Beiträge von dirk.wulff

    Hallo Axel, so habe ich es auch gemacht: Nach Einbau mit dem kleinen Programmiergerät feinjustieren. Ich habe ohnehin den Eindruck, dass die exakte Lage der Endlagen nach einer Weile "vergessen" werden kann. Insofern erscheint es mir angeraten, die Endlagen auch vor einem Treffen erneut zu testen. Der spätere Einsatz wird es zeigen. Dennoch bin ich schon jetzt froh, dass ich es mit dem Bhf Birkenau und nicht dem Gleisvorfeld vom Leipziger Hbf zu tun habe...

    Beste Grüße, Dirk

    Wie schon erwähnt, private Gründe lassen nicht immer den gewünschten Baufortschritt zu. Die Bastelmöglichkeit in einem ungeheizten Keller macht es nicht attraktiver. Dennoch hat sich der Modellbau in den letzten Tagen aus dem Hinter- in den Untergrund verlagert:

    Ich hatte vor Monaten das Antriebskonzept angerissen: Weichenkinematik von Friz Senn, dazu der Flüsterantrieb von MBTronik, welcher analog über Kipphebel (Hebelbank) angesteuert werden soll.

    Für mich alles Neuland, wobei erschwerend hinzukommt, dass man für den Einsatz im FREMO eine hohe Betriebssicherheit (= akkurater Einbau) anstrebt. Das führte bei mir zu vier- bis fünfmaligen Nachdenken vor dem Zusammen- und Einbau. Dementsprechend habe ich Tage für etwas benötigt, was Routiniers vermutlich in Stunden erledigen...

    Also die Servoantriebe von Fritz Senn zusammengebaut, Endlagen und Umstellgeschwindigkeit justiert und zusammen mit dem Flüsterantrieb eingebaut. Auch wenn noch nicht komplett verkabelt, so konnte mit dem Programmiergerät die wunschgemäße Funktion der Weichen überprüft werden. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Sicher wird das hier im Forum eher Schmunzeln hervorrufen, sind doch nur 7 Weichen samt Laternendrehung anzuschließen. Dennoch, ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer für mich.

    Der Stellhebel für die Weiche fehlt noch. Das habe ich erst vor dem endgültigen Einbau, nachdem ich vor Ort alle korrekten Positionen überprüft habe, vollzogen (wie geschrieben: Tage anstatt Stunden...).


    Programmieren...

    Einbau vor Ort. Immer zwei Servos pro Antrieb. So ging/geht es dann mit den weiteren Weichen weiter.

    Auch wenn es schon an anderer Stelle hinreichend getan wurde: Auch ich wünsche Euch ruhige und besinnliche Feiertage und einen guten Start ins Neue Jahr!

    Gestern habe ich am EG weitergearbeitet. Einiges, wie Dachausrüstung und Fallrohre werde ich erst kurz vor Aufstellen auf dem ausgestalteten Modul vollenden - die Abbruchgefahr ist bei mir einfach zu groß! Auch der Steinsockel wird erst kommen, wenn die Pflaster um das Gebäude gelegt sind und die endgültige Höhe des Schuppens durch Stellproben ermittelt ist. Die Fotos dokumentieren jetzt den Stand, wie das Projekt in diesem Jahr beendet wurde. 2026 geht es weiter - dann mit der Montage der Weichenantriebe!

    P.S.: Die bei mir unvermeidlichen Klebeflecken durch unbedachtes Anfassen des Gebäudes mit verklebten Fingern werden noch in gewohnter Manier am Ende durch Alterung kaschiert (Täuschen und Tarnen)!

    Hallo zusammen,

    nach einigen gesundheitlichen Rückschlägen im familiären Umfeld ist von Mitte Oktober bis Anfang Dezember zwar viel passiert, aber nicht beim Modellbau.

    Danach war es an der Zeit, wieder ein wenig am Bahnhofsgebäude zu arbeiten. Wenn man nach einem konkreten Vorbild arbeitet, also Wandverschalungen, Dacheindeckungen, Klinkerfassade, Schornsteine etc. wenigsten halbwegs wiedererkennbar vorsieht, geht viel Zeit ins Land: man sieht es der Qualität des Bauwerkes nicht an, aber ich habe ca. den doppelten bis dreifachen Zeitaufwand als wenn ich auf Basis bestehender Bausätze mit Kitbashing vorangehe. Jede Bretterverschalung und Eindeckung muss aus Bögen nach Maß ausgeschnitten werden - das hat mehr von Intarsienarbeiten!

    Den Aufwand habe ich deutlich unterschätzt und es lässt mich grübeln, in welcher Form ich die übrige Bebauung Birkenaus erstellen werde. Es sollte eine gewisse Wiedererkennung geben, aber von einer exakten Wiedergabe werde ich wohl Abstand nehmen.

