Beiträge von Boscho

    In Ulm gab es zumindest vereinzelt die Möglichkeit, am Westgleis Waggons zu laden. Die zugehörige Gleisanlage war in städtischem Besitz (vgl. das Buch zum Ulmer Westgleis).


    An der Freien Grunder Eisenbahn gab es eine öffentliche Ladestelle zwischen Struthütten und Neunkirchen Nord - die Ladestelle Altenseelbacher Weg, gedacht in erster Linie für den Erzversand der (abgelegenen) Altenseelbacher Gruben.


    Es gab bestimmt noch mehr von den Dingern. Das sind aber zwei Beispiele, die mir spontan in den Sinn kommen. Ich vermute, wenn mit einem genügenden Frachtaufkommen zu rechnen war, dann wurde eine entsprechende Verfrachtungsgelegenheit eingerichtet. ;)

    Moin!


    Bahntransport und Lastkraftwagen - das war ja früher durchaus symbiotisch zu verstehen. Einen Einblick in den Straßentransport bietet die Website http://powalski.com/index.php. Der Schwerpunkt liegt eher auf Epoche IIIb/IV, aber unter den zahlreichen Bildern und Geschichten findet sich manches, das als Anregung für Modellbauaktivitäten dienen kann.


    Vorsicht übrigens, denn: kaum liest man mal fünf Minuten auf powalski.com, kann schon eine Stunde rum sein. :thumbup:


    Grüße!
    B.

    Friedrich hat es bereits erwähnt - Link zu Michael Weinerts Gleisbauübersicht: http://www.mw-modellbau.de/HP-neu/Gleisbau/Gleisbau_1.html


    Es geht aber für den Anfang auch deutlich einfacher: http://www.jagsttalbahn-modell…ik/weichenbau/weiche.html


    Ehe ich im Weichenbau ans "Eingemachte" ginge, nähme ich mir erstmal eine Einfachweiche nach Machart der Jagsttalbahner vor - das scheint mir immer noch anspruchsvoll genug. Und es taugt auf jeden Fall, um sich mal mit den Zusammenhängen bezüglich der einzelnen Schienen der Weiche und ihrer Bearbeitung vertraut zu machen.


    Bandschleifer: den sollte man für den genannten Zweck in der Tat nur stationär verwenden, also entweder in einer Aufnahme auf dem Werktisch verankern. Oder gleich sowas hier: http://www.guede.com/cgi-bin/t…tart=300026&limitcount=30


    In meinen Augen auch geeignet: (Doppel-) Schleifbock oder Bohrmaschine mit Schleifscheibe, in Tischhalter eingespannt. Friedrich ist allerdings zuzustimmen: der Drang zur geschwungenen Form ist unbändig, eine gute Werkstückauflage und ein präzise geführtes Werkzeug ist deshalb - auch bei Bearbeitung von Hand - zielführend. Stichwort: groooße Feile. ;)


    Schienenprofile gibt es als Meterware in verschiedenen Codes von Peco. Für die Kleineisen finde ich die Methode von Andreas S. (mit auf Papier ausgedruckten und auf die Schwellen geklebten Kleineisen) für den kleinen Geldbeutel recht überzeugend. Gegossene oder geätzte Kleineisen nimmt man nur bei sehr geringem Betrachtungsabstand wirklich wahr; sie sind aber ungleich teurer.


    Frohes Basteln wünscht
    B.

    Moin!


    Schon länger treibt mich die Absicht um, euch das Buch "Die Industriegleisanlagen der Stadt Ulm. Westgleis" von Manfred Pötzl (epubli, EUR 24,95) ans Herz zu legen. Das sei hiermit nachgeholt.


    In der Stadt Ulm gab es - wie in vielen anderen Städten auch - einen Rangierbahnhof, von dem aus sich Industriestammgleise in die angrenzenden Stadtteile erstreckten. An diesen Stammgleisen angesiedelt waren zahlreiche Betriebe unterschiedlichster Art und Größe. Über die Geschichte des vom westlichen Ulmer Rangierbahnhof ausgehenden Gleises ("Westgleis") hat Manfred Pötzl eine 280 Seiten starke Abhandlung verfasst, die nur wenige (und wahrscheinlich unerfüllbare) Wünsche offen lässt.


