Beiträge von Holger

    Hallo,


    da haben sich ja einige Lösungen aufgetan.


    Zunächst will ich die Aussage von Olaf unterstützen, dass bei Rungenwagen i.d.R. keine massiven Befestigungslösungen erforderlich sind, sofern die Räder des Fzg. festgelegt sind und es eine gewisse Größe/Breite und Gewicht aufweist, wie z.B. M113 oder MAN mil. Durch die Bordwände wird ein schon per se ein seitliches Herunterfallen ausgeschlossen und gerade die M113 sind so "fest" verkeilt.

    Auch bei den R(e)s mache ich mir bei den M113 keine Sorgen, sofern die Rungen hochgeklappt sind. Denn da halten die Rungen das Gefährt bzw. die Gefährte im Zaum.


    Somit wären lediglich bei den Flachwagen auf jeden Fall Maßnahmen zu treffen, da von der Wagenseite her keine Fixierungsmöglichkeiten durch Rungen oder Bordwände gegeben sind

    Ein gelaserter Bodenbelag (zum Tausch, so wie von Lutz beschrieben) bzw. die Magnetpapierlösung (sofern das Papier abnehmbar bleiben soll, so wie von Frank und Johannes beschrieben), scheidet aus. Das wäre nur bei Rungenwagen ideal, aber da ist es m.E. nicht erforderlich.


    Folgende Variante für Flachwagen habe ich daher für mich angedacht:

    Selbstklebende Magnetplättchen in 1,5 mm Stärke in Verbindung mit Minimagneten in 1 mm Stärke und 5 mm Durchmesser. Das habe ich beim großen A....n auf die Schnelle gefunden.

    Ob ich nun die Plättchen im Wagenboden und die Magnete im Fahrzeugboden anbringe oder genau anders herum, werde ich ausprobieren, sobald die Teile geliefert wurden.


    Vielen Dank für den Input und viele Grüße

    Holger

    Hallo Lutz,


    grundsätzlich hast du in vielen Bereichen recht und kannst das gut (und teilweise wissenschaftlich) belegen.

    Bei deinem Bildbeispiel fällt mir aber auf, dass

    -es einen Fixpunkt für den Auflieger gibt

    -Holz auf Plastik/Metall aufliegt

    -das Ladegut im Holz gesichert ist.


    Das ist dann m.E. nicht richtig vergleichbar mit Plastikkette auf glatten Plastikboden oder frei drehendes Rad auf glattem Boden.


    Aus meiner Erfahrung mit der bei mir vorliegenden Konstellation kann ich daher sagen, dass die Radfahrzeuge ohne Sicherung (trotz Gummibereifung) auf den Wagen hin- und herrollen und die Kettenfahrzeuge (mit Ketten aus Plastik) sich während der Fahrt leicht bis stark auf den Flachwagen verschieben.

    Es mag auch daran liegen, dass der Gleisbau bei mir zu Hause nicht dem der SWD entspricht (Bei mir gibt es auch Gefälle/Steigungen).:toocool:


    Einig sind wir uns, wenn wir vom Rangiertempo sprechen. Da kann man das recht gut beherrschen, dass alles an Ort und Stelle bleibt.......wenn man feinfühlig rangiert.:saint:


    viele Grüße

    Holger

    Gude,


    vielen Dank für den Bericht und den Film.


    Hartmut : Bei dem Metzger in Eberstadt habe ich mich in den 90er auch immer versorgt, da ich damals paar Straßen weiter gewohnt hatte. Aber auf den Busfahrer habe ich nie geachtet. :pfeifen:


    Wer mehr Infos über die BLE finden möchte, kann sich die Seite mal anschauen:

    http://www.ble.loyal-systems.de/node/104


    Und auch ich habe der BLE ein kleines "Denkmal" gesetzt:

    Der Bahnhof Trais-Münzenberg im Modell - klein und fein


    Österliche Grüße

    Holger

    Frohe Ostern euch allen


    Lutz K

    Zu letzteren:

    Zitat

    Die lose verladenen Fahrzeuge sollten doch eine Fahrt über das Arrangement ohne Verrutschen und Herunterfallen überstehen. (?)

    Oder braucht es unbedingt eine Springbocksicherung (CV3 = 0, CV4 = 0) ?

    Alles schon ausprobiert, aber noch nicht an den CV gedreht. :roflmao:


    Die Fahrzeuge auf den Kbs stehen eigentlich sehr sicher bei der Fahrt an ihrer Position. Die Kettenfahrzeuge eh (weil da wenig Spiel zwischen den Bordwänden und dem Fahrzeug ist) und die Radfahrzeuge auch, aber nur, wenn die Räder durch (festgeklebte) Keile blockiert sind.