    Ich zitiere Friedrich vom Bau seines Bahnhofes in Epoche II:

    "Es gibt bestimmt eine Reihe von Modellbaukollegen die solch ein hochwertiges Resingebäude besser zusammenfügen, ich habe bei 80% aufgehört, was nun nicht passt wird „getarnt“. Das hab ich schließlich mal gelernt.
    Das gesamte Vorhaben läuft zeitlich aus dem Ruder. Aber das ist ja wohl immer so. Dennoch ist auch hier bei einem bestimmten Punkt der „Durchgestaltung“ Schluss, und da kommt mir natürlich zu Gute, dass es kein reales Vorbild gibt."

    Wie wahr - er spricht mir aus dem Herzen! Auch wenn ich hier mit Lasercut an einem realen Vorbild arbeite.

    Anbei Fotos des aktuellen Zwischenstandes:

    Das Erdgeschoss ist hier deutlich schlichter als im Original. Also die Steine in der Fensterlaibung in Buntsandstein gestrichen, ebenso ein Rechteck unterhalb der Fenster sowie eine zweite Ziegelschicht mit leicht größeren Fensterausschnitt darüber gelegt. Zwischen Erdgeschoss und 1. Stock einen Fries aufgeklebt und schon hat die ganze Fassade deutlich mehr Tiefenwirkung. Anm.: die Fenster versehe ich von innen mit passenden Zuschnitten von Mullbinden (Gardinen) bzw. Latexhandschuhen (Rollo). Auch der Güterschuppen ist im Rohbau fertig. Fehlt noch die Holzlattung am Schuppen sowie Fenstersimse, Dachdeckung (Schiefer), Kamine und einiges an Kleinkram. Dennoch, man kann schon Ähnlichkeiten mit dem Original erkennen.

    Hallo zusammen, nach etwas Funkstille, wieder ein Lebenszeichen vom Bhf Birkenau:

    Ohne Fotos, Schienen wurden verkabelt und der Zusammenbau der Weichenantriebe von Fritz Senn mitsamt Servo in Angriff genommen. Ist noch nicht beendet zumal nicht ganz meine Lieblingsbeschäftigung... Um mich davon abzulenken, habe ich angefangen, das Bahnhofsgebäude zu bauen (Lasercut nach Original).

    Zunächst zwei Originalfotos:

    Martin P Die Sprungschanze stimmt, H0-RE verzeiht das. Man muss dazu sagen , dass diese Module meine ersten sind. Und damit auch die ersten selbstverlegten Gleise.

    Mal sehen, wie und wann oder ob ich das korrigiere.

    Über Deine Anmerkung der dichten Gestaltung habe ich auch schon sinniert: Die beiden Erntemodule sind auch ruhiger. Da ist aber auch fast keine Bebauung und direkt wimmelig ist die Gestaltung der stärker bebauten Module auch nicht gerade.

    Schwierig, hier die richtige Balance zu finden. Wie ich schon vorher geschrieben habe: Ich übe noch...

    Friedrich , da habe ich ja nochmal Glück gehabt, dass ich es zwar nicht absolut korrekt aber annähernd okay dargestellt habe! Kommt meinem oben genannten Ziel, mit künstlerischer Freiheit ohne allzu große Fehler zu arbeiten, also sehr nahe!

    An den Wennacker kann ich mich erinnern, daher sind die ersten Getreidereihen parallel zu den Gleisen dargestellt (zwei Mähdrescherbreiten weit), der Rest rechtwinklig dazu. Auch in meiner Erinnerung haben die Ackerflächen einen rechteckigen Grundriss mit einer ausgeprägten Schmalseite. Daher bietet sich die Schmalseite für die Module an und mir erscheint die hier gewählte Breite der Felder (knapp 100m im Original) bei unbestimmter Länge auch durchaus vorbildgerecht. Wie gut, dass es FREMO-Module sind - bei einer Heimanlage hätte ich mir selbst die Schmalseite kaum erlauben können.

    Ansonsten war mir auch früher aufgefallen, dass man erst im Kreis gefahren ist, bevor man auf- und ab fuhr. Die Details von Dir, wie Platz für die Abfuhrfahrzeuge schaffen oder erst das gesamte Vorgewende abfahren , finde ich hochinteressant! Macht ja irgendwie auch Sinn.

    Ich bin nicht vom Fach - nur Beobachter!

    Hallo zusammen,

    zunächst mal, vielen Dank für die Rückmeldungen an Anmerkungen; dafür ist das Forum da! Wilfried W und Michael R auch an Euch Danke für Eure Bestätigung! Nicht zuletzt ist es auch die Qualität Eurer Arbeiten, die mich etwas ehrfürchtig in dieses Forum eintreten ließen.

    Lutz K grundsätzlich wird Epoche IIIb dargestellt. Etwas später, in Epoche IV der Siebziger Jahre sahen die Traktoren in meiner Kindheit nicht mehr sehr sauber aus (hast Du ja auch so erwähnt). Keine Ahnung, ob das in den Sechzigern anders war oder sich während des Ernteeinsatzes bei dem ganzen Staub der gepflegte Schlepper innerhalb kürzester Zeit gebraucht aussah...

