Beiträge von Christian

    Hallo Wolfgang,

    wegen der Löcher mußt Du Dir keinen Kopf machen... für einige Leitungen sind sie zu klein- also entsprechend aufbohren. Dabei messe ich aber immer den Ansatz des zu montierenden Bauteils.

    Sind die Bohrungen zu groß- setzt Du das entsprechende Bauteil einfach mit einer kleinen Menge "Stabilit Express" ein. Nach kurzem Anziehen des Klebers mit einem kleinen Spachtel verputzen und aushärten lassen. Hinterher, wenn nötig, mit Schleifpapier und Vlies verputzen.


    Jetzt möchte ich noch schnell einen guten Rutsch in ein hoffentlich gesundes, neues Jahr wünschen.

    Die restlichen Stunden des Jahres werde ich mit NDR2 genießen.


    Ganz herzliche Grüße

    Christian

    Hallo, Friedrich!

    An Deiner Erfahrung möchte ich auch überhaupt nicht zweifeln. Aber auch die Vorzeichen während Deiner Ausbildungszeit waren ganz andere, als während meiner Ausbildung.

    Bei uns herrschte auch eine gewisse Form von Mangel- so wurden selbst Feilen, ja Feilenhefte ins Werkzeugbuch eingetragen. Zudem waren die auch noch gebraucht- und sollten eigentlich bis zur Rente halten (gut, das ist jetzt sehr überspitzt).

    Zum zweiten gab es noch die unmittelbare Nähe zu Zeiss. Und das war einer der drei Betriebe "mit einer besonderen Ordnung" Bei kleineren Betrieben fand die Ausbildung dann bei Zeiss statt. Bei größeren Betrieben haben die Lehrmeister bei Zeiss gelernt. Und so wurden viele Sachen einfach übernommen. Einige sind sicherlich ungewohnt- aber alle erprobt...


    Jetzt etwas OT: vom alten Zeiss erzählt man sich folgende Geschichte. Einer seiner Gesellen habe ein Mikroskop fertiggestellt. Und habe es Zeiss zur Abnahme vorgestellt. Da ihm aber das "Finish" der Oberflächen nicht gefallen habe, habe er es auf den in der Werkstatt stehenden Amboss gestellt und mit einigen kräftigen Hammerschlägen zerschlagen. Dieser Qualitätsanspruch und die Kunst Abbes, die Optiken zu berechnen, begründet die Beliebtheit Zeiss'scher Produkte. Dieser Anspruch wurde lange Zeit jedem Lehrling eingeimpft.

    So gab es eben für die verschiedensten Arbeitsgänge auch Vorschriften, wie zu verfahren ist. Und das eben auch bei solchen belanglosen Werkstücken, wie bei dem von jedem Mechanikerlehrling zu fertigenden Feilenputzblech oder U-Profilstück. Dort mussten die Oberflächen auf Strich gefeilt werden. Dazu wurde- wie oben beschrieben- die Feile eingeölt und mit Kreide bestrichen. Auch mussten die Schlitze von Schlitzschrauben im Winkel von 45° nach rechts zur in der Zeichnung angegeben Kante ausgerichtet sein.

    Auch für klarlackierte Metalloberflächen gab es eine Vorschrift, wie sie auszusehen hatten. Immer in Längsrichtung mattiert. Dazu gab es eigens den Beruf des Mattierers.


    Hattest Du einen alten "Zeissindianer" hast Du auch zuhause diese Ansprüche vermittelt bekommen.


    So nun hoffe ich, daß nicht gelangweilt habe...


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Friedrich,

    Du hast natürlich recht.

    Als ich gelernt habe, haben wir nur gebrauchte Feilen bekommen. Im Lehrgang "Eisen erzieht" haben wir verschiedene Teile aus dem Vollen gefeilt. Zum Schruppen haben wir natürlich trocken geärgert- aber als es auf Maß, Winkel und Fläche ankam, haben wir die Feile eingeölt und mit Kreide bestrichen. Dabei können sich die Späne nicht in der Feile festsetzen und es entstehen keine unnötigen Kratzer auf der Fläche. Bei weichen Werkstoffen (Alu, Weißmetall) kann sich der Grund des Hiebes nicht zusetzen- die Fläche wird besser- und die Reinigung der Feile wird erleichtert. Es gibt spezielle Reinigungsbürsten mit abgeknickten Borsten- die die Späne aus der Feile "federn". Zum Basteln nehme ich eine Messingbürste...

