Beiträge von Holger

    Hallo Rainer,


    mit deinem gestrigen Beitrag von 11.00 h sprichst du mir aus der Seele.


    Was glaubst du, was ich empfinde, wenn ich mir mein gebashtes EG und die damit teilweise grundlgenden Abweichungen zum Vorbild jedesmal anschaue. Da ist der Drang nach Neubau immer sehr stark, aber auch die Frage: Muss das wirkklich sein? :D


    Und was die Gefahr der Bruchgefährdung von filigranen Bauteilen angeht. Da habe ich auch schon meine schmerzlichen Erfahrungen machen müssen, gerade bei den unvermeidbaren Makroaufnahmen. :D


    Ich finde, dass dein Gebäude sehr gut gelungen und die Fligrannität mehr als ausreichend vorhanden ist. Du bist auf dem rechten Weg.


    Viele Grüsse
    Holger

    Hallo Peter,


    Selbstbauprojekte finde ich sehr interessant. Und wenn das auch noch so detailiert beschrieben ist, umso besser.


    Da es sich um ein Freelance-Projekt handelt, kannst du es ja noch deinem Geschmack ausgestalten. Daher kann man auch nicht sagen, dass gewisse Teile dem Vorbild nicht entsprechen. Und Geschmäcker sind halt verschieden.
    Somit schreibe ich, dass für meinen Geschmack :D die Türöffnungen und Fensterrahmen zu dominant und klobig wirken. Mit dem tiefgelegten Aufbau kann ich mich jedoch inzwischen anfreunden.


    Mein Geschmack soll deine tolle Leistung aber in keinster Weise schmälern.


    Viele Grüsse
    Holger

    Hallo Jürgen,


    vom Meister der Alterung solche Sätze zu lesen, freut mich natürlich sehr. Ich muss natürlich gestehen, dass, als ich deine ersten Beiträge in DSO gelesen habe, mir da einiges als Anregung gespeichert habe. Ja, ich will sogar von einem Vorbild sprechen.


    Jetzt will ich aber, wie versprochen, mal meine Art der Alterung erklären. Noch ist vieles aus dem Bauch heraus und spontan, im Laufe der Zeit wird sich das aber, so denke ich, verfeinern.
    Da ich bisher keine vernünftige Airbrush habe, versuche ich (noch) viel mit dem Pinsel zu machen.


    Jetzt erstmal was Grundlegendes:
    Diese Lok habe ich vor dem Altern nicht auseinandergebaut. Es kam mir hierbei weniger darauf an, eine funktionstüchitge Lok zu erhalten als vielmehr nur zu probieren. Diese Verfahresnweise rächt sich in einigen Details, gerade die Fenster haben etwas Dreck abbekommen (was nicht sein soll).


    Folgende Vorarbeiten wären, nach meinen jetzigen Erfahrungen, durchzuführen:
    - Ausbau der Räder und der Drehgestellblenden (damit das Alterungsmaterial nicht ins Getriebe kommt)
    - Abkleben der Getriebeblöcke oder Ausbau dieser
    - Ausbau der Fensterflächen und ggfls der Lichtleiter, Alternativ könnten auch die Fenster bzw. Lichtaustrittsöffnungen bei eingebautem Lichtleiter mit Klebestreifen oder Maskiermittel geschützt werden.


    So, jetzt geht es los:


    Die Räder:
    Einfärben der äusseren Seite mit (rost oder schmutzig-) brauner Farbe.Dies kann durchaus mit einem Pinsel passieren, da man bei dieser Lok nicht so viel von den Rädern sieht


    Die Drehgestellblenden:
    Mit Terpentin verdünnte schwarze Emailfarbe lasierend auftragen. Dann mit einem weichen Pinsel erst dunkelbraune Pulverfarbe, dann hellbraune Pulverfarbe drüberwedeln. Einzelne Stellen (Radnaben, Schmierstellen pp.) weden anschliessend mit schwarzer Emailfarbe hervorgehoben.


    Das Dach und der Oberteil der Gehäuse:
    Hier kommt eine Airbrush zum Einsatz. Mit feiner Verneblung und schwarzer Emailfarbe werden die Stellen übersprüht. Auf dem Dach, im mittleren Teil und im Bereich der Auspuffauslässe, etwas deckender. Die Auspuffauslässe selbst können mit einem Pinsel bearbeitet werden.


