Beiträge von Wilfried W

    Moin leeve Lüüd,

    Erst mal die Remise und bei der örtlichen Sparkasse inne Miese. So oder ähnlich klagte Onno Jansen damals seinem Schwager Bauer Willuweit, die gemeinsam in Rauschen bei Kallweit in der Fischerkneipe am Stammtisch zusammensaßen. Bäcker Jakubeit bemerkte: "Was ist die wichtigste Arbeit eines Landwirts?°" - "Klagen" ... jau seggte Jansen - griente - un dann geevt us noch mool een van de Bären und sien Fang ... hätt jo ook wat mit Fischerej te doon. Sei nohm nog een un twee und drie ... en dann fung he an to vertellen ....

    So süht dat nu all ut. Dat Kleenplaster, dat hebbt de Steensetters ut Berlin mokt ..

    Onno bekam sich gar nicht wieder ein vor lauter Stolz - aber was das wieder kostet .. ?

    Dabei wurde mit ganz einfachen Mitteln gearbeitet; Gehrlade für Arme kann man fast sagen. Aber es klappte.

    Und siehe da, es fügte sich.

    Die erste Stellprobe mit der neuen Dreschmaschine, die man sich leisten konnte - Zuschüsse kamen vom Reichsnährstand - und auch für den Viehanhänger war jetzt ein Unterstand vorhanden ...

    Und noch ein bißchen Atmosphäre aus einem Fahr-Prospekt ...

    Dieser Grasmäher entsteht gerade bei mir - neben anderen bäuerlichen Arbeitsgeräten - auf dem Basteltisch.

    Mit einem lieben Gruss und Danke für Euer Interesse
    Wilfried

    Moinsen zusammen!

    nein, ich begebe mich nicht auf die literarischen Spuren eines Thomas Mann; erstens sind diese Schuhe viel zu gross für mich und was ich hier zaubere, reicht höchstens für einen Furz denn einen Berg. Un bi mien doon brooks dat ook nich, budden un binnen nich.

    Was wir für ein Reet- oder Schilfdach brauchen ist Schaumstoff; ich habe immer die Verpackungseinlagen gesammelt. Als vorteilhaft hat sich der dunkelgraue oder fast schwarze erwiesen.
    Bei einem Bausatz kann man das alte Dach als Vorlage nehmen, oder sich selbst einen neuen Unterbau erstellen.

    Als Stärke komme ich ganz gut mit 3-4 mm klar; ist aber auch eine Geschmacks- und Betrachtungssache. Ob dass im Originool so ist - keine Ahnung. Es soll ja mir gefallen. Die allfällige Finnpappe habe ich für den Hof in 1 mm ausgewählt.
    Als erstes setze ich die beiden Dachhälften auf das "Gerüst".

    Dann die beiden Schaumstoffteile mit ordentlich Zumaß aufgeklebt, ich verwende diesen Kleber seit gut 40 Jahren:

    Man kann auch jeden anderen Hersteller verwenden; UHU flinke Flasche geht auch ... aber ich mag den Geruch nicht. Und noch etwas: damit ich keinen Druck ausüben muss, bin ich auf die zwei Teile Dachstoff ausgewichen; am Anfang habe ich immer am Stück - ist nicht so spassig, das wabberige Zeug über den First zu ziehen und dann beschweren ...

    Nachdem der Schaumstoff eine gute Verbindung mit der Pappe eingegangen ist, wird mit Farbe ordentlich "herumgesaut"; nein - so schlimm ist es nicht. Man kann sich entscheiden, welche man nimmt oder im Wechsel oder nacheinander alle diese Produkte mit okergelbem Farbton. Nicht decken streichen. Eher die Farbe so verflüssigen, dass sie ordentlich satt in den Schaumstoff einzieht. Und hier kommt dann auch der wasserfeste Klebstoff zum Tragen - oder zur Wirkung.

    Manchmal braucht man auch einen zweiten Arbeitsgang; aber Ausprobieren ist hier immer die beste Wahl und im Zweifel, wenn man sich farblich vertan hat - neuer Versuch mit anderer Farbe. Und mutig beginnen. Bei Reetdächern sind alle Farben möglich ... gut Magenta vielleicht nicht?