    Feilen mit Öl- wie gesagt, es ist völlig Banane, welches, spült die Späne aus dem Hieb. Bei den Diamantfeilen verhindert das Öl das Verkanten der Partikel und somit das Ausbrechen der Diamanten...

    Das sind die Erfahrungen, die ich im Laufe meiner, mehr als dreißigjährigen Berufsausübung als Feinmechaniker...


    Soweit meine Gedanken


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Axel,

    die Diamantfeilen haben schon ihre Berechtigung. Aber für unsere Art von Modellbau doch ein wenig über das Ziel hinaus.

    Sie geben ein feines Bild- aber sind für unsere Werkstoffe nicht wirklich geeignet. Eine Ausnahme wäre, wenn aus GFK präzise Rahmen gefeilt werden sollen- hier reitet man die klassische WS-Feilen einfach nur runter. Auch sollte man GFK nur mit VHM- Bohrern bearbeiten. Ansonsten ist nach jedem Loch ein neuer Bohrer fällig. Die Vorbearbeitung bei GFK- Rahmen erfolgt bei mir mit Draht für die Diamantdrahtsäge (ist, so glaube ich, nicht frei erhältlich).

    Ein weiterer Verwendungszweck wäre die Bearbeitung von gehärtetem Stahl oder Glas (Quarz oder andere glasharte Mineralien). Aber auch hier gilt: immer mit Schmierung arbeiten, bei Glas tut es Wasser und bei Stahl logischerweise irgendein Öl (meinsterwegen aus dem Motor des Kraftfahrwagen- nur nicht zurückgießen). Speiseöle sind hier nicht geeignet- die verharzen recht bald. Auch WD-40 würde ich hier nicht unbedingt verwenden.


    Soweit meine Gedanken

    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Andreas,

    im Moment sind wohl die "blauen Schachteln" groß in Mode. Momentan lanoriere ich an meiner 44 und einem zweiten Rahmen. Denn einfach nur "aus der Box" ist ja langweilig.

    Was Du hier vorhast, klingt vielversprechend. Bedenke aber, Bauen und fotografieren kostet Zeit und auch Nerven.

    Trotzdem bin ich gespannt, was Du drauß machst. Wünsche Dir viel Spaß beim Bauen.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Wolfgang,

    ich habe mehrere Feilen "in Betrieb" zum einen die uralt-Feilen vom Opa, ein Leben lang gepflegt und gut gehauen. Die sind einfach unverwüstlich. Ich verwende sie vorzugsweise für Stahl und Messing. Dann ein paar Billigdinger, die ich für Weißmetall benutze. Nach dem Feilen werden sie mit einer Feilenbürste gereinigt. Gröbere Stückchen popel ich mit einer 11er- Skalpellklinge aus dem Hieb. Und damit sich gar nicht erst Material festsetzt, öle ich die Feile gründlich ein (irgendein altes Öl aus dem Bagger oder sonst wo her) und feile damit erst einmal auf einem Stück Kreide. Damit setzt sich der Hieb etwas zu.

    Und dann habe ich für die feinen Arbeiten noch einen richtig guten Satz Schlüsselfeilen. Die habe ich mal bei Eylert, einem Werkzeughändler in Chemnitz gekauft. Der versendet auch an privat. Achso- die Feilen sind von Friedrich Dicke...


    Viel Spaß beim Bauen


    Christian

    Hallo Thomas,

    die Bilder hast natürlich Du mit meiner Kamera gemacht. Genau deswegen hast Du genau DIE Bilder vermisst. Ich hatte ha die ehrenwerte Aufgabe, den Zug zu fahren (meine erste FREMO- Fahrt überhaupt). Deine Fahrt war wohl am frühen Nachmittag- als ich mit den Holländern gefachsimpelt habe.