    Anders sieht es bei den Flachwagen (Samms/Rlmmp) aus. Plastik auf Plastik rutscht, zumindest bei normaler Fahrt . Das gilt auf für die gummiibereiften Fahrzeuge, wenn auch nicht so schlimm wie bei den Kettenfahrzeugen.

    Und da die schweren (Ketten-)Fahrzeuge breiter als der Boden des Wagens sind, kann es vorkommen, dass das Fahrzeug so weit verrutscht, dass es abkippt. Viel kann :pfeifen:, aber es passiert. Auf jeden Fall , auch wenn es nicht runterfällt, verschiebt sich das Fahrzeug.


    Viele Grüße

    Holger

    ......und da es in den vorhergehenden Beitrag nicht mehr reingepasst hat, noch die Bilder des Zugs (Aber aktuell habe ich "nur" Teile der Rad- und Kettenfahrzeuge des 1. Zuges sowie etwas vom Brückenzuges auf der Schiene)





    Der vierte Fuchs hat nicht die Pionierausrüstung, da er das Führungsfahrzeug des Zuges ist.


    Viele Grüße

    Holger

    Nachschlag:


    Auch die "bunte" Bundewehr habe ich zum Thema im Jahr 2020 gemacht.


    Ein weiterer Punkt meiner Motivation war, dass ich keinen Transport von einer reinen Kampfpanzerkompanie darstellen wollte, sondern möglichst eine Einheit nachstellen wollte, die viele verschiedene Fahrzeuge hat. Eher durch Zufall fand ich dann als Vorbild diesen kurzen Zug:


    http://www.panzerbaer.de/helper/pix/Bw_TrpTrsp_OHE-001i.jpg


    "Mein" Experte meinte, dass es sich hier um eine Verlegung eines Teils einer Panzerpioniereinheit in Epoche V/VI handeln könnte/würde.
    Da ich selbst der Epoche 4 verhaftet bin, suchte ich nun nach der Gliederung dieser Kompanie in den 80er Jahren, also zu Zeiten der Heeresstruktur 4.

    Hierzu fand ich folgende Gliederungsübersicht:


    http://www.panzerbaer.de/units/bw_hstr_4_pzpikp-a.htm


    Für die 80er Jahre war folgende Farbgebung und folgende Fahrzeuge relevant:
    Mitte der 80er Jahre wurden die Fahrzeuge der BW in Drei-Farben-Flecktarn lackiert, für welches die Farben teerschwarz, bronzegrün und lederbraun verwandt wurden.

    http://www.panzerbaer.de/colours/a_relaunch/bw_tarn-a.htm

    Die Farbe der taktischen Zeichen wechselte von weiß in fehgrau.
    Die MLC-Schilder auf Drei-Farben-Flecktarn sind schwarz


    Es gab auch Vorgaben, wie die Fahrzeuge zu tarnen sind. Hier finden sich im folgenden die Tarnschemen der einzelnen Fahrzeuge


    http://www.panzerbaer.de/colours/index.htm



    Markanteste Fahrzeuge einer Panzerpionierkompanie waren


    -Panzerbrücke "Biber"




    -Pionierpanzer "Dachs" (Erst ab 1989; Der Pionierpanzer 1 (Sieht in etwa aus wie der Bergepanzer2) wäre zeitlich passender, ist aber leider nicht so einfach nachzubauen)



    -Minenwerfer "Skorpion"





    -Radpanzer "Fuchs" in Pionierausführung (noch ohne Sicherung mit Keilen)





    Ein weiteres markantes Fahrzeug war der Minenverlegeanhänger MVG85, den ich jedoch nicht beschaffen konnte/wollte.
    Der Rest ist Standard, also VW Iltis, VW Bus/Pritsche, Unimog, Mercedes Benz Pritsche und LKW mil gl der Marke MAN in zwei- (5t), drei- (7t) und vierachsiger (10t) Ausführung
    Als kleines "Schmankerl" habe ich für die Feldküche eine sogenannte Emma, also ein MAN 630 mit Kasten, vorgesehen.



    Die Militärfahrzeuge

    Hier entschied ich mich wieder auf das Sortiment von Roco Minitanks zurückzugreifen.
    Grundsätzlich sind bis auf die fehlenden Decals und der aufzubringenden Tarnlackierung an dem fertig zugerüsteten Modellen eigentlich nichts mehr zu machen.

