Beiträge von Christian

    Hallo Kollegen,

    die Rasenmäher-Motoren finde ich recht uninteressant (*), haben aber den unbestreitbaren Vorteil der nahezu unbegrenzten Standzeit. Im Vergleich zum Hubraum eine recht niedrige Leistung. Dazu noch eine flache Drehmoment/Leistungskurve. Sozusagen Fahren mit leicht erhöhtem Standgas.

    Allerdings sind die Dinger aber auch richtig durstig- und der Leistungsbedarf im Leerlauf riesig...

    Interessant werden für mich erst Dieselmotoren. Und da fängt es schon recht klein an. Zum Beispiel der 1,2/1,4l -Dreizylinder, wie er seit der Jahrtausendwende im A2 werkelt. Dabei ist die Entwicklung schon ein paar Tage alt. In den sechziger Jahren sind verschiedene Prototypen gebaut und gefahren worden.. und zwar im Auto für Fahrer aus Stahl. Latürnich hatten diese Motoren bereits einen Turbolader und eine Pumpe-Düse-Einspritzung. Eine Nummer größer sind die 12KVD21 A2 und nachfolgende... also mit 78 Liter Hubraum recht kleine 12-Zylinder-V-Motoren beginnend mit 662 kW. Auch hier von Anfang an Pumpe-Düse-Einspritzung und Abgas- Turbolader und bei den späteren Baumustern auch noch Ladeluftkühlung. Das Gefühl des ruckfreien Anfahrens einige Augenblicke nach Hochdrehen der beiden Motoren ist schon beeindruckend!

    Aber noch beeindruckender ist das Hochdrehen der Napier-Deltic-Motren. Entwickelt für die britische Marine im zweiten Weltkrieg sollten sie die Brandgefahr auf den Schnellbooten vermindern, die bis dahin von Benzinmotoren angetrieben wurden. Die Deltic-Motoren sind Zweitakt-Gegenkolben- Dieselmotoren mit drei Kurbelwellen, von denen eine gegenläufig dreht. Zivil wurden diese Motoren, die eine Weiterentwicklung der JuMo-Flugzeugmotoren sind, in den Dieselelektrischen Lokomotiven der Class 55 von Brit Rail eingesetzt. Für die Wartungsarbeiten hatte English Electric Tauschaggregate bereitgestellt. So konnten die Lokomotiven trotz Arbeiten am Motor oder Generator schneller wieder dem Betrieb übergeben werden. Immerhin war die Class 55 eine kleine Serie von nur 22 Lokomotiven für den schweren Schnellzugdienst. Die Motoren haben sich bewährt, zeichneten sich aber durch hohen Wartungsaufwand aus. Bei Gegenkolbenmotoren ist die mechanische Einstellung der Kurbelwellen zueinander Leistungsbestimmend, da hier durch die gegenläufigen Kolben die Verdichtung in der Brennkammer bestimmt wird...

    Vor Jahren habe ich in Schottland eine Deltic im Sonderzug-Einsatz erlebt. Der Klang ist, im Zusammenhang mit der Beschleunigung des Zehnwagenzuges einfach nur g...


    Viele Grüße

    Christian


    (*) nicht ganz. Benzinmotoren in der Form als Flugzeugmotoren sind noch mal ein ganz eigenes Kapitel.

    Hallo Johannes,

    ist überhaupt kein Problem, Du kannst sie gerne bekommen. Meine Wohnsituation lässt leider den Bau einer Modelleisenbahn-Anlage oder eines Moduls mit einem Lokschuppen nicht zu. Einzig zu diesem Zweck habe ich sie in Wolsztyn mitgenommen.