    War eine tolle Veranstaltung- habe selten bei einer ernsthaften Angelegenheit derart gelacht.


    Am obengenannten Modul hatte ich nichts auszusetzen. Auch der Staub hat mich nicht gestört, bzw ich habe ihn erst jetzt gesehen. Außerdem bin ich an dieser Stelle Kummer gewöhnt. Manche Vereinsanlage sieht da deutlich schlechter aus. Und dabei will ich noch nicht einmal an die Oberkörper- amputierten Preiserlein denken.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Bruno, hallo Kollegen!

    Als ich die Bilder gesehen habe, dachte ich: das hast Du doch schon einmal gesehen. Und richtig- in Rheine habe ich mit einem verspäteten Güterzug das Modul befahren. Allerdings war ich derart beschäftigt- daß ich nur einige, wenige Bilder gemacht habe.





    Viele Grüße Christian

    Hallo Kollegen,

    die Rasenmäher-Motoren finde ich recht uninteressant (*), haben aber den unbestreitbaren Vorteil der nahezu unbegrenzten Standzeit. Im Vergleich zum Hubraum eine recht niedrige Leistung. Dazu noch eine flache Drehmoment/Leistungskurve. Sozusagen Fahren mit leicht erhöhtem Standgas.

    Allerdings sind die Dinger aber auch richtig durstig- und der Leistungsbedarf im Leerlauf riesig...

    Interessant werden für mich erst Dieselmotoren. Und da fängt es schon recht klein an. Zum Beispiel der 1,2/1,4l -Dreizylinder, wie er seit der Jahrtausendwende im A2 werkelt. Dabei ist die Entwicklung schon ein paar Tage alt. In den sechziger Jahren sind verschiedene Prototypen gebaut und gefahren worden.. und zwar im Auto für Fahrer aus Stahl. Latürnich hatten diese Motoren bereits einen Turbolader und eine Pumpe-Düse-Einspritzung. Eine Nummer größer sind die 12KVD21 A2 und nachfolgende... also mit 78 Liter Hubraum recht kleine 12-Zylinder-V-Motoren beginnend mit 662 kW. Auch hier von Anfang an Pumpe-Düse-Einspritzung und Abgas- Turbolader und bei den späteren Baumustern auch noch Ladeluftkühlung. Das Gefühl des ruckfreien Anfahrens einige Augenblicke nach Hochdrehen der beiden Motoren ist schon beeindruckend!

    Aber noch beeindruckender ist das Hochdrehen der Napier-Deltic-Motren. Entwickelt für die britische Marine im zweiten Weltkrieg sollten sie die Brandgefahr auf den Schnellbooten vermindern, die bis dahin von Benzinmotoren angetrieben wurden. Die Deltic-Motoren sind Zweitakt-Gegenkolben- Dieselmotoren mit drei Kurbelwellen, von denen eine gegenläufig dreht. Zivil wurden diese Motoren, die eine Weiterentwicklung der JuMo-Flugzeugmotoren sind, in den Dieselelektrischen Lokomotiven der Class 55 von Brit Rail eingesetzt. Für die Wartungsarbeiten hatte English Electric Tauschaggregate bereitgestellt. So konnten die Lokomotiven trotz Arbeiten am Motor oder Generator schneller wieder dem Betrieb übergeben werden. Immerhin war die Class 55 eine kleine Serie von nur 22 Lokomotiven für den schweren Schnellzugdienst. Die Motoren haben sich bewährt, zeichneten sich aber durch hohen Wartungsaufwand aus. Bei Gegenkolbenmotoren ist die mechanische Einstellung der Kurbelwellen zueinander Leistungsbestimmend, da hier durch die gegenläufigen Kolben die Verdichtung in der Brennkammer bestimmt wird...

    Vor Jahren habe ich in Schottland eine Deltic im Sonderzug-Einsatz erlebt. Der Klang ist, im Zusammenhang mit der Beschleunigung des Zehnwagenzuges einfach nur g...


