Beiträge von Martin P

    Hei,

    danke an Lutz für seinen Kommentar!

    Ansonsten ging es erst an den Gehäuseteilen weiter, mit Aufnahmen von angebrachten Griffstangen o.ä. will ich nicht langweilen, auch nicht mit der Tatsache, dass man, je mehr man über so ein Fahrzeug recherchiert, viele Details findet ... und noch mehr irritiert ist, was man denn da eigentlich aufbaut.

    Interessanter für den geneigten Mitbauer könnte folgende Erkenntnis sein:


    (Die beiden sichtbaren Riefen? Nein, der Fräser ist fit und ich habe auch Schneidöl verwendet, die Fläche ist stark reflektierend und beim Planen sind da wohl an zwei Stellen die beiden Riefen entstanden. Nach einem erneuten Lackieren werden die nicht mehr sichtbar sein)


    Im Vordergund erkennt man den "Boden" des Führerstandes und es fällt evtl. auf, dass dieser nicht nur schon lackiert ist bzw. war, sondern dass daran gefräßt worden ist. Nun, fixiert man die Ätzbleche, die die Trittstufen am Führerstand vervollständigen, lässt sich dieses Teil kaum mehr in den Führerstand hineinschieben, also wurde mal wieder die Oberkopffräse rausgekramt und am Bauteil entsprechend ein paar wenige Zehntel weggenommen.
    Auch kann man die Anbauteile der Rückwand erkennen - bis auf eine Griffstange. Das Spitzenlicht ist völlig unproblematisch, die Trittstufe und der Signalhalter schon. Ihr ahnt es vermutlich: wenn diese beiden nicht ganz bündig auf der Innenseite der Rückwand fixiert sind, drückt es die Zurüstteile entweder wieder heraus, oder das Gehäuse wird nach außen gedrückt. Also wurde auch da ein wenig Raum geschaffen - den Spalt wird man später mit Sicherheit nicht sehen können.

    Ohne Pufferspeicher hatte sich ja leider gezeigt, dass das sehr harte Triebwerk seinen Tribut fordert: an nicht wirklich gut ausgerichteten Modulübergängen etwa macht es Kontaktprobleme. Und man kann die Module so gut ausrichten wie man will, gerade bei Treffen in Hallen mit Holzboden, von BW-Gelände erst gar nicht gesprochen, verschieben sich die Übergänge gerne. Die Kabel zum Decoder waren eh noch nicht endgültig abgelängt, also habe ich den Elektikteil nochmal aufgebaut - auch mit PowerPack und siehe: das Teil fährt sicher über Stellen, wo sie ohne Unterstützung hängen blieb:

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    Der Decoder ist noch in der Programmierung "schnell und dreckig", der wird noch optimiert, auch in der Mindestgeschwindigkeit, angefahren ist die Lok in Fahrstufe "zwei". Die kann noch wesentlich langsamer ;) . In Fahrstufe "eins" ist sie allerdings so langsam über diese Problemstelle gefahren ... das wollte ich Euch ersparen. Da muss ich noch ausprobieren, was im Rollwagenverkehr - ohne Anfahrverzögerung - sinnig ist, schonmal ist die niedrigst mögliche Geschwnidigkeit so langsam, dass der Kollege beim Rollwagen anfängt zu winseln: "Wielange soll ich die Kupplung noch halten???"
    Das PowerPack ist "da vorne" lediglich aufgehangen, so wird es sicher nicht montiert. Da muss ich mich in einem nächsten Schritt mit befassen.

    Und dann noch die Bremshalter ... wer hatte nochmal gefordert, dass diese doch bitte aus Plastik beigelegt werden? Ok, bei Weinert sind sie i.d.R. isoliert in der Aufnahme zum Rahmen, bei anderen Herstellern ist das leider nicht so. Aber auch da: Plastik verzeiht ein Schleifen eher, bzw. macht weniger Probleme als Metall.
    Vor allem das Einsetzen und dann das Ausrichten hat echt lange gedauert und war genau die Frickelarbeit, die man braucht, wenn einem der Schweiß eh schon von der Nase tropft ... .