    Wie sieht Schlacke aus: kommt auf die Kohle an. Bei schlesischen Kohlen sind es grau/schwarz/weiße Brocken, die recht porös sind. Nach dem Ablöschen zerfällt die Schlacke in Walnuss- bis Apfelgroße Stücke. Die zu DDR-Zeiten verfeuerte Kohle aus Mozambique (nach 1981 wurde nicht nur das Öl aus der Sowjetunion, sondern kurze Zeit später auch die Kohle aus der Volksrepublik Polen) bildete eine grau/schwarz- glasige Schlacke, die nur mit dem Zweizahn vom Rost gekratzt werden konnte. Bei Lokomotiven, die mit großer Anstrengung gefahren wurden, backte an den Einwalzenden der Rauchrohre die Schlacke fest. Es entstanden die sogenannten "Schwalbennester". Hier waren die Schlacken wie poröses Glas.

    Über Braunkohlen-Schlacke müssen wir uns hier nicht unterhalten, in der "alten" Bundesrepublik wurde die nur im Kachelofen oder im Kraftwerk verfeuert.

    Das Aussehen von Schlacken der Westfälischen oder Saarkohlen ist mir ebenso fremd, wie die derzeit aus Mittelamerika importierten Kohlen.


    Im Zusammenhang mit Schlacke darf auch ein weiteres Abprodukt der verfeuerten Kohle nicht vergessen werden: die sogenannte "Lösche".

    Hier handelt es sich um zum Teil unverbrannte, sehr feine Kohlestückchen und Asche. Diese werden durch den Funkenfänger am Auswerfen über den Kamin gehindert und lagern sich in der Rauchkammer ab. Diese wird dann mit der Schaufel aus der Rauchkammer geschaufelt , "gezogen".

    In vielen, besonders kleinen, Dienststellen wurde die Lösche gesammelt. Immerhin konnte man mit dem "Dreck" noch ein Schmiedefeuer betreiben.

    Dazu stand an der Ausschlackstelle eine Schubkarre, in der die Lösche gesammelt wurde.


    Die Stückgröße der Kohle sollte die Größe der Köpfe Deiner Modell-Lokpersonale nicht überschreiten. Eher kleiner, die "Hammelköppe" mußten mit dem Kohlehammer zerschlagen werden, um sie zu verfeuern.

    Vorbildgerecht große Kohlestücke sind etwa so groß, wie grober Sand. M.E. gibt es auch einen Anbieter, der Lokkohle für die Modellbahn vermarktet. Die den Liliput-Lokomotiven beigegebene ist zu fein und kann schon fast als Lösche verwendet werden.



    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Johannes,

    wahrscheinlich muss Dein Sohn nicht schachtelweise Tabakwaren verhütten. Ich bin der Meinung, noch ein Marmeladenglas voll echter Schlacke zu haben. Werde heute Abend mal nachsehen...

    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Friedrich,

    ich bin vom Umbau Deiner 64 richtig begeistert. Es beweist wieder einmal, daß es sich, auch mit großem Aufwand lohnt ein solch altes Modell au "Vordermann" zu bringen. Das schreibe ich vor dem Hintergrund, eine roco-64 zu besitzen (die ich mal saugünstig bei Licht geschossen habe). Die ist nämlich auch nicht über alle Zweifel erhaben. Zumal die Fahreigenschaften bei meiner etwa der Laufkultur einer Kö II gleichen. Und die bereits vorhandenen Feingußteile den Einstandspreis der Lok weit überschritten haben...

    Der Bastelspaß bei einem solchen Projekt ist nicht von der Hand zu weisen- und am Ende erhält man eine einzigartige Lokomotive...


    Es ist hier großes Tennis gezeigt worden, Danke fürs Teilhabenlassen


    Viele Grüße

    und viel Spaß beim Weiterbauen

    wünscht

    Christian


    PS: Schnabel ist auch mir ein Begriff

    Hallo Freunde,

    lange habe ich nichts vom Bau meiner „Bellos“ hören lassen. Aus familiären und gesundheitlichen Gründen habe ich den Bau einige Zeit nicht weiterführen können. In Vorbereitung der JHV in Rheine des FREMO habe ich dann an den Modellen weitergemacht.


