Beiträge von Johannes W

    Hallo Zusammen,

    zuerst bedanke ich mich mal, daß ihr mir für meine Bastelei die Daumen drückt. Das motiviert mich immer wieder.

    Dann will ich Lutz antworten: Lutz, du hast sicher mit allen deinen Argumenten, die Schwungmassen betreffend, recht. Du hast damit Erfahrung und ich stehe mit der Digitaltechnik noch ganz am Anfang. Meine Überlegung war: Schwungmasse ( Achtung Wortspiel) besteht aus Schwung und Masse. Schwung wird die kleine Scheibe bei moderaten Geschwindigkeiten, wie du richtig bemerkst, kaum geben. Aber die Masse im Heck kann die kleine Lok sicher gut brauchen. Und wenn schon Masse, warum dann nicht auch Schwung daraus ziehen und sei er noch so wenig. An dem kleinen Zimo Decoder kann man sicher eine Kondensatorschaltung anschließen. Was mich davon abhält, eventuell weiß ich es nur nicht besser, ist folgendes: Ich habe vor einiger Zeit einen Piko VB 140 umgebaut. Also mit klaren Fenstern, einer Weinert Inneneinrichtung, roten LED in den Lampen und einer ESU Beleuchtungsplatine mit eingebautem Decoder. Damit bei der unsicheren Stromaufnahme des Zweiachsers die Beleuchtung nicht allzusehr flackert habe ich an den dafür vorgesehenen Punkten einen 470yF Kondensator angeschlossen, der jetzt die Toilette dauerbesetzt. Allerding lässt sich jetzt der Decoder nicht mehr umprogrammieren. Ich nehme an, daß der Stromstoß, der die Programmierung quitiert vom Kondensator "gefressen" wird.

    Ich habe aber gesehen, daß die Firma Fischer, von der ich schon meinen zweiten Decoder gekauft habe und mit der ich sehr zufrieden bin, eine Kondensatorschaltung anbietet, mit der dieses Problem gelöst sein soll. Ich will mal sehen, ob ich das mal, zusätzlich zur mechanischen Schwungmasse, ausprobiere.

    Jetzt will ich aber zur Rauchkammer umschwenken. Mensch, Axel, ich muß kräftig schlucken, daß mir der Sabber nicht rausläuft. Die Konstruktionszeichnungen zeigen schon ein excellentes Bauteil. Wenn das nur einigermaßen so aus dem Drucker kommt, ist das echt der Hammer.

    Damit kann dann eine T3 gebaut werden, die es, meines Wissens, noch nie als H0 Modell gegeben hat. ( Nein, ich meine, von Westmodell gab´s mal Eine, aber unbezahlbar). Und an der T3 hat sich ja fast jeder Hersteller, von ADE bis Weinert, versucht. Ich freue mich schon darauf.


    Grüße

    Johannes

    Hallo Freunde,

    ich habe ein Wenig am meiner T3 weitergebaut. Inzwischen sind alle bestellten Teile eingetroffen.

    Die Fortschritte der letzten Tage will ich in Stichworten zusammenfassen:

    • Das Fahrwerk zusammengebaut: 1. Achse abgefedert über Druckbolzen und Feder des Pilzkontakts.
    • 3. Achse als Pendelachse, Höhe über M2 Schraube, die als 3. Fixpunkt dient eingestellt.
    • Motor mit originaler Schnecke, selbst angefertigtem Schwungrad 5x 14mm und Unterlage aus bearbeitetem Aluflachprofil mittels angepasstem originalem Motorhaltebügel eingebaut.
    • Kesselventile mit Drähten versehen, LED in die Loklaternen eingebaut, Konsole für die Luftpumpe angefertigt und neue Stellstange und Übertragungswelle von rechts nach links für die Steuerung gebaut.
    • Neue Griffstangen, Kohlenkastendeckel und die Türen ins Fahrerhaus eingebaut.
    • Zimo MX617 Decoder provisorisch eingebaut und Fahrversuche durchgeführt.

