Beiträge von Christian

    Hallo Friedrich, hallo Andreas!

    Das ist natürlich ein Argument, dem ich mich nicht verschließen kann. Aus der Sicht eines zänkischen Bergvölklers erscheint es eben unlogisch- daß eben zwei Türme in unmittelbarer Nähe der Diensstelle stehen.

    Aber Ihr habt meine Erinnerung aufgefrischt. In Halle/ Saale und Sulechòw stehen auch Wassertürme für die städtische Waserversorgung.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Bruno,

    mir gefällt es. Aber sind für die kleine Dienststelle wirklich zwei Wassertürme nötig? Der kleine preußische sollte eigentlich ausreichen. Ich stolpere ein wenig über Deine Drehscheibengleise- in dieser Form ist mir das nicht geläufig. Üblicherwise waren die Schuppengleise alle gleich lang. Plausibel wäre für mich, wenn die gleise eben gleich lang- oder zwei Längen- die der Erweiterung eines Lokschuppens folgen würden. Da die im Krieg gerne bombardiert wurden- könnte man annehmen, daß dieser nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut wurde- die Gleislage jedoch nicht verändert wurde. Derartiges ist mir in verschiedenen Bw´n der DR durchaus bekannt (Cottbus beispielsweise)


    Die Farbe in den Gleisen passt aber gut- auch wenn es etwas heller ist. Nicht immer waren die Gleise bis zum Schienenkopf im Dreck verschwunden. Mir gefällt es so.

    Von der Größe her ist es aber eher eine Einsatzstelle- für ein Betriebswerk fehlen aber noch einige Zutaten. Im Bw wurden Dampfloks ausgewaschen, oder kleinere Reparaturen vorgenommen.

    Meine Worte sollen Deine Arbeit aber keinesfalls schmälern- ich habe es nur mit Wolsztyn (eine Anlage ähnlicher Größe) verglichen.


    Viele Grüße

    Christian

    Moin Martin,

    dann will ich mich mal kritisch äußern :imsohappy:

    Wo fange ich an? Vorn- also erst mal herzlich willkommen!

    Klingt ziemlich interessant, was Du so treibst... ich denke Du wirst hier Deinen Spaß haben.


    Also ich will mal mit einem Nebenkriegsschauplatz anfangen. Die MF 70 ist besser, als ihr Ruf. Schon deswegen ist sie ein liebgevieltes Grundmodell für CNC- Umbauten. Bei mir fault auch eine herum. Ich habe nur leider die Endstufe der Steuerung geerdet. Und das wortwörtlich. Aber das nur nebenbei.


    Die MF hat es ganz gern, wenn sie auf eine recht schwere Grundplatte geschraubt wird. Sie ist dann bedeutend leiser. Außerdem tobt sie dann nicht so.


    Für die Maschine gibt es einen Spindelumbausatz, den ich persönlich gut finde. Dabei können größere Fräser verwendet werden. Allerdings ist es nur für Fräser mit 6mm - Schaft praktikabel. Der Vorteil- die 6mm- Fräser sind als Industriebedarf recht preiswert.

    Ein "Nachteil", die Drehzahl ist bedeutende niedriger... aber auch das ist kein Problem. Auf Arbeit fräse ich mit maximal 1250 Umdrehungen (mehr gibt die Gute nicht her)


    Nun aber zu Deinem Modell- saubere Arbeit! Aber die grauslichen Roco- Laternen und Leitern hätte ich, ohne zu überlegen im Ordner P abgelegt.

    Gerade auf die Laternen schaut man immer wieder... am Ende sind es auch nur ein paar Euro mehr (ich weiß, hier ein paar und dort ein paar. Meine Neubaukessel- 44 ist jetzt schon teurer, als ein Weinertbausatz)

    Überhaupt kann ich mich mit dem roco- Tender (bis auf die Laufeigenschaften) nicht wirklich anfreunden.

    Der Waserkastendeckel wurde ursprünglich nicht mit einer "Schnappmatik" geöffnet oder geschlossen. Das ist eine Zutat der Epoche III- damit die Personale nicht auf die Idee kommen, auf den Wasserkasten zu steigen. Unter Fahrleitung war das wohl nicht ungefährlich.