    Was man dann noch so benötigt:

    Farben:
    Revell Aquacolor teerschwarz (8), bronzegrün (65), Lederbraun (84)


    Decals:
    Taktische Zeichen: TL-Decals, Bogen 1166a
    BW-Kreuze: Andreas Nothaft, Bogen 5022 (BW-Kreuze modern, extra klein)
    Kennzeichen: Kibri-Beschriftungssatz Militärserie
    MLC-Schild: Generell bei Drei-Farben-Tarnung schwarz (unbekannter Decalhersteller, alternativ TL-Decals Bogen 1248 ). Weiterhin ein gelbes (Kibri) für ein Fahrzeug in alter Farbgebung natooliv bzw. gelboliv

    Zunächst wurden die meisten Fahrzeuge gemäß Tarnschema lackiert und mit den Decals versehen. Aber gerade die Radfahrezuge (LKW) wurden nicht immer umlackiert und behielten ihre alte Lackierung in einer Farbe. Einige Fahrzeuge von Minitanks sind sogar schon ab Werk in Drei-Farben-Tarnung lackiert und mit den BW-Kreuzen versehen, also Arbeit gespart

    Bei den hier vorgestellten Panzern mussten folgende Arbeiten noch zusätzlich durchführt werden, damit sie ihrem Vorbild nahekommen:

    Pionierpanzer Dachs:

    # Einbau eines zweiten Hydraulikarms. Dieser entstand aus einem Resteteil von Kibri
    # Suchscheinwerfer. Diesen habe ich aus einem Fahrzeugbausatz von Kibri (Militärserie) gewonnen
    # Abschleppstangen: Ebenso aus einem Fahrzeugbausatz von Kibri (Militärserie)
    #Anbringen der hinteren Staubschutzbleche (Plaste und Aufkleber von Kibri)

    Detailbilder vom (ergänzten) Dachs






    Räumschild und Schaufel waren tatsächlich so verrostet auf vielen Bildern zu sehen :roflmao:

    Pionierpanzer Fuchs:

    Zunächst dachte ich: Nimmste einen von der Stange, malst ihn an, ist eh nur ein Fuchs.
    Bis mich ein guter Modellbahnfreund darauf aufmerksam machte, dass gerade die Pio-Füchse doch markant anders aussahen als die "normalen" Füchse.

    Die markantesten Unterschiede:
    # In der Mitte des Fuchs ist noch eine weitere Luke, die bei den serienmäßigen Füchsen i.d.R. nicht vorhanden ist. Dort ist das Mannloch mit einem verschweißten Blech verschlossen
    #Am Ende des Dachs sind noch zwei Behälter für S-Drahtrollen. Die serienmäßigen Füchse haben diese Behälter nicht.
    #Daneben ist an den Seitenwänden noch zusätzliches Werkzeug, was ich jedoch nicht nachgebildet habe

    Bild vom Pio-Fuchs (links) im Vergleich mit Standard-Fuchs (rechts)




    Diese Teile werden hinzugefügt bzw. ersetzt



    All diese Teile wurden nach meinen Recherchen konstruiert und ausgedruckt. Und wo wir schon mal dabei waren, hat er die vordere Luke an die mittlere Luke angepasst und als Austauschteil für das Originalteil von Minitanks auch gleich in den Druck gegeben.
    Diese Luken wurden in mehreren Variationen konstruiert. Die Details wurden von "nahe an der Detaillierung des Ursprungsmodells (also eher etwas "deutlicher")" bis "sehr fein" nachgestaltet. Ich habe die Version "nahe am Ursprungsmodell" gewählt.

    Vergleichsbild der Luken, links die Selbstgefertigten, rechts die Originale. Aufgrund der Luke im mittleren Bereich musste die Luke vorne nämlich angepasst werden.




    Weitere Arbeiten
    Die Panzer wurden ebenfalls leicht gealtert und einzelne Details farblich abgesetzt. Die Keile habe ich an die Ketten/Räder mit Weißleim geklebt. Alternativ gibt es noch die Möglichkeit die Keile auf Fensterfolie zu kleben und dort das Fahrzeug einzusetzen. Somit bleiben Waggon und Fahrzeug im "Originalzustand"
    Jetzt ist nur noch die Frage, wie ich die beiden Fahrzeuge so zusammenbringe, dass sie sicher den Transport überstehen. Wer da Ideen hat, darf sich gerne hier beteiligen.

    Viele Grüße

    Holger

    Hallo Johannes,


    auch dir vielen Dank für die Schilderung deiner Erlebnisse und Erinnerungen.


    Die Farben sind so eine Sache an sich.