    Jetzt gibt es wie immer einige Fotos:


    ">


    ">


    ">


    ">


    ">


    ">


    ">


    ">


    ">


    ">


    Eine schöne Woche wünscht Euch

    Johannes

    Hallo Zusammen,

    ich will das Thema Magnetpapier nicht tot reiten. Aber das Material, was ich hier habe war bisher nicht dabei. Ich habe ein, auf eine Magnetfolie kaschiertes, weißes Papier welches insgesamt 0,35 mm stark ist und mit dem Inkjet Drucker bedruckbar ist. Daher auch meine Idee, den Ladeboden einfach aufzudrucken. Vielleicht will jemand damit experimentieren? Ich stelle mal ein paar Bilder dazu ein, nicht als Werbung sondern als Information:


    ">


    ">


    ">


    ">


    ">


    Grüße

    Johannes

    Hallo Michael, Hallo Holger,

    der Fotokleber heißt meines Wissens Fixo Gum. Gum Gum verwenden wir in der Autowerkstatt um Rohrverbindungen an der Auspuffanlage gasdicht zu machen. Das ist so eine grau- weiße Paste, die unter Hitze aushärtet. Manche Leute flicken mit Draht, Dosenblech und GumGum ihre durchrostete Auspuffanlage. Aber es gibt "Magnetpapier". Ich habe das als Din A5 Bögen aus dem Bastelgeschäft. Das ist wie dickes Papier aber irgendwie magnetisch. Auf jeden Fall konnte ich daraus Beschriftungsschilder für die Metallböden meines Lagerregals schneiden. Eventuell kann man daraus einen neuen Ladeboden anfertigen und dann mit Magneten nur am Fahrzeug arbeiten. Wenn ihr wollt, suche ich das Zeug mal raus und mache Bilder davon.

    Grüße

    Johannes

    Hallo Holger,

    ich war 1981/1982 bei der Armee zwangsverpflichtet. An diese Zeit erinnere ich mich nicht gerne.

    Ich war genau bei einem solchen Bataillon, wie du es darstellt, eingesetzt. Da ich ganz andere Erinnerungen als deine Quellen habe, habe ich auch einmal im Netz gestöbert. Ich war damals beim Panzerartillerie Bataillon 356 in Walldürn. Das bestand aus 4 Batterien. Wir, in der ersten Batterie, waren die Stabs- und Versorgungsbatterie. Das heißt: Wir hatten vor Allem Radfahrzeuge für: Funker, Baufernmelder ( meiner Einer), Instandsetzung, Küche etc. Das waren die alten Unimog 1,5T und MAN 4T Lkw. Damit sind wir auf Achse von morgens um 6:00 bis in die Nacht hinein von Walldürn bis Munster auf den Truppenübungsplatz gefahren. Alle 100 km eine Pause für die Kanisterbetankung. Da musste der Beifahrer ca. 50 l Benzin in Kanistern vom Versorgungs- Lkw herschleppen und in den Tank giesen. Eine Tortur für den Fahrer ebenso wie für den Beifahrer! Denn im 1,5Tonner waren die Sitzpolster, wie im Rennwagen direkt auf dem Fahrerhausboden montiert. Zu unserem Bataillon gehörten drei Geschütz- Batterien, die jeweils über drei Züge zu je vier M109G verfügten. Hier verlassen mich meine Erinnerungen: Laut Internet hatte jede Batterie noch einen Bergepanzer. Ich glaube aber es war ein MTW M113 für die Feuerleiter. Ich meine mich zu erinnern, daß nur die Instandsetzung über Bergepanzer verfügte. Kurz und gut: Die 2. bis 4. Batterie hatte es gemütlich. Sie verluden ihre Fahrzeuge in Walldürn am Bahnhof und konnten die lange Reise im Eisenbahnwagen verbringen. Die Farbe der Kettenfahrzeuge war, soweit ich mich erinnern kann: Nato Oliv. Das von dir benutze gelb oliv ist meiner Erinnerung nach zu hell. Die Farbe war grüner. Es gab da in ganz geringen Mengen ein Rot, ich weiß nicht wofür, ebenso ein Gelb. Weiß war für die Anschriften und die Nummernschilder der Fahrzeuge vorgesehen. Das Alles ist jetzt ca. 40 Jahre her. Natürlich ist das in der Erinnerung nicht mehr Alles ganz eindeutig. Ich bin zwar der Meinung, daß man die Armee abschaffen sollte und das gesparte Geld der Wirtschaft zur Verfügung stellen sollte, aber diese Züge waren in den 1980er Jahren Wirklichkeit. Und da würde ich auch keine Diskussionen aufkommen lassen. Das Ladegut war alltäglich. Und es ist ja nur authentisches Ladegut und keine Weltanschauung.