    Die Klappen wurden mit einem, dem Schürzeug nicht unähnlichem, Haken geöffnet (indem man in den Griff einhakte) und geschlossen. Dazu wurde der Haken am Rand des Deckels eingehakt und kurz gezogen. Mit einem kräftigen Plautz fiel der Deckel zu.

    Die Beschwerden der Personale haben dann die recht komfortablen Züge am 34er Tender entstehen lassen.

    Weswegen man auf die Noteinläufen bestanden hat ist mir rätselhaft. Ich glaube- ohne Schweiß- oder Schneidbrenner hat man die nicht aufbekommen.

    Allerdings ist der 32er Tender von roco deutlich besser detailliert, als der große von 1978.


    Ein Tip von mir- setze die Heiz- und Bremsleitungen kurz vor Fertigstellung ein. Anderenfalls sind die Teile extrem bruchgefährdet. Sollen es nur die Heizhähne sein- kannst Du die schon jetzt einbauen. Zudem sollten sie die Pufferbohle zusätzlich am Rahmen sichern.


    Bis zur 44 habe ich mich auch immer nur durch die Lok gewurstelt. Das geht in der Regel (wenn gute und ausreichend Bilder vorhanden sind) gut. Dabei habe ich mir im Laufe der Zeit zu Eigen gemacht, von Unten nach Oben zu arbeiten. Eine Leitung drüber zu legen ist leichter als unter bestehende zu fädeln. Erstmalig bei der Ok22 habe ich konsequent Fahrwerk und Aufbau getrennt bearbeitet- aber notwendige Schnittstellen versucht zeitgleich fertigzustellen.

    Bei der 44 habe ich zum ersten Mal die Arbeitsweise einer Weinertbauanleitung erprobt. Gerade beim Bau mehrerer Modelle ist es hilfreich.


    Jetzt hoffe ich, daß ich Doch nicht verschreckt habe.


    Viele Grüße

    Christian


    - der jetzt noch ein wenig an den Details des Innenzylinders der 44 herummodelliert.

    Hallo Freunde,

    für den Bau der ölgefeuerten "Serienlokomotiven" benötige ich noch aussagefähige Bilder (die selbstverständlich nur für den "internen" Gebrauch verwendet werden) der Kesselbrust der ölgefeuerten Reichsbahnlokomotiven. Das Bild (nach dem ich diesen Stehkessel gebaut habe) im Transpress- Standardwerk zur BR 44 läßt die Details nur erahnen. Auch eine Zeichnung wäre willkommen.

    Ich bedanke mich im Voraus für Eure Bemühungen.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Bernd-

    deswegen will ich sie eigentlich auch tauschen. Sollte ich aber keinen Ersatz finden, werde ich sie trotzdem einbauen...


    Noch ein Wort zum Schneidöl- das von uns verwendete Öl ist "MegaCut TBO". Ob es mit anderen Ölen funktioniert, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Zu dunkel wäre nicht das Problem- schlimmer ist die u.U. krümelige Oberfläche.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Bernd,

    die "hängenden" Zylinder sind latürnich nicht vorbildgerecht- derzeit ist der Innenzylinder noch nicht montiert. Dieser drückt die Zylinder in die waagerechte Lage. Daß "Hängen" ist durch einen Meß- und Konstruktionsfehler meinerseits bedingt. Die Befestigungsbohrungen sind einige Zehntel zu weit hinten, so daß die Senkung schief ist. Dadurch drücken die Senkschrauben den Zylinder vorne einige Zehntel tiefer. Bei den "Serienrahmen" stimmen die Bohrungen- so daß dieses Problem nicht auftreten wird.


    Momentan habe ich zwei Teichmann- Radsatzgruppen-- die in der Neubaukessellok eingebauten und sowie einen zweiten (angearbeiteten) Satz. Dieser muß noch fertiggestellt werden. Hier müssen noch die Buchsen eingeklebt, und die Radreifen aufgelötet werden. Ebenso müssen noch die Treib- und Kuppelzapfen angefertigt und montiert werden. In diesem Fall für das Weinert-Tauschgestänge (für die roco- 44)


    Desweiteren stehen noch mehrere MP- Radsatzgruppen zur Verfügung. Hier fürchte ich mich aber noch vor der Zerlegung und Neumontage. Schließlich müssen hier noch die Achslager und die Kropfachse montiert werden.