    Nach der Literatur wurde bis 1984 als "grün" der Farbton RAL 6014 (Gelb-oliv) vorgeschrieben. Danach kam die Drei-Flecktarnung mit den Farbton RAL 6031 (Bronzeoliv) als "grüner" Farbton.

    Ich kenne es nicht aus Erfahrung, sondern musste es mir anlesen. Da aber die Militärbauer auch mit diesen Farben arbeiten, muss ich davon ausgehen, dass es stimmt. :pfeifen:


    Edit: Wie bei vielen anderen Fahrzeugen (Bahn und zivil) sind die Lackierungen von "fabrikneu" bis komplett ausgebleicht zu erkennen. So auch bei den BW-Fahrzeugen.

    In dieser Bilderserie sieht man es besonders gut: https://www.panzer-modell.de/r…113_optronic/optronic.htm


    Hier noch paar links zu den Farben:

    Hier die gesamte RAL-Palette (ganz am Schluss die aktuellen Farben der Bundeswehr): https://farben-lacke-wien.at/a…ral-namen-aufgelistet.php

    Farbtabelle Bundeswehr: http://www.bwmod.de/index.php/tutorials/farbtabelle

    Erklärungen zu RAL 6014, den es in zwei verschiedenen Tönen gab: https://www.militaerlacke.de/f…/1k-ral-6014-alt-gelboliv

    Das "Nato-Oliv" (RAL 7013) war wohl nur für Bekleidung vorgesehen: https://de.wikipedia.org/wiki/Oliv


    Lutz K und Friedrich  Johannes W : Das hätte ich nicht besser ausdrücken können. So ist meine Motivationslage gewesen um das Projekt umzusetzen.


    Viele Grüße und schöne Osterfeiertage

    Holger

    Hallo,


    @all: vielen Dank für das Feedback.


    Friedrich : Gut, dass du die (mögliche) Sensibilität von Modultreffenteilnehmern angesprochen hast. Da war ich beim Bauen doch etwas naiv und habe das gar nicht ins Kalkül gezogen, sondern mir nur Gedanken um die Verfeinerung bzw. die Richtigkeit der Fahrzeuge im Modell gemacht. Es liegt mir nämlich fern, damit irgendeine "Meinung" bezüglich Krieg oder Kriegsgerät abgeben zu wollen.

    Ein Grund des Nachbaus war der, dass In meiner Jugend das Militär sehr präsent war. Gerade weil ich im Einzugsbereich des von Frank W genannten Fulda Gap zu Hause war. Es gehörte halt zum Alltag dazu.

    Daneben ist ein Kopframpenmodul doch wesentlich einfacher zu bauen als z.B. ein Stahlwerk oder Werk der metallverarbeitenden Industrie, was mit Schwerlastwagen beliefert wird. :pfeifen:


    Michael R : Danke für die Mitteilung deiner Erfahrungen aus dem Alltag. Auch wenn es in meinen Augen etwas ungewöhnlich aussieht, wenn die Fahrzeuge ohne Verzurrung transportiert werden, so ist es doch am realen Beispiel belegt.:thankyou:


    Viele Grüße

    Holger

    Teil 2: Transport (und -sicherung) der Fahrzeuge



    Dieses wurde in der ZDv 42/20 (liegt mir vor, Stand 06/1988) und ihren Anlagen geregelt. Hilfreich sind die Anlage 2, Anlage 4 und Anlage 10.


    In Anlage 2 sind die erforderlichen Bahnfahrzeuge und ihre Verwendung aufgeführt. Die Bahnfahrzeuge sind kategorisiert und das nimmt Bezug auf die zu verladenden Fahrzeuge der Bundeswehr, die analog kategorisiert sind

    Beispiel: Ein Wagen der Bauart Rlmmp ist Kategorie 6 (Gemäß Anlage 2) – Panzerhaubitze M109 kann solo auf einem Waggon der Kategorie 6 ( Rlmmp) oder zu zweit auf einem Waggon der Kategorie 7 (Samms) verladen werden (Gemäß Anlage 4).


    Die Anlage 10 beschreibt die einzelnen Sicherungsarten in Längs- und Querrichtung und führt tabellarisch auf, was möglich ist. Ebenso wird auf die Verzurung eingegangen.

    Gesichert werden muss in

    Längsrichtung mit Keilen aus Stahl und Holz

    Querrichtung mit Ketten, Seilen, Kanthölzern und Winkeln aus Stahl und Holz


    Eine Verzurrung ist, je nach Zugbildung (Einzelwagen, Ganzzug,, vereinfachte Beförderung), Art des Fahrzeugs und dessen Sicherung nicht erforderlich. Somit kann man das "Problem" mit den Spannketten umgehen.