    Hat dann nach einigen Veitstänzen auch geklappt, die Dinger sitzen, ohne dass sie schleifen oder gar kanten. Vorne rechts ist beim Modell ein Kasten vorgesehen, wenn der - wie bei mir natürlich - schon montiert ist, muss der wieder raus, sonst bekommt man die Bremshalter an der Stelle keinesfall noch eingesetzt. Also das Teil rausgehebelt, Bemshalter montiert und das Teil erneut eingeklebt und farblich ausgebessert. Den Schlenker hätte ich mir sparen können. War mir seinerzeit auch aufgefallen - aber irgendein Teufelchen oder Engelchen flüsterte mir zu: ach, das bekommst Du schon hin! Neee. War nicht so, also egal ob "Engelchen" oder "Teufelchen": HINHÖREN! ;)

    Soweit und hG
    Carl Martin


    Hei Johannes,

    im Grunde gebe ich Dir natürlich recht: bei dieser Lok von "Ästhetik" oder "harmonischer Formensprache" anzufangen ... neee! Und das passt ja auch so überhaupt nicht zu Konzeptionen wie der V80 oder V200 aus der selben Epoche. Allerdings erinnert mich der Führerstand an etwa MAK-Loks, wie sie gut 30 bis 40 Jahre später gebaut wurden: viel Glasfläche, recht kantig, doch recht modern.
    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass dieser Führerstand für den Bediener eine bessere Rundumsicht bot, als die Kanzeln, die dann bei der DB umgesetzt wurden. Da stand wohl in Wuppertal eher Funktionalität im Vordergrund.
    Ich begebe mich derweil an das weitere Aufrüsten des Gehäuses. Und danke für das Lob!

    hG
    Carl Martin

    Hei,

    heute ging´s an das, wovor ich mich gedrückt habe: das Verlöten des Führerstandes.

    Ist mir, wie ich finde, ganz ok gelungen:

    51185494py.jpeg

    (hier schon gesandstrahlt und versäubert) nur kann man auf dem Foto erkennen, dass es doch an einigen Ecken reinregnen wird (kann man besonders gut über der linken, hier vom Betrachter abgewandten, Fahrertür erkennen) - nicht mein Fehler beim Verlöten! Da muss also noch gespachtelt werden. Wer beim Hersteller auf der Internetpräsenz genau hinschaut, wird erkennen können, dass die dort abgelichteten Modelle der V36 238 das gleiche Problem haben. Dieses Manko war mir also von daher bekannt.
    Gelötet habe ich das Ganze mit SMD-Lötpaste, Weinert Lötwasser, 400Grad-Lötkolben, Lötuntergrund mit Fixierstiften UND einem bis 500Grad-beständigem Handschuh ... ich Blöd hätte mir sonst bestimmt nicht nur die Flosse angebrotschelt, auch kann man so einfacher "mal eben" korrigieren. Bei allem Fixieren mit Stiften und Klemmspangen kommt beim Erwärmen eben doch oft der "kleine Ting" und die Sachen verrutschen ... und mit so einer hitzebeständigen Flosse kann man eben schnell den Druck auf die richtige Stelle geben, dass das zu verlötende Teil wieder in Position ist.

    Ach so: ein wenig Patina hat das Fahrwerk denn schon mal erhalten, auch wenn einige Teile noch fehlen (Bremsbacken, etc.).

    hG
    Carl Martin

    Hei,

    das heutige Ziel: Einsetzen der Bodenplatte, Abschmieren der Achsen und Zahnräder mit B52 und dann Testfahrten:

    51177950rj.jpg

    eigentlich "null Problemo" möchte man denken, aber dem war nicht so:

    51177951aa.jpg

    Die Bodenplatte hat eine schön große Auflagefläche ... aber keine Aussparung für die Schraube, mit der der Motorsatz vorne - also rechts im Bild - fixiert wird ... :/. Die "inneren" Schrauben halten den Motorsatz, die mittleren die Bodenpaltte und die äußeren fixieren das Gehäuse.

    Also die gute, alte Proxxon-Microfräse angeworfen:

    51177952xl.jpg

    und dann passte die Bodenplatte auch, anschließend wurde getestet, ob die Platte irgenwie weiteren Ärger macht ... nö, hat´se nicht.

    51177953od.jpg

    Wie zu vermuten: das Fahrwerk ist schon sehr steif ... auf das PowerPack möchte ich daher nicht verzichten!