    Meint

    Johannes

    Hallo,

    letzte Woche wurden wir ja alle aufgefordert über Ostern Ruhe zu geben. Da habe ich gleich das „ Urlaub“ Schild in die Betriebstür gehängt. Endlich Zeit zum Basteln. Vor einiger Zeit hatte ich das Thema: „ 90° Radversatz“ angesprochen. Heute habe ich mir eine kleine Vorrichtung, aus einfachsten Mitteln, für diese Einstellung gebaut. Aus einer Muliplexplatte, einigen Aluwinkeln vom Baumarkt und einem Kosmetikspiegel ist die Vorrichtung entstanden. Das Prinzip habe ich mir, wenn ich´s richtig verstanden habe, von der Vorrichtung der Firma Fohrmann abgeschaut. Ich will mich hier nicht mit fremden Federn schmücken. Ich habe damit gleich das Fahrwerk der T3 zusammengebaut. Und ja, es funktioniert. Ein paar Bilder und einen Link auf ein kleines Video schicke ich mit.

    Das komplette Werkzeug:

    ">


    Details:

    ">


    Anwendung:

    ">


    ">


    Und dann noch der Video Link:

    https://filehorst.de/d/dcBwkcHd


    Grüße

    Johannes

    Hallo Axel,

    das sieht ja super aus. Daß das Teil so perfekt wird, hatte ich ja gar nicht zu hoffen gewagt. Klasse, daß du auch die Öffnungen für die Dampfeinströmrohre mitgestaltet hast. Die hätte ich vergessen. Die Nieten soll ein Anderer zählen. Ich weiß nicht, wieviele es sein müssen. Die Konsole links bei Lok 23 war für die Lichtmaschine. Die hatten Sie bei Lok Nr. 33 auf der anderen Seite angebaut. Ich hatte heute einen langen Arbeitstag und bin echt kaput. Daher will ich mich nur kurz für die tollen Aussichten bedanken. Ich werde dich morgen per eMail kontaktieren.

    Eine gute Nacht wünscht

    Johannes

    Hallo Bernhard,

    wenn ich etwas besonders gelungen finde, ziehe es vor einen kleinen Text zu schreiben anstatt nur einen Finger (den Daumen) hochzuzeigen. Ich freue mich, dass du die Entstehung deiner Lok so ausführlich zeigst. Ich habe mir die Fotos ganz genau angeschaut. Das ist wirklich Modellbau auf ganz hohem Niveau. Da passt einfach Alles. Auch die Lackierung ist dir perfekt gelungen. Wie schaffst du das, dass die schon angelöteten Teile keine Farbschatten erzeugen? Ich versuche möglichst viele Einzelteile noch vor dem Zusammenbau zu lackieren, damit auch überall Farbe ist. Da wird es aber unter Umständen verschiedene Glanzgrade geben und das Ganze dann nicht so „aus einem Guss“ aussehen, wie bei dir. Ich bewundere deinen Mut das nicht gerade billige Brawa Modell zu „metzgern“. Da muss man schon genau wissen, was man handwerklich drauf hat. Hoffentlich hast du die Puffer noch nicht eingeklebt. Bei drei Puffern kann man sehen, dass die Sockelplatten verdreht sind. Das ist aber wirklich das Einzige, das mir aufgefallen ist, was nicht perfekt ist. Ich will dir hier auch mal „Danke“ sagen, dass du mich bei meinem vergleichsweise einfachen Projekt motivierst doch über den ursprünglich angedachten Umfang hinauszugehen und möglichst viel dabei herauszuholen.