    Viele Grüße

    Christian


    (*) nicht ganz. Benzinmotoren in der Form als Flugzeugmotoren sind noch mal ein ganz eigenes Kapitel.

    Hallo Johannes,

    ist überhaupt kein Problem, Du kannst sie gerne bekommen. Meine Wohnsituation lässt leider den Bau einer Modelleisenbahn-Anlage oder eines Moduls mit einem Lokschuppen nicht zu. Einzig zu diesem Zweck habe ich sie in Wolsztyn mitgenommen.

    Wie sieht Schlacke aus: kommt auf die Kohle an. Bei schlesischen Kohlen sind es grau/schwarz/weiße Brocken, die recht porös sind. Nach dem Ablöschen zerfällt die Schlacke in Walnuss- bis Apfelgroße Stücke. Die zu DDR-Zeiten verfeuerte Kohle aus Mozambique (nach 1981 wurde nicht nur das Öl aus der Sowjetunion, sondern kurze Zeit später auch die Kohle aus der Volksrepublik Polen) bildete eine grau/schwarz- glasige Schlacke, die nur mit dem Zweizahn vom Rost gekratzt werden konnte. Bei Lokomotiven, die mit großer Anstrengung gefahren wurden, backte an den Einwalzenden der Rauchrohre die Schlacke fest. Es entstanden die sogenannten "Schwalbennester". Hier waren die Schlacken wie poröses Glas.

    Über Braunkohlen-Schlacke müssen wir uns hier nicht unterhalten, in der "alten" Bundesrepublik wurde die nur im Kachelofen oder im Kraftwerk verfeuert.

    Das Aussehen von Schlacken der Westfälischen oder Saarkohlen ist mir ebenso fremd, wie die derzeit aus Mittelamerika importierten Kohlen.


    Im Zusammenhang mit Schlacke darf auch ein weiteres Abprodukt der verfeuerten Kohle nicht vergessen werden: die sogenannte "Lösche".

    Hier handelt es sich um zum Teil unverbrannte, sehr feine Kohlestückchen und Asche. Diese werden durch den Funkenfänger am Auswerfen über den Kamin gehindert und lagern sich in der Rauchkammer ab. Diese wird dann mit der Schaufel aus der Rauchkammer geschaufelt , "gezogen".

    In vielen, besonders kleinen, Dienststellen wurde die Lösche gesammelt. Immerhin konnte man mit dem "Dreck" noch ein Schmiedefeuer betreiben.

    Dazu stand an der Ausschlackstelle eine Schubkarre, in der die Lösche gesammelt wurde.


    Die Stückgröße der Kohle sollte die Größe der Köpfe Deiner Modell-Lokpersonale nicht überschreiten. Eher kleiner, die "Hammelköppe" mußten mit dem Kohlehammer zerschlagen werden, um sie zu verfeuern.

    Vorbildgerecht große Kohlestücke sind etwa so groß, wie grober Sand. M.E. gibt es auch einen Anbieter, der Lokkohle für die Modellbahn vermarktet. Die den Liliput-Lokomotiven beigegebene ist zu fein und kann schon fast als Lösche verwendet werden.



    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Johannes,

    wahrscheinlich muss Dein Sohn nicht schachtelweise Tabakwaren verhütten. Ich bin der Meinung, noch ein Marmeladenglas voll echter Schlacke zu haben. Werde heute Abend mal nachsehen...

    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Friedrich,

    ich bin vom Umbau Deiner 64 richtig begeistert. Es beweist wieder einmal, daß es sich, auch mit großem Aufwand lohnt ein solch altes Modell au "Vordermann" zu bringen. Das schreibe ich vor dem Hintergrund, eine roco-64 zu besitzen (die ich mal saugünstig bei Licht geschossen habe). Die ist nämlich auch nicht über alle Zweifel erhaben. Zumal die Fahreigenschaften bei meiner etwa der Laufkultur einer Kö II gleichen. Und die bereits vorhandenen Feingußteile den Einstandspreis der Lok weit überschritten haben...