    Im ersten Teil dieses Fadens habe ich ja beschrieben, daß ich ursprünglich vorhatte, den Märklin-(Lang-)Kessel mit der Feuerbüchse zu kombinieren. Wegen maßlicher Unterschiede war dies nicht möglich. Daraufhin habe ich einen aus Messing gefertigten Langkessel mit Feuerbüchse und Rauchkammer des roco-Models verbunden. Deswegen war es notwendig, die roco-Teile komplett von allen angespritzten Details zu befreien. Auch von den Kesseln, die für die anderen Lokomotiven verwendet werden sollen, habe ich alle Details entfernt und die Kessel verputzt…


    zunächst das Verlöten der Bespannungsbänder


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    nach dem Verputzen


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    aus "obomodulan" gefertigtes Verbindungsteil zwischen Langkessel und Feuerbüchse


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    der im Rohbau befindliche Kessel mit den für DR-Lokomotiven typischen Pumpennischen. Diese wurden in die Rauchkammer eines DB-Kessels eingebracht und mit PS-Platten verklebt


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    Zusätzlich wurden an den Kesseln für die BR 43 die Sandkästen entfernt.


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    Die dadurch entstandenen Löcher wurden mit einem aus „obomodulan“ https://www.obo-werke.de/produ…omodulanr-pu-platten.html gedrehten und grob zugeschnittenen Füllstück verschlossen. Mit langsam aushärtenden 2-K-Kleber wurden diese dann im Kessel verklebt. Dabei habe ich Füllstück und Kessel mit Tesa-Film abgedichtet, so daß eine oberflächenbündige Verklebung möglich war.


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    Die Vorgehensweise habe ich bereits im ersten Teil am Beispiel der Führerstandsfenster der ÜK-Lok beschrieben. Viel zu Verspachteln gab es dann nicht mehr.


    Aus den Resten des „versägten“ roco-Kessels wurde der Dampf (Regler-)Dom und die Sandkästen entnommen.


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    Das Entnehmen der Sandkästen war notwendig, da die vorhandenen m+f – Sandkästen maßlich unterschiedlich waren, Einfallstellen vom Guß aufwiesen und die Nachbildung des Flansches (zur Befestigung auf dem Kessel) fehlten.


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    Die inzwischen von Weinert vertriebenen Sandkästen (die aus dem Fundus von Günther stammen dürften) entsprechen denen der BR 01 und 62. Somit sind lediglich die roco-Sandkästen für die Lokomotiven der BR 44 verwendbar.


    Die Arbeiten „obenrum“ beseitigen aber noch nicht das grundlegende Problem- den vorbildfreien Rahmen und die nicht recht gelungenen Zylinder. Eine Lösung ist die Verwendung des, bei mir seit vielen Jahren herumliegenden Rahmens aus dem Weinertbausatz der BR 44… hier bin ich jedoch nicht über die Planungsphase hinausgekommen.


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    Vor einiger Zeit konnte ich den Bausatz der BR 44 in der DRG-Ausführung erwerben. In Vorbereitung der JHV in Rheine hatte ich begonnen, diesen zu montieren. Die daraus zu montierende Lok verfügt über Graugußzylinder mit angeschraubten Auspuffkästen sowie einen Innenzylinder mit angegossenem Kesselträger. Bei der Deutschen Reichsbahn wurden die Betriebslok jedoch recht schnell mit Zylindern mit angegossenem Auspuffkasten sowie einem geschweißten Rauchkammerträger ausgestattet. Lediglich einige wenige Lok fuhren bis zu ihrer Ausmusterung mit den alten Außenzylindern. Eine davon war die 44 031… und genau diese Lok soll aus dem Weinertbausatz montiert werden. Dabei soll dieser Bausatz auch als Ideenspeicher für die Überarbeitung der roco-Lok dienen.