    Wie man gut erkennen kann, bei der Hofstelle muss ich noch mal ran. Ist aber auch der erste Arbeitsgang gewesen; obwohl?
    Man kann jetzt Akzente setzen, so man möchte. Ich habe da seit Jahre - auch bei der Granierung der Balkenstruktur im Vordergrung - gute Erfahrungen mit den Qualitätsprodukten von Faber-Castell gemacht. Diese Pastellstifte - auch wasserverdünnbar - sind meine erste Wahl; die grünen Töne, mit einem Cutter abgeschabt, geben auf Wellblech eine wunderbare Blätter- und Schmutzpartikelschicht - welch ein Wort. Aber der aufgeweckte Bastler weiss, was ich meine.

    Kommen wir zur Dachbegrünung ...

    Es geht auch jedes andere zupfige Material; und T49 von Woodie oder anderem Hersteller? ist doch egal, wenn es gefällt. Bis hierhin alles verständlich?

    So, wer nicht den First begrünen, auch kein Storchennest aufstellen möchte und auch nicht den Feuerhahn - dem sei noch eine Idee anempfohlen. Diese Höfe wurden ja von Menschen gebaut, die etwas von ihrem Handwerk verstanden, und deshalb länger hielten als Brücken oder Schleusentore heutzutage; und trotzdem wurde hin und wieder erneuert oder neu bedeckt. Und dann entschied man sich gegen eine Firstbegrünung sondern wähle Eisen- oder Stahlblech ... interessante Alternative ..

    Oder, ich habe es hier schon angedeutet durch Auflagen eine Pfannenplatte von Jürgen - man wählte für den Teil des Wohntraktes eine Ziegelbedeckung. Einfach mal Originalbilder ansehen ... läßt sich wunderbar darstellen ... mein Geschreibsel soll ja auch einen Nährwert haben ...
    Mein Erstlingswerk ist übrigens hier zu sehen .. ein Schweinestall böhmischer Provenienz, könnte aber auch im Fränkischen oder Westfälischen stehen. Vermutlich nicht - aber daran habe ich mich zum ersten Mal an Reetdach versucht ...

    Links die Futterkammer - rechts Stallung und hinter dem Haus die Suhle ... dahin begebe ich mich jetzt auch und ... macht Euch einen ...
    Mit einem lieben Gruss
    Wilfried - und wenn es Euch gefallen hat, abonniert meinen Kanal ... von wegen - in diesen sogenannten Netzwerken bin ich nicht unterwegs ...

    Moin Friedrich,

    es tut so gut, Deine Dammbegrasung zu sehen; ich mache gerade die ersten Schritte als Landschaftsgärtner; sieht bei mir genauso aus. Hafengestaltung ist eben etwas anderes als Flächen zu begrünen. Werde meinen Ansprüchen bezüglich Landschaft noch nicht gerecht ...

    Du hast mir hier jetzt aber Mut zum Weitermachen anheim gegeben.

    Mit einem lieben Gruss
    Wilfried

    Frage: ist das komplette Dach (ohne das Grünzeug im First) von Dir

    Moin Friedrich, ja.

    Sollte das Dach von Dir sein, beschreibe doch bitte den Werdegang oder mit welchem Material du es hergestellt hast.

    Daß will ich im Rahmen dieser Hofstelle gerne tun; die Idee dazu stammt von Alwin Freitag und seiner Bargscheune sowie von Dirk F.
    Ich habe es etwas simplifiziert. Und – es ist einfacher als es aussieht.

    Für Norddeutsche Häuser auf dem Land ist solch ein Reetdach immer interessant.

    Und nicht nur dass; in Lettland, wo ich mich im letzten Juni 1925 aufgehalten und praktisch an der gesamten - damaligen - deuschen Ostseeküste war diese Art der Eindeckung gang und gäbe; wie ich schon andeutete, man nahm, was da war.

    Mit einem lieben Gruss
    Wilfried

    Kreativ3.de, der einmal im Läuferverband bzw. Kreuzverband gelasertes Mauerwerk anbietet. Ist das auch bei Dir der entsprechende Lieferant oder hast Du einen anderen und wenn ja welchen?

    Moinsen Detlev,

    Jürgen ist auch einer meiner Hoflieferanten seit vielen Jahren, Dachziegel und Fenster. Und Dielen. Zu seinen Mauerplatten kann ich leider gar nichts sagen.