    Umsetzung im Modell


    Keile und Winkel

    Für die Sicherung sollten Stahlkeile und Festlegewinkel zum Einsatz kommen. Diese mussten selbst konstruiert werden. Zunächst erfolgte die Recherche und das Maßnehmen in 1:87. Nachdem dies geschehen war, bekam ich fachkundige Unterstützung bei der Umsetzung im 3D-Druck. Folgende Versionen wurden gefertigt:


    - Einfacher Stahlkeil


    - Stahlkeil mit Stahlwinkel (Für schwere Kettenfahrzeuge). Der Winkel ist im Modell kein Winkel. Die Platte des Winkels kommt nämlich unter der Kette/dem Rad zum liegen. Daher wurde er von mir weggelassen.


    - Zwei Stahlkeile mit Festlegewinkel aus Stahl und Holz (für Radfahrzeuge) -zwei Versionen




    Die Drucke wurden sodann mit Tamiya TS61 (Natogrün) gespritzt und die Holzkeile mit einer hellbraunen Farbe hervorgehoben.


    Eine Frage bleibt bisher unbeantwortet: Wurden die Fahrzeuge auch verzurrt?

    Gemäß der o.a. DV mussten die Fahrzeuge nicht verzurrt werden. Auf Bilddokumenten sieht man meistens eine Verzurrung, gerade des schweren Geräts.

    Was ist/könnte also der Grund sein?

    Ich vermute, dass die Verladung mit Verzurrung schneller und einfacher von statten ging als das Hantieren mit den Festlegekeilen bzw. -hölzern.



    Viele Grüße

    Holger

    Hallo zusammen,


    heute will ich auch wieder mal einen Beitrag beisteuern.


    Das Thema beleuchtet nicht nur die Fahrzeuge selbst, sondern es gibt auch weiterführende Informationen zur Verladung und ein Druckprojekt dazu (siehe Teil 2)



    Thema ist die Bahnverladung von Militärfahrzeugen.


    Da ich selbst nicht gedient habe, konnte ich mir das Thema nur durch Recherchen im Netz sowie bei befreundeten BW-lern näher bringen. Im aktuellen Beitrag geht es um die Verladung der Teile einer Batterie, also einer Artillerieeinheit. Und das in der Mitte der 80er Jahre, also Epoche IV b.


    Militärzüge können recht lang sein und so war ich erfreut das Bild eines kurzen Zugs gefunden zu haben, der voll modellbahntauglich ist.


    https://www.drehscheibe-online…tion=show&id=1724214&rv=1


    Lok - zwei 4yg - ein RS - zwei Kbs -vier Rlmmp


    So sieht das dann im Modell aus. Mangels Fahrleitung kam eine 216 vor den Zug.

    Vorbildfotos dieser Baureihe mit Militärzügen gibt es zu Genüge




    Die (Typen der) Schienenfahrzeuge befinden sich in meinem Bestand. Es fehlte nur noch die Beladung.


    Und hier fängt die Geschichte an.


    Teil 1 Recherchen und Fahrzeuge:

    "Mein" Experte meinte, dass es sich hier um eine Verlegung eines Teils einer Panzerartillerieeinheit handelt, Aufgrund des Aufnahmejahres (1984) passt das perfekt in meine bevorzugte Epoche

    Also suchte ich nun nach der Gliederung dieser Kompanie in den 80er Jahren, also zu Zeiten der Heeresstruktur 4.

    Hierzu bekam ich eine Gliederungsübersicht HS4 (gültig von 1980-1990), Bild unterliegt leider dem Copyright.


    Eine Batterie bestand aus der Führung, den Beobachtungstrupp und zwei Geschützzügen.

    Im Beobachtungstrupp waren u.a. vier M113 IFAB

    Im Geschützzug waren u.a. ein M113 Fü/Fu, ein M113 Flt und 4 bzw. 5 M109


    Zitat meines Experten:

    Ich denke hier ist auch eine Abstellung fällig gewesen. Somit von vorne:

    MTW FüFu ->Zugführer

    MTW FLT -> Feuerleiter

    MTW FüFu -> Vielleicht für den Sicherheitsoffizier beim Scharfen Schuss? War dann ausgeliehen bei einer der anderen Bttr.

    MTW Beob -> Beobachter/IFAB

    MTW -> Wofür weiss ich hier auch nicht

    MTW -> Wofür weiss ich hier auch nicht

    MTW ABRA -> Artilleriebeobachtungsradar.