    Montage des Fahrwerkes


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    zufällige Stellprobe des montierten Weinert-Fahrwerkes mit dem umgebauten roco-Kessel


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    Am Stehkessel des roco-Kessels hat mich die, an Schmalspurloks erinnernte, Feuertür gestört. Vom Umbau der PIKO-Führerstände waren die Stehkessel der Reko-Lok übrig. Hier wurde die Tür aus dem Kessel herausgetrennt. Ebenso am roco-Kessel. Zudem wurde die Öffnung vergrößert- als Kante diente hier das Blech auf dem Türfutter.




    Die Feuertür



    wurde dann mit dem roco-Stehkessel verklebt



    rechts der Stehkessel mit der PIKO-Feuertür



    Soweit der Bauzustand der ersten Lokomotiven.

    Ich hoffe, daß ich Euch nicht gelangweilt habe.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Johannes,
    von Deinen "Triebfixen" bin ich restlos begeistert. Gehörst Du doch zu den wenigen Künstlern, die in der Lage sind, im 3D-Druck vernünftge Ergebnisse zu erzeugen!
    Bisher stand ich dieser Technologie, wohl auch berufsbedingt, eher skeptisch gegenüber. Habe ich bisher doch alles mit Anstückeln und Wegfeilen-/ Fräsen gefertigt. Auch ein im Institut beschaffter Fadendrucker hat mich nicht überzeugen können ( zumindest nicht für finale Produkte ).
    Nun hat diese Technologie des 3D-Drucks gewaltige Fortschritte gemacht. So daß ich doch langsam über Teile im 3D-Druck nachdenke. Die Konstruktion ist nun nicht mehr wirklich ein Thema- seit ich mit "Catia" spielen darf.
    Nun aber ein paar Fragen:
    Kompliziert geformte Teile habe ich immer als "Baugruppe" modelliert. Will heißen, zB. Einen Zylinderblock habe ich aus den Stirnwänden, Zylinder und Schieber, sowie den ganzen Flanschen (und anderem Krempel) zum fertigen Zylinderblock "zusammengesetzt". Läßt sich soetwas Drucken- oder muß hier der ganze Block als EIN Teil modelliert werden?
    Und welche Dateiformate "frißt" der Drucker?


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Andreas,
    auf Deine nun fertigen Lokomotiven bin ich gespannt. Habe ich doch bereits vor zwei Jahren Teile bewundern dürfen. Mich verblüfft nur, daß man aus den roco-Baukasten wirklich fertige Lokomotiven bauen kann.
    Ich bin immer an den angesteckten Zurüstteilen gescheitert- die immer krumm gewesen sind, und nach der Montage nicht mehr haben lackieren lassen. Auich ein Grund für den "Bello"-Faden.



    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Thomas,
    ganz herzlichen Dank für Deine Erläuterungen und das .pdf. Da kann ich mir ein Bild machen- und auch mal sehen, wie ich die Platinen unterkriege. Wird schon irgendwie werden.


    Nun auch noch mal was, was nicht direkt in den Faden paßt- ich es aber angesprochen habe.
    Meine roco-loks werden tiefgreifend umgebaut- ein Bild kannst Du Dir hier :
    Kleine Verbesserungen an der Roco 44- oder der maximal-invasive Eingriff
    machen. Wie gesagt- es ist noch nicht das letzte Wort über die Rahmen gesprochen. Und ich muß wohl noch mal wieder etwas zu diesem Projekt schreiben... Meine Teileschau, die ich vor einigen Jahren beschrieben und gezeigt habe- ist mittlerweile Bilderlos und daher auch geschlossen.
    Die 43 wird ebenso auf der Basis der roco-44 entstehen. Die recht gut gelungene Lok von GFN war mir seinerzeit ein wenig zu preiswert und stellte immer irgendwie die DRG-Lok dar. Nun ist die 43 eine der uneinheitlichsten Einheitsloks... Zum Zeitpunkt des Erscheinens hatte ich bereits mehrere Umbausätze von Günther erworben. Damit war die Grundlage gelegt.


    Einne schönen Sonntagabend
    wünscht
    Christian

    Hallo Axel,
    die Antwort ist auch OT, aber weil Du es angesprochen hast:


    Die Seite ist prima- zeigt aber auch welcher Aufwand nötig ist, um eine plausibel wirkende Reko-Lok zu schaffen. Nirgends stimmt das "Gesicht" der Lok. Dabei habe ich noch nicht rausgefunden, woran es liegt.
    Eine realistische Lok ist nur aus Teilen von PIKO oder Gützold oder eben den Vorwärmern von Günther (liegen vor) zu fertigen. Ist es bei der GFN-03/41 noch recht einfach, hier liegt es an der Pufferbohle und der viel zu flachen Schürze. Bei roco scheint der Kessel im Durchmesser zu klein (nicht nachgemessen, nur Gefühl) und deswegen die Schrägen des Vorwärmers nicht stimmig.
    Aus diesem Grund werde ich die Reko-50 wieder mit einem Altbaukessel (der für vergleichsweise kleines Geld zu haben ist) ausrüsten.


    Mein Problem (und jetzt bin ich wieder on topic) ist, daß ich die ganzen Lichtspiele an meinen Lok der BR 43/44 realisieren will. Nur werde ich nicht die Rahmen von roco verwenden, beziehungsweise stark überarbeiten (ist noch nicht entschieden). Der Rahmen der roco 44 ist zu hoch, deswegen ist bei meiner 43 007 auch die Steuerung nach "rückwärts" ausgelegt.
    Zum einen ist mir eben nicht klar, passen die Platinen in den Tender/Lokrahmen. Beim Tender denke ich nämlich auch über einen Neubau/Umbau nach. Zumindest bei den 30m³/31,5m³ Tendern kann/will ich wohl keine handelsüblichen Teile verwenden.


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo, Ihr Tüftler!
    Ich bin, da ich davon überhaupt keine Ahnung habe (aber davon ganz viel) begeistert was Ihr hier tut.
    Die Idee mit dem doppelten Dekoderanschluß finde ich ziemlich genial. Hier kann man dann nach eigenem Gusto wählen. Aber auch hier gilt ich habe ganz viel keine Ahnung, denn bisher hatten meine Dekoder sechs oder acht /neun Anschlüsse- und ich war froh, daß der Ok-Tender so leuchtet, wie ich es will.


    Nun habe ich aber eine Frage, die mein Bello-Projekt betrifft. In Uslar hatten Andreas und ich über die ganzen Lichtspiele für die Bellos gesprochen... Nun scheint es aber, daß die Platine (zu mindest die in der Lok) für mich nicht verwendbar ist- da ich ja hier den Rahmen entweder tiefgreifend umbaue oder ersetzen werde. Gibt es eine Alternative zu dieser Platine oder ist sie ggf auch im Lokkessel verbaubar. Allerdings sollte der ganze Kram dann immer noch trennbar sein.
    Und ist die Dekoderplatine auch in anderen Tendern (beispielsweise dem 30/32/34m³ oder dem umgebauten 31,5 m³ Tender) verwendbar...?


    Könntet Ihr ggf mal die Maße der Platinen einstellen, so daß ich sie in die entstehenden Projekte einarbeiten kann. Derzeit sieht es wohl dasnach aus, daß ich die Konstruktion noch einmal komplett überarbeiten muß...


    @Andreas B


    Herzlichen Dank für Deine Vorbildrecherche...soweit ist alles schlüssig. Nur die Beleuchtung der Schaufelbühne dürfte auch während der Fahrt beleuchtet sein. Der Heizer will ja auch beim Fahren in der Nacht sehen, was er auf die Schaufel lädt. Wenn es aber technisch nicht anders lösbar ist- seis drum.
    Prinzipiell habe ich erst einmal Interesse an zwei Sätzen für meine Lok der BR 50. Wobei die Reko noch zu einer Altbau mutieren wird. Bei der Reko ist es mir mittlerweile zu viel Aufwand, eine brauchbare Lok zu zimmern. Roco kann einfach keine Rekokessel mit Mischvorwärmer...