    Der Möbelwagen (Mercedes LP) ist sicher grenzwertig, allerdings gab es ihn theoretisch ab 1965 (gemäß Wikipedia). Ich finde ihn cool und er erinnert mich an die ca. 10 Jahre später in unserer Gegend omnipräsenten Fahrzeuge von Möbel Kraft (hat damals wohl jeder Ostseeurlauber bei schlechtem Wetter in den Sommerferien besucht). Meine Eltern wohnen zwischen Hamburg und Bad Segeberg, dem Sitz von Möbel Kraft (jetzt Höffner, wie überall). Die waren natürlich anders gestaltet (vgl. Bild der frühen Achziger).

    Grundsätzlich muss ich einräumen, dass die gesamte Darstellung zwar Epoche III darstellt, ich aber viele eigene Eindrücke mit verarbeite - und ich selbst bin Jahrgang 69, also ein Kind der Epoche IV! Daher sind Ungenauigkeiten zu Gunsten meiner künstlerischen Freiheit vorbestimmt. Solange ich keine großen Bugs produziere, wird das auch so bleiben.

    In meinem anderen Thread, Bhf Birkenau, arbeite ich an einem konkreten Vorbild. Das wird sicher enger an einer bestimmten Situation bleiben. Allerdings werden auch hier z.B. die Gebäude bis auf Ausnahmen eher im Kitbashing denn im Eigenbau entstehen (beschränkten eigenen Mitteln/Können und Zeit geschuldet). Auch hier wird also ein gewisses Maß an künstlerischer Freiheit walten...

    Keine Ahnung, warum das nächste Bild schon klein mit hineinkopiert wurde - jedenfalls klaut es mir die Pointe: Auf der Vorderseite der Fabrik wird gearbeitet, auf der Rückseite ist man schon weiter und bereitet sich auf den Feierabend vor:

    Auch das gibt es stärker im Detail. Man erkennt die Alterung der Betonplatten (Gipsabdrücke) und auch die Alterung der Gielbelseite wird sichtbar. Auf dem vorherigen Bild wirkt sie noch fast wie mit Weißer Riese gewaschen (weißer als weiß).

    Bezüglich der Hauskante haben sowohl Wilfried als auch Bruno auf meine Frage, wie man diese begradigt, kompetent geantwortet. Allein, ich habe es noch nicht umgesetzt - so ist das Leben. Beim nächsten Mal mache ich es (vielleicht) besser.

    Auch die Torffabrik darf in der Detailbetrachtung nicht fehlen. Hier stammt das Pflaster von CH-creativ.

    Der Fendt Geräteträger steht da nicht zum Spaß herum. Er wird mit Torfsäcken beladen. Die habe ich bislang nicht als Zubehör gefunden: Also ein Styrodurklötzchen zurechtgeschnitten, passend eingeritzt um einzelne Säche zu imitieren und abschließend gelb und grün anpinseln. Nein, diemal nicht mit Mattlack einnebeln das würde das Polystyrol nicht mögen und anfangen sich zu lösen: Ergäbe vielleicht auch eine interessante Ladung auf der Palette, nach Torfsäcken würde das aber nicht mehr aussehen. Die bastelei war jetzt definitiv billiger als weiter im einschlägigen Zuberhörhandel zu suchen und sieht für mich nicht ganz falsch aus. Und- ja - ich weiß, was Ihr jetzt denkt und Ihr habt recht: Auch das Treppengeländer fehlt noch...

    Als nächstes die Unterführung samt Bushaltestelle. Das Zielschild vom Postbus muss noch ersetzt und ein Fahrer eingesetzt werden. Überhaupt, die Fahrzeuge: Praktisch keines (ausser Traktoren) gealtert, sind des autonomen, führerlosen Fahrens mächtig (die 60er waren weiter, als man denkt) und Nummernschilder tragen sie auch keine. Lediglich ein Farbklecks für Rückleuchten u.ä. ist schon aufgebracht worden, wo nötig. das hätte sonst zu trist ausgesehen. Hier wartet also noch Arbeit.

    Hätte ich, wie von Carl Martin empfohlen, die Brücke mit Schnellschleifgrund imprägniert (ich habe nur mit meiner Allzweckwaffe Mattlack gearbeitet) wären mein Nerven verschont geblieben: Beim Einschottern der darüber liegenden Strecke (bzw. beim Tränken mit Kleber) passierte, was passieren musste: Die Brücke fing an, sich wieder in ihre Einzelteile zu zerlegen. Nur der massive Einsatz stützender, kleiner Bretter und Schraubzwingen hat sie vom totalen Kollaps bewahrt. Ein wenig lädiert ist sie jetzt und, wenn ich Zeit und Lust habe (also: nie), werde ich das Geländer durch ein schöneres ersetzen.

    Es geht noch genauer mit der Haltestelle:

    Hier erkennt auch man auch schön die unter der Asphaltdecke liegende Pflasterschicht - ich mag diese Silkonformen! Einige Fehlstellen habe ich mit Moltofill "geflickt", zum Einen, damit sich die Muster von Platte zu Platte nicht wiederholen, zum Anderen, weil die Strasse für meinen Geschmack zuviele Schlaglöcher hatte. Die übrig gebliebenen Fehlstellen habe ich mit dunkler Farbbrühe hervorgehoben. Habe ich schon geschrieben, dass ich anschließend die Oberflächen mit Mattlack versiegele *#'?