    (+ 4 M109 des zweiten Geschützzuges der Batterie. Der erste Zug hatte 5 M109)


    Frei verfügbar ist ein Bild der HS5 ab 1990


    https://www.panzer-modell.de/r…/stan/bw_pzartbattr_5.htm


    Hier sind schon die Unterschiede zur o.a. Gliederung während der Zeit der HS 4 zu erkennen


    Bis Mitte der 80er Jahre war folgende Farbgebung und folgende Fahrzeuge relevant:

    Die Fahrzeuge der BW waren in gelb-oliv lackiert

    Die Farbe der taktischen Zeichen war weiß

    Die MLC-Schilder auf gelb-oliv war gelb

    Wer tiefer einsteigen will, kann sich hier einlesen:

    http://www.panzerbaer.de/colours/index.htm


    Markanteste Fahrzeuge einer Artilleriekompanie waren


    -Panzerhaubitze M109G






    Und diverse M113 (von links nach rechts)


    - M113 Fü/Fu

    - Feuerleitpanzer (Flt)

    - IFAB (Optronic)

    - ABRA




    Zum Auffüllen des Zuges habe ich weitere M113 hinzugefügt. Auf dem Vorbildfoto waren diese auch nicht genau durch den "Experten" zu erkennen. Es handelt sich, so sagte er mir, um zwei reine Transportpanzer M113 und zwei M113 in der Ausführung Fü/Fu.

    Entgegen dem im Vorbild gezeigten Zug habe ich in meinem Zug den einen Transportpanzer M113 durch einen Sanitätspanzer (als "Farbtupfer") ersetzt.



    Umsetzung im Modell


    Hier entschied ich mich auf das Sortiment von Roco Minitanks zurückzugreifen. Die Plastikmodelle von Minitanks kann man/ich daher leichter modifizieren.......und es ist ein recht großer, wenn auch inzwischen sehr teurer, Gebrauchtmarkt vorhanden. Mit dem Nachteil, dass manche Fahrzeuge nicht komplett vollständig sind, also z.B: Spiegel oder andere Kleinteile fehlen

    Grundsätzlich sind die Fahrzeuge in gelb-oliv zu lackieren und die fehlenden Decals aufzubringen.

    Die M113 müssen gemäß ihrem Einsatzzweck mit diversen, meist beiliegenden, Zurüstteilen, zugerüstet werden.

    Die M109 müssen "germanisiert" werden, da Roco in der Grundversion zunächst die amerikanische Variante liefert.


    Umbau des M109A in einen M109G

    Hier war recht viel zu erledigen, um aus dem Grundmodell die deutsche Ausführung "G" zu bauen

    Roco Minitanks bietet die Haubitze unter der Nummer 244 an. Diese ist in der amerikanischen Ursprungsversion dargestellt und beinhaltet diverse Rohre, so dass durch Rohrtausch schon mal recht einfach das markant abweichende Rohr der Variante "G" dargestellt werden kann.


    Bevor es nun in die Details geht, muss ich vorausschicken, dass ich nicht jedes Detail berücksichtigt habe, sondern lediglich die für mich auffälligsten Merkmale geändert habe.


    Für mich sind das folgende:

    #Entfernung der Radabdeckung an dem letzten Kettenrad

    #Entfernung der Benzinkanister auf der linken Seite des Turms, Ersatz durch Kettenglied, welches aus M113-Modellen gewonnen wurde

    #Bestückung des Turmdachs

    #Transportstellung des Rohrs nachbilden

    #Austausch der Kommandanten-Luke

    #Anbringen der Nebelbecheranlage am Turm

    #Anbringen von Staukästen am Turmheck

    #Lackierung in gelb-oliv

    #Anbringen von den typischen Decals



    Was ich bisher wie machen konnte, will ich nun kurz darstellen.


    Entfernung der Radabdeckung an dem letzten Kettenrad

    Das ist recht einfach zu machen. Man zerlegt den Panzer, was auf Grund der Klipsverbindung recht einfach geht. Von innen wird mit einem Bastelmesser/Skalpell die Abdeckung dicht am Rahmen mehrfach geritzt, so dass diese durch leichtes Hin- und Herbewegen abgebrochen werden kann. Anschließend wird die Bruchkante mit der Klinge und gfls. zusätzlich mit Schleifpapier"gesäubert". Nun sieht der Rahmen schon mal wie der einer G-Version aus


    Bestückung des Turmdachs

    Aus Bausatzbeilagen anderer Minitank-Modelle oder der Y-Modelle von Kibri konnte das Werkzeug und die Stangen gewonnen werden. Diese wurden "plausibel" (aber nicht ganz vorbildgetreu) auf dem Dach verteilt


    Transportstellung des Rohrs

    Dazu habe ich zuerst die am Rahmen angespritzte Rohrhalterung mit Stichel und Bastelmesser entfernt und den Bereich mit Schleifpapier geglättet. Da dem Fahrzeug eine Rohrhalterung als Spritzling beilag, habe ich logischerweise dieses zusammengebaut, etwas am Fuß gekürzt und somit die Transportstellung darstellen können.