    Die ersten gut 40 Seiten widmen sich der Geschichte der Stadt Ulm, ihrer Bahngeschichte und den Rahmenbedingungen für das Werden und Vergehen des Westgleises. Für den Modellbahner ist das zwar interessant, aber eher wenig zielführend. Aber dann: ab Seite 48 geht es ans Eingemachte - auf den nun folgenden 168 Seiten präsentiert der Autor ein Füllhorn an Informationen zum Ulmer Westgleis, dem Aufbau und der Gliederung der Bahnerschließung eines kompletten Industriequartiers und dann, ausgehend von der Westgleisharfe unter dem Titel "Die Stammgleise und ihre Nebenanschlüsse" jeden einzelnen Nebenanschluss samt Gleisplanskizzen und Anschlussgeschichte. Abgerundet wird die Darstellung durch Informationen zu Betrieb und Betreibern, bahn- und signaltechnischen Einrichtungen und einer Übersicht über die strukturelle Zusammensetzung des Gebietes.


    Fazit für Eisenbahnmodellbauer und bahnbetrieblich Interessierte: eine derart umfassende Darstellung über Entstehung und Betrieb eines Industriestammgleises gehört eigentlich in jeden Bücherschrank. Einziges Manko des Buches ist vielleicht, dass nur wenige Fotos (und schon gar keine historischen) enthalten sind. Die Fülle an Informationen über die unterschiedlichsten Gleisanschließer, deren Wagenverkehr und deren betriebliche Besonderheiten trösten aber über vieles hinweg. Ich möchte sogar so weit gehen zu behaupten, dass Manfred Pötzl mit diesem Werk eine Abhandlung erstellt hat, die es ganz grundsätzlich ermöglicht, "Industriegleis zu verstehen" - wer hier keine Anregungen für ein eigenes Industriegleisprojekt findet, der will vermutlich erst gar keins anfangen. Mein Tipp: unbedingt kaufen. :thumbup:


    Wer übrigens nicht die Katze im Sack kaufen möchte - einen Blick ins Buch gibt es bei Google.


    Grüße!
    B.

    Sehe ich wie Jörg und Friedrich: das schreit förmlich nach Modellumsetzungen. :thumbup:


    In jüngerer Vergangenheit waren eh wieder einige Schmankerln auf DSo zu finden, so auch sehr inspirierende Aufnahmen der Station Falls in den frühen 1970ern. Alleine was Bahnsteigausstattung und Führung der Telegraphenleitungen sowie Aufstellung und Ausführung der Beleuchtung angeht: einfach klasse.


    Ich bin da ganz bei Friedrich: die Frage darf eigentlich nicht sein, was man denn mal bauen könnte. Die Frage ist vielmehr: wie soll man sich denn da bitte entscheiden können? :D

    Moin!


    Das schaut schon recht gut aus. Einzig die seltsame Gleisverschwenkung am rechten Bahnhofskopf würde ich eleganter gestalten wollen (Flexgleis).


    Auf dem Tablet mit dem angebissenen Apfel habe ich ein Kartenprogramm, dass die originale Gleislage gut erkennen lässt. Bitteschön:



    Man sieht schön, dass die Gleise eigentlich bemüht sind, ziemlich parallel zueinander zu liegen, finde ich. :thumbsup:


    Gutes Gelingen wünscht
    B.

    Moin!


    Just habe ich auf www.mapud.de einen Link zu einer interessanten Abhandlung bezüglich Gleisanschließern gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte: http://www.br64.de/forum/planungshilfe-Industriekunden.pdf


    Es werden verschiedenste Betriebe behandelt, samt Aufstellung über möglichen Warenein- und Ausgang sowie fallweise infrage kommende Wagengattungen (dies allerdings recht grob). Vom Umfang her eine echte Fleißarbeit und als Einstieg zur Auseinandersetzung mit dem verkehrlichen Bedarf einer Betriebstelle in jedem Falle gut geeignet, wie ich finde.