    Grüße

    Johannes

    Hallo Hartmut,

    danke für die schönen Geschichten, mitten aus dem Leben. Gestern dachte ich schon:" Darüber hast du doch schon irgendwo gelesen. " Jetzt, wo du es sagst und die Beiträge zusammenführst, weiß ich auch wo das gewesen war.

    Einen schönen Sonntag wünscht euch Allen

    Johannes

    So, Freunde,

    wieder ist ein Wochenende so gut wie vorbei. Die bestellten Teile sind noch nicht angekommen. In meiner großen Dummheit hatte ich vergessen auch Griffstangenhalter mitzubestellen. Also wird sich die Aktion weiter hinziehen. Es müssen auch andere Arbeiten erledigt werden, für die man keine Zurüstteile braucht. So machte ich der Kleinen schon mal schöne Beine. Die Spurkränze drehte ich mit dem Fohrmann- Stahl herunter. Das Fahrgestell bereitete ich ganz genau nach Lutz Beispiel, das er mir in meinem anderen T3 Beitrag vorgestellt hatte, vor. Ich bin sicher, das wird funktionieren. Ich brachte auch schon mal eine erste Lackschicht auf, um die Oberflächen besser beurteilen zu können. Da bin ich eigentlich recht zufrieden. Die Grundierung ist etwas rau ausgefallen. So gut es ging, schliff ich die Flächen vor der Lackierung mit 800er Nasschleifpapier glatt. Aber ich kam natürlich nicht mehr überall hin, ohne Details wegzuschleifen. So habe ich unterschiedliche Glanzgrade auf dem Modell. Ich glaube aber, das kann ich bei einer „vom langen Einsatz gezeichneten Lok“ akzeptieren. Eventuell kann ich ja ganz zum Schluss nochmal mit mattem Klarlack über die ganze Lok lackieren. Mal sehen! Die Lok nach Blatt III. 4e- 1. und 2. Auflage hatten nur einen kleinen, runden Lüfter auf dem Führerhausdach. Da die Lok 33, im für mich relevanten Zeitraum, elektrische Beleuchtung besaß, entfällt der Kamin der Gaslaterne und analog zur Lok 23, von der ich Fotos vom Dach habe, setzte ich dort den runden Lüfter ein. Die Aussparung vom eckigen Lüfter auf dem Dach spachtelte ich zu, den runden Lüfter drehte ich aus einer Messingschraube. Ich bin mir derzeit noch unsicher, ob die Nr. 33 einen viereckigen Sanddom hatte, oder einen Runden. Auf dem von mir gezeigten Bildausschnitt meine ich einen eckigen Sandkasten zu erkennen. Aber nach Musterblatt müsste er rund sein. Auch bei der Nr. 23 war er rund. Auf jeden Fall fertigte ich schon mal aus einem weiteren Stück der Messingschraube einen runden Sanddom an. Das war jetzt viel Text. Als Belohnung für´s geduldige Lesen gibt es jetzt auch Bilder.


    ">


    ">


    ">


    ">


    ">


    Grüße

    Johannes

    Hallo Bernhard, Hallo an Alle,

    du hast ja sowas von recht. Auf die Höhe des Sicherheitsventils habe ich ja noch gar nicht geachtet. Laut Musterblatt ist es etwa so hoch wie das Führerhausdach. Das M+F Teil ist ja viel höher. Selbst das original Ade Teil überragt noch das Dach. Zuerst wollte ich das M+F Ventil verwenden. Es ist meines Erachtens schöner detailliert. Aber es ist auch wesentlich voluminöser. Nach den Fotos glaube ich, werde ich das Ade Ventil verwenden. Es ist zierlicher und kommt dem Original näher. In beiden Fällen werde ich wohl den Sockel des Sicherheitsventils kürzen müssen.