    Als Schutz des Rohrs wurde eine Haube über die Mündung gezogen. Diese Haube habe ich mit mehreren Lagen eines Taschentuchs, was mit verdünntem Weißleim getränkt wurde nachgestellt. Diese Haube habe ich nach der Trocknung mit reinem gelb-oliv, im Gegensatz zum Rest des Fahrzeugs, bemalt.


    Austausch der Kommandanten-Luke

    Sehr auffällig ist die BW-Kommandantenluke auf dem Turm. Probeweise habe ich eine aus einem M113 von Roco Minitanks ausgebaut und passt


    Anbringen der Nebelbecheranlage am Turm

    Es gibt keine speziellen Nebelbecheranlage für den M109. Von Minitanks gibt es diese z.B. für die MTW als Spritzling in der Ausführung mit 8 Becherns oder für Jagdpanzer in der 3er-Ausführung. Da es diese Spritzlinge nicht einzeln zu erwerben gibt, habe ich diese aus den Zurüstteilen eines Basismodell (M113) gewonnen


    Anbringen von Staukästen am Turmheck

    Bei einem "Modelle-Verwerter" habe ich Kisten gefunden (Evtl. waren sie die Beilage beim M1091G3), die passen. Die anderen Kisten stammen aus einem BW-Spritzling von Kibri, wo ich die eine Ecke angeschrägt habe


    Lackierung in gelb-oliv

    Dazu habe ich Faller Aqua-Color Gelb-oliv 42 und etwas Grau 57 (Mischung 3:1 – 4:1) verwandt und mit dem Pinsel aufgetragen.


    Anbringen von den typischen Decals

    Die Kennzeichen und MLC-Schilder wurden aus dem beiliegenden Decal-Satz (Klebebilder) eines BW-Modells von Kibri gewonnen. Die Verwendung des Klebekennzeichens ersparte mir auch das Verspachteln des Schlitzes an der Front.

    Alternativ zum etwas zu großen MLC-Schild könnte man auch ein Decal der einschlägigen Hersteller wie z.B. TL nehmen.

    Die Abzeichen sowie die BW-Kreuze nebst Turmnummern sind "richtige" Decals.

    Aus einem Decal-Bogen (TL Nr. 1166a), den ich für ein anderes Projekt benötigt hatte, konnte ich die passenden Decals der taktischen Zeichen für Fahrzeuge der Panzerartillerie gewinnen.

    Die BW-Kreuze habe ich von Andreas Nothaft (Nr.5010).

    Die Turmnummern waren eine Einzelanfertigung für mich.


    Umbau/Austausch



    Ergänzung mit Zubehörteilen



    Decals



    Zubehörteile für das Dach




    Die M113


    Die M113 gibt es als Basismodelle von Minitanks, so dass diese nur noch entsprechend zugerüstet und, nach Grundlackierung in gelb-oliv, mit Decals versehen werden mussten.

    Für die speziellen Varianten IFAB und ABRA gibt es sogar Modelle mit entsprechender Ausrüstung. Die MTW in der Ausführung Fü/Fu und Flt kann man durch hinzufügen der beiliegenden Zurüstteile der Standard-MTW aufbauen.


    Eine dezente Alterung sowie Granieren mit hellgrau vollendete das Werk.


    Weiter geht es in Teil 2

    Hallo Thomas,


    schön ist es geworden.


    Nun zu deinen Fragen:


    1. Kork: Hier wird heftig diskutiert (Verlust der Formstabilität, Verziehen durch Austrocknung, so zumindest meine Erinnerung), so dass ich mich den Holzbefürwortern zugewandt habe. :pfeifen:


    2. Abgeschrägtes Bett: Dadurch, dass es abgeschrägt ist, kullern die Schottersteine noch besser. Daher verlege ich ein gerade abgeschnittenes Brett (etwas breiter als die Schwelle) und forme rechts und links einen "Damm" aus Schottersteinchen.


    Viele Grüße

    Holger

    Hallo Jürgen,


    es ist längst überfällig, dass ich mich mal melde.

    Die Modelle, die du in letzter Zeit hier gezeigt hast, sind mir auch noch gut in Erinnerung, gerade die Magirus/Iveco oder auch der kleine Tanklaster. So einer fährt übrigens bei uns noch Heizöl aus.