    Da ich von zumindest einem Kollegen Kenntnis habe, dass er hier mitspingst um eine V20 zu bauen: die Unterbringung eines Sounddecoders und eines Lautsprechers sollte auch da machbar sein - evtl. mit kleinerem Lautsprecher. Für ein PowerPack dürfte da allerdings in der Motorhaube kaum Platz sein ... ich weiß allerdings nicht, wie lang der Motor der V20 ist. Ggf. könnte man die Energieunterstützung unter dem Fahrpult verstecken ... müsste ich mit allerdings erstmal im Montageplan der V20 anschauen, den ich aber nicht habe - kann da jemand helfen?

    Soweit und hG
    Carl Martin

    Hei,

    "Drehschmelwagen" ... es gab sie bei Staatsbahnen, Landesbahnen und Kleinbahnen i.d.R. zum Transport von Langholz, so auch bei der KAE. Allerdings stellte sich bei der KAE kaum ein echter Bedarf für den Transport von Holz ein, sodass nach anderen Einsatzmöglichkeiten gesucht wurde. Problematisch nach meinem Kenntnisstand war sowieso der Transport von echten Langhölzern, also Stämmen, bei denen die Wagen nicht mehr direkt gekuppelt werden konnten und dann entweder über das Ladegut gesichert wurden oder über Kuppelstangen, sofern diese vorhanden waren. Mir sind Berichte bekannt, dass etwa bei der DB solche Wagen im beladenen und ungekuppleten Zustand nur am Ende des Zuges einzureihen waren, um ein "Auffahren" der Ladung bzw. der Wagen zu verhindern bzw. den Schaden einzugrenzen.
    Soviel mir bekannt ist, wurden einge der Drehschemelwagen bei der KAE erhalten, allerdings nicht um Holzstämme zu transportieren, sondern Metallträger für den Ausbau der ansäßigen Betrieben; ein Teil der Drehschmelwagen wurde daher der Drehschmel beraubt, um als Zischenwagen zu dienen:

    Weiterhin nehme ich an, dass ein ehem. Drehschmelwagen als Beiwagen zum bei der KAE eingesetzen Kranwagen eingesetzt wurde und weitere, wie man auf dem Foto angedeutet erkennen kann, als Transportwagen für den "Von-Haus-zu-Haus-Containerbetrieb" genutzt wurden.
    Über weitere Infos würde ich mich freuen!

    hG
    Carl Martin

    Hei,

    Dank für das Lob!
    @ Thomas: dann hoffe ich mal, dass Du das Buch von Goote zur Plettenberger Kleinbahn hast. Eines der besten seiner Art und es macht Spaß, sich die heutigen (Stand Anfang der 2000er) Ansichten mit den alten zu vergleichen und zu sehen, wo sich die kleinen Kastenloks überall durchgequetscht haben.

    hG
    Carl Martin

    Hei,

    der offene Leitungsflansch an der Glocke bohrte sich mir doch in´s Auge, also wurde da noch die Zuleitung verlegt. Und es war bei der Recherche schon sehr interessant, was für Varianten es da alles gab: mit Abdampfleitung, i.d.R. ohne, verschiedene Verlegungen, teilweise "mit Schleife nach oben" (?).
    Hier denn das bereits lackierte Ergbenis:

    und damit ist die Plettenberg wieder im Einsatz.
    Aber damit ist das AW noch nicht leer und die Ersatzteilliste wird immer länger ... .

    hG
    Carl Martin

    Hei,

    das mit dem "Asphalt über das Kopfsteinpflaster" war ja nun übliche Methode, sie ist aber im Modell wirklich aufwändig in der Umsetzung, erst recht, wenn man dann noch Pflasterbrocken nachstellen will.
    Eine solche Asphaltierung habe ich versucht auf meinem Modul "Steinerne Brücke" nachzugestalten:

    überzeugt mich nicht so ganz. Und wenn man den Aufwand dagegen schaut:



    Die Pflasterstellen müssen ja entsprechend aufgebaut werden. Ich habe das recht großzügig gemacht, danach wurden an den gewünschten Stellen Klebesteifen aufgebracht und dann der "Asphalt" aufgetragen und verschliffen (hat Stunden gebraucht!). Danach habe ich die Flecken wieder aufgepopelt ... und angepasst.

