Hallo zusammen,
vielleicht geht es nur mir so ... irgendwann gekauft, Schachtel beiseite gestellt und dann beim Aufräumen wieder entdeckt.
Oder ... irgendwann gekauft, angefangen zu bauen, dann kam was dazwischen, und wieder was dazwischen, naja egal 
Hier mal in loser Folge ein Bericht zur Fertigstellung/Digitalisierung der Bemo TSSD 1004 810.
Das Gehäuse hatte ich bereits vor langer Zeit vollständig zusammengebaut und bestückt. Jetzt ging es um den Antrieb und Einbau eines Decoders.
Das Problem: Im nicht sichtbarem Bereich gibt es kaum Platz für den Decodereinbau. Da ich aus Prinzip den Decoder nicht im Gehäuse (i.d.R. Fussboden Führerstand) einbaue, mußte auf der Antriebseinheit eine Möglichkeit geschaffen werden, einen Decoder zu plazieren.
Bei der IIV K war das problemlos, der Decoder wurde auf einer passend geschnitten und gebogenen 0,3er Messing Platte auf dem Fahrwerk befestigt und verschwand so im nicht sichtbarem Bereich im unten offenen Kessel. Sollte er mal abrauchen, Fahrwerk abschrauben, Decoder ersetzen, Fahrwerk einschrauben. Keine Fummelei mit Decoder im Führerstand oder fest im Kessel oder sonstwo.

Bei der TSSD ist das nicht möglich, hier ist zwischen Schneckenoberkante und Kesseloberkante nur knapp 3 mm Platz und der Kessel ist ziemlich klein ... .
Also wurde hier über der Schnecke ebenfalls eine Messingplatte zugeschnitten, diese mit 2 U Profilen unterfüttert um im U Profil später, sofern notwendig, Kabel ziehen zu können.
Zwischen Schnecke und MS Platte verbleibt nur ein minimaler Spielraum.
das sind grob geschätzt 0,5 - 0,7 mm. Zum Vergleich, die Kabeldicke beträgt 0,9 mm.
Darauf wird dann der Decoder plaziert, die wiegt ja nichts und das Blech wird sich nicht durchbiegen. Ich bin momentan noch am überlegen, das Ganze mit Evergreen Profilen/Platten nochmals zu bauen. Mal schauen.
Ach ja, die Kabel wurden nach der ersten Sichtprüfung auch erneuert, hier hatte Bemo leider sehr dicke Dinger an der Stromabnahme angelötet die teilweise am Rad anlagen.
Auch kurz hinter dem Motor muss noch nachgearbeitet werden, der Abstand zwischen den Lötpunkten des Motors und dem Metall des Antriebsblocks ist mir zu gering. Daher werden die rot markierten Metallteile abgefräßt.
Letztendlich, welcher Decoder darf es denn sein?
Ich bin kein Digitalfetischist der mindestens 20 Funktionen schalten und auch benutzen will. Es reicht mir die Lok sauber zum Fahren zu bringen und sofern vorhanden das Licht einzuschalten. Und was Decoder betrifft so stehe ich mehr auf Plug and Play, einfache Programmierung ohne zusätzliche Software am PC und sonstiges Geschnöcksel. Sound ist Geschmackssache, allerdings geht mir manchmal das permante Dieseln abgestellter Loks gewaltig auf den Senkel zumal die Lautstärke den Realsound übertrifft. Also kurz und knapp, Fahren und sofern möglich Licht und wenn möglich (Platzangebot) vielleicht irgendwann mal Sound.
Mein Decodervorrat erstreckt sich auch nur auf einen Hersteller, der leider nicht mehr auf dem Markt ist.
Der rechte ist der DCX 74, der Linke der DCX 76 von CT Elektronik.
Während der 74er sehr robust und einfach auf den Motor einzustellen ist, habe ich mit dem 76er noch keine Erfahrung gemacht, er soll aber möglichst unter 16V gefahren werden, da er ansonsten die Urnenbestattung erhält. Sein weiterer Nachteil, er ist beidseitig bestückt und somit etwas dicker als der 74.
Somit gibt es noch genug zu tun.
bis zum nächsten mal
viele Grüße vom Niederrhein
Detlev