    Die Radreifen stammen von einer vielgefahrenen Lokomotive und waren eigentlich nur ein Versuch. Am Ende habe ich die Radsätze mit diesen Radreifen fertiggestellt. Ich habe nicht vor, die Radreifen neu zu vernickeln. Maximal werde ich sie aus optischen Gründen kalt verzinnen.

    Beim fertigen Modell werden die Schäden an der Vernickelung nicht auffallen.


    Wichtiger ist das Aussehen des Triebwerks. Hier werde ich die Teile im Backofen auf etwa 60°C erwärmen und warm in Schneidöl einlegen.

    Den Effekt habe ich zufällig beim Fertigen von Kupfer- und Messingteilen festgestellt. Im Gegensatz zu den üblichen chemischen Verfahren ist das Nachdunkeln über die Zeit im Bad steuerbar.

    Zum zweiten habe ich am Ende keine Sonderabfälle die gesondert entsorgt werden müssen. Das Schneidöl ist weiter verwendbar.


    Die MP- Radsätze habe ich nicht gegen Teichmann- oder Gräler- Radsätze tauschen können...


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Kollegen,


    auch heute gibt es wieder einen Blick in die Bastelbude.

    Nichts weltbewegendes- nur ein wenig Kleinkram.

    Vor längerer Zeit habe ich den Führerstand weitgehend fertiggestellt


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    Nur die Schemel fehlten noch. Diese Schemel können zur Seite geklappt werden- damit sie nicht im Wege sind. Einen solchen weggeklappten Schemel wollte ich in meinem Führerstand sehen. Also habe ich ihn in Grundplatte, Schemelstütze und Sitz zersägt.


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    und entsprechend zusammengelötet


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    Jetzt kann sich der Heizer zur Signalbeobachtung weit aus dem Fenster lehnen.

    Da mein Modell eine Lok mit Ölfeuerung zum Vorbild hat- dürfen auch die entsprechenden Armaturen nicht fehlen.

    Das Schweröl hat im kalten Zustand die Konsistenz wie Bohnerwachs (das richtig alte- wer kennt es noch?) und muß vor der Verbrennung erwärmt werden. Dazu befinden sich im Tender mehrere Heizschlangen, die das Öl auf etwa 80° C erwärmen. So fließt es zur LOkomotive. Unter dem Führerstandsboden befindet sich ein weiterer Vorwärmer, der von einem Überhitzerelement mit Dampf versorgt wird. Dadurch wird das Öl weiter erwärmt und entsprechend dünnflüssiger. So kann es dann im Ölbrenner mit Dampf zerstäubt und als Wolke kleiner Tröpfchen in die Feuerbüchse geblasen werden.


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    Dieser Ölvorwärmer liegt quer auf dem Rahmen über dem Bremszylinder.

    Unterhalb des Bremszylinders befindet sich der Bremswellenträger. Dieser trägt die Lager der vom Bremszylinder kommenden Bremshebel und die Rückzugsfedern des Bremsgestänges.


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    Da dieser Träger nicht im Bausatz vorgesehen ist (irgendwann muß auch mal Schluß sein)- er aber, besonders bei ölgefeuerten Lokomotiven der Bauartreihe 44 sichtbar ist, sollte er auch an meinem Modell zu sehen sein. Also habe ich ihn aus Tombak-Blech hergestellt.

    Dazu habe ich die Zeichnung ausgedruckt und auf das Blechge klebt. Mit einer Goldschmiedesäge habe ich die zwei Teile ausgesägt


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    Vor dem zusammenlöten habe ich die Konturen mit feinen Schlüsselfeilen hergestellt.


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    Ein Geduldsspiel war die Montage im Rahmen


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    da der Bremswellenträger eigentlich als Ätzteil für die Serienlokomotiven konstruiert wurde.

    An den Hauptluftbehältern befinden sich Körnungen für die Entwässerungshähne. Diese habe ich aber im Bausatz nicht finden können. Also war auch hier Eigenbau angesagt.

    Zunächst wurden Rohr- und Drahtstücke abgelängt.


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    Hier handelt es sich um das u.a. bei RST erhältliche Teleskoprohr. Dieses Rohr weist eine Wandstärke von 0,1mm auf,und läßt sich nahezu spielfrei in die nächste Größe einführen. Ich habe es mit einem Linolschnittmesser unter Rollen getrennt.