    Die Lüfter:
    Verdünnte schwarze Emailfarbe wird mit dem Pinsel aufgetragen.Um die Konturen zu betonen, sollten gerade die Vertiefungen natürlich komplett geschwärzt sein. Nach Trocknung kann
    a) mit deinem Skalpell die Oberseite, also das eigentliche Gitter, wieder von der schwarzen Farbe vorsichtig freigekratzt werden oder
    b) im Drybrushverfahren die Gehäusefarbe aufgebracht werden.


    Der Rahmen, die Auftriftte und die "Laufflächen":
    Mit Terpentin pur oder mit verdünnter schwarzer (bzw. die dort vorhandene) Farbe lasierend einpinseln und dann mit brauner Pulverfarbe überwedeln. Ein zuviel kann nach Trocknung mit einem Borstenpinsel weggebürstet werden.
    Wenn man nur Terpentin nimmt, dann ergibt das sofortige Aufwedeln von Pulbverfarben ein Lasur. Daher kann man auch das Terpentin nur als Haftgrund verwenden, d.h. man muss warten, bis die Fläche wieder getrocknet ist und dann erst die Pulverfarbe aufbringen.


    Die Gehäuseflächen:
    Der Versuch, diese mit der Airbrush zu besprayen, war bei mir nicht erfolgreich. Es war ein zu satter Auftrag (liegt natürlich auch an meiner Singleaction-Airbrush). Ich hatte, nach Vorbild, eine schwarze Farbe verwandt.
    Also habe ich die Farbe mit einem, mit Terpentin benetzten, Lappen von oben nach unten ver- bzw. abgewischt und damit auch überwiegend entfernt. In den Fugen hat sich jedoch vorbildgerecht Farbe gesammelt....und die lassen wir auch dort. Wenn durch das Abwischen zu viel Farbe aus den Fugen entnommen wurde, einfach nochmal mit dem Pinsel die Farbe "auffüllen" und wieder abwischen.


    Man könnte das auch eventuell einfacher haben, indem man die Flächen nurmit einem schwarzen Wash behandelt.


    Verfeinerungen:
    Griffstangen wurden gemäss Vorbild farblich behandelt
    Die Pufferteller (welche durch das Verstauben braun waren) wurden wieder mit schwarzer Emailfarbe hervorgehoben, die Stössel können ebenfalls mit schwarzer Farbe hervorgehoben werden, da diese Bereich geschmiert sind. Wobei diese m.E. nicht notwendig ist, da sich dort ruckzuck auch wieder der Staub festsetzt. Das ist aber Geschmacksfrage.


    Versiegelt wird das Ganze mit mattem Spaylack aus der Dose


    Noch das drumherum:
    Badger 150
    feine Pinsel in verschiedenen Grössen
    Borstenpinsel in verschiedenen Grössen


    Pulverfarben von Elita (über Conrad)
    erdbraun
    braun


    Emaifarbe von
    -Revell: schwarz matt
    -Humbrol: "rost"-rot matt (für das dargestellte Drybrush-Verfahren an den Lüftern und die Haltestangen), da ich keine passende RAL-Farbe hatte


    Habe ich was vergessen? Keine Ahnung. Aber wenn noch Fragen sind, dann fragt einfach.


    Ich hoffe, dass der eine oder andere "Alterungsmuffel" (war ich ja auch) sich jetzt auch mal getraut.


    Viele Grüsse
    Holger

    Hallo Rainer,


    meinen allergrössten Respekt.


    Da du aber ein sehr Genauer bist, möchte ich noch auf folgende klitzekleine Kleinigkeit hinweisen:
    irgendwie habe ich den Eindruck (bzw. meine schwachen Augen), dass die Abschlussbleche beim Vorbild unter den Ziegeln liegen (keine Ahnung, wie das vom Handwerkrichtig gemacht wird). Bei dir liegen die Bleche auf den Ziegeln.


    Das trübt aber nicht den Gesamteindruck deines gelungenen Werks. Weiter so!


    Viele Grüsse
    Holger

    ...nein, nicht meines, sondern das des Projekts.


    Die Lüfteröffnungen liessen mir keine Ruhe und folgende Lösung ist mir dann noch eingefallen: Drybrush!


    Also mit roter Farbe im Drybrush-Verahren über die Lüftergitter: Im tiefen Inneren schwarz, oben leicht rot. So lasse mer das!





    Viele Grüsse
    Holger

    So,


    es ist vollbracht.