    So oder so ist die Kombination von unterschiedlichem Trägermaterial schwierig, da unterschiedliche Materialien eben auch unterschiedliche Eigenschaften haben. Erstes Ziel aus meiner Sicht ist es da erstmal eine homogene und glaubwürdige Basis zu schaffen:



    Den Rest muss die Ausgestaltung schaffen.

    M.a.W.: mit gefällt die Straße von Freidrich echt gut! Noch ein wenig Feingestaltung und das Modul überzeugt vollens.

    m2c
    Carl Martin

    Hei,

    zu den 94ern gibt´s nicht richtig Neues, nur dass die Individualisierung nun doch eine Bestellliste beim großen W generiert hat - also warum nicht mal den schmalspurigen Dampflokbestand durchsehen, da hatte sich über die Jahre nicht nur jede Menge Schmodder in den Fahrwerken angesammelt, das eine oder andere Zurüstteil hatte sich auch verabschiedet:


    Die beiden Bemo-Dampfer musste gereinigt werden, außerdem hatte sich bei einer der Motor gelöst. Bei dem Druchgang bekommen beide Maschinen nun auch endlich ihre Beschriftung. Bei der Ballerina hatten sich zwei Fenster gelöst, eines war noch im Innenraum, das andere ist weg ... also nachbestellen und hoffen. Problemkandidat war allerdings die "Plettenberg", bei ihr war die Pfeife recht bündig an den Verklebungen abgebrochen. Ferner hatte sich der Kessel gelöst und der Heizer. Das Dach ging erstmal für eine Stunde in´s Aceton-Bad um die Farben zu entfernen:

    Die "Stümpfe" der Pfeife ließen sich nach der Aceton-Behlandlung mitsamt dem Kleber aus den Bohrungen mit Hilfe eines Zahnstochers herauspopeln. Besonders tief hatte ich die Bohrungen seinerzeit wohl nicht gemacht.
    Leider ist die Farbe insbesondere am Schlot nicht ganz abgegangen. Eine Bearbeitung mit der Sandstrahlpistole half weiter:

    Nach dem Sandstrahlen wurden die Bauteile nochmal gereinigt und verklebt - wie auch der Kessel wieder eingeklebt wurde:

    Sieht doch wieder ganz manierlich aus ;) .

    hG
    Carl Martin

    Hei Dirk,

    wie Du schon richtig vermutest: bei solchen Vorhaben immer den ganzen Bereiche in einem Durchgang bearbeiten! Wenn Du da nur modulweise vorgehst, wird das Ganze nicht homogen aussehen.
    Vorab sollten da natürlich alle Fugen und Spalten verfüllt sein. Bei Gips ergibt sich gerne das Problem, dass Du mit verschiedenen "Gipsdichten", teilweise auch herstellerseitig bedingt, arbeiten musst. Die verschiedenen Gipsdichten bedingen, dass "tief einziehende Einfärbungen", wie etwa die Heki-Grundierung ggf. Farbdichteabweichungen, im Endeffekt verschiedene Grautöne bewirkt. Das ist erstmal nicht schlimm, wenn man die Flächen danach nochmals mit der Spaygun grundiert. Bei der Laderampe hast Du ja schon Abflusskanäle koloriert. Ohne die Gesamtgrundierung würden die vermutlich immer noch abweichen, also: alles, wie geschrieben, im selben Farbton lackieren ggf. mehrmals, bis sich ein einheitlicher Farbton ergibt.
    Natürlich muss dieser "Einheitsfarbton" danach "gebrochen" werden. Dies kann man über dezentes Anschleifen zur Grundierung hin erreichen oder besser noch durch Lasieren o.ä.. Diese Farbbehandlung kann erstmal mit einem grundsätzlichen Washing in dunklen Tönen geschehen, um die Fugen der Kopfsteinpflaster zu verfüllen und abzuheben; die Unterschiede der Steinköpfe selber stelle ich gerne mit Buntstiften dar. Washing und Buntstiftauftrag bekommen dann noch eine Fixierung mit Klarlack, bevor es an´s Begrünen geht.

    Anbei noch ein mäßig passendes Beispiel: meine Schleifmühle:

    Der originale "Kanal" gefiel mir gar nicht, also habe ich in aus dem Sortiment von Preiser umgebaut.