    Der Bastelspaß bei einem solchen Projekt ist nicht von der Hand zu weisen- und am Ende erhält man eine einzigartige Lokomotive...


    Es ist hier großes Tennis gezeigt worden, Danke fürs Teilhabenlassen


    Viele Grüße

    und viel Spaß beim Weiterbauen

    wünscht

    Christian


    PS: Schnabel ist auch mir ein Begriff

    Hallo Freunde,

    lange habe ich nichts vom Bau meiner „Bellos“ hören lassen. Aus familiären und gesundheitlichen Gründen habe ich den Bau einige Zeit nicht weiterführen können. In Vorbereitung der JHV in Rheine des FREMO habe ich dann an den Modellen weitergemacht.


    Im ersten Teil dieses Fadens habe ich ja beschrieben, daß ich ursprünglich vorhatte, den Märklin-(Lang-)Kessel mit der Feuerbüchse zu kombinieren. Wegen maßlicher Unterschiede war dies nicht möglich. Daraufhin habe ich einen aus Messing gefertigten Langkessel mit Feuerbüchse und Rauchkammer des roco-Models verbunden. Deswegen war es notwendig, die roco-Teile komplett von allen angespritzten Details zu befreien. Auch von den Kesseln, die für die anderen Lokomotiven verwendet werden sollen, habe ich alle Details entfernt und die Kessel verputzt…


    zunächst das Verlöten der Bespannungsbänder


    img_5667q0ktj.jpg


    nach dem Verputzen


    img_567042kbf.jpg


    aus "obomodulan" gefertigtes Verbindungsteil zwischen Langkessel und Feuerbüchse


    img_5700ozj6y.jpg


    der im Rohbau befindliche Kessel mit den für DR-Lokomotiven typischen Pumpennischen. Diese wurden in die Rauchkammer eines DB-Kessels eingebracht und mit PS-Platten verklebt


    img_5703iaj0m.jpg


    Zusätzlich wurden an den Kesseln für die BR 43 die Sandkästen entfernt.


    img_5637uej5k.jpg


    Die dadurch entstandenen Löcher wurden mit einem aus „obomodulan“ https://www.obo-werke.de/produ…omodulanr-pu-platten.html gedrehten und grob zugeschnittenen Füllstück verschlossen. Mit langsam aushärtenden 2-K-Kleber wurden diese dann im Kessel verklebt. Dabei habe ich Füllstück und Kessel mit Tesa-Film abgedichtet, so daß eine oberflächenbündige Verklebung möglich war.


    img_5646asj96.jpg


    img_1910rbkfl.jpg


    Die Vorgehensweise habe ich bereits im ersten Teil am Beispiel der Führerstandsfenster der ÜK-Lok beschrieben. Viel zu Verspachteln gab es dann nicht mehr.


    Aus den Resten des „versägten“ roco-Kessels wurde der Dampf (Regler-)Dom und die Sandkästen entnommen.


    img_5622c8ktj.jpg


    Das Entnehmen der Sandkästen war notwendig, da die vorhandenen m+f – Sandkästen maßlich unterschiedlich waren, Einfallstellen vom Guß aufwiesen und die Nachbildung des Flansches (zur Befestigung auf dem Kessel) fehlten.


    img_56248tjn5.jpg


    Die inzwischen von Weinert vertriebenen Sandkästen (die aus dem Fundus von Günther stammen dürften) entsprechen denen der BR 01 und 62. Somit sind lediglich die roco-Sandkästen für die Lokomotiven der BR 44 verwendbar.


    Die Arbeiten „obenrum“ beseitigen aber noch nicht das grundlegende Problem- den vorbildfreien Rahmen und die nicht recht gelungenen Zylinder. Eine Lösung ist die Verwendung des, bei mir seit vielen Jahren herumliegenden Rahmens aus dem Weinertbausatz der BR 44… hier bin ich jedoch nicht über die Planungsphase hinausgekommen.