    Ausschnitt MBL III-4e (1)

    ">


    Sicherheitsventil M+F

    ">


    Sicherheitsventil Ade

    ">


    Grüße

    Johannes

    Hallo,

    die Rauchkammertür von Weinert Art. 8083 könnte eventuell für meine T3 passen. Besitzt jemand von Euch die Weinert Lok Gernrode und kann mir die notwendigen Maße zukommen lassen. Ich will ungern 20€ ausgeben um das erworbene Teil in die Bastelkiste legen zu müssen.


    ">

    So, Freunde,

    es geht weiter mit Lok 33. Der erste Kesselumbau musste leider zum Schrott. Es waren, in meinen Augen, zu große Kompromisse nötig, um den originalen Fleischmann Motor unterzubringen. Da war der Kessel aber schon dafür hergerichtet. Ich habe mir einen 10X20mm Glockenankermotor bei „www.micromotor.eu“gekauft. Der arbeitet auch schon in meiner BR.70 von Fleischmann hervorragend. Und schon ist Platz in der Hütte. Auf Bernhard´s Anraten habe ich dann doch die Reglerbüchse hoch gesetzt und mit zitternden Fingern 1,5mm Kupferdrähte anstelle der abgesägten Dampfeinströmrohre angelötet. Aber Eins zieht das Andere nach sich. Durch die angeschrägte Führerhaus Rückwand werde ich vermutlich die vorgesehenen Länderbahn Laternen nicht montieren können. Die Bügel sind im Weg. Jetzt, wo ich mich doch näher am Vorbild orientieren will, fällt mir auf, dass die Lok 33 eine kleine Rauchkammertür von 900mm Durchmesser, die zudem noch außerhalb der Kesselmitte saß und nur einen Zentralverschluss hatte, besaß. Auch die Kesselringe am Kessel der ersten Ausführung sind abweichend zum ADE/ Röwa Kessel angeordnet. Am Kessel werde ich definitiv nichts ändern. Aber das mit der Rauchkammertür beißt mich schon. Ich weiß nur nicht, wie ich die große Tür, ohne die Nieten zu beschädigen, von der Rauchkammer entfernen kann. Und wo bekomme ich eine passende Tür her? Der Fleischmann Rahmen ist ( hoffentlich) fertig. Auf das Zurückversetzen der Zylinder um 2mm verzichte ich.Ich glaube dieser Kompromiss wird das Aussehen nicht wesentlich stören. Ich habe beim Bearbeiten des Rahmens über den Achsen 1 und 3 gleich noch jeweils mittig ein M2 Gewinde hergestellt um nach Lutz´s Vorschlag eine Pendelachse und eine gefederte Achse einbauen zu können. Welche dann wo hin kommt wird sich erst zum Schluss herausstellen. Es bleibt noch die Kupplungsfrage zu lösen. Ich verwende normalerweise die Roco Universalkupplung. Aber die ist riesig und ich müsste sie zusammen mit dem Normschacht von Mobadapter bearbeiten, dass sie passt. Die Fleischmann Bügelkupplung könnte ich problemlos einbauen. Dann fällt die Möglichkeit des Vorentkuppelns weg. Nicht ideal bei einer Rangierlok. Am Schönsten wäre natürlich nur ein Haken, wie bei der Ade Lok. Aber da habe ich ein Bisschen Bedenken wegen ungewollten Abkuppelns. Und auch da entfällt die Vorentkupplung. Nach so viel Text soll es auch ein paar Bilder geben:

    ">


    ">


    ">


    ">


    ">


    ">



    Jetzt will ich mal meinen Basteltisch aufräumen und die Spritzpistole rausholen um meine fertigen Teile zu grundieren. Dann wird sich zeigen, ob Alles meinen Vorstellungen entspricht, oder wo ich nacharbeiten muß.