    42729620yb.jpg?rand=1710005189

    Hier sieht man noch deutliche Spalten, die ich im Anschluss mit "Gipspampe" (also sehr dünnflüssigem Gips mit einem Borstenpinsel eingetragen) verfüllt habe. Nach dem Grundieren und Patinieren (mit Deckweiß, Farbprigmenten u.a. ) sieht das nun so aus:

    44217756lg.jpg?rand=1710005856


    dass da gestückelt und "materialfremd" verfüllt wurde, erkenne ich nicht. ;)


    m2-3c
    Carl Martin

    Hei Axel et al.,

    heute habe ich mich mal weiter in die BR 80 reingetraut, ich beschreibe also das, was in der Anleitung bestenfalls angedeutet ist.

    50996889oi.jpg
    Nach lösen der Schrauben, die grundsätzlich das Gehäuse mit dem Fahrwerk verbinden - und dem "Zylinderdampfleitwerk" - habe ich das Federelement für die vordere Kupplung herausgenommen, die wäre beim weiteren Vorgehen eh rausgefallen, also habe ich diese lieber "kontrolliert" ablegt.

    50996890cd.jpg
    Dann habe ich den Schornstein rausgeschraubt und die Rauchkammertüre entfernt. Meine Fingernägel haben dafür gereicht und die sind auch nicht so hart wie ein Schraubenzieher ;) und verursachen nicht so leicht Beschädigungen.

    50996891sx.jpg
    Hier kann man gut die Aussparungen erkennen, wo man - je nach Anleitung - das Werkzeug zum Entfernen des Schliefers ansetzen kann.

    50996885yx.jpg
    Auch zum Rausziehen des Rauchgenerators habe ich mich nicht an die Anleitung gehalten, sondern eine Zahnarztsonde benutzt, der Generator ließ sich ohne große Kraftanstrenung herausziehen.

    50996886cd.jpg
    Wie vermutet: am anderen Ende des Generators befindet sich eine Steckerleiste - auch das spätere Wiedereinstecken stellte kein Problem da.

    50996887cq.jpg
    Danach konnte ich endlich das Gehäuse vom Fahrwerk abnehmen - dabei war allerdings Vorsicht geboten: das Rohr, welches die Luftpumpe (Gehäuse) vorne rechts mit dem etwas weiter hinten liegendem Drucklufttank (Fahrwerk) verbindet, ist aus weichem Plastik und steckte recht stabil in seinen Steckbohrungen. Gebrochen ist es beim Abnehmen nicht, es ist auch recht flexibel - aber baut dadurch bei Belastung, etwa beim Abnehmen des Gehäuses, gut Spannung auf ... und zwusch ... satte drei Meter ist das Ding geflogen! Entsprechend lange musste ich suchen ;) . Weitere Verbindungen habe ich nicht gefunden.

    Man kann sehen, dass das Gehäuse samt Führerstandsboden aus einem Gussblock ist. Ferner kann man erkennen oder erahnen, dass vier Rastnasen das aus Plastik gefertigte Oberteil des Führerstandes dieses am unteren Metallguss festhalten. Diese ließen sich zwar relativ leicht soweit drücken, dass ich das Oberteil hätte abnehmen können, auch müssen bei diesem Modell die Aufstiegsleitern nicht abgenommen werden - was vermutlich auch gar nicht geht! Denn diese scheinen über ein Palstiksteg am Oberteil mit angegossen. Das metallene Unterteil hat entsprechende Führungssicken, die diese Stege aufnehmen.
    ABER: die vom Oberteil aus abgehenden Gestänge und Leitungen zum Kessel hin sind so fest mit dem Oberteil verbunden, dass es mir an dieser Stelle nicht wert war, diese zu beschädigen oder das Oberteil zu zerkratzen. Also habe ich an diesem Punkt meine Exkursion abgebrochen. Sollte ESU in einer zukünftigen Auflage ein Führerstandsoberteil liefern, welches auch dem Vorbild entspicht, werde ich mich evtl. erneut auf die Reise begeben.
    Sollten Kolleginnen oder Kollegen sich an dieser Stelle weiter vorgearbeitet haben, würde es mich ungemein freuen, wenn sie dies an dieser Stelle auch teilen könnten - denn diese "Blaumänner" sind einfach nur "startpackunggerecht" aber haben in einer Lok dieser Kategorie nichts verloren.