    Wie ich den "Murks" an den seitlichen Lüftern wieder geregelt bekomme, weiss ich, nach mehreren Versuchen, immer noch nicht. Aber irgendwann greift das Terpentin auch mal die Ursprungsfarbe an, also kann ich mir keine weiteren Versuche mehr erlauben.
    Ansonsten noch die versprochene Dachaufnahme, nachdem die Vorbauten und das Dach noch etwas Schmutz bekommen haben. Apropos Dach: Es fällt mir auf, dass ich das noch richtig aufsetzen muss. :D






    Übrigens ist heute (03.07.11) bei DSO eine 212 das Bild des Tages, wo die Vorbauten und Verkleidungen der Auspüffe komplett schwarz sind. Die Verkleidungen hatte ich auch eingenebelt, aber wieder entfernt, da ich dachte, dass es sowas nie gegeben hat. Wie man sich doch täuschen kann.
    http://www.drehscheibe-online.de/galerie/ds_tagesbild.php


    Viele Grüsse
    Holger

    Hallo Rainer,


    ja, weiter so.
    Fotos sind ja so unbarmherzig! Aus 1 m Abstabd sieht die V 100 eigentlich recht respektabel aus.


    Der von dir angesprohene Zustand der Lüftergitter ist/ war gerade in Bearbeitung. Mal sehen, ob es sich gelohnt hat.
    Stelle nachher paar Fotos ein.


    Viele Grüsse
    Holger

    Moin Rainer,


    es ist schon wahnsinnig, was du (ihr) alles so macht, um an die passenden Fotos zu kommen.
    Aber das Ergebnis rechtfertig den Aufwand.
    Auch die weitere Umsetzung und deine Idee mit der Mauerfolie ist gespeichert.


    Viele Grüsse
    Holger

    Hallo Carsten,


    ja, die 1088 ist überall ;-)


    Deine Alterung ist auch eine nette Variante. Ich war am überlegen, ob ich das Dach hell (=schmutzbraun, so wie ich es meine, bei dir erkenne zu können) oder dunkel (russ-schwarz) gestalten sollte. Da mir u.a. ein Kritiker bei meiner 215 schrieb, dass sie aussehe, wie im Schlamm gebadet, habe ich mich für ein schwarzes Dach entschieden.


    Den gröbsten Schmodder an den Haltegriffen habe ich nochmal beseitigt und das etwas feiner ausgeführt (sieht man gut bei Dachbild). Auch habe ich die grossen Lüfter nochmal neu gemacht.Ob das was gebracht hat, zeigen die späteren Bilder.
    Weiterhin habe ich die Anregung von Sascha und Peter, das Dach noch dunkler darzustellen, inzwischen (Wartezeit bis der Kleister wieder eingedickt ist ) ausgeführt . Leider habe ich keine Zeit, die neuesten Bilder einzustellen wegen Tapeziererei und anschliessend Geburtstagsfeier.


    Bis die Tage
    Holger

    Hallo,


    nachdem ich bereits eine 215 gealtert und bei DSO eingestellt hatte, kamen einige Anregungen. So wurde mir der Vergleich mit Vorbildern empfohlen als auch die Benutzung einer Airbrush.


    Also ran ans Werk, erstmal eine Lok ausgeguggt. Vorbild war eine schon recht angegraute V 100 auf der Seite bundesbahnzeit.de http://www.bundesbahnzeit.de/G…-Bilder/b09-211%20239.jpg


    Nun würde ich gerne mal eure Meinung zu meiner gealterten V 100 hören. Sie war (und ist noch) eine Schadlok, so dass sie ideal zum Probieren neuer Techniken war.
    Was ich für Techniken angewandt habe, schreibe ich demnächst. Als kleiner Happen: Ich habe meine uralte Pistole von Badger mal wieder rausgekramt.







    Viele Grüsse
    Holger

    Hallo Carsten,


    sicher ist der Einwand von Rainer richtig, wenn man mit langen Zügen Betrieb macht....was dir ja nicht vorschwebt.
    Wenn lokbespannte Züge jedoch verkehren solen, könnte man alternativ einen Schüttbahnsteig zwischen Gleis 1 und 2 installieren.


    Die Idee mit der Ladestelle hinter dem Bahnübergang hat was...und kommt mir bekannt vor ;-)


    Eventuell kannst du ja mal einen Blick auf die Gleisanlagen von Bischofsheim/Rhön werfen. Dieser war auch Endbahnhof und es gab auch einen Gleisanschluss am Streckenende. Da könntest du sehen, wie dort das von Rainer angesprochene Problem gelöst wurde.


    Bin gespannt, wie´s weitergeht.


    Viele Grüsse
    Holger

    Hallo Rainer,


    es freut mich, dass es dir gefällt.