    Grüße

    Johannes

    Hallo Kollegen,

    heute habe ich etwas Neues begonnen. Ich will die Lok Nr.33 der DEBG nachbauen. Das ist die T3, die in den 1920er Jahren im Münstertal eingesetzt war. Ich habe nur wenige Daten zur Lok und noch weniger Fotos. Was ich bisher herausfinden konnte ist folgendes:

    Die Lok wurde wohl 1891 von Henschel mit Nr.: 3286 an die KPEV abgeliefert. Dort lief sie entweder als „ Coeln 1830“, oder als „Frankfurt 1830“ oder auch als „Frankfurt 6205“. Alle Angaben stammen aus dem selben Buch! Es war eine T3 nach Musterblatt M-III-4e der ersten Ausführung. Offenbar wurde sie 1923 von der DEBG gebraucht gekauft. Dort wurde sie auf den verschiedenen süddeutschen Bahnen herumgereicht.

    Ich will die Lokomotive mit einem Bausatz von Raimo/ Röwa etc. aufbauen. Das Fahrwerk soll von der Fleischmann T3 kommen.

    Den prinzipiellen Umbau, Fleischmann- Röwa, hat schon vor vielen Jahren Herbert Haun durchgeführt. An seiner Vorgehensweise will ich mich orientieren. Jetzt ist die Nr.33 aber eine Lok mit abgeschrägtem Fahrerhaus. Daher schnitt ich aus der Seitenwand des Röwa Führerhauses einen Keil unten mit 1,7mm und der Spitze an der Türoberkante. Die Rückwand sägte ich von außen unter der Trennkante ein, strich von innen ein Wenig Nitroverdünner an diese Stelle und konnte so die Rückwand verbiegen. Den Klebespalt spachtelte und verschliff ich.


    p1110621rujk4.jpg">


    Auch das Fahrwerk( die Bodenplatte) muss um 1,7 mm gekürzt werden. Ich schnitt das Stück zwischen Werkzeugkasten und Pufferbohle weg und setze die Pufferbohle entsprechend zurück.


    p1110619g8jx5.jpg">


    p1110611asjzf.jpg">


    Bei der Nr. 33 saß die Luftpumpe etwa oberhalb der Treibachse. Also entfernte ich die Konsole für die Luftpumpe vom Röwa Kessel. Überhaupt müssen am Kessel einige Änderungen vorgenommen werden. Die unnötigen Leitungen werden abgeschabt, die Griffstangen ebenso. Ich will sie extra ansetzen. Die Reglerbüchse stammt von M+F. Sie kommt gleich hinter den Schornstein. Sie ist nicht ganz originalgetreu. Bei der 33 war die Reglerbüchse wesentlich höher. Dafür muss natürlich die Lichtmaschine weichen. Sie sitzt dann auf einer Konsole links neben dem Schornstein. Die Löcher für Dampfdom und Sandkasten werden zugespachtelt. Der viereckige Sandkasten kommt direkt hinter die Reglerbüchse. Er sandet offenbar nur zwischen 1. und 2. Achse. Beim Entfernen der Luftpumpenkonsole merkte ich, dass die Feder V.R. nur halb dargestellt war. Ich schnitt sie ganz ab und ersetzte sie durch eine Feder H.L aus einem anderen Raimo Kessel.


    p1110615xaka5.jpg">


    p1110627u3kml.jpg">


    So weit für heute.

    Ja, eine Bitte habe ich noch: Wenn ihr Informationen oder Bilder zu dieser Lok habt würde ich mich freuen, wenn ihr sie mit mir teilen würdet. Meine Informationsquellen sind außer Google: „ Die Münstertalbahn/ Villinger-Kenning“, „ Die deutsche Eisenbahnbetriebsgesellschaft/ Döpper“. Da ist die Faktenlage dünn.

    Über den weiteren Fortschritt werde ich berichten.


    Grüße

    Johannes

    Hallo Lutz,

    ich will dir gerne begründen, weshalb ich den " Gefällt mir Knopf" gedrückt habe.

    - An deinem Halbrelief- Industriegebäude finde ich besonders schön, daß du das Treppenhaus links in der Innenecke nicht einfach im 90° Winkel angeordnet hast. Nein dadurch, daß du zwei 45° Winkel gewählt hast, finde ich sieht das ganze Gebäude viel realistischer und nicht so starr aus.