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Freunde,


    @ Axel:
    eine ordentliche Fleißarbeit hast Du hier abgeliefert. So sind die ganzen Fäden auch mal im Überblick zu sehen. Damit ist auch ein hin- und her-Schauen recht einfach möglich...


    Einen Einwand habe ich jedoch- besser wäre die Zuordnung der BR 43 zur BR 44. Beide Baureihensind gehören ja zu dern ersten deutschen Einheitslok. Zudem sollte ja damals die "bessere" in Serie gehen. Nun Anfangs war es die BR 43. In den dreißigern, als mit den Fahrzeitkürzungen begonnen wurde, war die 43 ja nicht mehr "konkurenzfähig. Schlußendlich ist dann ja die 44 in großen Serien gebaut worden- und bis zum Ende des Dampfbetriebes eingesetzt worden.


    @ Rainer:
    wäre es möglich dieses Verzeichnis als eigenes Thema anzupinnen?


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Axel,
    schau mal in meinen vierundvierziger Faden, da habe ich es erläutert. Also Fensterrahmen weg, PS zurechtfeilen, grob einpassen, mit Kleber sichern. Zum Schluß auf der Sichtseite einen Streifen TESA-Film aufkleben und von hinten mit langsamhärtenden 2K-Kleber vergießen....


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Friedrich,
    genau die, von Axel markierten, Reste meinte ich. Zur Bauart des Führerstandes kann ich, aus den oben genannten Gründen, nichts sagen. Nur soviel, in der Regel sind sie, aus Gründen der Stabilität, meist viel zu dick gespritzt. Aber hier etwas zu ändern, zumal in einem so weit fortgeschrittenen Bauzustand, halte ich nicht für zielführend.
    Lediglich die Verglasung der festen, vorderen Fenster würde ICH außen- kurz unter den äußeren Rahmen verlegen...


    Die Veränderung des Tenderantriebes ist ja wirklich marginal, aber offensichtlich Wirkungsvoll. Auf den ersten Blick sahen die Wangen aus, als wären sie neu gefertigt...


    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Axel,
    nunja- dieser Umbau greift nun wirklich relativ weit in die Struktur der Lok ein. Deswegen fiel mir dieser Begriff, als Gegensatz zur Methode der Endoskopie-Operation (die als minimalinvasiv bezeichnet wird) ein.
    Die beiden Sandkästen benötige ich auch nur für diese Lok- da ich nicht vorhabe, bei den anderen Lokomotiven den Langkessel zu ersetzen.
    Hier war es nur notwendig, weil ich ja versucht hatte, den Märklin-Kessel (wegen der Pumpennischen und den gefälligen Sandkästen der Zwischenausführung [bis 44 066]) mit dem roco-Kessel zu vereinigen. Wie ich bereits oben geschrieben habe, ist dieser aber im Durchmesser zu klein. Hier war der Griff in die Restekiste und einige Stunden Arbeit- der günstigere Weg den Kessel wieder zu vervollständigen. Auch für die Anfertigung einer Silikonform müßten die Sandkästen aus dem Rest herauspräpariert und passend bearbeitet werden. Zur Sicherheit werde ich die Kästen aber dennoch in einer zweiteiligen Form in "Silastik T4" abformen. Die ebenfalls vorhandenen Sandkästen von m+f sind, einem Hinweis zufolge, etwas zu schmal. Auch hier werde ich eine Stellprobe und maßliche Kontrolle vornehmen. Die recht problemlos erhältlichen Günther-(Weinert)-Sandkästen entsprechen der Bauform der BR 01 und sind daher nicht verwendbar.