    Ich hatte mir für dieses Objekt Platten bei Modellbahn-Union - ex Kai Brenneis Produkte - bestellt. Links oben im Bild. Ich war mit der Qualität gar nicht zufrieden; kannte ich so von MKB nicht. Ich erinnerte mich an ein Sortiment von KB models, welche ich mit Bausätzen vor Jahren in Prag bestellt hatte. Diese habe ich dann auch verwendet; links weiss gefugt und rechts im Originalzustand. Der Gesamteindruck auf der senkrechten Fläche gefiel mir. Es ist ein ziemlich stabiler Karton, der sauber gelasert ist.
    Hier einmal die Herstellerseite: https://www.kb-model.eu/mtbmodel/eshop…avebni-material

    Mit einem lieben Gruss und ein schönes Wochenende
    Wilfried

    Moinsen,

    nein, heute beginne ich nicht mit einem Zitat oder anderen Halbweisheiten: eher mit Taten und Untaten :D Schweinkram im wahrsten Sinne des Wortes;

    Ein norddeutsches "Bauernhaus" - na ja, aber ein wunderbares Trainingsobjekt; 40 Euro - stolzer Preis; erworben hatte ich es von der polnischen Firma MBR - meinem Haus- und Hoflieferanten für alles, was man für die Interflora auf eigenem Modul braucht. Handgearbeitete Büsche, Bäume .. gut, nicht zertifiziert - aber ich will sie ja auch nicht als Brettware verarbeiten. Nun also auch der Einstieg in den gelaserten Kartonmarkt.
    Wunderbare Passgenauigkeit und wieder ein prima Testobjekt, wenn man sich an Reetdach probieren möchte ... reet nicht so veel dumm Tüch ...

    Diese Kate ist ein Abbild - man möge mir verzeihen - und hat mit einem Haus eines Kötners, Halbmeiers oder Brinksitzers aber auch gar nichts zu tun. Und ist im Original eher für 3-Tonnen-SUV-Fahrer, die sich so etwas erwerben, um mal das Abenteuer Landleben zwischen zwei Terminen zu genießen ... :D

    Da fiel mir ein, ich habe doch noch einen Schweinestall in Arbeit .. :D die Sau ist trächtig, der Eber mächtig .. und irgendwann - sind beide schlächtig ... Originool von Heinz Hacke, seines Zeichens Wurstmacher aus Eberswalde. Das Modell erwarb ich kurz vor dem Ende der Geschäftstätigkeit von Tomasz Stangel. Sehr viel besser passend für die kleine Hofstelle.

    Auch hier habe ich natürlich wieder in die Vorgaben des Herstellers eingegriffen ...

    Also, wenn schon Mist machen - dann auch richtig ... bin noch am Entwickeln und Gestalten :D
    Weil, es muss schon richtig dampfen ... bis dahin allerdings stelle ich mal das Ensemble in den Hintergrund.

    Zu einer Hofstelle, die ich auf den Hof stelle, gehört auch eine Remise. Das Thema insgesamt hat längst die Oberhand gewonnen - ich bin nur noch ein sklavischer Abarbeiter ... die Idee zu dieser Remise kam mir wieder in den Sinn, als ich vor vielen Jahren das Heimatmuseum in Syke besuchte ... empfehlenswert, das Museum.

    Die Remise wird eine Anmutung und entsteht auch wieder in Handarbeit; gelasertes Mauerwerk und die bereits erwähnten Profile ... und viel Phantasie ... ich gebe zu, ich habe viele Baustellen; aber es fügt sich ...

    mit einem lieben Gruss und Danke für Euer Interesse.
    Wilfried

    Moinsen,
    das Beschäftigen mit dieser alten Hofarchitektur und der Zeit, die ja meine Epoche in der Darstellung - auch Modellbahn - beinhaltet, regt zum Nachdenken und Vergleichen an. Ob man will oder nicht. Und da fallen schon viele Dinge auf. Baustoffe und nachhaltiges Bauen. Verwenden, was verfügbar war; dort wo Ton vorkam, wurden die Mauern der Gehöfte aus Ziegeln erbaut; Brennmaterial für die Rundöfen? Richtig, Torf in den allermeisten Fällen. Vor meinem kleinen Häuschen liegen seit 10 Jahren Torfbrandziegel aus einer Strasse in Grasberg; man hat damals diese Steine - vermutlich 19. Jahrhundert - geborgen, als man asphaltierte :?:
    Ich wollte diese ganze Thematik hier nicht so auskochen; aber offensichtlich hat mein Geschwätz doch Interesse erzeugt?
    Ach - wo war ich stehengeblieben? Richtig, Nachhaltigkeit. Finnpappe, Holzprofile und Kleber ohne irgendwelche Zusätze. :D