    Ich hoffe, du verstehst was ich meine. Mir fällt im Moment keine passendere Formulierung ein.

    - Das Stellwerk/ Bahnübergang Ensemble ist dir wirklich gut gelungen. Noch ein Bisschen Wheathering... Es gefällt mir wesentlich besser, als die Straßenbrücke, mit der du es, wenn ich das richtig verstanden habe, austauschen kannst. Ich finde, das Brückenmotiv wirkt ein Wenig kahl und einfach. Ok, es ist Beton und da "kommt es darauf an, was man daraus macht". Das war ja mal ein Slogan der Beton Bauindustrie. Aber das ist sicher meine ganz persönliche Meinung. Du siehst ja an meinem Projekt, daß mir "die gute alte Zeit" mehr liegt, als die " Mittel zum Zweck" Moderne. Über das Brückenmotiv an sich kann man ja nicht meckern, es ist ja gut gelungen. Aber da hat eben jeder seinen eigenen Geschmack. Schön finde ich auch die Begrünung deines Stellwerkmotivs. Da hast du, finde ich, den ungepflegten Brachland- Wildwuchs in den Ecken sehr schön getroffen. Die Schrankenanlage ist klasse. Ich kann verstehen, daß du die nicht liegen lassen konntest.


    Gruß

    Johannes

    Hallo Friedrich, Hallo Forenmitglieder,

    hier mal den Kernsatz meiner Frage:

    Problematisch ist die Farben der 50er und 60er zu treffen; man ist immer zu bunt, weil man Kleidungen von heute vor Augen hat. Damals wurde nur überwiegend dunkele Kleidung getragen.

    Friedrich, du baust ja in EP 3. Aber da hast du schon Probleme die aktuelle Mode( Farbe / Schnitt) darzustellen. Dabei wirst du in deiner Kindheit genau diese Kleidung kennengelernt haben. Es wird immer wieder auf die im Internet zu findenten Seiten der Modeindustrie verwiesen. Ja, da gibt es viele Seiten, die uns zeigen, wie die Mode in den 20er oder 30er oder 60er Jahren war. Aber, ganz ehrlich, wessen Mutter hatte , zum Beispiel, die Mode der Sechziger getragen. Die Abbildungen zeigen uns doch nur die Mode derer, die es sich auch leisten konnten. Die normale Bevölkerung ( ich bin in einem 600 Seelen- Dorf aufgewachsen) war doch Welten davon entfernt.

    Es bleibt die Frage: Wie kleidete sich die normale Bevölkerung in unseren Epochen? Mein Thema ist in den 1920er Jhren angesiedelt. Da war ich noch lange nicht geboren. Was hatte der Bauer Schuler an, wenn er 1925 am Samstag nach Freiburg fuhr um ein Ferkel zu kaufen. Was hatte die Bäuerin Egof an, wenn sie mit dem Zug 1928 nach Staufen fuhr um drei Hühner auf dem Wochenmarkt zu verkaufen? Wie kleidete sich der Maurergeselle Huber wenn er mit dem Zug in den 1920er Jahren zu seiner Arbeitsstelle nach Basel fuhr? Was hatten die Lagerarbeiter am Güterschuppen an? Wo kann ich solche Informationen bekommen? Mit Sicherheit nicht auf den bekannten Internetseiten. Wir stellen ja nicht den Anhalter Bahnhof in Berlin vor. Nein, in unserer Modellwelt ist Alles etwas ( räumlich) kleiner. Wir beschränken uns auf das Landleben, mit kleinen aber lebenswichtigen Stationen. Allenfalls kommen noch Kleinstädtische Motive in Betracht. Aber auch da waren mit Sicherheit nur die Damen der Wohlhabenden nach der aktuellen Mode gekleidet.


    Gruß

    Johannes

    Hallo liebe Kollegen,

    jetz habe ich´s getan. Ich habe mir ein Modell des Drehkrans auf der Laderampe gebaut. Das war dank Axel´s Infos nicht mal so schwer. Die verlinkte Zeichnung nahm ich als Grundlage, verkleinerte die Ausladung durch Ausschneiden und Verschieben der Kranspitze aus dem 1:1 Ausdruck. Danach fertigte ich eine neue Kopie, jetzt mit kurzem Ausleger an.