    Umbausatz trifft es wohl recht gut!


    Über ein "Reengineering" des Weinertrahmens habe ich auch schon nachgedacht, da ich über eine Werkzeichnung des Rahmens verfüge. Und es wird wohl die einzige, für MICH praktikable Möglichkeit bleiben, hier etwas vorbildähnlicheres zu fertigen. Nur muß ich hier wirklich alles mit "der Hand" ausmessen- auf unsere 2D-Meßmaschine habe ich keinen Zugriff (und keine Kenntnisse). Das Zeichnen sollte an dieser Stelle kein zu größeres Problem sein.
    Eine weitere Option wäre, den Rahmen (mit den dazugehörigen, nicht einzeln erhältlichen Gußteilen und den Lagersteinen) ggf. bei Weinert
    zu besorgen...


    Ein größeres Problem ist der Ersatz der Zylinder mit den angegossenen Auspuffkästen! Hier denke ich beispielsweise über den Bau eines Gußmodells nach (denn auch die Zylinder sind nicht "frei Verfügbar"). Hier wäre zum einen die Fertigung aus "obumodulan" und PS ind klassischer Form oder als 3D-Druck denkbar. Die Konstruktion würde mir noch ein paar Fertigkeiten im Catia-System bescheren.
    Ebenso müßte der Innenzylinder ersetzt werden, hier will ich mir aber erst einmal den Aufbau der Weinert-44 zu gemüte führen, da der Innenzylinder gleichzeitig der Befestigung des Kessels dient. Hier ist, nach Betrachten der Werkzeichnung des Zylinders, eher ein 3D-Druck angezeigt.
    Momentan bin ich mir allerdings recht sicher, die Teile des Stehkessels als Gußmodell abzuformen. Das Herrichten des roco-Stehkessels ist doch recht aufwendig.


    Soweit für heute
    Ganz herzliche Grüße


    Christian

    Hallo Friedrich,
    irgendwie ist mir Dein Faden zur pr. G10 " durchgegangen. Dabei ist es eine Lokomotive, die gerade auch für schwere Rangierdienste oder Übergabezüge geeignet ist. Daß bei mir auch noch ein angefangener Bausatz herumliegt, ist mir durch Deinen Beitrag deutlich geworden- aber das ist ein anderes Thema.
    Um den optischen Eindruck dieser Lok wiederzugeben, hast Du richtigerweise die, (für heutige Verhälnisse) grobe Kesselausrüstung entfernt, und durch Feingußteile ersetzt...
    Gerade das "Gesicht" der Lok hat durch Deine Arbeiten gewonnen.
    Und ich finde es hier recht überflüssig, über die mögllchen Rahmenformen (wie es bei DSO gelegentlich üblich ist) zu diskutieren. Lediglich über die Form und Lage des Bremszylinders könnte man sich hier noch einmal Gedanken machen. Dazu muß ich aber sagen, daß ich mich mit dieser Baureihe nicht beschäftigt habe, und daher nicht aussagefähig bin.
    Aber es gibt eine Kleinigkeit, die MICH stören würde: und das wären die Restkonturen auf der Führerstandswand. Hier würde ICH noch einmal nacharbeiten, weil die Macken nach dem Lackieren sichtbar sind. Diese Erfahrung habe ich seinerzeit beim Umbau der PIKO-03 in die 03 1010 machen müssen.
    Prinzipiell hätte auch ich kein Problem mit einer (zu) langsamen Güterzuglokomotive. Dadurch ergeben sich erst einmal richtig gute Rangiereigenschaften. Mir gefällt der umgebaute Antrieb ausgesprochen gut- ist eine saubere Arbeit...


    Jetzt bin ich gespannt, wie es mit Deiner Lok weitergeht- ich werde Dich bei der Fertigstellung beobachten.
    Viel Spaß beim weiteren Bau und herzlichen Dank fürs Zeigen!


    Viele Grüße
    Christian