    313_br44_rahmen_mp_rdwiqan.jpg


    315_br44_rahmen_weine1bqln.jpg




    Vor einiger Zeit konnte ich den Bausatz der BR 44 in der DRG-Ausführung erwerben. In Vorbereitung der JHV in Rheine hatte ich begonnen, diesen zu montieren. Die daraus zu montierende Lok verfügt über Graugußzylinder mit angeschraubten Auspuffkästen sowie einen Innenzylinder mit angegossenem Kesselträger. Bei der Deutschen Reichsbahn wurden die Betriebslok jedoch recht schnell mit Zylindern mit angegossenem Auspuffkasten sowie einem geschweißten Rauchkammerträger ausgestattet. Lediglich einige wenige Lok fuhren bis zu ihrer Ausmusterung mit den alten Außenzylindern. Eine davon war die 44 031… und genau diese Lok soll aus dem Weinertbausatz montiert werden. Dabei soll dieser Bausatz auch als Ideenspeicher für die Überarbeitung der roco-Lok dienen.


    Montage des Fahrwerkes


    img_5677jhj7l.jpg


    img_567949ja7.jpg


    img_5684qwkvw.jpg


    img_56921fkj5.jpg


    img_5688vjk4d.jpg


    img_5695y4j5x.jpg


    img_569988ju3.jpg


    zufällige Stellprobe des montierten Weinert-Fahrwerkes mit dem umgebauten roco-Kessel


    img_571163jdt.jpg


    Am Stehkessel des roco-Kessels hat mich die, an Schmalspurloks erinnernte, Feuertür gestört. Vom Umbau der PIKO-Führerstände waren die Stehkessel der Reko-Lok übrig. Hier wurde die Tür aus dem Kessel herausgetrennt. Ebenso am roco-Kessel. Zudem wurde die Öffnung vergrößert- als Kante diente hier das Blech auf dem Türfutter.




    Die Feuertür



    wurde dann mit dem roco-Stehkessel verklebt



    rechts der Stehkessel mit der PIKO-Feuertür



    Soweit der Bauzustand der ersten Lokomotiven.

    Ich hoffe, daß ich Euch nicht gelangweilt habe.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Johannes,
    von Deinen "Triebfixen" bin ich restlos begeistert. Gehörst Du doch zu den wenigen Künstlern, die in der Lage sind, im 3D-Druck vernünftge Ergebnisse zu erzeugen!
    Bisher stand ich dieser Technologie, wohl auch berufsbedingt, eher skeptisch gegenüber. Habe ich bisher doch alles mit Anstückeln und Wegfeilen-/ Fräsen gefertigt. Auch ein im Institut beschaffter Fadendrucker hat mich nicht überzeugen können ( zumindest nicht für finale Produkte ).
    Nun hat diese Technologie des 3D-Drucks gewaltige Fortschritte gemacht. So daß ich doch langsam über Teile im 3D-Druck nachdenke. Die Konstruktion ist nun nicht mehr wirklich ein Thema- seit ich mit "Catia" spielen darf.
    Nun aber ein paar Fragen:
    Kompliziert geformte Teile habe ich immer als "Baugruppe" modelliert. Will heißen, zB. Einen Zylinderblock habe ich aus den Stirnwänden, Zylinder und Schieber, sowie den ganzen Flanschen (und anderem Krempel) zum fertigen Zylinderblock "zusammengesetzt". Läßt sich soetwas Drucken- oder muß hier der ganze Block als EIN Teil modelliert werden?
    Und welche Dateiformate "frißt" der Drucker?


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Andreas,
    auf Deine nun fertigen Lokomotiven bin ich gespannt. Habe ich doch bereits vor zwei Jahren Teile bewundern dürfen. Mich verblüfft nur, daß man aus den roco-Baukasten wirklich fertige Lokomotiven bauen kann.
    Ich bin immer an den angesteckten Zurüstteilen gescheitert- die immer krumm gewesen sind, und nach der Montage nicht mehr haben lackieren lassen. Auich ein Grund für den "Bello"-Faden.



    Viele Grüße
    Christian