Hallo zusammen,
nach einigen gesundheitlichen Rückschlägen im familiären Umfeld ist von Mitte Oktober bis Anfang Dezember zwar viel passiert, aber nicht beim Modellbau.
Danach war es an der Zeit, wieder ein wenig am Bahnhofsgebäude zu arbeiten. Wenn man nach einem konkreten Vorbild arbeitet, also Wandverschalungen, Dacheindeckungen, Klinkerfassade, Schornsteine etc. wenigsten halbwegs wiedererkennbar vorsieht, geht viel Zeit ins Land: man sieht es der Qualität des Bauwerkes nicht an, aber ich habe ca. den doppelten bis dreifachen Zeitaufwand als wenn ich auf Basis bestehender Bausätze mit Kitbashing vorangehe. Jede Bretterverschalung und Eindeckung muss aus Bögen nach Maß ausgeschnitten werden - das hat mehr von Intarsienarbeiten!
Den Aufwand habe ich deutlich unterschätzt und es lässt mich grübeln, in welcher Form ich die übrige Bebauung Birkenaus erstellen werde. Es sollte eine gewisse Wiedererkennung geben, aber von einer exakten Wiedergabe werde ich wohl Abstand nehmen.
Ich zitiere Friedrich vom Bau seines Bahnhofes in Epoche II:
"Es gibt bestimmt eine Reihe von Modellbaukollegen die solch ein hochwertiges Resingebäude besser zusammenfügen, ich habe bei 80% aufgehört, was nun nicht passt wird „getarnt“. Das hab ich schließlich mal gelernt.
Das gesamte Vorhaben läuft zeitlich aus dem Ruder. Aber das ist ja wohl immer so. Dennoch ist auch hier bei einem bestimmten Punkt der „Durchgestaltung“ Schluss, und da kommt mir natürlich zu Gute, dass es kein reales Vorbild gibt."
Wie wahr - er spricht mir aus dem Herzen! Auch wenn ich hier mit Lasercut an einem realen Vorbild arbeite.
Anbei Fotos des aktuellen Zwischenstandes: