gedrückt wurden.



    Allerdings mußte ich hier improvisieren, da ich die Stromabnahme bei der Konstruktion komplett vergessen hatte. Aus einer Lochraster-Leiterplatte, eingeklebten M1-Schnkschrauben und Federbronzedraht wurden die Stromabnehmer gebastelt.



    Nun mußten die mittleren Achsen nur noch so belastet werden, daß sie sich in jeder Betriebssituation drehen. Aber wie anstellen?
    Ganz einfach eine Tasche einfräsen, drei Bohrungen für die Federn,



    die während meiner US-Modellbahnzeit aus Kadee-Kupplungskammern gewonnen wurden



    und einem zurechtgefeiltem Tombak-Blech,



    welches under die Achse geklemmt wird. Gegen Herausfallen sind die Achsen mit angeschraubten Grundplatten gesichert...



    Nun stand einem Probelauf nichts mehr im Wege. Allerdings waren die Getriebewellen noch nicht gegen herausfallen gesichert. Es kam, wie es kommen mußte- auf der Schwungmassenseite ist die Zwischenwelle herausgerutscht. Dadurch hatte sich das Zwischenzahnrad mit der Schnecke verklemmt. Ergebnis? Ich hatte meinen ersten Faulhabermotor geschrottet. Also Schnecke und Schwungmassenstumpf abziehen. Komischerweise lief danach der Motor wieder recht problemlos. Die erste Arbeit war jetzt das Sichern der Getriebewellen. Dazu wurde mit dem Elektroischreiber die Oberfläche aufgeraut- und die Wellen zusätzlich in einer Rahmenwange eingeklebt.
    Analog lief der Antrieb zufriedenstellend- durch die groben Räder (Modul 0,5) allerdings recht laut. Zudem ist der Tenderkasten ein perfekter Resonanzkörper.


    Der Einbau des Antriebes war bereits vor der Komplettierung "trocken" erfolgt, so daß sich der Antrieb ohne Schwierigkeiten in den Tenderkasten einbauen ließ.




    Die Platzverhältnisse sind auch ohne Motor alles andere als üppig. Mitt dem Antriebsblock sieht es schon richtig nach dem Tender der Ok22 aus :D



    Nun stand die Digitalisierung des Tenders an. Ein vorhandener Dekoder war für die Verwendung mit Glockenankermotoren nicht wirklich geeignet... Nach der "freien Verdrahtung" und dem Herumprobieren war kein vernünftiger Lauf zu erzielen... Ein neuer Dekoder mußte her. Beim SpieleMax gibt es aber bloß eine Marke. Also gut- wird es eben ein ESU! Und der hatte neun Anschlüsse... Also was lag näher- die Lok auch noch zu beleuchten. Bedrahtete Luminiszensidioten waren vorhanden.
    Auf Grund der Konstruktion mußten die Anschlüsse der Radschleifer vorn und hinten separat geführt werden.



    Zunächst habe ich einen üblen Drahtverhau aus Isolierschlauch und IC-Steckern fabriziert. Prinzipiell funktionierte es. Nur schön war es nicht:



    Die aus einer Streifenrasterplatte gezimmerte Platine war mehr als unglücklich organisiert. Der Vorwiderstand lag unterhalb der Platine. Die Führung der Drähte unterhalb der Platine war, obwohl so vorgesehen nicht mal mit Fingerbrechen möglich.



    Nach zwei weiteren Versuchen habe ich dann eine relativ platzsparende Variante gefunden. Dadurch ist dann auch der Kohlehaufen in der Höhe plausibel darstellbar.



    Nach etwas Kurbeln an den CV des Dekoders war der Lichtwechsel am Tender darstellbar.




    Jetzt stand einer ausgedehnten Probefahrt nichts mehr im Wege. Wie ich aber hier bereits geschrieben habe:


    ? Frage zu Radreifen


    liefen die "unbereiften" Radsätze scharf. Über die Versuchsanordnung hatte ich dort auch geschrieben. Mittlerweile meine ich das Problem erkannt zu haben: Die Haftreifen sind zu dick, so daß die Radreifen schleifen. Zudem war der Anteil der Kurvenfahrt, gemessen an der Gesamtstrecke deutlich mehr als 70%. Da muß(!) jeder Radreifen scharf laufen.
    Die Lösung wird sein, daß ich die Treibachsen nocheinmal neu bereifen werde. Jetzt aber mit Edelstahlradreifen. Auf die Haftreifen werde ich dann auch verzichten.


    Ein Zusammenstellen der Lokomotive mit dem Tender gibt sehr gut den Eindruck der Ok22 wieder.




    Der Tender ist bis auf den Kohlehaufen und die Lackierung fertiggestellt. Selbst an der Lok sind die Arbeiten im "nur noch" Bereich.
    Nur noch bedeutet- die Laternen zu montieren und beleuchten. Radschleifer und Kurzkupplung zu fertigen sowie den Führerstand mit Brettern und Sitzkisten fürs Personal auszustatten. Die Verglasung wird aus CD-Hüllen gefertigt.


    Ein Sandstrahlen wird, nach meinen Erfahrungen beim Strahlen des Tenders nicht erfolgen. Hier muß ein vorsichtiges Anätzen genügen. Nach dem Strahlen des Tenders hatten sich die Rückwand sowie die Klappen des Werkzeugschrankes verbogen. Während letztere auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist, mußte ich die Rückwand aufwendig richten.


    Soweit für heute aus dem heimischen Lokwerk


    Eine besinnliche Weihnachtszeit
    wünscht
    Christian