    Das hast du sehr gut gemacht und ich freue mich über weitere Umbaubeiträge von dir.


    Viele Grüße

    Holger

    Hallo Andreas,


    ich bin ein Bewunderer deiner Umbauten wie der von Lutz und Jürgen auch. Leider fehlt mir aufgrund der vielen Baustellen des täglichen wie auch Moba-Lebens meist Zeit, meine Modelle akribisch umzubauen. Wenigstens versuche ich beim Zusammenbau der Kibri-Modelle diese farblich etwas anzupassen, was dann diverse Gitter, Auspuffanlage, Sattelteller usw. angeht.


    Woran ich bei diesen Modellen verzweifle ist der Kühlergrill. Er ist (logischerweise) als ein Spritzteil einfarbig gehalten. Die Verchromung bei DB und MAN muss also irgendwie geschafft werden. Ich habe mehrere Lösungswege mit Farbe (einfaches Anmalen mit Pinsel oder Edding, "Aufdrucken", Granieren usw. ) versucht, alle ohne Erfolg. :crygirl:

    Bsp.: Die Farbe hat das DB-Emblem zu etwa 90 % bedeckt , aber ein Teil ist in den eigentlichen Kühlergrill gelangt.....und minimale Teile haften trotz Lösungsmittel immer noch dort.

    Beim Vergleich der Beiträge 89 und 97 sprichst du beide Male von einem Bausatz von Kibri, der eine ohne lackierten Grill, der andere dagegen mit lackiertem Grill.


    Wir machst du/ihr das eigentlich? :sos:

    Vielleicht Austausch durch bedruckte Teile von Herpa pp.?


    Ansonsten: Großes Kino, was du/ihr hier zeigt!!!! :herz:


    viele Grüße

    Holger

    Hallo Rainer,


    es freut mich sehr, dass dein Projekt weiter geht.


    Und als bekennender Sprayer ohne Airbrush habe ich mit Interesse deinen Teilbericht über die Versuche mit den Dosen und dem verwendeten Material gelesen.

    Das werde ich auch mal ausprobieren, wenn es wieder mal passt. Denn aktuell baue ich keine Module, sondern bringe mein Hobbyzimmer auf Vordermann. :pfeifen:


    Viele Grüße

    Holger

    Hallo,


    @Thomas: Deine Frage ist "sehr gefährlich". Regelmäßig erhält man dann 20 verschiedene Antworten von 10 Personen ;-)))

    Daher baue ich nach der Devise von Pippi Langstrumpfs Lied......und frage erst bei Details, die im Laufe des Baus sichtbar werden und zu lösen sind, nach.


    Friedrich: Danke für die klarstellung


    Sicherlich sind betriebliche Aspekte, angepasst auf Treffen, zu berücksichtigen. Aber als Fahrplan-Planer bestimme ich nicht aufgrund des Fahrplans, welche Stationen ich verplane, sondern gehe den umgekehrten Weg. Ich nehme den Arrangementplan und versuche das Beste im Sinne eines Fahrplans daraus zu machen. Dass es bei der Arrangementplanung natürlich auch zu einer Kommunikation zwischen Arrangementplaner und Fahrplan-Planer kommt, ist selbstverständlich.

    Auch Bahnhöfe wie Fachingen bekommt man, denke ich ohne den Gleisplan zu kennen, bespielt. Man hat die Frachten/Leerwagen, die ein- und ausgehen. Und es findet sich sicher ein Weg.


    Diskutieren sollte man nicht die Gleislage (Die große Bahn hat sich sicher auch etwas dabei gedacht und es funktionierte), sondern eher die Aspekte

    - Verkürzung

    - Bahnhof als S-Bogen oder Gerade.

    - 100 % Nachbau, gerade der Hochbauten


    Mit einer Verkürzung könnte man, angesichts des verfügbaren Gleismaterials, durchaus leben, da Weinerts Weichen ja die kleinsten sind, aber immer noch sehr großzügig ausfallen

    Bei der Frage, ob S-Bogen oder doch Gerade würde ich, angesichts eines vorbildnahen Nachbaus, mich am Original orientieren.

    Bei 100 % Nachbau kommt es auf Zeit und Möglichkeiten an. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass es einen Wiedererkennungswert geben muss. Somit muss nicht alle zu 100 % nachgebaut werden. Das schont Nerven, Materialeinsaztz und Zeit.

    Ziel sollte sein, dass der Betrachter sagt: Mensch, das ist doch wie damals in Fachingen.


    Viele Grüße

    Holger