    Ich hatte gedacht, es genügt die Futtertüren nur einzufachen; sah aber echt kotig aus; also den Sauerbruch gemacht; minimal invasiv, spinale Anästhesie .. und siehste ... de Dören sünn all open. Ich glaube, dass mittelgrau gebeizte Lindenholz macht sich ganz brauchbar? Und die Gefache ... waren früher ein Flechtwerk. Durch die jeweiligen Querbalken wurden von Hand Löcher gebohrt die dann eine Verbindung im Senkrechten zwischen den Einzelnen herstellten. Dazwischen wurden dann die Weidenruten geflochen und mit - nachhaltig - Lehm verfugt.
    Ich habe hier im Buch "Das Bauernhaus" ein Foto gefunden, welches es illustriert:

    Links beim Speicher sehr gut zu sehen. Bei meiner Variante stellt es sich so dar:

    1 mm Finnpappe, mit Struktur-Acrylpaste bestrichen - etwas lichtgrau als Farbe beigemischt. Viefach wurden später die Ausfachungen durch gebrannte Klinker ersetzt ..

    Mit einem lieben Gruss und Danke für Euer Interesse -
    Wilfried

    Einen wunderschönen, hier entsetzlich warmen Abend!

    Wer nicht nachdenkt, warum es so ist - der ist begeistert ... die anderen werden als Miesmacher abgetan. Über so etwas nachdenken, musste man damals nicht in Rockwinkel; die von mir hier penetrierte Hofstelle stammt aus dem 17. Jahrhundert. Nachhaltigkeit und Ökologie wurde praktiziert. Fruchtfolge? Wat is' dat denn ... Round-Up kam aus dem eigenen Stall; und aus Brüssel kein Geld, wenn man mal wieder auf's falsche Pferd gesetzt hatte; obwohl damals nur die reichen Bauern Pferde hatten; die Junker im Osten ja sowieso; heute kriegen noch einige Leute gleunige Augen und werden feucht ... wenn das Wort Trakehnen fällt ... und bei Arabern denken manche Damen nicht nur an die Hengste mit den 4 Beinen :D
    Der schreibt wieder einen Mist hier zusammen - und genau darum geht es doch auch. Mist machen und Mist verwerten. Grundlage der Höfe damals. Der Spruch: Geld wie Heu hatte damals seine Berechtigung, wobei ich hier eher die Betonung auf Heu legen möchte ... und noch etwas, was mir dazu einfällt: Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb' es um es zu besitzen ... wer sich alte Hofstellen ansieht und auf den Balken der Grot Dör schaut, wird oft lesen können, wer gebaut und oft auch einen Sinnspruch finden.

    Ich nehme mal dieses als Anlaß und zeige, wie ich aus Zeichnung und 1,5 mm Finnpappe - kann im Prinzip jeder - das Grundgerüst für das Bauernhaus angefertigt habe;

    In den alten Werken las ich, dass man diesen Teil der Hausfront als Wirtschafts- und den achteren Teil als Kammergiebel bezeichnete; ist wohl was dran; links und rechts befanden sich die Futtertüren für Melkvieh und Pferde; und im hinteren Teil - als Abschluss der Tenne, die Wohn- und Schlafräume .. macht Sinn.

    Hier noch einmal von achtern; die grosse Öffnung vorn, in der senkrechten stabilisierenden Wand, dient mir, um die Grot Dör von hinten einzupassen und zu verkleben ... allens kloar?

    Denn mokt dat moal good leeve Lüüd
    Wilfried

    Der "Schweinelaster" ist aber erst in den frühen neunziger Jahren denkbar. Hier handelt es sich um einen "zivilisierten" Allrad- LO 2002 A der Militärausführung (erkennbar am "Ausguck" im Dach). Nach der Wende haben sich verschiedene LPG die Laster für ihre Zwecke gesichert und umbauen lassen.