    hG
    Carl Martin

    Hei Axel,

    ist schon interessant, dass die von Dir verlinkte französiche Anleitung die Demontage der Rauchkammertür anders zeigt, als es in der mir vorliegenden deutschen Anleitung beschrieben ist. In der deutschen wird auch noch bebildert beschrieben, dass man den Rauchgenerator nach vorne abziehen kann, zunächst mit Widerstand. Ich kann nur vermuten, dass sich am hinteren Ende des Generators eine Steckverbindung lösen muss. Wie es danach weitergeht oder ob man dann das Gehäuse abnehmen kann ... schweigt sich ESU aus. Es kann natürlich sein, dass sich nach Entfernen des Rauchgenerators das Gehäuse tatsächlich abnehmen läßt.
    Mal sehen, ob ich am WE einen neuen Vorstoß unternehme und dann auch den Rauchgenerator entferne. Ich werde berichten ... ;).

    hG
    Carl Martin

    Hei Bernd,

    ja, das Demontagepuzzel. Und dann noch die Verklebungspatzer. Aber bevor ich nicht genaue Kenntnis davon habe, wie das Modell aufgebaut ist - eine "Explosionszeichnung" wäre prima und konstruiert wurde es vermutlich nicht in China - , werde ich mich da nicht weiter vorarbeiten. Da werde ich mal bei ESU direkt nachfragen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass nicht noch weitere Abnehmer so wie ich Probleme bei dieser Lok mit der Detailierung des Lokpersonals haben.
    Das ESU-Forum ... ist mir wie viele andere Foren zu verschwafelt. Habe ich mit dezidierten und auch echten Problemen befragt und keine angemessene Antwort bekommen.

    hG
    Carl Martin

    Hei Lutz,

    erstmal Dank für das für mich sehr aufschlussreiche Foto!
    Könntest Du ggf. noch ein Foto im 90 Grad-Winkel dieses Ausschnitts einstellen, dies würde mir die Anordnung vermutlich noch mal deutlicher zeigen.
    Darüber hinaus zeigt die Aufnahme auch, was eigentlich noch bei meinen Maschinen ergänzt werden müsste:
    zusätzliche Haltestangen im unteren Aufstiegsbereich zu den Führerständen, zusätzliche Tritte samt Haltestangen hinter den Aufstiegsbereichen. UND: an der Front sieht es nicht anders aus, auch dort wurden gerne noch zusätzlich Tritte montiert, um die Arbeit des Rangierers zu verbessern.

    hG
    Carl Martin

    Hei,

    erstmal vielen Dank für Eure Hinweise!

    @Lutz: ja, auch ich nehme an, dass die "sehr kompakt verbaut" ist. Die Entnahme des Rauchgenerators ist in der Produktbeschreibung ja noch beschrieben, aber ich fürchte, dass ich damit nicht viel weiter komme. Und da endet die Produktbeschreibung ... .

    @ Chrstian: wie ich schon schrob: das ist nicht die D-726 ... wollte ich diese nachbauen, wäre ich auf die Alternative vom großen W gegangen. Aber da habe ich bereits zwei andere Kandidaten! :saint: Und auch diese werden nicht ganz den Vobildern entsprechen, der Aufwand ist mir dann doch zu groß! Die DAG finde ich, wie geschrieben, echt knuffig und wollte sie in meinem Bestand haben - auch ohne RP25-Umbau oder ähnlichem.

    @ Jürgen: wie schon angedeutet: mit ein "paar Schrauben lösen" ist es nicht getan, die in Frage kommenden Schrauben hatte ich bereits gelöst (sechs Stück), aber der Oberbau saß nach wie vor unbeeindruckt auf dem Fahrwerk. Und ab da an möchte ich nur ungern weiterarbeiten, ohne zu wissen, was ich da mache.

    M3c
    Carl Martin

    Hei,

    es ging dann endlich an das zweite Gehäuse, der "technische Bereich" steht nun ja halbwegs. Halbwegs, da ich jetzt der Meinung bin, dass ich alles da habe: funktionierende Fahrwerke, Kuppelstangen, Decoder, Lautsprecher etc..