    Meiner Erinnerung nach hatte ich so eine ähnliche Aufstellung auch schonmal irgendwo anders gesehen. Ich komme aber nicht mehr drauf wo das gewesen sein könnte. Weitere Verweise auf ähnlich gelagerte Informationsquellen also bitte gerne hier anhängen. ;)


    Herzliche Grüße!
    Boscho

    Stapellatten finde ich immer ein Problem. "In echt" sind die 2 cm stark, was im H0-Modell 0,23 mm (sic!) sind - also nicht wirklich viel. Selbst bei der Steinkohleteeröl-Imprägnierung wird es nicht viel mehr gewesen sein.


    Ich schätze mal, gerade die Stapellatten für die Imprägniererei sind auch immer wieder verwendet worden. Von daher dürfen die, denke ich, auch gern dunkelstbraun daher kommen. Was der Modelldarstellung aus Papier, Polystyrol oder so ja durchaus entgegen käme... ;)

    Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: meiner Er-Fahrung nach braucht es eine gewisse Zeit der Eingewöhnung und Übung, bis man mit einem Triebfahrzeug mit "ewig" Auslauf vernünftig rangieren kann - im Großen wie auch im Modell (glaubt mir: niemand mag wissen wie meine ersten Meter mit einer Großdiesellokomotive waren, speziell die erste Bremsung... 8) )


    Es mag eine schöne und vorbildgerechte Angelegenheit sein, wenn jemand damit umgehen kann. Bis der Jemand aber damit umgehen kann, gefährdet er das Eigentum anderer Leute. Aus diesem Grunde halte ich erheblichen Nachlauf von Tfz für eigene, selbst betriebene Loks und für Heimanlagen, auf denen man sich im Vorfeld hinreichend mit den Besonderheiten der Bedienung vertraut machen kann, für eine feine Sache. Wenn allerdings fremde Leute auf einem FREMO-Treffen ohne Vorwarnung im Schattenbahnhof den Regler zu einem solchen Teil in die Hand gedrückt bekommen, dann find' ich das irgendwie nicht so top.


    Mag sein, dass bei den US-Bahnern wieder mal alles anders ist. Da spiele ich aber in der Regel nicht mit und enthalte mich schon aus Gründen der eigenen Ahnungslosigkeit einer Meinung.


    Grüße!
    B.


    PS: der im Video gezeigte Regler ist schick. Sowas für Dampfloks... :lokomotive:

    Vorschlag 1:


    Diederichs ist in eurer Gegend ein typischer Name, aus dem sich schicke Firmierungen bauen ließen - Schwellensägerei Diederichs GmbH, Joh. Diederichs Nachf. KG, ...


    Vorschlag 2:


    Wenn es ein Wortspiel sein darf - Sägerei Erwin Schläfer & Cie. zum Beispiel (das englische Wort für Schwelle ist Sleeper. ;) )


    Vorschlag 3:


    Diederichs & Schläfer GbR - Säge- und Imprägnierwerk


    Ich an deiner Stelle tät mir nun auf Basis des Geschriebenen was eigenes ausdenken. :D

    Ich mag ja den Rainer, aber diese verniedlichenden typischen Modellbahnnamen mag ich wie's Zahnweh... 8)


    Frage: in welcher Gegend liegt denn das Sägewerk? Und liege ich mit Epoche IIIb richtig? Wenn ich das wüsste, dächte ich mal nach... ^^


    PS: Wer ist Bodo? *#'

    Als Loconet-fähige Einstiegszentrale gäbe es sonst noch den seligen Fleischmann-Profiboss. Geht gebraucht für um die 100 EUR her. Ich fand den damals sehr tauglich.


    Hätte ich bei Bedarf in kaum gebraucht hier liegen - ich habe damals recht schnell auf Intellibox gewechselt weil ich zusätzlich auch noch Märklindecoder bearbeiten können wollen sollte. Geht mit dem Profiboss nicht. 8)


    Eine Multimaus von Roco läge hier auch noch. Aber die wirst du nicht haben wollen. ;)

    Xf wäre die eine Option. Außerdem könnte man die Wagen natürlich auch als Versuchskaninchen für Alterungen, Umbauten etc. hernehmen oder man fördert damit den hoffnungsfrohen Modellbahnnachwuchs (im Idealfall beides nacheinander, in beliebiger Reihenfolge. :D )


    Grüße!
    B.