    ">


    Aus der schnitt ich die Umrisse der Seitenwangen aus, drehte das Blatt um und hinterlegte es mit grauem Karton. Darauf folgte eine neue Kopie mit Verkleinerung auf 42%. Die verwendete ich als Schablone für die Wangen.


    ">


    Zwei Wangen mit Abstandshaltern aus Karton verklebt.


    ">


    ">


    Die Bleche für Ober- und Unterseite wurden aus etwas stärkerem Papier aufgeklebt. Alles gut mit Sekundenkleber getränkt


    ">


    Die Verstärkungen sind aus Milimeterpapier in das ich die Nieten mit einer Pinwand Nadel eingedrückt hatte.


    ">


    Aus dem Spieth Bausatz des Bockkrans hatte ich noch eine Kranflasche und ein Stückchen Kette über. Die Zahnräder stammen aus einem defekten Reisewecker und das Getriebe war auf dem Spritzast für einen Armeehubschrauber. Dazu die Kurbel aus Draht und ein Stück Draht für die Welle zum Drehkranz, etwas graue Farbe und ein bisschen Patina... fertig.


    ">


    ">


    ">



    Grüße

    Johannes

    Hallo Kollegen,

    danke für eure Hilfe. Bis jetzt konnte ich selbst den Kran der Bekohlung H0 11445 oder N 14473 von Auhagen ( Chemnitz) als einen solchen Krantyp identifizieren. Das Bedienhäuschen muss dann natürlich weggelassen werden. Im H0 Bausatz wird der Kran, der bei mir etwa 35mm hoch sein soll, wohl zu groß sein. Der aus dem N- Bausatz könnte passen. Aber fast 35€ nur auf Verdacht für den Bausatz ausgeben ? Mit dem Rest kann ich ja wegen des falschen Maßstabs nichts anfangen.

    Zu Michael und Bernhard: Tatsächlich war auch mein erster Gedanke, daß das Modell von Spieth sein könnte. Leider gibt es die Firma nicht mehr. Daher danke ich dir, Michael, für das Stichwort" Beilstein" und dir, Bernhard, für das dazugehörige Katalogbild. Ich denke dieser Kran ist auch von der gesuchten Bauart. In der Literatur wird beschrieben, daß man wegen des Winddrucks auch Gitterträger anstatt Vollwandträger verwendete.

    Axel, du hast mir gleich zwei Impulse gegeben. Erstens hat mich dein Gedanke an ein 3D- Druckmodell auf die Seite von Shapeways gebracht. Dort gibt es für den Schiffsmodellbau sogenannte "Davids", die durchaus als Ladekran durchgehen können. Zum Zweiten hast du mir den Namen der Konstruktion genannt; ich kann jetzt gezielter suchen. Und dann sind natürlich die Links, die du angegeben hast, und der Gedankenanstoß, die Zeichnung auf die notwendige Größe zu skalieren, Gold wert.

    Ich glaube, ich werde mal das graue Tonpapier rausholen und einen Versuch wagen.

    Wenn´s geklappt hat, werde ich berichten.


    Gruß

    Johannes

    Hallo liebe Kollegen,

    heute brauche ich mal wirklich eure Hilfe. In Sulzburg stand auf der Rampe am Güterschuppen ein Kran. Hier mal zwei Foto Ausschnitte und ein Versuch, das Aussehen zu skizzieren.




    Ich habe solche Krane schon auf Anlagenfotos gesehen und ich bin mir sicher, die waren von einem ganz üblichen Hersteller. Ich hatte, glaube ich, auch schon mal diesen Hersteller ausfindig gemacht. Aber, das Alter lässt grüßen: Ich weiß nicht mehr, wer das ist... Eventuell könnt ihr mir helfen. Dafür jetzt schon mal: Vielen Dank


    Grüße

    Johannes