    Der Hahnkörper entstand durch das Auflöten eines Stück Rohres


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    Bei der Größe habe ich mich and den Abmessungen eines Halbzollhahnes orientiert.


    Das Hahnküken entstand aus einem Stück 0,3mm-Rohr. Der Knebel aus einer alten Trafowicklung und hat einen Durchmesser von 0,12mm. Dazu mußte in den Hahn ein Loch von 0,3mm gebohrt werden. Mit zwei Stiftenklöbchen war das nur eine Frage der Geduld und Konzentration.


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    Das Rohr wurde in den "Hahn" eingelötet und die Lötstelle verputzt. Danach habe ich den Knebel in einer Zange zusammengedrückt und abgekantet. Nach dem Einsetzens war der Hanweitgehend fertiggestellt. Und selbst der Knebel war beweglich!


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    Da aber die Gefahr bestand,d as "Hanküken" zu verlieren wurde es, ohne Lot, mit dem Hahn verlötet. Dazu habe ich lediglich ein wenig Flußmittel auf die Lötstelle gegeben und mit dem Lötkolben erwärmt.


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    Zum Schluß habe ich den Knebel noch ein wenig schmaler gefeilt und verputzt. Nach der Montage in den Luftbehältern war auch diese Arbeit abgeschlossen.


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    Die Hähne habe ich mit "Stabilit Express (R)" in die Luftbehälter eingeklebt.


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    Für Wartungsarbeiten am Lauf- und Triebwerk sind Dampflokomotiven mit Triebwerksleuchten ausgerüstet. Diese gibt es von verschiedenen Herstellern. Allen gemein ist- daß sie aus Messingschleuderguß hergestellt und sehr filigran sine. Leider ist die Lampenglocke auch aus Messing und nicht durchsichtig. Da ich aber geplant habe- die Lok mit funktionsfähigen Triebwerksleuchten auszustatten- mußten auch diese umgebaut werden.

    Dazu habe ich die Leuchten zunächst vom Gießbaum abgtrennt und auf ein Stück Messingrohr gelötet


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    in einer Spannzange eingespannt


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    wurde die Lampenglocke abgesägt


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    Eine Bohrung ermöglicht die Durchführung der Drähte für die LED


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    Als Montagehilfe habe ich die Leuchten mit einer Fußplatte versehen, mit der sie nachher auf dem Umlauf festgeklebt werden können. Dazu habe ich in einen Blechstreifen ein kleines Loch gebohrt und den Lampenkörper mit Hilfe eines Bohrers auf der Lötunterlage fixiert


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    Mit einer kleinen Menge silberhaltiger Weichlotpaste wurde das Ganze verlötet.


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    Nach einem Abend konzentrierter Arbeit (PKP-modelarz- jetzt auch als Konzentrat!) lag die notwendige Anzahl Triebwerksleuchten bereit.


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    Etwas umständlicher war der Umbau der Leuchten am bereits fertiggestellten Steuerungsträger. Sollten hier doch keine Teile verbogen werden. Im Schraubstoch eigespannt


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    wurden die Glocken abgetrennt. Die Lampenkörper auch hier durchbohrt


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    und zur Kontrolle ein Draht durchgefädelt


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    Am Ende waren auch heir die Triebwerksleuchten für eine Montage der LED vorbereitet.


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    Sollte die Montage der LED-Beleuchtung nicht gelingen, besteht hier die Möglichkeit Lampenglocken aus durchsichtigem Kunststoff einzusetzen.

    Wie alle großen Einheitslokomotiven der Deutschen Reichsbahn, ist auch die Bauartreihe 44 mit einem Oberflächenvorwärmer der Bauart "Knorr" ausgerüstet.

    Dieser ist in einer Nische in der Rauchkammer eingebaut und mit einem Blech abgedeckt. Dieses Blech ist mit einigen Schrauben im Mantel der Rauchkammer verschraubt. Leider sind diese Schrauben beim roco-Modell nicht nachgebildet- bzw habe ich diese Nachbildungen entfernt.

    Mit Mikronieten- gibt es auch bei mehreren Abietern habe ich die Schraubenköpfe nachgebildet


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    Bei einem Modellbaukollegen- beziehungsweise im Standardwerk zur BR 44- habe ich gesehen, daß sich auf diesem Blech zwei Griffe befinden. Bei einem Modell, welches meist von schräg oben betrachtet wird, fällt deren Fehlen auf (so man darum weiß). Also habe ich diese Griffe nachgebildet.


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    Die Griffe selber bestehen aus Wicklungsdraht eines Trafos und die Scharnierbleche aus dem Streifen eines Schreibblockes.


    Das soll es dann für heute gewesen sein.


    Nun wünsche ich ein schönes Wochenende


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Freunde,


    es freut mich, daß meine Arbeiten Anklang finden...


    Johannes W

    naja- so schlimm ist es nicht- anderwärts habe ich bereits schaufelnde Heizer in H0 gesehen...


    Bernhard

    für mich alleine Basteln ist doch doof ;) Nein, habe mir in den vielen Jahren überall etwas abgeschaut. Bei DSO war es zum Beispiel "derwolf" der mich mit dem Umbau angefixt hat. Und nun möchte ich einiges davon wieder weitergeben. Die Rückschläge beim Bau waren eigentlich gar nicht so dramatisch. Mehr machen mir die Nachwirkungen der Seuche zu schaffen. Und da ist Basteln eine gute Medizin- ich kann so richtig abschalten...

    Der Witz bei diesem Umbau ist eigentlich- daß das Ganze als Low Cost- Projekt mal zwischendurch erledigt werden sollte. Am Ende sehe ich immer wieder Stellen- und ich denke- eigentlich könnte ich ja...


    Michael R

    Das mit dem Spinnen ist doch gar nicht so abwegig- da kaufen wir ein Modell für mehr oder weniger Teuer Geld und noch einmal sovie Kleinkram und setzen uns still ins Kämmerlein und basteln vor uns hin. Das dabei bis zur Gebrauchsunfähigkeit umgebaute Modelle entstehen nehmen wir billigend in Kauf. Wenn uns dann am Ende der große Fahrdienstleiter den letzten Befehl schreibt- schmeißen unsere Nachkommen/Erben alles in die Tonne...

    Aber soweit will ich (noch) nicht denken.

    Deine (Eure) Einschätzung ehrt mich!

    Die Hähne waren mal beweglich- weil ich aber die Hahnküken nicht verlieren wollte- habe ich sie eingelötet ;)


    Ob ich nach Bernshausen komme, kann ich noch nicht einschätzen. Mal sehen, wie hier die Lage ist. Vor Allem- ob die Gesundheit mitspielt... Interessieren würde ich mich schon.


    Axel

    bei einigen Bildern habe ich das gleiche gedacht- als ich sie am Monitor gesehen habe.

    Dasliegt aber auch daran- daß einige Bilder mit Fotostacking enstanden sind. Mit der Kamera-eigenen Software ist es nuin ein Kinderspiel...

    An welcher Stelle es weitergeht- weiß ich im Moment noch nicht. Ob es sinnvoll ist- eine Lok fertig zubauen- oder die drei teilweise montierten Loks auf einen Stand zu bringen.

    Ersteres hätte den Vorteil- einige Schachteln zu entsorgen- zweiteres- die nächsten Schritte rationalisieren zu können (wenn das überhaupt möglich ist).

    Aber die Zweite Variante bitet die Möglichkeit zu sagen- jetzt ist aber mal gut...


    Wolfgang So

    Klar bleibe ich dran- jetzt wo es schon nach Lokomotive aussieht. Die schwierigsten, mechanischen, Klippen sind umschifft.

    Und- gilt für Euch alle- DANKE für die Blumen.


    Viele Grüße

    und ein schönes Wochenende (welches leider eine Stunde weniger Zeit zum Basteln bietet) wünscht

    Christian

    Hallo Kollegen,

    nach langer Zeit gibt es wieder einen Blick in die Bastelbude.
    Habe ich im letzten Jahr recht intensiv gebaut- fehlte mir nach unserem Urlaub die Motivation am Modell der Lok weiterzubauen. Sporadisch habe ich aber doch weitergemacht- so daß die Schritte dieses Mal nicht ganz so groß sind.

    Vor der Montage der Gegenkurbeln habe ich mich gefürchtet- wahrscheinlich ein Grund für meine Motivationslosigkeit.
    Die Verwendung der Crottendorfer Gegenkurbeln habe ich dann doch verworfen- sie waren mir schlichtweg zu filigran.
    Vor der Montage der Radsätze hatte ich zunächst die Bohrungen für die Treibachswelle und den Treibzapfen mit Pertinaxsbuchsen isoliert

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    sowie den Treibzapfen nach dem Muster der Roco-Lokomotive gedreht. Die Radsätze wurden mit der Lehre von Fohrmann montiert und vor dem Einbau kontrolliert.

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    Bei der Montage habe ich sorgfältig darauf geachtet- die Achslager seitenrichtig zu montieren.

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    Dadurch lief das Fahrwerk ohne zu Zwängen, wenn auch etwas schwer.

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    Der Grund war auch recht schnell ermittelt- als Korrossionsschutz hatte ich ein Kriechöl verwendet, dessen Lösemittel verdunstet war. So befand sich auf den Achsen eine dünne, aber hemmende Vaseline- Schicht. Anschließend habe ich die Gewinde in die Treibzapfen geschnitten- auf Grund der abgebrochenen Gewindebohrer diesmal M1,2.
    Dazu habe ich den Treibzapfen in einem eigens angefertigte Werkzeug gespannt.

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    In die Weinert- Gegenkurbel habe ich dann eine M0,6 Schraube mit der Lagerhülse eingelötet.

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    Im oben gezeigten Werkzeug eingespannt, habe ich in den Treibzapfen die Verdrehsicherung (in Form eines Schlitzes) eingebracht. So stand der Montage nichts mehr im Wege

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    Auf den Gegengewichten der Treibachse habe ich grob die Richtung von Vor- und Nacheilung der Gegenkurbel markiert. Dabei war es notwendig die Einbaurrichtung der Achse anzugeben (Markierung "LINKS"). Elektrisch spielt es zwar keine Rolle- da die Treibachse beidseitig gegen Triebwerk und Rahmen isoliert ist. Bei nicht seitenrichtiger Montage der Treibachse würde die Lokomotive jedoch in die falsche Richtung fahren.

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    Nach sorgfältigem Ausrichten (mit dem großen Augenmaß) wurden die Zapfen mit Zwei-Komponenten-Kleber in die Radsterne eingeklebt. Somit war die Treibachse zum Einbau bereit.
    Hier ist deutlich zu erkennen, daß die Treibzapfen unvorbildmäßig lang sind. Ein Kompromiss, der sich bei modellbahnüblichen Radien (die roco- Weiche W15 sollte zu durchfahren sein)nicht umgehen läßt

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    Die Pertinax-Hülse auf dem Treibzapfen sichert die Isolierung des Gestänges gegen den Rahmen. Die Kuppelstangen führen das jeweilige Potential der entsprechenden Schiene.

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    Bei der darauf folgenden Montage der Kuppelstangen klemmte plötzlich das Fahrwerk heftig.
    (Symbolbild :D )
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    Der Grund war schnell ermittelt- zwei Achsen waren seitenverkehrt eingesetzt. Also mußte das gesamte Federgehänge wieder ausgebaut. und die Achsen gedreht werden.Dabei habe ich gleich die, zu langen; Kuppelzapfen gekürzt

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    und eine kleine Fase angelegt.

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    Danach konnte die Montage des Gewerks erfolgen.
    Zunächst wurden die Kreuzköpfe auf die Gleitbahnen gefädelt und in die Und mit den Zylindern auf dem Rahmen verschraubt.

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    Der Steuerungsträger wurde dabei zunächst nur mit einer Schraube gegen herunterfallen gesichert. Danach erfolgte die Montage der Steuerungsteile

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    Nun fährt sie doch rückwärts- bei der Montage habe ich festgestellt, daß die Treibachse falschherum eingebaut ist. Da aber das gesamte Fahrwerk zum Anbau der Bremsteile ohnehin demontiert werden muß- ist das kein größeres Problem.

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    Der, im Moment, nach vorne hängende Zylinder wird nach der Montage des Innentriebwerks seine vorgesehene Position einnehmen. Notfalls wird nach der Lackierung ein wenig mit "Klemmfett" nachgeholfen.
    Hier noch ein Blick auf Kreuzkopf, Voreilhebel und Zylinder. Die hier noch fehlende Entwässerungsleitung wird demnächst eingebaut.

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    Ein Blick auf die Treibachse macht deutlich, wie kräftig die Lager dimensioniert worden sind. An den Luftbehältern sind Bohrungen für Entwässerungshähne vorgesehen- die Hähne selbst habe ich weder im Bausatz (vielleicht bin ich zu blöd zum Gucken) noch im Katalog gefunden. Also habe ich sie schnel selbst gebastelt.

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    An den Lokomotiven der BR 78 und 83.10 (zwei sehr schöne Lokomotiven) hat PIKO mittlerweile den Antrieb der Boschöler realisiert. Warum sollte meine Lok keinen Schmierpumpenantrieb haben. Ich habe es aber mehrfach geschafft- am Ende das Lager des ntriebs zu verlöten. Die Gegenkurbel auf dem Kuppelzapfen der fünften Achse war das geringere Problem.
    Den Lagerpunkt der Schwinge werde ich aber noch einmal korrigieren. Ebenso werden alle Schrauben bei der Endmontage auf die notwendige Länge gekürzt.

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    Mit dem aufgesetzten Kessel sieht das ganze doch schon sehr nach BR 44 aus.

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    Ich hoffe, daß ich Euch mit meinem Blick in die Bastelbude nicht gelangweilt habe. Und wie immer gilt: für Kritik und Ratschläge bin ich offen.
    An welcher Stelle es beim nächsten Mal weitergeht- weiß ich noch nicht genau.
    Nur soviel- ich suche einen Rivarossi- Tender der 39 MIT Antrieb...

    Viele Grüße
    Christian

    Hallo Bernd,

    bei den Sandfallrohren war ein vorrichten nicht notwendig, da die Stücken nur etwa 10 Zentimeter lang waren. Bei langen "Rohren" ziehe ich den Draht einmal durch die Finger (dabei trage ich einfache Zwirnhandschuhe um die Fingerspitzen zu schützen)

    Danach rolle ich jeweils einen Draht zwischen den Brettchen. Bei den Schmierleitungen der "Bellos" habe ich die langen, gerichteten Drähte doppelt genommen und an einem Ende verlötet.


    Das Verstrecken mit dem Akkuschrauber funktioniert auch recht gut bei dickeren Drähten. Dabei wird aber das Gefüge verstreckt, so daß die Härte zunimmt. Zum Biegen muß dann der Draht wieder geglüht werden. Dabei kann es, je nach Verstreckung, dazu kommen, daß der Draht seine vorherige (krumme) Form annimmt.

    Wird der Draht zu sehr verstreckt, kann er reißen.

    Beim Rollen mit der Hand ist kaum eine Härtezunahme zu bemerken. Außerdem ist der Vorgang ungefährlich und gut zu kontrollieren.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Bernd,

    die Sandfallrohre habe ich aus dem Wicklungsdraht eines alten Transformators gewonnen. Vor der Verwendung wurde der Kupferlackdraht zwischen zwei Frühstücksbrettchen (aus Buchenholz) gerichtet.

    Danach habe ich die Enden mit einer feinen Feile (Hieb 5) vom Lack befreit und in die vorgebohrten Sandfalldüsen eingelötet.

    Die Rohrhalter liegen bei dieser Lok in Höhe des Umlaufs und sind daher nicht sichtbar.

    Vor der Fertigstellung werden die, beim Vorbild mit Blechstreifen, Sandfallrohre mit schmalen Papierstreifen am Kessel "befestigt"


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Friedrich,

    Deine Fabrikgebäude habe ich schon immer bewundert (hattest Du nicht auch in Uslar Teile mit?).

    Aber Du brauchst nicht neidisch auf die Druckerfraktion zu schauen. Für den Gebäudebau ist nun mal die Verwendung der verschiedenen Platten die erste Wahl. Hier ist der Drucker nur für kleinere Details geeignet.

    Hier macht auch kein Spezialist etwas nur mit dem Drucker- sondern der überwiegende bis ausschließliche Bau erfolgt mit üblichen Werkzeugen, wie Bastelmesser, Feile und Tischkreissäge.

    Du bewegst Dich also auf dem Niveau der Zeit.


    Soweit meine Gedanken

    Christian

    Hallo Freunde,

    hier ein Beispiel für ein aus einem Kupferrohr gebogenem "Schlangennest"


    Lehrstuhl fÃŒr Metallische Werkstoffe — Erstarrung/Schmelzen


    etwas schwer zu erkennen- das Rohr wurde zueiner Spule mit Umkehrende gebogen. Dabei wurde es während des Biegens immer wieder erwärmt, da es beim Biegen durch die Gefügeveränderungen aufhärtet.