    Moin Christian,

    diese beiden Fahrzeuge dienten mir - weil direkt im Zugriff und nicht in der Vitrine; sonst wären es Pferdegespanne geworden - als Vergleich für die Breite und eine gewissen Plausibilität ... es ging mir eher um die Wirkung von Steinen und Kies ...

    gefällt mir gar nicht, weil es künstlich wirkt.

    In Teilen mag ich Dir, Wolfgang, zustimmen. Aber es hat trotzdem einen grossen Bezug zur Realität; ich empfehle einmal einen Besuch bei der Museums-Eisenbahn in Bruchhausen-Vilsen und die Anfahrt über die Nebenstrassen ... und siehe da - in Teilen originoolgetreu.

    Und - hier ein Dank an Dich Christian, nehme ich vieles an Anregung mit und auf. Weil man im Laufe von fast 77 Jahren ja auch einiges von damals vergessen hat. Ich bin sicher in vielen Bereichen eine kreative Rampensau; aber Landschaft, begrasen ... da bin ich absoluter Lehrling. Und da kann ich hier eine Menge aus den Fotos mitnehmen. Es gibt sie natürlich auch, die menschliche Seite dieser neuen Technik ... leider überwiegt aber auch hier ... wer noch Zeitung liest und sich eine eigene Meinung bildet, die grausame, menschenverachtende.

    Danke für Euer Interesse an meinem kleinen Bericht ...
    Wilfried

    Einen wunderschönen Abend nach einem sonnigen Tag, der wieder allzu leicht vergessen lässt, welchen Schaden wir täglich unserem Planeten zufügen!
    Ich habe mich heute - in Verbindung mit dem Hofensemble, herrliches Wort - dafür hätte man damals den Bauernverbandsführer aus der Dorfkneipe gejagt :D - mit etwas beschäftigt, was auch damals allgegenwärtig war. Zumindest direkt vor dem Haus, in dem ich aufgewachsen bin. Die Landstrasse, Chaussee mit dem Sommerweg. Links und rechts befand sich ein Graben und an einigen Stellen waren grosse Betonröhren, durch die man als 5jähriger locker durchkriechen und auf die andere Seite der Straße gelangen konnte. Mut hatte derjenige, der es bei Annäherung an ein Auto wagte ... oh man, ich fabuliere wieder ... :sleeping:

    Und hier ein paar Jahre früher, was das Automobil angeht und eher in meine Epoche ... ach' ich habe es nicht so mit dem Epochendenken ....

    Warum macht der dass? Ganz einfach; viele Strassen und Höfe sahen - Pflaster - bis weit in die 60er Jahre so aus. Und in Lettland habe ich mehr als nur einen Platz und Strasse in dieser Version gesehen.
    Und bevor ich mich verrenne, übe ich doch lieber. :D


    Mit einem lieben Gruss
    Wilfried

    Einen wunderschönen Abend Euch allen!

    Diese Reaktion von Euch hat mich doch mehr als überrascht; und deshalb danke ich für die Zeilen und die Respektbezeugung und Anerkennung über den Daumen.
    Ich hoffe, ich enttäusche die Erwartungshaltung nicht? Und ich hatte auch lange überlegt, ob es noch Karton- oder doch eher Eisenbahnmodellbau ist?
    Ich bin ja seit längerem schon auch diesem Virus anheimgefallen; und baue Module für Arme. In der Regel einen Meter lang und 30 cm breit. Wer den FREMO kennt, da sind die Breiten um 2/3 grösser. :D

    Und alles, was seitdem hier aus Karton/Holz/Plastik entsteht, ist im Zusammenhang mit der Bahn zu sehen. Ich gebe zu, die Zeiten für die grosse Bahn sind eher schlecht, bei mir aber sind die Arbeiter voll ausgelastet; bekommen klare Anweisungen, pünktlich ihr Geld und sind zufrieden. Einige haben sogar eine preiswerte Wohnung zugewiesen bekommen; andere konnten sich als Brinksitzer oder Vollkötner oder Halbmeier einen kleinen Hof erwerben.
    Ich bin, da in der Restlaufzeit meines Lebens, nicht mehr so akribisch, was das Fotografieren von Bauabfolgen angeht; ich bitte daher um Vergebung. Ich werde mir erlauben, auch noch die anderen 2 Gebäude, die bei mir die Hofstelle auf einer 90° Kurve bilden sollen, mehr oder weniger zu streifen.
    Allen Gebäuden ist gleich, dass sie aus einfachen Mitteln entstanden, bzw., entstehen:

    1,5 mm und 1 mm Finnpappe, die es auf DIN A4 sauber geschnitten und kein Vergleich ist, mit der schlechten Qualität aus Polen für gelaserte Spanten, bei architekturbedarf.de oder so. Acrylstrukturpaste für die Ausfachungen; gibt es überall und wo es Bastelbedarf gibt. Meine ist noch von Tomasz Stangel. Holzprofile aus LInde oder Eiche, Buche; ich bevorzuge alle: Gibt es bei Frank Horschig ... einfach mal suchen ... einer der seriösesten Lieferanten, die ich kenne: er packt immer noch ein paar mehr mit ins Gebinde ... noch Fragen?
    Um es verständlich und rund zu machen:

    Dieses Segment mißt von Spitze zu Spitze 110 x 43 cm ... zwischen die beiden Wege; Chaussee mit Sommerweg und Wirtschaftsweg soll die kleine Hofstelle ihren Platz finden; oh man, ich quatsche Euch hier schon wieder ein Ohr ab - aber wenn es einen erstmal gepackt hat? Joah, dann holt er di ... frei nach Wolfgang Ambros ..

    So, hier die 3 bei der "Stellprobe" ... :D

    Jau passt. Nur das Bauernhaus wird - schräg gedacht, was heute vielen Polit.. fehlt - eingekürzt. Ich mag nicht, wenn immer direkt und parallel zur Kante gestellt wird. Spannung auf einer Fläche schaffen, dass habe ich schon bei meiner Ausbildung gelernt ...

    Und ja, ich habe - Nikloaus - hier zugegriffen:

    Und noch einmal, ich freue mich, so viele persönliche Dinge "angekratzt" zu haben ... darin ist ja auch immer eine persönliche Offenbarung, die man preisgibt; für mich ist dass nie eine Schwäche, sondern eher eine Stärke gewesen ... in diesem Sinne - ein lieber Gruss
    Wilfried

    Tach und Moin!
    Wo geiht dat hier hen? To mien Hoff - un dorlangs? Von mien Hoff wech ...
    Und damit ist eigentlich alles gesagt, was man wissen muss über die norddeutsche Mentalität - damals zuminst, als ich im Elbe-Weser-Dreieck am Ende eines Dorfes - heute Kleinstadt - groß? geworden bin.
    Nein, ich bin es immer noch nicht; Dinge aus der Kindheit treten im Alter immer mehr in den Vordergrund. Der Mensch lebt von Erinnerungen; den guten wie den schlechten. Manchmal ist es ein Geruch, der einem in die Nase kommt und ich erinnere mich an Kartoffelfeuer nach der Lese, die ich als Kind erlebte oder die Schnitter, die mit der Sense - in Reihe - den Roggen mähten; barfuss über die Stoppeln ... verstecken in den Hocken, die aus drei Garben gestellt wurden. Kornmuhme ... Kornblumen, der Klatschmohn. Und dann die Heimfahrt auf dem Leiterwagen mit Ochsen auf den Hof, wo meine Großmutter wohnte, die in Rehburg untergekommen war - nach der Vertreibung aus Schlesien ... den endlos langen Sommer damals, die Schläfrigkeit, wenn man einen Hof betrat; irgendwo eine Katze, der Hund lag mit Kette vor seiner Hütte... Türen, die weit offen standen, wie es damals üblich war ... irgendwo krähte ein Hahn und Wäsche hing zwischen abgespanten Stangen im Sommerwind zum Trocknen ... erinnert sich jemand? Unbeschwerte Kindheit ...
    So, nun ist aber gut - ich will hier keinen Roman schreiben über meine Kindheit ... aber vielleicht eine Erklärung, warum ich dieses Thema in Verbindung mit Modellbahn aufgegriffen und ihm mittlerweile hoffnungslos verfallen bin. Und weil ich Sprache mag, die sich in Erzählungen ausdrückt, Gedanken formuliert zu Tage treten läßt; Dinge, die irgendwann abgelöst wurden und werden ... durch Sprachlosigkeit.... :D

    Wenn ich ein Thema aufgreife, um es ins Modell zu setzen, mich entschlossen habe, mannoman... die Kommata werden langsam knapp auf meiner Tastatur - also, dann befasse ich mich intensiv mit der Thematik und da, habe ich mittlerweile einen ganz schönen literarischen Fundus; :D
    Und bitte Christian, erwarte hier keinen excellenten Modellbau ...