    Allerdings sehe ich auch bei diesem Experiment noch Optimierungsbedarf. Denn die typischen Muster des Glasbausteins sind nicht zu erkennen, trotz Bearbeitung der Rückseite. Die Glasplatte ist einfach zu dick Höchstens im Gegenlicht kann man was erkennen. Aber mein Gebäude ist innen einfach nur dunkel .


    Folgende Idee ist mir noch gekommen:
    Anstatt der von mir verwandten Glasplatte könnte man auch Glasfolien (wie sie bei Bausätzen von Piko oder Pola beiliegen) verwenden.
    Die Behanhdlung dann analog der von mir beschriebenen. Die Folien sind aber wesentlich empfindlicher, so dass das Ritzen eventuell schon zu einem Schnitt führen kann.


    Man bearbeitet als zwei Folien und hat somit zwei Sichtseiten. Zwischen die beiden Folien kommt an den Seiten jeweils ein "Rahmen " aus dünnen Plastikprofilen, d.h. die beiden Folien werden mit ihren behandelten Rückseiten auf den Rahmen geklebt. Oder aber man verfolgt die bereits genannte "Gitteridee" als Trennung zwischen den beiden Folien weiter.


    Da ich jedoch derzeit auf anderen Baustellen zu Hause bin, werde bzw. kann ich diese neue Idee erstmal nicht verfolgen.
    Zumal ich mit meinem erreichten Ergebnis, was mein Anspruch und meine Philosophie angeht, leben kann.


    Aber vielleicht ist es für dich eine Anregung.


    Viele Grüsse
    Holger


    PS: Durch die jetzigen Aufnahmen ist mir aufgefallen, dass der Verputz der Garagen mehr als stümperhaft ausgeführt wurde. Damals fand ich es okay, heute nicht mehr.

    Hallo,


    auch ich stand, schon vor geraumer Zeit, vor der Aufgabe, Glasbausteine nachzubilden. Heute habe ich als eifriger und (bis heute unregistrierter) Mitleser dieses Thema entdeckt. Und mich auch ans Werk gemacht. Das Gebäude (Garagen) sind zu Beginn meines Segmentbaus entstanden und haben heute durch den Abriss einigen Schaden genommen, welcher nur notdürftig behoben wurde.
    Ich hatte Rainer meinen Ansatz zur Bewältigung des Problems per mail zukommen lassen und er schlug vor, dass ich es hier veröffentlichen sollte.
    So werde ich es dann auch tun:


    Man nehme eine Glasplatte aus einem gewöhnlichen Bausatz Diese sollte entweder genau passend oder erheblich grösser sein als die Fensteraussparung. Erheblich grösser, da beim Schneiden leicht die Ecken bei Glasplatten brechen und man sich bei einer grösseren Platte vorsichtig hinantasten kann.


    Auf der Vorderseite ritzt man mit dem Bastelmesser die Fugen nach Original, pro Fuge zweimal. Ich nahm einfach mal 10 cm Originalmaß an.
    Dann wischt man mit weisser Pulverfarbe in die Fugen. Sollte sie nicht hängenbleiben, nass machen. Die gesamte Vorderseite der Platte wird weiss, macht aber nichts. Denn danach die Glasplatte wieder sauber abputzen, so dass nur die Farbe in der Fuge bleibt. Ich habe extra Pulverfarbe genommen, damit das Plastik nicht angegriffen wird.


    Nun zur Rückeite:


    Den Nachteil von Plastikkleber, nämlich dass er das Glasmaterial angreift und "blind" macht, habe ich mir zu Nutzen gemacht. Die Rückseite wird nun grossflächig mit flüssigem Plastikkleber
    eingestrichen. Dann einen Moment (ca. 1 Min) warten, bis er leicht abgebunden ist. Nun mit einem dünnen Plastikteil auf der betrichenen Fläche erst waagrechte Striche, dann senkrechte Striche ziehen. Die Striche können "frei Schnauze " gezogen werden, da sie im Original ja auch nicht gleichmässig sind. Somit hat man das Muster der Steine.


    Diese Methode eignet sich allerdings nur für eine Gebäudeseite, nämlich der Draufsicht von aussen.


    Es ist nur eine Annäherung an das Problem. Allerdings kann man bei Steinen in der Grösse von 1 x 1 mm nicht soviel erkennen, so dass für mich letztendlich der Gesamteindruck entscheidend ist.


    Die Bilder dazu:





    Viele Grüsse
    Holger