    Selbst bei diesen kleinen Rohrschlangen und den "wild" gebogenen Leitungen ist das Aufhärten deutlich zuz bemerken.



    viele Grüße

    Christian

    Guten Morgen,

    latürnich gilt das auch für Messingrohr. Ganz wichtig ist aber, daß die Rohre mit feinem Sand gefüllt und an den Enden verstopft werden. Anderenfalls knicken sie an der Biegestelle.

    Wenn ich aber die Wahl hätte, würde ich für ein "Rohr- Shibari" auf Kupferrohr ausweichen. Zwar muß auch das mit Sand gefüllt werden, läßt sich aber deutlich leichter biegen.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Junx,

    nun will ich auch noch ein paar Worte loswerden.

    Messing wird prinzipiell in drei "Härtegraden" gehandelt. Weich, halbhart und hart- dabei sind die Halbzeuge unterschiedlich weit verstreckt. Harte Messingdrähte können durchaus schon elastisch federn. Beim Biegen wird das Gefüge zusätzlich verschoben, ein weiteres Aufhärten ist die Folge.

    Zum Biegen (gerade dreidimensional) ist es sinnvoll, entweder weichen Draht oder geglühten Draht zu verwenden. Zum Ausglühen reicht es, den Draht in die Flamme eines Feuerzeugs zu halten. Bei größeren Halbzeugen kann ein Brenner verwendet und das Material nach dem Erwärmen in kaltem Wasser abgeschreckt werden. Aber Vorsicht- manche Legierungen neigen zum kaltaushärten- also relativ schnell verarbeiten.


    Viele Grüße

    Christian

    Jallo Johannes,

    Appetit hätte ich schon... aber Mannheim ist nun nicht gerade um die Ecke...

    Die Kupplungen von Desktop Locomotive Works machen einen guten Eindruck. Wenn die noch mit der normalen NEM- Kupplung kuppeln, wäre es eine Option für meine Lokomotiven.

    Ich werde mal bei den Jungs stöbern, danke für den Tip.


    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Günter,

    nun hast Du also doch begonnen, die Vorserien- 01 als Modell entstehen zu lassen...

    Das Ganze sieht ja schon recht gut aus- ich bewundere immer wieder Deine Arbeitsweise! Dabei hast Du einen "Ausstoß" an Modellen, wie bei einer Lokomotivbauanstalt zur Hochkonjunktur!


    Auf einige Kleinigkeiten möchte ich jedoch hinweisen. Im Rahmen des vorbereitenden Gedankenaustauschs habe ich ein paar Bilder gewälzt.

    Dabei ist mir folgendes aufgefallen:

    Beim roco- Kessel ist ein Wirrwarr der Schmierleitungen für die Zylinder auf der Lokführerseite. Das ist sicher der Zustand kurz vor der Außerdienststellung. Die Leitungen in dieser Form beizubehalten ist ein tragbarer Kompromiss.


    Die Flansche des vorderen Ventilstocks hätte ich ebenfalls entfernt und einen Ventilstock nach altem Muster gebaut. Für die Flansche hätte ich dann die üblichen Feingußteile verwendet, bei denen einseitig die Verschraubungen abgefeilt werden.

    Die Vorgehensweise hat den Vorteil- daß der Abstand zu den verwendeten Stellstangenhaltern angepasst werden kann. Damals sind ein- und zweizügige Halter angebaut worden.

    Je nach Bauartreihe wurde der Ventilstock auch für vier Leitungen angebaut.


    Mir ist letztens ein Bild über den Weg gelaufen- bei dem deutlich die isolierte Abdampfleitung der Luftpumpe zu sehen ist. Diese Leitung führt unterhalb der Rauchkammer auf die Linke Seite.


    Die Vorserienlokomotiven der Bauartreihen 01/02 sowie 43/44 waren zunächst mit zwei Boschölern ausgestattet. Einer versorgte die Zylinder mit Heißdampföl, der zweite war für die Schmierung der Achslagerführungen vorgesehen. Spätestens mit Auslieferung der ersten Lieferserie wurde die Schmierung auf Gefäßschmierung umgestellt.


    Ich wünsche Dir viel Spaß beim Bau


    Viele Grüße

    Christian