    Die Hofstelle, um die es hier geht, liegt bei mir quasi um die Ecke; ob sie noch existiert, keine Ahnung.

    Wer sich für alte Bauernhäuser interesiert und Zeichnungen sucht, dem sei dass nicht ganz preiswerte Buch und die dazugehörige Planmappe anempfohlen.
    Da ich nicht nur in Erinnerungen schwelge, sondern auch die entsprechenden antiquierten Werkzeuge und meinen Restverstand nutze, sieht es dann erst einmal so aus:

    Rechts die Planzeichnung - links die Skalierung und ausgedruckt als Arbeitsvorlage .. wohin der Weg geht ... ?
    mit einem lieben Gruss
    Wilfried

    meinst Du nicht, daß etwas kurz gesprungen ist? Was wir hier treiben- bringt niemanden einen Profit. Aufgrund der doch vergleichsweise kleinen Zielgruppe wird wohl kaum ein Modell kopiert werden. Allenfalls Details und Herangehensweisen. Und- Du fällst ab dem Moment der Veröffentlichung ohnehin als Kunde aus.

    Moin Christian;

    es geht doch nicht nur um Modellbau; dass greift doch viel weiter; ich habe es doch nur als Ansatz genommen. Es geht auch nicht darum, ein Modell zu kopieren; man versucht, in allen Bereichen abzugreifen. Wir haben in meinem französischen Forum zum Beispiel eine enorme Anzahl an Zugriffen, wie wir sie seit Jahren nicht mehr erlebt haben. Natürlich ohne Kommentare; umgehen kann man dass aber dadurch, dass man sein Forum geschlossen hält. Ich bin immer dafür. Nebenbei, ich habe noch keine Anfrage bei irgendeinem Anbieter starten müssen .. noch reicht mein Grips aus; bin halt eben anders sozialisiert worden ... habe bei meinen Kindern schon gemerkt, dass die nicht mehr mit einer Karte durch die Lande kommen; ohne Gehirnprothese Google geht da gar nichts mehr; obwohl beide studiert haben - wobei ich denke - ich nicht, bin aber viel plietscher ... und habe oft mehr im Kopp drinne!

    Mit einem lieben Gruss
    Wilfried

    Moin zusammen!
    Seit Anbeginn wird in Foren und überall zugänglichen Quellen von bestimmten Konzernen schlicht geklaut! Ich kann nur den Kopf schütteln üder die Dummheit vieler Zeitgenossen; man liefert den Strick, an dem sprichwörtlich irgendwann aufgehängt wird?! Seit die Bots überall in den Foren das Wissen und die Ideen abgreifen ... von mir keine Bauberichte mehr. Albern, nicht? Wenn ich lese, welchen Schei.. manche über Ai erfragen ... statt die eigenen Synapsen zu bemühen ... oh, oh ... aber der alte Satz gilt immer noch ... mach' Du sie dumm, ich mach sie arm und überflüssig ... Regierende zu den Herren der Ai-Konzerne ...

    Dies ist ein satirischer Beitrag und hat keinen Bezug zur Wirklichkeit. Das Menschen in Zukunft als Arbeitskraft nicht mehr gebraucht werden im bekannten Umfang... man weiss es; die Frage ist nur, wir ernährt man sie... Aussage meines Schwiegersohns, der in diesem Unwesen tätig ist und kräftig mithilft, die Zukunft zu gestalten ...

    mit einem lieben Gruss
    Wilfried

    Moin Bruno,

    Bescheidenheit war noch nie deine grosse Stärke; und dass ist auch gut so. Ich weiss nicht, warum mich dass an ähnliche Strecken durch Floridas Sümpfe erinnert?
    Drücke Dir alle Daumen ...
    mit einem lieben Gruss
    Wilfried

    Danke Rainer,
    da ein Kurvenmodul bei mir zur Gestaltung ansteht, nehme ich Deine Anregungen und vor allem die Maßangaben sehr gerne als Hilfe und Anregung; und wenn man dann schon einmal am fabulieren ist: Prellsteine, Begrenzungspfähle und vielleicht noch ein Hinweis zum nächsten Ort?
    Mit einem lieben Gruss
    Wilfried