    Am zweiten Gehäuse lag natürlich erstmal das "Auffüttern" des Kesselsockels an, dann wurden die weiteren Gehäuseteile gerichtet und verklebt:



    Dies scheint ganz gut zu passen, ich hoffe nicht, dass ich da noch Waschluken oder ähnliches finde, die noch ergänzt werden müssen. In Teilbereichen wurden auch Löcher, die nicht gebraucht werden, oder Spalten verfugt - da bekomme ich langsam immer mehr Übung mit :pfeifen:.

    Dennoch: ein ganz genauer Nachbau werden beide Loks nicht, auch wenn ich mir da schon Vorbilder zur Beschriftung ausgesucht habe, aber gerade die Loks in Wuppertal hatten so viele Eigenheiten, dass ich die nicht darstellen werde. Lediglich eine Maschine wird nicht komplett auf "Reflex-Lampen" aufgebaut, da die wuppertaler Maschinen gerne die beiden linken Laternen weiterhin als RGB-Lampen behalten haben, um dort die Rangierfunktnummer einstecken zu können oder den Reparatur- oder Einsatzzettel "zu hinterlegen".


    Und wie bei solchen Unternehmungen üblich, kommt man immer wieder an Stellen, wo der Zusammenbau nicht so einfach ist, wie man vermutet hatte (ok, geahnt hatte ich es schon ...):



    Die Druckluftkessel im hinteren Rahmen ragen unter die Pufferbohle ... somit lassen sich die eh schon eng vorgesehenen Halterungen für die Druckluftschläuche nicht "mal eben" unter die Bohle montieren. Da muss ich mir was überlegen - Tips sind da herzlich gerne entgegengenommen. Auch hatten die 94er da ein Schutzblech unterhalb der Kupplungsaufnahme montiert, damit beim Lösen der Kupplung diese nicht gegen den Druckluftbehälter schlagen und diesen beschädigen kann. Dies plane ich umzusetzen.

    Soweit und hG
    Carl Martin

    Hei,

    ich finde sie soo knuddelig, ich konnte nicht wiederstehen! Auch wenn diese Umsetzung nicht wirklich die D-726 darstellt. Eher eine umdekorierte 80 039. Die "Sicke" am Schornstein nervt mich auch! Mal sehen, ob sich das beheben läßt.



    Wie Ihr erkennen könnt, sind die elektrischen Kupplungen schon getauscht, der Rauchgenerator "ausgedampft" und dann programmiertechnisch stillgelegt worden. Leider hat die Lok keine Federpuffer ab Werk eingebaut ... . Bei der Deutz ging das doch auch?
    Da die Lok ausschließlich meinem privten Vergnügen dienen soll und damit auch keinen "Treffenvorgaben" entsprechen muss, gibt es da doch eine Sache, die ich bei der Lok grundsätzlich "daneben" finde: das Lokpersonal. Schön dass es da ist, aber solch schlecht umgesetzte Figuren im Blaumann ... geht gar nicht. Die beiden "Kumpels" würde ich gerne ersetzen, zumindest umlackieren. Dafür müsste ich die Lok zerlegen ... und da gibt die Anleitung von ESU keine weiterführenden Hinweise. Im Netz habe ich auch nichts gefunden.

    Daher meine Frage nach hilfreichen Tips, wie ich mich zum Lokpersonal vorbuddeln kann?

    hG
    Carl Martin

    p.s.: keine Bange, an den 94ern geht´s auch bald weiter - ebenso an der V36 oder dem VT ... oder :saint:

    Hei,

    Nacharbeiten wurden durchgeführt, das Fahrwerk ist gäng, so wurden heute die Kuppelstangen montiert und es stand die nächste Probefahrt an:



    jo, läuft prima!
    Und danach wurde wieder alles demontiert um demnächst die Alterung des Fahrwerk zu beginnen, erste Decals aufzubringen, dies dann mit Klarlack zu fixieren und dann geht´s an die endgültige Montage des Fahrwerks ... hoffentlich! Nebenbei wird dann das Gestänge, die Zylinder und die Trägerteile vom Fahrwerk farblich aufbereitet. Wenn das alles montiert ist und technisch als auch optisch gefällt, geht´s an das Gehäuse.

    hG
    Carl Martin